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Dokumentenidentifikation DE102004016204B4 13.04.2006
Titel Haspeltreiber
Anmelder SMS Demag AG, 40237 Düsseldorf, DE;
Walzen Irle GmbH, 57250 Netphen, DE
Erfinder Holzhauer, Thomas, 57399 Kirchhundem, DE;
Müller, Karl-Friedrich, 57339 Erndtebrück, DE;
Raschke, Uwe, 35708 Haiger, DE;
Saßmannshausen, Armin, 57334 Bad Laasphe, DE;
Hellenthal, Ludwig, 57399 Kirchhundem, DE;
Krönert, Wolfgang, 57072 Siegen, DE;
Otte, Werner, 97353 Wiesentheid, DE
Vertreter Patentanwälte Valentin, Gihske, Grosse, 57072 Siegen
DE-Anmeldedatum 30.03.2004
DE-Aktenzeichen 102004016204
Offenlegungstag 30.06.2005
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 13.04.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 13.04.2006
IPC-Hauptklasse B21B 39/00(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Haspeltreiber für Walzwerke nach dem Oberbegriff des Patentanspruches 1 sowie nach dem Oberbegriff des Patentanspruches 2.

Derartige Haspeltreiber werden in Warm- sowie in Kaltwalzwerken eingesetzt. Die Untere Treiberrolle besteht aus Vollmaterial, z. B. Stahl mit einer auftragsgeschweißten Verschleißschicht, während die obere Treiberrolle aus Stahl mit auftragsgeschweißter Verschleißschicht ausgebildet ist.

Als nachteilig hat sich jedoch erwiesen, dass die Rollen Poren auf der Oberfläche des Rollenmantels aufweisen, welche in dem Walzgut zu Abdrücken führen können, dass die Verschleißschicht der Rollen nur einen kleinen Nutzbereich haben, dass das Walzband an den Rollen oft haften bleibt, und dass die auftragsgeschweißten Rollenkörper nur sehr kostenintensiv zu erstellen sind.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Haspeltreiber der eingangs genannten Art bereit zu stellen, der diese Nachteile vermeidet.

Die JP 57115915 A offenbart eine Verbundwalze, bei der eine Schicht der Verbundwalze aus einem derartig kostenintensiv zu erstellenden auftragsgeschweißten Material und die zweite, dünne Schicht im Schleudergießverfahren hergestellt werden.

Die EP 0 747 147 A2 offenbart eine obere als Hohlrolle ausgebildete Treiberrolle, die zwischen zwei auf einer Achse angeordneten Klemmelementen gehalten ist. Über die Oberfläche der Rolle sind keine Angaben gemacht.

Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, dass die untere Treiberrolle eine Rollenachse aus Stahl aufweist, auf die ein Gussmantel aufgeklebt und/oder aufgeschrumpft ist.

Die Aufgabe wird aber auch dadurch gelöst, dass die obere Treiberrolle einen Gussmantel aufweist.

Durch die Verwendung von Gussmänteln wird erreicht, dass die Rollen an ihren mit dem Walzgut in Kontakt kommenden Oberflächen keine Poren aufweisen, so dass die Walzgutoberfläche beim Kontakt mit den Treiberrollen keine Beschädigung erfährt. Hinzu kommt, dass das Band weniger dazu neigt, am Rollenmantel haften bzw. kleben zu bleiben

Von Vorteil ist dabei, dass der Gussmantel außen eine Arbeitsschicht aufweist. Diese Arbeitsschicht kann kostengünstig ausreichend dick im Schleudergussverfahren hergestellt werden, so dass die Rollen einen größeren Abschliffbereich und eine größere Lebensdauer besitzen.

Wird der Gussmantel aus Sphäroguss und die Arbeitsschicht aus Indefiniteguss hergestellt, so ergibt sich ein kostengünstiger Mantel, der durch den Indefiniteguss eine große Härte aufweist, und der damit eine erheblich größere Lebensdauer erreicht.

Wird die Arbeitsschicht aus Chromguss oder sogar aus Schnellstahl hergestellt, so ergeben sich gegenüber Indefiniteguss noch größere Härten und längere Lebensdauern.

Die Erfindung wird anhand einer Zeichnung näher erläutert. Dabei zeigt

1 den Querschnitt durch eine untere Treiberrolle und

2 den Querschnitt durch eine obere Treiberrolle.

Der 1 ist eine untere Treiberrolle 1 zu entnehmen, die eine Rollenachse 2 aus Stahl aufweist, auf die ein Gussmantel 3 aufgeklebt und/oder aufgeschrumpft ist. Der Gussmantel 3 wird im Schleudergussverfahren hergestellt. Er weist am Außenumfang eine verschleißbeständige Arbeitsschicht 4 auf.

