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Dokumentenidentifikation DE102004002131B4 13.04.2006
Titel Kühlaggregat und Kühlmöbel
Anmelder Danfoss Compressors GmbH, 24939 Flensburg, DE
Erfinder Rothmann, Carsten, Krusaa, DK;
Bachmann, Ole, Soenderborg, DK
Vertreter Patentanwälte Knoblauch und Knoblauch, 60322 Frankfurt
DE-Anmeldedatum 15.01.2004
DE-Aktenzeichen 102004002131
Offenlegungstag 11.08.2005
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 13.04.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 13.04.2006
IPC-Hauptklasse F25D 29/00(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Kühlaggregat für ein Kühlmöbel, das als Funktionseinheit ausgebildet ist, die einen Verdichter, einen Kondensator, ein Expansionsventil und eine elektrische Spannungsversorgung aufweist, wobei die Funktionseinheit als vormontierte Funktionseinheit ausgebildet ist.

Unter dem Begriff "Kühlmöbel" werden Kühlschränke und Gefrierschränke oder -truhen zusammengefaßt. Die Erfindung wird im folgenden anhand eines Kühlschranks als Kühlmöbel beschrieben. Sie ist aber auch bei Gefrierschränken und -truhen anwendbar.

Ein herkömmlicher Kühlschrank weist einen Kältekreislauf auf, in dem ein Kompressor, ein Kondensator, ein Expansionsventil und ein Verdampfer angeordnet sind. Diese Einzelteile müssen bei der Herstellung eines Kühlschranks im Gehäuse des Kühlschranks eingebaut und miteinander verbunden werden. Eine derartige Herstellung ist aufwendig.

Man hat daher in US 6 564 574 B1 vorgeschlagen, mehrere dieser Elemente in einem Kühlaggregat zusammenzufassen, das beispielsweise in einer Fabrik vormontiert werden kann. Dieses Kühlaggregat wird dann zum Hersteller des Kühlmöbels transportiert und dort insgesamt in das Kühlmöbel eingesetzt. Diese Vorgehensweise hat beispielsweise den Vorteil, daß das Kühlaggregat ab Fabrik hermetisch versiegelt werden kann und damit einsatzbereit ist.

Ein derartiges Kühlaggregat benötigt in der Regel eine Versorgungsspannung. Diese Versorgungsspannung entspricht der Netzspannung, die in Europa 220 bis 240V Wechselspannung beträgt. Im Kühlmöbel sind vielfach weitere elektrische Verbraucher angeordnet, beispielsweise Leuchtmittel oder eine Regelelektronik. Diese Verbraucher müssen ebenfalls mit dem Kühlaggregat verbunden werden. Hierzu sind teilweise längere Kabelführungen erforderlich.

DD 259 547 A3 zeigt eine Schaltungsanordnung zur elektronischen Steuerung und Regelung von Haushaltskältegeräten. Das Haushaltskühlgerät, das im Ausführungsbeispiel beschrieben ist, weist zwei Temperaturzonen auf. Ein Netzteil ist für die Steuerstromversorgung für die gesamten Baugruppen der Regel-, Steuer- und Signaleinrichtungen vorgesehen. Die netzseitigen Schaltbaugruppen werden über Kopplerbauelemente vom übrigen Teil galvanisch getrennt.

DE 42 26 966 A1 zeigt ein Kühl- und/oder Gefriergerät, das mit einem Einphasen-Wechselstrommotor betrieben werden kann. Das Kühlgerät weist zwei Kältekreisläufe auf, die jeweils von einem Sensor überwacht werden. Die Sensoren sind mit einem Mikroprozessor verbunden, der über eine Potential-Trennungsschaltung und eine Schutzschaltung mit einem Frequenzumrichter verbunden ist.

DE 31 41 736 C2 beschreibt eine Temperaturregelvorrichtung für eine Anlage, insbesondere Kälteanlage, bei der ein Niederspannungsteil galvanisch vom Netzspannungsteil getrennt ist. Die galvanische Trennung läßt sich beispielsweise über einen Netztransformator oder über einen Lichtsender oder einen Lichtempfänger realisieren.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den Aufbau eines Kühlmöbels zu vereinfachen.

