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Dokumentenidentifikation DE102004033469B3 13.04.2006
Titel Werkzeugeinsatz für den Anschnitt einer Heißkanaldüse für eine Spritzgießmaschine
Anmelder Incoe International, Inc., 63322 Rödermark, DE
Erfinder Goinski, Michael, Dipl.-Ing., 97222 Rimpar, DE
Vertreter Boecker, J., Dipl.-Ing. Dr.-Ing., Pat.- u. Rechtsanw., 60313 Frankfurt
DE-Anmeldedatum 10.07.2004
DE-Aktenzeichen 102004033469
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 13.04.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 13.04.2006
IPC-Hauptklasse B29C 45/30(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B29C 45/74(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   
Zusammenfassung Werkzeugeinsatz für den Anschnitt einer Heißkanaldüse für eine Spritzgießmaschine, welcher Werkzeugeinsatz (10) den vorderen (werkzeugseitigen) Teil einer Düse aufnimmt und seinerseits in eine entsprechend bemessene Ausnehmung (21) des Werkzeugs (20) einsetzbar ist, welcher Werkzeugeinsatz (10) aus einem vorderen zylindrischen Paßteil (11) mit Fließkanal (11a) und einem Aufnahmekopf (12) für die Düsenspitze besteht. Gemäß der Erfindung sind mindestens zwei voneinander getrennte Hohlräume (Kammern) (23) zwischen der Außenwand (12a) des Aufnahmekopfes (12) des Werkzeugeinsatzes (10) und der Wand der Ausnehmung (21) im Werkzeug (20) vorhanden, von denen der eine Hohlraum (23) in Verbindung mit dem im Werkzeug vorhanden Zuflußkanal (31) für ein Kühlmittel steht und der andere Hohlraum in Verbindung mit dem im Werkzeug vorhandenen Abflußkanal (32) für das Kühlmittel steht. Ferner ist mindestens eine Strömungsverbindung zwischen den mindestens zwei Hohlräumen (23) vorhanden, die vorzugsweise möglichst weit von den Mündungen der genannten Kühlmittelkanäle (31, 32) im Werkzeug entfernt liegt.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Werkzeugeinsatz für den Anschnitt einer Heißkanaldüse für eine Spritzgießmaschine gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1.

Beim Spritzgießen wird heiße Schmelze von einer Spritzgießmaschine entweder direkt oder über ein Heißkanalverteilersystem mittels einer Heißkanaldüse in das Werkzeug (Spritzform) eingespritzt. Das Werkzeug besteht aus einer die Heißkanaldüse aufnehmenden Spritzseite, in welcher sich in der Regel die Außenform (Kavität) des zu gießenden Kunststoffteils befindet, und einer Auswerferseite mit der Innenform (Kern). Der Bereich, in welchem die Heißkanaldüse an das Werkzeug und an das Kunststoffteil anschließt, wird als "Anschnitt" bezeichnet. Der vordere, werkzeugseitige Teil der Heißkanaldüse mit dem Anschnittbereich steckt beim Spritzgießen in einer Ausnehmung des Werkzeugs. Im hinteren Bereich stützt sich die Düse axial am Heißkanalverteilerblock ab und ist mit dem vorderen Anschnittteil mittels Präzisionsdichtung im Werkzeug fixiert. Dort ist die Düse starken mechanischen und thermischen Beanspruchungen ausgesetzt.

Da der Anschnittbereich der Düse folglich einem schnellen Verschleiß unterliegt, ist er nicht als integrales Teil der Heißkanaldüse ausgebildet, sondern als ein austauschbarer Werkzeugeinsatz. Ein solchen austauschbaren Werkzeugeinsatz ist aus der US 4 950 154 bekannt. Er besteht aus einem vorderen zylindrischen Paßteil mit Fließkanal und einem Aufnahmekopf für die Düsenspitze. Die äußere Mantelfläche des Werkzeugeinsatzes ist dabei kreiszylindrisch ausgebildet.

