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Dokumentenidentifikation DE102004021510B4 13.04.2006
Titel Wassernutzungskette
Anmelder Born, Günter Heinrich, 63637 Jossgrund, DE
Erfinder Born, Günter Heinrich, 63637 Jossgrund, DE
DE-Anmeldedatum 30.04.2004
DE-Aktenzeichen 102004021510
Offenlegungstag 24.11.2005
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 13.04.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 13.04.2006
IPC-Hauptklasse F03B 17/00(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Wassernutzungskette zur Gewinnung elektrischer Energie aus Tiefengewässern mit anschließender multidisziplinärer Nutzung des Turbinenwassers auf dem Festland.

Bei der Nutzung des hydrostatischen Drucks von Tiefengewässern – wie etwa einem tiefen See oder Meeresgewässern – für die Gewinnung von elektrischer Energie, besteht das Problem, dass das einer bestimmten Tiefe entnommene Wasser zwar in das Gehäuse einer Wasserturbine einströmen kann, die Ab- bzw. Rückführung des Turbinenwassers auf herkömmlichem Wege, z.B. durch Pumpen, jedoch einen höheren Energieaufwand erfordert, als man an der Turbine gewinnen kann.

Aus den ebenfalls vom Erfinder verfassten Druckschriften DE 101 20 434 A1 sowie der DE 102 16 203 A1 sind Wassernutzungsketten bekannt, die aus Tiefengewässern mit Hilfe von Wasserturbinen Energie erzeugen und bei denen das aus den Turbinen in einen Schacht abfließende Wasser anschließend einer weitergehenden Nutzung zugeführt wird. Die vollständige Rück- bzw. Abführung des Turbinenwassers aus dem Schacht, die zur Erreichung eines fortwährenden Betriebs erforderlich ist, ist hier jedoch nicht vollständig gelöst.

Hiervon ausgehend war es Aufgabe der Erfindung, bekannte Wassernutzungsketten dahingehend weiterzuentwickeln, dass die Rück- bzw. Abführung des Turbinenwassers im Sinne einer sinnvollen Energiebilanz technisch praktizierbar und kostengünstig sichergestellt ist, wobei die technischen Möglichkeiten des Minenbaus und Grubenbaus in Zusammenarbeit mit anderen Fachbereichen, wie dem Wasserturbinenbau, der Elektrotechnik, der Landwirtschaft sowie mit weiteren Wasser verbrauchenden Fachbereichen ausgeschöpft werden sollen.

Das Turbinenwasser soll multidisziplinär in einer möglichst langen Wassernutzungskette verbraucht und genutzt werden. Elektrische Energie und Wasser sollen jederzeit zur Verfügung stehen, und dies besonders in unmittelbarer Nähe zu Tiefengewässern, besonders nahe der Meere. Wassernutzer, die keine elektrische Energie erzeugen, sollen möglichst kostengünstig ausreichend Salzwasser und Süßwasser zur Verfügung haben.

Die im Minen- und Grubenbau weltweit angelegten teuren Gruben, deren hohe Investitionskosten sich durch den Abbau der mehr oder weniger großen Vorkommen an Bodenschätzen oftmals nicht amortisieren, sollen mehrfach und dauerhaft genutzt werden, um eventuelle finanzielle Verluste auszugleichen und als Bindeglied einer Wassernutzungskette wirken, welche in der Meerestiefe beginnt und zum Festland in die Grube hinein führt. Neue, in der Nähe zu Tiefengewässern anzulegende Gruben sollen die Möglichkeit eröffnen, in Arbeitsschritten zunächst nach Bodenschätzen zu suchen, um danach im zweiten Schritt die Verbindung zum Tiefengewässer herzustellen und dabei gemäß der erfindungsgemäßen Wassernutzungskette zu wirken. Dabei sollen die Terrassengruben auch als Wasserspeicher sowie als Wasserverdunstungsanlage dienen. Weiterhin soll die Verdunstung von Meerwasser Mineralien fördern, die genutzt werden können, die aber auch als Reserven zurückgehalten werden sollen, um im gegebenen Fall die Meere wieder damit anzureichern.

