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Dokumentenidentifikation DE202005017007U1 13.04.2006
Titel Zuluftverteiler
Anmelder Pollmeier, Thomas, 33758 Schloß Holte-Stukenbrock, DE
Vertreter Habbel & Habbel, 48151 Münster
DE-Aktenzeichen 202005017007
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 13.04.2006
Registration date 09.03.2006
Application date from patent application 29.10.2005
IPC-Hauptklasse F24F 13/06(2006.01)A, F, I, 20051029, B, H, DE
IPC-Nebenklasse A01K 1/00(2006.01)A, L, I, 20051029, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Neuerung betrifft einen Zuluftverteiler, wie er beispielsweise für die Belüftung von Gebäuden Anwendung findet.

Aus der Praxis sind Zuluftverteiler bereits bekannt, die im Bereich einer Luftzuführung bzw. Zuluftleitung angeordnet werden und eine wirksame Verteilung der zugeführten Zuluft z.B. in einem Raum bewirken sollen. Dabei prallt die über die Zuluftführung, z. B. einem Zuluftrohr, zugeführte Zuluft, z. B. Frischluft, auf den am Abgabeende der Zuluftführung angeordneten Zuluftverteiler und wird anschließend an die Umgebung des Zuluftverteilers abgegeben. Die weiträumige Verteilung der zugeführten Luft ist jedoch nicht befriedigend, insbesondere bei geringer Strömungsgeschwindigkeit der Luft.

Der Neuerung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Zuluftverteiler bei geringen Herstellungskosten derart auszubilden, daß er eine maximale Wurfweite der Zuluft und eine entsprechend maximale Verteilung der ihm zugeführten Zuluft ermöglicht.

Diese der Neuerung zugrundeliegende Aufgabe wird durch die Lehre des kennzeichnenden Teils des Hauptanspruches gelöst.

Mit anderen Worten ausgedrückt wird ein Zuluftverteiler vorgeschlagen, der an der Oberseite, die der Zuluft zugewandt ist, kanalartige Kompartimente aufweist, die zum Außenumfang hin geöffnet ausgebildet sind, so daß durch diese Ausbildung eine gezielte Ableitung der zugeführten Zuluft mit hoher Luftgeschwindigkeit am Austritt des Zuluftverteilers, jedoch zugfrei in Bodennähe ermöglicht wird, so dass eine besonders effektive Luftverteilung auch bei geringen Zuluftraten an die Umgebung des Luftverteilers erreicht wird.

Vorteilhafte Ausgestaltungen der Neuerung sind in den Unteransprüchen erläutert.

In vorteilhafter Ausgestaltung sind die Kompartimente derart ausgebildet, daß sie sich zur Mitte der Prallplatte verjüngen, um hierdurch eine besonders intensive Kanalisierung der zugeführten Frischluft zu erreichen.

Die Prallplatte kann, wenn sie im äußeren Bereich eben ausgebildet ist und keine Kompartimentwandungen aufweist, dichtend an z. B. die Unterseite eines Zuluftrohres angelegt werden, um bei Bedarf die Frischluftzufuhr durch den Zuluftverteiler insgesamt zu unterbinden oder zu verringern.

In vorteilhafter Ausgestaltung ist die Prallplatte rund ausgebildet, um hier eine gute Anpassung an die in der Regel rund ausgebildeten Zuluftrohre zu erhalten.

Eine vorteilhafte Ausgestaltung und vor allem kostengünstige Ausbildung des Zuluftverteilers ist dann gegeben, wenn die Prallplatte aus Hartschaum, z. B. aus PU-Hartschaum ausgebildet ist. Dieses Material hat neben der gewünschten Stabilität und der kostengünstigen Herstellung den Vorteil, daß es hervorragende Dämmeigenschaften hat im Hinblick auf die Vermeidung von Bildung von Kondenstropfen im Bereich des Zuluftverteilers und auch im Hinblick auf hervorragende schalldämmende Eigenschaften.

Eine hohe Variabilität der Einsatzmöglichkeiten eines vorgeschlagenen Zuluftverteilers wird dann erreicht, wenn die Kompartimente über Verschlußmittel verschließbar ausgebildet sind, z. B. über Regelklappen als Verschlußmittel, die an den Öffnungen der Kompartimente zum Außenumfang des Zuluftverteilers angeordnet sind, wobei die Verschlußmittel beweglich ausgebildet sein können, um sie öffnen bzw. schließen zu können.

