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Dokumentenidentifikation DE202006000191U1 13.04.2006
Titel Einrichtung für das Management und Monitoring eines aus optischen Fasern bestehenden Netzwerkes
Anmelder PSC Vermögensverwaltung GmbH, 12587 Berlin, DE
Vertreter Anwaltskanzlei Gulde Hengelhaupt Ziebig & Schneider, 10179 Berlin
DE-Aktenzeichen 202006000191
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 13.04.2006
Registration date 09.03.2006
Application date from patent application 02.01.2006
IPC-Hauptklasse H04B 10/12(2006.01)A, F, I, 20060102, B, H, DE
IPC-Nebenklasse H04B 10/02(2006.01)A, L, I, 20060102, B, H, DE   G02B 6/36(2006.01)A, L, I, 20060102, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Einrichtung für das Management und Monitoring eines aus optischen Fasern bestehenden Netzwerkes.

Zunehmend werden faseroptische Netzwerke aus Glasfasern erstellt, deren Endbereiche bis in den Teilnehmerabschlussbereich (FTTx) hineinreichen. Die Anzahl der zu überwachenden und zu verwaltenden Glasfaserstrecken ist dabei in der Vergangenheit sprunghaft angestiegen. Die Glasfaserleitungen sind teilweise sehr lang und/oder führen in schwer kontrollierbare Netzbereiche, wie z.B. bis direkt zum Kunden. Es muss davon ausgegangen werden, dass der Zugang zu den kundenseitigen Leitungsenden im Servicefall nur eingeschränkt möglich ist. Des Weiteren ist abzusehen, dass die heute vorherrschenden Punkt-zu-Punkt-Verbindungen durch Netzstrukturen, wie z.B. durch Punkt-zu-Multipunkt-Verbindungen ersetzt werden.

In aktiven Netzwerken kann das Netzwerkmanagement und das Netzwerkmonitoring mittels an Netzwerkknotenpunkten vorgesehenen und dafür eingerichteten Geräten vorgenommen werden.

Eine Endverschluss-Anordnung für Glasfaserkabel offenbart die Patentschrift CH 682425 A5. Diese Endverschluss-Anordnung besteht im Wesentlichen aus einem Gehäuse, welches als stapelbare Kassette ausgebildet ist. Damit wird die Zugänglichkeit zu den Glasfaserenden gewährleistet sowie sichergestellt, dass ein Mindestkrümmungsradius des Glasfaserkabels nicht unterschritten wird. Es ist dabei nicht vorgesehen, dass die Endverschluss-Anordnung mit dem Netzwerk bzw. mit dessen Einzelkomponenten kommuniziert.

Des Weiteren ist eine Lichtwellenleiter-Abschlussvorrichtung aus der DE 41 06 594 A1 bekannt. Im Wesentlichen besteht diese Lichtwellenleiter-Abschlussvorrichtung aus einer Aufnahme für ein Lichtwellenleiterstück, an welche ein an diesem anstoßender Lichtwellenleiter angebracht werden kann. Ebenfalls ist in diesem Dokument keine Kommunikation der Abschlussvorrichtung mit dem Netzwerk bzw. dessen Einzelkomponenten offenbart.

Wie schon erwähnt, werden statt Punkt-zu-Punkt-Netzstrukturen zunehmend Punkt-zu-Multipunkt-Netzstrukturen, z.B. PONs, realisiert. Die Verbindungsnetze sind dabei rein passiv, das heißt, dass die aktive Technik des Netzes in den Vermittlungsstellen bzw. Netzknoten oder auch durch ein installiertes Endgerät beim Kunden installiert ist. Es hat sich dabei durchgesetzt, dass die Endbereiche eines Netzwerkes bei der Installation komplett realisiert werden. Das heißt, dass alle Zweige des Netzwerkes installiert werden, obwohl bei Inbetriebnahme des Netzwerkes noch nicht alle Zweige durch einen Endverbraucher benutzt werden. Die Erstinstallation wird dadurch zwar kostenintensiver, die Kosten für den Gesamtausbau sind jedoch günstiger als bei einem schrittweisen Ausbau.