Diese Aufgabe wird gelöst durch eine Wassernutzungskette mit den Merkmalen des Anspruchs 1. Vorteilhafte Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Wassernutzungskette sind Gegenstand der Unteransprüche 2 bis 16.

Die erfindungsgemäße Wassernutzungskette zeichnet sich gegenüber dem o.g. Stand der Technik insbesondere dadurch aus, dass das Festland, dem das aus den Wasserturbinen austretende Wasser zufließt, als Terrassengrube ausgebildet ist, in welcher mehrere baulich getrennte Terrassen spiralförmig hinter- bzw. untereinander liegend angeordnet sind. In den Terrassen wird das Turbinenwasser multidisziplinär genutzt. Das in den Terrassen ungenutzte Restwasser wird anschließend zumindest teilweise durch Verdunstung aus der Terrassengrube abgeführt.

Die Vorteile des erfindungsgemäßen Verfahrens liegen darin, dass die Betreiber der Energiegewinnungsanlagen die Wasserentsorgung des Turbinenwassers nicht finanzieren müssen, weil das Wasser zu Anlagen geleitet wird, wo es andere Betreiber zu deren eigenem Interesse nutzen, ohne die Wasserbeschaffung finanzieren zu müssen; sie erhalten das Wasser kostenlos. Somit rechnen sich alle Anlagen.

Ergänzend kann das bereits zu den Terrassen gelangte Turbinenwasser nochmals genutzt werden, indem das Brauchwasser aus den Terrassen tagsüber zur Grubensohle geleitet wird, um eine dort angeordnete Wasserturbine anzutreiben, welche über einen weiteren Generator noch einmal elektrische Energie erzeugt. Nachts wird das Turbinenwasser von der Grubensohle wieder hoch gepumpt. Mit diesem ergänzenden Verfahren kann eine neue Art von Pumpspeicherkraftwerk betrieben werden, wobei das Oberwasser nicht offen in einem Obersee gespeichert wird, sondern in einer Wassernutzungskette sinnvoll genutzt wird, bevor es sich an der Grubensohle ansammelt.

Das erfindungsgemäße Verfahren bietet den Minengesellschaften eine mehrfache Nutzung der Gruben an, indem man im ersten Schritt nach Bodenschätzen sucht, um danach die Gruben wie hier beansprucht zu nutzen. Alle Seiten – Elektrotechnik, Wasserturbinenbau, Energiewirtschaft, Landwirtschaft, Chemie, Minentechnik und viele Andere – profitieren multidisziplinär von der erfindungsgemäßen Wassernutzungskette. So lange die Meere bestehen, kann nun genügend Energie permanent produziert werden, und man bleibt unabhängig von Öl, Gas, Wind, Klima und dergleichen, da der Wasserdruck in der Tiefe der Meere oder in tiefen Seen immer zur Verfügung steht. Die Minenbaufirmen finden für ihre Technik nun neue Einsatzfelder für ihre Minen entlang der Tiefengewässer.

Der Transport der auf den Terrassen produzierten Güter und Waren zur Erdoberfläche belastet die Energiebilanz an der Turbine nicht, denn der Transport aus der Grube nach oben stellt nichts Anderes dar als jeder Transportweg über Land mit terrestrischen natürlichen Landerhebungen, die von Fahrzeugen überwunden werden müssen.

In den Wasser führenden Häusern kann das verdunstete Wasser als Kondensat aufgefangen, aufbereitet und für Mensch, Tier und für die Bewässerung genutzt werden. Das Kondensat kann ohne mineralische Anreicherung zur Bewässerung versalzter Böden genutzt werden. Meerwasser kann verdunsten, so dass wahlweise große Salzmengen gewonnen werden können. Es können Rücklagen an Salz und Minerahen geschaffen werden, um die Meere notwendigerweise wieder damit anzureichern.

