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Dokumentenidentifikation DE202006000132U1 13.04.2006
Titel Spannsystem
Anmelder WAREMA Kunststofftechnik und Maschinenbau GmbH, 97828 Marktheidenfeld, DE
Vertreter Beyer & Jochem Patentanwälte, 60322 Frankfurt
DE-Aktenzeichen 202006000132
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 13.04.2006
Registration date 09.03.2006
Application date from patent application 07.01.2006
IPC-Hauptklasse E06B 9/32(2006.01)A, F, I, 20060107, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Spannsystem mit Spannorganen zum Führen von Sonnenschutzanlagen, mit einem Profil mit einem einseitig offenen Querschnitt, an dessen Enden jeweils ein Spannelement mit einer Halterung für jeweils ein Spannorgan vorgesehen ist, und das an mindestens zwei Montageelementen verrastbar ist, die zwischen den Spannelementen angeordnet sind und an einem Montageuntergrund befestigbar sind.

Spannsysteme werden bei Sonnenschutzanlagen zum Spannen von Spannorganen verwendet, die den aus- und einfahrbaren Behang führen. Die Spannorgane sind dabei üblicherweise an ihrem oberen Ende an einem Gehäuse oder einer Rahmenkonstruktion der Sonnenschutzanlage befestigt. Das Gehäuse oder die Rahmenkonstruktion können beispielsweise im Bereich von Fensterflügeln direkt an dem Flügelrahmen befestigt sein. Beim Einbau müssen die Spannorgane an ihrem unteren Ende so festgelegt werden, daß die Spannorgane eine ausreichende Spannung aufweisen. Bei einem vorbekannten Spannsystem wird eine Systemschiene mit Keder und Endkappe ausgestattet und mittels Standardclips an einem Montageuntergrund befestigt, beispielsweise einer Glasleiste eines Fensterflügels. Die Verankerung der Spannorgane erfolgt in den Endkappen. Es hat sich jedoch gezeigt, daß die Montage der Standardclips mit Hilfe eines Befestigungsmittels, z. B. einer Schraube, sowohl in der Tiefe der Glasleiste von der Innenfront aus, als auch im Abstand von der linken und rechten vertikalen Glasleiste sehr genau zu erfolgen hat, um Maßabweichungen und damit verbundene Abweichungen der Spannung der Spannorgane und optische Beeinträchtigungen zu vermeiden. Als Folge dessen ist die Montage sehr aufwendig und kostenintensiv. Ein typischer Fall, bei dem dieser Aspekt sehr deutlich zum Tragen kommt, ist beispielsweise die Ausrüstung eines Gebäudes mit einer großen Anzahl von Sonnenschutzanlagen im Bereich der Fensterflügel.

Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, ein Spannsystem zu schaffen, das eine einfache Montage von Sonnenschutzanlagen erlaubt.

Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch ein Spannsystem der eingangs bezeichneten Art gelöst, bei der das Profil in montiertem Zustand die Montageelemente übergreift und durch das Aufsetzen des Profils die Spannung in den Spannorganen aufbaubar ist.

Der Vorteil des erfindungsgemäßen Spannsystems besteht darin, daß die Montageelemente nur noch in der Richtung senkrecht zur Fensterfläche exakt positioniert werden müssen und in der anderen Richtung einen größeren Toleranzbereich aufweisen. Die Positionierung in der Richtung senkrecht zur Fensterfläche ist mit Hilfe einer Schablone leicht zu bewerkstelligen. In der Richtung parallel zur Fensterfläche muß lediglich ein Mindestabstand von den seitlichen Enden des Profils eingehalten werden, damit genügend Raum für die Anordnung der Spannelemente zur Verfügung gestellt ist. Bei diesem Mindestabstand muß daher lediglich darauf geachtet werden, daß er ausreichend groß und gleichzeitig nicht zu groß ist, wobei die Positionierung in der Richtung parallel zur Fensterfläche durchaus nach Augenmaß des Monteurs erfolgen kann. Je nach Breite der Sonnenschutzanlage können im mittleren Bereich des Profils noch zusätzliche Montageelemente vorgesehen sein.