Wichtig ist beim Spritzgießen eine thermische Trennung zwischen Düse und Werkzeug. Die ins Werkzeug eingespritzte Schmelze soll schnell erstarren, während die in der Düsenspitze zurückgehaltene Schmelze flüssig bleiben soll. Es ist es daher bekannt, den Werkzeugeinsatz mittels eines Kühlmittels, zum Beispiel Wasser, zu kühlen. Zu diesem Zweck münden an der Wand der in der Regel zylindrischen Werkzeug-Ausnehmung im Werkzeug diametral gegenüberliegend ein Zuführ- und ein Abführkanal für ein dem Werkzeug zugeführtes Kühlmittel, und der Werkzeugeinsatz ist an seiner Außenseite in Höhe der beiden genannten Kanäle mit einer Ringnut versehen, über die das Kühlmittel vom Zuführkanal zum Abführkanal strömen kann.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den bekannten Werkzeugeinsatz derart weiter zu entwickeln, daß seine Kühlung im Vergleich zu der genannten bekannten Kühlungsweise wesentlich verbessert wird.

Zur Lösung dieser Aufgabe wird ein Werkzeugeinsatz gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1 vorgeschlagen, welcher erfindungsgemäß die im kennzeichnenden Teil des Anspruches 1 genannten Merkmale hat.

Weitere Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen genannt.

Durch die Erfindung werden durch die geschaffenen Hohlräume oder Kammern zwischen dem Aufnahmekopf des Werkzeugeinsatzes und der Ausnehmung in dem Werkzeug Räume mit großen angrenzenden Flächen des Aufnahmekopfes geschaffen, an denen das Kühlmittel vorbeiströmt. Hierdurch wird eine intensivere Kühlung erreicht, als durch die oben genannte bekannte Ringnut am Aufnahmekopf, über die das Kühlmittel nur einen geringen Teil der Oberfläche des Aufnahmekopfes bestreicht.

Die Hohlräume können beispielsweise durch Abflachungen an der Außenwand des an sich zylindrischen Aufnahmekopfes des Werkzeugeinsatzes gewonnen werden.

Die Strömungsverbindung zwischen den benachbarten Hohlräumen oder Kammern erfolgt vorzugsweise in möglichst großer Entfernung von dem Zufluß- und Abflußkanal für das Kühlmittel im Werkzeug.

Die Kanten der schneidfähigen Vorsprünge können durch eine leichte Abflachung oder Abrundung leicht entschärft werden.

Anhand der in den Figuren gezeigten Ausführungsbeispiele soll die Erfindung näher erläutert werden. Es zeigen:

1 ein erstes Ausführungsbeispiel eines Werkzeugeinsatzes gemäß der Erfindung in Draufsicht, gesehen von der Seite des Werkzeugs,

2 den in ein Werkzeug eingesetzten Werkzeugeinsatz gemäß 1 im Schitt längs der Linie A-A in 1,

3 den in ein Werkzeug eingesetzten Werkzeugeinsatz gemäß 1 im Schitt längs der Linie B-B in 1,

4 den Werkzeugeinsatz gemäß den 1 bis 3 in perspektivischer Ansicht,

5a im vergrößerten Maßstab ein Details im Schnitt längs der Linie C-C in 2,

5b im vergrößerten Maßstab ein Details im Schnitt längs der Linie D-D in 2,

5c eine zweite Ausführungsform der Erfindung, die eine Abwandlung der in den 1 bis 5b gezeigten Ausführungsform dargestellt,

6 eine dritte Ausführungsform der Erfindung, die sich lediglich im Bereich des Kreises A in 2 vom der in den 1 bis 5b gezeigten Ausführungsform unterscheidet.

