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Dokumentenidentifikation DE202005017202U1 13.04.2006
Titel Ski o.dgl. Schneegleitgerät mit Bindungs-Montagehilfe
Anmelder Rottefella A/S, Klokkarstua, NO;
Madshus A/S, Biri, NO
Vertreter Meissner, Bolte & Partner GbR, 80538 München
DE-Aktenzeichen 202005017202
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 13.04.2006
Registration date 09.03.2006
Application date from patent application 10.01.2005
File number of patent application claimed PCT/IB05/00032
IPC-Hauptklasse A63C 5/04(2006.01)A, F, I, 20051103, B, H, DE
IPC-Nebenklasse A63C 9/00(2006.01)A, L, I, 20051103, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft einen Ski oder dgl. Schneegleitgerät mit einer an der Skideckfläche montierten, insbesondere mit dieser verklebten oder verschweißten Montageplatte für eine Bindung oder deren Teile, wie Bindungs- und/oder Fersenplatte.

Die Anordnung von Montagehilfen in Form von sogenannten Bindungsplatten auf der Deckfläche eines Ski ist allgemein bekannt. Die Bindungsplatte wird in der Regel auf der Skideckfläche mittels Schrauben befestigt. Damit die Schrauben einen ausreichend großen Halt im Ski bzw. Skikörper haben, muß der Skikörper im Befestigungsbereich der Bindungsplatte gesondert verstärkt ausgebildet werden. Dies geschieht in der Regel dadurch, daß im Bindungsbereich eines Ski oder auch eines Snowboards ein Vollholz-Kern oder eine gesonderte Montageplatte aus Kunststoff oder Metall integriert ist. Derartige Verstärkungseinlagen haben natürlich einen erheblichen Einfluß auf die Biege- und Torsionssteifigkeit des Ski einerseits sowie die Flexibilität desselben andererseits. Außerdem erhöhen sie das Skigewicht nicht unbeträchtlich. Um hier Abhilfe zu schaffen, ist in der WO 2004/045728 A2 vorgeschlagen, eine Montagehilfe in Form einer mit der Skideckfläche verklebten oder verschweißten Montageplatte zur Verfügung zu stellen, an der dann die Bindung oder deren Teile, wie Bindungs- und/oder Fersenplatte in einfacher Weise montiert werden können. Die Befestigung der Montageplatte soll die Eigenschaften des Ski nicht beeinflussen. Dementsprechend sollen Ski und Montageplatte bezüglich der mechanischen Eigenschaften, wie Wärmedehnung, Zugfestigkeit, Biege- und Torsionssteifigkeit, etc. eine integrale Baueinheit bilden. Ski und Montageplatte sollen so miteinander verbunden sein, als würden sie eine einstückige Baueinheit darstellen. Zu diesem Zweck wird die Montageplatte vorzugsweise auf die Skideckfläche im wesentlichen vollflächig aufgeklebt oder aufgeschweißt. Die Aufbringung der Montageplatte kann verfahrenstechnisch entweder nach Fertigstellung des Ski oder zusammen mit dem Skideckbelag erfolgen. Die Montageplatte weist eine Längsführung mit Hinterschneidung zur Längs-Positionierung und Fixierung der Bindung oder von Bindungsteilen auf. Die Fixierung erfolgt vorzugsweise mittels der Bindung oder den Bindungsteilen zugeordneten und mit der Montageplatte zusammenwirkenden Klemmschrauben. Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist die Montageplatte im Querschnitt etwa T-förmig oder U-förmig ausgebildet, wobei im erstgenannten Fall der Quersteg sich im Abstand von der Skideckfläche parallel zu dieser erstreckt, so daß die beiden seitlichen Längsränder der derart ausgebildeten Montageplatte vom Bindungsgehäuse oder einer Bindungsplatte untergriffen werden kann. Bei der letztgenannten Ausführungsform mit U-förmiger Montageplatte sind die beiden nach oben ragenden Schenkel derselben jeweils hakenartig nach innen eingezogen, so daß eine Längs-Führungsschiene mit innenseitig hinterschnittenen Längsrändern entsteht, die ein Bindungsgehäuse oder eine Bindungs- und/oder Fersenplatte übergreifen.

Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die letztgenannte Konstruktion sowohl herstellungstechnisch als auch handhabungstechnisch zu vereinfachen bzw. zu verbessern. Darüber hinaus soll ein möglicher Einfluß der Montageplatte auf die Biege- und Torsionssteifigkeit sowie die Flexibilität des Ski auf nahezu Null reduziert werden.

Diese Aufgabe wird durch eine Konstruktion gemäß den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruches 1 gelöst, wobei bevorzugte Details und Weiterentwicklungen in den Unteransprüchen beschrieben sind.

Dementsprechend soll die mit der Skideckfläche verklebte oder verschweißte Montageplatte sehr dünn, nämlich folienartig ausgebildet sein. Damit stellt die Montageplatte keinen externen Fremdkörper des Ski mehr dar. Die Montageplatte bildet mit der Skideckfläche quasi eine bauliche Einheit. Vorzugsweise wird die Montageplatte durch Spritzguß hergestellt. Alternativ ist es jedoch auch denkbar, die Montageplatte aus einer Kunststoffolie zu prägen, wobei sie vorzugsweise aus Acrylnitril-Butadien-Styrol-Copolymer (APS) hergestellt ist. Dieser Kunststoff kann bei Bedarf durch Kohlenstoffasern verstärkt sein.

Wie bereits im Zusammenhang mit dem Stand der Technik ausgeführt, ist ganz wesentlich, daß die Montageplatte im wesentlichen vollflächig mit der Skideckfläche verklebt oder verschweißt ist. Damit verhält sich die Montageplatte wie ein integrales Bauteil der Skideckfläche bzw. des die Skideckfläche definierenden Decklaminats. Darüber hinaus entstehen durch diese Axt der Verbindung keine lokalen, insbesondere punktuellen Streß-Stellen, wie sie z.B. Schraubverbindungen darstellen. Dementsprechend ist auch gewährleistet, daß ohne zerstörerischen Einfluß auf die Montageplatte hohe Zugkräfte aufgebracht werden können. Die Kleb- oder Schweißverbindung bildet sich nach Beendigung der Belastung in ihren ursprünglichen Zustand wieder zurück (Hysterese). Die Konstruktion „vergibt" regelrecht Überbelastungen. Anders stellt sich die Situation bei punktuellen Schraubverbindungen dar. Bei übermäßigem Zug auf eine Schraubverbindung wird diese gelockert. Eine Rückbildung in den ursprünglichen Befestigungszustand ist nicht gewährleistet.

Darüber hinaus ist von großer Wichtigkeit, daß die Montageplatte integrale Rastkerben umfaßt, die mit komplementären Rastelementen der Bindung oder einer Bindungs- und/oder Fersenplatte zusammenwirken. Die Rastkerben sind also einstückig mit der Montageplatte ausgebildet, insbesondere integral innerhalb derselben geformt.

Die beiden Längsränder der Montageplatte sind vorzugsweise gegenüber einem mittleren Basisteil angehoben, so daß sie eine hinterschnittene Längsführung für die Bindung oder eine Bindungsplatte definieren. Die Montageplatte weist also einen U-förmigen Querschnitt auf, wobei die beiden Schenkel an ihren oberen Längsrändern jeweils nach außen gebogen sind, um die erwähnte Hinterschneidung zu definieren.

Um sicherzustellen, daß die Montageplatte auf den sogenannten „Flex" des Ski keinen Einfluß ausübt, weist diese einen deutlich niedrigeren Elastizitätsmodul „E" auf als der Skikörper. Vorzugsweise entspricht der Elastizitätsmodul „E" der Montageplatte demjenigen des die Skideckfläche definierenden Decklaminats.

