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Dokumentenidentifikation DE102004046171A1 13.04.2006
Titel Verfahren zur Herstellung von Cyclopentanon
Anmelder BASF AG, 67063 Ludwigshafen, DE
Vertreter Patentanwälte Isenbruck Bösl Hörschler Wichmann Huhn, 68165 Mannheim
DE-Anmeldedatum 23.09.2004
DE-Aktenzeichen 102004046171
Offenlegungstag 13.04.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 13.04.2006
IPC-Hauptklasse C07C 49/395(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B01D 53/14(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   B01D 53/56(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   
Zusammenfassung Verfahren zur Herstellung von Cyclopentanon, mindestens umfassend folgende Schritte (i) bis (iii):
(i) Bereitstellen eines Cyclopenten enthaltenden Gemisches G(i);
(ii) Bereitstellen von flüssigem oder überkritischem N2O oder eines verflüssigten oder überkritischen Gasgemisches G(ii), enthaltend mindestens 20 Vol.-% N2O, bezogen auf das Gesamtvolumen des Gemisches G(ii);
(iii) Inkontaktbringen des Gemisches G(i) mit dem flüssigen oder überkritischen N2O oder dem verflüssigten oder überkritischen Gemisch G(ii) unter Erhalt eines Gemisches G(iii), enthaltend Cyclopentanon,
dadurch gekennzeichnet, dass das Gemisch G(i) mindestens 25 Gew.-% und höchstens 95 Gew.-% Cyclopenten, bezogen auf das Gesamtgewicht G(i), enthält.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Cyclopentanon, ausgehend von einem Gemisch, das Cyclopenten zu höchstens 95 Gew.-% enthält. Neben Cyclopenten kann das Gemisch weitere Lösungsmittel enthalten, wobei beispielsweise weitere Kohlenwasserstoffe als Gemischbestandteile bevorzugt sind. Erfindungsgemäß wird dabei Cyclopentanon durch Umsetzung mit N2O erhalten, wobei entweder reines N2O oder ein Gasgemisch, das N2O enthält, in flüssiger oder überkritischer Form eingesetzt wird. Weiter betrifft die vorliegende Erfindung die Verwendung spezieller, großtechnisch erhaltener und Cyclopenten enthaltender Gemische, beispielsweise bevorzugt Kohlenwasserstoffgemische, zur Herstellung von Cyclopentanon, wobei insbesondere zur Umsetzung ein ebenfalls großtechnisch anfallendes und N2O enthaltendes Gasgemisch eingesetzt wird.

Cyclopentanon wird großtechnisch derzeit im Wesentlichen ausschließlich durch katalytische Zyklisierung von Adipinsäure bei hoher Temperatur hergestellt. Diese Reaktion liefert zwar eine gute Ausbeute an Cyclopentanon, doch gehen ungefähr 42 % der eingesetzten Adipinsäure in Form von Kohlendioxid und Wasser verloren. Diese niedrige Atomeffizienz belastet unter anderem die Wirtschaftlichkeit des Verfahrens. Zwar ist die Herstellung auch ausgehend von Adipinsäureester möglich, doch ist die Atomeffizienz in diesem Fall noch geringer.

In der Literatur wird als Alternative im Labormaßstab die Oxidation von Cyclopenten mit N2O angeboten. So offenbart die GB 649,680 die Umsetzung von Alkenen wie beispielsweise Cyclohexen oder Cyclopenten mit N2O. Allerdings ist in den Beispielen dieser Schrift die Umsetzung von Cyclopenten mit N2O explizit nicht beschrieben. Andere, in den Beispielen mit N2O umgesetzte und nicht substituierte Olefine werden entweder als reine Verbindungen oder zusammen mit dem Lösungsmittel Dimethylanilin eingesetzt.

Die zur GB 649,680 äquivalente US 2,636,898 offenbart in den Beispielen ebensowenig die Umsetzung von Cyclopenten mit N2O. Auch in diesen Beispielen werden die nicht substituierten Olefine ausschließlich in reiner Form ohne Zusatz eines Lösungsmittels mit N2O umgesetzt.

F. S. Bridson-Jones et al. beschreiben in J. Chem. Soc., S. 2999-3008 (1951) die Umsetzung von Olefinen mit N2O, wobei beispielsweise Cyclohexen zu Cyclohexanon umgesetzt wird. Auch in diesem Fall wird das Cyclohexen als solches ohne Zugabe beispielsweise eines zusätzlichen Lösungsmittels eingesetzt. Ebenso sind beispielsweise die Umsetzung von Ethylen, Acenaphthylen und Methylencyclobutan beschrieben, wobei entweder Cyclohexan oder Decalin als Lösungsmittel eingesetzt wird.

Auch K. A. Dubkov et al., React. Kinet. Catal. Lett., Vol. 77, No. 1, S. 197-205 (2002) beschreiben die Umsetzung von reinem, 99 %igem Cyclopenten mit reinem N2O (pure, medical grade). Wie bereits in allen anderen zitierten Schriften wird bei der Umsetzung kein Lösungsmittel eingesetzt. Ebenso ist bei der Umsetzung neben Cyclopenten kein weiterer Kohlenwasserstoff anwesend.

In den neueren wissenschaftlichen Artikeln von G. L. Panov et al., "Non-Catalytic Liquid Phase Oxidation of Alkenes with Nitrous Oxide. 1. Oxidation of Cyclohexene to Cyclohexanone", React. Kinet. Catal. Lett. Vol. 76, No. 2 (2002) S. 401-405, und K. A. Dubkov et al., "Non-Catalytic Liquid Phase Oxidation of Alkenes with Nitrous Oxide. 2. Oxidation of Cyclopentene to Cyclopentanone", React. Kinet. Catal. Lett. Vol. 77, No. 1 (2002) S. 197-205 werden ebenfalls Oxidationen von olefinischen Verbindungen mit Distickstoffmonoxid beschrieben. Auch ein wissenschaftlicher Artikel „Liquid Phase Oxidation of Alkenes with Nitrous Oxide to Carbonyl Compounds" von E. V. Starokon et al. in Adv. Synth. Catal. 2004, 346, 268 – 274 beinhaltet eine mechanistische Studie der Oxidation von Alkenen mit Distickstoffmonoxid in flüssiger Phase.

Die Synthese von Carbonylverbindungen aus Alkenen mit Distickstoffmonoxid wird auch in verschiedenen internationalen Patentanmeldungen beschrieben. So offenbart die WO 03/078370 ein Verfahren zur Herstellung von Carbonylverbindungen aus aliphatischen Alkenen mit Distickstoffmonoxid. Die Umsetzung wird bei Temperaturen im Bereich von 20 bis 350°C und Drücken von 0,01 bis 100 atm durchgeführt. Die WO 03/078374 offenbart ein entsprechendes Verfahren zur Herstellung von Cyclohexanon. Gemäß der WO 03/078372 werden cyclische Ketone mit 4 bis 5 C-Atomen hergestellt. Gemäß der WO 03/078375 werden unter diesen Verfahrensbedingungen cyclische Ketone aus cyclischen Alkenen mit 7 bis 20 C-Atomen hergestellt. WO 03/078371 offenbart ein Verfahren zur Herstellung substituierter Ketone aus substituierten Alkenen. WO 04/000777 offenbart ein Verfahren zur Umsetzung von Di- und Polyalkenen mit Distickstoffmonoxid zu den entsprechenden Carbonylverbindungen. Die Reinigung von Distickstoffmonoxid wird in diesen Schriften nicht erwähnt.

Die Verwendung von reinen Edukten, wie in den oben zitierten wissenschaftlichen Arbeiten beschrieben, mag zwar für die Aufklärung von Reaktionsmechanismen von großem Wert sein, ist aber in der Praxis mit einigen Nachteilen verbunden. So ist beispielsweise Cyclopenten in der oben beschriebenen hohen Reinheit nur mit sehr hohem technischen Aufwand zu erhalten. In technischen Prozessen, in denen Cyclopenten in den erforderlichen großtechnischen Mengen anfällt, liegt dieses in Gemischen mit anderen Kohlenwasserstoffen wie beispielsweise Cyclopentan vor. Bedingt durch die ähnlichen Siedepunkte ist die Auftrennung über beispielsweise destillative Methoden mit einem erheblichen Aufwand verbunden.

Eine der der vorliegenden Erfindung zugrunde liegenden Aufgaben war es daher, ein Verfahren bereitzustellen, das es erlaubt, bei der Cyclopentanon-Herstellung als Edukt Cyclopenten, das in einem Gemisch vorliegt, das höchstens 95 Gew.-% Cyclopenten aufweist, einzusetzen, wie es beispielsweise in großtechnischen Verfahren anfällt.

Demgemäß betrifft die vorliegende Erfindung ein Verfahren zur Herstellung von Cyclopentanon, mindestens umfassend folgende Schritte (i) bis (iii):

  • (i) Bereitstellen eines Cyclopenten enthaltenden Gemisches G(i);
  • (ii) Bereitstellen von füssigem oder überkritischem N2O oder eines verflüssigten oder überkritischen Gasgemisches G(ii), enthaltend mindestens 20 Vol.-% N2O, bezogen auf das Gesamtvolumen des Gemisches G(ii);
  • (iii) Inkontaktbringen des Gemisches G(i) mit dem flüssigen oder überkritischen N2O oder mit dem verflüssigten oder überkritischen Gemisch G(ii) unter Erhalt eines Gemisches G(iii), enthaltend Cyclopentanon,
das dadurch gekennzeichnet ist, dass das Gemisch G(i) mindestens 25 Gew.-% und höchstens 95 Gew.-% Cyclopenten, bezogen auf das Gesamtgewicht des Gemisches G(i), enthält.

