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Dokumentenidentifikation DE202005017191U1 13.04.2006
Titel Rohrisolierung
Anmelder Paroc Group Oy Ab, Vantaa, FI
Vertreter Rechts- und Patentanwälte Lorenz Seidler Gossel, 80538 München
DE-Aktenzeichen 202005017191
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 13.04.2006
Registration date 09.03.2006
Application date from patent application 03.11.2005
IPC-Hauptklasse F16L 59/02(2006.01)A, F, I, 20051103, B, H, DE

Beschreibung[de]

Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine Rohrisolierung, die aus einer Isolierschicht aus Mineralwolle besteht, die eine Außenseite und eine Innenseite aufweist, und wobei die Rohrisolierung im Wesentlichen in ihrer Längsrichtung gespalten ist.

STAND DER TECHNIK

Im Stand der Technik werden Rohrisolierungen, die Gegenstand der Erfindung sind, auch als Isolierschalen bezeichnet. Aus dem Stand der Technik sind Isolierschalen bekannt, die durch Spaltung von rohrförmigen Rohrisolierungen in deren Längsrichtung geformt werden (s. 1). Solche Rohrisolierungen passen nur für eine Rohrgröße, somit muss für jede Rohrgröße das dazu passende Isolierungsrohr hergestellt werden. Aus dem Stand der Technik sind auch Rohrisolierungen bekannt, deren Isolierschicht auf der Innenseite in Längsrichtung des Rohres gesehen im Querschnitt sternförmig ist (s. 2), womit versucht wurde, eine Rohrisolierung zu erzielen, die an verschieden große Rohre angepasst werden kann. Eine solche Rohrisolierung ist jedoch wegen ihrer gekerbten inneren Oberfläche in der Herstellung kompliziert, und sie kann nicht an besonders viele Rohrgrößen dicht angepasst werden. In der Publikation EP 1184614 A2 wiederum wird eine Rohrisolierung beschrieben, deren innerer Hohlraum im Querschnitt in Längsrichtung gesehen oval oder elliptisch geformt ist (s. 3). Das Problem mit solchen Rohrisolierungen ist, dass sie sich nicht an besonders viele Rohrgrößen dicht anpassen lassen.

Zweck der vorliegenden Erfindung ist die Erzielung einer Rohrisolierung, die sich dicht an mehr verschieden große Rohre als bisher auf dauerhafte Weise anpassen lässt.

Um dies zu erzielen, ist für die erfindungsgemäße Rohrdichtung kennzeichnend, dass die Isolierschicht auf der Außenseite mit Aluminiumfolie, Glasfasergewebe und/oder Glasfaserflor beschichtet ist, wobei in der beschichteten Rohrisolierschale zur Anwendung auf Rohren verschiedener Größe zumindest ein im Wesentlichen in Richtung der Spaltung verlaufender, durch die Beschichtung gehender Anfangsschnitt auf der Außenseite der Isolierschicht besteht, und dass neben jedem der Anfangsschnitte die jeweilige Rohrgröße markiert ist, so dass die Rohrisolierschale bei Bedarf an die gewünschte kleinere Rohrgröße angepasst werden kann.

Zusätzlich kann die Erfindung die folgenden vorteilhaften Merkmale aufweisen:

  • – der/die Anfangsschnitt(e) können beim Spalten gleichzeitig entweder auf der Innen- oder Außenseite der Rohrisolierung geschnitten werden.
  • – der/die Anfangsschnitt(e) werden maschinell, vorteilhaft mit automatischer Schneidvorrichtung ausgeführt,
  • – falls die Rohrisolierung auf der Innen- und/oder möglicherweise auf der Außenseite mit Aluminiumfolie, Glasfasergewebe und/oder Glasfaserflor beschichtet ist, werden der/die Anfangsschnitt(e) nach einer solchen Beschichtung ausgeführt,
  • – der/die Anfangsschnitt(e) können durch die Isolierschicht mit irgendeinem Messer oder anderen Schneidwerkzeugen, z.B. einer Säge durchgeführt werden.

