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Dokumentenidentifikation DE202005012784U1 13.04.2006
Titel Stativkopf für Film-, Fernsehkameras und andere Geräte mit einer hydraulischen Dämpfungseinrichtung
Anmelder Panther GmbH, 82041 Oberhaching, DE
Vertreter Czybulka, U., Dipl.-Phys., Pat.-Anw., 81667 München
DE-Aktenzeichen 202005012784
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 13.04.2006
Registration date 09.03.2006
Application date from patent application 12.08.2005
IPC-Hauptklasse F16M 11/06(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse G03B 17/56(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf einen Stativkopf für Film-, Fernsehkameras und andere Geräte gemäß dem Oberbegriff es Anspruches 1.

Derartige Stativköpfe mit einer hydraulischen Dämpfungseinrichtung sind zum Beispiel aus der DE 24 57 267 bekannt. Der Stativkopf weist hierbei ein Gehäuse aus einem Stator und einem Rotor auf, wobei mit dem Stator mehrere sich von der zentralen Statorachse beziehungsweise Statorwelle radial erstreckende Dämpfungsscheiben in Form von kreisförmigen Lochscheiben verbunden sind, in die mit dem Rotor des Stativkopfes fest verbundene Dämpfungsscheiben kammartig eingreifen. Zwischen den Dämpfungsscheiben jeweils geringfügige Spalte verbleiben, die mit einer Dämpfungsflüssigkeit, vorzugsweise einem Silikonfett ausgefüllt sind.

Die Verbindung zwischen dem mit dem Stator verbundenen Dämpfungsscheiben kann entweder gelöst oder fixiert werden, sodass lediglich eine bestimmte Anzahl von Dämpfungsscheiben des Stators in die Dämpfungsscheiben des Rotors eingreift, sodass dadurch auch die Dämpfungskraft variiert werden kann. Je mehr Dämpfungsscheiben des Stators mit diesem verbunden werden, umso stärker ist die Dämpfung. Durch diese Art einer hydraulischen Dämpfungseinheit kann eine sehr gleichmäßige Schwenk- oder Nickbewegung einer auf dem Stativkopf montierten Kamera oder einem anderen Gerät, wie zum Beispiel einem Monitor für eine Fernsteuerkamera, erreicht werden.

Eine Verbesserung dieses bekannten hydraulischen Dämpfungsgliedes für einen Stativkopf ist in der DE 2657692 beschrieben; hier werden nicht mehr einzelne Dämpfungsscheiben verriegelt oder entriegelt, sondern es sind so genannte Dämpfungspakete vorgesehen, die jeweils mehrere mit dem Stator beziehungsweise mit dem Rotor zu verbindende in einem Gehäuse gekapselte kammartig ineinander greifende Dämpfungsscheiben aufweisen. Jedes Paket kann dann entweder mit dem Stator verbunden oder von diesem freigegeben werden, sodass sich zum Beispiel bei drei Dämpfungspaketen mit unterschiedlicher Anzahl von Dämpfungsscheiben acht Dämpfungsstufen einschließlich der Dämpfungsstufe „Null" ergeben.

Bei diesen bekannten Dämpfungseinrichtungen für Stativköpfe ist die Dämpfung bei Schwenk- beziehungsweise Nickbewegungen einer Kamera oder eines anderen Gerätes nur in Stufen einstellbar; außerdem ist für jede Dämpfungsstufe eine eigene Verriegelungseinrichtung notwendig.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Stativkopf mit einer hydraulischen Dämpfungseinrichtung anzugeben, der mit einfachen Mitteln in seiner Dämpfung quasi stufenlos eingestellt werden kann.

Diese Aufgabe ist gemäß der Erfindung durch die Merkmale des Anspruches 1 erreicht.