Durch die verschiedenen, voneinander unabhängigen Arbeitsschritte ist eine rationelle Arbeitsteilung bei der Montage möglich, was zu einer erheblichen Kosten- und Zeiteinsparung führt. So kann eine Arbeitskraft mit Hilfe einer Schablone die oberen Halteclips und eine zweite Arbeitskraft mit Hilfe einer Schablone die unteren Montageelemente montieren, wobei bei beiden in der Parallelrichtung zur Fensterfläche lediglich ein ungefähres Maß eingehalten werden muß. Eine dritte Arbeitskraft hängt schließlich die Anlage ein.

In einer bevorzugten Ausführungsform hintergreift das Montageelement bei der Anbringung des Profils Ränder eines C-förmigen Innenquerschnitts, um eine unsichtbare und zuverlässige Befestigung des Profils zu erreichen.

Vorzugsweise ist das Profil in montiertem Zustand mit den Montageelementen lösbar verrastet, um die Spannorgane demontieren zu können und z. B. einen Austausch einer schadhaften Verglasung vornehmen zu können oder die Spannorgane selbst Wartungsarbeiten zu unterziehen.

In einer Ausführungsvariante sind die Spannorgane an den Spannelementen festgelegt und die Spannelemente sind unmittelbar vor dem Aufsetzen auf die Montageelemente an den Profilenden befestigbar. Der Monteur muß die Spannelemente nur noch an dem Profil anbringen und kann dann die Spannorgane durch Aufsetzen des Profils auf die Montageelemente spannen.

Vorzugsweise sind die Spannelemente in die Profilenden einsteckbar, was eine einfache Handhabung vor Ort ermöglicht und eine sichere Verbindung der nach dem Aufsetzen auf die Montageelemente unter Zugspannnung stehenden Spannorgane mit dem am Montageuntergrund befestigten Profil gewährleistet.

In einer weiteren Ausführungsform sind die Spannelemente mit den Profilenden verrastbar, so daß keine zusätzlichen Fixierelemente erforderlich sind.

Grundsätzlich können in einer anderen Ausführungsvariante die Spannelemente aber auch jeweils mit einem Profilende verbunden sein und jeweils eine Aufnahme zum Festlegen der Spannorgane aufweisen. Profil und Spannelemente werden dabei als eine Einheit gehandhabt, die nach dem Festlegen der Spannorgane auf die Montageelemente aufgesetzt wird. Durch das Festlegen der Spannorgane an den Spannelementen erst im Laufe der Montage ist es möglich, schadhafte Spannelemente einfach auszutauschen.

Vorzugsweise sind die Aufnahmen zum Einhängen der Spannorgane ausgebildet, was eine einfache Montage der Spannorgane erlaubt. Das Festlegen der Spannorgane kann dadurch schnell und ohne großen Aufwand unmittelbar vor dem Aufsetzen des Profils erfolgen.

Zweckmäßigerweise ist das Spannelement mit Hilfe eines Befestigungsmittels an dem Montageuntergrund befestigbar, so daß beispielsweise für den Fall einer sehr großen Spannkraft in den Spannorganen, z. B. aufgrund einer exponierten Lage oder einer sehr großen Anlagenbreite und/oder Anlagenhöhe, das Profil und die Montageelemente entlastet sind.

In einer bevorzugten Ausführungsform überdeckt das Profil in montiertem Zustand das Spannelement wenigstens teilweise.

Hierdurch werden einerseits die Aufnahmemöglichkeiten zum Festlegen der Spannorgane geschützt und andererseits entspricht das Erscheinungsbild den heutzutage üblichen Konstruktionsweisen im Fassadenbau, bei denen Befestigungsmittel nur in Ausnahmefällen sichtbar sind.

Vorzugsweise haben das Montageelement und das Spannelement auf der mit dem Montageuntergrund in Kontakt stehenden Unterseite eine im wesentlichen übereinstimmende Kontur, so daß der Spannschuh und das Montageelement unter den gleichen Bedingungen auf dem Untergrund montiert werden können.

Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist auch ein Montageelement, das insbesondere als Bestandteil des zuvor beschriebenen Spannsystems einsetzbar ist und im Folgenden beschrieben wird.