Faseroptische Netzwerke mit Punkt-zu-Multipunkt-Verbindungen erlauben mit Ansatz bisher bekannter Messtechnik bei Messung von zentraler Stelle keine eindeutige Zuordnung der Ereignisse der unterschiedlichen Netzwerkzweige, da es z.B. zur Überlagerung der Reflektionen kommt. Eine Messung bzw. Überwachung von der Kundenseite aus ist entweder nur eingeschränkt oder mit hohen Kosten möglich. Des Weiteren sind offene Glasfaserstreckenenden („unterminierte Enden") nicht aus dem Netzwerk heraus überwachbar, das heißt, sie sind nicht dialogfähig.

Angesichts der existierenden Probleme beim Netzwerk-Management und Netzwerk-Monitoring in passiven Netzen liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine einfache, kostengünstige und wartungsarme Einrichtung zur Verfügung zu stellen, mit der auch bei nichtangeschlossenem Endgerät eine Endleitung eines Netzwerkes identifiziert, getestet und überwacht werden kann.

Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch eine Einrichtung mit den im Anspruch 1 genannten Merkmalen gelöst. Dadurch, dass eine Einrichtung für das Management und Monitoring eines aus optischen Fasern bestehenden Netzwerkes zur Verfügung gestellt wird, die aus einem an einem Faserstreckenende angebrachten Netzwerkstreckenabschlussteil besteht, welches eine optische Schnittstelle aufweist und derart eingerichtet ist, dass es dem Faserstreckenende eine eineindeutige Netzwerkadresse auslesbar zuordnet, ist es möglich, Signale gezielt von einem Netzwerkknotenpunkt an das jeweilige Faserstreckenende, welches mit dem Netzwerkstreckenabschlussteil versehen ist, zu schicken. Dieses Signal wird von dem Netzwerkstreckenabschlussteil verwertet und es wird von diesem ein weiteres Signal an den Netzwerkknotenpunkt zurückgesandt. Mit dem rückläufigen Signal bestätigt also das Netzwerkstreckenabschlussteil die Adresse, an welche der Netzwerkknotenpunkt sein Signal sendete und es wird damit eine Zuordnung des Faserstreckenendes sowie seine Kontrolle, Durchgangstest und Aktivierung bzw. Freischaltung ermöglicht.

Von mehreren Faserstreckenenden ausgehende und sich überlagernde Reflektionen im Gesamtnetzwerk werden dabei vermieden, da nur von dem mit einer bestimmten Adresse versehenen Netzwerkstreckenabschlussteil ein rückläufiges Signal ausgesendet wird. Die erfindungsgemäße Einrichtung ermöglicht es daher z.B., ein bestimmtes Faserstreckenende für den Gebrauch beim Endkunden freizuschalten, ohne dabei Manipulationen im Kundenbereich vor Ort vornehmen zu müssen. Nach der Aktivierung des Faserstreckenendes kann das Netzwerkstreckenabschlussteil entfernt werden. Das im Austausch installierte Endgerät verfügt entweder über eine eigene Netzwerkadresse oder über die Möglichkeit, das Netzwerkstreckenabschlussteil in sich aufzunehmen und so die dem Glasfaserkundenanschluss durch das Netzwerkstreckenabschlussteil bisher zugeordnete Adresse weiterzuverwenden. In diesem Fall weist das Netzwerkstreckenabschlussteil eine derartige äußere Gestaltung auf, die es problemlos ermöglicht, es in einem Endgerät aufzunehmen. Es bedarf in diesem Falle für die Installation eines Endgerätes an einem Faserstreckenende nicht des mechanischen Eingriffs durch den Netzwerkbetreiber. Alle zur Installation notwendigen Handlungen können durch den Kunden selbst vorgenommen werden. Dadurch werden eine hohe Flexibilität und eine Kostenminimierung im Servicebereich beim Betreiben des Netzwerkes ermöglicht.

Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.

So ist z.B. vorgesehen, dass das Netzwerkstreckenabschlussteil derart ausgebildet ist, dass es nach dem Plug-and-Play-Prinzip funktioniert. Das bedeutet, dass es z.B. mittels einer einfachen Steckverbindung ermöglicht wird, das Abschlussteil einfach auf das Faserstreckenende zu stecken. Das Netzwerkstreckenabschlussteil ist damit bereits ohne weitere Installation voll funktionsfähig.