Vorzugsweise wird flüssiges N2O oder ein verflüssigtes Gemisch G(ii) eingesetzt.

Die DE 103 19 489.4 offenbart ein Verfahren zur Herstellung von Cyclopentanon unter Verwendung von Distickstoffmonoxid als Oxidationsmittel. Die Verwendung von flüssigem oder überkritischem Distickstoffmonoxid wird dort jedoch nicht erwähnt.

Grundsätzlich kann das Gemisch G(i) zusätzlich zu Cyclopenten jede weitere Verbindung enthalten. Geeignet sind unter anderem auch Verbindungen, die bei dem Inkontaktbringen gemäß (iii) ebenfalls mit N2O reagieren können. Bevorzugt sind hierbei solche Verbindungen, die zwar prinzipiell mit N2O reagieren können, bei den gemäß (iii) gewählten Reaktionsbedingungen jedoch gegenüber N2O inert sind. Der Begriff „inert", wie er im Rahmen der vorliegenden Erfindung verwendet wird, bezeichnet Verbindungen, die bei den gemäß (iii) gewählten Reaktionsbedingungen mit N2O entweder nicht reagieren oder im Vergleich zur Reaktion von Cyclopenten mit N2O derart eingeschränkt reagieren, dass ihr Umsetzungsprodukt mit N2O im aus (iii) resultierenden Gemisch zu höchstens 15 Gew.-%, bevorzugt zu höchstens 10 Gew.-% und besonders bevorzugt zu höchstens 5 Gew.-%, jeweils bezogen auf das Gesamtgewicht der aus (iii) resultierenden Mischung, enthalten ist.

Demgemäß betrifft die vorliegende Erfindung auch ein Verfahren, wie oben beschrieben, das dadurch gekennzeichnet ist, dass das Gemisch G(i) zusätzlich zu Cyclopenten mindestens eine beim Inkontaktbringen gemäß (iii) gegenüber N2O inerte Verbindung enthält.

Als inerte Verbindungen sind im Rahmen der vorliegenden Erfindung Alkane wie beispielsweise Cyclopentan, Hexan, Octan, Decan, Dodecan oder Benzol oder Alkylbenzole wie beispielsweise Toluol, Xylole, Ethylbenzol oder Ether wie beispielsweise Methyl-tert-Butylether, Tetrahydrofuran, Diethylether oder Ester wie beispielsweise Methylacetat, Ethylacetat, Methylbenzoat oder Nitrile wie beispielsweise Acetonitril, Benzonitril oder Alkohole wie beispielsweise Butanol, 2-Ethylhexanol, Ethanol oder Phenole wie beispielsweise Phenol, Kresole oder Amine wie beispielsweise Anilin, Triethylamin, N,N-Dimethylanilin oder Gemische aus zwei oder mehr der genannten Verbindungen oder zwei oder mehr Verbindungen der genannten Klassen geeignet.

Ganz besonders bevorzugt sind solche Verbindungen, die bei den gemäß (iii) gewählten Reaktionsbedingungen mit N2O nicht reagieren.

Im Rahmen einer diesbezüglich bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens wird als Eduktgemisch G(i) ein Gemisch eingesetzt, das aus Spaltung und Partialhydrierung von Dicyclopentadien in Anwesenheit eines Lösungsmittels gewonnen wird und Cyclopenten enthält, wobei das Lösungsmittel aus den oben genannten inerten Verbindungen ausgewählt wird. Bevorzugt wird hierbei zur Partialhydrierung ein 2:1-Gemisch aus Dicyclopentadien und Toluol eingesetzt. Dieses Verfahren ist beispielsweise in der JP 2000053597 A beschrieben, die diesbezüglich durch Bezugnahme in den Kontext der vorliegenden Anmeldung vollumfänglich einbezogen wird. Gemäß der JP 200053597 wird Cyclopentadien durch Thermolyse von Dicyclopentadien in Anwesenheit eines aromatischen Kohlenwasserstoffs, bevorzugt Toluol, erhalten, wobei die Umsetzungsrate 98% beträgt. Das erhaltene Gas wird in ein Edelstahlreaktionsrohr geleitet, das mit Palladium/Aluminiumoxid-Katalysator gefüllt ist. Das Gas am Auslass des Reaktionsrohres wird mit einem Kühler kondensiert.

Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens besteht das Gemisch G(i) zu mindestens 99 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht des Gemisches G(i), aus Kohlenwasserstoffen. Neben den Kohlenwasserstoffen kann demgemäß das Gemisch G(i) noch zu höchstens 1 Gew.-% mindestens eine weitere Verbindung enthalten, wobei unter anderem mindestens eine der oben genannten, von Kohlenwasserstoffen verschiedene, inerten bevorzugten Verbindungen zu höchstens 1 Gew.-% enthalten sein kann. Auch andere Verbindungen können zu höchstens 1 Gew.-% unter der Maßgabe enthalten sein, dass sie die Umsetzung von Cyclopenten gemäß (iii) nicht stören.

Der Begriff "Kohlenwasserstoffgemisch", wie er im Rahmen der vorliegenden Erfindung verwendet wird, bezeichnet ein Gemisch aus Verbindungen, von denen jede ein nicht substituierter Kohlenwasserstoff ist und daher nur aus den Atomen C und H besteht. Die im Rahmen der vorliegenden Erfindung eingesetzten Kohlenwasserstoffgemische enthalten dabei zu höchstens 1 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht des jeweiligen Gemisches G(i), weitere Verbindungen. Weiter bevorzugt enthält das Gemisch zu höchstens 0,5 Gew.-%, weiter bevorzugt zu höchstens 0,1 Gew.-%, weiter bevorzugt zu höchstens 0,01 Gew.-% und ganz besonders bevorzugt zu höchstens 0,001 Gew.-% weitere Verbindungen. Insbesondere bevorzugt sind Gemische G(i), die im Rahmen der Messgenauigkeit der jeweils eingesetzten Untersuchungsmethoden keine weiteren Verbindungen enthalten.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist das Gemisch G(i) bei den gemäß (iii) gewählten Reaktionsbedingungen flüssig oder überkritisch. Unter anderem bevorzugt sind hierbei Gemische G(i), die bei Umgebungstemperatur und Umgebungsdruck flüssig sind. Hierbei sind etwa Gemische zu nennen, von denen jede enthaltene Verbindung bei Umgebungstemperatur und Umgebungsdruck flüssig ist. Ebenso sind Gemische denkbar, die bei Umgebungstemperatur und Umgebungsdruck flüssig sind und dabei mindestens eine Verbindung enthalten, die beispielsweise bei Umgebungstemperatur und Umgebungsdruck fest oder gasförmig ist, bei Umgebungstemperatur und Umgebungsdruck in dem Gemisch G(i) jedoch gelöst vorliegt.

Im Rahmen einer ebenfalls bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens wird ein Gemisch G(i) eingesetzt, das zu mindestens 99 Gew.-% aus C5-Kohlenwasserstoffen und Kohlenwasserstoffen mit mehr als 5 Kohlenstoffatomen besteht. Neben Cyclopenten können demgemäß mindestens ein weiterer C5-Kohlenwasserstoff oder mindestens ein Kohlenwasserstoff mit mehr als 5 Kohlenstoffatomen oder ein Gemisch aus mindestens einem weiteren C5-Kohlenwasserstoff und mindestens einem Kohlenwasserstoff mit mehr als 5 Kohlenstoffatomen in G(i) enthalten sein.

Demgemäß beschreibt die vorliegende Erfindung auch ein Verfahren, wie oben beschrieben, das dadurch gekennzeichnet ist, dass das Gemisch G(i) mindestens 99 Gew.-% C5-Kohlenwasserstoffe und Kohlenwasserstoffe mit mehr als 5 Kohlenstoffatomen enthält.

Als unter anderem besonders bevorzugte Kohlenwasserstoffe mit mehr als 5 Kohlenstoffatomen werden die entsprechenden, bereits oben im Rahmen der inerten Verbindungen genannten Kohlenwasserstoffe eingesetzt.

Wie bereits oben erwähnt, werden als Eduktgemische G(i) bevorzugt solche Gemische eingesetzt, wie sie in großtechnischen Verfahren anfallen. Im Rahmen der vorliegenden Erfindung sind hierbei Gemische bevorzugt, die zu mindestens 95 Gew.-%, weiter bevorzugt zu mindestens 97 Gew.-% und besonders bevorzugt zu mindestens 99 Gew.-% aus C5-, C6- und C7-Kohlenwasserstoffen bestehen.

Demgemäß betrifft die vorliegende Erfindung auch ein Verfahren, wie oben beschrieben, das dadurch gekennzeichnet ist, dass das Gemisch G(i) zu mindestens 99 Gew.-% C5- und C6- oder C5- und C7- oder C5- und C6- und C7-Kohlenwasserstoffe enthält.

