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Dokumentenidentifikation DE202005016774U1 13.04.2006
Titel Tragbares Wassertherapiegerät für den Dickdarm
Anmelder Chen, Hsin-Ming, Taipeh/T'ai-pei, TW
Vertreter Patentanwälte Hauck, Graalfs, Wehnert, Döring, Siemons, Schildberg, 20354 Hamburg
DE-Aktenzeichen 202005016774
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 13.04.2006
Registration date 09.03.2006
Application date from patent application 26.10.2005
IPC-Hauptklasse A61M 3/00(2006.01)A, F, I, 20060130, B, H, DE
IPC-Nebenklasse A61M 35/00(2006.01)A, L, I, 20060130, B, H, DE   A61M 1/00(2006.01)A, L, I, 20060130, B, H, DE   A61M 9/00(2006.01)A, L, I, 20060130, B, H, DE   A47K 17/00(2006.01)A, L, I, 20060130, B, H, DE   

Beschreibung[de]
1. Bereich des Gebrauchsmusters

Das vorliegende Gebrauchsmuster betrifft ein Wassertherapiegerät für den Dickdarm und betrifft insbesondere ein tragbares Wassertherapiegerät für den Dickdarm.

2. Beschreibung des Standes der Technik

Die Wassertherapie wird oft zur Behandlung von Stuhlverstopfung angewandt. In den Dickdarm wird mit Hilfe eines Wassertherapiegerätes warmes Wasser eingeleitet, um die Peristaltik des Dickdarms anzuregen und den Stuhlgang zu erleichtern.

Die Wassertherapiebehandlung mit dem Wassertherapiegerät wird gewöhnlich in einem Krankenhaus vorgenommen; das Wassertherapiegerät für den Dickdarm kann jedoch auch für Benutzer zu Hause nutzvoll sein. In 5 besitzt ein herkömmliches Wassertherapiegerät für den Dickdarm, das zu Hause verwendet werden kann, eine Steuereinheit 60, eine Positionierauflage 70 und einen Schlauch 80. Das herkömmliche Gerät ist an eine Toilette mit einem Spülkasten und einem Sitz angepasst. Die Steuereinheit 60 ist auf dem Spülkasten der Toilette vorgesehen, die Positionierauflage 70 ist an einem hinteren Ende des Sitzes befestigt, und in der Positionierauflage 70 ist ein Führungsschlauch 71 angebracht, wobei von einem Mittelabschnitt des Führungsschlauches 71 ein Rohr 72 ausgeht. Mit dem Rohr 72 ist eine Düse 90 verbunden und weist am oberen Ende der Düse 90 mehrere Öffnungen 91 auf. Der Schlauch 80 weist zwei Enden auf, wobei ein erstes Ende mit der Steuereinheit 60 verbunden ist und ein zweites Ende mit dem Führungsschlauch 71 verbunden ist.

Die Steuereinheit 60 besitzt einen Wasservonatstank, einen Druckanzeiger, einen Temperaturanzeiger und einen Wassermengenanzeiger. Das Wasser in dem Tank wird von Hand eingefüllt, durch den Schlauch 80, den Führungsschlauch 71 und das Rohr 72 hindurch und dann in die Düse 90 gepumpt, um aus den Öffnungen 91 auszuspritzen.

In 6 kann ein Benutzer auf dem Sitz sitzen und die Düse 90 in den Mastdarm einführen. Zum Steuern des Wasserstroms wird für den Benutzer eine Steuervorrichtung an einem Kabel geliefert.

Jedoch muss Wasser von Hand eingefüllt werden, wenn der Spiegel niedrig ist. Da ein großer Wasservorratstank notwendig ist, lässt sich das Gerät nur schwer tragen, und das ist für Benutzer unbequem, die das Gerät mit aus der Wohnung nehmen müssen. Des weiteren ist die Steuereinheit auf dem Wassertank hinter dem Benutzer angebracht, und dadurch fällt es dem Benutzer schwer, den Druckanzeiger, den Temperaturanzeiger usw. zu überwachen.

