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Dokumentenidentifikation DE102004018194B4 13.04.2006
Titel Verfahren zum Herstellen eines mit Gas befüllbaren - aufblasbaren - Stausackes und nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellter aufblasbarer Stausack
Anmelder RSB BV, Hillegom, NL
Erfinder Harren, Franciscus Cornelis Johannes, WS Hillegom, NL
Vertreter Beyer, R., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 40883 Ratingen
DE-Anmeldedatum 15.04.2004
DE-Aktenzeichen 102004018194
Offenlegungstag 10.11.2005
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 13.04.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 13.04.2006
IPC-Hauptklasse B31B 39/00(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B65D 81/03(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   B65D 30/08(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   B29C 63/26(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   B60P 7/16(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   B65D 88/22(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   B65D 30/04(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   B65D 33/00(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   

Beschreibung[de]
Gattung

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen eines mit Gas befüllbaren – aufblasbaren – Stausackes und nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellter aufblasbarer Stausack

Stausäcke der gattungsgemäß vorausgesetzten Art sind durch die US D 481,307 S vorbekannt. Sie werden als Schutz und Puffer zum Verladen und Transportieren beliebiger Güter, zum Beispiel von Stückgütern, aber auch von Schüttgütern, die in Säcken, Kisten oder dergleichen transportiert werden, verwandt, aber auch bei zerbrechlichem Gut eingesetzt und verhindern zwischen den verschiedenen Gütern angeordnet einen direkten Kontakt und damit Beschädigungen oder Schallübertragungen. Nach dem Gebrauch lassen Sie sich durch Betätigen eines Ventils entlüften und zusammenfalten. In der Regel besitzen Stausäcke im Mittel etwa die Abmessung von 90 × 180 cm und wiegen im nicht aufgeblasenen Zustand im Mittel weniger als 1 kg, können aber auch größer und schwerer ausgebildet sein. Neben einem Befüllventil, das im Bedarfsfalle auch gleichzeitig das Entlüftungsventil ist, können Stausäcke an einer oder an mehreren Seiten mit einem Klettverschluss (Velcro-Verschluß = eingetragene Marke eines Dritten) ausgerüstet werden, um nach dem Entlüften über ein Ventil eine größere Öffnung herzustellen, aus der dann das Restgas, in der Regel Luft, entweichen kann, um die Stausäcke danach zusammenfalten und besser transportieren zu können, wenn sie nicht gebraucht werden. Erstaunlicherweise halten Klettverschlüsse Drücke bis etwa sechs bar ohne Schwierigkeiten aus, ohne dass sie sich selbst öffnen würden, auch nicht bei Schlag- und Stoßbeanspruchungen nach ihrem Befüllen mit Luft.

Als Bewehrungsmaterial kommen in der Regel textile Werkstoffe zum Einsatz, die in Form eines Gewirkes oder Fäden bzw. Fasern in einer Kunststoffmasse, zum Beispiel bestehend aus Polypropylen, eingebettet sind. Sowohl die Bewehrung als auch die Kunststoffmasse sind in hohem Maße flexibel und können normalerweise relativ große mechanische Beanspruchungen aushalten.

Nachteilig beim Stand der Technik ist jedoch, dass sich die Bewehrungseinlagen an einigen Stellen durchscheuern oder in sonstiger Weise heraustreten können.

Auch lässt es sich nicht im rauhen täglichen Einsatz verhindern, dass an gewissen Stellen die Bewehrungseinlagen so stark beansprucht werden, dass sie aus der Oberfläche der Kunststoffmasse heraustreten und diese perforieren. Dies hat natürlich ein Undichtwerden des Stausacks zur Folge, so dass er seine Funktion verliert.

Aus den JP 11059691 A, der US 37 89 745 A und der US 34 26 891 A sind jeweils aus flexiblen Materialien bestehende Stausäcke vorbekannt, die aus koaxial ineinander angeordneten bzw. verschiebbaren Stausackteilen bestehen.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, zunächst ein Verfahren zu schaffen, durch das sich ein aufblasbarer Stausack herstellen lässt, der in hohem Maße gegen mechanische, auch relativ kleinflächige Beanspruchungen, widerstandsfähig ist und bei dem die Bewehrungseinlagen kaum mehr zu einem Undichtwerden nach punktförmiger Belastung des betreffenden Stausackes beitragen können.