Bei einer bevorzugten Ausführungsform liegt der Elastizitätsmodul „E" der Montageplatte bei etwa 500 bis 2000 MPa im Gegensatz zu einem üblichen Elastizitätsmodul des Skikörpers im Größenbereich von 10–60 GPa.

Grundsätzlich ist es denkbar, die Montageplatte als Teil des Skideckflächen-Laminats auszubilden, d.h. das Skideckflächen-Laminat im mittleren Bereich des Ski durch die Montageplatte zu ersetzen. Diese Version bietet sich natürlich primär nur für den Skihersteller an aufgrund des starken Einflusses dieser Konstruktion auf den Fertigungsprozeß eines Ski.

Bei Ausbildung der Montageplatte aus Kunststoff weist diese eine Dicke von etwa 1,5 bis 3,5 mm, insbesondere etwa 2,0 bis 3,0 mm auf. Letztlich hängt die Dicke der Montageplatte auch von den erforderlichen Festigkeiten ab. Zur Versteifung der Montageplatte unabhängig vom Material derselben können noch Längsstege vorgesehen sein entsprechend Anspruch 5.

Nachstehend wird eine bevorzugte Ausführungsform einer erfindungsgemäß integrierten Montageplatte anhand der beigefügten Zeichnungen näher erläutert. Diese zeigen in:

1 eine erfindungsgemäß ausgebildete Montageplatte zur vollflächigen Aufklebung oder Verschweißung auf einer Skideckfläche in Draufsicht;

2 die Montageplatte gemäß 1 im Längsschnitt längs Linie II-II in 1;

3 eine Montageplatte entsprechend derjenigen gemäß 1 in perspektivischer Schräg-Draufsicht;

4 eine Montageplatte entsprechend derjenigen gemäß 1 in Seitenansicht unter Darstellung von Positionierungsfahnen oder -zapfen an der Unterseite;

5 die Montageplatte gemäß 1 in Unteransicht; und

6 die Montageplatte gemäß 1 im Querschnitt längs Linie VI-VI in 1.

In den 1 bis 3 ist eine Montageplatte 12 dargestellt, die folienartig ausgebildet ist. Es handelt sich um eine Montageplatte, die im Spritzguß hergestellt werden kann. Sie weist im mittleren Bereich zwei Felder von Kerben 30, 31 und im Fersenbereich Rastausnehmungen 36 auf. Sowohl die Kerben 30, 31 als auch Rastausnehmungen 36 sind integral in der Montageplatte ausgebildet. Sie wirken mit komplementären Rastvorsprüngen an der Unterseite einer Bindung oder Bindungsplatte bzw. Fersenplatte verrastend zusammen. Dementsprechend eignet sich die Montageplatte 12 gemäß den 1 bis 3 für die Plazierung einer vorderen Bindungsplatte mit oder ohne integralem Bindungsgehäuse einerseits und einer getrennt davon ausgebildeten Fersenplatte andererseits. Die Kerben 30, 31 werden jeweils durch Schrägzahnprofile begrenzt, wobei die den vorderen herben 31 zugeordneten Schrägzahnprofile jeweils eine hintere vertikale Flanke sowie eine vordere schräg nach vorne abfallende Flanke aufweisen, während die den hinteren Kerben 30 zugeordneten Schrägzahnprofile jeweils durch eine vordere vertikale Flanke und eine schräg nach hinten abfallende Flanke definiert sind. Dementsprechend muß die Bindung bzw. das Bindungsgehäuse oder eine Bindungsplatte eine komplementäre Rastvorrichtung umfassen mit einer ersten nur nach vorne und einer zweiten nur nach hinten wirksamen Rasteinheit dergestalt, daß bei Entriegelung der nur nach vorne wirksamen Rasteinheit die Bindung nur nach vorne und bei Entriegelung der nur nach hinten wirksamen Rasteinheit die Bindung nur nach hinten verschiebbar ist. Die Rastausnehmungen 36 sind dem gegenüber symmetrisch ausgebildet. Sie werden jeweils durch Querstege 10 voneinander getrennt.