In 2 ist mit 20 ein Ausschnitt aus dem Werkzeug (Form) bezeichnet. Dabei bezeichnet 20a die Wand der Spritzseite des Werkzeugs und 20b die Kavität. Der Werkzeugeinsatz 10 besteht aus einem zylindrischen Paßteil 11 mit Fließkanal 11a für die Schmelze und einem Aufnahmekopf 12 zur Aufnahme einer nicht dargestellten Spritzdüse. Im Werkzeug selbst befindet sich eine Ausnehmung 21, die aus einer Paßbohrung 24 zur Aufnahme des Paßteils 11 und eine Aufnahmebohrung 22 zur Aufnahme des Aufnahmekopfes 12 des Werkzeugeinsatzes besteht. Die Dichtung zwischen der nicht dargestellten Düse und Werkzeugeinsatz erfolgt über die in 2 mit D bezeichneten Zylinderflächen von Werkzeugeinsatz 10 und Düse. Sowohl in der Werkzeug-Ausnehmung 21 als auch am Werkzeugeinsatz 10 erfolgt der Übergang von dem im Sinne der 2 oberen zylindrischen Teil 22, 12 zu dem unteren zylindrischen Teil 24, 11 in der Regel über ein kegelstumpf-förmigesbergangsstück 19, 29 (siehe auch 6).

Die achsiale Endlage des Werkzeugeinsatzes im Werkzeug wird bestimmt durch das Zusammenwirken eines Flansches 18 am vom Werkzeug abgewendeten Ende des Werkzeugeinsatzes und durch die Tiefe eines entsprechend bemessenen, erweiterten Absatzes 28 am Eingang der Werkzeug-Ausnehmung 21. Zwischen dem Flansch 18 und seiner Auflage auf dem erweiterten Absatz 28 befindet sich eine nicht dargestellte Dichtung. Die achsiale Endlage des Werkzeugeinsatzes ist so bemessen, daß bei Auflage des Flansches 18 auf dem Absatz 28 ein gewisser Spalt a (2 und 6) zwischen dem kegelstumpf-förmigen Übergangsstück 19 des Werkzeugeinsatzes und dem Boden 29 der Aufnahmebohrung 22 vorhanden bleibt. Hierdurch wird neben der im folgenden beschriebenen Wirkung eine thermische Trennung und eine statisch bestimmte Anlage des Werkzeugeinsatzes in der Werkzeug-Ausnehmung 21 erreicht. Der soweit beschriebene Gegenstand gehört zum Stande der Technik.

Bei dem in den 1 bis 5b gezeigten Ausführungsbeispiel der Erfindung ist mit Ausnahme des Flansches 18 die normalerweise kreiszylindrische äußeren Mantelfläche 12a des Aufnahmekopfes 12 über ihre gesamte Länge als ein regelmäßiger Sechskantkörper 17 ausgebildet (siehe 4, 5a und 5b). Dadurch bilden sich zwischen der kreiszylindrischen Innenwand der Aufnahmebohrung 22 und dem Sechskantkörper sechs Hohlräume oder Kammern 23, die in Umfangsrichtung voneinander getrennt und im wesentlichen gegeneinander abgedichtet sind. von zwei diametral gegenüber liegenden Kammern 23 ist die eine, vorzugsweise mittig und oben, an den im Werkzeug vorgesehenen Zuführkanal 31 für das Kühlmittel angeschlossen und die andere an den Abführkanal 32 für das Kühlmittel.

Die gegenseitige Trennung der Kammern 23 kann beispielsweise dadurch erreicht werden, daß der Durchmesser des Sechskantkörpers, gemessen zwischen zwei diametral gegenüber liegenden Kanten, größer gewählt wird, als der Durchmesser R der Aufnahmebohrung 22 (siehe 5b). Anschließend kann der Sechskantkörper dann auf das Durchmessermaß R der Aufnahmebohrung abgedreht werden, so daß die abgedrehten schmalen in Längsrichtung des Sechskants verlaufenden Zylinderflächen 25 (siehe 5c) benachbarte Kammern 23 voneinander trennen und auch weitgehend gegeneinander abdichten.

