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Dokumentenidentifikation DE202005015564U1 13.04.2006
Titel Ständer für längliche stangenartige Endbereiche aufweisende Gegenstände
Anmelder Dauba, Herbert, Ehrwald, Tirol, AT
Vertreter Neidl-Stippler und Kollegen, 81679 München
DE-Aktenzeichen 202005015564
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 13.04.2006
Registration date 09.03.2006
Application date from patent application 05.10.2005
IPC-Hauptklasse F16M 13/00(2006.01)A, F, I, 20051005, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Ständer für längliche stangenartige Endbereiche aufweisende Gegenstände, wie Fahnen, Sonnenschirme, Christbäume u. dgl.

Gegenstände dieser Art sollen häufig temporär aufgestellt werden, ohne im Boden verankert zu werden, so bspw. Sonnenschirme auf Balkonen, Terrassen od. dgl., Fahnen oder Begrenzungspfosten in öffentlichen Bereichen; Schilder, wie Verkehrszeichen oder Hinweisschilder oder aber auch Christbäume.

Der erfindungsgemässe Ständer ist vielseitig verwendbar und kann immer dann eingesetzt werden, wenn eine schwenkbare Vorrichtung erhalten werden soll, deren Oberteil austauschbar sein kann. So lässt sich z. B. ein schwenkbarer Hocker oder Stuhl gegen einen schwenkbaren Tisch austauschen. Weitere Anwendungsmöglichkeiten sind z. B. schwenkbare Möbel, Christbaumständer, Blumenvasen, Aschenbecher, Telefonständer, Ablagen etc. Diese Gegenstände sind häufig schwer oder aber schwierig auszurichten.

Nachfolgend wird die Erfindung anhand eines Christbaumständers beschrieben, auf den sie aber keineswegs eingeschränkt ist, sondern sie betrifft einen Ständer mit einem schwenkbaren Gelenk, das zur Anbindung und winkelmässig variablen Aufstellung der unterschiedlichsten Gegenstände verwendet werden kann.

In der DE 39 15 710 A1 ist ein Gelenk beschrieben, bei dem zwei zueinander im Wesentlichen parallele Gelenkteller vorgesehen sind, von den Gelenktellern jeweils wenigstens zwei in der Ebene der Gelenkteller liegende und mit den Gelenktellern fest verbundene Gelenkarme ausgehen, wobei die Gelenkteller um eine gemeinsame durch den Mittelpunkt der Gelenkteller gehende Gelenkachse gegeneinander verdrehbar sind, und ein Gelenkteller mit Erhebungen versehen ist, denen entsprechende Vertiefungen am anderen Gelenkteller zugeordnet sind. Die Gelenkteller sind mit geringem axialen Spiel auf der Gelenkachse gelagert, wobei der obere Gelenkteller durch die Kraft einer Feder gegen den unteren Gelenkteller gepresst wird, und die beiden Gelenkteller in bestimmten Verdrehstellungen gegeneinander verrastbar sind, wobei die Erhebungen des unteren Gelenktellers von den Vertiefungen des oberen Gelenktellers formschlüssig aufgenommen werden. An den Gelenktellern sind Gelenkarme befestigt, die beispielsweise als Leuchtenarme dienen können. die dann in verschiedenen gewünschten Winkelstellungen zueinander festgelegt werden können. Eine freie Drehbarkeit in einer gewünschten Ebene soll mit dieser Anordnung nicht erreicht werden.

Es ist demgegenüber Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Ständer zu schaffen, der eine leichtere Handhabung der Aufstellung von länglichen Gegenständen ermöglicht.

Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch einen Ständer mit den Merkmalen des Anspruches 1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen.

Dadurch, dass erfindungsgemäß ein mehrteiliger Ständer eingesetzt wird, dessen Oberteil zunächst mit dem aufzustellenden länglichen Gegenstand verbunden wird und sodann dieser Verbund in den Ständer eingebracht und in diesem ausgerichtet wird, ist es möglich, in einfachster Weise eine Aufstellung und auch eine Justierung des länglichen Gegenstandes durch eine einzige Person zu erreichen.

Dabei wird die Verschwenkbarkeit um mindestens eine Achse dadurch bewirkt, dass ein im wstl. kugelförmiges Ende des Ständeroberteils, das am aufzustellenden Gegenstand befestigt ist, in eine im Ständerunterteil vorgesehene buchsenartige Aufnahmeeinrichtung, welche das kugelförmige Ende teilweise umschliesst, schwenkbar in Art eines Kugelgelenks angeordnet wird. Diese Aufnahmeeinrichtung weist eine Feststelleinrichtung für die Kugel auf, mittels derer die Kugel in jeder Stellung arretiert und damit auch der längliche Gegenstand festgesetzt werden kann. Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist dafür eine Feststellschraube vorgesehen – es können aber auch federbelastete Bremsbacken od. dgl. eingesetzt werden. Es ist lediglich wichtig, dass die Funktion des Festsetzens der Kugel in der Aufnahmeeinrichtung erzielt wird, wozu dem Fachmann verschiedenste Maßnahmen geläufig sind.