Die Soziologie sagt voraus, dass zukünftig der weitaus größte Teil der Menschheit an den Meeresküsten leben wird, wo man große Mengen an Energie und an Trinkwasser benötigt. Dies alles liefert das beanspruchte Verfahren vor Ort, so dass Energie und Wasser nicht von weit her beschafft werden müssen.

Die Wüsten schreiten weltweit schnell voran. Mt den mit dem beanspruchten Verfahren gewonnenen Trinkwassermengen kann auch die Verwüstung durch das Anlegen von Pflanzungsgürteln aufgehalten und zurück gedrängt werden. Wenn der Meeresspiegel dabei leicht abfällt, so ist dies positiv zu sehen aus mindestens zwei Gründen:

Der Meeresspiegel lag weltweit in früheren Zeiten ca. einhundert Meter tiefer und er schwoll nach und nach durch das Abschmelzen des Eises an. Dieser Effekt hält bis heute an, ja er schreitet sogar immer schneller voran. Auch hiergegen schreitet das beanspruchte Verfahren ein, indem Meerwasser verbraucht wird, indem aber auch gleichzeitig der Klimaerwärmung durch Anpflanzungen vorgebeugt wird.

Besonders an den Küsten heißer Länder verdunsten zu einem sehr hohen Prozentsatz die Wassermassen, hier kann also noch leichter das Turbinenwasser kostenlos entsorgt werden. Dies gilt auch für in heißen Ländern liegenden tiefen Seen. Viele Süßwasserseen, Flüsse und Flussdeltas trocknen weltweit durch Klimaerwärmung aus. Durch das beanspruchte Verfahren können auch hier große Flächen angepflanzt und bewässert werden, so dass die Seen erhalten bleiben, weil das Weltklima geschützt wird.

Im Folgenden wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigen:

1 eine schematische Darstellung einer ersten Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Wassernutzungskette;

2 eine schematische Darstellung des prinzipiellen Aufbaus einer einzelnen Terrasse;

3 eine schematische Darstellung der Wand zwischen Tiefengewässer und Festland;

4 eine schematische Darstellung eines detaillierteren Aufbaus einer Terrasse;

5 eine schematische Darstellung einer zweiten Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Wassernutzungskette.

In unmittelbarer Nähe zu einem Tiefengewässer 1, wie etwa einem tiefen See oder Meeresgewässern, wird nach Art des Minenbaus eine Tiefengrube in das Erdreich des Festlandes 4 angelegt, in der einzelne Terrassen spiralförmig hinter- bzw. untereinander liegend angelegt sind. Die Grube führt als Tagebau in Form einer Kreisspirale oder in anderen Spiralformen von der Erdoberfläche 3 bis zur Grubensohle 7. Die Grubensohle 7 ist ebenfalls von spiralförmigen oder anders geformten Terrassen umgeben. Die Terrassen sind über eine Terrassenstraße 18 von der Erdoberfläche 3 bis zur Grubensohle 7 und umgekehrt befahrbar. Auf den Terrassen sind Häuser 17 angesiedelt, in welchen das Wasser aus den Turbinengehäusen 22 landwirtschaftlich, technisch und industriell genutzt wird. Dieselben Häuser 17 können wahlweise auch auf der Grubensohle 7 angesiedelt sein. Die Grubensohle 7 kann wahlweise aber auch einen See aufweisen, welcher sein Wasser aus Rohren 14, die entweder direkt aus den Turbinengehäusen 22 herausführen, oder wahlweise aus den Häusern 17 bezieht. Die Grubensohle 7 weist an ihren äußeren Enden Stützmauern 19, 21 sowie eine Strasse 20 auf. Mehrere Terrassengruben können in Reihen nebeneinander liegen und miteinander verrohrt sein, so dass Wasser von einer Terrassengrube zur anderen fließen kann. Die Terrassengrube ist zum Tiefengewässer 1 hin durch eine Mauer 9 geschützt. Die Mauer 9 führt wahlweise mindestens zur Grubensohle 7 oder tiefer. In der Mauer 9 sind eine oder mehrere Aussparungen zur Aufnahme von Wasserführungsrohren 11, durch welche aus dem Tiefengewässer 1 mit hohem Druck aus Richtung 10 das Wasser über Ventile, Schieber und dergleichen zum jeweiligen Turbinengehäuse 22 und den darin aufgestellten Wasserturbinen 12 geleitet wird, wobei die Wasserturbinen 12 Generatoren 13 antreiben. Die hierbei gewonnene elektrische Energie wird auf dass Festland 4 zu Stromverbrauchern geleitet.