Auf ein Abdrehen der in 5b erkennbaren Kanten 14 kann jedoch auch ganz oder teilweise verzichtet werden. Dies ist der Fall bei dem in den 1 bis 5b gezeigten Ausführungsbeispiel. Der Durchmesser des dabei gewählten Sechskantkörpers, gemessen zwischen zwei diametral gegenüber liegenden Kanten, ist nur geringfügig größer, beispielsweise 0,2 mm, als der Durchmesser R der Aufnahmebohrung 22, so daß an der Außenseite des Aufnahmekopfes Vorsprünge 14 entstehen, die in die Innenwand der Aufnahmebohrung 22 hineinragen. Dies hat zur Folge, daß beim erstmaligen Einsetzen des Werkzeugeinsatzes 10 in die Werkzeug-Ausnehmung 21 die in Längsrichtung des Aufnahmekopfes 12 verlaufenden Kanten (Vorsprünge) des Sechskantkörpers in das Material der Werkzeugspritzseite 20a eindringen und hierbei Führungsnuten 15 in die wand der Aufnahmebohrung 22 schneiden bzw. hobeln.

Wird nach einer Demontage des Werkzeugeinsatzes dieser oder ein mit entsprechenden Vorsprüngen versehener neuer Werkzeugeinsatz in die Werkzeug-Ausnehmung 21 eingesetzt, so ist die gewünschte Drehwinkellage des Werkzeugeinsatzes durch die bereits eingeschnittenen Führungsnuten 15 exakt vorgegeben. Die definierte Drehwinkellage hat den Vorteil, daß Zuführkanal 31 und Abführkanal 32 stets dieselbe günstige Lage relativ zur jeweils angrenzenden Kammer 23 einnehmen. Ferner ist eine exakt definierte Drehwinkellage dann erforderlich, wenn der Übergang zwischen dem Paßteil 11 und der Kavität 20b schräg in Bezug auf die Längsachse des Werkzeugeinsatzes verläuft (nicht dargestellt). Im Prinzip genügt zur Erzielung dieser Vorteile bereits ein einziger in die Wand der Aufnahmebohrung einschneider Vorsprung am Aufnahmekopf.

Bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel besteht eine Verbindung zwischen den sechs Kammern 23 nur über den Spalt a zwischen dem kegelstumpf-förmigen Übergangsstück 19 und dem kegelstumpf-förmigen Boden des Aufnahmekopfes 12. Untersuchungen haben gezeigt, daß bei Zufuhr von Kühlmittel über den Zuführkanal 31 dieses in eine erste Kammer 23 einströmt, in dieser großflächig nach unten zum Spalt a strömt, dann in die beiden benachbarten Kammern praktisch bis zur oberen Begrenzung dieser Kammern einströmt und wieder zurückströmt, wie die durch die Pfeillinien b in 4 angedeutet ist, und dann in diejenige Kammer einströmt, an die der Abführkanal 32 für das Kühlmittel angeschlossen ist. Auf diese Weise wird eine sehr effektive Kühlung des Werkzeugeinsatzes erzielt.

Natürlich kann die Verbindung zwischen benachbarten Kammern statt über den Spalt a auch dadurch geschaffen werden, daß an einer oder mehreren geeigneten Stellen die Kanten des Sechskant über eine gewisse achsiale Länge soweit zurückgenommen werden, daß ein Durchflußspalt zwischen benachbarten Kammern entsteht. Die Kühlung ist jedoch besonders intensiv, wenn der Zuführkanal 31 und der Abführkanal 32 möglichst weit oben im Sinne der 2 liegen und die Verbindungen zwischen den Kammer möglichst weit unten im Sinne der 2, also im Bereich des Spaltes a, liegen.