Zur Übertragung von Informationen bzw. Signalen zwischen Netzwerkknotenpunkten und dem Netzwerkstreckenabschlussteil kann das Netzwerkstreckenabschlussteil vorteilhafterweise derart ausgebildet sein, dass es zur Informationsübertragung mittels Ethernetprotokoll bzw. IP-basierter Technik geeignet ist. Es wird die für moderne Netze übliche Hardware bzw. Protokollübertragungstechnik eingesetzt.

In vorteilhafter Weise umfasst das Netzwerkstreckenabschlussteil neben den schon genannten Komponenten weiterhin eine optische Schnittstellenbaugruppe und eine Elektronikbaugruppe. Die optische Schnittstellenbaugruppe kann dabei einen opto-elektronischen Wandler (OEC) und einen elektrooptischen Wandler (EOC) umfassen. Ausserdem kann sie einen optischen Sender und einen optischen Empfänger umfassen. Der optische Empfänger dient dabei dem Empfang eines von einem Netzknotenpunkt gesandten Signales, welches an die Adresse des Netzwerkstreckenabschlussteils gesendet wird. Nach Verarbeitung dieses empfangenen Signals übermittelt das Netzwerkstreckenabschlussteil mittels des optischen Senders ebenfalls ein Signal an den Netzwerkknotenpunkt und bestätigt damit die angesprochene Adresse.

Die Elektronikbaugruppe des Netzwerkstreckenabschlussteils kann vorteilhafterweise einen Speicher, eine Software und einen Prozessor umfassen. Als Software kann dabei „Flash" dienen. In der Software ist die Netzwerkadresse dokumentiert. Die Netzwerkadresse kann auch in einem eigens dafür vorhandenen ID-Chip gespeichert sein.

Die optische Schnittstelle, die optische Schnittstellenbaugruppe und die Elektronikbaugruppe können dabei im Netzwerkstreckenabschlussteil derart angeordnet sein, dass sie räumlich voneinander getrennt sind. Dasselbe betrifft auch die Einzelteile von der optische Schnittstelle, der optischen Schnittstellenbaugruppe und der Elektronikbaugruppe.

In einer alternativen Ausführung dazu können allerdings auch die optische Schnittstelle, die optische Schnittstellenbaugruppe und die Elektronikbaugruppe oder wiederum deren Einzelteile ineinander integriert im Netzwerkstreckenabschlussteil vorhanden sein. Eine derartige Ausführung hat den Vorteil eines geringen Volumens.

Es kann des Weiteren vorgesehen sein, dass das Netzwerkstreckenabschlussteil eine Befestigungseinheit aufweist, mittels der es lösbar mit dem jeweiligen Faserstreckenende verbunden werden kann. Diese Ausführung erleichtert es dem Endkunden, das Netzwerkstreckenabschlussteil vom Faserstreckenende abzunehmen und ein Endgerät am Faserstreckenende zu installieren. Vorzugsweise können diese lösbar mit den Faserstreckenenden verbundenen Netzwerkstreckenabschlussteile in der Öffentlichkeit nicht zugänglichen Räumen realisiert werden.

In einer alternativen Ausführungsform dazu kann das Netzwerkstreckenabschlussteil eine Befestigungseinheit aufweisen, mittels dessen es nicht-lösbar mit dem jeweiligen Faserstreckenende verbunden werden kann. Diese Ausgestaltung hat den Vorteil der Verhinderung des unbefugten Entfernens des Netzwerkstreckenabschlussteils vom Faserstreckenende. In dieser Ausführung kann zudem vorgesehen sein, dass, wie oben schon beschrieben, das Netzwerkstreckenabschlussteil äußerlich so gestaltet ist, dass es in einem Endgerät aufgenommen werden kann. Es kann allerdings auch vorgesehen werden, dass das Faserstreckenende ausserhalb des Verbindungsbereiches mit dem Netzwerkstreckenabschlussteil einen Bereich vorsieht, in dem das Faserstreckende in einfacher Weise durchgebrochen werden kann. Damit wird erreicht, dass das Netzwerkstreckenabschlussteil vom Faserstreckenende entfernt ist und das Ende der Faserstrecke für eine Kontaktierung frei zugänglich ist.