Im Rahmen der vorliegenden Erfindung kann dabei das Gemisch G(i) neben Cyclopenten entweder mindestens einen weiteren C5-Kohlenwasserstoff oder mindestens einen C6-Kohlenwasserstoff oder mindestens einen C7-Kohlenwasserstoff oder ein Gemisch aus mindestens einem weiteren C5-Kohlenwasserstoff und mindestens einem C6-Kohlenwasserstoff oder ein Gemisch aus mindestens einem weiteren C5-Kohlenwasserstoff und mindestens einem C7-Kohlenwasserstoff oder ein Gemisch aus mindestens einem weiteren C5-Kohlenwasserstoff und mindestens einem C6-Kohlenwasserstoff und mindestens einem C7-Kohlenwasserstoff enthalten.

Im Rahmen einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens wird als Eduktgemisch G(i) ein Kohlenwasserstoffgemisch eingesetzt, das aus einem Steamcracker oder einer Raffinerie gewonnen wird und Cyclopenten enthält. In diesem Zusammenhang sind beispielsweise C5-Schnitte aus Steamcracker-Anlagen bevorzugt, die im Wesentlichen nur C5- und C6-Kohlenwasserstoffe enthalten. Kohlenwasserstoffe mit mehr als 6 Kohlenstoffatomen sind in den großtechnisch anfallenden C5-Schnitten nicht enthalten, die neben Cyclopenten beispielsweise 2-Buten, Isopentan, 1-Penten, 2-Methylbuten-1, trans-2-Penten, n-Pentan, cis-2-Penten, 2-Methylbuten-2, Cyclopentan, 2,2-Dimethylbutan, 2-Methylpentan, 3-Methylpentan, n-Hexan und Benzol umfassen. Im Allgemeinen enthält ein C5-Schnitt aus einer Steamcracker-Anlage Cyclopenten im Bereich von 5 bis 60 Gew.-% und bevorzugt im Bereich von 15 bis 50 Gew.-%.

Daher beschreibt die vorliegende Erfindung auch ein Verfahren, wie oben beschrieben, das dadurch gekennzeichnet ist, dass das Gemisch G(i) zu mindestens 99 Gew.-% ein Gemisch aus C5- und C6-Kohlenwasserstoffen enthält.

Erfindungsgemäß kann dieses Gemisch aus im wesentlichen C5- und C6-Kohlenwasserstoffen, das bevorzugt als C5-Schnitt aus einer Steamcracker-Anlage gewonnen wird, als solches eingesetzt werden. Bevorzugt wird das Gemisch aus im wesentlichen C5- und C6-Kohlenwasserstoffen vor der erfindungsgemäßen Umsetzung gemäß Schritt (iii) einer Reinigung unterzogen, bei der wiederum bevorzugt im Vergleich zu Cyclopenten leichter siedende Verbindungen abgetrennt werden. Während hierbei sämtliche denkbaren Methoden einsetzbar sind, ist die destillative Auftrennung des Gemisches bevorzugt.

Im Rahmen der vorliegenden Erfindung werden hierbei bevorzugt Gemische G(i) erhalten, die zu höchstens 10 Gew.-% C5- und/oder C6-Kohlenwasserstoffe enthalten, die leichter sieden als Cyclopenten. Sollte im zu reinigenden Gemisch G(i) gegebenenfalls zusätzlich mindestens ein C4-Kohlenwasserstoff enthalten sein, so werden durch die bevorzugt eingesetzte Destillation bevorzugt Gemische G(i) erhalten, die zu höchstens 10 Gew.-% C4- und/oder C5- und/oder C6-Kohlenwasserstoffe enthalten, die leichter sieden als Cyclopenten. Im Rahmen der vorliegenden Erfindung werden hierbei besonders bevorzugt Gemische G(i) erhalten, die zu höchstens 5 Gew.-%, weiter bevorzugt zu höchstens 3 Gew.-% und besonders bevorzugt zu höchstens 2 Gew.-% C5- und/oder C6-Kohlenwasserstoffe enthalten, die leichter sieden als Cyclopenten. Sollte im zu reinigenden Gemisch G(i) gegebenenfalls zusätzlich mindestens ein C4-Kohlenwasserstoff enthalten sein, so werden durch die bevorzugt eingesetzte Destillation bevorzugt Gemische G(i) erhalten, die zu höchstens 5 Gew.-%, weiter bevorzugt zu höchstens 3 Gew.-% und besonders bevorzugt zu höchstens 2 Gew.-% C4- und/oder C5- und/oder C6-Kohlenwasserstoffe enthalten, die leichter sieden als Cyclopenten.

Demgemäß beschreibt die vorliegende Erfindung auch ein Verfahren, wie oben beschrieben, das dadurch gekennzeichnet ist, dass das Gemisch G(i) mindestens 99 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht des Gemisches G(i), an C5- und C6-Kohlenwasserstoffen und höchstens 2 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht des Gemisches G(i), an im Vergleich zu Cyclopenten leichter siedenden Kohlenwasserstoffen enthält.

Im Rahmen einer ebenfalls bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens wird ein Gemisch G(i) eingesetzt, das zu mindestens 99 Gew.-% aus C5- und C7-Kohlenwasserstoffen besteht. Neben Cyclopenten können demgemäß mindestens ein weiterer C5-Kohlenwasserstoff oder mindestens ein C7-Kohlenwasserstoff oder ein Gemisch aus mindestens einem weiteren C5-Kohlenwasserstoff und mindestens einem C7-Kohlenwasserstoff in G(i) enthalten sein.

Demgemäß beschreibt die vorliegende Erfindung auch ein Verfahren, wie oben beschrieben, das dadurch gekennzeichnet ist, dass das Gemisch G(i) mindestens 99 Gew.-% C5- und C7-Kohlenwasserstoffe enthält.

Als C7-Kohlenwasserstoff sei beispielsweise besonders bevorzugt Toluol genannt.

Im Rahmen einer diesbezüglich bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens wird als Eduktgemisch G(i) ein Kohlenwasserstoffgemisch eingesetzt, das aus Spaltung und Partialhydrierung von Dicyclopentadien in Anwesenheit von Toluol als Lösungsmittel gewonnen wird und Cyclopenten enthält. Bevorzugt wird hierbei zur Partialhydrierung ein 2:1-Gemisch aus Dicyclopentadien und Toluol eingesetzt. Dieses Verfahren ist beispielsweise in der JP 2000053597 A beschrieben, die diesbezüglich durch Bezugnahme in den Kontext der vorliegenden Anmeldung vollumfänglich einbezogen wird.

Die derart erhaltenen Gemische enthalten im allgemeinen Cyclopenten in einem Bereich von 25 bis 75 Gew.-%, bevorzugt in einem Bereich von 35 bis 65 Gew.-% und besonders bevorzugt in einem Bereich von 40 bis 60 Gew.-%. Neben Cyclopenten enthalten die Reaktionsgemische hauptsächlich Cyclopentan und Toluol. Im allgemeinen besteht das aus Spaltung und Partialhydrierung eines Gemisches aus Dicyclopentadien und Toluol gewonnene Gemisch, das als Gemisch G(i) im Rahmen des erfindungsgemäßen Verfahrens eingesetzt werden kann, zu mindestens 99 Gew.-% aus Cyclopenten, Toluol und Cyclopentan.

Das gemäß dieser bevorzugten Ausführungsform erhaltene Gemisch, das zu mindestens 99 Gew.-% aus Cyclopenten, Toluol und Cyclopentan besteht, kann als solches eingesetzt werden.

Gemäß einer weiter bevorzugten Ausführungsform wird das aus der Spaltung und Partialhydrierung eines Gemisches aus Dicyclopentadien und Toluol gewonnene Gemisch vor dem Einsatz als Gemisch G(i) im erfindungsgemäßen Verfahren mindestens einer destillativen Trennung unterzogen, in dem ein Leichtsiedergemisch erhalten wird, das Cyclopenten im allgemeinen im Bereich von 60 bis 95 Gew.-%, bevorzugt im Bereich von 70 bis 90 Gew.-% und besonders bevorzugt im Bereich von 75 bis 85 Gew.-% enthält. Weiter enthält dieses Leichtsiedergemisch Toluol im allgemeinen im Bereich von höchstens 20 Gew.-%, bevorzugt von höchstens 10 Gew.-% und besonders bevorzugt von höchstens 5 Gew.-%, und Cyclopentan im allgemeinen im Bereich von 5 bis 25 Gew.-%, bevorzugt im Bereich von 7 bis 22 Gew.-% und besonders bevorzugt im Bereich von 10 bis 20 Gew.-%. Dieses Leichtsiedergemisch wird dann im erfindungsgemäßen Verfahren als Gemisch G(i) eingesetzt.

Weiter bevorzugt enthält das im Rahmen des erfindungsgemäßen Verfahrens eingesetzte Gemisch G(i) Cyclopenten in einem Bereich von 30 bis 90 Gew.-%, besonders bevorzugt in einem Bereich von 40 bis 90 Gew.-%, weiter besonders bevorzugt in einem Bereich von 45 bis 90 Gew.-% und insbesondere bevorzugt in einem Bereich von 50 bis 85 Gew.-%, jeweils bezogen auf das Gesamtgewicht des Gemisches G(i).

Insbesondere betrifft die vorliegende Erfindung daher auch die Verwendung eines cyclopentenhaltigen Kohlenwasserstoffgemisches als Edukt zur Herstellung von Cyclopentanon, dadurch gekennzeichnet, dass das cyclopentenhaltige Kohlenwasserstoffgemisch entweder der C5-Schnitt einer Steamcracker-Anlage oder das aus der Partialhydrierung von Cyclopentadien erhaltene und Cyclopenten enthaltende Gemisch oder ein Gemisch des C5-Schnittes einer Steamcracker-Anlage und dem aus der Partialhydrierung von Cyclopentadien erhaltenen und Cyclopenten enthaltenden Gemisch ist.

