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Dokumentenidentifikation DE202005020197U1 13.04.2006
Titel Transportkarre und Transportpalette oder Transportbehältnis hierfür
Anmelder Gebhardt, Jürgen, 34582 Borken, DE
Vertreter Walther, Walther & Hinz GbR, 34130 Kassel
DE-Aktenzeichen 202005020197
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 13.04.2006
Registration date 09.03.2006
Application date from patent application 24.12.2005
IPC-Hauptklasse B62B 1/02(2006.01)A, F, I, 20051224, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B62B 1/06(2006.01)A, L, I, 20051224, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Transportkarre gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1 und eine Transportpalette oder ein Transportbehältnis gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 3.

Bei der hier in Rede stehenden Transportkarre handelt es sich um eine Transporthilfe, die von einer Person ohne zur Hilfenahme von Motoren oder anderer Hilfsmittel bedient werden kann. Umgangssprachlich nennt man derartige Transportkarren auch schon einmal Sackkarre. Bei den bekannten Transportkarren ist unten ein Blech angebracht, welches als Transportgutaufnahme fungiert. Jeder, der einmal versucht hat, mit einer solchen Transportkarre das Transportgut aufzunehmen, wird wissen, dass dies mit nicht unerheblichen Problemen verbunden ist, weil das Transportgut eben auf dem Boden steht und es schwierig ist, die als Blech ausgebildete Transportgutaufnahme unter das Transportgut zu schieben. Dies hat zur Folge, dass in vielen Fällen das Transportgut angehoben, zumindest aber teilweise gekippt werden muss, um die Transportkarre unter das Transportgut zu schieben. In vielen Fällen kann dies nicht von einer einzelnen Person bewerkstelligt werden.

Davon ausgehend liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zu Grunde, eine Transportkarre und eine Transportpalette oder ein Transportbehältnis zu schaffen, mit denen Transportgut einfacher und leichter transportiert werden kann.

Als technische Lösung dieser Aufgabe wird erfindungsgemäß eine Transportkarre mit den Merkmalen des Anspruches 1 und eine Transportpalette oder ein Transportbehältnis mit den Merkmalen des Anspruches 3 vorgeschlagen. Vorteilhafte Weiterbildungen dieser Transportkarre und dieser Transportpalette oder dieses Transportbehältnisses sind den jeweiligen Unteransprüchen zu entnehmen.

Eine nach dieser technischen Lehre ausgebildete Transportkarre und eine nach dieser technischen Lehre ausgebildete Transportpalette, respektive Transportbehältnis haben den Vorteil, dass aufgrund der Beabstandung der Transportpalette bzw. des Transportbehältnisses vom Boden es für den Bediener der Transportkarre in einfacher Weise möglich ist, die Transportkarre mit ihren Zinken unter die Transportpalette bzw. unter das Transportbehältnis zu fahren, um dann durch Kippen der Transportkarre das Transportgut anzuheben und zu der gewünschten Stelle zu schieben. Dies kann auch bei schweren und/oder sperrigen Transportgütern von einer einzelnen Person, auch von einer nicht sehr kräftigen Frau, bewerkstelligt werden.

Die Ausbildung der Füße in quadratischer oder runder Form hat den Vorteil, dass die Zinken in Längs- und/oder Querrichtung unter die Transportpalette geschoben werden können, wobei in beiden Positionen die Gabelzinken passgenau in die Gassen und zwischen die Füße passen.

Weitere Vorteile der erfindungsgemäßen Transportkarre und der erfindungsgemäßen Transportpalette, respektive des Transportbehältnisses, ergeben sich aus der beigefügten Zeichnung und den nachstehend beschriebenen Ausführungsformen. Ebenso können die vorstehend genannten und die noch weiter ausgeführten Merkmale erfindungsgemäß jeweils einzeln oder in beliebigen Kombinationen miteinander verwendet werden. Die erwähnten Ausführungsformen sind nicht als abschließende Aufzählung zu verstehen, sondern haben vielmehr beispielhaften Charakter. Es zeigen:

1 eine erfindungsgemäße Transportkarre in perspektivischer Darstellung;

2 eine Draufsicht auf eine erfindungsgemäße Transportpalette;

3 eine Seitenansicht der Transportpalette gemäß 2;

4 eine Draufsicht auf ein erfindungsgemäßes Transportbehältnis;

5 eine Seitenansicht des Transportbehältnisses gemäß 4;

6 eine geschnitten dargestellte Seitenansicht eines Teiles eines Stapels von Transportbehältnissen gemäß 4.

1 zeigt eine erfindungsgemäße Transportkarre 10 mit zwei Rädern 12 und einem Rahmen 14, an dem zwei Handgriffe 16 angebracht sind. Wie bei Sackkarren üblich ist der Rahmen 14 so ausgebildet, dass er eine Anlagefläche 18 zur Anlage des Transportgutes aufweist. In einem Winkel von ca. 90° zur Anlagefläche 18 ist am unteren Rand des Rahmens 14 ein Transportgutaufnahme 20 vorgesehen, die sich aus drei Gabelzinken 22 zusammensetzt.