Des weiteren liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, einen nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellten Stausack zu schaffen, der die geschilderten Nachteile nicht mehr aufweist.

Lösung der Aufgabe betreffend das Verfahren

Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Patentanspruches 1 gelöst.

Einige Vorteile

Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren ist es möglich, einen Stausack herzustellen, der nicht nur die vorteilhaften Eigenschaften und Wirkungen vorbekannter Stausäcke beibehält, sondern durch die Anordnung mindestens eines inneren Stausackteils in dem äußeren Stausackteil es ermöglicht, einen wirksamen Schutz gegen punktförmiges oder kleinflächiges Durchdringen von Bewehrungen oder sonstiger Teile des äußeren Stausackteils auszuschließen und dadurch sicherzustellen, dass der Stausack auch bei punktförmiger hoher Belastung nicht undicht werden kann. Überraschend hat es sich dabei gezeigt, dass eine zumindest innere glattwandige Beschichtung des inneren Stausackteils dazu beiträgt, Undichtigkeiten des Stausackes auszuschließen. Die innere, glattwandige Beschichtung oder Laminierung ist flexibel, verhindert aber andererseits durch ihre Elastizität, dass selbst beim Durchdringen des inneren Stausackteils der gesamte Stausack undicht werden könnte. Dies ist vermutlich einerseits darauf zurückzuführen, dass die innere, laminare Beschichtung des inneren Stausackteils wie ein großflächiges Abdichtventil wirkt, das Poren verschließt. Andererseits passt sich diese innere Beschichtung auch hohen punktförmigen Belastungen so weit an, dass ein Hindurchtreten von Bewehrungsteilen oder anderer Körperteile des Stausackes in das Innere und damit ein Undichtwerden des Stausackes ausgeschlossen wird.

Das erfindungsgemäße Verfahren geht dabei von zwei schlauchartigen Körpern aus, die aus dem jeweils gewünschten flexiblen Material, insbesondere aus Polypropylen mit entsprechenden flexiblem Einlagen, in der Regel aus textilem Gewebe, bestehen, wobei das eine, innere Stausackkörperteil mindestens einseitig mit einer Beschichtung, zum Beispiel aus Polyethylen, versehen wird, die die innere Oberfläche des inneren Stausackteils ununterbrochen laminiert und damit abdeckt. Die beiden schlauchförmigen Stausackteile werden dann ineinandergebracht und mindestens an einem Ende, zum Beispiel durch Verschweißen und/oder Vernähen und/oder Verkleben gasdicht verschlossen, während an dem anderen Ende die Stausackteile in gewohnter Weise mit einem Klettverschluss ausgerüstet sein können. Dabei kann es erforderlich sein, beide Stausackkörperteile mit je einem Klettverschluss auszurüsten. In manchen Fällen kann es aber auch vorteilhaft sein, nur das äußere Stausackteil mit einem derartigen Klettverschluss auszurüsten, in dem dann der innere Stausackteil angeordnet ist. Ein Befüll- und Entlüftungsventil, das an dem äußeren Stausackteil angeordnet ist, durchdringt natürlich an der vorgesehenen Stelle auch die hier vorgesehene Wandung des inneren Stausackteils, um ein Hindurchtreten des Füllgases zu ermöglichen. Durch die Beschichtung wird außerdem die Flexibilität des Stausackes insgesamt erhöht.

Weitere erfinderische Ausgestaltungen des Verfahrens

Patentanspruch 2 beschreibt eine besonders vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung. Bei dieser wird das innere Stausackkörperteil zunächst einseitig laminiert bzw. mit einer flexiblen Kunststoffschicht, zum Beispiel aus Polyethylen, beschichtet. Anschließend wird der innere Stausackkörperteil umgestülpt und in den äußeren Stausackkörperteil eingebracht. Auf diese Weise kommt die zunächst äußere beschichtete Oberfläche nach innen, die dann mit dem Befüllgas, in der Regel Luft, in Kontakt tritt.

