PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE202005016236U1 13.04.2006
Titel Biomassetrocknung mit Austragung
Anmelder Göbler, Rene, 09244 Lichtenau, DE
DE-Aktenzeichen 202005016236
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 13.04.2006
Registration date 09.03.2006
Application date from patent application 17.10.2005
IPC-Hauptklasse C10L 5/44(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE

Beschreibung[de]

Automatische Heizungsanlagen mit Biomassebefeuerung (beispielsweise Holzhackschnitzel) verbrennen diese Biomasse günstigstenfalls lufttrocken. Die relative Materialfeuchte der Biomasse bewegt sich dabei zwischen 10 und 30 %. Da das Wasser vor dem Verbrennungsprozess erwärmt und verdunstet werden muß, muß hierfür beträchtlich Energie aufgewendet werden.

Die Abgaswärme hingegen kann auf Grund ihrer zu geringen Temperaturdifferenz zum Heizfluidum (z.B. Wasser) wiederum nicht weiter genutzt werden.

Die am häufigsten verwendete Austragungsmethode aus dem Brennstoffvorratsbehälter besteht aus einem durch einen Getriebemotor angetriebenen tellerartigen Zylinder auf dem Boden des Behälters. Häufig wird die Austragung durch eine an diesem Zylinder befestigte Feder (Blattfeder) unterstützt. Diese Ausführung ist sehr energieintensiv, da das gesamte sich über der Austragung befindliche Material auf den sich bewegenden Teilen lastet.

Da auf dem Behälterboden der größte Materialdruck vorherrscht, ist an dieser Stelle die Materialfeuchte am größten. An der Oberfläche des Behälterinhaltes trocknet das Material (einige Zentimeter tief), durch die sich darüber befindliche (meist trockene) Luft relativ schnell ab.

Der im Schutzanspruch 1 angegebenen Erfindung liegt das Problem zu Grunde, ein Behälter mit Austragung zu schaffen, in welchem das Brennmaterial getrocknet und unter dem geringsten Energieaufwand ausgetragen werden kann, dieses Problem wird mit den in Schutzanspruch 1 aufgeführten Merkmalen gelöst.

Mit der Erfindung wird erreicht, dass das Brennmaterial im Behälter mit Hilfe der Abgaswärme getrocknet wird und das an der Oberfläche abgetrocknete Material kontinuierlich der Verbrennung zugeführt werden kann. Eine Erhöhung des Wirkungsgrades der Heizungsanlage um bis zu 25 Prozent ist dadurch möglich.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand der 1 bis 5 erläutert. Es zeigen:

1: Den gesamten mit Biomasse (1) befüllten Behälter mit Austragung (4) und Luftführung (3)

2: Den Behälter mit Lüftungsschlitzen (9), Materialausgang (2) und Austragung (4) ohne Luftführung (3)

3: Den Behälter mit Austragung (4) ohne Luftführung (3) und ohne Biomasse (1)

4: Die Austragung mit Getriebemotor (4), Wischerarm (5) und Wischer (6)

5: Die Luftführung (3)

In den Figuren ist der Behälter mit der Oberflächen-Austragung und der Trocknungsluftzufuhr abgebildet.

Die aus den Abgasen gewonnene Warmluft (über Wärmetauscher oder direkt) wird vom Ofen zum Behälter (10) geführt und gelangt dort über die Luftführung (3) durch Lüftungsschlitze (9) an die Oberfläche des Behälterinhalts (1).

Im Behälter befindet sich ein Materialausgang (2), durch welchen das getrocknete Material auf die Materialtransporteinrichtung zum Ofen fällt. Unmittelbar an diesem Ausgang befindet sich das Rührwerk (8), welches mittels verschiedener aus dem Zentrum ragender Körper (zum Beispiel Stäbe) oder Flächen (auch schneckenartig) den Schüttkanal (7) freihalten und der Öffnung kontinuierlich neues Material zuführen. Oberhalb des Rührwerkes befinden sich ein oder mehrere Wischerarme (5). Diese Wischer werden vom Wischerarm über die Oberfläche des Behälterinhaltes bewegt. Dadurch wird das an der Oberfläche befindliche trockene Material abgezogen und dem Schüttkanal zugeführt. Durch die Rotationsbewegung wird das Ende des Wischers stets ins Zentrum des Rührwerkes gezogen.

Der Behälter kann aus Stoff bestehen, um die Trocknung zu beschleunigen.

An den Wischerarmen (5) können mehrere Wischer (6) gleicher oder verschiedener Länge gleichen oder verschiedenen Materials befestigt sein.


Anspruch[de]
  1. Behälter zum Trocknen von Biomasse (Brennmaterials) (1) o.ä., welcher über Luftkanäle, Luftführung (3) und eine Austragung (4) mit Rührwerk (8) verfügt, dadurch gekennzeichnet, dass der Behälter (10) über Lüftungsschlitze (9) verfügt, durch welche zwangsweise aus dem Abgas der Verbrennungsanlage gewonnene Warmluft auf den Behälterinhalt (1) geführt werden kann.
  2. Rührwerk nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass sich oberhalb des Brennmaterials (1) ein oder mehrere Wischerarme (5) befinden.
  3. Rührwerk nach einem der vorherigen Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass an einem oder mehreren Wischerarmen (5) ein oder mehrere Wischer (6) lose oder feststellbar angeordnet sind.
  4. Rührwerk (8) nach einem der vorherigen Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass an einem oder mehreren Wischerarmen (5) ein oder mehrere Wischer (6) lose oder feststellbar angeordnet sind, welche durch ihre Länge während der Rotation des Rührwerks (8) mit dem frei beweglichen Ende bis an die Rotationsachse gezogen werden.
  5. Rührwerk (8) nach einem der vorherigen Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass ein Getriebemotor (4) die Austragung (4) antreibt
Es folgen 5 Blatt Zeichnungen






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

  Patente PDF

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com