Im Folgenden wird die Erfindung anhand von Beispielen genauer erklärt, unter Verweis auf den Stand der Technik und die die Erfindung beschreibenden Zeichnungen. Dabei zeigt

2 perspektivisch ein anderes zum Stand der Technik gehörendes Isolierrohr,

3 perspektivisch ein drittes zum Stand der Technik gehörendes Isolierrohr,

4a perspektivisch eine erfindungsgemäße Rohrisolierung,

4b perspektivisch eine alternative Ausführung der erfindungsgemäßen Rohrisolierung,

5 die Außenseite in Längsrichtung einer erfindungsgemäßen Rohrisolierung mit den Markierungen für verschiedene Rohrgrößen,

6 perspektivisch eine erfindungsgemäße Rohrisolierung und deren Anpassung an die passende Größe,

7 perspektivisch eine an die passende Größe angepasste erfindungsgemäße Rohrisolierung, und

8 perspektivisch eine durch erfindungsgemäße Anwendung erzielte, der Rohrgröße angepasste Rohrisolierung.

Das gemeinsame Merkmal aller in den Abbildungen gezeigten Rohrisolierungen 1 ist, dass alle aus einer Isolierschicht 2 mit einer Außenseite 4 und einer Innenseite 6 bestehen.

Die in 1 gezeigte Rohrisolierung 1 nach Stand der Technik besitzt eine rohrförmige Isolierschicht 2 mit Innenseite 6 und Außenseite 4. Innenseite 6 und Außenseite 4 sind im Querschnitt kreisförmig. Die Innenseite 6 begrenzt damit einen zylinderförmigen Hohlraum 3, dessen Durchmesser im Wesentlichen gleich groß ist wie der äußere Durchmesser des mit Rohrisolierung 1 zu isolierendes Rohres. In der Isolierschicht 2 befindet sich ein die gesamte Rohrisolierung 1 der Länge nach durchziehender Spalt 5. Die Lösung aus 1 ist nur für eine Rohrgröße anwendbar.

Bei der in 2 gezeigten Lösung nach Stand der Technik wurde versucht, eine Rohrisolierung zu erzielen, die an mehrere Rohrgrößen angepasst werden kann. Bei der Rohrisolierung 1 in 2 unterscheidet sich der durch die Innenseite 6 der Isolierschicht 2 beschriebene Hohlraum von dem Hohlraum in 1 dadurch, dass der Hohlraum 3 der Rohrisolierung aus 2 im Querschnitt sternförmig ist. Diese Lösung funktioniert an sich, aber damit kann man nicht viele verschiedene Rohrgrößen dicht isolieren.

In 3 wird eine dritte Lösung nach Stand der Technik gezeigt, wo der Hohlraum 3, der von der Innenseite 6 der Isolierschicht 2 beschrieben wird, im Querschnitt oval oder elliptisch geformt ist. Auch diese Rohrisolierung 1 kann nicht an sehr viele verschieden große Rohre dicht angepasst werden.

In 4a wird eine vorteilhafte erfindungsgemäße Rohrisolierung 1 gezeigt, die aus einer rohrförmigen, im Querschnitt im Wesentlichen ringförmigen, aus Mineralwolle bestehenden Isolierschicht 2 besteht, mit Innenseite 6 und Außenseite 4 und deren innerer Durchmesser d = x mm. In der Rohrisolierung 1 wurde eine Spaltung 5 durch Isolierschicht 2 durch die gesamte Länge von Rohrisolierung 1 durchgeführt. Die Anpassungsmöglichkeit von Rohrisolierung 1 an verschiedene Rohrgrößen wurde in der erfindungsgemäßen Lösung so verwirklicht, dass in der aus Mineralwolle bestehenden Isolierschicht 2 außenseitig zwei Anfangsschnitte 7a ausgeführt wurden, die über die gesamte Länge der Rohrisolierung in das Innere der Isolierschicht 2 reichen, beispielsweise bis zur Hälfte von dessen Dicke, und die im Wesentlichen in gleicher Richtung verlaufen wie Spaltung 5. Die Anfangsschnitte 7a können gleichzeitig mit Spaltung 5 vorgenommen werden oder in gesondertem Arbeitsgang.

