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Dokumentenidentifikation DE102004001584B4 13.04.2006
Titel Leitplankenanordnung
Anmelder A r e n s Neuentwicklung und Vertrieb GmbH, 54343 Föhren, DE
Erfinder Arens, Manfred, 54338 Schweich, DE;
Ballus, Erwin, 54426 Hilscheid, DE;
Klein, Walter, 57581 Katzwinkel, DE;
Lörscher, Christoph, 54338 Schweich, DE
Vertreter Jeck · Fleck · Herrmann Patentanwälte, 71665 Vaihingen
DE-Anmeldedatum 09.01.2004
DE-Aktenzeichen 102004001584
Offenlegungstag 04.08.2005
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 13.04.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 13.04.2006
IPC-Hauptklasse E01F 15/04(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Leitplankenanordnung zur Begrenzung einer Verkehrsfläche nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Bei den aus dem Stand der Technik bekannten Leitplankenanordnungen sind an Stützpfosten, die in den Boden gerammt oder dort beliebig verankert sind, Stahl-, Leichtmetall- oder Stahlbeton-Schienen als Schutzplanken angebracht. An der der Verkehrsfläche zugewandten Seite der Stützpfosten sind die Schutzplanken mit einer Schraubverbindung befestigt. Die Schutzplanken dienen einerseits als Begrenzung einer Verkehrsfläche, beispielsweise einer Strasse, und andererseits als Schutz vor dem unerwünschten Eindringen von Verkehrsteilnehmern in den hinter der Leitplankenanordnung befindlichen Bereich. Darüber hinaus sollen derartige Leitplankenanordnungen auch Verkehrsunfälle vermeiden, indem Verkehrsteilnehmer am unbeabsichtigten Verlassen der Verkehrsfläche gehindert werden.

Aus dem Stand der Technik ist darüber hinaus bekannt, derartige Leitplankenanordnungen auch als Schutz der Verkehrfläche vor dem Eindringen von Material aus dem Bereich hinter der Leitplankenanordnung zu schützen. So werden Leitplankenanordnungen beispielsweise als Geröllschutz an Straßenrändern verwendet, welche unmittelbar an stark abfallendes Gelände, insbesondere im Gebirge, grenzen. Dabei sind dann die Schutzplanken auf der der Straße abgekehrten Seite an den Stützpfosten befestigt. Mit dieser Anordnung ist aber einerseits die Straße nicht ausreichend geschützt. Zum anderen bergen die Stützpfosten und die scharfkantigen Rückseiten der Schutzplanken eine Verletzungsgefahr für Verkehrsteilnehmer. Aus diesem Grund ist man dazu übergegangen, die Stützpfosten doppelseitig zu beplanken.

Die bekannten als Geröllschutz verwendeten Leitplankenanordnungen mit allein straßenseitiger Beplankung weisen jedoch den Nachteil auf, dass beim Auftreffen von Geröll oder dergleichen schweren Material auf die von der Verkehrsfläche abgewandeten Seite der Leitplankenanordnung die Schraubverbindung zwischen der Schutzplanke und dem Stützpfosten herausgerissen wird. Dabei wird die Schutzplanke durch das Geröll vom Stützpfosten weggedrückt, so dass die beabsichtigte Funktion als Schutzeinrichtung für eine Verkehrsfläche nur unzureichend erfüllt ist.

Die bekannten Leitplankenanordnungen bieten zwar recht guten Schutz bei Druckeinwirkung auf die der Verkehrsfläche zugewandten Vorderseite, jedoch keinen ausreichenden Schutz bei Druckeinwirkung auf die der Verkehrsfläche abgewandten Rückseite.

Die AT 279 662 zeigt beispielsweise eine Leitplankenanordnung mit einem sich senkrecht zur Verkehrsfläche erstreckenden Stützpfosten. An der der Verkehrsfläche zugewandten Vorderseite des Stützpfostens ist eine Schutzplanke befestigt. Parallel zur Erstreckungsrichtung der Schutzplanke erstreckt sich ein Metallbügel, der den Stützpfosten an dessen der Verkehrsfläche abgewandten Rückseite umgreift. Die freien Enden des Metallbügels sind an der Rückseite der Schutzplanke fixiert. Zu diesem Zweck ist an den beiden freien Enden des Metallbügels eine sich parallel zur Rückseite der Schutzplanke erstreckende Anlagefläche ausgebildet. In jeder Anlagefläche ist eine Bohrung eingebracht. Die Schutzplanke weist jeweils eine korrespondierende Bohrung zur Aufnahme einer Schraubverbindung zur Fixierung des Metallbügels an der Schutzplanke auf.

