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Dokumentenidentifikation DE102004016038B4 13.04.2006
Titel Wasserdichte Geldbörse zur Befestigung am Arm oder Bein eines Schwimmers
Anmelder Vliet, Hans van der, 79279 Vörstetten, DE
Erfinder Vliet, Hans van der, 79279 Vörstetten, DE
Vertreter Geitz Truckenmüller Lucht, Patentanwälte, 79098 Freiburg
DE-Anmeldedatum 30.03.2004
DE-Aktenzeichen 102004016038
Offenlegungstag 03.11.2005
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 13.04.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 13.04.2006
IPC-Hauptklasse A45C 11/22(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse A45C 1/00(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung geht aus von einer wasserdichten Geldbörse zur Aufbewahrung von Münzen, Scheinen, Schlüsseln oder bargeldlosen Zahlungsmitteln, wobei die Geldbörse am Arm oder am Bein eines Schwimmers befestigt werden kann.

Im Schwimmbad oder am Strand haben Schwimmer häufig das Problem, dass sie ihre Wertgegenstände wie beispielsweise Geld, Schlüssel, Scheck- oder Kreditkarten unbeaufsichtigt zurücklassen müssen, wenn sie sich ins Wasser begeben. Es besteht daher die latente Gefahr, dass die Wertgegenstände geklaut werden. Nimmt der Schwimmer die Wertgegenstände dagegen mit ins Wasser, so benötigt er hierzu ein spezielles Behältnis, das ihn beim Schwimmen, Tauchen oder Planschen möglichst wenig stört und das wasserdicht ist, so dass die Wertgegenstände keine Beschädigung erfahren.

Aus dem Stand der Technik der US 6,435,392 B1 ist zwar ein wasserfestes Behältnis bekannt, jedoch weist dieses den Nachteil auf, dass es relativ groß ist und im Bereich der Taille befestigt werden muss. Dadurch wird der Schwimmer sowohl in seiner Bewegungsfreiheit als auch in seinem Aussehen nachhaltig beeinflusst.

Aus der GB 2 209 928 A ist eine wasserfeste Geldbörse zur Befestigung am Handgelenk bekannt. Dieses Behältnis hat zum einen den Nachteil, dass es ebenfalls relativ groß ist und zum anderen die verschließbare Öffnung am Rand des Behältnisses vorgesehen ist. Dies hat den Nachteil, dass die Öffnung durch Einwirkung äußerer Einflüsse unerwünscht geöffnet werden und der Inhalt verloren gehen kann. Dieses Problem stellt sich insbesondere beim Spielen von Kindern im Wasser.

Aus der CH 140275 ist ein Etui zum Mittragen beim Baden bekannt, welches aus zwei Etuihälften besteht. Ein in eine ringsum laufende Falzfuge eingelegter Gummistreifen verhindert das Eindringen von Wasser in das Etui. Die beiden Etuiteile werden durch ein Gummiband zusammengehalten. Dabei ist das Öffnen des Etuis möglich, ohne dass das Etui von dem Arm abgenommen werden muss. Das Etui hat den Nachteil, dass es relativ groß ist und im Wasser durch Einwirkung äußerer Einflüsse unerwünscht geöffnet werden kann. So können sich insbesondere beim Spielen von Kindern die Gummibänder, welche die beiden Etuihälften zusammenhalten, lösen, wobei der Inhalt aus dem Etui herausfällt.

Aus der US 1 851 750 ist ein wasserfestes Gehäuse bekannt, welches von Schwimmern getragen werden kann. Das Gehäuse weist eine Öffnung an der dem Arm des Schwimmers abgewanden Seite auf. Sie wird durch einen Deckel, der kleiner ist als das Gehäuse, verschlossen. Damit weist das Gehäuse dieselben Nachteile wie die zuvor genannten Behältnisse auf. Das unerwünschte Öffnen des Gehäuses durch Einwirkung äußerer Einflüsse kann nicht ausgeschlossen werden.

Aus der FR 415 020 ist ein Behälter bekannt, der am Körper eines Schwimmers befestigt werden kann. Der Behälter weist einen Deckel auf, der die im Behälter vorgesehene Öffnung und Teile der Seitenwände umschließt. Damit bietet auch dieser Deckel eine Angriffsfläche, um bei äußeren Einflüssen in unerwünschter Weise vom Behälter entfernt zu werden. Die sichere Aufbewahrung von Gegenständen ist damit nicht gewährleistet.

Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine wasserdichte Geldbörse zur Befestigung am Arm oder Bein eines Schwimmers zur Verfügung zu stellen, welche den Schwimmer möglichst wenig beeinträchtigt und sich durch Einwirkung äußerer Einflüsse nicht unerwünscht öffnen kann.

Die Erfindung und ihre Vorteile

Gegenüber dem Stand der Technik hat die erfindungsgemäße Geldbörse mit den Merkmalen des Anspruchs 1 den Vorteil, dass sie aus einem starren Gehäuse besteht, welches nach außen keine Öffnung aufweist. Die einzige Öffnung ist an der dem Arm oder Bein eines Schwimmers zugewandten Seite vorgesehen. Diese Öffnung wird durch einen Deckel verschlossen. Zwischen Gehäuse und Deckel ist eine Dichtung vorgesehen. Der Deckel rastet dabei in eine Nut in der Dichtung ein. Ist die wasserdichte Geldbörse über ein flexibles Band am Arm oder Bein eines Schwimmers befestigt, so ist sie nach außen vollständig verschlossen und kann durch Einwirkung äußerer Einflüsse nicht unerwünscht geöffnet werden. Eine Öffnung der Geldbörse ist nur möglich, wenn sie vom Arm oder Bein abgenommen und der Deckel angehoben wird.

Die Geldbörse liegt dabei am Arm oder Bein des Schwimmers wie eine Armbanduhr an. Eine Beeinträchtigung in der Bewegungsfreiheit ist daher ähnlich wie beim Tragen einer Armbanduhr nicht oder allenfalls in geringem Maße gegeben. Damit die Geldbörse möglichst dicht am Arm oder Bein des Schwimmers anliegt, ist das Gehäuse an der dem Arm oder Bein zugewandten Seite abgerundet. Das Anliegen am Arm oder Bein kann dadurch zusätzlich verbessert werden, dass die Dichtung als Profildichtung vorgesehen ist, welche den dem Arm oder Bein des Schwimmers zugewandten Rand des Gehäuses vollständig umschließt. Damit liegt die weiche Dichtung an dem Arm oder Bein des Schwimmers an und kann durch Anziehen des flexiblen Bandes an den Arm oder das Bein angepresst und entsprechend verformt werden. Durch eine derartige Dichtung kann außerdem verhindert werden, dass der Schwimmer bei Einwirkung großer Kräfte auf das Gehäuse der Geldbörse eine Verletzung am Arm oder Bein erfährt. In diesem Fall dient die Dichtung als Polster.

An dem Deckel ist eine Lasche zum Öffnen vorgesehen. Diese Lasche ist ebenfalls an der dem Arm oder Bein zugewandten Seite am Deckel angeordnet und kann daher nur betätigt werden, wenn der Schwimmer die Geldbörse vom Arm oder Bein abnimmt. Während das Schließen des Deckels durch einfaches Drücken auf den Deckel erreicht wird, erleichtert die Lasche das Anheben des Deckels aus der Schließstellung.

Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung hat das Gehäuse eine nach allen Seiten runde Form und wölbt sich in die dem Arm oder Bein abgewandte Richtung nach außen. Durch die runde Form wird eine Verletzung anderer Personen durch Berührung mit der wasserdichten Geldbörse vermieden. Dies ist insbesondere beim Spielen von Kindern oder beim Schwimmen mit eingeschränkter Sicht von großer Bedeutung. Aufgrund der sich nach außen wölbenden Form wird zwischen dem Gehäuse und dem Deckel ein Raum geschaffen, in den Wertgegenstände eingelegt werden können. Je stärker die Wölbung ist und je größer die Grundfläche des Gehäuses ist, umso mehr Raum steht zur Verfügung. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Form nicht zu groß wird, um den Schwimmer nicht unnötig in seiner Bewegungsfreiheit einzuschränken.

Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist an den Rändern des Gehäuses an zwei gegenüber liegenden Seiten eine Öse für das flexible Band vorgesehen. Das Band kann durch die Ösen hindurchgeführt und mit Hilfe einer Schließe oder Schnalle befestigt werden. Eine derartige Schnalle besteht beispielsweise aus einem flachen Element mit zwei Schlitzen, durch welche das Band hindurchgeführt wird. Da das Band dabei geknickt wird und zwischen der Oberfläche des Bandes und den schmalen Schlitzen Reibungskräfte auftreten, kann sich das Band aus den Schnallen von alleine nicht lösen. Darüber hinaus sind andere Arten von Schließen oder Verschlüssen möglich.

Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist der Deckel an einer Seite beweglich mit dem Gehäuse verbunden. Dadurch wird verhindert, dass der Deckel sich vollständig vom Gehäuse lösen und verloren gehen kann. Dabei kann der Deckel entweder um eine Achse schwenkbar gelagert sein, oder eine so hohe Elastizität aufweisen, dass er sich beim Öffnen entsprechend verformen lässt.

Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung weist der Deckel eine gewölbte Form auf, so dass er sich genau wie das Gehäuse an die Form des Arms oder Beins des Schwimmers anpassen kann.

Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung besteht die Dichtung aus einem gummiähnlichen oder geschäumten Material. Derartige Dichtungen sind einfach und kostengünstig herzustellen, können an die Form des Gehäuses und des Deckels angepasst werden und haben ein geringes Gewicht. Die Dichtung kann entweder auf das Gehäuse geklebt werden oder auf das Gehäuse aufgesteckt werden.

Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung besteht das Band aus einem gummiähnlichen Material. Derartige Bänder haben den Vorteil einer hohen Elastizität, so dass die Geldbörse unter Spannung am Arm befestigt und über das Band an den Arm angepresst wird. Darüber hinaus sind Bänder aus einem gewobenen oder geflochtenen Material möglich.

Das Gehäuse kann wahlweise aus einem durchsichtigen oder undurchsichtigen Material bestehen. Aufgrund des geringen Gewichtes und der geringen Herstellungskosten eignet sich insbesondere Kunststoff.

Weitere Vorteile und vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung können der nachfolgenden Beschreibung, der Zeichnung und den Ansprüchen entnommen werden.

Zeichnung

In der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele einer erfindungsgemäßen Geldbörse dargestellt. Die Ausführungsbeispiele sind im Folgenden näher beschrieben. Es zeigen:

1 erstes Ausführungsbeispiel im Längsschnitt,

2 erstes Ausführungsbeispiel in einer Ansicht von oben,

3 zweites Ausführungsbeispiel im Längsschnitt,

4 zweites Ausführungsbeispiel in einer Ansicht von oben.

Beschreibung der Ausführungsbeispiele

Die 1 und 2 zeigen ein erstes Ausführungsbeispiel im Längsschnitt und in einer Ansicht von oben. Die wasserdichte Geldbörse besteht aus einem Gehäuse 1, einem Deckel 2, einer Dichtung 3 zwischen Gehäuse 1 und Deckel 2 und einem elastischen Band 4. Gehäuse 1 und Deckel 2 sind an der Unterseite, welche dem in der Zeichnung nicht dargestellten Arm oder Bein eines Schwimmers zugewandt ist, abgerundet beziehungsweise nach innen gewölbt. Beim Befestigen der Geldbörse an einem Arm oder Bein mit Hilfe des elastischen Bands 4 legen sich Gehäuse 1 und Deckel 2 an den Arm an, so dass der Deckel von außen nicht zugänglich ist. Der Deckel ist in einer Nut 5 der Dichtung 3 geführt. Das Gehäuse liegt mit der Dichtung 3 auf dem Arm oder dem Bein eines Benutzers auf. Die Dichtung erfüllt damit die zusätzliche Aufgabe eines Polsters. Das elastische Band 4 ist in Ösen 6 in dem Gehäuse 1 geführt. Die Ösen 6 sind lediglich an der Oberfläche beziehungsweise am Rand des Gehäuses 1 vorgesehen. Auf diese Weise wird verhindert, dass durch die Ösen 6 Wasser in das Innere des Gehäuses 1 eindringen kann. Schnallen, welche zusätzlich der Längenverstellung des elastischen Bandes 4 und zum Festspannen des elastischen Bandes dienen können, sind in der Zeichnung nicht dargestellt. Das Gehäuse ist an allen Seiten abgerundet, so dass keine scharfen Kanten entstehen. Der durch das Gehäuse 1 und den Deckel 2 eingeschlossene Raum 7 dient zur Aufnahme von Geld, Schlüsseln, bargeldlosen Zahlungsmitteln oder sonstigen Wertgegenständen.