Die 2 zeigt eine obere Treiberrolle 1' mit einer Rollenachse 2'. Auf der Rollenachse 2' ist ein Gussmantel 3' durch zwei Klemm-Elemente 5 geklemmt. Die äußere Schicht des Gussmantels 3' wird von einer im Schleudergussverfahren hergestellten verschleißbeständigen Arbeitsschicht 4' gebildet.

1.untere Treiberrolle 1'obere Treiberrolle 2.Rollenachse 3.Gussmantel 4.Arbeitsschicht 5.Klemm-Elemente

Anspruch[de]
  1. Haspeltreiber für Walzwerke mit einer oberen und einer unteren Treiberrolle, dadurch gekennzeichnet, dass die untere Treiberrolle (1) eine Rollenachse (2) aus Stahl aufweist, auf die ein Gussmantel (3) aufgeklebt und/oder aufgeschrumpft ist.
  2. Haspeltreiber für Walzwerke mit einer oberen und einer unteren Treiberrolle,

    wobei die obere Treiberrolle als Hohlrolle zwischen zwei auf einer Achse angeordneten Klemmelementen gehalten ist,

    dadurch gekennzeichnet,

    dass die obere Treiberrolle (1') einen Gussmantel (3') aufweist.
  3. Haspeltreiber nach Anspruch 1 und/oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Gussmantel (3, 3') aus Sphäroguss besteht und außen eine Arbeitsschicht (4, 4') aufweist, die im Schleudergussverfahren hergestellt ist.
  4. Haspeltreiber nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Sphäroguss aus 2,5–4,0 Volumen% C, 1,0–4,0 Volumen% Si, 0,2–2,0 Volumen% Mn, < 0,10 Volumen% P, < 0,05 Volumen% S, < 1,0 Volumen% Cr, < 5,0 Volumen% Ni, < 3,0 Volumen% Mo, < 1,0 Volumen% Al und < 5,0 Volumen% Cu besteht
  5. Haspeltreiber nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Arbeitsschicht (4, 4') aus Indefiniteguss besteht.
  6. Haspeltreiber nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Indefiniteguss aus 2,7–3,8 Volumen% C, 0,5–2,0 Volumen% Si, 0,3–1,5 Volumen% Mn, < 0,15 Volumen% P, < 0,10 Volumen% S, 1,0–3,5 Volumen% Cr, 1,0–5,0 Volumen% Ni, 0,1–0,8 Volumen% Mo, 0,010–0,5 Volumen% Al und 0,5–5,0 Volumen% Cu besteht.
  7. Haspeltreiber nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Arbeitsschicht (4, 4') aus Indefiniteguss mit Sonderkarbiden besteht.
  8. Haspeltreiber nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Indefiniteguss mit Sonderkarbiden aus 2,7–3,8 Volumen% C, 0,5–2,0 Volumen% Si, 0,3–1,5 Volumen% Mn, < 0,15 Volumen% P, < 0,10 Volu- men% S, 1,0–3,5 Volumen% Cr, 1,0–5,0 Volumen% Ni, 0,1–0,8 Volumen% Mo, 0,010–0,5 Volumen% Al, 0,5–5,0 Volumen% Cu, 0,5–4,0 Volumen% V, 0,5–5,0 Volumen% Nb und 0,5–5,0 Volumen Ta besteht.
  9. Haspeltreiber nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Arbeitsschicht (4, 4') aus Chromguss besteht.
  10. Haspeltreiber nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dadurch gekennzeichnet, dass der Chromguss aus 0,8–3,5 Volumen% C, 0,5–2,0 Volumen% Si, 0,4–3,0 Volumen% Mn, < 0,15 Volumen% P, < 0,10 Volumen% S, 8–35 Volumen% Cr, 0,5–4,0 Volumen% Ni, 0,1–5 Volumen% Mo, 0,5–5,0 Volumen% Cu, 0,5–4,0 Volumen% V, 0,5–5,0 Volumen% Nb und 0,5–5,0 Volumen Ta besteht.
  11. Haspeltreiber nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Arbeitsschicht (4, 4') aus Schnellstahl (HSS) besteht.
  12. Haspeltreiber nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Schnellstahl aus 0,5–3,0 Volumen% C, 0,5–2,0 Volumen% Si, 0,4–3,0 Volumen% Mn, < 0,15 Volumen% P, < 0,10 Volumen% S, 2–10 Volumen% Cr, 0,5–4,0 Volumen% Ni, 2–10 Volumen% Mo, 0,5–5,0 Volumen% Cu, 2–10 Volumen% V und 1–15 Volumen% W besteht.
  13. Haspeltreiber nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Rollen als Treiberrollen, Umlenkrollen oder Verschleißrollen in Warm- und/oder Kaltwalzwerken Anwendung finden.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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