Um die vorgenannten Probleme zu lindern oder zu beseitigen, wird deshalb mit dem Gebrauchsmuster ein tragbares Wassertherapiegerät für den Dickdarm bereitgestellt.

Dem vorliegenden Gebrauchsmuster liegt die Hauptaufgabe zugrunde, ein tragbares Wassertherapiegerät für den Dickdarm zu schaffen.

Das tragbare Wassertherapiegerät für den Dickdarm besitzt eine Positionierauflage, eine Steuereinheit, einen Einlassschlauch, einen Auslassschlauch, eine Düse und ein Schaltersystem.

Der Einlassschlauch ist mit einem Wasserhahn verbunden, wodurch es unnötig wird, Wasser von Hand einzufüllen, und kein Wasservorratstank notwendig ist.

Wenn ein Benutzer auf der Toilette sitzt, wird die Steuereinheit zwischen die Beine des Benutzers gebracht und gestattet die bequeme Überwachung des Druckanzeigers und des Temperaturanzeigers.

Des weiteren lässt sich die Positionierauflage klappen, und die Steuereinheit ist vergleichsweise klein und leicht zu tragen, was es für den Benutzer bequem macht, sie bei Bedarf aus der Wohnung mitzunehmen.

IN DEN ZEICHNUNGEN IST

1 eine auseinandergezogene perspektivische Ansicht eines tragbaren Wassertherapiegeräts für den Dickdarm gemäß dem Gebrauchsmuster;

2 ein Ablaufblockschaltbild für die Vorrichtungen in einer Steuereinheit des tragbaren Wassertherapiegeräts für den Dickdarm gemäß 1;

3 eine perspektivische Ansicht des tragbaren Wassertherapiegeräts für den Dickdarm gemäß 1;

4 eine funktionsbezogene perspektivische Ansicht des tragbaren Wassertherapiegeräts für den Dickdarm gemäß 1;

5 eine perspektivische Ansicht eines herkömmlichen Wassertherapiegeräts für den Dickdarm gemäß 1; und

6 eine funktionsbezogene perspektivische Ansicht des herkömmlichen Wassertherapiegeräts für den Dickdarm gemäß 5.

In 1 ist ein tragbares Wassertherapiegerät für den Dickdarm auf einer (nicht nummerierten) Toilette mit einer (nicht nummerierten) Toilettenschüssel vorgesehen. Das Wassertherapiegerät besitzt eine Positionierauflage 10 mit einem vorderen Ende, einem hinteren Ende und zwei Seiten. An dem hinteren Ende der Positionierauflage 10 ist eine Verstärkungsrippe 11 vorgesehen. An dem vorderen Ende der Positionierauflage 10 ist ein nach oben weisender Haken 101 ausgebildet, und an dem Haken 101 ist eine Steuereinheit 20 befestigt. Das Wassertherapiegerät für den Dickdarm weist auch einen Einlassschlauch 30 und einen Auslassschlauch 31 auf.

Die Toilette weist einen Sitz 51 auf. Die Positionierauflage 10 weist eine Form ähnlich dem Sitz 51 auf. Die Positionierauflage 10 ist auf die Toilettenschüssel aufgesetzt. Die Positionierauflage 10 weist einen in der Mitte jeder Seite ausgebildeten, schwenkbaren Abschnitt 14 auf, wodurch die Positionierauflage 10 geklappt werden kann. Die Verstärkungsrippe 11 weist einen daran befestigten Führungsschlauch 12 und ein von der Mitte des Führungsschlauches 12 ausgehendes Rohr 13 auf. Eine Düse 40 weist ein oberes Ende auf, an welchem mehrere Öffnungen 41 gebildet sind. Ein unteres Ende der Düse 40 bildet einen Wasserverschluss 42, der mit dem Rohr 13 verbunden ist und die Einstellung der Richtung der Düse 40 ermöglicht, so dass der Benutzer nicht unbequem sitzt, wenn er die Düse 40 einführt.