Erfindungsgemäß wird zur Umsetzung gemäß Schritt (iii) ein zu mindestens 20 Vol.-% N2O enthaltendes Gasgemisch G(ii) eingesetzt, wobei im allgemeinen auch reines N2O eingesetzt werden kann, wobei das Gasgemisch G(ii) oder das N2O in flüssiger oder überkritischer Form eingesetzt wird, vorzugsweise in flüssiger Form. Dabei werden Druck und Temperatur vorzugsweise derart gewählt, dass das Gasgemisch in flüssiger oder überkritischer Form vorliegt, besonders bevorzugt in flüssiger Form. Dabei ist es erfindungsgemäß auch möglich, dass das Gasgemisch G(ii) oder das N2O in einem Lösungsmittel absorbiert werden.

Der Begriff „Gasgemisch", wie er im Rahmen der vorliegenden Erfindung verwendet wird, bezeichnet ein Gemisch aus zwei oder mehr Verbindungen, die sich bei Umgebungsdruck und Umgebungstemperatur im gasförmigen Zustand befinden. Bei veränderter Temperatur oder verändertem Druck kann das Gasgemisch auch in einem anderen Aggregatzustand vorliegen, beispielsweise flüssig, und wird im Rahmen der vorliegenden Erfindung weiter als Gasgemisch bezeichnet.

Erfindungsgemäß wird dieses Gasgemisch verflüssigt und dann in flüssiger Form eingesetzt. Dabei kann Distickstoffmonoxid oder das Gasgemisch enthaltend Distickstoffmonoxid mit allen dem Fachmann bekannten Verfahren verflüssigt werden, insbesondere durch geeignete Wahl des Drucks und der Temperatur.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform wird ein mindestens 20 Vol.-% N2O enthaltendes Gasgemisch G(ii) eingesetzt, wobei wiederum bevorzugt Gemische G(ii) mit einem N2O-Gehalt im Bereich von 20 bis 97 Vol.-%, weiter bevorzugt im Bereich von 30 bis 95 Vol.-%, weiter bevorzugt im Bereich von 40 bis 94 Vol.-% und insbesondere bevorzugt im Bereich von 50 bis 93 Vol.-% eingesetzt werden.

Im Rahmen der vorliegenden Erfindung wird die Zusammensetzung der Gasgemische oder der verflüssigten Gasgemische in Vol.-% angegeben. Dabei beziehen sich die Angaben auf die Zusammensetzung der Gasgemische bei Umgebungsdruck und Umgebungstemperatur.

Demgemäß betrifft die vorliegende Erfindung auch ein Verfahren, wie oben beschrieben, das dadurch gekennzeichnet ist, dass das Gemisch G(ii) höchstens 93 Vol.-% N2O enthält.

Wird ein Gasgemisch G(ii) eingesetzt, so kann dieses neben N2O noch mindestens ein weiteres Gas enthalten. Hierbei sind im Wesentlichen sämtliche Gase denkbar, solange gewährleistet ist, dass die Umsetzung von Cyclopenten mit N2O gemäß Schritt (iii) möglich ist. Insbesondere sind demzufolge Gemische G(ii) bevorzugt, die neben N2O mindestens ein Inertgas enthalten. Der Begriff „Inertgas", wie er im Rahmen der vorliegenden Erfindung verwendet wird, bezeichnet ein Gas, das sich hinsichtlich der Umsetzung von N2O mit Cyclopenten inert verhält. Als Inertgase sind beispielsweise Stickstoff, Kohlendioxid, Kohlenmonoxid, Argon, Methan, Ethan und Propan zu nennen.

Ebenso können im Gemisch G(ii) auch Gase enthalten sein, die sich bei der Umsetzung von N2O mit Cyclopenten nicht als Inertgase verhalten. Als solche Gase sind unter anderem NOx oder beispielsweise Sauerstoff zu nennen. Der Begriff „NOx", wie er im Rahmen der vorliegenden Erfindung verstanden wird, bezeichnet sämtliche Verbindungen NaOb außer N2O, wobei a 1 oder 2 ist und b eine Zahl von 1 bis 6. Statt dem Begriff „NOx" wird im Rahmen der vorliegenden Erfindung auch der Begriff „Stickoxide" verwendet. In einem solchen Fall ist es bevorzugt, solche Gemische G(ii) einzusetzen, deren Gehalt an diesen Gasen höchstens 0,5 Vol.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht des Gemisches G(ii), beträgt.

Demgemäß betrifft die vorliegende Erfindung auch ein Verfahren, wie oben beschrieben, das dadurch gekennzeichnet ist, daß das Gemisch G(ii) höchstens 0,5 Vol-% Sauerstoff oder höchstens 0,5 Vol-% Stickoxide oder höchstens sowohl 0,5 Vol-% Sauerstoff als auch 0,5 Vol-% Stickoxide, jeweils bezogen auf das Gesamtvolumen des Gemisches G(ii), enthält. Ein Wert von beispielsweise 0,5 Vol.-% bezeichnet hierbei einen Gesamtgehalt aller möglichen Stickoxide außer N2O von 0,5 Vol.-%.

Grundsätzlich kann die Zusammensetzung der Gemische im Rahmen der vorliegenden Erfindung auf jede dem Fachmann bekannte Weise bestimmt werden. Die Zusammensetzung der Gasgemische G(ii) wird im Rahmen der vorliegenden Erfindung gaschromatographisch bestimmt. Sie kann jedoch auch mittels UV-Spektroskopie, IR-Spektroskopie oder nasschemisch bestimmt werden.

Erfindungsgemäß wird das Gasgemisch G(ii) in flüssiger oder überkritischer Form eingesetzt, vorzugsweise in flüssiger Form. Dabei ist es erfindungsgemäß möglich, dass das Gasgemisch (ii) vor der Verflüssigung einer Behandlung unterzogen wird, um die Konzentration von inerten und störenden Verbindungen im Gasgemisch G(ii) zu reduzieren.

Diese Behandlung kann erfindungsgemäß beispielsweise eine Absorption des Gasgemisches in einem geeigneten Lösungsmittel und anschließende Desorption umfassen, um inerte Verbindungen aus dem Gasgemisch zu entfernen. Ein geeignetes Lösungsmittel ist beispielsweise Wasser, wie in der DT 20 40 219 beschrieben.

Erfindungsgemäß kann die Behandlung des Gasgemisches auch einen Reinigungsschritt zur Abtrennung von NOx aus dem Gasgemisch umfassen. Derartige Verfahren zur Abtrennung von NOx sind grundsätzlich aus dem Stand der Technik bekannt. Erfindungsgemäß können alle dem Fachmann bekannten Verfahren zur Abtrennung von NOx eingesetzt werden.

Insbesondere ist es im Rahmen der vorliegenden Erfindung möglich, Gasgemische G(ii) einzusetzen, die aus großtechnischen Verfahren erhalten werden. Sollten demgemäß diese Gemische G(ii) mehr als 0,5 Vol.-% Sauerstoff und/oder Stickoxide enthalten, so können diese im Allgemeinen im erfindungsgemäßen Verfahren eingesetzt werden. Bevorzugt werden diese Gemische G(ii), wie auch solche Gemische G(ii) ähnlicher Zusammensetzung, die nicht aus großtechnischen Verfahren erhalten werden, vor dem Einsatz im erfindungsgemäßen Verfahren mindestens einem Reinigungsschritt unterworfen, in dem der Gehalt an Sauerstoff und/oder Stickoxiden auf höchstens 0,5 Vol.-% eingestellt wird.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird als Gasgemisch G(ii) mindestens ein N2O enthaltendes Abgas eines chemischen Verfahrens eingesetzt.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist die Distickstoffmonoxidquelle mindestens ein Distickstoffmonoxid enthaltendes Abgas eines chemischen Verfahrens. Im Rahmen der vorliegenden Erfindung sind auch Ausführungsformen umfasst, bei denen mindestens zwei Stickstoffmonoxid enthaltende Abgase einer einzigen Anlage als Distickstoffmonoxidquelle dienen. Ebenso sind Ausführungsformen umfasst, bei denen mindestens ein Distickstoffmonoxid enthaltendes Abgas einer Anlage und mindestens ein weiteres Distickstoffmonoxid enthaltendes Abgas mindestens einer weiteren Anlage als Distickstoffmonoxidquelle dienen.

Demgemäß betrifft die vorliegende Erfindung auch ein wie oben beschriebenes Verfahren, das dadurch gekennzeichnet ist, dass als Distickstoffmonoxidquelle mindestens ein Distickstoffmonoxid enthaltendes Abgas mindestens eines industriellen Verfahrens dient.

Ebenso kann im Rahmen des erfindungsgemäßen Verfahrens Distickstoffmonoxid zum Einsatz im Verfahren gezielt hergestellt werden. Bevorzugt wird dabei unter anderem die Herstellung über die thermische Zersetzung von NH4NO3, wie dies beispielsweise in der US 3,656,899 beschrieben ist, deren diesbezüglicher Inhalt durch Bezugnahme in den Kontext der vorliegenden Anmeldung vollumfänglich aufgenommen wird. Ebenfalls bevorzugt wird weiter die Herstellung über die katalytische Oxidation von Ammoniak, wie dies beispielsweise in der US 5,849,257 oder in der WO 98/25698 beschrieben ist, deren diesbezüglicher Inhalt durch Bezugnahme in den Kontext der vorliegenden Anmeldung vollumfänglich aufgenommen wird.