Bei dieser bekannten Leitplankenanordnung sichern die verwendeten Metallbügel die Schutzplanke nur unzureichend am Stützpfosten. Allein die zwischen dem Metallbügel und dem Stützpfosten als auch die zwischen dem Metallbügel und der Schutzplanke wirkende Schraubverbindung soll die Schutzplanke am Stützpfosten sichern. Wenn jedoch Geröll oder dergleichen schweres Material insbesondere auf die von der Verkehrsfläche abgewandeten Seite der Leitplankenanordnung auftrifft, können diese Schraubverbindungen zwischen der Schutzplanke und dem Stützpfosten herausgerissen oder zumindest durch Verformen gelockert werden. Dabei wird die Schutzplanke durch das Geröll vom Stützpfosten weggedrückt, so dass die beabsichtigte Funktion als Schutzeinrichtung für eine Verkehrsfläche nur unzureichend erfüllt ist.

Wenn die bekannte Leitplankenanordnung als Geröllschutz eingesetzt wird, kann das auf die von der Verkehrsfläche abgewandeten Seite der Leitplankenanordnung auftreffende Geröll unter der Schutzplanke hindurchtreten und auf die Verkehrsfläche geraten.

Es ist daher Aufgabe der Erfindung, eine Leitplankenanordnung anzugeben, welche bei besonders einfachem Aufbau auch bei Druckeinwirkung auf die der Verkehrsfläche abgewandten Rückseite einen zuverlässigen Schutz bietet.

Diese Aufgabe der Erfindung wird durch die Merkmale des Anspruches 1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen sind in den Unteransprüchen beschrieben.

Demgemäß sind die beiden Anlageflächen an den freien Enden des Metallbügels von der Rückseite der Schutzplanke beabstandet, um einen Klemmweg für die Schraubverbindung zur Fixierung des Metallbügels an der Schutzplanke auszubilden und den Metallbügel gegenüber der Schutzplanke unter Zugspannung zu halten. Mit dieser Maßnahme wird wirkungsvoll verhindert, dass bei übermäßiger Druckeinwirkung auf die der Verkehrsfläche abgewandten Rückseite der Schutzplanke die Schraubverbindungen herausgerissen werden, indem eine gewisse Verformung und ein gewisses Spiel zwischen dem Stützpfosten und der Schutzplanke zugelassen wird.

An jeweils einem Stützpfosten lässt sich eine Mehrzahl von Schutzplanken übereinander befestigen, wobei eine oder mehrere Metallbügel den Stützpfosten an dessen der Verkehrsfläche abgewandten Rückseite umgreifen. Somit kann verhindert werden, dass Geröllmaterial unter der Schutzplanke hindurch auf die Verkehrsfläche gelangt.

Die Schutzplanke kann mit einer Schraubverbindung an dem Stützpfosten befestigt sein. Um den Metallbügel stabil mit der Schutzplanke zu verbinden, lassen sich die freien Enden des Metallbügels mit jeweils einer Schraubverbindung an der Schutzplanke fixieren. Derartige Schraubverbindungen sind leicht anzubringen, auch bei einer Nachrüstung einer bestehenden Leitplankenanordnung mit dem Metallbügel.

Eine wirkungsvolle Abstützung des Metallbügels am Stützpfosten wird durch zumindest einen zwischen den freien Enden des Metallbügels angeordneten Bereich geschaffen, der als eine Kontaktfläche zur Anlage an der Rückseite des Stützpfostens ausgebildet ist.

Um den auf die der Verkehrsfläche abgewandten Rückseite der Schutzplanke einwirkenden Druck besonders gut aufzunehmen und unerwünschten Verformungen des Metallbügels zu verhindern, ist die Kontaktfläche über geneigte Flankenbereiche mit den beiden Anlageflächen an den freien Enden des Metallbügels verbunden.

