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Dokumentenidentifikation DE202006000038U1 13.04.2006
Titel First- und/oder Gratentlüftungselement mit feuerbeständigem Mittelteil
Anmelder Schürmann, Wolfram, 72280 Dornstetten, DE
DE-Aktenzeichen 202006000038
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 13.04.2006
Registration date 09.03.2006
Application date from patent application 02.01.2006
IPC-Hauptklasse E04D 13/17(2006.01)A, F, I, 20060102, B, H, DE
IPC-Nebenklasse E04D 1/36(2006.01)A, L, I, 20060102, B, H, DE   E04B 1/94(2006.01)A, L, I, 20060102, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft ein First- und/oder Gratentlüftungselement, dessen Mittelteil auf einer First- oder Gratlatte befestigbar ist, und dessen, an den Mittelteil angrenzende Seitenteile, mit Ihren Randbereichen auf Dacheindeckmaterialien auflegbar und zwischen den Randbereichen dauerhaft luftdurchlässig ausgebildet ist.

First- und/oder Gratentlüftungselemente, bekannt z.B. aus dem deutschen Gebrauchsmuster DE 298 19 431, werden im Dachbereich verwendet, um den zwischen der First- oder Gratlatte und der Dachdeckung verbleibenden Spalt abzudecken. Dieser Spalt verläuft links und rechts der First- und Gratlatte in Längsrichtung des Dachfirstes. Durch das First- und Gratelement soll einerseits das Eindringen von Schlagregen und Flugschnee verhindert werden, andererseits soll eine dauerhafte, ausreichende Entlüftung zwischen Unterdach und Dacheindeckung gesichert werden um den Dachstuhl sowie Wärmedämmungen und auch Wohnräume gegen fäulnisbedingte Beschädigungen zu schützen.

Der vorliegenden Erfindung liegt das technische Problem zugrunde, ein First- und/oder Gratentlüftungselement vorzustellen, bei dessen Verwendung zwischen Firstlatte und Dacheindeckung eine dauerhafte Entlüftung gesichert ist und der Eintrieb von Schlagregen und Flugschnee weitestgehend ausgeschlossen wird. Des weiteren soll dieses Element leicht zu verarbeiten und insbesondere beständig gegen Feuer so wie kostengünstig in der Herstellung sein.

Bisher bekannte Elemente sind entweder aus brennbaren Materialien, z.B. Kunststoffgeweben hergestellt, oder in ihrer Gesamtheit aus Metallen.

Das technische Problem wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass der luftdurchlässige Bereich aus feuerbeständigen Mineralfasern in Form eines Vlieses, Gewebes, Gewirkes, Geflechtes, Geleges o.ä. hergestellt ist, dessen überwiegende Bestandteile auf einer mineralischen Basis besteht, speziell aus Glasfasern.

Dieses Mittelteil des Elementes kann aus einer oder mehreren Lagen bestehen und mit zusätzlichen, definierten Lüftungsöffnungen versehen sein.

Die Seitenteile des Elementes indes bestehen aus leicht verformbaren Metallen oder Metalllegierungen.

Der Verbund der Elemente ist bevorzugt verklebt, mit oder ohne weitere mechanische Befestigung.

In einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Elementes besteht der luftdurchlässige Bereich aus Glasfasern in glatter oder strukturierter Vliesform und die Randbereiche, welche der Kontur des Dachelndeckmateriales angeformt werden können aus Walzblei und/oder Legierungen weicher Metalle, z.B. Aluminium, wobei harte Metalle und/oder Legierungen durch thermische Behandlung (ausglühen) gleichwohl denkbar sind.

Bei weiteren Ausführungsformen können die luftdurchlässigen Bereiche mit zusätzlichen, definierten Lüftungsöffnungen versehen sein wobei die Öffnungen eingeschnitten, eingestanzt oder in anderer, beliebiger Form eingebracht sein können.

Insbesondere die aufgezeigten Ausführungsvariationen wären, einzeln für sich und/oder in Kombination miteinander besonders geeignet, Elemente zu schaffen, die leicht zu verarbeiten, kostengünstig herzustellen und darüber hinaus feuerfest sind.

Gleichwohl wären Elemente denkbar, die aus anderen, insbesondere für das lüftende Mittelteil geeigneten, nicht brennbaren Materialien z.B.: Kombinationen aus Stein- und/oder Glaswolle gefertigt werden selbst in mehrlagigen Variationen.

Dem Stand der Technik entsprechend können diese Elemente Stückweise (1m) oder auf Rollen produziert sein.