In den 3 und 4 ist ein zweites Ausführungsbeispiel einer wasserdichten Geldbörse dargestellt. Diese unterscheidet sich vom ersten Ausführungsbeispiel hinsichtlich ihrer Größe und der Stärke der Wölbung an der dem Arm eines Schwimmers zugewandten Seite. Da das Gehäuse 11 länger ist als das Gehäuse 1, ist eine stärkere Wölbung des Gehäuses 11 notwendig, damit dieses nicht seitlich über den Arm eines Schwimmers hinausragen kann. Dies gilt entsprechend für den Deckel 12. Während die Dichtung 3 aus einem geschäumten Material besteht und auf das Gehäuse 1 aufgeklebt ist, umgreift die Profildichtung 13 das Gehäuse an der dem Arm oder Bein eines Schwimmers zugewandten Seite vollständig. In die Nut 15 der Dichtung 13 ist der Deckel 12 eingesetzt. Die Dichtung 13 verhindert damit einerseits das Eindringen von Wasser in den durch das Gehäuse 11 und den Deckel 12 gebildeten Raum und dient andererseits als Polster am Arm oder Bein des Schwimmers. Das elastische Band 14 ist ebenfalls über Ösen 16 mit dem Gehäuse 11 verbunden.

1Gehäuse 2Deckel 3Dichtung 4elastisches Band 5Nut 6Öse 7 8 9 10 11Gehäuse 12Deckel 13Dichtung 14elastisches Band 15Nut 16Öse

Anspruch[de]
  1. Wasserdichte Geldbörse zur Befestigung am Arm oder am Bein eines Schwimmers

    mit einem starren Gehäuse (1, 11), welches an der dem Arm oder Bein zugewandten Seite abgerundet ist um sich an den Arm oder Bein anzulegen,

    mit einem Deckel (2, 12) zum Verschließen der Öffnung,

    mit einer Dichtung (3, 13) zwischen dem Gehäuse (1, 11) und dem Deckel (2, 12),

    mit einem flexiblen Band (4, 14) zum Befestigen der wasserdichten Geldbörse am Arm oder Bein,

    dadurch gekennzeichnet,

    dass das Gehäuse (1, 11) an der dem Arm oder Bein zugewandten Seite eine Öffnung aufweist,

    dass die Dichtung (13) den dem Arm oder Bein zugewandten Rand des Gehäuses (11) vollständig umschließt,

    dass an der dem Arm oder Bein zugewandten Seite des Deckels (2, 12) eine Lasche zum Öffnen des Deckels vorgesehen ist.
  2. Wasserdichte Geldbörse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (1, 11) eine nach allen Seiten runde Form hat und sich in die dem Arm oder Bein abgewandte Richtung nach außen wölbt.
  3. Wasserdichte Geldbörse nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass an den Rändern des Gehäuses (1, 11) an zwei gegenüberliegenden Seiten eine Öse (6, 16) für das Band (4, 14) vorgesehen ist.
  4. Wasserdichte Geldbörse nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass eine oder zwei Schnallen zur Längenverstellung und zum Befestigen des Bandes (4, 14) an dem Gehäuse (1, 11) vorgesehen sind.
  5. Wasserdichte Geldbörse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Deckel (2, 12) an einer Seite beweglich mit dem Gehäuse (1, 11) verbunden ist.
  6. Wasserdichte Geldbörse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Deckel (2, 12) eine gewölbte Form aufweist.
  7. Wasserdichte Geldbörse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichtung (3, 13) aus einem gummiähnlichen oder geschäumten Material besteht.
  8. Wasserdichte Geldbörse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Band (4, 14) aus einem gummiähnlichen Material besteht.
  9. Wasserdichte Geldbörse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichtung (3, 13) eine Nut (5, 15) für den Deckel aufweist.
  10. Wasserdichte Geldbörse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Schließe zum lösbaren Anbinden des Bandes (4, 14) an das Gehäuse (1, 11) vorgesehen ist.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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