Bei der Verfahrensweise nach Patentanspruch 3 werden dagegen beide Mantelflächen des schlauchförmigen Stausackkörperteils mit einer Beschichtung aus einem flexiblen Kunststoff versehen, so dass ein Umstülpen nicht erforderlich ist. Derartige Stausackkörperteile mit beidseitiger Beschichtung passen sich in besonders hohem Maße punktförmigen Belastungen flexibel an und stellen einen hochwirksamen Schutz gegen Undichtigkeiten des gesamten Stausackes dar.

Die Beschichtung der betreffenden Mantelfläche des inneren Stausackkörperteils braucht in der Regel nicht besonders dick zu sein.

In manchen Fällen reicht es gemäß Patentanspruch 4 aus, die jeweilige Beschichtung des inneren Stausackteils etwa 10 bis 26 Mikron dick auszubilden.

Bei der Verfahrensweise nach Patentanspruch 5 wird das jeweilige schlauchförmige Material für den inneren und äußeren Stausackteil von einer Rolle abgewickelt und anschließend in dem erforderlichen Maße z. B. vernäht. Bei dem inneren Stausackteil erfolgt nach dem Abwickeln des schlauchförmigen Materials von einer Rolle die Zuführung zu einem Laminator, bei dem unter Zuführung von Wärme das betreffende Kunststoffmaterial auf die äußere Mantelfläche des schlauchförmigen Ausgangsmaterials aufgebraucht wird.

Patentanspruch 6 beschreibt eine Verfahrensweise, bei welcher das mindestens einseitig laminierte, schlauchförmige innere Stausackteil in das schlauchförmige äußere Stausackteil koaxial eingeschoben wird.

Lösung der Aufgabe betreffend den Stausack

Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Patentanspruches 7 gelöst.

Ein erfindungsgemäßer Stausack weist durch die Verwendung von zwei Stausackteilen, von denen zumindest der innere an seiner mit dem Befüllgas in Kontakt tretenden Innenseite mit einer flexiblen und gasdichten Laminierung versehen ist, neben hoher mechanischer Festigkeit auch eine hohe Dichtigkeit, selbst bei punktförmiger oder kleinflächiger Belastung auf. Ein unbeabsichtigtes Durchscheuern oder Durchtreten von Bewehrungsteilen, zum Beispiel in Knoten- oder Kreuzungspunkten von textilem oder sonstigem Bewehrungsmaterial und damit ein Undichtwerden des gesamten Stausackes ist bei dem erfindungsgemäßen Stausack kaum noch möglich, wenn er bestimmungsgemäß verwendet wird.

Weitere erfinderische Ausgestaltungen

Die Stausackteile, also sowohl der innere als auch der äußere Stausackteil bestehen bei der aus Patentanspruch 8 zu entnehmenden Ausführungsform weitgehend aus Polypropyethylen mit Bewehrungseinlagen, zum Beispiel aus einem textilen Werkstoff, während die Beschichtung oder Laminierung an einer oder an beiden Seiten des inneren Stausackkörperteils aus Polyethylen oder einem vergleichbaren Kunststoff bestehen. Die für die Stausackteile verwendeten Kunststoffe und der Kunststoff für die Beschichtung müssen in dem erforderlichen Maße alterungs- und wohl auch ozonbeständig sein und abrasiven Beanspruchungen standhalten, besonders dann, wenn Stückgüter, zum Beispiel Möbel oder sonstige harte Gegenstände, wie Maschinenteile oder dergleichen, transportiert werden sollen, zwischen denen dann derartige Stausäcke angeordnet werden.

Bei der Ausführungsform nach Patentanspruch 9 besteht sowohl das innere als auch das äußere Staubsackteil aus Polypropylen mit Bewehrungseinlagen und Beschichtung aus Polyethylen.

Die Dicke des Stausackes ist zehn bis sechundzwanzig &mgr;m bemessen – Patentanspruch 10.

Nach Patentanspruch 11 wird ein Polyethylen mit niedriger Dichte verwendet.