Die Montageplatte 12 gemäß den 1 bis 3 wird vorzugsweise beim Skihersteller auf die Skideckfläche aufgeklebt oder aufgeschweißt. Da die Montageplatte 12 großflächig auf der Skideckfläche aufliegt, kann auch eine entsprechend großflächige Kleb- bzw. Schweißverbindung hergestellt werden. Die Vorteilhaftigkeit dieser großflächigen Verbindung ist weiter oben bereits dargestellt.

Die beiden Längsränder 37, 38 der Montageplatte 12 sind gegenüber einem mittleren Basisteil 39 angehoben, so daß sie eine hinterschnittene Längsführung für die Bindung bzw. eine Bindungsplatte definieren. Des weiteren kann den 1 und 2 noch entnommen werden, daß die Montageplatte 12 mittlere Längsstege 40 umfaßt, die durch die vorderen und hinteren Rastkerben 31 bzw. 30 sowie die noch im Fersenbereich angeordneten Rastausnehmungen 36 unterbrochen sind.

Zu den den Rastkerben 30, 31 sowie Rastausnehmungen 36 zugeordneten Rastelementen der Bindung oder von Bindungsteilen sei noch erwähnt, daß diese vorzugsweise integrale Bestandteile der Bindung bzw. Bindungsteile sind. Die Rastelemente sind vorzugsweise als mit der Bindung, einem Bindungsgehäuse oder einer Bindungsplatte und/oder einer Fersenplatte einstückig verbundene Laschen ausgebildet, an deren Unterseite ein Rastvorsprung ausgebildet ist, der mit den Rastkerben 30, 31 bzw. Rastausnehmungen 3G zusammenwirkt. Die Rastkerben und Rastvorsprünge können natürlich auch in umgekehrter Weise an der Montageplatte einerseits sowie an der Bindung oder einer Fersenplatte andererseits ausgebildet sein. Es sei an dieser Stelle nochmals darauf hingewiesen, daß die Montageplatte bezüglich

– Wärmedehnung,

– Zugfestigkeit,

– Biege- und Torsionssteifigkeit

etwa dieselben Werte aufweist wie der zugeordnete Befestigungsabschnitt am Ski. Um das Biegeverhalten des Ski nicht oder nur wenig zu beeinflussen, weist die Montageplatte 12 einen deutlich niedrigeren Elastizitätsmodul „E" auf als der Skikörper, insbesondere einen Elastizitätsmodul entsprechend demjenigen des die Skideckfläche definierenden Decklaminats. Die Montageplatte 12 verhält sich dann wie ein integraler Bestandteil des Skikörpers bzw. des Decklaminats desselben.

Wie bereits eingangs dargelegt, beträgt die Dicke der Montageplatte 12 etwa 1,5 bis 3,5 mm, vorzugsweise etwa 3,0 mm. Die Dicke der Montageplatte hängt natürlich auch von dem dafür verwendeten Material ab, welches wiederum auch Einfluß auf die notwendige Festigkeit der Montageplatte, insbesondere der Führungsränder 37, 38 besitzt.

4 zeigt die Montageplatte gemäß 1 in Seitenansicht, wobei erkennbar ist, daß an der Unterseite, d.h. an der der Skideckfläche zugekehrten Seite der Montageplatte 12 zwei im Längsabstand voneinander jeweils etwa mittig angeordnete Positionierungszapfen 41 vorgesehen, insbesondere angeformt sind, die mit entsprechenden – hier nicht näher dargestellten – Positionierungsöffnungen in der Skideckfläche korrespondieren. Damit ist eine Verklebung der Montageplatte 12 auf der Skideckfläche an der jeweils vorgesehenen Stelle möglich, ohne daß die Gefahr eines Verrutschens besteht.

