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Dokumentenidentifikation DE202005008219U1 13.04.2006
Titel Halter zur Fixierung von Leitungen und Rohr mit einem Halter
Anmelder Veritas AG, 63571 Gelnhausen, DE
Vertreter Grünecker, Kinkeldey, Stockmair & Schwanhäusser, 80538 München
DE-Aktenzeichen 202005008219
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 13.04.2006
Registration date 09.03.2006
Application date from patent application 25.05.2005
IPC-Hauptklasse F16L 3/14(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse F16L 3/00(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   F16L 3/02(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft einen Halter zur Fixierung von Leitungen, vorzugsweise elektrische Leitungen, an einem Rohr, wobei der Halter einen Leitungshalteabschnitt, einen Befestigungsabschnitt zum Anbringen des Halters an dem Rohr und einen Verbindungsabschnitt aufweist, der zwischen dem Leitungshalteabschnitt und dem Befestigungsabschnitt angeordnet ist. Weiterhin betrifft die vorliegende Erfindung ein Rohr mit einem Halter.

Ein derartiger Halter ist aus dem Stand der Technik bereits bekannt. Üblicherweise dient ein solcher Halter zur Fixierung der elektrischen Leitungen, z. B. von Temperatursensoren im Bereich von Steuerleitungen für einen Diesel-Partikelfilter. Die Leitungen werden mit einem Clip gehalten und dieser Clip ist am Rohr zum Filter auf einen Halter aus Blech aufgesteckt. Der Halter ist am Rohr angelötet.

Um die Kosten zu senken, wünscht sich die Industrie eine Lösung, die nicht so montage-intensiv und damit auch nicht so kostenaufwendig ist. Dabei ist es von besonderer Bedeutung, dass die Verdrehsicherheit des Halters auf dem Rohr beim Transport in Behältern vom Komponentenfertiger zum Pkw-Hersteller, bei der Montage am Band und im Fahrbetrieb gewährleistet ist.

Die Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Lösung für einen Halter zur Fixierung von Leitungen und ein Rohr mit einem Halter anzugeben, die weniger montage-intensiv ist und somit auch eine kostengünstigere Produktion gewährleistet. Weiterhin soll auch die Verdrehsicherheit des Halters auf dem Rohr beim Transport, bei der Montage und im Fahrbetrieb gewährleistet werden.

Die Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch den oben beschriebenen Halter zur Fixierung von Leitungen, wobei der Halter einteilig ausgebildet ist und der Befestigungsabschnitt das zumindest abschnittsweise verformte Rohr zumindest teilweise formschlüssig umgreift, um verdrehsicher am Rohr angebracht zu sein.

Diese Lösung hat den Vorteil, dass durch die einteilige Ausführung des Halters der Montageaufwand wesentlich verringert wird und somit auch die Kosten gesenkt werden können. Die vorgestellte Lösung sieht auch vor, dass das Rohr zumindest abschnittsweise verformt ist und der Befestigungsabschnitt diesen verformten Rohrabschnitt zumindest teilweise formschlüssig umgreift. Durch diese Verformung des Rohres kann sich der Befestigungsabschnitt verkanten. Dadurch kann die Verdrehsicherheit des Befestigungsabschnitt an dem Rohr und somit die Verdrehsicherheit des Halters verbessert werden. Auch die einteilige Ausführung des Halters liefert einen Beitrag zur Erhöhung der Stabilität und der Verdrehsicherheit.

In einer vorteilhaften Weiterbildung kann der Befestigungsabschnitt in radialer Richtung auf das verformte Rohr aufbringbar sein. Auf diese Weise kann der Montageaufwand noch weiter verringert werden, wodurch auch die Kosten noch weiter gesenkt werden können.

Wenn der Befestigungsabschnitt in radialer Richtung auf das verformte Rohr aufsteckbar ist, ist eine weitere Verringerung des Montageaufwands möglich.

Durch eine zumindest abschnittsweise wellenförmige Ausbildung des Befestigungsabschnitts kann die Verdrehsicherheit noch weiter erhöht werden.

Eine weitere Erhöhung der Verdrehsicherheit ist möglich, wenn der Befestigungsabschnitt zumindest abschnittsweise federförmig ausgebildet ist.

Weiterhin kann es sich als günstig erweisen, wenn der Befestigungsabschnitt wenigstens abschnittsweise federelastisch ist. Auf diese Weise kann die Verdrehsicherheit ebenfalls erhöht werden.