Montageelemente zur Anbringung von Profilen von Sonnenschutzanlagen sind bekannt und werden z. B. zum Befestigen von solchen Profilen an Decken-, Wandflächen, Fassadenkonstruktion oder anderen Bauteilen verwendet, z. B. im Bereich des Innenausbaus von Gebäuden. Ein bekanntes Montageelement für eine Profilschiene in Form einer federnd elastischen Klammer, welche die Profilschiene umgreift, offenbart beispielsweise die Gebrauchsmusterschrift DE 297 09 086 U1. Ein Nachteil ist jedoch, daß die üblicherweise verwendeten Montageelemente entweder in montiertem Zustand mit einem Teilbereich zu sehen sind, der meist dazu dient, das befestigte Profil wieder lösen zu können. Dies bedeutet, daß die Montageelemente exakt montiert werden sollten, da Lageabweichungen optisch sehr störend wirken.

Zur Vermeidung dieser Nachteile ist vorgesehen, daß das Montageelement einen länglichen Körper mit einem Auflagebereich und zwei seitlichen, im wesentlichen parallel zueinander liegenden Flanken aufweist, wobei das Montageelement an mindestens einer Flanke mindestens einen Federvorsprung besitzt.

Der Vorteil des erfindungsgemäßen Montageelements besteht darin, daß das Profil durch Aufsetzen mit einer durch den Federvorsprung eingestellten Andruckkraft auf dem Montageelement befestigbar ist und das Montageelement, das mit seinem Auflagebereich auf einem Montageuntergrund, z. B. einer Glasleiste eines Fensters aufliegt, in montiertem Zustand nahezu unsichtbar ist.

In einer bevorzugten Ausführungsform ist an jeder Flanke mindestens ein Federvorsprung vorgesehen. Dadurch sind beide Längsseiten des Montageelements in ihrem Wirkungsprinzip identisch. Das Montageelement hat daher keine vorgeschriebene Einbaulage, so daß beim Einbau nicht auf die Richtung geachtet werden muß und auch die Lagerhaltung vereinfacht wird, weil nicht unterschiedliche Montageelemente für die beiden Einbaulagen vorgesehen werden müssen.

Vorzugsweise ist an jeder Flanke ein Federvorsprung vorgesehen und die Federvorsprünge sind diagonal versetzt angeordnet, damit das Montageelement mit einem einzigen handelsüblichen Werkzeug, z. B. Schlitzschraubendreher, entriegelt werden kann.

Zweckmäßigerweise ist der Federvorsprung als Federlasche ausgebildet, mit der sich die Montagekraft besonders gut definieren läßt.

Für eine kostengünstige Ausführungsform bietet es sich an, daß der Federvorsprung als an der Flanke angeformte Federlasche ausgebildet ist, indem zwischen der Federlasche und dem länglichen Körper eine Materialaussparung vorgesehen ist. Dies erlaubt eine einstückige Anfertigung des Montageelements, beispielsweise aus Kunststoff.

In zweckmäßiger Ausgestaltung der Erfindung besteht das Montageelement aus einem elastischen Material, so daß die Federkraft durch Anpassung der Materialeigenschaften und/oder durch Anpassung der geometrischen Ausbildung eines Anlenkbereichs der Federlasche an der Flanke eingestellt werden kann. Möglich ist auch die Verwendung einer metallischen Federlasche oder die Verwendung eines elastischen Materials nur für den Anlenkbereich.

Vorzugsweise ist die äußere Kontur des Montageelements der Innenkontur des anzubringenden Profils angepaßt, wodurch sich eine exakte Positionierung und Befestigung des Profils ergibt.

Weiterhin bevorzugt ist eine Ausführungsform, bei welcher der Querschnitt in einem axial zu den Federlaschen versetzt liegenden Bereich schmäler als die Öffnungsweite des anzubringenden Profils ist. Dadurch wird erreicht, daß die Befestigung des Profils ausschließlich durch die ausweichenden Federlaschen erfolgt und das Profil aufgesetzt werden kann, ohne daß seine Geometrie kurzzeitig aufgeweitet werden muß. Das Profil kann somit sehr steif ausgebildet werden und eine hohe Stabilität haben.

In einer weiteren zweckmäßigen Ausgestaltung des Montageelements ist mittig eine Durchgangsbohrung zur Aufnahme eines Befestigungselements für die Befestigung an einen Montageuntergrund vorgesehen, um das Montageelement in üblicher Weise befestigen zu können.