An der Unterseite der Prallplatte kann optional ein Ventilatorgehäuse angeordnet werden, so dass ein in dem Ventilatorgehäuse angeordneter Ventilator Luft aus der Umgebung ansaugen und im Bereich des Zuluftverteilers wieder abgeben kann, so dass sich diese herangeführte Luft mit der vom Zuluftverteiler verteilten Zuluft in idealer Weise vermischen kann.

Ausführungsbeispiele der Neuerung sind in den Figuren erläutert, wobei

1 einen Zuluftverteiler unterhalb eines Zuluftrohres darstellt,

2 stellt im Querschnitt ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung dar und die

35 stellen ein weiters Ausführungsbeispiel dar.

Bezugnehmend auf 1 ist ein Zuluftverteiler 1 dargestellt mitsamt einer Prallplatte 2, die einzelne Kompartimente 3 aufweist, die über Kompartimentwandungen 4 voneinander getrennt sind. Die Kompartimentwandungen 4 sind an ihrer Unterseite dicker als an ihrer Oberseite ausgebildet und haben eine gebogene Form, so daß der von zwei sich gegenüberliegenden Kompartimentwandungen 4 definierte Raum in etwa eine halbrunde Form ergibt. Diese Kompartimente 3 sind zum Außenumfang der Prallplatte 2 geöffnet und ermöglichen die gleichmäßige Verteilung von Zuluft, die über eine Zuluftführung 5 – in diesem Ausführungsbeispiel ein Zuluftrohr – in Richtung der Prallplatte 2 zugeführt wird entsprechend der in 1 dargestellten Pfeile 6. Der obere Teil der Zuluftführung 5 kann z. B. über das Dach eines Gebäudes ragen und der untere Teil mitsamt Zuluftverteiler 1 im Gebäudeinneren angeordnet sein.

Durch die oben beschriebene Ausbildung der Oberseite der Prallplatte 2 wird eine Kanalisierung der zugeführten Zuluft im Bereich der Prallplatte 2 insbesondere dann erreicht, wenn der Abstand des Zuluftverteilers 1 zu der Zuluftführung 5 derart ausgebildet ist, dass die Zuluft lediglich über die durch die Kompartimente gebildeten Luftkanäle in die Umgebung strömen kann. Durch die halbrunde Ausbildung dieser Luftkanäle wird eine maximale Luftverteilung erreicht. Durch die Kompartimentwandungen 4 werden seitliche Verwirbelungen der Zuluft deutlich reduziert und die Zuluft fließt laminar aus den einzelnen Kompartimenten 3 ab, die zum Außenumfang der Prallplatte 2 geöffnet sind. Diese Kompartimente 3 sind in einer Aufsicht tortenstückähnlich ausgebildet, d. h. am Außenumfang sind sie breit ausgebildet und laufen zum Zentrum der Prallplatte spitz zusammen, so daß die Kompartimentwandungen 4 sternförmig auf der Prallplatte 2 angeordnet sind.

Die Prallplatte 2 mitsamt der Kompartimente 3 und Kompartimentwandungen 4 besteht in diesem Ausführungsbeispiel aus ausgehärtetem Hartschaum, in vorteilhafter Weise aus PU-Hartschaum. Die Prallplatte 2 ist einteilig als Formteil aus PU-Hartschaum ausgebildet und kann daher sehr kostengünstig hergestellt werden und hat einen hohen Dämmwert. Selbstverständlich können auch andere geeignete Hartschaummaterialien verwandt werden.

Gerade die einteilige Ausbildung der Prallplatte 2 mitsamt der Kompartimente 4 aus Hartschaum, insbesondere PU-Hartschaum, verwirklicht in idealer Ausführungsform eine im Hinblick auf die Zuluftströmung ideal ausgebildete Prallplatte 2 und eine besonders einfache bzw. kostengünstige Herstellung derselben.

Die verschiedenen Kompartimente 3 sind gleichmäßig auf der Oberseite der Prallplatte 2 angeordnet, d. h. sie sind jeweils gleich groß. Sie befinden sich im mittleren Bereich der runden Prallplatte 2 und sind im äußeren Randbereich 7 der Oberseite eben ausgebildet, so dass bei einem Anheben des Zuluftverteilers 1 dieser äußere Bereich 7 an der Unterseite 8 der Zuluftführung 5 dicht anliegt.