Die Mauer 9 weist wahlweise mehrere Wasserführungsrohre 11 auf, die geometrisch beliebig angeordnet sind (3). Die Mauer 9 wird wahlweise in ihren Dimensionen und baulich den Turbinengehäusen 22 angepasst.

Die Rohre 14 und die Turbinengehäuse 22 sind in der Höhe so einnivelliert, dass das Turbinenwasser nach der Wasserturbine 12 aus dem Turbinengehäuse 22 über die Rohre 14 zu den Terrassen geleitet wird, wobei das jeweilige Rohr 14 auf derselben Höhe liegt wie die Terrasse, zu der das Wasser geleitet werden soll. Damit das Wasser von selbst und ohne Energieaufwand zu den auf der Terrasse stehenden Häusern 17 abfließen kann, ist jedes Rohr 14 höher angelegt als der Wasserzulauf zu den Häusern 17 (siehe 2). Das Wasser aus den Turbinengehäusen 22 wird in den auf den Terrassen aufgestellten Häusern 17 verarbeitet indem man hier Lebensmittel produziert, Wassertiere züchtet und Pflanzen anbaut oder indem man das Wasser auch für handwerkliche und industrielle Zwecke, in der Chemie, für die Pharmazie, im Artenschutz für Tiere und Pflanzen, usw. nutzt.

Gemäß 4 werden in dem als Wasserauffangbecken gestalteten Unterteil 23 des Hauses 17 Wassertiere gezüchtet, während im Oberteil 24 des Hauses 17 Pflanzen kultiviert werden. Das Abwasser fließt über ein Ablaufrohr 28 und durch Rohre zu weiteren Anlagen, wo das Wasser in weiterer Fortführung der Nutzungskette wiederum für andere Zwecke verwendet wird.

Das Unterteil 23 des Hauses 17 weist einen Sicherheitsüberlauf 29 mit Ventilen auf. Der Oberteil 24 des Hauses 17 ist über einen Gitterrost 31 begehbar, um zu den hier aufgestellten Regalen 25 und den darin eingesetzten Wannen 26 zur Aufnahme von Tieren und Pflanzen zu gelangen. Oberteil 24 und Unterteil 23 des Hauses 17 werden über Bolzen 30 und dergleichen fest miteinander verbunden. Das Dach des Hauses 17 trägt wahlweise eine Solaranlage 27. Innerhalb der hier beanspruchten Wassernutzungsketten kann das Wasser tagsüber aus den Häusern 17 wahlweise zu einer zentralen Wasserpipeline abgeleitet werden, die das Wasser in eine Wasserturbine leitet, welche über dem Boden der Grubensohle 7 angeordnet ist, um dort mindestens einen Generator anzutreiben. Danach fällt das Wasser zur Grubensohle 7 in einen dort angeordneten See. Das hier gespeicherte Wasser kann nachts zu den Terrassen hoch und zurück gepumpt werden und gelangt über besondere weitere Rückflussrohre wieder zu den Wassernutzern und zu den Terrassenhäusern zurück.

Die Entsorgungsleitung für das Turbinenwasser kann beliebig lange von der Küste aus und zu einer im Festland angelegten Tiefengrube geleitet werden. Alle Häuser auf den Terrassen können über gemeinsame oder separate Rohre mit Wasser versorgt und über weitere Rohre entsorgt werden.

Je tiefer ein Wasserführungsrohr 11 im Tiefengewässer 1 liegt, desto höher ist der Wasserdruck. Ventile und Rohrquerschnitte werden den erforderlichen Bedingungen angepasst.