Um die für das erstmalige Eindrücken des Werkzeugeinsatz in das Werkzeug erforderliche Kraft klein zu halten, erstreckt sich bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel der 1 bis 5b die nicht weggenommene Kante 14 nur über einen im Sinne der 2 unteren Abschnitt 17a des Aufnahmekopfes 12. Die 5a und 5b zeigen den sich dabei ergebenden Aufbau im oberen beziehungsweise unteren Teil der Aufnahmebohrung 22 bei eingesetztem Werkzeugeinsatz. wie 5a zeigt, erfolgt dabei im oberen Teil die Trennung und ausreichende Dichtung zwischen benachbarten Kammer im wesentlichen über längs zweier Berührungslinien zwischen Werkzeugspritzseite und Werkzeugeinsatz.

6 zeigt eine mögliche Weiterbildung der in den 1 bis 5b gezeigten Ausführungsform. Hier sind die Kanten 14 des Sechskantkörpers auch an dem im Sinne der Zeichnung unteren Ende des Aufnahmekopfes 12 um eine kleine Strecke c weggenommen. Dies hat den Vorteil, daß man beim Einsetzen des Werkzeugeinsatzes 10 in die Ausnehmung 21 im Werkzeug auf einfache Weise eine gute Zentrierung erhält. Wenn die Schneidkante 14 ansetzt, hat das zylindrische Paßteil 11 nämlich in der Regel noch nicht die entsprechende Aufnahmebohrung 24 erreicht, so daß ohne den Abschnitt c die Gefahr einer nicht-konzentrischen Lage des Aufnahmekopfes 12 in der Aufnahmebohrung 22 besteht.

Außerdem ist in 6 am unteren Ende des Schneidkantenvorsprungs 14 eine Rille 13 vorgesehen. Sie dient einerseits dazu, einen scharfen Schneidkantenanfang zu erhalten und zum anderen zur Aufnahme der beim Schneiden der Führungsnut anfallenden Späne.

Die Erfindung ist nicht auf die gezeigten Ausführungsbeispiele beschränkt, sondern kann im Rahmen der Patentansprüche in vielfacher Weise variiert werden. So kann der in den Figuren gezeigte regelmäßigen Sechskantkörper 17 durch irgendeinen anderer regelmäßigen oder unregelmäßigen Mehrkantkörper werden.

Im Prinzip wird die erfinderische Idee bereits durch zwei irgendwie beschaffenen Hohlräume (Kammern) zwischen der wand der Aufnahmebohrung 22 und dem Aufnahmekopf 12 des Werkzeugeinsatzes verwirklicht, von denen der eine mit dem Kühlmittel-Zuführkanal 31 und der andere mit dem Kühlmittel-Abführkanal 32 in Verbindung steht und wobei die beiden Hohlräume über einen Strömungskanal miteinander in Verbindung stehen, der vorzugsweise in seiner Höhenlage gegenüber der Höhenlage von Zuführ- und Abführkanal versetzt ist. Grundsätzlich kann der Hohlraum auch ganz oder teilweise durch Herausnahme von Material aus der Innenwand der im Werkzeug vorhandenen Aufnahmebohrung 22 gebildet werden.


