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Dokumentenidentifikation DE102004048812A1 13.04.2006
Titel Von Hand bewegbarer Transportwagen
Anmelder Wanzl Metallwarenfabrik GmbH, 89340 Leipheim, DE
Erfinder Eberlein, Herbert, 89347 Bubesheim, DE
DE-Anmeldedatum 07.10.2004
DE-Aktenzeichen 102004048812
Offenlegungstag 13.04.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 13.04.2006
IPC-Hauptklasse B62B 3/00(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft einen von Hand bewegbaren Transportwagen (1), mit einem Fahrgestell (2), mit einer Schiebevorrichtung (4) und mit wenigstens einer Einrichtung (3) zum Tragen von Ware, Gegenständen und dergleichen, wobei am Fahrgestell (2) zwei hintere Lenkrollen (7) und zwei vordere Lenkrollen (6) vorgesehen sind und die Schwenkachse (8) einer jeden vorderen Lenkrolle (6) in Fahrtrichtung des Transportwagens (1) geneigt und die Schwenkachse (8) einer jeden hinteren Lenkrolle (7) senkrecht angeordnet ist und wobei jede Lenkrolle (6, 7) ein um eine horizontale Achse (10) drehbar gelagertes Laufrad (9) aufweist.
Die Erfindung zeichnet sich durch die Verwendung von vorderen Lenkrollen (6) aus, die jeweils eine Federungseinrichtung (11) aufweisen, wobei jede Federungseinrichtung (11) in Abhängigkeit zur Laufrichtung des Laufrades (9) zum Einwirken auf das Laufrad (9) bestimmt ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen von Hand bewegbaren Transportwagen, mit einem Fahrgestell, mit einer Schiebevorrichtung und mit wenigstens einer Einrichtung zum Tragen von Ware, Gegenständen und dergleichen, wobei am Fahrgestell zwei hintere Lenkrollen und zwei vordere Lenkrollen vorgesehen sind und die Schwenkachse einer jeden vorderen Lenkrolle in Fahrtrichtung des Transportwagens geneigt und die Schwenkachse einer jeden hinteren Lenkrolle senkrecht angeordnet ist und wobei jede Lenkrolle ein um eine horizontale Achse drehbar gelagertes Laufrad aufweist.

Transportwagen, die mit vier Lenkrollen ausgestattet sind, haftet der Nachteil an, dass sie sich in beladenem Zustand relativ schwer geradeaus fahren lassen. Ursache dafür sind Bodenunebenheiten oder auch leicht geneigte Fahrebenen, die quer befahren ein Abdriften der beladenen Transportwagen zur Seite hin begünstigen. Um diesen Nachteil zu beseitigen, wurden in der Vergangenheit die verschiedensten Vorschläge gemacht, angefangen von der Idee, die Schwenkachse der vorderen Lenkrollen in einem konstanten Winkel in Fahrtrichtung geneigt anzuordnen bis hin zur Anregung, mit Hilfe einer Vorrichtung die Schwenkachse der vorderen Lenkrollen in Abhängigkeit vom Beladungszustand der Transportwagen lageveränderbar auszurichten. Letzteres ist beispielsweise in den internationalen Patentanmeldungen WO 02/092408 A1 und WO 03/097380 A1 näher beschrieben und die angestrebte Wirkung hat sich im Praxistest als zufriedenstellend erwiesen. Überträgt man diese Lösung auf herkömmliche, als stapelbare Einkaufswagen gestaltete Transportwagen, hat dies zur Folge, dass deren Fahrgestelle an ihrer Vorderseite in der Höhe gekürzt werden müssen. Diese Maßnahme ist notwendig, damit herkömmliche Einkaufswagen im Bedarfsfalle auch mit gleich großen Einkaufswagen gestapelt werden können, die mit der in den genannten Patentanmeldungen beschriebenen Vorrichtung ausgestattet sind. Das Kürzen der Fahrgestelle bedeutet in der Praxis jedoch eine getrennte Lagerhaltung von Fahrgestellen in solche, die für herkömmliche Einkaufswagen bestimmt sind und in Fahrgestelle, die mit besagter die Geradeausfahrt von Transportwagen unterstützender Vorrichtung ausgestattet werden. Es soll an dieser Stelle nicht unerwähnt bleiben, dass eine derartige Vorrichtung auch relativ teuer ist und sich somit die Herstellkosten der Transportwagen entsprechend erhöhen. Da als Einkaufswagen gestaltete Transportwagen als Massenartikel einzustufen sind, macht sich jede noch so kleine Erhöhung der Herstellkosten in der Summe äußerst negativ bemerkbar.

Es ist Aufgabe der Erfindung, einen Transportwagen der hier vorliegenden Art durch die Verwendung geeigneter Mittel so abzuändern, dass sich die eben beschriebenen Nachteile zumindest verringern lassen.

Die Lösung der Aufgabe besteht in der Verwendung von vorderen Lenkrollen, die jeweils eine Federungseinrichtung aufweisen, wobei jede Federungseinrichtung in Abhängigkeit zur Laufrichtung des Laufrades der jeweiligen vorderen Lenkrolle zum Einwirken auf deren Laufrad bestimmt ist.