Diese Aufgabe wird durch ein Kühlaggregat für ein Kühlmöbel gelöst mit einem ersten Teil einer Steckverbindung, der mit einem zweiten Teil der Steckverbindung zur Verbindung des Kühlaggregats mit mindestens einer Komponente des Kühlmöbels in Eingriff bringbar ist, und einer Schnittstelle mit einer galvanischen Trennung zwischen einer Eingangsanordnung und einer Ausgangsanordnung, wobei die Eingangsanordnung mit dem Kühlaggregat und der elektrischen Spannungsversorgung in Verbindung steht und die Ausgangsanordnung über die Steckverbindung mit der mindestens einen Komponente des Kühlmöbels verbindbar ist.

Mit dieser Lösung wird zwar nicht in erster Linie die Kabelführung verkürzt. Man ist aber bei der Führung der Kabel freier, weil durch die galvanische Trennung kein direkter elektrischer Kontakt mehr mit der Netzversorgung besteht. Dementsprechend werden die Sicherheitsanforderungen, die unter elektrischen Gesichtspunkten zu beachten sind, herabgesetzt. Das Kühlaggregat ist als Funktionseinheit ausgebildet, die einen Verdichter, einen Kondensator und ein Expansionsventil aufweist. Das Kühlaggregat enthält damit nahezu alle für einen Kältekreislauf erforderlichen Bau- oder Funktionselemente. Die Ausgangsanordnung der Schnittstelle weist einen Teil einer Steckverbindung auf. In diesem Fall wird die Verbindung des Kühlaggregats mit dem Kühlmöbel besonders einfach. Nach der mechanischen Montage oder bei der Montage kann eine Steckverbindung zu den Verbrauchern oder Komponenten des Kühlmöbels einfach dadurch hergestellt werden, daß ein Stecker in den Teil der Steckverbindung der Ausgangsanordnung eingesteckt wird.

Vorteilhafterweise weist die Schnittstelle einen Transformator auf. Ein Transformator vermindert die Spannung, die an der Ausgangsanordnung der Schnittstelle abgegeben wird. Dementsprechend können die Schutzmaßnahmen, die im Kühlmöbel getroffen werden müssen, auch auf eine verminderte Spannung ausgelegt werden. Beispielsweise kann man einen geringeren Sicherheitsabstand einhalten oder eine dünnere und damit kostengünstigere Isolierung im Kühlmöbel verwenden.

Hierbei ist besonders bevorzugt, daß der Transformator an der Ausgangsanordnung eine Spannung abgibt, die maximal einer Schutzkleinspannung entspricht. Beispielsweise kann es sich dabei um 24 V, 12 V oder 5 V Wechselspannung handeln. Es kann auch über eine dem Transformator nachgeschaltete Gleichrichter- und Glättungsschaltung eine Spannung in der Größenordnung von 48 V, 24 V, 12 V oder 5 V Gleichspannung zur Verfügung gestellt werden. In allen Fällen ist die Spannung dann so gering, daß auch bei einer fehlerhaften Isolierung keine Gefahr für einen Menschen besteht, der mit spannungsführenden Teilen in Verbindung kommt.

Auch ist von Vorteil, wenn die Schnittstelle einen Optokoppler aufweist. Ein Optokoppler ist beispielsweise dann von Vorteil, wenn über die Schnittstelle nur Signale übertragen werden sollen.

Hierbei ist von Vorteil, wenn das Kühlaggregat auch eine Regelelektronik aufweist. Die Regelelektronik kann beispielsweise auf die Spannungsversorgung des Kompressors oder Verdichters einwirken. Beispielsweise kann die Regelelektronik eine Geschwindigkeitsregelung des Verdichters vornehmen. Es ist auch möglich, eine Temperaturregelung zu bewirken, indem die Regelelektronik das Expansionsventil steuert.

Vorteilhafterweise weist das Kühlaggregat auch einen Verdampfer auf. In diesem Fall ist der Kältemittelkreislauf geschlossen.

Zusätzlich kann das Kühlaggregat in einer bevorzugten Ausgestaltung auch ein Heizelement aufweisen. Ein derartiges Heizelement kann dann zum Abtauen des Kühlmöbels verwendet werden.