Anspruch[de]
  1. Werkzeugeinsatz für den Anschnitt einer Heißkanaldüse für eine Spritzgießmaschine, welcher Werkzeugeinsatz (10) den vorderen (werkzeugseitigen) Teil einer Düse aufnimmt und seinerseits in eine entsprechend bemessene Ausnehmung (21) des Werkzeugs (20) einsetzbar ist, welcher Werkzeugeinsatz (10) aus einem vorderen zylindrischen Paßteil (11) mit Fließkanal (11a) und einem Aufnahmekopf (12) für die Düsenspitze besteht, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens zwei voneinander getrennte Hohlräume (Kammern) (23) zwischen der Außenwand (12a) des Aufnahmekopfes (12) des Werkzeugeinsatz (10) und der Wand der Ausnehmung (21) im Werkzeug (20) vorhanden sind, von denen der eine Hohlraum (23) in Verbindung mit dem im Werkzeug vorhandenen Zuflußkanal (31) für ein Kühlmittel steht und der andere Hohlraum in Verbindung mit dem im Werkzeug vorhandenen Abflußkanal (32) für das Kühlmittel steht, und daß mindestens eine Strömungsverbindung zwischen den mindestens zwei Hohlräumen (23) vorhanden ist, die vorzugsweise möglichst weit von den Mündungen der genannten Kühlmittelkanäle (31, 32) im Werkzeug entfernt liegt.
  2. Werkzeugeinsatz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausnehmung (21) im Werkzeug einen kreiszylindrisch Abschnitt (Aufnahmebohrung) (22) für die Aufnahme des im wesentlichen kreiszylindrischen Aufnahmekopfes (12) des Werkzeugeinsatzes (10) hat und daß die genannten Hohlräume (23) durch Abflachungen des kreiszylindrischen Aufnahmekopfes gebildet werden.
  3. Werkzeugeinsatz nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Aufnahmekopf (12) zumindest längs eines Teil seiner Länge als ein regelmäßiger oder unregelmäßiger Mehrkantkörper (17) ausgebildet ist, wobei die Kanten (14) des Mehrkantkörpers die Grenzen zwischen benachbarten Hohlräumen (23) bilden.
  4. Werkzeugeinsatz nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Aufnahmekopf (12) zumindest längs eines Teil seiner Länge als ein regelmäßiger oder unregelmäßiger Mehrkantkörper (17) ausgebildet ist, wobei der Radius des Mehrkantkörpers an der Kantenstelle etwas größer ist als der Radius (R) der Aufnahmebohrung (22), diese Kanten aber bis auf den Radius (R) der Aufnahmebohrung (22) zurückgenommen sind.
  5. Werkzeugeinsatz nach einem der Ansprüche 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Mehrkantkörper ein regelmäßiger Sechskant ist.
  6. Werkzeugeinsatz nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die genannte Verbindung zwischen den Hohlräumen (23) über einen im Durchmesser verkleinerten Abschnitt des zylindrischen Aufnahmekopfes (12) und/oder über einen Spaltabstand (a) zwischen einem kegelstumpfförmigen Übergangsstück (19) vom Aufnahmekopf (12) zum zylindrischen Paßteil (11) und dem entsprechend kegelstumpfförmigen Boden (29) der Ausnehmung (21)
  7. Werkzeugeinsatz nach einem der Ansprüche 1, 2, 3, 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Aufnahmekopf (12) an seiner Außenwand (12a) mindestens einen schneidfähigen Vorsprung (14) hat, der so beschaffen ist, daß er beim Einschieben des Werkzeugeinsatzes (10) in die Ausnehmung (21) im Werkzeug eine Führungsnut (15) in die Innenwand der Aufnahmebohrung (22) im Werkzeug zu schneiden vermag.
  8. Werkzeugeinsatz nach einem der Ansprüche 1, 2, 3, 5, 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß schneidfähige Vorsprünge durch die Kanten (14) des Mehrkantkörpers dadurch gebildet werden, daß der Radius des Mehrkants an der Kantenstelle etwas größer ist als der Radius (R) der Aufnahmebohrung (22).
  9. Werkzeugeinsatz nach einem der Ansprüche 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Kanten der schneidfähigen Vorsprünge (14) leicht abgeflacht sind und vorzugsweise auf dem Umfang eines Kreises liegen.
  10. Werkzeugeinsatz nach einem der Ansprüche 1, 2, 3, oder 5 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die schneidfähigen Vorsprünge (14) sich nur längs eines Teils des zylindrischen Aufnahmekopfes (12) erstrecken, und zwar vorzugsweise über einen Abschnitt nahe des zum Werkzeug gerichteten Endes des Aufnahmekopfes (12).
Es folgen 4 Blatt Zeichnungen






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