Für eine einfache und schnelle Realisierung der Verbindung zwischen Faserstreckenende und Netzwerkstreckenabschlussteil kann vorgesehen sein, dass das Netzwerkstreckenabschlussteil als Steckverbindung nach einem Steckverbinderstandard entsprechend IEC 61754 ausgeführt ist. Das Vorsehen einer standardisierten Verbindungsstelle wirkt sich ebenfalls vorteilhaft auf eine einfache und schnelle Installation von Endgeräten am Faserstreckenende aus.

Die Steckverbindung kann als Simplex- oder auch als Duplex-Steckverbindung ausgeführt sein.

In vorteilhafter Weise kann vorgesehen sein, dass das Netzwerkstreckenabschlussteil Informationen auf einer fest eingestellten Sendewellenlänge aussendet. Durch die Zuordnung einer bestimmten festen Sendewellenlänge zu einem bestimmten Kunden bzw. zu einer Adresse eines Faserstreckenendes wird die Identifikation des jeweiligen Kundenanschlusses erleichtert. Dasselbe betrifft einen fest eingestellten Empfangswellenlängenbereich oder eine fest eingestellte Empfangswellenlänge für den Empfang von Signalen am Netzwerkstreckenabschlussteil, die ebenfalls vorteilhafterweise vorgesehen sein können.

Das Netzwerkstreckenabschlussteil kann derart ausgebildet sein, dass die ihm zugeordnete Netzwerkadresse über die optische Schnittstelle auslesbar ist.

Vorteilhafterweise entspricht die zugeordnete Netzwerkadresse den Vorgaben für Ipv6-Netzwerkadressen.

Da in einem Netzwerk üblicherweise eine Vielzahl von Faserstreckenenden vorliegen, ist es vorteilhaft, dass die Netzwerkstreckenabschlussteile kostengünstig hergestellt werden können. Dies lässt sich z.B. dadurch erreichen, dass es nur die wesentlichen Funktionen ausführen kann. So kann z.B. in der vorliegenden Erfindung vorgesehen sein, dass die Zuordnung der Netzwerkadresse die einzige Funktion des Netzwerkstreckenabschlussteil innerhalb des Netzwerk-Managements und Netzwerk-Monitorings ist. Das bedeutet, dass ausschließlich die Bauelemente, die zur Vergabe der Netzwerkadresse an das Faserstreckenende benötigt werden, im Netzwerkstreckenabschlussteil vorhanden sind.

Ein am Faserstreckenende installiertes Endgerät kann ebenfalls seine Adressinformationen in das Netzwerk eingeben, weist aber gegenüber dem Netzwerkstreckenabschlussteil noch weitere Funktionen auf.

In einer alternativen Ausführung dazu kann aber auch vorgesehen sein, dass zusätzlich zur Netzwerkadresse weitere Daten in der Elektronikbaugruppe des Netzwerkstreckenabschlussteiles gespeichert sind, die auch über das Netzwerk abrufbar sind. Dies kann z.B. dazu dienen, Ländercodes, Installationszeitpunkte oder auch Installationspersonal datenmäßig im Netzwerkstreckenabschlussteil zu speichern. Ein Vorteil dieser Abspeicherung von zusätzlichen Daten kann darin liegen, dass z.B. aus rechtlichen Gründen abgespeichert wird, welche Person zu welchem Zeitpunkt die Installation vorgenommen hat. Ausserdem kann es für die Abrechnung von Netzwerkleistungen günstig sein, über Informationen zu verfügen, die den genauen geographischen Standort des Faserstreckenendes beschreiben.

Es kann dabei vorteilhafterweise vorgesehen sein, dass die zusätzlichen Daten, genauso wie die Netzwerkadresse, über die optische Schnittstelle über das Netzwerk auslesbar sind.

Für die Stromversorgung des Netzwerkstreckenabschlussteils kann vorgesehen sein, dass es einen Anschluss für eine externe Stromversorgung aufweist. Über diesen Anschluss kann das Netzwerkstreckenabschlussteil mit einer externen Energiequelle verbunden sein.

In einer alternativen Ausführungsform dazu kann auch vorgesehen sein, dass in das Netzwerkstreckenabschlussteil eine interne Stromversorgungseinheit integriert ist. Diese interne Stromversorgungseinheit kann dabei eine herkömmliche Batterie bzw. ein Akkumulator sein, die das Netzwerkstreckenabschlussteil mit Energie versorgt. Es kann allerdings auch vorgesehen sein, dass die zum Betreiben des Netzwerkstreckenabschlussteils erforderliche Energie aus einer internen Stromversorgungseinheit bezogen wird, die regenerative Energien ausnutzt.