Die Steuereinheit 20 kann jede beliebige Form aufweisen, wobei die Steuereinheit 20 bei dieser Ausführungsform würfelförmig ist. In 2 besitzt die Steuereinheit 20 eine Filtervorrichtung 21, eine Heizvorrichtung 22, eine Drucksteuerpumpe 23, einen Drucksensor 24, einen Temperatursensor 25, einen Druckanzeiger 241 und einen Temperaturanzeiger 251. Die Drucksteuerpumpe ist des weiteren mit einem Schaltersystem verbunden, welches einen Wahlschalter 26, einen Druckschalter 27 und einen Kippschalter 28 umfasst. Mit dem Druckschalter 27 kann das Wassertherapiegerät intermittierend betrieben werden. Wenn der Druckschalter 27 gedrückt und gehalten wird, wird die Steuereinheit 20 aktiviert, und das Gerät beginnt zu laufen. Alternativ wird die Steuereinheit 20 deaktiviert, wenn der Druckschalter 27 losgelassen wird, und das Gerät stoppt auf der Stelle. Mit dem Kippschalter 28 wird der kontinuierliche Betrieb ermöglicht. Wenn der Kippschalter 28 ein erstes Mal gedrückt wird, wird die Steuereinheit 20 aktiviert, und das Gerät läuft an und läuft weiter. Wenn der Kippschalter 28 ein zweites Mal gedrückt wird, wird die Steuereinheit 20 deaktiviert, und das Gerät hört auf zu laufen. Mit dem Wahlschalter 26 kann ein Benutzer zwischen intermittierendem oder kontinuierlichem Betrieb des Wassertherapiegerätes wählen.

Der Drucksensor 24 ist mit der Drucksteuerpumpe 23 verbunden, um den Wasserdruck zu erfassen, und der Druckanzeiger 241 ist mit dem Drucksensor 24 verbunden, um den erfassten Druck anzuzeigen. Der Temperatursensor 25 ist mit dem Drucksensor 24 verbunden, um die Wassertemperatur zu erfassen, und der Temperaturanzeiger 251 ist mit dem Temperatursensor 25 verbunden, um die erfasste Wassertemperatur anzuzeigen.

Des weiteren ist an der Steuereinheit 20 ein nach unten weisender Haken 201 ausgebildet, welcher zu dem nach oben weisenden Haken 101 an der Positionierauflage 10 korrespondiert, um die Steuereinheit 20 auf der Positionierauflage 10 zu befestigen. Wenn ein Benutzer auf der Toilette sitzt, ist die Steuereinheit 20 zwischen den Beinen des Benutzers positioniert.

Der Einlassschlauch 30 weist zwei Enden auf, wobei ein erstes Ende mit der Drucksteuerpumpe 23 der Steuereinheit 20 verbunden ist und ein zweites Ende mit einem Wasserhahn verbunden ist. Die Filtervorrichtung 21 und die Heizvorrichtung 22 sind mit dem Einlassschlauch 30 verbunden.

Der Auslassschlauch 31 weist zwei Enden auf, wobei ein erstes Ende mit der Drucksteuerpumpe 23 verbunden ist und ein zweites Ende mit dem Führungsschlauch 12 verbunden ist. Der Drucksensor 24 und der Temperatursensor 25 sind mit dem Auslassschlauch 31 verbunden.

In 3 ist der Einlassschlauch 30 mit einem Wasserhahn 50 verbunden. Wenn die Steuereinheit 20 aktiviert ist, lässt die Drucksteuerpumpe 23 Wasser aus dem Wasserhahn 50 in den Einlassschlauch 30 eintreten. Das Wasser wird in der Filtervorrichtung 21 gereinigt und in der Heizvorrichtung 22 erwärmt. Das erwärmte Wasser, dessen Druck durch die Drucksteuerpumpe 23 reguliert ist, wird dann durch den Führungsschlauch 12 gepumpt und fließt durch das Rohr 13 in die Düse 40, um schließlich aus den mehreren Öffnungen 41 in der Düse 40 in den Dickdarm auszuspritzen.