Da insbesondere bei Ausführungen mit Walzbleirändern auf eine zusätzliche Dichtung, was bei allen anderen bekannten Elementen nicht möglich ist, verzichtet werden Kann, haben die erfindungsgemäßen Elemente darüber hinaus den Vorteil, dass der Verarbeiter die sonst üblichen Voraussetzungen zur Verarbeitung, trockener und insbesondere staubfreier Untergrund, nicht erst schaffen muss.

Im Gegenteil, diese Elemente können unabhängig von Wetter und Temperatur verarbeitet werden.

Weitere wesentliche Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen. Die einzelnen Merkmale können je einzeln für sich oder zu mehreren in beliebiger Kombination bei einer Ausführung der Erfindung verwirklicht werden.


Anspruch[de]
  1. First- und/oder Gratentlüffungselement dadurch gekennzeichnet, dass es ein luftdurchlässiges, in Längs- und/oder Querrichtung gewelltes oder gezacktes, bevorzugt glattes, un- oder stabilisierend behandeltes, feuerresistentes Mittelteil aus beliebigen Fasern, bevorzugt auf mineralischer Basis, insbesondere Glasfasern, in Vlies-, Gewebe-, Geflecht-, Gelege- und/oder Gewirkeform sowie partiell wellenförmige oder spitz zulaufende metallische Randbereiche, diese bevorzugt aus Aluminium, aufweist.
  2. First- und/oder Gratentlüffungselement gemäß Anspruch eins dadurch gekennzeichnet dass das Mittelteil mit ein- und/oder mehrlagiger, bevorzugt feuerbeständiger, Verstärkungs- oder Stabilisierungsschicht beliebiger Struktur versehen sein kann und aus mehreren , bevorzugt zwei, Lagen besteht.
  3. First- und/oder Gratentlüffungselement gemäß der Ansprüche eins und zwei dadurch gekennzeichnet, dass das Mittelteil so gestaltet ist, dass Luft- und Wasserdampfpartikel es durchwandern können.
  4. First- und/oder Gratentlüffungselement gemäß der Ansprüche eins bis drei dadurch gekennzeichnet, dass die feuerbeständigen Mineralfasern des Mittelteiles einen Temperaturbereich zwischen –260 Grad und +500 Grad abdecken und eine Sintertemperatur von 1050 Grad aufweisen wobei diese Werte um bis zu 90% über- und/oder unterschritten sein können.
  5. First- und/oder Gratentlüffungselement gemäß der Ansprüche eins bis vier dadurch gekennzeichnet, dass die feuerbeständigen Mineralfasern des Mittelteiles beständig sind gegen Alkalien, Säure und/oder andere aggressive Medien sowie Mikroorganismen und dass diese Fasern über ein sehr geringes Wasseraufnahmevermögen verfügen.
  6. First- und/oder Gratentlüffungselement gemäß der Ansprüche eins bis fünf dadurch gekennzeichnet, dass die feuerbeständigen Mineralfasern des Mittelteiles über eine geringe Wärmeleitfähigkeit und/oder eine hohe Schallabsorption sowie eine stabile Dielektrizitätskonstante verfügen.
  7. First- und/oder Gratentlüffungselement gemäß der Ansprüche eins bis sechs dadurch gekennzeichnet, dass die feuerbeständigen Mineralfasern des Mittelteiles nicht lungengängig sind wobei das Vlies-, Gewebe-, Geflecht-, Gelege- und/oder Gewirke zusätzlich mit einem beliebigen, natürlichen oder künstlichem, nicht brennbaren, transparenten oder farbigen Additiv behandelt sind.
  8. First- und/oder Gratentlüffungselement gemäß der Ansprüche eins bis sieben dadurch gekennzeichnet, dass die feuerbeständigen Mineralfasern des Mittelteiles an nicht brennbaren Seitenteilen aus partiell ausgebildeten, formbaren Metallen und/oder Legierungen aus Aluminium, Kupfer Walzblei oder aus feuerresistenten Kunststoffen befestigt, bevorzugt geklebt, sind.
  9. First- und/oder Gratentlüffungselement gemäß der vorstehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenteile mit einer partiell gewellten und/oder spitzen Ausformung versehen sind, welche es ermöglichen, der Profilierung des Eindeckmateriales zu folgen, wobei eine bevorzugte Ausführung eine Ausformbarkeit um das 1,1 bis 1,9 fache der verlegten Länge vorsieht. Bevorzugt ist eine Ausformbarkeit um das 1,4 bis 1,7 fache.
  10. First- und/oder Gratentlüffungselement gemäß der vorstehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass die Unterseiten der Seitenteile werkseitig mit einem beliebigen Haftmittel versehen sind, welches es ermöglicht, eine Verklebung des Elementes mit dem Dacheindeckmaterial vorzunehmen und dass diese Haftelemente gegen ungewolltes Verkleben durch geeignete Trennfolien/Papiere abgedeckt sind.
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