Weiterhin kann es sich als günstig erweisen, wenn der Befestigungsabschnitt wenigstens abschnittsweise C-förmig ausgebildet ist. Somit ist eine weitere Erhöhung der Verdrehsicherheit möglich.

Günstig kann es zudem sein, wenn der Befestigungsabschnitt mit dem Rohr verpresst ist. Auf diese Weise ist eine feste Verbindung zwischen dem Befestigungsabschnitt und dem Rohr möglich, was sich günstig auf die Verdrehsicherheit auswirkt.

Vorteilhafterweise kann der Befestigungsabschnitt geschlossen sein und das Rohr vollständig umgeben, wodurch eine weitere Erhöhung der Verdrehsicherheit möglich ist.

Es kann auch günstig sein, wenn der Befestigungsabschnitt zumindest abschnittsweise im Wesentlichen die gleiche Breite wie der Verbindungsabschnitt aufweist. Dies ermöglicht eine kostengünstigere Produktion des Halters.

Wenn die Länge des verformten Abschnitts des Rohres im Wesentlichen der Breite des Befestigungsabschnitts entspricht, kann der Formschluss zwischen dem Befestigungsabschnitt und dem verformten Abschnitt des Rohres verbessert werden. Dies wirkt sich positiv auf die Verdrehsicherheit aus.

Es kann sich als vorteilhaft erweisen, wenn die Querschnittsfläche des verformten Rohrabschnitts kleiner als die Querschnittsfläche des nicht verformten Rohrabschnitts ist. Auf diese Weise kann sich der Befestigungsabschnitt, der den verformten Rohrabschnitt umgreift, verkanten, wodurch eine ungewünschte Bewegung des Halters in Längsrichtung des Rohres besser verhindert werden kann.

Vorteilhafterweise ist der Abstand zwischen gegenüberliegenden Bereichen des verformten Rohrabschnitts kleiner als der Außendurchmesser des nicht verformten Rohrabschnitts. Dadurch kann sich der Befestigungsabschnitt besser verkanten, was eine günstige Auswirkung auf die Verbindung zwischen dem Befestigungsabschnitt und dem verformten Rohrabschnitt hat.

Günstig kann es zudem sein, wenn das Rohr durch die Verformung zumindest abschnittsweise aus einem zunächst im Wesentlichen ringförmigen Querschnitt in einen unrunden Querschnitt überführt ist. Dies führt zu einer besseren Verbindung zwischen dem Befestigungsabschnitt und dem verformten Rohrabschnitt.

Vorteilhafterweise kann das Rohr durch die Verformung zumindest abschnittsweise in parallele Flächen überführt sein. Auf diese Weise ist eine noch bessere Verkantung des Befestigungsabschnitts auf dem verformten Rohrabschnitt möglich, was zu einer noch besseren Verdrehsicherheit führt.

Günstig kann es zudem sein, wenn das Rohr zumindest abschnittsweise als Vierkant verformt ist, den der Befestigungsabschnitt umgreift. Somit kann sich der Befestigungsabschnitt noch besser am Rohr verkanten, wodurch die Verdrehsicherheit noch weiter verbessert werden kann.

Alternativ kann das Rohr zumindest abschnittsweise als Oval verformt sein, das der Befestigungsabschnitt umgreift. Durch diese Verformung ist eine bessere Verbindung zwischen dem Befestigungsabschnitt und dem verformten Rohrabschnitt möglich. Dies führt zu einer weiteren Verbesserung der Verdrehsicherheit.

Zudem kann es sich als günstig erweisen, wenn der Leitungshalteabschnitt wenigstens abschnittsweise federelastisch ist. Bei der Montage kann die Leitung somit durch Einclipsen befestigt werden, was zu einer Verringerung des Montageaufwands führt. Weiterhin ist ein sicherer Halt der Leitung im Leitungshalteabschnitt gewährleistet.

Wenn der Leitungshalteabschnitt zumindest abschnittsweise im Wesentlichen ringförmig ausgebildet ist, ist ein besserer Halt der Leitung gewährleistet, da auch die Leitung üblicherweise eine runde Form aufweist.

Vorteilhafterweise weist der Leitungshalteabschnitt zumindest abschnittsweise im Wesentlichen die gleiche Breite auf wie der Verbindungsabschnitt, wodurch die Herstellungskosten weiter gesenkt werden können.