Gemäß Patentanspruch 12 wird das innere Stausackteil mit einer flexiblen Bewehrung hergestellt.

In der Zeichnung ist die Erfindung – teils schematisch – veranschaulicht. Es zeigen:

1 einen Stausack in nicht aufgeblasenem Zustand in der Draufsicht;

2 eine Stirnansicht in Richtung des Pfeiles A der 1;

3 eine Rückansicht zur 1;

4 den aus den 1 bis 3 ersichtlichen Stausack in aufgeblasenem Zustand (mit Luft gefüllt);

5 eine Vorrichtung zum Laminieren (Beschichten) eines inneren Stausackteils in schematischer Darstellung;

6 das Abtrennen eines nicht laminierten rohrförmigen inneren Stausackteils von einem laminierten (beschichteten) inneren Stausackteil;

7 das Ineinanderschieben von rohrförmigen, inneren und äußeren Stausackteilen nach dem zumindest einseitigen Beschichten des inneren Stausackteils und

8 ein inneres rohrförmiges Stausackteil nach einseitigem Beschichten (Laminieren).

Mit dem Bezugszeichen 1 ist insgesamt ein Stausack bezeichnet, der allseitig gasdicht, insbesondere luftdicht, verschlossen ist und an einer Stirnseite einen durch Klettverschluss 2 zu öffnenden und zu verschließenden Abschnitt (Stirnseite) aufweist, während mit 3 eine Gewebeverstärkung für die Befestigung einer Ventilanordnung 4 vorgesehen ist. Die Ventilanordnung 4 dient unter anderem zum Befüllen und ggf. zum Entlüften des Stausackes 1. Der Stausack 1 kann zum Beispiel mit Luft von etwa vier bis sechs bar Überdruck befüllt werden und im leeren Zustand z. B. weniger als ein Kilogramm Gewicht besitzen und zum Beispiel in aufgeblasenem Zustand eine Breite B über alles von 90 cm und eine Länge L über alles von beispielsweise 180 cm aufweisen. Selbstverständlich sind auch Stausäcke 1 mit geringeren oder größeren Abmessungen und Gewichten sowie Befülldrücken denkbar. Die Abmessungen hängen von den jeweils vorliegenden Betriebsbedingungen ab. Das Gleiche gilt für die Befülldrücke.

Der Stausack 1 besteht aus zwei ineinander angeordneten rohrförmigen Stausackteilen, nämlich einem äußeren Stausackteil 5 und einem inneren Stausackteil 6. Aus den 1 bis 4 ist nur das äußere Stausackteil 5 zu erkennen, in dem sich das innere Stausackteil 6 befindet. Die Abmessungen des äußeren Stausackteils 5 und des inneren Stausackteils 6 sind so bemessen, dass das innere Stausackteil 6 nicht nur in das äußere Stausackteil 5 hineinpasst, sondern nach dem Aufblasen des Stausackes 1 sich möglichst satt und demgemäss weitgehend formschlüssig an den inneren Wandungen des äußeren Stausackteils 5 anliegt. Wie man erkennt, ist das äußere Stausackteil 5 an seiner einen schmaleren Seite 7 durch Nähen luftdicht verschlossen, während das andere Ende durch den Klettverschluss 2 luftdicht abgeschlossen ist. Statt dessen kann zumindest die Seite 7 durch Kunststoffschweißen oder Kleben verschlossen werden oder zusätzlich zu dem Vernähen auch durch Kleben hier abgeschlossen sein. Dies gilt auch für die gegenüberliegende schmalere Seite an der sich der Klettverschluss 2 befindet, obwohl man es in der Regel wohl vorziehen wird, hier einen zu öffnenden Verschluss anzubringen, um Zugang zum Inneren des äußeren Stausackteils 5 zu haben, schon um im Bedarfsfalle das innere Stausackteil 6 auswechseln und den Stausack 1 schneller entlüften zu können. Auch das innere Stausackteil 6 kann an dieser Seite in geeigneter Weise gasdicht, insbesondere luftdicht, zum Beispiel durch einen Klettverschluss (nicht besonders gezeichnet) verschlossen sein, während er an der gegenüberliegenden Seite, also im Bereich der Seite 7 ebenfalls durch Vernähen und/oder Verkleben und/oder Kunststoffschweißen, luftdicht verschlossen ist.