Des weiteren kann der 4 noch entnommen werden, daß an den beiden Längsseiten der Montageplatte 12, hier im Bereich der hinterschnittenen Längsführung, zwei im Längsabstand voneinander angeordnete Vorsprünge 42, 43 ausgebildet sind, die als Bewegungsanschlag für eine von vorne, d.h. in 1 von links auf die Montageplatte 12 aufgeschobene Bindung bzw. Bindungsplatte einerseits und eine von hinten, in 1 von rechts auf die Montageplatte aufgeschobene Fersenplatte andererseits dienen. Der vordere Vorsprung 42 dient als Anschlag für eine Bewegung der Bindung bzw. Bindungsplatte nach hinten, während der hintere Vorsprung 43 ein Verschieben der Fersenplatte nach vorne begrenzt.

Gemäß den 5 und 6 ist an der Unterseite bzw. an der der Skideckfläche zugewandten Seite der Montageplatte 12 eine sich nahe des Umfangsrandes 44 erstreckende Nut 45 zur Aufnahme überschüssigen Klebstoffes ausgebildet. Diese Nut 45 ist außenseitig durch einen Steg 46 begrenzt, der geringfügig, nämlich um etwa 0,1 mm über dem unterseitigen Niveau 47 des mittleren Basisteils 39 vorsteht. Dadurch entsteht ein entsprechend enger Spalt zwischen der Unterseite des mittleren Basisteils 39 der Montageplatte einerseits und der Skideckfläche andererseits, wobei dieser Spaltraum randseitig durch die Nut 45 begrenzt ist. Diese Nut 45 weist im übrigen relativ zum mittleren Basisteil 39 bzw. zum unterseitigen Niveau 47 derselben eine Tiefe von etwa 0,15 bis 0,25 mm auf. Dank dieser Konstruktion wird eine gleichmäßig dünne Verteilung des Klebstoffs zwischen Montageplatte 12 und Skideckfläche erreicht, die eine extrem hohe Bindung zwischen diesen beiden Bauteilen gewährleistet, und zwar so, daß sich eher die Bindung von der Montageplatte löst als die Montageplatte von der Skideckfläche.

Unter Bezugnahme auf die 1 und 6 sei noch erwähnt, daß die Quererstreckung der Kerben 30, 31 bzw. Rastausnehmungen 36 etwa 35 % bis 65 % der Gesamtbreite der Montageplatte 12 entspricht.

Schließlich sei zum Gesamtkonzept noch ausgeführt, daß die dargestellte Montageplatte in einfacher erlaubt, die Bindung vor, im oder hinter dem Schwerpunkt des Ski oder dgl.

Schneegleitgeräts zu positionieren. Des weiteren kann die Fersenplatte in einfacher Weise an verschiedene Schuhgrößen angepaßt werden.

Zu den beiden oben erwähnten Vorsprüngen 42, 43, die als Anschlag dienen, sei noch ergänzend erwähnt, daß deren Abstand etwa 30 mm bis 40 mm beträgt.

In 6 ist im übrigen noch ein Teil eines Skikörpers 11 mit Skideckfläche 13 dargestellt.

Sämtliche in den Anmeldungsunterlagen offenbarten Merkmale werden als erfindungswesentlich beansprucht, soweit sie einzeln oder in Kombination gegenüber dem Stand der Technik neu sind.

10Quersteg 11Ski 12Montageplatte 13Skideckfläche 30Kerben 31Kerben 36Rastausnehmung 37Längsrand 38Längsrand 39mittlerer Basisteil 40Längssteg 41Positionierzapfen 42vorderer Vorsprung 43hinterer Vorsprung 44Umfangsrand 45Nut 46Steg 47unterseitiges Niveau des mittleren Basisteils 39 48Klebstoffaufnahmeraum