Von Vorteil kann es zudem sein, wenn der Leitungshalteabschnitt an der dem Rohr zugewandten Seite eine Einführöffnung aufweist. Auf diese Weise kann das Einführen der Leitung in den Leitungshalteabschnitt erleichtert werden und somit der Montageaufwand noch weiter verringert werden.

Wenn die Einführöffnung schmaler als der Leitungsdurchmesser ist, ist ein noch sichererer Halt der Leitung im Leitungshalteabschnitt möglich, da die Leitung nicht durch die Einführöffnung aus dem Leitungshalteabschnitt herausrutschen kann.

Weiterhin kann es sich als günstig erweisen, wenn der Leitungshalteabschnitt wenigstens abschnittsweise federzungenförmig ausgebildet ist, da dadurch die Leitung besser festgeklemmt werden kann und eine noch sicherere Befestigung möglich ist.

In einer vorteilhaften Ausführungsform kann sich Verbindungsabschnitt senkrecht zur Aufsteckrichtung des Befestigungsabschnitts auf das Rohr erstrecken. Auf diese Weise kann die Montage weiter vereinfacht werden.

Alternativ kann sich auch der Verbindungsabschnitt parallel zur Aufsteckrichtung des Befestigungsabschnitts auf das Rohr erstrecken. Dies ermöglicht eine leichtere Montage.

Wenn die Höhe des Verbindungsabschnitts zumindest dem einfachen, vorzugsweise zumindest dem zweifachen Rohrdurchmesser entspricht, kann eine Erwärmung der Leitungen durch das Rohr, das sich während des Betriebes erhitzt, zumindest vermindert werden. Dies trägt zur Erhöhung der Sicherheit bei. In dem Rohr befinden sich beispielsweise heiße Abgase, durch die das Rohr erhitzt wird.

In einer vorteilhaften Weiterentwicklung können der Halter und das Rohr aus Edelstahl bestehen, wodurch der Schutz vor Korrosion verbessert werden kann.

Die Aufgabe wird auch durch ein Rohr mit einem erfindungsgemäßen Halter zum verdrehsicheren Fixieren von Leitungen gelöst. Diese Ausführungsform ermöglicht ebenfalls eine verdrehsichere Befestigung des Halters am Rohr. Darüber hinaus kann durch die Kombination des Rohres mit dem Halter der Montageaufwand verringert werden. Dies führt zu einer Kostensenkung.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand mehrerer Ausführungsbeispiele und zugehöriger Zeichnungen näher erläutert. Dabei zeigt

1 eine perspektivische Darstellung einer ersten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Halters,

2 eine Schnittansicht der Ausführungsform aus 1,

3 eine perspektivische Darstellung einer zweiten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Halters,

4 eine Schnittansicht der Ausführungsform aus 3 und

5 eine Schnittansicht einer dritten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Halters.

In 1 ist eine erste Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Halters 1 zur Fixierung von einer bzw. mehreren Leitungen 5 an einem Rohr 6 dargestellt. Bei den Leitungen 5 handelt es sich z. B. um elektrische Leitungen. In der Figur ist nur eine Leitung 5 dargestellt. Der Halter 1 weist einen Leitungshalteabschnitt 2, einen Befestigungsabschnitt 4 zum Anbringen des Halters 1 an dem Rohr 6 und einen Verbindungsabschnitt 3 auf. Der Verbindungsabschnitt 3 ist zwischen dem Leitungshalteabschnitt 2 und dem Befestigungsabschnitt 4 angeordnet. Wie aus der Figur erkennbar, ist der Halter 1 einteilig ausgebildet. Der Befestigungsabschnitt 4 umgreift das abschnittsweise verformte Rohr 6 teilweise formschlüssig. Somit ist der Befestigungsabschnitt 4 und damit auch der Halter 1 verdrehsicher am Rohr 6 angebracht. Mit einem derartigen Halter kann der Montageaufwand verringert werden. Dies führt zu einer Senkung der Kosten. Gleichzeitig ist eine gute Verdrehsicherung des Halters gegenüber dem Rohr gewährleistet.

Wie in 1 dargestellt, weist das Rohr 6 einen verformten Rohrabschnitt 7 und nicht verformte Rohrabschnitte 8 auf.

Der Befestigungsabschnitt 4 hat zumindest abschnittsweise im Wesentlichen die gleiche Breite B1, B2 wie der Verbindungsabschnitt 3. Eine Länge L1 des verformten Abschnitts 7 des Rohres 6 entspricht im Wesentlichen der Breite B2 des Befestigungsabschnitts 4. In diesem Ausführungsbeispiel ist das Rohr 6 abschnittsweise als Vierkant 9 verformt, den der Befestigungsabschnitt 4 umgreift. Dies ist in 2, auf die später noch näher eingegangen wird, deutlicher zu erkennen.