Der Begriff "Distickstoffmonoxidquelle" bezeichnet im Rahmen der vorliegende Erfindung sowohl Ausführungsformen, in denen das genannte Abgas in unmodifizierter Form in der erfindungsgemäßen Umsetzung von Cyclopenten eingesetzt wird, als auch Ausführungsformen, in denen mindestens eines der genannten Abgase einer Modifikation unterworfen wird.

Der Begriff "Modifikation", wie er in diesem Zusammenhang im Rahmen der vorliegenden Erfindung verwendet wird, bezeichnet jedes geeignete Verfahren, mit dem die chemische Zusammensetzung eines Abgases verändert wird. Demgemäß umfasst der Begriff "Modifikation" unter anderem Ausführungsformen, in denen ein Distickstoffmonoxid enthaltendes Abgas bezüglich des Distickstoffmonoxidgehaltes gemäß mindestens eines geeigneten Verfahrens aufkonzentriert wird. Solche Verfahren sind beispielsweise in der DE-OS 27 32 267, der EP 1 076 217 A2 oder der WO 00/73202 A1 beschrieben, deren diesbezüglicher Inhalt durch Bezugnahme in den Kontext der vorliegenden Anmeldung vollumfänglich einbezogen wird.

Erfindungsgemäß ist es dabei bevorzugt, dass das Abgas einer Behandlung umfassend eine Absorption in einem geeigneten Lösungsmittel und anschließende Desorption unterworfen wird, um inerte Verbindungen zu entfernen. Ein geeignetes Lösungsmittel ist beispielsweise Wasser, wie in der DT 20 40 219 beschrieben.

Gemäß einer beispielsweise bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens ist es zur Aufkonzentrierung möglich, das oben genannte, Distickstoffmonoxid enthaltende Abgas mindestens einer Adsorptionskolonne zuzuführen und das Distickstoffmonoxid in mindestens einem organischen Lösungsmittel einzulösen. Als Lösungsmittel ist hierfür beispielsweise Cyclopenten geeignet. Diese erfindungsgemäße Verfahrensvariante bietet den Vorteil, dass die resultierende Lösung von Distickstoffmonoxid in Cyclopenten ohne weitere Aufarbeitung der erfindungsgemäßen Umsetzung zugeführt werden kann. Diese Lösung von Distickstoffmonoxid in Cyclopenten kann Distickstoffmonoxid in sämtlichen denkbaren Konzentrationen bis hin zur Sättigung enthalten. Gemäß anderer Ausführungsformen kann mindestens ein weiteres Lösungsmittel oder ein Gemisch aus Cyclopenten und mindestens einem weiteren Lösungsmittel zur Adsorption verwendet werden. Solche weiteren Lösungsmittel sind beispielsweise alle geeigneten gängigen organischen Lösungsmittel. Bevorzugte Lösungsmittel sind unter anderem N-Methylpyrrolidon, Dimethylformamid, Dimethylsulfoxid, Propylencarbonat, Sulfolan oder N,N-Dimethylacetamid. Wird mindestens ein weiteres Lösungsmittel oder ein Gemisch aus Cyclopenten und mindestens einem weiteren Lösungsmittel eingesetzt, so wird gemäß einer weiter bevorzugten Ausführungsform aus der mit Distickstoffmonoxid angereicherten Lösung in mindestens einem geeigneten Desorptionsschritt das Distickstoffmonoxid zumindest teilweise, bevorzugt im wesentlichen vollständig gewonnen und der erfindungsgemäßen Umsetzung zugeführt.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform kann die chemische Zusammensetzung eines Abgases auch durch Zusatz von reinem Distickstoffmonoxid zu dem Abgas verändert werden.

Gemäß einer weiter bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung stammt das mindestens eine Distickstoffmonoxid enthaltende Abgas aus einer Adipinsäureanlage, einer Dodecandisäureanlage, einer Hydroxylaminanlage und/oder einer Salpetersäureanlage, wobei letztere wiederum bevorzugt mit mindestens einem Abgas einer Adipinsäureanlage, einer Dodecandisäureanlage oder einer Hydroxylaminanlage betrieben wird.

Gemäß einer ganz besonders bevorzugten Ausführungsform wird als Gasgemisch G(ii) der Abgasstrom einer Adipinsäureanlage eingesetzt, bei der durch Oxidation von Cyclohexanol/Cyclohexanon-Gemischen mit Salpetersäure pro Mol gebildeter Adipinsäure im Allgemeinen 0,8 bis 1,0 mol N2O gebildet werden. Wie beispielsweise in A. Uriate et al., Stud. Surf. Sci. Catal. 130, S. 743-748 (2000) beschrieben, enthalten die Abgase von Adipinsäureanlagen jedoch in unterschiedlichen Konzentrationen noch weitere Bestandteile wie unter anderem Stickstoff, Sauerstoff, Kohlendioxid, Kohlenmonoxid, Stickoxide, Wasser und flüchtige organische Verbindungen.

Wie bereits oben beschrieben, kann ein solcher Abgasstrom einer Adipinsäureanlage direkt in dem erfindungsgemäßen Verfahren eingesetzt werden. Bevorzugt wird der Abgasstrom gereinigt. Dazu sind beispielsweise sämtliche Verfahren denkbar, die es ermöglichen, den Gehalt des Abgasstroms an Sauerstoff und/oder Stickoxiden auf jeweils höchstens 0,5 Vol.-% einzustellen. In der oben zitierten Schrift von A. Uriate et al. werden verschiedene Möglichkeiten offenbart, wie ein solcher Abgasstrom zur Verwendung bei der katalytischen Benzolhydroxylierung gereinigt werden kann. Es werden Absorptionsverfahren wie beispielsweise Druckwechselabsorption, Membrantrennverfahren, Tieftemperaturdestillation oder eine Kombination aus selektiver katalytischer Reduktion mit Ammoniak, gefolgt von der katalytischen Entfernung von Sauerstoff beschrieben. Sämtliche dieser Reinigungsmethoden sind auch anwendbar, um den Abgasstrom einer Adipinsäureanlage, der im erfindungsgemäßen Verfahren eingesetzt wird, zu reinigen.

Besonders bevorzugt wird im Rahmen der vorliegenden Erfindung der Abgasstrom einer Adipinsäureanlage im Falle, dass dieser Sauerstoff und/oder Stickoxide zu jeweils mehr als 0,5 Vol.-% enthält, aufgereinigt. Bevorzugt erfolgt diese Aufreinigung destillativ.

Gemäß einer ebenfalls bevorzugten Ausführungsform wird als Gasgemisch G(ii) der Abgasstrom einer Dodecandisäureanlage eingesetzt. Bei dieser Dodecandisäureanlage handelt es sich verglichen mit der Adipinsäureanlage um den im Wesentlichen identischen Anlagentyp.

Eine beispielsweise typische Zusammensetzung eines Abgases einer Dodecandisäureanlage oder einer Adipinsäureanlage ist in der folgenden Tabelle wiedergegeben:

Der Abgasstrom einer Dodecandisäureanlage kann direkt in dem erfindungsgemäßen Verfahren eingesetzt werden. Bevorzugt wird der Abgasstrom der Dodecandisäureanlage vor dem Einsatz im erfindungsgemäßen Verfahren gereinigt. Dabei wird beispielsweise vorteilhaft der Gehalt des Abgasstroms an Sauerstoff und/oder Stickoxiden auf Gehalte im Bereich von jeweils höchstens 0,5 Vol.-%, also 0 bis 0,5 Vol.-% eingestellt. In der oben zitierten Schrift von A. K. Uriarte et al. werden verschiedene Möglichkeiten offenbart, wie ein solcher Abgasstrom zur Verwendung bei der katalytischen Benzolhydroxylierung gereinigt werden kann. Es werden Absorptionsverfahren wie beispielsweise Druckwechselabsorption, Membran-Trennverfahren, Tieftemperaturdestillation oder eine Kombination aus selektiver katalytischer Reduktion mit Ammoniak, gefolgt von der katalytischen Entfernung von Sauerstoff beschrieben. Sämtliche dieser Reinigungsmethoden sind auch anwendbar, um den Distickstoffmonoxid enthaltenden Abgasstrom einer industriellen Anlage wie beispielsweise einer Dodecandisäureanlage oder einer Adipinsäureanlage oder einer Salpetersäureanlage zu reinigen. Ganz besonders bevorzugt sind die destillative Reinigung und damit die destillative Aufkonzentrierung des Abgasstroms einer Dodecandisäureanlage oder einer Adipinsäureanlage oder einer Salpetersäureanlage.

Besonders bevorzugt wird im Rahmen der vorliegenden Erfindung der Abgasstrom einer Dodecandisäureanlage im Falle, dass dieser Sauerstoff und/oder Stickoxide zu jeweils mehr als 0,5 Vol.-% enthält, aufgereinigt.