Bevorzugt ist ferner eine mindestens einteilige Feststellschraubenverlängerung vorgesehen, welche auf die Feststellschraube aufsteckbar ist und ermöglicht, diese auch im Stehen zu drehen.

Bevorzugt wirkt diese Feststellschraube mit einer Kugelauflage, gebildet durch eine in der gegenüberliegenden Innenwand der Aufnahme vorgesehene Vertiefung oder Öffnung, zusammen, sodass eine Auflagefläche vorgesehen ist.

Die Kugel kann nun an der Aussenkante der Vertiefung oder Öffnung aufliegen oder in der Vertiefung selbst, falls diese an die Aussenform der Kugel angepaßt ist.

Um eine bessere Gewichtsverteilung dahingehend zu erzielen, dass der Ständer schwerer wird, um eine statisch gute Aufstellung und Gewichtverteilung des länglichen Gegenstandes zu erhalten, kann das Ständerunterteil ein Gewicht, bspw. ein Reservoir für Sand oder anderes fliessfähiges Material aufweisen.

Dadurch, dass die Kugel im Kugelhalter frei drehbar ist, so lange die Feststelleinrichtung nicht betätigt ist, kann der längliche Gegenstand in den Gegenstandhalter des Halteteils – bspw. liegend – eingebracht und darin befestigt werden – bspw. durch Schrauben, Klemmsitz, Kleben etc.

Nach Befestigung des länglichen Gegenstandes kann dieser unter Drehung des Halterendteils im Kugelhalter aufgestellt werden und, sobald die erwünschte Winkelposition des Gegenstandes erreicht worden ist – bspw. senkrecht – mittels der Feststelleinrichtung befestigt werden.

Nachfolgend wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels, auf das sie keineswegs eingeschränkt ist, näher erläutert. Dabei zeigt:

1 eine perspektivische Ansicht der Einzelteile einer bevorzugten Ausführungsform eines Christbaumständers

2 einen Längsschnitt durch den montierten Christbaumständer, bei dem das Ständeroberteil im Ständerunterteil angebracht ist;

3 einen Längsschnitt durch das Ständeroberteil des Christbaumhalters;

4 einen Querschnitt durch das Ständeroberteil des Christbaumhalters auf Ebene der Befestigungsschrauben; und

5a – d das Aufstellen eines Christbaums mit einem erfindungsgemäßen Christbaumständer.

In 1 sind die wesentlichen Teile des erfindungsgemäßen mehrteiligen Ständers in einer Ausführungsform als Christbaumständer gezeigt. Ein fußartiges Ständerunterteil 30 wird durch ein Ständeroberteil 20 ergänzt, in das der Christbaum 10 eingebracht und darin befestigt wird.

In 2 ist die Anordnung des Ständeroberteils 20 im Ständerunterteil 30 detailliert dargestellt.

Das Ständeroberteil 20 weist eine Aufnahme 22 für ein Ende des länglichen Gegenstandes 10 sowie kugelartiges Endteil 32 auf, das in eine buchsenartige Aufnahmeeinrichtung 36 im Ständerunterteil 30 eingesetzt ist. Bevorzugt weist die buchsenartige Aufnahmeeinrichtung 36 eine schräge Seitenwand 33 mit einer kreisförmigen Aussparung oder Vertiefung 38, deren Weite geringer als der Kugeldurchmesser des kugelartigen Endteiles 26 ist, entgegengesetzt einer Feststelleinrichtung, hier der in Richtung des Inneren der buchsenartigen Aufnahmeeinrichtung verlaufende Feststellschraube 34 auf. Wenn die Feststellschraube 34 in die Aufnahmeeinrichtung 36 eingeschraubt wird, drückt sie das kugelartige Endteil 26 gegen die schräge Seitenwand 33 in die kreisförmige Aussparung oder Vertiefung 38 und auf die Aussenkante der kreisförmige Aussparung 38 und befestigt so den kugelförmigen Körper reversibel im Reibsitz gegen die kreislinienförmige Auflagefläche und die Feststellschraube 34. Falls die Feststellschraube 34 das kugelförmige Endteil 26 freigibt, wenn sie herausgedreht wird, kann dieses beliebig in der Aufnahmeeinrichtung 36 gedreht werden und ermöglicht so eine beliebige winkelmässige Anordnung des Ständeroberteils 20 und damit des darin befestigten länglichen Gegenstandes 10.