Vorzugsweise definiert die Durchgangsbohrung eine Drehachse, damit sich das Montageelement beim Aufsetzen des Profils durch die Federlaschen so ausrichten kann, daß ein besonders guter Halt gewährleistet ist. Bei der Ausführungsvariante mit diagonal versetzten Federlaschen führt dies dazu, daß sich das Montageelement zur Längsachse des Profils leicht verdreht und mit der Federlasche und mit dem von der Federlasche entfernt liegenden Ende der gleichen Flanke in eine Hinterschneidung des Profils eingreift.

Besonders bevorzugt ist eine Ausführungsform, bei der im Bereich der Federlasche und wenigstens an dem von der Federlasche entfernt liegenden Ende der gleichen Flanke Rastnuten angeordnet sind, in welche die Rastvorsprünge des zu befestigenden Profils eingreifen. Durch die aufeinander abgestimmten Rastnuten und Rastvorsprünge im Bereich der Federlaschen ergeben sich für das Profil an beiden Stellen die gleichen Montagebedingungen.

Schließlich ist in einer noch weiteren Ausführungsform vorgesehen, daß als Anlagebereich zur Auflagerung auf dem Montageuntergrund an der Unterseite des Montageelements wenigstens zwei mit Abstand zueinander angeordnete Auflagekanten oder Auflagestellen vorgesehen sind, und zwischen den Auflagekanten ein Freiraum in dem Montageelement vorgesehen ist. Dies gewährleistet einen sicheren Halt des Montageelements auch bei einem konkav oder konvex gekrümmten Montageuntergrund, beispielsweise in Form abgerundeter Glasleisten, da sich die beabstandeten Auflagekanten sicher an den Montageuntergrund anlegen können.

Ein weiterer Bestandteil des erfindungsgemäßen Spannsystems ist ein Profil mit einem C-förmigen Innenquerschnitt zur Montage auf einem oberhalb dargestellten Montageelement. Erfindungsgemäß hat das Profil einen halbkreisförmigen Querschnitt, dessen Profilflanken in jeweils einer abgerundeten Spitze zulaufen, neben denen auf der Innenseite jeweils ein Rastvorsprung angeordnet ist. Das Profil kann gleichzeitig mit dem Montageelement verrasten und auch das Spannelement aufnehmen. In einer Ausführungsvariante ist das Profil so dimensioniert, daß es durch die Bewegungsschiene der Sonnenschutzanlage überdeckt ist, wenn diese in ausgefahrenem Zustand des Behangs unten anschlägt.

Nachfolgend wird anhand der beigefügten Zeichnungen näher auf ein Ausführungsbeispiel der Erfindung eingegangen. Es zeigen:

1 eine Schrägansicht eines Montageelements;

2 eine Draufsicht auf das Montageelement nach 1;

3 einen Querschnitt durch ein Profil mit einem C-förmigen Innenquerschnitt;

4 eine Schrägansicht eines Spannelements in Kombination mit einem fluchtend liegenden Montageelement;

5 eine Schrägansicht eines Spannelements nach 4 mit einem aufgeschobenen Profil nach 3; und

6 eine Schrägansicht eines Spannelements mit aufgeschobenem Profil nach 5 und einem in das Spannelement eingesetzten Befestigungselement.

Ein Montageelement 10 gemäß 1 und 2 weist einen länglichen Körper 12 mit zwei seitlichen, im wesentlichen parallel zueinander liegende Flanken 16a, 16b auf. An jeder der beiden Flanken 16a, 16b besitzt das Montageelement 10 einen Federvorsprung 18a und 18b, die jeweils als an der Flanke 16a bzw. 16b angeformte Federlaschen ausgebildet sind, indem zwischen der Federlasche und dem länglichen Körper 12 eine Materialaussparung 20a, 20b vorgesehen ist. Die Materialaussparungen 20a, 20b haben eine sich nach innen hin erweiternde, asymmetrisch pilzartige Form und sind zur Längsachse leicht versetzt angeordnet. Die Federvorsprünge sind über einen Anlenkbereich 24a, 24b mit dem länglichen Körper 12 verbunden. Das Montageelement 10 hat im Bereich der Federvorsprünge 18a, 18b und im Bereich der Flanken 16a, 16b eine über die ganze Länge verlaufende Rastnut 22a, 22b.