In dem ertindungsgemäßen Verfahren können auch Süßwassertiere, Salzwassertiere und Pflanzen gezüchtet werden, indem man Salzwasser oder/und angereichertes Kondensat nutzt. Aus Salzwasser kann Süßwasser für die Wiederaufforstung und Landwirtschaft gewonnen werden, indem man die Verdunstung hierzu nutzt.

Eine Kostenteilung bei der Anlage der Gruben und elektrischen Einrichtungen, für Turbinenbetreiber, Grubenbetreiber und Andere, wirkt sich allgemein positiv auf alle Betreiber aller Anlagen aus.

Das kostbare Wasser wird in einer langen Wassernutzungskette zum Wohle der Menschen und der Natur effizient genutzt.

Die Energiebilanz der Wassernutzungskette lässt sich vorteilhaft gestalten, weil das Turbinenwasser vollständig bzw. zum größten Teil verdunstet, verbraucht und genutzt wird. An den oberen Grubenrändern angesiedelte Windkraftanlagen bieten die Möglichkeit, nicht verdunstetes bzw. nicht genutztes Turbinenwasser kostengünstig aus der Grube hoch zu pumpen, wo es dann in das Meer oder in den See, aus dem es kam, zurück fließt oder wo es wiederum genutzt wird. Das in der Grube betriebene Pumpspeicherkraftwerk zwischen den oberen Häusern 17 und den Wasserturbinen 12 mit Pumpe unten sorgt ebenfalls für die sinnvolle Verwendung des Turbinenwassers nach der Gewinnung elektrischer Energie mit den Wasserturbinen 12. Alle hier beanspruchten Verfahren sind kompatibel und wahlweise nach Bedarf einsetzbar, so dass alle Aufgabenstellungen technisch und kaufmännisch positiv gelöst und technisch wie zeitlich aufeinander abgestimmt werden können.

1Tiefengewässer 2Wassersäule 3Erdoberfläche 4Festland 5 6 7Grubensohle 8 9Mauer 10Wasserfließrichtung 11Wasserführungsrohre 12Wasserturbinen 13Generatoren 14Rohre (aus Turbinengehäuse) 15Terrassenboden 16Terrassenwand 17(Terrassen)Häuser 18Terrassenstraße 19Stützmauer 20Straße (Grubenboden) 21Stützmauer 22Turbinengehäuse 23Unterteil des Hauses 17 24Oberteil des Hauses 17 25Regal(e) 26Wanne(n) 27Solaranlage(n) 28Ablaufrohr 29Sicherheitsüberlauf 30Bolzen 31Gitterrost

Anspruch[de]
  1. Wassernutzungskette zur Gewinnung elektrischer Energie aus Tiefengewässern mit anschließender multidisziplinärer Nutzung des Turbinenwassers auf dem Festland, wobei

    • zwischen dem Tiefengewässer (1) und dem Festland (4) mindestens eine befestigte Mauer (9) mit einer oder mehreren Aussparungen zur Aufnahme von Wasserführungsrohren (11) angeordnet ist;

    • aus einer Wassersäule (2) des Tiefengewässers (1) in beliebigen Wassertiefen Wasser durch das/die Wasserzuführungsrohr/e (11) zu mindestens einer Wasserturbine (12) in jeweils mindestens einem Turbinengehäuse (22) einströmt und die mindestens eine Wasserturbine (12) jeweils mindestens einen Stromgenerator (13) antreibt,

    • das durch die mindestens eine befestigte Mauer (9) abgetrennte Festland (4) als Terrassengrube ausgebildet ist, in welcher mehrere baulich getrennte Terrassen spiralförmig hinter- bzw. untereinander liegend angeordnet sind,

    • das aus den Wasserturbinen (12) ausströmende Wasser in die Terrassen abfließt, wo es multidisziplinär genutzt wird,