Vorzugsweise weist das Kühlaggregat einen Gassensor auf. Ein Gassensor ist in der Lage, Leckagen im Kühlmittelkreislauf frühzeitig zu erkennen und einen Benutzer darauf hinzuweisen. Wenn man einen derartigen Gassensor im Kühlaggregat unterbringt, dann hat man kurze Wege zwischen den Teilen, an denen ein Gasverlust möglicherweise auftreten könnte, und dem Gassensor.

Bevorzugterweise weist die Ausgangsanordnung der Schnittstelle Leistungsübertragungsanschlüsse und/oder Signalübertragungsanschlüsse auf. In beiden Fällen ist die galvanische Trennung von Vorteil.

Auch ist von Vorteil, wenn die Ausgangsanordnung einen Lichtleiter aufweist. In diesem Fall kann man unter Umständen auf eigene Leuchtmittel im Innern des Kühlmöbels verzichten. Dies hat den besonderen Vorteil, daß durch die Beleuchtung des Innern des Kühlmöbels keine Wärmeentwicklung entsteht, die zu einer Temperaturerhöhung im Kühlraum führen könnte.

Die Aufgabe wird durch ein Kühlmöbel mit einem Kühlabteil und einem Kühlaggregat, das galvanisch vom Kühlabteil getrennt ist, gelöst.

Bei einem derartigen Kühlmöbel kann man geringere Anforderungen an elektronische Schutzmaßnahmen vorsehen.

Vorzugsweise ist eine Mensch-Maschine-Schnittstelle mit dem Kühlaggregat verbunden, die galvanisch vom Kühlaggregat getrennt ist. Eine Mensch-Maschine-Schnittstelle, die auch als "Man-Machine-Interface" bezeichnet und als MMI abgekürzt wird, wird typischerweise oben im Kühlmöbel angebracht und enthält eine Anzeige für Temperatur und Status. Vielfach ist hier auch eine Eingriffsmöglichkeit für einen Benutzer vorgesehen, der beispielsweise die Solltemperatur für das Innere des Kühlmöbels vorgeben kann. Dadurch, daß man eine galvanische Trennung zwischen der Spannungsversorgung und dem MMI vorsieht, wird auch eine erhöhte Personensicherheit für den Benutzer erreicht.

Von Vorteil ist, wenn das Kühlmöbel einen Teil und das Kühlaggregat einen anderen Teil einer Steckverbindung aufweisen, die beim Einbau des Kühlaggregats in das Kühlmöbel miteinander in Eingriff kommen. Diese Ausgestaltung erleichtert die Montage. Mit dem Einsetzen oder Einschieben des Kühlaggregats in das Kühlmöbel wird die notwendige Steckverbindung hergestellt, so daß die elektrischen und elektronischen Komponenten und Verbraucher im Kühlmöbel sofort mit der notwendigen elektrischen Energie versorgt werden können und auch ihre Signale an das Kühlaggregat zurückmelden können.

Die Erfindung wird im folgenden anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels in Verbindung mit der Zeichnung beschrieben. Hierin zeigen:

1 eine schematische Darstellung eines Kühlmöbels von außen und

2 eine diagrammartige Darstellung eines Kühlaggregats.

Ein Kühlmöbel 1, das in 1 in schematischer Explosionsdarstellung dargestellt ist, weist ein Kühlabteil 2, ein Kühlaggregat 3 und eine Mensch-Maschine-Schnittstelle 4 auf, die auch als "Bedienteil" bezeichnet werden kann. Lediglich schematisch dargestellt ist, daß die Mensch-Maschine-Schnittstelle 4 eine Anzeige 5 aufweist, die die Temperatur und/oder den Betriebszustand im Kühlabteil 2 anzeigt. In nicht näher dargestellter Weise können auch noch Einstellelemente zum Einstellen einer Solltemperatur oder ähnliches an der Mensch-Maschine-Schnittstelle 4 angeordnet sein.

Das Kühlabteil 2 weist eine Tür 6 auf, hinter der ein Kühlraum angeordnet ist, in dem eine niedrigere Temperatur herrscht. Diese niedrige Temperatur wird vom Kühlaggregat 3 bewirkt. Das Kühlaggregat 3 wird von unten an das Kühlabteil 2 angesetzt. Es ist in 1 vergrößert neben dem Kühlmöbel 1 dargestellt. Dabei ist es um etwa 120° um seine vertikale Achse gedreht, um weitere Einzelheiten zu zeigen.