In 1 ist weiterhin noch dargestellt, dass der Leitungshalteabschnitt 2 abschnittsweise im Wesentlichen die gleiche Breite B1, B3 aufweist, wie der Verbindungsabschnitt 3.

Eine Höhe H des Verbindungsabschnitts 3 entspricht zumindest dem einfachen, vorzugsweise zumindest dem zweifachen Rohrdurchmesser. Während des Betriebes kann sich das Rohr 6 erhitzen. Durch den Abstand vom Rohr 6 kann die Erwärmung der Leitung 5 verringert werden. Dies ist von besonderer Bedeutung, da sich im Rohr 6 z. B. heiße Abgase befinden, die das Rohr erhitzen. Durch den Abstand zwischen dem Rohr 6 und der Leitung 5 wird die Gefahr der Überhitzung der elektrischen Leitung 5 verringert. Somit wird auch die Gefahr einer Beschädigung der Isolation der elektrischen Leitung verringert, wodurch die Funktionssicherheit des Systems gewährleistet ist.

Um einen besseren Korrosionsschutz gewährleisten zu können, bestehen der Halter 1 und das Rohr 6 aus Edelstahl.

Wie aus 2 ersichtlich, ist der Befestigungsabschnitt 4 in radialer Richtung auf dem verformten Rohrabschnitt 7 des Rohres 6 aufbringbar bzw. aufsteckbar.

In dieser Darstellung ist auch gut zu erkennen, dass der Befestigungsabschnitt 4 im Wesentlichen C-förmig gestaltet und an gegenüberliegenden Seiten wellenförmig ausgebildet ist.

Durch die Federelastizität des Befestigungsabschnitts 4 und dessen wellenförmiger Ausbildung wird der Halter verdrehsicher mit dem Rohr 6 verbunden.

Das Rohr 6 ist durch die Verformung abschnittsweise aus einem zunächst im Wesentlichen ringförmigen Querschnitt in einen unrunden Querschnitt überführt. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist das Rohr 6 durch die Verformung abschnittsweise in parallele Flächen F1, F2, F3, F4 überführt. Der verformte Rohrabschnitt 7 ist, wie in 2 dargestellt, in den Vierkant 9 überführt.

In 2 ist darüber hinaus gut zu erkennen, dass die Querschnittsfläche des verformten Rohrabschnitts 7 kleiner als die Querschnittsfläche des nicht verformten Rohrabschnitts 8 ist. Darüber hinaus ist ein Abstand A1 zwischen gegenüberliegenden Bereichen des verformten Rohrabschnitts 7 kleiner als der Außendurchmesser des nicht verformten Rohrabschnitts 8. Durch diese Ausgestaltung wird eine Bewegung des Halters 1 in Längsrichtung des Rohres 6 verhindert.

Der Leitungshalteabschnitt 2 hat an der dem Rohr 6 zugewandten Seite eine Einführöffnung 11, die schmaler als der Leitungsdurchmesser der Leitung 5 ist. Der Leitungshalteabschnitt 2 ist abschnittsweise federelastisch und abschnittsweise im Wesentlichen ringförmig ausgebildet. Weiterhin hat der Leitungshalteabschnitt 2 abschnittsweise eine federzungenförmige Ausgestaltung. Dadurch kann die Leitung 5 einerseits leicht durch die Einführöffnung 11 in den Leitungshalteabschnitt 2 eingebracht werden und andererseits sicher festgeklemmt werden. Dadurch, dass die Einführöffnung 11 schmaler als der Leitungsdurchmesser ist, wird die Gefahr des Herausrutschens der Leitung 5 aus dem Leitungshalteabschnitt 2 verringert.

In diesem Ausführungsbeispiel erstreckt sich der Verbindungsabschnitt 3 senkrecht zur Aufsteckrichtung des Befestigungsabschnitts 4 auf das Rohr 6. Dies ermöglicht eine leichte Montage und gewährleistet eine gute Verdrehsicherung.

Im Nachfolgenden wird ein zweites Ausführungsbeispiel des Halters 1 beschrieben. Um Wiederholungen zu vermeiden, werden nur die Unterschiede zum ersten Ausführungsbeispiel erläutert und gleiche Bauteile mit gleichen Bezugszeichen bezeichnet.