    • das in den Terrassen ungenutzt bleibende Restwasser zumindest teilweise durch Verdunstung aus der Terrassengrube abgeführt wird.
  2. Wassernutzungskette nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das jeweilige Turbinengehäuse (22) jenseits der Mauer (9) auf dem Festland (,4) angeordnet und fest mit der Mauer (9) vergossen ist sowie aus abschottbaren Kammern besteht.
  3. Wassernutzungskette nach mindestens einem der vorangehenden Ansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, dass die spiralförmige Anordnung der in beliebiger Zahl vorhandenen Terrassen bis zum Grubenboden (7) reicht.
  4. Wassernutzungskette nach mindestens einem der vorangehenden Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Turbinenwasser über Rohre (14) in die auf der Festlandseite liegenden Terrassen ohne Energiebedarf frei abfließt, um dort multidisziplinär genutzt zu werden.
  5. Wassernutzungskette nach mindestens einem der vorangehenden Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das in die Terrassen fließende Turbinenwasser handwerklich, industriell oder landwirtschaftlich für Fisch- und Pflanzenzucht genutzt wird, beispielsweise für die gleichzeitige oder separate Zucht von Pflanzen und Wassertieren.
  6. Wassernutzungskette nach mindestens einem der vorangehenden Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass jede Terrasse einen Terrassenboden (15), eine Terrassenwand (16) und eine Terrassenstrasse (18) aufweist.
  7. Wassernutzungskette nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass auf den Terrassenböden (15) Häuser (17) angeordnet sind, in denen die multidisziplinäre Nutzung des Turbinenwassers durchgeführt wird, wobei die Häuser (17) aus einem Unterteil (23) und aus einem Oberteil (24) bestehen, wobei das Unterteil als Auffangbecken für das Turbinenwasser ausgestaltet ist, um Wassertierzucht zu betreiben und im Oberteil verschiedene Gerätschaften zur Nutzung des Turbinenwassers untergebracht sind, wie z.B. Gewächshäuser oder Regale (25) mit Wannen (26) zur Aufnahme von Wassertieren oder Pflanzen.
  8. Wassernutzungskette nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass im Unterteil (23) der Häuser (17) ein Ablaufrohr (28), durch welches Wasser und Wassertiere o.ä. austreten können, sowie ein Sicherheitsüberlauf (29) mit Ventil vorhanden sind.
  9. Wassernutzungskette nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Häuser (17) mit einer Solaranlage (27) ausgerüstet sind.
  10. Wassernutzungskette nach mindestens einem der vorangehenden Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Terrassengrube an der tiefsten Stelle einen Grubenboden (7) aufweist, welcher rundum mit Befestigungswänden (19, 21) gesichert ist.
  11. Wassernutzungskette nach mindestens einem der vorangehenden Ansprüche 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Grubenboden (7) einen See aufweist, welcher an einer Strasse (20) liegt und welcher sein Wasser aus den Turbinengehäusen (22) über die Rohre (14) oder von den Häusern (17) bezieht
  12. Wassernutzungskette nach mindestens einem der vorangehenden Ansprüche 7 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass auf dem Grubenboden (7) ebenfalls Häuser (17) angeordnet sind.
  13. Wassernutzungskette nach mindestens einem der vorangehenden Ansprüche 7 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die in den Häusern (17) verdunstende Wassermenge als Kondensat aufgefangen, zu Trinkwasser aufbereitet und/oder zur Bewässerung von Pflanzen genutzt wird.
  14. Wassernutzungskette nach mindestens einem der vorangehenden Ansprüche 7 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass das aus den Häusern (17) ablaufende Turbinenwasser Kläranlagen zugeführt wird und/oder zum Tiefengewässer (2) zurück oder zu auf der Erdoberfläche (3) liegenden Ebenen zur weiteren Verwendung gepumpt wird, wobei die hierfür benötigte Energie durch Windkraftanlagen an den oberen Grubenrändern erzeugt wird.
  15. Wassernutzungskette nach mindestens einem der vorangehenden Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass von der Sonne betriebene Wasserverdunstungsanlagen eingesetzt werden, um das nicht genutzte restliche Turbinenabwasser zu verdunsten.
  16. Wassernutzungskette nach mindestens einem der vorangehenden Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Terrassengrube überdacht ist.
Es folgen 4 Blatt Zeichnungen






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