Anspruch[de]
  1. Ski oder dgl. Schneegleitgerät mit einer an der Skideckfläche montierten, insbesondere mit dieser verklebten oder verschweißten Montageplatte (12) für eine Bindung oder deren Teile, wie Bindungs- und/oder Fersenplatte, dadurch gekennzeichnet, daß die Montageplatte (12) dünnwandig bzw. folienartig ausgebildet und großflächig auf die Skideckfläche derart aufgeklebt oder mit dieser verschweißt ist, daß sie quasi eine bauliche Einheit mit dieser definiert.
  2. Ski nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Montageplatte (12) aus einer Kunststoff-Folie geprägt ist.
  3. Ski nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Montageplatte (12) aus Acrylnitril-Butadien-Styrol-Copolymer (APS) hergestellt, und bei Bedarf durch Kohlenstofffasern verstärkt ist.
  4. Ski nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Montageplatte (12) eine Dicke von etwa 1,5 bis 3,5 mm, insbesondere etwa 2,0 bis 3,0 mm aufweist.
  5. Ski nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Montageplatte (12) Rastkerben (30, 31; 36) umfaßt, die integral innerhalb derselben geformt bzw. ausgebildet sind.
  6. Ski nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Längsränder (37, 38) der Montageplatte (12) gegenüber einem mittleren Basisteil (39) angehoben sind, so daß sie eine hinterschnittene Längsführung für die Bindung oder eine Bindungsplatte definieren.
  7. Ski nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Montageplatte (12) wenigstens einen Längssteg (40), insbesondere mittig verlaufenden Längssteg umfaßt, der durch vordere (31), hintere (30), gegebenenfalls auch im Fersenbereich angeordnete Rastkerben (36) oder dgl. Rastelemente unterbrochen ist.
  8. Ski nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Montageplatte (12) einen deutlich niedrigeren Elastizitätsmodul "E" aufweist als der Skikörper, insbesondere einen Elastizitätsmodul entsprechend demjenigen des die Skideckfläche definierenden Decklaminats.
  9. Ski nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Elastizitätsmodul "E" der Montageplatte (12) bei etwa 500 bis 2000 MPa liegt, während derjenige des Skikörpers etwa 10 bis 60 GPa beträgt.
  10. Ski nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Montageplatte (12) als Teil des die Skideckfläche definierenden Laminats in dieses integriert ist.
  11. Ski nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß an der Unterseite bzw. an der der Skideckfläche zugewandten Seite der Montageplatte (12) eine sich nahe des Umfangsrandes (44) erstreckende Nut (45) zur Aufnahme überschüssigen Klebstoffs bzw. als „Klebstoffgrenze" ausgebildet ist.
  12. Ski nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Nut (45) außenseitig durch einen Steg (46) begrenzt ist, der geringfügig, insbesondere um etwa 0,1 mm über dem unterseitigen Niveau (47) des mittleren Basisteils (39) vorsteht.
  13. Ski nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Nut (45) relativ zum mittleren Basisteil (39) bzw. zum unterseitigen Niveau (47) desselben eine Tiefe von etwa 0,15 mm bis 0,25 mm aufweist.
  14. Ski nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß an den beiden Längsseiten der Montageplatte (12), insbesondere im Bereich der hinterschnittenen Längsführung, jeweils ein oder zwei im Abstand voneinander angeordnete Vorsprünge (42, 43) ausgebildet sind, die als Bewegungsanschlag für eine auf die Montageplatte (12) aufgeschobene Bindung, Bindungsplatte und/oder Fersenplatte dienen.
  15. Ski nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß an der Unterseite, d.h. an der der Skideckfläche zugekehrten Seite der Montageplatte (12) Positionierungsfahnen oder -zapfen (41) angeordnet, insbesondere angeformt sind, die mit entsprechenden Positionierungsöffnungen in der Skideckfläche korrespondieren.
  16. Ski nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Montageplatte (12) nach innen gerichtete Längsführungsnuten oder nach oben hin offene, im Querschnitt jeweils schwalbenschwanz- oder T-förmige Nuten für die Längsführung von Bindung oder einer Bindungsplatte definieren.
Es folgen 4 Blatt Zeichnungen






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