Demgemäß weist der Stator eine mit einer hydraulischen Dämpfungsflüssigkeit, insbesondere zähem Silikonfett gefüllte kegelstumpfförmige Kammer auf, deren Mittelachse der zentralen Statorachse entspricht. In der Kammer ist ein zu der zentralen Statorachse koaxiales und formmäßig an die Innenwände der Kammer angepasstes kegelstumpfförmiges Stellglied vorgesehen, wobei zwischen der Innenwand der Kammer und der Außenwand des Stellgliedes ein Spalt gebildet wird. Mit Hilfe einer Stelleinrichtung zur axialen Verschiebung des Stellgliedes in der Kammer kann der Spalt zwischen der Innenwand der Kammer und der Außenwand des Stellgliedes verändert werden, wodurch auch die Dämpfung verändert wird. Wird der Spalt klein eingestellt, so sind die Scherkräfte in der Dämpfungsflüssigkeit zwischen Rotor und Stator sehr groß, sodass eine Schwenk- oder Nickbewegung der Kamera stark gedämpft wird. Wird die Breite des Spaltes groß eingestellt, sind die Scherkräfte entsprechend niedriger, sodass einer Schwenk- beziehungsweise Nickbewegung einer Kamera nur geringere Widerstände entgegengesetzt werden und die Dämpfung geringer ist.

Mit einer solchen Konstruktion kann die Dämpfung für einen Stativkopf stufenlos eingestellt werden, sodass ein Kameramann den ihm am Angenehmsten empfundenen Dämpfungsgrad einstellen kann.

Die Konstruktion bei einer Dämpfungseinrichtung bei einem Stativkopf gemäß der Erfindung kann relativ einfach gestaltet werden, indem das Stellglied, zum Beispiel linear gegen die Kraft von Tellerfedern in Richtung der Achse verschoben werden kann, zum Beispiel mit Hilfe von Rampen und entsprechend auf diesen Rampen laufenden Kugeln, die mit Hilfe einer Steuerkurve auf die Rampen eines Druckbolzens geschoben werden.

Weitere Ausgestaltungen der Erfindung gehen aus den Unteransprüchen hervor.

Die Erfindung in einem Ausführungsbeispiel anhand der einzigen Figur erläutert, in der ein Querschnitt durch eine Hälfte eines Stativkopfes mit einer hydraulischen Dämpfungseinrichtung gemäß der Erfindung gezeigt ist.

Ein Stativkopf 1 weist ein im Wesentlichen halbkugelförmiges Gehäuse 2 auf, das als Stator dient und in ein herkömmliches Kamerastativ eingesetzt und dort fixiert wird. Der Stator weist eine im Querschnitt kegelstumpfförmige Kammer 3 auf, deren Seitenwand 4 gegenüber der Vertikalen um etwa 15° nach außen geneigt ist. Der Boden 5 der Kammer ist eben und nimmt einen Winkel mit der Vertikalen von 90° ein.

Der Stator hat eine zentrale Hauptwelle 6, auf die ein an die Form der Kammer 3 angepasstes, im Querschnitt ebenfalls kegelstumpfförmiges Stellglied als Teil des Rotors 7 aufgesetzt ist, der mit einer hier nicht gezeigten Aufnahme für die Kamera oder ein ähnliches Gerät verbunden ist.

Das Gehäuse 2 ist mit einem Gehäusedeckel 8 abgeschlossen, durch den die Hauptwelle 6 geführt ist.

In der Hauptwelle 6 ist ein Druckbolzen 9 axial geführt, der mit einem hierzu quer verlaufenden Lagerbolzen 10 verbunden ist, der seinerseits fest mit dem Rotor 7 verbunden ist. Der Druckbolzen 9 ist an seiner Oberseite mit einem flachen Kegel versehen, der als Rampe 11 für mehrere, in diesem Falle vier Stellkugeln 12 dient. Der Druckbolzen 9 kann in der Hauptwelle 6 um einen geringen Weg axial verschoben werden, wodurch auch der Rotor 7 über den Lagerbolzen 10 axial verschoben werden kann. Durch die kegelstumpfförmige Ausbildung der Dämpfungskammer 3 und des Rotors 7 kann durch diese axiale Verschiebung zwischen der Seitenwand 4 und dem Boden 5 der Kammer 3 ein variabler Flächenspalt 13 eingestellt werden, der in der Praxis im Bereich unterhalb eines Millimeters liegt, für übliche Stativköpfe etwa im Bereich zwischen 0,05 und 0,6 mm. In jedem Falle liegt die Dimension des Flächenspaltes im Millimeter-Bereich, hierbei üblicherweise unterhalb eines Millimeters.

Die Kammer 3 ist im Bereich des Flächenspaltes 13 mit einem zähen Silikonfett gefüllt, sodass bei einer Drehung des Rotors 7 die Drehbewegung aufgrund der Scherkräfte in dem Silikonfett gedämpft werden, und zwar umso stärker je enger der Flächenspalt 13 ist.