In einer weiteren Ausgestaltung ist vorgesehen, dass die zugeordnete Netzwerkadresse eine einzigartige, unauslöschbare ist.

Die Erfindung wird nachfolgend in einem Ausführungsbeispiel anhand der dazugehörigen Zeichnung näher erläutert.

Es zeigt

1 ein Blockschaltbild der erfindungsgemäßen Einrichtung.

Die 1 zeigt in einem Blockschaltbild das erfindungsgemäße Netzwerkstreckenabschlussteil mit seinen einzelnen Komponenten. Die Schnittstelle 1 steht in Wechselwirkung mit der optischen Schnittstellenbaugruppe 2. Die Schnittstelle 1 verkörpert dabei die Informationsübergangsstelle zwischen dem Netzwerkstreckenabschlussteil und dem Faserstreckenende. Es wird über die Schnittstelle 1 die Adresseninformation aus dem Netzwerkstreckenabschlussteil in das Netzwerk ausgelesen. Bei im Netzwerkstreckenabschlussteil zusätzlich gespeicherten Daten werden diese ebenfalls über die Schnittstelle 1 in das Netzwerk ausgelesen.

Die mit der Schnittstelle 1 informationstechnisch verbundene optische Schnittstellenbaugruppe 2 besteht aus zwei Komponenten, nämlich aus dem opto-elektrischen Wandler 2a und dem elektro-optischen Wandler 2b. Der opto-elektrische Wandler 2a wandelt ein vom Netzwerk in das Netzwerkstreckenabschlussteil eingegebenes optisches Signal in ein elektrisches Signal um, welches von der mit der optischen Schnittstellenbaugruppe 2 in Wechselwirkung stehenden Elektronikbaugruppe 3 verarbeitet wird. Der elektro-optische Wandler 2b wandelt ein von der Elektronikbaugruppe 3 erzeugtes elektrisches Signal in ein optisches Signal um, welches über die Schnittstelle 1 an einen Netzwerkknotenpunkt gesendet werden kann.

Die mit der optischen Schnittstellengruppe 2 in Wechselwirkung stehende Elektronikbaugruppe 3 besteht aus drei Komponenten. Dies ist zum einen Software 3a, ein Speicher (PROM) 3b und ein Prozessor (CPU) 3c. Mittels der in der Elektronikbaugruppe 3 gespeicherten Software 3a wird die Adresse des Netzwerkstreckenabschlussteils bzw. des ihm zugeordneten Faserstreckenendes dokumentiert. Für die vorliegende Erfindung bietet sich die sogenannte „Flash"-Software an. Der Speicher 3b (PROM) dient der Speicherung der Software und bei Bedarf der Speicherung zusätzlicher Daten. Die Software 3a und der Speicher 3b sowie deren Funktionen werden vom Prozessor (CPU) 3c gesteuert.

An die optische Schnittstellenbaugruppe 2 und an die Elektronikbaugruppe 3 ist eine Stromversorgungseinheit 4 gekoppelt, um diese mit Energie für die Wandlung der optischen/elektrischen Signale bzw. für die Speicherung und den Abruf der Adressinformationen bzw. von zusätzlichen Daten zu versorgen.

1Schnittstelle 2optische Schnittstellenbaugruppe 2aopto-elektrischer Wandler 2belektro-optischer Wandler 3Elektronikbaugruppe 3aSoftware 3bSpeicher 3cProzessor 4Stromversorgungseinheit