Das Kühlaggregat 3 weist eine elektrische Zuleitung 7 zur Spannungsversorgung auf. Die Zuleitung wird beispielsweise in eine normale Steckdose mit einer Spannung von 220 bis 240 V eingesteckt. Das Kühlaggregat 3 weist ein Gehäuse 8 auf, das eine L-Form hat. An der Oberseite des vertikal stehenden Schenkels des L ist eine Öffnung 9 ausgebildet, durch die kalte Luft in das Kühlabteil 2 geblasen werden kann. An der Rückseite des Gehäuses 8 ist ein Stecker 10 oder eine Steckdose angeordnet, die weiter unten näher beschrieben wird. Mit dem Stecker 10 in Eingriff bringbar ist ein zweiter Teil 11 einer Steckverbindung, der am Ende einer Leitung 12 angeordnet ist. Die Leitung 12 verbindet das Kühlaggregat 3 z.B. mit der Mensch-Maschine-Schnittstelle 4 oder mit anderen Komponenten im Kühlabteil 2. Bei diesen Komponenten kann es sich um Leuchtmittel handeln, die beim Öffnen der Tür 6 den Innenraum beleuchten. Es kann sich um ein Heizelement handeln, das zum Abtauen des Kühlabteils 2 benötigt wird. Es kann sich um einen Temperaturfühler handeln, mit dem das Kühlaggregat gesteuert wird. Es kann sich aber auch um ein Gebläse handeln, mit dem Luft im Innern des Kühlabteils 2 umgewälzt werden kann.

2 zeigt schematisch in Form eines Diagramms den inneren Aufbau des Kühlaggregats 3.

Das Kühlaggregat 3 weist einen Kompressor 13 mit einem Motor 14 und einer Verdrängungseinheit 15 auf. Bei der Verdrängungseinheit 15 kann es sich beispielsweise um einen Hubkolben-Verdichter handeln.

Die Verdrängungseinheit 15 ist mit einem Kondensator 16 verbunden, der über ein Expansionsventil 17 mit einem Verdampfer 18 in Verbindung steht. Der Verdampfer 18 seinerseits ist wieder mit der Verdrängungseinheit 15 verbunden, so daß die Verdrängungseinheit 15, der Kondensator 16, das Expansionsventil 17 und der Verdampfer 18 einen geschlossenen Kältemittelkreislauf bilden.

Im vorliegenden Fall ist der Verdampfer innerhalb des Kühlaggregats 3 angeordnet. Dies ist jedoch nicht zwingend. Man kann den Verdampfer auch außerhalb des Kühlaggregats 3 anordnen. In diesem Fall würde eine Rohrverbindung durch die Öffnung 9 verlaufen, um den Verdampfer 18 mit dem Kältemittelkreislauf zu verbinden.

Der Motor 14 wird von einer Motorsteuerung 19 angesteuert, die ihre Energie über die Zuleitung 7 bezieht. Die Motorsteuerung steuert beispielsweise Frequenz und/oder Amplitude einer dreiphasigen Versorgungsspannung für den Motor 14. Die Motorsteuerung 19 ist hier als Umrichter ausgebildet, der von einer Steuereinheit 20 angesteuert wird. Die Steuereinheit 20 weist eine Temperatursteuerung 21 auf, die mit einem Temperatursensor 22 verbunden ist, der eine Temperatur am Verdampfer 18 ermittelt.

Wie oben erwähnt, enthält das Kühlabteil 2 elektrische Verbraucher und andere elektrische Komponenten, die teilweise ebenfalls eine elektrische Versorgungsspannung benötigen, andererseits aber auch Signale an die Steuereinheit 20 zurückmelden oder mit der Steuereinheit 20 in Wechselbeziehung stehen. Beispielsweise soll die aktuelle Temperatur an der Mensch-Maschine-Schnittstelle 4 angezeigt werden. Hierzu ist es erforderlich, daß eine Verbindung zur Mensch-Maschine-Schnittstelle besteht.