Die Einstellung des Flächenspaltes 13 erfolgt, wie oben erwähnt, über die Rampe 11 und die Stellkugeln 12 sowie den Druckbolzen 9 und den mit dem Rotor fest verbundenen Lagerbolzen 10. Um eine spielfreie Bewegung zu ermöglichen, ist der Rotor 7 durch mehrere Tellerfedern 14 abgestützt, die den Rotor in Richtung auf das obere Ende des Stativkopfes 1 drücken. Im oberen Bereich des Stativkopfes 1 ist ein Stellring 15 vorgesehen, der koaxial zu der Hauptwelle 6 angeordnet ist und eine Steuerkurve 16 aufweist, auf der sich die Stellkugeln 12 abstützen. Die Steuerkurve 16 ist exzentrisch geformt, sodass beim Verdrehen des Stellringes 15 die Stellkugeln 12 mehr oder weniger auf die Rampe 11 des Druckbolzens 9 geschoben werden und damit diesen axial verschieben. Je weiter die Stellkugeln 12 in Richtung auf die Spitze der Rampe 11 laufen, desto mehr wird der Druckbolzen 9 in der Figur nach unten verschoben, sodass der Flächenspalt 13 verkleinert wird. Sind die Stellkugeln 12 in einer Stellung nahe am Anfang der Rampe 11, wie in der Figur gezeigt, wird der Druckbolzen 9 durch die Tellerfedern 14 in seiner oberen Position gehalten, sodass der Flächenspalt 13 relativ groß ist.

Die Stellkugeln 12 können auf beiden Seiten des Druckbolzens 9 angeordnet sein, wie dieses in der Figur gezeigt ist, wobei dann zwei Steuerkurven 16 für jeweils zwei hintereinander gelegene Kugeln vorgesehen sind.


Anspruch[de]
  1. Stativkopf für Film-, Fernsehkameras und andere Geräte zum Verschwenken dieser Geräte um zumindest eine Achse, mit zumindest einem Stator und einem um dessen zentrale Statorachse verschwenkbaren, das jeweilige Gerät tragenden Rotor und mit einer hydraulischen Dämpfungseinrichtung zwischen Stator und Rotor, dadurch gekennzeichnet, dass der Stator (2) eine mit einer hydraulischen Dämpfungsflüssigkeit gefüllte kegelstumpfförmige Kammer (3) aufweist, deren Mittelachse der zentralen Statorachse (6) entspricht und in der ein dazu koaxiales, formmäßig an die Kammer angepasstes, mit dem Rotor fest verbundenes Stellglied (7) angeordnet ist, das mit der Wand der Kammer (3) einen Flächenspalt (13) bildet, und dass eine Stelleinrichtung (11, 12, 14, 15) zur axialen Verschiebung des Rotors (7) vorgesehen ist, um die Breite des Flächenspaltes 13 zu verändern.
  2. Stativkopf nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenwand (4) der Kammer (3) um einen Winkel zwischen 5 und 25°, vorzugsweise 15° gegenüber der vertikalen Statorachse (6) nach außen geneigt ist.
  3. Stativkopf nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass Tellerfedern (14) vorgesehen sind, um den Rotor (7) axial vorzuspannen.
  4. Stativkopf nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in einer Hauptwelle (6) des Stativkopfes ein Druckbolzen (9) axial verschiebbar gelagert ist, der mit einem quer zu dem Druckbolzen (9) verlaufenden Lagerbolzen (10) fest verbunden ist, der mit dem Stellglied des Rotors (7) fest verbunden ist.
  5. Stativkopf nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Druckbolzen (9) an seinem dem Lagerbolzen (10) gegenüber liegenden Ende eine Rampe (11) in Form eines Kegels aufweist, auf der Stellkugeln (12) mit Hilfe einer Steuerkurve (16) quer verschiebbar sind.
  6. Stativkopf nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass ein mit dem Stator (2) koaxialer Stellring (15) vorgesehen ist, der die die Hauptwelle (6) des Stativkopfes umgebende Steuerkurve (16) aufweist, an der die Stellkugeln (12) für die Rampe (11) anliegen.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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