3 zeigt eine zweite Ausführungsform des Halters 1 zur Fixierung von Leitungen 5 an dem Rohr 6. Der Halter 1 weist den Leitungshalteabschnitt 2, den Befestigungsabschnitt 4 und den Verbindungsabschnitt 3 auf. Bei dieser Ausführungsform ist das Rohr 6 abschnittsweise als Oval 10 verformt, das der Befestigungsabschnitt 4 umgreift. Dies ist besonders gut in 4 zu sehen, die eine Schnittansicht der 3 darstellt. Durch die Verformung ist der Abstand A1 der gegenüberliegenden Bereiche, die im Wesentlichen parallel zum Verbindungsabschnitt 3 verlaufen, kleiner als der Außendurchmesser des nicht verformten Rohrabschnitts 8. Ein Abstand A2 zwischen den gegenüberliegenden Bereichen des Ovals 10, der sich senkrecht zum Verbindungsabschnitt 3 erstreckt, ist dagegen größer als der Außendurchmesser des nicht verformten Rohrabschnitts 8. Dadurch kann sich der Befestigungsabschnitt verkanten und es ist eine gute Verdrehsicherung gewährleistet.

Bei dieser Ausführungsform ist der Befestigungsabschnitt 4 mit dem Rohr verpresst. Der Befestigungsabschnitt 4 ist geschlossen und umgibt das Rohr 6 vollständig. Die Verdrehsicherung besteht hier durch Form- und Kraftschluss.

Im Nachfolgenden wird ein drittes Ausführungsbeispiel des Halters 1 beschrieben. Um Wiederholungen zu vermeiden, werden nur die Unterschiede zum ersten und zweiten Ausführungsbeispiel erläutert und gleiche Bauteile mit gleichen Bezugszeichen bezeichnet.

In 5 ist diese dritte Ausführungsform als Schnittansicht dargestellt. Wie beim zweiten Ausführungsbeispiel ist auch hier das Rohr 6 abschnittsweise als Oval 10 verformt, das der Befestigungsabschnitt 4 umgreift. Der Befestigungsabschnitt 4 ist ebenfalls mit dem Rohr 6 verpresst. Allerdings ist hier der Befestigungsabschnitt 4 offen und umgibt das Rohr 6 nicht vollständig, d. h. der Befestigungsabschnitt 4 ist im Wesentlichen U-förmig gestaltet. Der Befestigungsabschnitt 4 ist hier federelastisch und federzungenförmig ausgebildet. Der Verbindungsabschnitt 3 erstreckt sich hier ebenso wie bei der zweiten Ausführungsform parallel zur Aufsteckrichtung des Befestigungsabschnitts 4 auf das Rohr.

Bei den oben dargestellten erfindungsgemäßen Ausführungsformen entfällt das bisher übliche Anlöten des Halters an das Rohr. Der Wegfall dieses Arbeitsschrittes und die oben detailliert beschriebenen Eigenschaften des erfindungsgemäßen Halters ermöglichen eine Verringerung des Montageaufwands. Somit ist eine Kostensenkung möglich. Weiterhin gewährleistet der erfindungsgemäße Halter eine gute Verdrehsicherheit auf dem Rohr beim Transport in Behältern vom Komponentenfertiger zum Pkw-Hersteller, bei der Montage am Band und im Fahrbetrieb. Dieser Aspekt ist besonders wichtig für die Automobilindustrie, da somit der Anteil an fehlerhaften Teilen, die aussortiert und an den Komponentenfertiger zurückgegeben werden müssen, stark minimiert wird. Dies führt zu einer Zeitersparnis und senkt somit auch die Kosten.

Durch die erhöhte Verdrehsicherheit wird auch die Reparaturanfälligkeit von Fahrzeugen, die den erfindungsgemäßen Halter aufweisen, verringert.

Durch das Anliefern des Rohres mit dem erfindungsgemäßen Halter durch den Komponentenfertiger kann der Montageaufwand in der Automobilindustrie noch weiter gesenkt werden. Dies führt zu einer weiteren Verringerung der Kosten.