Es ist besonders bevorzugt, dass in der Aufnahme 22 des Ständeroberteils 20 schräge Wandabschnitte 23 so, dass die Öffnung der Aufnahme sich in ihrem Durchmesser in Richtung des kugelförmigen Endes 26 verjüngt, vorgesehen sind, sodass Gegenstände unterschiedlichster Durchmesser eine Anlage an der Innenwand der Aufnahme 22 finden und sich so abstützen können. Im oberen Bereich der Innenwand der Aufnahme

In 3 ist die Befestigungseinrichtung des Oberteils für den länglichen Gegenstand, bspw. ein Christbaumende, gezeigt. Hier dienen 3 Feststellschrauben zum Befestigen des in die Haltehülse gesteckten Endes.

In 4 ist ersichtlich, dass der Halter bevorzugt eine Schräge in seinem Inneren aufweist, die einen Klemmsitz mit dem Christbaumende hervorruft und so denselben zusätzlich zu den Halteschrauben sicher in der Aufnahme befestigt.

In den Darstellungen 5a – d ist das Aufstellen eines Christbaums mittels des erfindungsgemäßen Christbaumständers gezeigt.

Zunächst wird das Oberteil 20 des Ständers am Baumstammende befestigt. Dann wird das Oberteil mit Baumstamm in das Unterteil 30 gestellt, gerade ausgerichtet und mit Hilfe der Feststellschraube der Kugelfortsatz des Oberteils 20 gegen die Aussenkante der kreisförmigen Öffnung festgestellt. Mittels einer Feststellschraubenverlängerung 40, welche die Feststellschraube entsprechend verlängert, ist dies sogar möglich, dieselbe ohne sich zu bücken in einfacher Weise mit einer Hand festzuziehen, während die andere Hand bspw. die Lage des Gegenstandes stabilisieren kann. Die Feststellschrauben-ver-längerung 40, welche auf die Feststellschraube 34 aufsteckbar ist (s. 1), kann ein- oder mehrteilig, bspw. aus zwei miteinander verschraubbaren Teilen 42, 44, ausgeführt sein, wobei eine mehrteilige Ausgestaltung den Vorteil bietet, leichter verstaut werden zu können, wenn die Ständeranordnung gelagert wird.

Durch die kugelgelenkartige Ausgestaltung der Befestigung zwischen Oberteil und Ständer kann jegliche Schieflage des Baums ausgeglichen werden. Bevorzugt ist das Oberteil so ausgerichtet, dass auch grosse Stammdurchmesser hineinpassen – durch die Schräge im unteren Bereich können dann auch dünnere Stämme festgesetzt werden.

Dadurch, dass erfindungsgemäß nun eine winkelmässige Justierung des länglichen Gegenstandes im Ständer möglich ist, ist eine Adaptierbarkeit an die verschiedensten örtlichen und ästhetischen Anforderungen gegeben und die Handhabung stark vereinfacht.

Obwohl die Erfindung anhand bevorzugter Ausführungsformen beschrieben wurde, ist dem Fachmann offensichtlich, daß mannigfache Abwandlungen innerhalb des Schutzbereiches der Ansprüche möglich sind, so daß der Schutzbereich keinesfalls darauf eingeschränkt ist.

10länglicher Gegenstand, Christbaum 20Ständeroberteil 22Aufnahme von 20 23Schräger Wandabschnitt von 22 24Befestigungsschraube von 20 26kugelartiges Endteil von 20 30Ständerunterteil 33schräge Seitenwand mit kreisförmiger Öffnung von 36 34Feststellschraube von 30 36Aufnahmeeinrichtung von 30 für das kugelartige Endteil 26 38kreisförmige Aussparung oder Vertiefung in 33 40Feststellschraubenverlängerung 42Oberteil von 40 44Unterteil von 40

Anspruch[de]
  1. Mehrteiliger Ständer zum Befestigen von länglichen Gegenständen, wie Schirmen, Fahnen, Verkehrszeichen oder Christbäumen (10), gekennzeichnet durch:

    – ein Ständeroberteil (20) mit

    einer Aufnahme (22) für ein Ende des länglichen Gegenstandes 10 und

    einem zumindest teilweise kugelförmigen Ende (26)

    und

    – ein Ständerunterteil (30) mit:

    einer buchsenartigen Aufnahmeeinrichtung (36) für das kugelförmige Ende (26) des Ständeroberteils und einer Feststelleinrichtung (34),

    wobei die Aufnahmeeinrichtung (36) eine abgeschrägte Seitenwand (33) mit einer kreisförmigen Öffnung (38) geringeren Durchmessers als der Durchmesser des kugelförmigen Endes (26) gegenüber der Feststelleinrichtung (34) aufweist.
  2. Ständer nach Anspruch 1, ferner gekennzeichnet durch eine mindestens einteilige Feststellschraubenverlängerung (40), welche auf die Feststellschraube (34) aufsteckbar ist.
  3. Ständer nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Ständerunterteil (30) auch ein Reservoir sein kann zu befüllen mit unterschiedlichen Stoffen.
Es folgen 3 Blatt Zeichnungen






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