Um dies gefahrlos zu ermöglichen, weist das Kühlaggregat 3 eine Schnittstelle 23 auf, die den Stecker 10 aufweist, der im Prinzip die Ausgangsanordnung der Schnittstelle 23 bildet.

Die Schnittstelle 23 weist eine Eingangsanordnung auf, der von der Zuleitung 7 eine Zweigleitung 24 zugeführt wird. Die Zweigleitung 24 ist mit dem Stecker über eine galvanische Trennung 25 verbunden, die in diesem Fall als Transformator ausgebildet ist, beispielsweise als Ringkerntransformator. Die galvanische Trennung 25 trennt nicht nur galvanisch die Zweigleitung 24 vom Stecker 10. Sie setzt auch die von der Zuleitung 7 kommende Spannung herab, beispielsweise auf 24 V, 12 V oder 5 V Wechselspannung oder, wenn die galvanische Trennung 25 in nicht näher dargestellter Weise noch einen Gleichrichter und eine Glättungsschaltung aufweist, auf 48 V, 24 V, 12 V oder 5 V Gleichstrom herab. Dementsprechend steht am Stecker 10 nur noch Spannung in Form einer Schutzkleinspannung zur Verfügung, die für einen Menschen nicht mehr gefährlich ist, auch wenn sich aufgrund von unglücklichen Umständen einmal eine fehlerhafte oder beschädigte elektrische Isolierung ergeben sollte. Es wird nämlich nicht mehr eine höhere Spannung durch das Kühlmöbel geführt, sondern lediglich eine niedrigere Spannung, insbesondere eine Schutzkleinspannung. Dementsprechend ist auch die Stromstärke begrenzt. Es wird nämlich kein Starkstrom mehr durch das Kühlmöbel geführt. Die Schnittstelle 23 bildet eine galvanische Trennung zwischen dem Kühlaggregat 3 und dem Kühlmöbel 2. Durch diese galvanische Schnittstelle 23 werden u.a. Beleuchtungsmittel, Heizdrähte für den Abtauvorgang, Türkontakte, Gebläse oder andere Einheiten mit elektrischer Energie versorgt.

Die Schnittstelle 23 weist eine weitere galvanische Trennung 26 auf, die beispielsweise als Optokoppler ausgebildet sein kann. Eine derartige galvanische Trennung 26 wird für die Signalübertragung verwendet, beispielsweise für einen im Innern des Kühlmöbels 2 angeordneten Temperatursensor oder, wie oben ausgeführt, für die Übertragung von Informationen zu der Mensch-Maschine-Schnittstelle.

Schließlich ist eine dritte galvanische Trennung 27 vorgesehen, die an ihrer Ausgangsseite keine elektrische Energie mehr abgibt, sondern Energie beispielsweise in Form von Licht. Wenn man an diese galvanische Trennung 27 einen Lichtleiter anschließt, dann kann man den Innenraum des Kühlmöbels 2 mit Hilfe eines derartigen Lichtleiters beleuchten, wenn die Tür 6 geöffnet wird. Eine Temperaturerhöhung findet dann bei Beleuchtung nicht statt. Lichtleiter können durch lichtleitenden Kunststoff gebildet werden.

Die Schnittstelle 23 kann in nicht näher dargestellter Weise auch einen galvanisch getrennten, digitalen Kommunikationsbus aufweisen, z.B. einen RS485 oder einen CAN-Bus. Für die Mensch-Maschine-Schnittstelle 4 würde dies beispielsweise bedeuten, daß sie keine eigene Versorgungselektronik benötigt.

Das gesamte Kühlaggregat 3 kann beim Hersteller fertiggestellt und an den Hersteller des Kühlmöbels 1 geliefert werden. Dieser muß lediglich das Kühlaggregat 3 in das Kühlmöbel 1 einbauen. Man kann nun dafür sorgen, daß bereits bei der Einbaubewegung der Stecker 10 mit der Steckverbindung 11 in Kontakt kommt oder umgekehrt. Natürlich ist es auch möglich, vor oder nach erfolgtem Einbau des Kühlaggregats 3 die Verbindung zwischen Stecker 10 und Steckverbindung 11 herzustellen.