Die Federvorsprünge 18a, 18b stehen leicht von dem länglichen Körper 12 ab, so daß der Querschnitt in einem axial zu den Federvorsprüngen 18a, 18b versetzt liegenden Bereich schmäler ist als an der Stelle, an der die Federvorsprünge 18a, 18b angeordnet sind.

Das Montageelement 10 hat mittig eine Durchgangsbohrung 26 zur Aufnahme eines nicht gezeigten Befestigungselements für die Befestigung an einem ebenfalls nicht gezeigten Montageuntergrund. Die Durchgangsbohrung 26 ist zweistufig ausgebildet, so daß eine Vertiefung zur Aufnahme beispielsweise eines Schraubenkopfes gebildet ist. Die Durchgangsbohrung 26 definiert eine Drehachse des Montageelements 10. Zur Auflagerung auf dem Montageuntergrund sind an der Unterseite des Montageelements 10 als Anlagebereich zwei mit Abstand zueinander angeordnete Auflagekanten 14a, 14b vorgesehen, zwischen denen ein Freiraum in dem Montageelement 10 vorgesehen ist.

Das in 3 gezeigte, auf dem Montageelement 10 zu befestigende Profil 30 mit einem C-förmigen Innenquerschnitt hat einen halbkreisförmigen Querschnitt, dessen Profilflanken 32a, 32b in jeweils einer abgerundeten Spitze 34a, 34b zulaufen, neben denen auf der Innenseite jeweils ein Rastvorsprung 36a, 36b angeordnet ist. Die Materialstärke ist bis auf den Bereich der Rastvorsprünge 36a, 36b und der abgerundeten Spitzen 34a, 34b umlaufend gleich.

In 4 ist ein weiteres Montageelement 10' gezeigt. Das Montageelement 10' ist mit einem Mindestabstand zu einem Spannelement 40 angeordnet, das über eine Aufnahme 42 zum Einhängen nicht gezeigter Spannorgane in Form eines L-förmigen Einschnitts mit abgerundeten Kanten ausgebildet ist. Der Mindestabstand gewährleistet, daß genügend Raum für die Anordnung des Spannelements 40 zwischen dem Montageelement 10' und der neben dem Ende des Profils 30 befindlichen vertikalen Glasleiste zur Verfügung gestellt ist. Mittig ist eine als Längsschlitz ausgebildete Durchgangsbohrung 48 vorgesehen, die zweistufig ausgebildet ist, so daß eine Vertiefung zur Aufnahme beispielsweise eines Schraubenkopfes zur Verfügung gestellt ist. An dem der Aufnahme 42 gegenüberliegenden Ende ist das Spannelement 40 mittels einer Ausnehmung 45 mit einem Federvorsprung 44 ausgebildet. Das Spannelement 40 verfügt über seitliche Rastnuten 46. Es weist in dem Bereich der Aufnahme 42 einen größeren Querschnitt auf als in dem Bereich des Federvorsprungs 44 und der mittigen Durchgangsbohrung 48.

In 5 ist ein Spannelement 40' in einer weiteren Ausführungsform gezeigt. Das Spannelement 40' hat eine Aufnahme 42 zum Einhängen der nicht gezeigten Spannorgane und eine daneben angeordnete Durchgangsbohrung 49, die noch im Bereich des größeren Querschnitts des Spannelements 40' vorgesehen ist. Auf den anderen Bereich des Spannelements 40' mit dem kleineren Querschnitt ist das in 3 gezeigte Profil 30 aufgesetzt, wobei das Profil 30 das Spannelement 40' in diesem Bereich umschließt.

Das in 5 gezeigte Spannelement 40' mit aufgeschobenem Profil 30 ist in 6 um ein Befestigungselement 47 ergänzt, das in die Durchgangsbohrung 49 eingefügt ist. Das in 4 gezeigte Befestigungselement 10' ist von dem Profil 30 umschlossen, so daß es in 5 und 6 nicht sichtbar ist. Wird das Profil 30 auf das Spannelement 40 aus 4 aufgesetzt, deckt es die dort vorgesehene Durchgangsbohrung 48 ab.