Anspruch[de]
  1. Einrichtung für Management und Monitoring eines aus optischen Fasern bestehenden Netzwerkes, wobei die Einrichtung aus einem an einem Faserstreckenende angebrachten Netzwerkstreckenabschlussteil besteht, welches eine optische Schnittstelle (1) aufweist und derart eingerichtet ist, dass es dem Faserstreckenende eine eineindeutige Netzwerkadresse auslesbar zuordnet.
  2. Einrichtung nach Anspruch 1, bei der das Netzwerkstreckenabschlussteil zur Ausführung des Plug-and-Play-Prinzips ausgebildet ist.
  3. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1–2, bei der das Netzwerkstreckenabschlussteil zur Übertragung von Informationen mittels Ethernetprotokoll bzw. IP-basierter Technik eingerichtet ist.
  4. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der das Netzwerkstreckenabschlussteil weiterhin eine optische Schnittstellenbaugruppe (2) und eine Elektronikbaugruppe (3) umfasst.
  5. Einrichtung nach Anspruch 4, bei der die optische Schnittstellenbaugruppe (2) einen opto-elektrischen Wandler (2a) und einen elektro-optischen Wandler (2b) umfasst.
  6. Einrichtung nach einem der Ansprüche 4–5, bei der die optische Schnittstellenbaugruppe (2) weiterhin einen optischen Sender und einen optischen Empfänger umfasst.
  7. Einrichtung nach Anspruch 4, bei der die Elektronikbaugruppe (3) einen oder mehrere Speicher (3b), eine Software (3a) und einen Prozessor (3c) umfasst.
  8. Einrichtung nach einem der Ansprüche 4–7, bei der die optische Schnittstelle (1), die optische Schnittstellenbaugruppe (2) und die Elektronikbaugruppe (3) oder die Einzelteile (2a, 2b, 3a, 3b, 3c) der genannten Baugruppen räumlich voneinander getrennt im Netzwerkstreckenabschlussteil realisiert sind.
  9. Einrichtung nach einem der Ansprüche 4–7, bei der die optische Schnittstelle (1), die optische Schnittstellenbaugruppe (2) und die Elektronikbaugruppe (3) oder die Einzelteile (2a, 2b, 3a, 3b, 3c) der genannten Baugruppen ineinander integriert im Netzwerkstreckenabschlussteil realisiert sind.
  10. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der das Netzwerkstreckenabschlussteil eine Befestigungseinheit aufweist, mit der es lösbar mit dem Faserstreckenende verbunden werden kann.
  11. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1–9, bei der das Netzwerkstreckenabschlussteil eine Befestigungseinheit aufweist, mit der es nicht-lösbar mit dem Fasterstreckenende verbunden werden kann.
  12. Einrichtung nach Anspruch 10, bei der die Befestigungseinheit als Teil einer Steckverbindung nach einem normierten Steckverbinderstandard (Reihe IEC 61754) ausgeführt ist.
  13. Einrichtung nach Anspruch 10, bei der die Steckverbindung als Simplex- oder Duplexsteckverbindung ausgeführt ist.
  14. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der das Netzwerkstreckenabschlussteil dafür eingerichtet ist, Informationen auf einer fest eingestellten Sendewellenlänge auszusenden.
  15. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der das Netzwerkstreckenabschlussteil dafür eingerichtet ist, Informationen in einer fest eingestellten Empfangswellenlänge oder in einem fest eingestellten Empfangswellenlängenbereich zu empfangen.
  16. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der die Netzwerkadresse über die optische Schnittstelle (1) auslesbar ist.
  17. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der die zugeordnete Netzwerkadresse den Vorgaben für Ipv6-Netzwerkadressen entspricht.
  18. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der die Zuordnung der Netzwerkadresse die einzige Funktion des Netzwerkstreckenabschlussteils für das Netzwerk-Management und Netzwerk-Monitoring ist.
  19. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1–17, bei der zusätzlich zur Netzwerkadresse weitere Daten in der Elektronikbaugruppe (3) des Netzwerkstreckenabschlussteils gespeichert sind.
  20. Einrichtung nach Anspruch 19, bei der die zusätzlichen Daten über die optische Schnittstelle (1) auslesbar sind.
  21. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der im Netzwerkstreckenabschlussteil ein Anschluss für eine externe Stromversorgung integriert ist.
  22. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1–20, bei der im Netzwerkstreckenabschlussteil eine interne Stromversorgungseinheit (4) integriert ist.
  23. Einrichtung nach Anspruch 22, bei der die interne Stromversorgungseinheit (4) aus einer Batterie besteht.
  24. Einrichtung nach Anspruch 22, bei der die interne Stromversorgungseinheit (4) aus einem regenerative Energien nutzenden Gerät besteht.
  25. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der die zugeordnete Netzwerkadresse eine einzigartige, unauslöschbare ist.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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