Dabei schließt die Kontaktfläche mit den Flankenbereichen vorzugsweise jeweils einen Winkel von ungefähr 60° ein.

Nachfolgend wird die Erfindung anhand bevorzugter Ausführungsformen unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen näher erläutert.

Es zeigen:

1 in schematischer und perspektivischer Vorderansicht einen Teilabschnitt einer Leitplankenanordnung mit einer an einem Stützpfosten befestigten Schutzplanke;

2 in schematischer und perspektivischer Rückansicht einen Teilabschnitt der Leitplankenanordnung gemäß 1;

3 in schematischer Draufsicht einen Teilabschnitt der Leitplankenanordnung gemäß der 1 und 2; und

4 in schematischer und perspektivischer Vorderansicht einen Teilabschnitt einer Leitplankenanordnung mit zwei an einem Stützpfosten übereinander befestigten Schutzplanken;

1 zeigt in schematischer und perspektivischer Vorderansicht einen Teilabschnitt einer Leitplankenanordnung zur Begrenzung einer (nicht gezeigten) Strasse. An der der Strasse zugewandten Vorderseite 12 eines Stützpfostens 10 ist eine in Seitenansicht etwa wellenförmig ausgebildete Leitplanke 14 mit einer Schraubverbindung 22 befestigt. Die Schraubverbindung 22 besteht im wesentlichen aus einer Schraube und einer aufgeschraubten Mutter. In der Leitplanke 14 ist eine Bohrung 28 angebracht, durch welche hindurch sich die Schraube der Schraubverbindung 22 erstreckt. Die Schraube greift mit ihrem freien Ende in den Stützpfosten 10 ein. Um die Bohrung 28 zu verstärken und die Auflagefläche des Schraubenkopfes der Schraubverbindung 22 zu vergrößern ist ein Unterlegplättchen 29 aus Metall zwischen der Leitplanke 14 und dem Schraubenkopf angeordnet.

2 zeigt in schematischer und perspektivischer Rückansicht einen Teilabschnitt der Leitplankenanordnung gemäß 1. Ein sich parallel zur Erstreckungsrichtung der Leitplanke 14 erstreckender Metallbügel 16 umgreift den Stützpfosten 10 an dessen Rückseite 18. Die freien Enden 20a und 20b des Metallbügels 16 sind mit Schraubverbindungen 24a und 24b an der Leitplanke 14 an der Rückseite 18 der Leitplanke 14 fixiert. An den freien Enden 20a und 20b des Metallbügels 14 ist jeweils eine sich parallel zur Rückseite 18 der Leitplanke 14 erstreckende Anlagefläche 30a bzw. 30b mit jeweils einer Bohrung 32a bzw. 32b ausgebildet. Die Leitplanke 14 weist jeweils eine korrespondierende Bohrung 34a bzw. 34b zur Aufnahme der Schraubverbindung 24a bzw. 24b zur Fixierung des Metallbügels 16 an der Leitplanke 14 auf.

Die Schraubverbindungen 24a und 24b bestehen im wesentlichen jeweils aus einer Schraube und einer aufgeschraubten Mutter. Durch die in der Leitplanke 14 angebrachten Bohrungen 34a und 34b erstreckt sich jeweils eine Schraube der Schraubverbindungen 24a und 24b. Die Schrauben greifen mit ihren freien Enden in die Bohrungen 32a und 32b in den Anlageflächen 30a und 30b ein. Um die in der Leitplanke 14 angebrachten Bohrungen 34a und 34b zu verstärken und die Auflagefläche des Schraubenkopfes der Schraubverbindungen 24a und 24b zu vergrößern, sind jeweils Unterlegplättchen 33a bzw. 33b aus Metall zwischen der Leitplanke 14 und dem jeweiligen Schraubenkopf angeordnet.

3 zeigt in schematischer Draufsicht einen Teilabschnitt der Leitplankenanordnung gemäß der 1 und 2. Ein Bereich zwischen den freien Enden 20a und 20b des Metallbügels 16 ist als eine Kontaktfläche 36 zur Anlage an der Rückseite 18 des Stützpfostens 10 ausgebildet. Die Kontaktfläche 36 ist über geneigte Flankenbereiche 38a und 38b mit den beiden Anlageflächen 30a und 30b an den freien Enden 20a und 20b des Metallbügels 16 verbunden. Die Kontaktfläche 36 schließt mit den Flankenbereichen 38a und 38b jeweils einen Winkel &agr; von ungefähr 60° ein.

