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Dokumentenidentifikation DE202005010401U1 13.04.2006
Titel Rollbare Vollsichtvitrine
Anmelder Fluck, Anne-Doris, Dipl.-Ing. Innenarchitektin, 50733 Köln, DE
DE-Aktenzeichen 202005010401
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 13.04.2006
Registration date 09.03.2006
Application date from patent application 02.07.2005
IPC-Hauptklasse A47F 3/00(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE

Beschreibung[de]

Präsentations-, und Ausstellungsvitrinen, sowie Schaukästen üblicher Bauart bestehen aus einem tragenden Korpus und transparenten Frontteilen. Es gibt Vollsichtvitrinen, Wandvitrinen, oder freistehende Vitrinen. Sie können beleuchtet, abschließbar, staubdicht und mit Vorrichtungen zur klimatischen Regelung des Innenraums ausgestattet sein. Übliche Vollsichtvitrinen bestehen aus festen Seitenteilen und Türen zur Öffnung der Vitrinen.

Sie werden zur Aufnahme und Präsentation besonderer, in verschiedener Hinsicht wertvoller Gegenstände in Museen und anderen Ausstellungsräumen verwendet.

Besonders wechselnde Bedingungen bei temporären Ausstellungen (multifunktionale Räumlichkeiten, bzw. mehrfach gleichzeitige Raumnutzungen) erfordern eine gewisse Mobilität der Ausstellungseinrichtung. Bisherige Konstruktionen und Aufstellungen von Vitrinen sind statisch und verhindern eine geforderte Bewegungsfreiheit und Mobilität.

Der im Schutzanspruch angegebenen Erfindung liegt die Idee zugrunde, eine Vollsichtvitrine zu entwerfen, die mittels Rollen und einer Lenkvorrichtung das Bewegen der Vitrine, besonders im bestückten Zustand, ermöglicht, den Schutz der Exponate gewährleistet und somit besonderen Ausstellungsanforderungen gerecht wird. Außerdem wird durch einen besonderen Auszugsmechanismus eine fugenlose Ausführung der Sichtscheiben möglich.

Diese Idee wird mit den im Schutzanspruch 1–3 aufgeführten Merkmalen (1a, 1b, 2, 3)beschrieben. Zusätzliche Ausstattungen (48)der Erfindung sind als Nebenansprüche unter Schutzanspruch 3 dargestellt.

Mit der Erfindung wird erreicht, dass die Vitrine mittels Rollen auf einer drehbaren Achse verschiebbar und durch eine Lenkstange lenkbar ist. Darüber hinaus wird sowohl die Bestückung der Vitrinen, als auch die Betrachtung der Ausstellungsobjekte durch die fugenlose Verarbeitung der Sichtscheiben optimiert.

Die Idee und die Ausführung der rollbaren Vollsichtvitrine wurde speziell erstmalig für die Ausstattung des im Juni 2005 eröffneten Karnevalmuseums in Köln entwickelt und durchgeführt.

Ein Ausführungsbeispiel wird anhand der 13 erläutert:

1: der Grundriss, bzw. die Aufsicht der Vitrine

2: die Frontansicht

3: die Seitenansicht

4: eine Isometrie

In den 1 und 2 ist die Vitrinensockel mit Glasaufsatz, Achsen (1a–b) und Rollen, Lenkstange (2), ausziehbarem Boden (3) und Stromanschluss (4) dargestellt. Zusätzlich wird in der 3 auf den optionalen Einbau der Beleuchtungskörper (5) und der Anlage zur Erhaltung einer konstanten Luftfeuchtigkeit im Sockel (6) hingewiesen. Weitere Bestandteile der Vitrinenausstattung sind ein Gehäuse (7) an der Oberseite des Vitrinenkörpers zur Aufnahme einer optionalen Beleuchtung und Grafik zur Kennzeichnung der Vitrine und eine Präsentationswand (8) mit möglichen Objekthalterungen.

4. zeigt die isometrische Darstellung von mehreren hintereinander gereihten Vitrinen.


Anspruch[de]
  1. Die rollbare Vollsichtvitrine zur Präsentation von Ausstellungsobjekten weist einen Sockel mit vier Rollen auf. Der Sockel ist gekennzeichnet durch einen mit Stahlblech verkleideten Stahlrahmen, silbern oder aluminium eloxiert.

    Die Rollenkonstruktion ist dadurch gekennzeichnet, dass die Rollen auf der Achse (1a) festgestellt, nicht lenkbar und auf der Achse 1b nicht festgestellt und lenkbar ist. Die Rollen sind Vollgummiausführungen mit Stahlblechfelgen und Rollenkugellager.
  2. Die Lenkung der Vitrine ist dadurch gekennzeichnet, dass eine Vorrichtung zur Verschiebung, Hilfsroller, unter die Seite der Achse (1a) gefahren wird und die Vitrine mittels Hebelkraft 5mm an dieser Seite angehoben wird, sodass die Vitrine gelenkt und auf den vorderen Rollen fahrend in alle Richtungen verschoben werden kann.
  3. Die rollbare Vollsichtvitrine ist dadurch gekennzeichnet, dass ein vollausziehbarer Vitrinenboden (3) mit ausreichender Tragkraft vorgesehen ist. Über eine Tür an der Seite der Vitrine ist das Herausziehen des Bodens und die Bestückung der Vitrine möglich. Dadurch wird eine fugenlose optische Erscheinung der Vitrine erreicht.
  4. Die rollbare Vollsichtvitrine ist nach Schutzanspruch 3 dadurch gekennzeichnet, dass sich im Sockel (6) eine Stromführung (4), eine Beleuchtungsanlage (5), sowie eine Anlage zur Erhaltung einer konstanten Luftfeuchtigkeit befindet. Der Revisionszugang zu Beleuchtung und Stromführung entsteht durch Ausfahren des vollausziehbaren Vitrinenbodens (3).

    Die Anlage zur Erhaltung einer konstanten Luftfeuchtigkeit kann über eine integrierte Klappe im Sockel gewartet werden.
  5. Die rollbare Vollsichtvitrine ist nach Schutzanspruch 3 dadurch gekennzeichnet, dass der Vitrinenkörper, bestehend aus dem Glaskörper VSG 8mm, längere Breitseiten mit Glasdeckel, auf Gehrung glasklar verklebt und kürzere Schmalseiten als Glastüren ausgebildet, abschließbar (Schloss im Sockel 3) und staubdicht ausgeführt ist.
  6. Die rollbare Vollsichtvitrine ist nach Schutzanspruch 3 dadurch gekennzeichnet, dass optional auf dem Vitrinenboden (3) eine Präsentationswand (8), bestehend aus 15mm Holzwerkstoffplatten auf einer Basisplatte 19mm, sowie Regalböden montiert sind.
  7. Die rollbare Vollsichtvitrine ist nach Schutzanspruch 3 dadurch gekennzeichnet, dass sich auf der Oberseite des Vitrinenkörpers ein Gehäuse (7) zur Aufnahme einer Beleuchtungsanlage und eventueller Beschriftung der Vitrine befindet. Dieses Gehäuse, bestehend aus Aluminium, an zwei Längsseiten mit ausgestanzten Ziffern, ist hinterleuchtet und wird auf die Glasdecke des Vitrinenkörpers frei aufgelegt.
Es folgen 4 Blatt Zeichnungen






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