Gemäß einer ebenfalls bevorzugten Ausführungsform wird als Gasgemisch G(ii) der Abgasstrom einer Salpetersäureanlage eingesetzt, die ganz oder teilweise mit Distickstoffmonoxid und Stickoxide enthaltenden Abgasen aus anderen Verfahren gespeist wird. In derartigen Salpetersäureanlagen werden Stickoxide adsorbiert und zum größten Teil zu Salpetersäure umgesetzt, während Distickstoffmonoxid nicht umgesetzt wird. Beispielsweise kann eine derartige Salpetersäureanlage durch Stickoxide, die durch gezielte Verbrennung von Ammoniak hergestellt werden, und durch Abgase einer Adipinsäureanlage und/oder durch Abgase einer Dodecandisäureanlage gespeist werden. Ebenso ist es möglich, eine derartige Salpetersäureanlage allein durch Abgase einer Adipinsäureanlage und/oder durch Abgase einer Dodecandisäureanlage zu speisen.

Die Abgase von derartigen Salpetersäureanlagen enthalten grundsätzlich in unterschiedlichen Konzentrationen noch weitere Bestandteile wie unter anderem Stickstoff, Sauerstoff, Kohlendioxid, Kohlenmonoxid, Stickoxide, Wasser und flüchtige organische Verbindungen.

Eine beispielsweise typische Zusammensetzung eines Abgases einer derartigen Salpetersäureanlage ist in der folgenden Tabelle wiedergegeben:

Der Abgasstrom einer Salpetersäureanlage kann direkt in dem erfindungsgemäßen Verfahren eingesetzt werden. Bevorzugt wird der Abgasstrom der Salpetersäureanlage vor dem Einsatz im erfindungsgemäßen Verfahren gereinigt. Dabei wird beispielsweise vorteilhaft der Gehalt des Abgasstroms an Sauerstoff und/oder Stickoxiden auf Gehalte im Bereich von höchstens 0,5 Vol.-%, also von jeweils 0 bis 0,5 Vol.-% eingestellt. Geeignete Verfahren, mit denen diese Werte einstellbar sind, sind obenstehend im Rahmen der Adipinsäureanlage und Dodecandisäureanlage beschrieben. Ganz besonders bevorzugt sind auch im Rahmen der Abgase der Salpetersäureanlage die destillative Reinigung und damit die destillative Aufkonzentrierung.

Besonders bevorzugt wird im Rahmen der vorliegenden Erfindung der Abgasstrom einer Salpetersäureanlage im Falle, dass dieser Sauerstoff und/oder Stickoxide zu jeweils mehr als 0,5 Vol.-% enthält, aufgereinigt.

Gemäß einer ebenfalls bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens wird als Gasgemisch G(ii) der Abgasstrom einer Hydroxylaminanlage eingesetzt, bei der beispielsweise zunächst Ammoniak mit Luft oder Sauerstoff zu NO oxidiert wird, wobei kleine Mengen an Distickstoffmonoxid als Nebenprodukt gebildet werden.

Das NO wird anschließend mit Wasserstoff zu Hydroxylamin hydriert. Nachdem Distickstoffmonoxid unter den Hydrierbedingungen inert ist, reichert es sich im Wasserstoffkreis an. In bevorzugten Verfahrensführungen enthält der Purge-Strom einer Hydroxylaminanlage Distickstoffmonoxid im Bereich von 9 bis 13 Vol.-% in Wasserstoff. Bevorzugt wird dieser Strom vor dem Einsatz im erfindungsgemäßen Verfahren bezüglich des Distickstoffmonoxidgehaltes, geeignet aufkonzentriert.

Demgemäß beschreibt die vorliegende Erfindung auch ein wie oben beschriebenes Verfahren, das dadurch gekennzeichnet ist, dass als Gasgemisch G(ii) das Abgas einer Adipinsäureanlage und/oder einer Dodecandisäureanlage und/oder einer Hydroxylaminanlage und/oder einer mit dem Abgas einer Adipinsäureanlage und/oder einer Dodecandisäureanlage und/oder einer Hydroxylaminanlage betriebenen Salpetersäureanlage eingesetzt wird.

Demgemäß beschreibt die vorliegende Erfindung auch die Verwendung eines cyclopentenhaltigen Kohlenwasserstoffgemisches als Edukt zur Herstellung von Cyclopentanon, die dadurch gekennzeichnet ist, dass das cyclopentenhaltige Kohlenwasserstoffgemisch entweder der C5-Schnitt einer Steamcracker-Anlage oder das aus der Partialhydrierung von Cyclopentadien erhaltene und Cyclopenten enthaltende Gemisch oder ein Gemisch des C5-Schnittes einer Steamcracker-Anlage und dem aus der Partialhydrierung von Cyclopentadien erhaltenen und Cyclopenten enthaltenden Gemisch ist, und die weiter dadurch gekennzeichnet ist, dass zur Umsetzung der Abgasstrom einer Adipinsäureanlage und/oder einer Dodecandisäureanlage und/oder einer Hydroxylaminanlage und/oder einer mit dem Abgas einer Adipinsäureanlage und/oder einer Dodecandisäureanlage und/oder einer Hydroxylaminanlage betriebenen Salpetersäureanlage eingesetzt wird.

Ebenso beschreibt die vorliegende Erfindung auch die Verwendung, wie oben beschrieben, die dadurch gekennzeichnet ist, dass der Gehalt des Abgasstroms der Adipinsäureanlage und/oder der Dodecandisäureanlage und/oder der Hydroxylaminanlage und/oder der mit dem Abgas einer Adipinsäureanlage und/oder einer Dodecandisäureanlage und/oder einer Hydroxylaminanlage betriebenen Salpetersäureanlage an Sauerstoff und/oder Stickoxiden vor der Umsetzung mit dem Kohlenwasserstoffgemisch auf jeweils höchstens 0,5 Vol.-%, bezogen auf das Gesamtvolumen des Abgasstroms, eingestellt wurde.

Die Umsetzung gemäß Schritt (iii) kann generell gemäß sämtlicher Verfahrensführungen erfolgen, bei denen aus dem Gemisch G(i) und dem Gemisch G(ii) Cyclopentanon entsteht. Insbesondere sind kontinuierliche Verfahrensführungen und Fahrweisen der Umsetzung als Batch-Reaktion möglich.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform erfolgt die Umsetzung gemäß Schritt (iii) in Batchfahrweise. Wiederum bevorzugt wird hierbei das Gemisch G(i) in einem geeigneten Reaktionsgefäß vorgelegt. Nachdem die Umsetzung, wie unten beschrieben, bevorzugt bei höheren Drücken als Atmosphärendruck erfolgt, wird als Reaktionsgefäß bevorzugt ein Autoklav verwendet.

Das Gemisch G(i) wird im Allgemeinen bei Temperaturen im Bereich von 0 bis 320 °C, bevorzugt im Bereich von 180 bis 300 °C und besonders bevorzugt im Bereich von 200 bis 290 °C vorgelegt. Die Drücke liegen im Allgemeinen im Bereich von 1 bis 500 bar, bevorzugt im Bereich von 10 bis 365 bar und besonders bevorzugt im Bereich von 25 bis 250 bar.

Nachdem das Gemisch G(i) bei den oben angegebene Temperaturen und Drücken vorgelegt wurde, wird es mit dem Gemisch G(ii) in Kontakt gebracht, wobei die im Reaktionsgefäß vorhandene Luft vor dem Inkontaktbringen durch eine geeignete Maßnahme zumindest teilweise entfernt werden kann. Bevorzugt wird das Reaktionsgefäß mit mindestens einem Gas oder Gasgemisch gespült, wobei beispielsweise mit Stickstoff oder einem anderen geeigneten Inertgas oder einem Gemisch aus zwei oder mehr dieser Gase gespült werden kann. Besonders bevorzugt wird als Spülgas Stickstoff verwendet.

Das Gemisch G(i) und das Gemisch (ii) beziehungsweise das reine N2O werden in Mengen eingebracht, bei denen das molare Verhältnis von Cyclopenten zu N2O im allgemeinen im Bereich von 0,05 bis 5, bevorzugt im Bereich von 0,5 bis 3 und besonders bevorzugt im Bereich von 0,9 bis 1,5 liegt.

Zum Inkontaktbringen der Gemische G(i) und G(ii) wird das Gemisch G(ii) im Allgemeinen mit einem Druck im Bereich von 5 bis 500 bar, bevorzugt im Bereich von 10 bis 365 bar und besonders bevorzugt im Bereich von 25 bis 250 bar in das Reaktionsgefäß eingebracht. Die Temperaturen, bei denen das Inkontaktbringen erfolgt, werden hierbei durch geeignete Maßnahmen derart eingestellt, dass die Umsetzung des im Gemisch G(i) enthaltenen Cyclopenten mit dem im Gemisch G(ii) enthaltenen N2O bevorzugt in flüssiger oder überkritischer Phase stattfindet. Demgemäß liegen die Temperaturen, bei denen die Umsetzung stattfindet, im Allgemeinen im Bereich von 150 bis 320 °C, bevorzugt im Bereich von 180 bis 300 °C und besonders bevorzugt im Bereich von 200 bis 290 °C.

Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens wird zunächst das Gemisch G(ii) bei den oben angegebenen Drücken in das Reaktionsgefäß eingebracht und anschließend die Temperatur im Reaktionsgefäß mit einer Rate von im allgemeinen 1 bis 10 °C/min, bevorzugt von 1,5 bis 5 °C/min und besonders bevorzugt von 2 bis 4 °C/min erhöht.