Für die Montage einer Sonnenschutzanlage mit einem erfindungsgemäßen Spannsystem werden zunächst obere Halteclips mit Hilfe einer Schablone montiert. In einem zweiten Arbeitsschritt werden im unteren Bereich die Montageelemente 10 mit Hilfe einer Schablone befestigt. Dabei muß lediglich seitlich der Mindestabstand von den Enden des zu montierenden Profils 30 eingehalten werden, damit genügend Platz für die Anordnung der Spannelemente 40 zur Verfügung steht. Anschließend wird die Anlage oben an den Halteclips eingehängt. Die Spannorgane sind jeweils mit ihrem oberen Ende mit der Anlage verbunden.

Bei einer Ausführungsvariante sind an den anderen Enden der Spannorgane jeweils die Spannelemente 40 festgelegt. Die Spannelemente 40 werden erst unmittelbar vor dem Aufsetzen des Profils 30 auf die Montageelemente 10 an den Profilenden befestigt, beispielsweise durch Einstecken der Spannelemente 40 in die Enden des Profils 30. Zur zusätzlichen Fixierung und zur Vereinfachung des Montagevorgangs können die Spannelemente 40 so ausgebildet sein, daß sie mit den Profilenden verrasten. Anschließend wird in einem dritten Arbeitsschritt das Profil 30, an dessen seitlichen Enden die Spannelemente 40 durch Einstecken befestigt sind, auf die Montageelemente 10 aufgesetzt. Während des Aufsetzens des Profils 30 auf die Montageelemente werden die an den Spannelementen 40 festgelegten Spannorgane gespannt.

In einer anderen Ausführungsvariante sind die Spannelemente 40 jeweils mit einem Ende des Profils 30 verbunden, so daß das Profil 30 und die Spannelemente 40 als eine Einheit gehandhabt werden. Nach dem Einhängen der Anlage werden zunächst die Spannorgane mit ihren unteren Enden, die einen Knoten, eine Quetschhülse oder dergleichen aufweisen, jeweils an den Spannelementen 40 festgelegt, an denen zu diesem Zweck jeweils eine Aufnahme 42 vorgesehen ist, und dann wird das Profil 30 inklusive der Spannelementen 40 auf die Montageelemente 10 aufgesetzt. Das Spannen der Spannorgane erfolgt bei dieser zweiten Variante beim Festlegen der Einheit aus Profil und Spannelement an den Montageelementen 10. Der Montagevorgang ist besonders einfach, wenn die Aufnahmen 42 zum Einhängen der Spannorgane ausgebildet sind.

In der in 6 gezeigten Ausführungsvariante ist vorgesehen, daß zur Befestigung des Spannelements 40' am Montageuntergrund in einer durchgehenden Öffnung 49 des Spannelements 40' ein zusätzliches Befestigungsmittel 47 aufgenommen werden kann, um z. B. im Fall einer sehr großen Spannkraft in den Spannorganen, beispielsweise aufgrund einer exponierten Lage oder einer sehr großen Anlagenbreite und/oder Anlagenhöhe, das Profil 30 und die Montageelemente 10 zu entlasten.


