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Dokumentenidentifikation DE202006000153U1 13.04.2006
Titel Magnetschienenbremse für Schienenfahrzeuge
Anmelder RALF SCHWARZER VERKEHRSTECHNIK GmbH, 33790 Halle, DE
DE-Aktenzeichen 202006000153
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 13.04.2006
Registration date 09.03.2006
Application date from patent application 07.01.2006
IPC-Hauptklasse B61H 7/08(2006.01)A, F, I, 20060107, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf Magnetschienenbremsen für Schienenfahrzeuge, mit ein- oder mehrgliedrigen Bremsschuhen. Derartige Magnetschienenbremsen sind seit vielen Jahren im Bereich der Bundesbahn und bei der Straßenbahnen als Bremsen, die unabhängig von der Rad- Schiene Kombination wirken, im Einsatz. Magnetschienenbremsen für diesen Einsatz bestehen aus eine langen Spule (1) mit Windungen aus Kupferdraht. Die Bestromung erfolgt mit Gleichstrom. Durch den Spulenkern führt man einen magnetisch leitenden Werkstoff der als Joch (2) auf die Bremsschuhe ausgeführt ist. Zwischen den Bremsschuhen ist eine Leiste eingesetzt, die das magnetische Feld unterbrechen soll. Nach dem derzeitigen Stand der Technik werden Leisten (3) aus Aluminium, Messing oder nichtrostendem Stahl verwendet. Bei all diesen Ausführungen gehen je nach Ausführung bis zu 10 % des Magnetfeldes durch diese Leiste und stehen damit der Erzeugung von Haftkraft nicht mehr zur Verfügung.

Im Betrieb stellen sich je nach Umgebungsbedingungen an den Auflageflächen zum Gegenstück der Schiene sogenannte Aufschweißungen ein, die die Wirkungsweise der Bremse negativ beeinflussen.

Bei der Auslegung der möglichen Haftkraft zur Schiene werden durch die maximale Ausnutzung des magnetischen Flusses durch die Schiene physikalische Grenzwerte erreicht. Durch Vorgaben der Außenkontur der Magneten, können diese jedoch nicht immer erreicht werden.

Beim Bremsen mit den Magnetschienenbremsen wird ein magnetisches Feld durch Bestromen der elektrische Spule (1) erzeugt. Die Bremsschuhe (2, Joch) werden mit einem starken Magnetfeld durchströmt. Nach dem Abschalten des Stromes verbleibt ein Restmagnetfeld in den Bremsschuhen. Die Bremse „ klebt „ auf der Schiene und muss mit Kraft in die Ausgangsstellung zurückgestellt werden.

Die oben angeführten Eigenschaften haben dazu Anlass gegeben nach Lösungen zur Verbesserung zu suchen.

Mit der Erfindung wird erreicht, dass bei gleicher Geometrie der Magnetschienenbremse eine größere Haftkraft zur Schiene erzeugt wird, bzw. bei gleicher Haftkraft der Energiebedarf der Spule verringert wird. Daraus resultiert auch eine geringe thermische Belastung der Spule.

Durch den Einsatz der Erfindung werden die Aufschweißungen an den Bremsschuhen reduziert.

Die Verbesserungen werden durch eine magnetisch polarisierte Leiste (3) z.B. einem Permanentmagneten die zwischen den Bremsschuhen eingelegt ist, erzielt. Die Polarisierung wird dabei so gewählt, dass die Feldrichtung entgegen dem elektrisch erzeugten Feld ist. Somit werden die elektrisch erzeugten Feldlinien abgewiesen und mit in die Polschuh und Schiene gelenkt.

In dem Ausführungsbeispiel (1) ist eine magnetisch polarisierte Leiste (3) entgegengesetzt dem elektrischen Feld zwischen dem Joch (2) platziert. Mittels einer magnetischen Spule wird ein Magnetfeld erzeugt, dass über dem Joch und einem Schienenkopf (Anker) geleitet wird. Durch diese Anwendung gelangen mehr Feldlinien in den Anker und die Haftkraft zwischen dem Joch und dem Schienenkopf wird erhöht. Weiter wird beim Abschalten des elektrischen Feldes die Remanenz reduziert.


Anspruch[de]
  1. Magnetschienenbremse für Schienenfahrzeuge dadurch gekennzeichnet, dass eine magnetisch polarisierte Zwischenlage mit ausgerichtetem Feld zum elektisch erzeugten Magnetfeld in entgegengerichteter Polarität zwischen den Bremsschuhen als Leiste montiert ist.
  2. Magnetschienenbremse für Schienenfahrzeuge dadurch gekennzeichnet, dass die Leiste als Permanentmagnet ausgeführt ist und mit der Polarität entgegengesetzt zum elektrisch erzeugten magnetischem Feld zwischen den Bremsschuhen als Leiste montiert ist.
  3. Magnetschienenbremse für Schienenfahrzeuge dadurch gekennzeichnet, dass eine Leiste mit Permantmagneten bestückt ist, die in entgegengesetzt zum elektrisch erzeugten magnetischem Feld zwischen den Bremsschuhen als Leiste montiert ist.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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