Alle anderen Seiten der inneren und äußeren Stausackteile 5 bzw. 6 sind ebenfalls gasdicht bzw. luftdicht, ausgebildet.

Zumindest das äußere Stausackteil 5, vorzugsweise aber auch das innere Stausackteil 6 sind jeweils mit einer geeigneten Bewehrung, insbesondere mit textilen flexiblen Einlagen zur Verstärkung, versehen. Statt textiler Einlagen können auch geeignete Einlagen aus Kunststoffen, insbesondere Kunststoffgewebe oder Kunststofffäden zur Anwendung gelangen. Dies ist in der Zeichnung durch Kreuzschraffur (6, 7) dargestellt. Die Bewehrungen weisen sowohl für das innere als auch für das äußere Stausackteil 5 bzw. 6 das Bezugszeichen 8 auf.

5 zeigt einen Wickel 9, auf dem das schlauchförmige Ausgangsmaterial für das innere Stausackteil 6 angeordnet ist. Von diesem Wickel 9 wird schlauchförmiges Material in Richtung X (5) gefördert und in der Beschichtungs – oder Laminierungsstation 10 außenseitig mit einem flexiblen Kunststoff, zum Beispiel mit Polyethylen geringer Dichte, durchgehend und gasdicht, insbesondere luftdicht, beschichtet, was bei 11 (5) schematisch angedeutet ist. Der unbeschichtete, innere schlauchförmige Längenabschnitt des Stausackteils weist in 5 das Bezugszeichen 12 und der beschichtete innere Längenabschnitt das Bezugszeichen 13 auf.

Durch eine geeignete Vorrichtung wird der beschichtete schlauchförmige Längenabschnitt 13 von dem unbeschichteten schlauchförmigen Längenabschnitt 12 (6) abgetrennt. Die Trennstelle ist mit dem Bezugszeichen 14 in 6 bezeichnet. Alsdann wird das beschichtete schlauchförmige innere Stausackteil 6 umgestülpt, so dass die beschichtete Mantelfläche nach innen zu liegen kommt.

Daraufhin werden die beiden rohrförmigen Stausackteile 5, 6 koaxial ineinandergebracht, insbesondere geschoben, was in 7 schematisch angedeutet ist. Vorher, gleichzeitig oder nachher können die geeigneten Stirnseitenteile, zum Beispiel 7, durch Vernähen und/oder Verkleben und/der Kunststoffverschweißen gasdicht insbesondere luftdicht, miteinander verbunden werden. Nach dem Anordnen des inneren Stausackteils 6 und nach dessen gasdichten Verschließen sowie der Anordnung des Ventils 4 sowie dem Anbringen einer geeigneten Befüllöffnung auch an dem inneren Stausackteil 6 wird der äußere Stausackteil 5 an seiner mit dem Klettverschluss 2 versehenen Seite verschlossen, woraufhin dann der Stausack 1 entweder zum Transport zusammengefaltet und verpackt wird oder er kann über die Ventilanordnung 4 mit einem geeigneten Gas, insbesondere Luft, befüllt werden, so dass er die aus 4 ersichtliche Ausführung besitzt.

Die Dicke D (8) der Beschichtung oder Ummantelung 15 (8) kann zehn bis sechsundzwanzig &mgr;m betragen und ist gasdicht, insbesondere luftdicht. Diese Beschichtung 15 umgibt das innere schlauchförmige Stausackteil 6 allseitig, also nicht nur auf gegenüberliegenden Seiten, sondern auf der gesamten Mantelfläche. In 8 ist diese Beschichtung noch außen angebracht. Durch Umstülpen des inneren schlauchförmigen Stausackteils 6 gelangt dann diese Beschichtung 15 nach innen, ist also dem Gas zugewandt.