Ist die Temperatur soweit erhöht, dass die oben angegebene, zur Umsetzung erforderlichen Temperatur erreicht ist, wird diese Temperatur im allgemeinen für einen Zeitraum im Bereich von 1 bis 48 h, bevorzugt im Bereich von 2 bis 30 h und besonders bevorzugt im Bereich von 5 bis 25 h aufrechterhalten. Dabei ist es denkbar, die Temperatur nicht konstant zu halten, sondern in den oben angegebenen Grenzen geeignet zu variieren.

Demgemäß betrifft die vorliegende Erfindung auch ein Verfahren, wie oben beschrieben, das dadurch gekennzeichnet ist, dass der Schritt (iii) mindestens folgende Stufen (a) bis (d) umfaßt:

  • (a) Einbringen des Gemisches G(i) in ein Reaktionsgefäß bei einer Temperatur im Bereich von 0 bis 320 °C und einem Druck im Bereich von 1 bis 500 bar;
  • (b) Inkontaktbringen des Gemisches G(i) in dem Reaktionsgefäß mit dem Gemisch G(ii) bei einem Druck im Bereich von 5 bis 500 bar;
  • (c) Erhöhen der Temperatur des gemäß (b) erhaltenen Gemisches mit einer Rate im Bereich von 1 bis 10 °C/min auf eine Temperatur im Bereich von 150 bis 320 °C;
  • (d) Halten der gemäß (c) eingestellten Temperatur für einen Zeitraum im Bereich von 0,1 bis 48 h.

Nach erfolgter Umsetzung des Cyclopenten mit N2O wird das sich im Reaktionsgefäß unter Druck befindliche Gemisch abgekühlt. Das Innere des Reaktionsgefäßes wird dabei gleichzeitig oder nach der Abkühlung oder sowohl während und nach der Abkühlung entspannt.

Neben der oben beschriebenen Umsetzung in einem Batchreaktor kann das erfindungsgemäße Verfahren grundsätzlich in jedem anderen dafür geeigneten Reaktor durchgeführt werden. Ebenso ist die Kombination aus zwei oder mehr gleichen oder verschiedener Reaktoren möglich. Unter anderem kann die Umsetzung gemäß (iii) beispielsweise in mindestens einer Blasensäule durchgeführt werden. Bevorzugt wird die Umsetzung gemäß (iii) in mindestens einem kontinuierlichen Reaktor durchgeführt. Beispielsweise kann die Umsetzung gemäß (iii) in einem CSTR (continuous stirred tank reactor) oder in einer CSTR-Kaskade erfolgen. Weiter bevorzugt ist mindestens einer der mindestens einen kontinuierlichen Reaktoren ein kontinuierlicher Rohrreaktor.

Demgemäß betrifft die vorliegende Erfindung auch ein Verfahren, wie oben beschrieben, das dadurch gekennzeichnet ist, dass gemäß Schritt (iii) die Gemische G(i) und G(ii) in einem kontinuierlichen Reaktor, insbesondere in einem kontinuierlichen Rohrreaktor in Kontakt gebracht werden.

In einer weiter bevorzugten Ausführungsform ist mindestens einer der erfindungsgemäß eingesetzten kontinuierlichen Rohrreaktoren ein Rohrbündelreaktor.

Die Gemische G(i) und G(ii) können im Wesentlichen unter sämtlichen geeigneten Reaktionsbedingungen in den kontinuierlichen Reaktoren in Kontakt gebracht werden, die es erlauben, daß Cyclopenten mit N2O zu Cyclopentanon reagiert und unter denen das Gemisch G(ii) in flüssiger oder überkritischer Form vorliegt. Insbesondere bevorzugt werden die Reaktionsbedingungen in dem mindestens einen kontinuierlichen Reaktor so gewählt, dass die Umsetzung gemäß (iii) in flüssiger oder überkritischer Phase erfolgt. Weiter bevorzugt sind Reaktionsbedingungen, bei denen der gesamte Reaktorinhalt flüssig ist. Unter dem Begriff „Reaktorinhalt" werden dabei die Gemische G(i) und G(ii) verstanden, nachdem sie in den Reaktor eingebracht wurden, sowie die aus diesen Gemischen resultierende Mischung. Insbesondere bevorzugt werden die Gemische G(i) und G(ii) getrennt voneinander in den Reaktor eingeführt.

Demgemäß betrifft die vorliegende Erfindung auch ein Verfahren, wie oben beschrieben, das dadurch gekennzeichnet ist, dass der kontinuierliche Reaktor, insbesondere der kontinuierliche Rohrreaktor während der Umsetzung gemäß (iii) im wesentlichen ausschließlich mit Flüssigkeit gefüllt ist.

Ebenso betrifft die vorliegende Erfindung ein Verfahren wie oben beschrieben, das dadurch gekennzeichnet ist, dass sich der Reaktorinhalt im kontinuierlichen Reaktor, insbesondere im kontinuierlichen Rohrreaktor während der Umsetzung gemäß (iii) im Wesentlichen in überkritischer Phase befindet.

Ganz besonders bevorzugt werden die Reaktionsbedingungen so gewählt, dass das sich im Reaktor befindliche Gemisch homogen und einphasig ist.

Das Gemisch G(i) wird im allgemeinen bei Temperaturen im Bereich von 0 bis 320 °C, bevorzugt im Bereich von 180 bis 300 °C und besonders bevorzugt im Bereich von 200 bis 290 °C in den kontinuierlichen Reaktor eingebracht, wobei die Drücke im allgemeinen im Bereich von 1 bis 500 bar, bevorzugt im Bereich von 10 bis 365 bar und besonders bevorzugt im Bereich von 25 bis 300 bar liegen.

Das Gemisch G(ii) wird im allgemeinen bei Temperaturen im Bereich von 0 bis 320 °C, bevorzugt im Bereich von 180 bis 300 °C und besonders bevorzugt im Bereich von 200 bis 290 °C in den kontinuierlichen Reaktor eingebracht, wobei die Drücke im allgemeinen im Bereich von 5 bis 500 bar, bevorzugt im Bereich von 10 bis 365 bar und besonders bevorzugt im Bereich von 25 bis 300 bar liegen.

Im kontinuierlichen Reaktor werden die Gemische G(i) und G(ii) in Kontakt gebracht. Das Gemisch G(i) und das Gemisch (ii) beziehungsweise das reine N2O werden in solchen Verhältnissen eingesetzt, bei denen das molare Verhältnis von Cyclopenten zu N2O im allgemeinen im Bereich von 0,05 bis 10, bevorzugt im Bereich von 0,5 bis 7 und besonders bevorzugt im Bereich von 1 bis 5 liegt.

Ebenso ist es im Rahmen der vorliegenden Erfindung jedoch möglich, das Gemisch G(ii) und das Gemisch G(i) oder einen Teil des Gemischs G(i) zu mischen und dieses Gemisch in den Reaktor einzuführen. Erfindungsgemäß werden das Gemisch G(ii) und das Gemisch G(i) oder einen Teil des Gemischs G(i) bei Temperaturen gemischt, bei denen keine Reaktion stattfindet. Vorzugsweise erfolgt das Mischen bei einer Temperatur im Bereich von 80 bis 200°C, bevorzugt im Bereich von 90 bis 150°C, insbesondere im Bereich von 100 bis 120 °C.

Die Umsetzung des im Gemisch G(i) enthaltenen Cyclopenten mit dem im Gemisch G(ii) enthaltenen N2O in dem mindestens einen kontinuierlichen Reaktor erfolgt bei Temperaturen im allgemeinen im Bereich von 150 bis 320 °C, bevorzugt im Bereich von 180 bis 300 °C und besonders bevorzugt im Bereich von 200 bis 290 °C. Die Drücke im kontinuierlichen Reaktor liegen dabei im allgemeinen im Bereich von 5 bis 500 bar, bevorzugt im Bereich von 10 bis 400 bar und besonders bevorzugt im Bereich von 100 bis 365 bar.

Die Verweilzeit des Reaktionsgemisches im kontinuierlichen Reaktor liegt im Allgemeinen im Bereich von 0,1 bis 48 h, bevorzugt im Bereich von 0,2 bis 5 h und besonders bevorzugt im Bereich von 0,3 bis 2,5 h. Dabei ist es denkbar, die Temperatur oder den Druck oder beide im Reaktor nicht konstant zu halten, sondern in den oben angegebenen Grenzen geeignet zu variieren.

Demgemäß beschreibt die vorliegende Erfindung auch ein Verfahren, wie oben beschrieben, das dadurch gekennzeichnet ist, dass der Schritt (iii) mindestens folgende Stufen (aa) bis (dd) umfasst:

  • (aa) Einbringen des Gemisches G(i) in einen kontinuierlichen Reaktor bei einer Temperatur im Bereich von 0 bis 320 °C und einem Druck im Bereich von 1 bis 500 bar;
  • (bb) Einbringen des Gemisches G(ii) in den kontinuierlichen Reaktor bei einer Temperatur im Bereich von 0 bis 320 °C und einem Druck im Bereich von 5 bis 500 bar;
  • (cc) Inkontaktbringen des Gemisches G(i) mit dem Gemisch G(ii) in dem kontinuierlichen Reaktor bei einer Temperatur im Bereich von 100 bis 320 °C und einem Druck im Bereich von 5 bis 500 bar;
  • (dd) Umsetzung der Gemische G(i) und G(ii) während einer Verweilzeit der Reaktionsmischung in dem kontinuierlichen Reaktor im Bereich von 0,1 bis 48 h.