In 4b ist eine alternative erfindungsgemäße Lösung gezeigt, wo zwei Anfangsschnitte 7b in der Innenseite 6 von Isolierrohr 1 längs der Rohrisolierung 1 in Richtung der Spaltung 5 so vollführt wurden, dass deren Tiefe beispielsweise bis zur Hälfte der Dicke von Isolierschicht 2 über die gesamte Länge von Isolierrohr 1 reicht. Bei dieser Lösung werden also sowohl die Anfangsschnitte 7b wie die Spaltung 5 von der Innenseite 6 des Isolierrohres 1 durchgeführt.

In 5 ist eine vorteilhafte erfindungsgemäße Lösung zu sehen, wo an der Außenseite 4 der Isolierschicht 2 von Isolierrohr 1 sich neben den jeweiligen Anfangsschnitten 7a die Markierungen d1, d2 die Schnittposition anzeigen, durch die geschnitten werden muss, um die Rohrisolierung 1 an zwei kleinere Rohrgrößen anzupassen, deren Durchmesser d1 und d2 betragen. In 6 ist eine Rohrisolierung 1 gezeigt, die als solche an ein Rohr montiert werden kann, dessen äußerer Durchmesser dem inneren Durchmesser x der Isolierschicht 2 der Rohrisolierung 1 entspricht. Falls der Außendurchmesser d ein anderer ist (d < x), wie beispielsweise d1, wird mit beispielsweise einem Messer ein Schnitt entlang des d1 entsprechenden Anfangsschnittes 7a durch die Isolierschicht 2 vollführt, so dass der Teil der Mineralwolle-Isolierung zwischen Spaltung 5 und Schnitt 7a' von der Isolierung 2 abgetrennt wird.

In 7 ist das abgetrennte Stück Isolierung entfernt worden und die verkleinerte Rohrisolierung 1' kann um das Rohr dicht angepasst werden, indem an der Rohrisolierung 1' der Rand von Spaltung 5 und der vom Anfangsschnitt 7a durch Abtrennung entstandene Rand 7a' gegeneinander gepresst werden. Dadurch ist also eine Isolierschale bzw. Rohrisolierung 1' erzielt worden, deren Innendurchmesser d1 kleiner ist als einer als solche angewendeten Rohrisolierung 1 von Innendurchmesser d = x. Die Verbindung wird beispielsweise durch Klebeband gesichert, das vorteilhaft in Richtung des Umfangs der Rohrisolierung von einer Seite der Spaltung 5 über die gegenüberliegende Seite des verbliebenen Anfangsschnitts 7a reicht.

In 8 ist also wie vorstehend beschrieben eine an eine kleinere Rohrgröße angepasste Rohrisolierung 1' gezeigt, die an ein Rohr montiert werden kann, dessen Durchmesser d1 (< x) beträgt. Durch Schnitt entlang des anderen Anfangsschnittes d2 kann eine Rohrisolierung erzielt werden, die an Rohre angepasst werden kann, deren Außendurchmesser etwa d2 beträgt, also kleiner als d1 ist. Somit wurde erfindungsgemäß eine Rohrisolierung 1 erzielt, die bei der Isolierung von Rohren leicht an verschiedenen Rohrdurchmesser angepasst werden kann (d, d1, d2).

Für den Fachmann ist klar, dass die Anwendungsmöglichkeiten der Erfindung sich nicht auf die vorstehend beschriebenen Beispiele beschränken, sondern gemäß den nachfolgenden Patentansprüchen variieren können.


Anspruch[de]
  1. Rohrisolierung (1), bestehend aus Isolierschicht (2) aus Mineralwolle mit Außenseite (4) und Innenseite (6), dessen Rohrisolierschale (1) einen Spalt (5) im Wesentlichen in Längsrichtung aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Isolierschicht (2) auf der Außenseite (4) mit Aluminiumfolie, Glasfasergewebe und/oder Glasfaserflor beschichtet ist, wobei in der beschichteten Isolierschicht (2) der Rohrisolierschale (1) zur Anwendung auf Rohren verschiedener Größe zumindest ein im Wesentlichen in Richtung von Spaltung (5) verlaufender, durch die Beschichtung gehender Anfangsschnitt (7a) auf der Außenseite (6) der Isolierschicht (2) besteht, und dass neben jedem der Anfangsschnitte (7a) die jeweilige Rohrgröße (d1, d2) so markiert ist, dass die Rohrisolierschale (1) bei Bedarf an die gewünschte kleinere Rohrgröße angepasst werden kann.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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