Die Oberseiten der Kompartimentwandungen 4 steigen zur Mitte der Prallplatte 2 an und in der Mitte ist ein Bolzen 9 vorgesehen, an dem ein Seilzug 10 angeordnet ist, über den der Zuluftverteiler 1 bzw. dessen Prallplatte 2 angehoben bzw. wieder abgesenkt werden kann, um den Abstand der unteren Seite 8 der Zuluftführung 5 zur Prallplatte 2 zu variieren, so dass die Menge der zugeführten Luft bei einem größeren Abstand erhöht wird bzw. bei einer Verringerung des Abstandes reduziert wird. Wenn der Abstand der Zuluftführung 5 zur Prallplatte 2 derart ist, dasß die Oberseiten der Kompartimentwandungen in die Zuluftführung ragen, wird die Zuluft lediglich über die dirch die Kompartimentwandungen definierten Luftkanäle an die Umgebung abgegeben, so dass eine maximale Wurfweite der Zuluft in der Umgebung des Zuluftverteilers erreicht wird, selbst bei geringen zugeführten Luftmengen. Sofern eine weitere Absenkung der Prallplatte 2 erfolgt, wird die Menge der zugeführten Zuluft erhöht, insbesondere, wenn die Oberseiten der Kompartimentwandungen 4 nicht mehr in der Zuluftführung liegen.

Der Bolzen 9 geht durch die Prallplatte 2 und weist auf der Unterseite der Prallplatte eine Schraubmutter auf; nach Entfernung der Schraubmutter (oder des sonstigen Befestigungsmittels) kann die Prallplatte 2 vom Bolzen 9 entfernt werden.

Eine Führung 11, die über ein Gestänge mit dem Zuluftverteiler 1 verbunden ist, bewirkt eine stets mittige Ausrichtung der Prallplatte 2 unterhalb der Zuluftführung 5 und verhindert ein Pendeln oder Verdrehen derselben.

Bezugnehmend auf 2 ist wiederum eine Zuluftführung 5 dargestellt, die Luft entsprechend der Pfeile 6 in Richtung des Zuluftverteilers 1 fördert, wobei die Prallplatte 2 wiederum einen runden Grundriß aufweist. In diesem Ausführungsbeispiel wird die Höhenlage der Prallplatte 2 zu der Zuluftführung 5 über einen motorischen Antrieb 12 durchgeführt, der über Schubstangen 14, 15, die ineinander teleskopierend ausgebildet sind, an den Zuluftverteiler 1 angreift und die Prallplatte 2 im Hinblick auf die Zuluftführung 5 entweder anheben oder absenken kann.

Der motorische Antrieb 12 ist wiederum an einer Halterung 21 befestigt, die an der Zuluftführung 5, d. h. dem Zuluftrohr, angeordnet ist. Über Stangen 22 wird eine Platte 24 gehalten, die wiederum von der Schubstange 15 beaufschlagt wird, die über die Schubstange 14 mit dem Antrieb 12 in Verbindung steht. An der Platte 24 ist wiederum der Zuluftverteiler 1 angeordnet und durch diese Ausbildung wird – wie auch in 1 durch die Verwendung der Führung 11 – ein ungewolltes seitliches Pendeln des Zuluftverteilers 1 verhindert.

An der Prallplatte 2 des Zuluftverteilers 1 ist in diesem Ausführungsbeispiel ein Ventilatorgehäuse 16 befestigt, das einen Ventilator 17 beinhaltet, der über eine Ansaugöffnung 18 Luft entsprechend des Pfeils 20 ansaugt und über den zwischen Ventilatorgehäuse 16 und Prallplatte 2 ausgebildeten Spalt 19 abgibt, wie die Pfeile 20 verdeutlichen.

Durch die hohen wärmedämmenden Eigenschaften des Materials des Zuluftverteilers 1 mitsamt der Prallplatte 2 wird eine Kondensation von Feuchtigkeit an dem Zuluftverteiler 1 unterbunden bzw. deutlich gegenüber bekannten Zuluftverteilern reduziert und zudem wird die Abgabe von Wärmeenergie aus dem Inneren des Gebäudes an die Außenseite des Gebäudes über die Zuluftführung deutlich reduziert.