Im Bedarfsfalle können aber auch beide Mantelflächen des inneren schlauchförmigen Stausackteils 6 mit einer derartigen Beschichtung 15 versehen werden. In diesem Fall ist es unter Umständen erforderlich, das schlauchförmige innere Stausackteil 6 zweimal durch die Laminierungs- oder Beschichtungsvorrichtung 10 hindurchlaufen zu lassen. Nach dem ersten Durchlaufen und Beschichten wird dann das innere Stausackteil 6 umgestülpt und anschließend das Stausackteil 6 noch einmal durch die Beschichtungs- bzw. Laminierungsvorrichtung 10 geschickt. Die beidseitige Beschichtung ist allerdings nur in Sonderfällen erforderlich. In der Regel genügt eine einseitige, innere Beschichtung des inneren Stausackteils 6.


Anspruch[de]
  1. Verfahren zum Herstellen eines mit Gas befüllbaren – aufblasbaren – Stausackes (1), bei welchem ein äußeres Stausackteil (5) aus einem schlauchförmigen Körper aus flexiblen Kunststoff mit Bewehrungseinlagen (8) aus flexiblen Material hergestellt und parallel oder anschließend dazu ein inneres Stausackteil (6) ebenfalls aus einem schlauchartigen Längenabschnitt aus gleichem oder unterschiedlichen flexiblen Kunststoff hergestellt wird und anschließend dieses innere Stausackteil (6) innen und/oder außen mit einer ununterbrochenen Beschichtung (15) aus einem flexiblen Kunststoff überzogen, und daran anschließend das innere Stausackteil (6) in das äußere Stausackteil (5) eingebracht und beide Stausackteile (5, 6) gasdicht verschlossen werden.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das innere Stausackteil (6) nach einseitigem Beschichten umgestülpt und daran anschließend in das äußere Stausackteil (5) eingebracht wird.
  3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das innere Stausackteil (6) auf beiden Seiten mit einer Beschichtung (15) versehen wird.
  4. Verfahren nach Anspruch 1 oder einem der darauffolgenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Beschichtung oder Laminierung (15) mit einer Dicke von zehn bis sechsundzwanzig &mgr;m ausgeführt wird.
  5. Verfahren nach Anspruch 1 oder einem der darauffolgenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das innere Stausackteil (6) von einem Wickel (9) als schlauchförmiger Körper abgezogen und kontinuierlich einer Beschichtungs- oder Laminierungsstation (10) zugeführt wird.
  6. Verfahren nach Anspruch 1 oder einem der darauffolgenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden schlauchförmigen Stausackteile (5 und 6) koaxial nach dem Beschichten ineinander geschoben werden.
  7. Nach dem Verfahren gemäß Anspruch 1 oder einem der darauffolgenden Ansprüche hergestellter aufblasbarer Stausack (1) aus flexiblem Kunststoff mit Bewehrungseinlagen (8) aus textilem oder Kunststoffmaterial z. B. mit wenigstens einer Ventilanordnung (4), dadurch gekennzeichnet, dass der Stausack (1) aus zwei ineinander angeordneten rohrförmigen Stausackteilen (5, 6) aus flexiblem Kunststoff besteht und dass zumindest das innere sackförmige oder rohrförmige Stausackteil (6) an seiner Innenseite mit einer ununterbrochenen z. B. glattwandigen Beschichtung oder Laminierung aus einem ebenfalls flexiblem Kunststoff versehen ist.
  8. Stausack nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das innere Stausackteil (6) sowohl an seiner Innenseite als auch an seiner Außenseite mit einer Beschichtung oder Laminierung (15) versehen ist.
  9. Stausack nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass sowohl das innere als auch das äußere Stausackteil (5, 6) aus Polypropylen mit Bewehrungseinlagen (8) und die Beschichtung (15) aus Polyethylen besteht.
  10. Stausack nach Anspruch 7 oder einem der darauffolgenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Dicke D der Beschichtung (15) zehn bis sechsundzwanzig &mgr;m bemessen ist.
  11. Stausack nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass ein Polyethylen mit niedrigerer Dichte verwendbar ist.
  12. Stausack nach Anspruch 1 oder einem der darauffolgenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das innere Stausackteil (6) mit einer flexiblen Bewehrung versehen ist.
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