Anspruch[de]
  1. Spannsystem mit Spannorganen zum Führen von Sonnenschutzanlagen, mit einem Profil (30) mit einem einseitig offenen Querschnitt, an dessen Enden jeweils ein Spannelement (40) mit einer Halterung (42) für jeweils ein Spannorgan vorgesehen ist und das an mindestens zwei Montageelementen (10) verrastbar ist, die zwischen den Spannelementen (40) angeordnet sind und an einem Montageuntergrund befestigbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß das Profil (30) in montiertem Zustand die Montageelemente (10) übergreift und durch das Aufsetzen des Profils (30) die Spannung in den Spannorganen aufbaubar ist.
  2. Spannsystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Montageelement (10) bei der Anbringung des Profils (30) Ränder (36a, 36b) eines C-förmigen Innenquerschnitts hintergreift.
  3. Spannsystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Profil (30) in montiertem Zustand mit den Montageelementen (10) lösbar verrastet ist.
  4. Spannsystem nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Spannorgane an den Spannelementen (40) festgelegt sind und die Spannelemente (40) unmittelbar vor dem Aufsetzen auf die Montageelemente (10) an den Profilenden befestigbar sind.
  5. Spannsystem nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Spannelemente (40) in die Profilenden einsteckbar sind.
  6. Spannsystem nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Spannelemente (40) mit den Profilenden verrastbar sind.
  7. Spannsystem nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Spannelemente (40) jeweils mit einem Profilende verbunden sind und jeweils eine Aufnahme (42) zum Festlegen der Spannorgane aufweisen.
  8. Spannsystem nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufnahmen (42) zum Einhängen der Spannorgane ausgebildet sind.
  9. Spannsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Spannelement (40) mit Hilfe eines Befestigungsmittels (47) an dem Montageuntergrund befestigbar ist.
  10. Spannsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Profil (30) in montiertem Zustand das Spannelement (40) wenigstens teilweise überdeckt.
  11. Spannsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Montageelement (10) und das Spannelement (40) auf der mit dem Montageuntergrund in Kontakt stehenden Unterseite eine im wesentlichen übereinstimmende Kontur haben.
  12. Spannsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch Montageelemente (10) nach einem der nachfolgenden Ansprüche.
  13. Montageelement (10) zur Anbringung eines Profils (30) einer Sonnenschutzanlage, dadurch gekennzeichnet, daß es einen länglichen Körper (12) mit einem Auflagebereich und zwei seitlichen, im wesentlichen parallel zueinander liegenden Flanken (16a, 16b) aufweist, wobei das Montageelement (10) an mindestens einer Flanke (16a, 16b) mindestens einen Federvorsprung (18a, 18b) besitzt.
  14. Montageelement (10) nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß an jeder Flanke (16a, 16b) mindestens ein Federvorsprung (18a, 18b) vorgesehen ist.
  15. Montageelement (10) nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß an jeder Flanke (16a, 16b) ein Federvorsprung (18a, 18b) vorgesehen ist und die Federvorsprünge (18a, 18b) diagonal versetzt angeordnet sind.
  16. Montageelement (10) nach einem der Ansprüche 13 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß der Federvorsprung (18a, 18b) als Federlasche ausgebildet ist.
  17. Montageelement (10) nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß der Federvorsprung (18a, 18b) als an der Flanke (16a, 16b) angeformte Federlasche ausgebildet ist, indem zwischen der Federlasche und dem länglichen Körper (12) eine Materialaussparung (20a, 20b) vorgesehen ist.
  18. Montageelement (10) nach einem Ansprüche 13 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß es aus einem elastischem Material besteht.
  19. Montageelement (10) nach einem der Ansprüche 13 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich der Federlasche und wenigstens an dem von der Federlasche entfernt liegenden Ende der gleichen Flanke (16a, 16b) Rastnuten (22a, 22b) angeordnet sind.
  20. Montageelement (10) nach einem der Ansprüche 13 bis 29, dadurch gekennzeichnet, daß die äußere Kontur des Montageelements (10) der Innenkontur des anzubringenden Profils (30) angepaßt ist.
  21. Montageelement (10) nach einem der Ansprüche 13 bis 20, dadurch gekennzeichnet, daß der Querschnitt in einem axial zu den Federlaschen versetzt liegenden Bereich schmäler als die Öffnungsweite des anzubringenden Profils (30) ist.
  22. Montageelement (10) nach einem der Ansprüche 13 bis 21, dadurch gekennzeichnet, daß mittig eine Durchgangsbohrung (26) zur Aufnahme eines Befestigungselements für die Befestigung an einem Montageuntergrund vorgesehen ist.
  23. Montageelement (10) nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, daß die Durchgangsbohrung (26) eine Drehachse definiert.
  24. Montageelement (10) nach einem der Ansprüche 13 bis 23, dadurch gekennzeichnet, daß als Anlagebereich zur Auflagerung auf dem Montageuntergrund an der Unterseite des Montageelements (10) wenigstens zwei mit Abstand zueinander angeordnete Auflagekanten (14a, 14b) oder -stellen vorgesehen sind, und zwischen den Auflagekanten (14a, 14b) ein Freiraum in dem Montageelement (10) vorgesehen ist.
  25. Profil (30) mit einem C-förmigen Innenquerschnitt zur Montage auf einem Montageelement (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Profil (30) einen halbkreisförmigen Querschnitt hat, dessen Profilflanken in jeweils einer abgerundeten Spitze (34a, 34b) zulaufen, neben denen auf der Innenseite jeweils ein Rastvorsprung (36a, 36b) angeordnet ist.
Es folgen 4 Blatt Zeichnungen






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