Die beiden Anlageflächen 30a und 30b an den freien Enden 20a und 20b des Metallbügels 16 sind von der Rückseite 18 der Leitplanke 14 beabstandet. Dadurch wird ein Klemmweg d für die Schraubverbindungen 24a und 24b zur Fixierung des Metallbügels 16 an der Leitplanke 14 ausgebildet. Der Metallbügel 16 steht dadurch gegenüber der Leitplanke unter Zugspannung.

Der Stützpfosten 10 ist als ein „Doppel-T-Träger" mit zwei parallel zueinander verlaufenden Gurten 26a und 26b ausgebildet. An dem der Verkehrsfläche zugewandten Gurt 26a ist eine Bohrung 28 zur Aufnahme der Schraubverbindung 22 zur Befestigung der Leitplanke 14 angeordnet.

4 zeigt in schematischer und perspektivischer Vorderansicht einen Teilabschnitt einer Leitplankenanordnung mit zwei an einem Stützpfosten 10 übereinander befestigten Leitplanken 14 und 14.1. Zwei Metallbügel 16 und 16.1 umgreifen den Stützpfosten 10 an dessen der Verkehrsfläche abgewandten Rückseite 18.


Anspruch[de]
  1. Leitplankenanordnung zur Begrenzung einer Verkehrsfläche mit mindestens einem sich im wesentlichen senkrecht zur Verkehrsfläche erstreckenden Stützpfosten (10), an dessen der Verkehrsfläche zugewandten Vorderseite (12) zumindest eine Schutzplanke (14) befestigt ist, wobei ein sich parallel zur Erstreckungsrichtung der Schutzplanke (14) erstreckender Metallbügel (16) den Stützpfosten (10) an dessen der Verkehrsfläche abgewandten Rückseite (18) umgreift und die freien Enden (20a; 20b) des Metallbügels (16) an der Rückseite (18) der Schutzplanke (14) fixierbar sind, wobei an jedem freien Ende (20a; 20b) des Metallbügels (16) eine sich parallel zur Rückseite der Schutzplanke (14) erstreckende Anlagefläche (30a, 30b) mit einer Bohrung (32a; 32b) ausgebildet ist und die Schutzplanke (14) jeweils eine korrespondierende Bohrung (34a; 34b) zur Aufnahme einer Schraubverbindung (24a; 24b) zur Fixierung des Metallbügels (16) an der Schutzplanke (14) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Anlageflächen (30a; 30b) an den freien Enden (20a; 20b) des Metallbügels (16) von der Rückseite (18) der Schutzplanke (14) beabstandet sind, um einen Klemmweg (d) für die Schraubverbindung (24a; 24b) zur Fixierung des Metallbügels (16) an der Schutzplanke (14) auszubilden, und an jeweils einem Stützpfosten (10) eine Mehrzahl von Schutzplanken (14; 14.1) übereinander befestigbar ist, wobei ein oder mehrere Metallbügel (16; 16.1) den Stützpfosten (10) an dessen der Verkehrsfläche abgewandten Rückseite (18) umgreifen.
  2. Leitplankenanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzplanke (14) mit einer Schraubverbindung (22) an dem Stützpfosten (10) befestigt ist.
  3. Leitplankenanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Bereich zwischen den freien Enden (20a; 20b) des Metallbügels (16) als eine Kontaktfläche (36) zur Anlage an der Rückseite (18) des Stützpfostens (10) ausgebildet ist.
  4. Leitplankenanordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontaktfläche (36) über geneigte Flankenbereiche (38a; 38b) mit den beiden Anlageflächen (30a; 30b) an den freien Enden (20a; 20b) des Metallbügels (16) verbunden ist.
  5. Leitplankenanordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontaktfläche (36) mit den Flankenbereichen (38a; 38b) jeweils einen Winkel (&agr;) von ungefähr 60° einschließt.
Es folgen 4 Blatt Zeichnungen






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