Durch die vorgeschlagene Lösung ergeben sich folgende Vorteile:

  • – An den Fahrgestellen der Transportwagen müssen die bisher horizontal sich erstreckenden Anschraubstellen für die vorderen Lenkrollen lediglich um einige Grad geneigt angeordnet werden. Diese technische Maßnahme ist ohne großen Aufwand durchführbar, so dass die Kosten zur Herstellung eines derart gestalteten Fahrgestelles auch weiterhin gering bleiben. Entschließt man sich, alle Fahrgestelle entsprechend der vorgeschlagenen Lösung herzustellen, ergibt sich keine getrennte Lagerhaltung.
  • – Die aufgrund der „Schrägstellung" der vorderen Lenkrollen auftretenden ungleichmäßigen Lenkkräfte werden durch die Verwendung von mit Federungseinrichtungen ausgestatteten Lenkrollen erheblich abgemildert. Verwendet man zum Vergleich übliche Lenkrollen, fühlt sich ein Verschwenken der vorderen Lenkrollen bei Kurvenfahrten oder an Ort und Stelle gewissermaßen „holprig" oder „unrund" an. Durch die Verwendung der mit den Federungseinrichtungen ausgestatteten vorderen Lenkrollen wird dieses störende Empfinden vermieden.
  • – Schließlich lassen sich mit Federungseinrichtungen ausgestattete Lenkrollen inzwischen äußerst kostengünstig herstellen, so dass auch dieser Umstand zu einer nur unwesentlichen Verteuerung eines erfindungsgemäßen Transportwagens beiträgt.

Die Erfindung wird anhand einer Zeichnung näher beschrieben.

Der dargestellte Transportwagen 1 ist im Beispiel als bekannter Einkaufswagen gestaltet. Sein Fahrgestell 2 weist jeweils zwei vordere und zwei hintere Lenkrollen 6, 7 auf. Das Fahrgestell 2 trägt üblicherweise eine korb- oder plattformartige Einrichtung 3, an der eine Schiebevorrichtung 4 angeordnet ist. Unterhalb der Schiebevorrichtung 4 befinden sich die hinteren Lenkrollen 7, deren Schwenkachse 8 senkrecht angeordnet ist. Im Gegensatz dazu ist die Schwenkachse 8 der vorderen Lenkrollen 6 in Fahrtrichtung (Pfeil) des Transportwagens 1 geneigt angeordnet. Der daraus resultierende Winkel &agr; ist ein spitzer Winkel. Die Anschraubstellen 5 für die vorderen Lenkrollen 6 sind deshalb entsprechend schräg angeordnet, was durch den Winkel &bgr; dargestellt ist.

Die vorderen Lenkrollen 6 weisen jeweils eine Federungseinrichtung 11 auf, wobei jede Federungseinrichtung 11 in Abhängigkeit zur Laufrichtung des Laufrades 9 zum Einwirken auf das Laufrad 9 bestimmt ist. Lenkrollen dieser Art sind beispielsweise in den Patentdokumenten WO 02/092362 A1 oder DE 36 12 925 A1 oder US 4,000,912 näher beschrieben. Solche Lenkrollen sind in ihrer Verwendung als vordere Lenkrollen 6 in der Lage, „unrundes" Schwenkverhalten und auf die Laufräder 9 einwirkende Stöße abzufedern oder zu eliminieren.

Die „Schrägstellung" der vorderen Lenkrollen 6 bedeutet im Grunde einen Kompromiss. Je höher ein Transportwagen 1 beladen ist, umso stärker muss die Neigung der vorderen Lenkrollen 6 gewählt sein. Eine stärkere Neigung verschlechtert jedoch das Fahrverhalten eines Transportwagens 1 insbesondere dann, wenn es gilt, einen Transportwagen 1 an Ort und Stelle zu rangieren. Bei nur gering beladbaren Transportwagen 1 muss die Neigung der vorderen Lenkrollen 6 nicht so stark ausgeprägt sein. Da jedoch bekannt ist, dass Transportwagen 1, insbesondere Einkaufswagen, in beladenem Zustand höchstens 250 kg schwer sein dürfen – schwerere Wagen lassen sich nicht mehr optimal rangieren – ergibt sich ein Belastungsbereich von 0 bis 250 kg, den es zu beherrschen gilt. Es hat sich dabei als zweckmäßig herausgestellt, den Neigungsbereich für die vorderen Lenkrollen 6 zwischen 2,5 und 5° festzulegen.

Es ist durchaus möglich, auch die hinteren Lenkrollen 7 mit einer Federungseinrichtung 11 auszustatten.


Anspruch[de]
  1. Von Hand bewegbarer Transportwagen (1), mit einem Fahrgestell (2), mit einer Schiebevorrichtung (4) und mit wenigstens einer Einrichtung (3) zum Tragen von Ware, Gegenständen und dergleichen, wobei am Fahrgestell (2) zwei hintere Lenkrollen (7) und zwei vordere Lenkrollen (6) vorgesehen sind und die Schwenkachse (8) einer jeden vorderen Lenkrolle (6) in Fahrtrichtung des Transportwagens (1) geneigt und die Schwenkachse (8) einer jeden hinteren Lenkrolle (7) senkrecht angeordnet ist und wobei jede Lenkrolle (6, 7) ein um eine horizontale Achse (10) drehbar gelagertes Laufrad (9) aufweist, gekennzeichnet durch die Verwendung von vorderen Lenkrollen (6), die jeweils eine Federungseinrichtung (11) aufweisen, wobei jede Federungseinrichtung (11) in Abhängigkeit zur Laufrichtung des Laufrades (9) zum Einwirken auf das Laufrad (9) bestimmt ist.
  2. Von Hand bewegbarer Transportwagen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die vorderen Lenkrollen (6) in einem Bereich zwischen &agr; = 2,5° bis &agr; = 5° geneigt angeordnet sind.
  3. Von Hand bewegbarer Transportwagen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass auch die hinteren Lenkrollen (7) mit einer Federungseinrichtung (11) ausgestattet sind.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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