In 4 ist der Sitz 51 niedergelegt, wenn ein Benutzer mit dem Wassertherapiegerät behandelt werden soll. Mit Hilfe des Sitzes 51 wird die Positionierauflage 10 an Ort und Stelle gehalten. Der Benutzer sitzt auf dem Sitz 51, so dass die Düse 40 durch den After in den Mastdarm eingeführt werden kann. Wenn er auf dem Sitz sitzt, ist die Steuereinheit 20 zwischen den Beinen des Benutzers positioniert, wodurch der Benutzer den Druckanzeiger 241 und den Temperaturanzeiger 251 bequem überwachen kann. Der Benutzer verwendet den Wahlschalter 26, um entweder intermittierende oder kontinuierliche Behandlung zu wählen. Wenn die Wasserbehandlung erfolgt ist, wird die Düse 40 weggeworfen, und das nächste Mal wird eine neue verwendet.


Anspruch[de]
  1. Tragbares Wassertherapiegerät für den Dickdarm, mit einer Positionierauflage (10), einer Steuereinheit (20), einem Einlassschlauch (30), einem Auslassschlauch (31) und einer Düse (40), wobei

    die Positionierauflage (10) einen Führungsschlauch (12) aufweist,

    die Steuereinheit (20) lösbar auf der Positionierauflage (10) befestigt ist und eine Drucksteuerpumpe (23), eine mit der Drucksteuerpumpe (23) verbundene Heizvorrichtung (22), eine mit der Heizvorrichtung (22) verbundene Filtervorrichtung (21) und ein mit der Drucksteuerpumpe (23) verbundenes Schaltersystem umfasst;

    der Einlassschlauch (30) zwei Enden aufweist, wobei ein erstes Ende mit der Drucksteuerpumpe (23) der Steuereinheit (20) verbunden ist und ein zweites Ende mit einem Wasserhahn verbunden werden kann; und

    der Auslassschlauch (31) zwei Enden aufweist, wobei ein erstes Ende mit der Drucksteuerpumpe (23) verbunden ist und ein zweites Ende mit dem Führungsschlauch (12) verbunden ist.
  2. Tragbares Wassertherapiegerät für den Dickdarm nach Anspruch 1, wobei die Positionierauflage (10) zwei Seiten aufweist und in der Mitte jeder Seite ein schwenkbarer Abschnitt (14) ausgebildet ist.
  3. Tragbares Wassertherapiegerät für den Dickdarm nach Anspruch 1, wobei die Steuereinheit (20) des weiteren einen mit der Drucksteuerpumpe (23) verbundenen Drucksensor (24), einen mit dem Drucksensor (24) verbundenen Temperatursensor (25), einen mit dem Drucksensor (24) verbundenen Druckanzeiger (241) und einen mit dem Temperatursensor (25) verbundenen Temperaturanzeiger (251) umfasst, wobei der Drucksensor (24) und der Temperatursensor (25) mit dem Auslassschlauch (31) verbunden sind.
  4. Tragbares Wassertherapiegerät für den Dickdarm nach Anspruch 3, wobei das Schaltersystem des weiteren einen Wahlschalter (26), einen Druckschalter (27) und einen Kippschalter (28) umfasst, wobei der Druckschalter (27) und der Kippschalter (28) mit der Drucksteuerpumpe (23) verbunden sind und der Wahlschalter (26) gleichzeitig mit dem Druckschalter (27) und dem Kippschalter (28) verbunden ist.
  5. Tragbares Wassertherapiegerät für den Dickdarm nach Anspruch 1, wobei von der Mitte des Führungsschlauchs (12) ein Rohr (13) ausgeht und mit der Düse (40) verbunden ist, und die Düse (40) ein oberes Ende mit mehreren daran gebildeten Öffnungen (41) aufweist.
  6. Tragbares Wassertherapiegerät für den Dickdarm nach Anspruch 1, wobei ein unteres Ende der Düse (40) einen Wasserverschluss (42) bildet, um die Richtung der Düse (40) einstellen zu können.
Es folgen 6 Blatt Zeichnungen






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