Wie bereits ausgeführt ist es im Rahmen der vorliegenden Erfindung auch möglich, die Gemische G(i) und G(ii) vor dem Einbringen in den Reaktor zu Mischen. Daher betrifft die vorliegende Erfindung gemäß einer alternativen Ausführungsform auch ein Verfahren wie oben beschrieben, das dadurch gekennzeichnet ist, dass der Schritt (iii) mindestens folgende Stufen (aa') bis (dd') umfasst:

  • (aa') Mischen des Gemischs G(i) oder eines Teils des Gemischs G(i) mit dem Gemisch G(ii) bei einer Temperatur von 80 bis 200°C;
  • (bb') Einbringen der gemäß Schritt (aa') erhaltenen Mischung und gegebenenfalls weiteren Gemischs G(i) in einen kontinuierlichen Reaktor bei einer Temperatur im Bereich von 0 bis 320 °C und einem Druck im Bereich von 5 bis 500 bar;
  • (cc') Erhöhen der Temperatur des gemäß (bb') erhaltenen Gemisches auf eine Temperatur im Bereich von 100 bis 320 °C;
  • (dd') Halten der gemäß (cc') eingestellten Temperatur für einen Zeitraum im Bereich von 0,1 bis 48 h.

Durch das erfindungsgemäße Verfahren gemäß der oben beschriebenen Verfahrensführungen unter Verwendung der Gemische G(i) und G(ii) werden Cyclopentenumsätze erreicht, die im allgemeinen bei mindestens 10 %, bevorzugt bei mindestens 20%, insbesondere bei mindestens 30 % und weiter bevorzugt bei mindestens 50 % liegen. Die Obergrenze der Umsätze liegt im Allgemeinen bei 90%, insbesondere bei 98 %, bevorzugt bei 99 % und besonders bevorzugt bei 99,9 %.

Die Cyclopentanonselektivitäten der Umsetzung bezüglich Cyclopenten liegen hierbei im Allgemeinen im Bereich von 92 bis 99,5 %.

Demgemäß beschreibt die vorliegende Erfindung auch ein Verfahren, wie oben beschrieben, das dadurch gekennzeichnet ist, dass das eingesetzte Cyclopenten im Bereich von 10 bis 99,9 %, bezogen auf die eingesetzte Gesamtmenge an Cyclopenten, mit einer Cyclopentanonselektivität bezüglich Cyclopenten im Bereich von 92 bis 99,5 umgesetzt wird.

Das gemäß Schritt (iii) erhaltene und Cyclopentanon enthaltende Gemisch kann im weiteren gemäß sämtlicher geeigneter Verfahren zur Gewinnung des Cyclopentanons aufgearbeitet werden. Besonders bevorzugt sind hierbei destillative Verfahren zu nennen.

In den nachfolgenden Beispielen wird die Erfindung näher erläutert.

Beispiel 1: Oxidation von Cyclopenten/Cyclopentan zu Cyclopentanon

Aus entsprechenden Vorlagebehältern werden 2000 g/h eines ca. 1:1 Gemisches Cyclopenten/Cyclopentan (davon 400 g/h frisch und 1600 g/h rückgeführtes Edukt, Cyclopenten/Cyclopentan 1:1) und 140 g/h eines flüssigen Gemisches mit 93,5 Gew.-% N2O über einen statischen Mischer in einen Rohrreaktor (Doppelmantelrohr, gewickelt, Innendurchmesser 6 mm, Länge 85 m) gepumpt. Das Rohr wird durch Umpumpen von Wärmeträgeröl im Mantel auf 280°C thermostatisiert. Der Reaktorinnendruck wird auf 300 bar geregelt. Nach Passieren der Reaktionszone wird das Reaktionsgemisch in zwei Flashbehältern zunächst auf 16 bar und anschließend auf 5 bar entspannt, um gebildeten N2, unumgesetztes N2O und im N2O enthaltene Inerte (hauptsächlich N2 und CO2) abzuführen.

Das flüssige Produkt wird dann in einer Kolonne mit mindestens 27 theoretischen Trennstufen bei 1 bar destilliert (TSumpf=79°C, TKopf=46°C). Als Kopfprodukt erhält man im Mittel 1600 g/h unumgesetztes Cyclopenten im Gemisch (ca. 1:1) mit Cyclopentan, das wieder in die Reaktion zurückgeführt wird. Der Sumpfaustrag, der zu ca. 50 Cyclopentanon (Rohcyclopentanon) und ca. 50 % Cyclopentan enthält, wird in ein Produktfass überführt.

Es werden im Mittel 237 g/h Rohcyclopentanon erhalten, das in einer weiteren Destillation noch vom Cyclopentan getrennt werden muss. Die Selektivität zu Cyclopentanon beträgt 96% (bezogen auf umgesetztes Cyclopenten).


Anspruch[de]
  1. Verfahren zur Herstellung von Cyclopentanon, mindestens umfassend folgende Schritte (i) bis (iii):

    (i) Bereitstellen eines Cyclopenten enthaltenden Gemisches G(i);

    (ii) Bereitstellen von flüssigem oder überkritischem N2O oder eines verflüssigten oder überkritischen Gasgemisches G(ii), enthaltend mindestens 20 Vol.-% N2O, bezogen auf das Gesamtvolumen des Gemisches G(ii);

    (iii) Inkontaktbringen des Gemisches G(i) mit dem flüssigen oder überkritischen N2O oder mit dem verflüssigten oder überkritischen Gemisch G(ii) unter Erhalt eines Gemisches G(iii), enthaltend Cyclopentanon,

    dadurch gekennzeichnet, dass das Gemisch G(i) mindestens 25 Gew.-% und höchstens 95 Gew.-% Cyclopenten, bezogen auf das Gesamtgewicht des Gemisches G(i), enthält.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Gemisch G(i) zusätzlich zu Cyclopenten mindestens eine beim Inkontaktbringen gemäß (iii) gegenüber N2O inerte Verbindung enthält.
  3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Gemisch G(i) zu mindestens 99 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht des Gemisches, Kohlenwasserstoffe enthält.
  4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Gemisch G(i) zu mindestens 99 Gew.-% C5- und C6- oder C5- und C7- oder C5- und C6- und C7-Kohlenwasserstoffe enthält.
  5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Gemisch G(ii) höchstens 93 Vol.-% N2O enthält.
  6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Gemisch G(ii) höchstens 0,5 Vol-% Sauerstoff oder höchstens 0,5 Vol-% Stickoxide oder höchstens sowohl 0,5 Vol-% Sauerstoff als auch 0,5 Vol-% Stickoxide, jeweils bezogen auf das Gesamtvolumen des Gemisches G(ii), enthält.
  7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Schritt (iii) mindestens folgende Stufen (a) bis (d) umfasst:

    (a) Einbringen des Gemisches G(i) in ein Reaktionsgefäß bei einer Temperatur im Bereich von 0 bis 320 °C und einem Druck im Bereich von 1 bis 500 bar;

    (b) Inkontaktbringen des Gemisches G(i) in dem Reaktionsgefäß mit dem Gemisch G(ii) bei einem Druck im Bereich von 5 bis 500 bar;

    (c) Erhöhen der Temperatur des gemäß (b) erhaltenen Gemisches mit einer Rate im Bereich von 1 bis 10 °C/min. auf eine Temperatur im Bereich von 150 bis 320 °C;

    (d) Halten der gemäß (c) eingestellten Temperatur für einen Zeitraum im Bereich von 0,1 bis 48 h.
  8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass gemäß Schritt (iii) die Gemische G(i) und G(ii) in einem kontinuierlichen Reaktor in Kontakt gebracht werden.
  9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Schritt (iii) mindestens folgende Stufen (aa') bis (dd') umfasst:

    (aa') Mischen des Gemischs G(i) oder eines Teils des Gemischs G(i) mit dem Gemisch G(ii) bei einer Temperatur von 80 bis 200°C;

    (bb') Einbringen der gemäß Schritt (aa') erhaltenen Mischung und gegebenenfalls weiteren Gemischs G(i) in einen kontinuierlichen Reaktor bei einer Temperatur im Bereich von 0 bis 320 °C und einem Druck im Bereich von 5 bis 500 bar;

    (cc') Erhöhen der Temperatur des gemäß (bb') erhaltenen Gemisches auf eine Temperatur im Bereich von 100 bis 320 °C;

    (dd') Halten der gemäß (cc') eingestellten Temperatur für einen Zeitraum im Bereich von 0,1 bis 48 h.
  10. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass der kontinuierliche Reaktor während der Umsetzung gemäß (iii) im Wesentlichen ausschließlich mit Flüssigkeit gefüllt ist.
  11. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass sich der Reaktorinhalt im kontinuierlichen Reaktor während der Umsetzung gemäß (iii) im Wesentlichen in überkritischer Phase befindet.
  12. Verwendung eines cyclopentenhaltigen Kohlenwasserstoffgemisches als Edukt zur Herstellung von Cyclopentanon, dadurch gekennzeichnet, dass das cyclopentenhaltige Kohlenwasserstoffgemisch entweder der C5-Schnitt einer Steamcracker-Anlage oder das aus der Partialhydrierung von Cyclopentadien erhaltene und Cyclopenten enthaltende Gemisch oder ein Gemisch des C5-Schnittes einer Steamcracker-Anlage und dem aus der Partialhydrierung von Cyclopentadien erhaltenen und Cyclopenten enthaltenden Gemisch ist.
Es folgt kein Blatt Zeichnungen






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