Bezugnehmend auf die weiteren 3 bis 4 wird ein weiteres Ausführungsbeispiel der Neuerung vorgestellt, wobei jeweils Ausschnitte der Prallplatte 2 dargestellt werden mitsamt Kompartimentwandungen 4 sowie mitsamt Verschlußmitteln, die die Öffnungen der Kompartimente 3 zum Außenumfang der Prallplatte 2 verschließen können. In diesen Ausführungsbeispielen sind als Verschlußmittel Regelklappen 25 vorgesehen, die über Halterungen 26, 27 an den Oberseiten der Kompartimentwandungen befestigt sind. Diese Halterungen 26, 27 sind als Auflagen auf den Oberseiten der Kompartimentwandungen 4 ausgebildet und dort über Schrauben 28 fixiert. Die Regelklappen 25 bestehen aus Metall und sind um eine Achse 29 schwenkbar gelagert, so daß sie aus den in den 3 und 5 gezeigten Verschlußpositionen in eine in 4 dargestellte offene Position verbringbar sind.

Die Regelklappen 25 regeln die Luftzufuhr. Bei geringer Luftzufuhr, d.h. bei einem geringen Abstand der Prallplatte 2 zu der Zuluftführung 5 bleiben die Regelklappen 25 geschlossen und verhindern bzw. verringern die Luftabgabe über die Kompartimente 3, an deren Ende sie angeordnet sind. Der Anwender des Zuluftverteilers kann je nach Bedarf ein oder mehrere Kompartimente mit diesen Regelklappen versehen, um eine Regelung der Zuluft z.B. je nach örtlichen Verhältnissen vorzunehmen. Bei einem größeren Abstand der Prallplatte 2 zu der Zuluftführung, also bei Volllast, öffnen sich aufgrund der Lüftströmung die Regelklappen 25 und ermöglichen dann eine ungehinderte, maximale Luftzuführung an die Umgebung des Zuluftverteilers.

Je nach Bedarf können also die Verschlußmittel der Kompartimente an einem oder mehreren der Kompartimente verwandt werden und nachträglich an den Kompartimenten befestigt oder auch wieder gelöst werden.


Anspruch[de]
  1. Zuluftverteiler, der z. B. im Bereich der Auslassseite einer Zuluftführung montierbar ist, mit einer Prallplatte für die dem Zuluftverteiler zugeführte Zuluft, gekennzeichnet durch die Prallplatte (2), die an ihrer der Zuluftführung zugewandten Oberseite mehrere durch Kompartimentwandungen (4) abgegrenzte Kompartimente (3) aufweist, die zum Außenumfang der Prallplatte (2) geöffnet ausgebildet sind.
  2. Zuluftverteiler gemäß Anspruch 1, gekennzeichnet durch tortenstückartig ausgebildete, sich zur Mitte der Prallplatte (2) verjüngende Kompartimente (3).
  3. Zuluftverteiler gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch die Prallplatte (2), die in einem inneren Bereich die Kompartimente (3) aufweist und in einem äußeren Bereich (7) eben ausgebildet ist.
  4. Zuluftverteiler gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch die in einer Aufsicht rund ausgebildete Prallplatte (2).
  5. Zuluftverteiler gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch die Ausbildung der Prallplatte (2) aus Hartschaum.
  6. Zuluftverteiler gemäß Anspruch 5, gekennzeichnet durch die Ausbildung der Prallplatte (2) aus PU-Hartschaum.
  7. Zuluftverteiler gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch die Kompartimente (3), die über Verschlußmittel verschließbar ausgebildet sind.
  8. Zuluftverteiler gemäß Anspruch 7, gekennzeichnet durch Regelklappen (25) als Verschlußmittel, die die zum Außenumfang der Prallplatte (2) gerichteten Öffnungen der Kompartimente (3) verschließend ausgebildet sind.
  9. Zuluftverteiler gemäß Anspruch 7 oder 8, gekennzeichnet durch die Verschlußmittel, die beweglich an den Kompartimentwandungen (4) angeordnet sind.
  10. Zuluftverteiler gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch ein an der Unterseite der Prallplatte (2) angeordnetes Ventilatorgehäuse (16), das beabstandet zur Prallplatte (2) ausgebildet und einen Umluftventilator (17) aufweist, der mit einer Ansaugöffnung (18) an der der Prallplatte (2) abgewandten Unterseite des Ventilatorgehäuses (16) in Verbindung stehend ausgebildet ist, sowie mit einem Spalt (19) zwischen der Prallplatte (2) und dem Ventilatorgehäuse (16) als Abgabeöffnung für die vom Umluftventilator (17) beförderte Luft.
  11. Zuluftverteiler gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch die Kompartimentwandungen (4), die an ihrer der Prallplatte (2) zugewandten Unterseite breiter ausgebildet sind als an ihrer der Prallplatte (2) abgewandten Oberseite.
Es folgen 5 Blatt Zeichnungen






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