In den 2 und 3 ist eine Transportpalette 30 dargestellt, deren Oberfläche als Leichtgutaufnahmevorrichtung 32 ausgebildet ist, so dass sich darauf leichtere Gegenstände beispielsweise im Haushaltsbereich gut abstellen lassen. Unter der Leichtgutaufnahmevorrichtung 32 ist eine Anzahl von Füßen 34 vorgesehen, die in Reih und Glied angeordnet sind. Die Füße 34 beabstanden die eigentliche Leichtgutaufnahmevorrichtung 32 derart vom Untergrund, dass die Transportkarre 10 mit ihren Gabelzinken 22 gut unter die Leichtgutaufnahmevorrichtung 32 und zwischen die Füße 34 einführbar ist. Dabei sind benachbarte Füße 34 so weit voneinander beabstandet, dass hier eine Gabelzinke 22 gut hineinpasst.

In dieser Ausführungsform sind die Füße 34 im Wesentlichen quadratisch mit abgerundeten Ecken oval ausgebildet, so dass sich sowohl in Längsrichtung der Transportpalette 30, als auch in Querrichtung der Transportpalette entsprechende Gassen 36 zur Aufnahme der Gabelzinken 22 ausbilden und dass die Gabelzinken beim Einfahren in die Gassen 36 nicht so leicht anecken.

In den 4 und 5 ist ein Transportbehältnis 40 dargestellt, welches im Wesentlichen als Blumenuntersetzer ausgebildet ist. Dieser Blumenuntersetzer besitzt eine wannenähnliche Leichtgutaufnahmevorrichtung 42, unter der wieder eine Anzahl Füße 44 angeordnet sind. Auch hier sind die im Querschnitt quadratischen Füße 44 derart in Reihe und Glied angeordnet, dass sich sowohl in der einen, als auch in der anderen Richtung Gassen 46 zur Aufnahme der Gabelzinken 22 ausbilden.

In der in 6 dargestellten Ausführungsform ist die Leichtgutaufnahmevorrichtung 42 im Spritzgussverfahren hergestellt. Dabei sind die Füße einstückig in die Leichtgutaufnahevorrichtung integriert, so dass derartige Transportbehältnisse in einfacher Weise herstellbar sind.

Die Füße 34, 44 sind so angeordnet und dimensioniert, dass die Gabelzinken 22 in die jeweiligen Gassen 36, 46 passgenau hineinpassen, um beim Transport des Ladegutes ein seitliches Verrutschen zu vermeiden. Erste Versuche haben gezeigt, dass eine Gasse von 61 mm bei einer maximalen Breite des Fußes von 39 mm ausreichen, um einen Gabelzinken 22 mit einer Breite von 60 mm aufzunehmen, wobei benachbarte Gabelzinken 22 etwa 40 mm voneinander beabstandet sind.

10Transportkarre 12Rad 14Rahmen 16Handgriffe 18Anlagefläche 20Transportgutaufnahme 22Gabelzinken 30Transportpalette 32Leichtgutaufnahmevorrichtung 34Fuß 36Gasse 40Transportbehältnis 42Leichtgutaufnahmevorrichtung 44Fuß 46Gasse

Anspruch[de]
  1. Manuell zu bedienende Transportkarre mit einem eine Anlagefläche (18) zur Anlage des Transportgutes aufweisenden Rahmen (14), an dem zwei Handgriffe (16) und mindestens zwei Räder (12) angebracht sind und mit einer unten am Rahmen (14) angebrachten Transportgutaufnahme (20), wobei die Transportgutaufnahme (20) in einem Winkel zwischen 90° und 100° zur Anlagefläche (18) ausge-richtet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Transportgutaufnahme (20) zwischen zwei und acht, vorzugsweise drei Gabelzinken (22) aufweist.
  2. Transportkarre nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Gabelzinken (22) äquidistant angeordnet sind.
  3. Transportpalette oder Transportbehältnis zum Transport von Leicht-gut mit einer Leichtgutaufnahmevorrichtung (32, 42), dadurch gekennzeichnet, dass unter der Leichtgutaufnahmevorrichtung (32, 42) eine Anzahl von Füßen (34, 44) vorgesehen sind, so dass die Leichtgutaufnahmevorrichtung (32, 42) beabstandet vom Untergrund angeordnet ist, wobei die Füße (32, 42) derart beabstandet voneinander angeordnet sind, dass sich zwischen den Füßen (34, 44) parallele Gassen (36, 46) zur Aufnahme von Gabelzinken (22) einer Transportkarre (10) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 2 ausbilden.
  4. Transportpalette oder Transportbehältnis nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Füße als Vorsprünge an einer Unterseite der Leichtgutaufnahmevorrichtung (42) ausgebildet sind, während an einer Oberseite der Leichtgutaufnahmevorrichtung (42) zu den Füßen (44) korrespondierende Einbuchtungen ausgebildet sind.
  5. Transportpalette oder Transportbehältnis nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Füße quadratisch oder rund ausgebildet sind.
Es folgen 3 Blatt Zeichnungen






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