Wenn das Kühlaggregat 3 eingebaut ist, dann wird kalte Luft über die Öffnung 9 ausgestoßen und gelangt in das Innere des Kühlabteils 2. Bei einem Abtauvorgang kann ein im Innern des Kühlabteils 2 angeordneter Heizdraht beheizt werden. Ein solches Heizelement 28 nimmt typischerweise 300 W auf, die dann gegebenenfalls ebenfalls über die Schnittstelle 23 potentialfrei, also mit galvanischer Trennung, übertragen werden.

Die Öffnung 9 kann in zwei Öffnungen aufgeteilt werden, z.B. eine Öffnung vorne und eine Öffnung hinten. Man kann auch den Verdampfer 18 im senkrechten Schenkel des L-förmigen Gehäuses 8 anordnen, also getrennt vom Kondensator 16 und gegebenenfalls unter einem rechten Winkel dazu, wenn der Kondensator 16 im waagerechten Schenkel des L angeordnet ist. Dadurch sitzt der Verdampfer 18 hinten am Kühlraum.

Schließlich kann im Kühlaggregat auch ein Gassensor 29 angeordnet sein, der auf das im Kältemittelkreislauf enthaltene Gas anspricht. Wenn das Kühlaggregat 3 z.B. mit CO2 als Kältemittelgas arbeitet, dann gibt der Gassensor 29 eine Warnung aus, wenn der CO2-Gehalt im Kühlaggregat zu stark ansteigt.


Anspruch[de]
  1. Kühlaggregat (3) für ein Kühlmöbel (1), das als Funktionseinheit ausgebildet ist, die einen Verdichter (15), einen Kondensator (16), ein Expansionsventil (17) und eine elektrische Spannungsversorgung (7) aufweist, wobei die Funktionseinheit als vormontierte Funktionseinheit ausgebildet ist, gekennzeichnet durch einen ersten Teil (10) einer Steckverbindung, der mit einem zweiten Teil (11) der Steckverbindung zur Verbindung des Kühlaggregats (3) mit mindestens einer Komponente des Kühlmöbels (1) in Eingriff bringbar ist, und einer Schnittstelle (23) mit einer galvanischen Trennung (2527) zwischen einer Eingangsanordnung und einer Ausgangsanordnung, wobei die Eingangsanordnung mit dem Kühlaggregat (3) und der elektrischen Spannungsversorgung (7) in Verbindung steht und die Ausgangsanordnung über die Steckverbindung (10, 11) mit der mindestens einen Komponente des Kühlmöbels (1) verbindbar ist.
  2. Kühlaggregat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schnittstelle (23) einen Transformator (25) aufweist.
  3. Kühlaggregat nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Transformator (25) an der Ausgangsanordnung (10) eine Spannung abgibt, die maximal einer Schutzkleinspannung entspricht.
  4. Kühlaggregat nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Schnittstelle (23) einen Optokoppler (26) aufweist.
  5. Kühlaggregat nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß es eine Regelelektronik (1921) aufweist.
  6. Kühlaggregat nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß es auch einen Verdampfer (18) aufweist.
  7. Kühlaggregat nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß es auch ein Heizelement (28) aufweist.
  8. Kühlaggregat nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß es einen Gassensor (29) aufweist.
  9. Kühlaggregat nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausgangsanordnung der Schnittstelle (23) Leistungsübertragungsanschlüsse und/oder Signalübertragungsanschlüsse aufweist.
  10. Kühlaggregat nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausgangsanordnung einen Lichtleiter aufweist.
  11. Kühlmöbel mit einem Kühlabteil (2) und einem Kühlaggregat (3) nach einem der Ansprüche 1 bis 10.
  12. Kühlmöbel nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß eine Mensch-Maschine-Schnittstelle (4) mit dem Kühlaggregat (3) verbunden, aber galvanisch vom Kühlaggregat (3) getrennt ist.
  13. Kühlmöbel nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, daß das Kühlmöbel (1) den Teil (11) und das Kühlaggregat (3) den anderen Teil (10) der Steckverbindung aufweisen, die beim Einbau des Kühlaggregats in das Kühlmöbel (1) miteinander in Eingriff kommen.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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