Anspruch[de]
  1. Halter zur Fixierung von Leitungen (5), vorzugsweise elektrische Leitungen, an einem Rohr (6), wobei der Halter (1) einen Leitungshalteabschnitt (2), einen Befestigungsabschnitt (4) zum Anbringen des Halters (1) an dem Rohr (6) und einen Verbindungsabschnitt (3) aufweist, der zwischen dem Leitungshalteabschnitt (2) und dem Befestigungsabschnitt (4) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Halter (1) einteilig ausgebildet ist und der Befestigungsabschnitt (4) das zumindest abschnittsweise verformte Rohr (6) zumindest teilweise formschlüssig umgreift, um verdrehsicher am Rohr (6) angebracht zu sein.
  2. Halter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Befestigungsabschnitt (4) in radialer Richtung auf das verformte Rohr (6) aufbringbar ist.
  3. Halter nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Befestigungsabschnitt (4) in radialer Richtung auf das verformte Rohr (6) aufsteckbar ist.
  4. Halter nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Befestigungsabschnitt (4) zumindest abschnittsweise wellenförmig ausgebildet ist.
  5. Halter nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Befestigungsabschnitt (4) zumindest abschnittsweise federförmig ausgebildet ist.
  6. Halter nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Befestigungsabschnitt (4) wenigstens abschnittsweise federelastisch ist.
  7. Halter nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Befestigungsabschnitt (4) wenigstens abschnittsweise C-förmig ausgebildet ist.
  8. Halter nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Befestigungsabschnitt (4) mit dem Rohr (6) verpresst ist.
  9. Halter nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Befestigungsabschnitt (4) geschlossen ist und das Rohr (6) vollständig umgibt.
  10. Halter nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Befestigungsabschnitt (4) zumindest abschnittsweise im Wesentlichen die gleiche Breite (B1, B2) aufweist wie der Verbindungsabschnitt (3).
  11. Halter nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Länge (L1) des verformten Abschnitts (7) des Rohres (6) im Wesentlichen der Breite (B2) des Befestigungsabschnitts (4) entspricht.
  12. Halter nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Querschnittsfläche des verformten Rohrabschnitts (7) kleiner als die Querschnittsfläche des nicht verformten Rohrabschnitts (8) ist.
  13. Halter nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand (A1) zwischen gegenüberliegenden Bereichen des verformten Rohrabschnitts (7) kleiner als der Außendurchmesser des nicht verformten Rohrabschnitts (8) ist.
  14. Halter nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Rohr (6) durch die Verformung zumindest abschnittsweise aus einem zunächst im Wesentlichen ringförmigen Querschnitt in einen unrunden Querschnitt überführt ist.
  15. Halter nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Rohr (6) durch die Verformung zumindest abschnittsweise in parallele Flächen (F1, F2, F3, F4) überführt ist.
  16. Halter nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Rohr (6) zumindest abschnittsweise als Vierkant (9) verformt ist, den der Befestigungsabschnitt (4) umgreift.
  17. Halter nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Rohr (6) zumindest abschnittsweise als Oval (10) verformt ist, das der Befestigungsabschnitt (4) umgreift.
  18. Halter nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Leitungshalteabschnitt (2) wenigstens abschnittsweise federelastisch ist.
  19. Halter nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Leitungshalteabschnitt (2) zumindest abschnittsweise im Wesentlichen ringförmig ausgebildet ist.
  20. Halter nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Leitungshalteabschnitt (2) zumindest abschnittsweise im Wesentlichen die gleiche Breite (B1, B3) aufweist wie der Verbindungsabschnitt (3).
  21. Halter nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Leitungshalteabschnitt (2) an der dem Rohr (6) zugewandten Seite eine Einführöffnung (11) aufweist.
  22. Halter nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Einführöffnung (11) schmaler als der Leitungsdurchmesser ist.
  23. Halter nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Leitungshalteabschnitt (2) wenigstens abschnittsweise federzungenförmig ausgebildet ist.
  24. Halter nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich der Verbindungsabschnitt (3) senkrecht zur Aufsteckrichtung des Befestigungsabschnitts (4) auf das Rohr (6) erstreckt.
  25. Halter nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich der Verbindungsabschnitt (3) parallel zur Aufsteckrichtung des Befestigungsabschnitts (4) auf das Rohr (6) erstreckt.
  26. Halter nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Höhe (H) des Verbindungsabschnitts (3) zumindest dem einfachen, vorzugsweise zumindest dem zweifachen Rohrdurchmesser entspricht.
  27. Halter nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Halter (1) und das Rohr (6) aus Edelstahl bestehen.
  28. Rohr mit einem Halter (1) nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche zum verdrehsicheren Fixieren von Leitungen (5).
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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