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Dokumentenidentifikation DE202006000265U1 13.04.2006
Titel Holzstoßabdecksystem
Anmelder WEDA Roland Werner GmbH, 72762 Reutlingen, DE
Vertreter Kohler Schmid Möbus, 72764 Reutlingen
DE-Aktenzeichen 202006000265
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 13.04.2006
Registration date 09.03.2006
Application date from patent application 10.01.2006
IPC-Hauptklasse A01F 25/13(2006.01)A, F, I, 20060110, B, H, DE
IPC-Nebenklasse E04H 15/54(2006.01)A, L, I, 20060110, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Holzstoßabdecksystem, umfassend ein Abdeckmittel.

Um Holzstöße (Holzstapel) vor Nässe und Witterungseinflüssen zu schützen, ist es bekannt, diese mit einer Abdeckplane abzudecken. Dabei wird die Abdeckplane häufig durch Holzstücke beschwert, die dann jedoch wiederum der Witterung ausgesetzt sind. Alternativ oder zusätzlich wird die Plane an den Enden teilweise eingeschlagen und zwischen Holzstücken festgeklemmt. Diese Art und Weise der Befestigung der Abdeckplanen schützt häufig nicht zuverlässig bei Sturm, da es zu Beschädigungen und Verwehungen der Plane durch Wind und Wetter kommt. Außerdem ist das Aufbringen und Befestigen der Abdeckplane relativ aufwändig. Die Abdeckung ist häufig unzureichend, da die Planen oft zu dünn und nicht reißfest sind.

Diesbezüglich Abhilfe zu schaffen, hat sich die vorliegende Erfindung zur Aufgabe gestellt.

Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Holzstoßabdecksystem, umfassend ein Abdeckmittel, gelöst, wobei das Abdeckmittel im Randbereich zumindest abschnittsweise verstärkt ist. Dadurch ist das Abdeckmittel insgesamt stabiler. Das Abdeckmittel ist vorzugsweise als Plane ausgebildet.

Besonders bevorzugt ist es, wenn die Längsseiten des Abdeckmittels verstärkt sind. Diese können seitlich über den Holzstoß herunterhängen. Außerdem kann das Abdeckmittel über entsprechende Befestigungseinrichtungen an den Längsseiten gehalten werden.

Eine besonders einfache Ausgestaltung der Verstärkung des Randbereichs ergibt sich, wenn der Randbereich verstärkt ist, indem das Abdeckmittel am Rand umgeschlagen und/oder doppellagig ausgebildet ist.

In bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass das Abdeckmittel eine Breite im Bereich 1,00 – 1,50 m, insbesondere 1,20 oder 1,30 m, aufweist. Durch diese Maßnahme kann ein Stapel mit einer Holzscheitlänge von einem Meter sicher abgedeckt werden. Das Abdeckmittel kann in unterschiedlichen Längen von beispielsweise 1, 2, 3 oder mehr Metern angeboten werden. Dadurch können Holzstöße unterschiedlicher Länge abgedeckt werden.

Vorteilhafterweise weist das Abdeckmittel ein Gewicht im Bereich 250 g/m2 auf. Dadurch ist das Abdeckmittel besonders reißfest und qualitativ hochwertig. Es ist insbesondere wieder verwendbar und recycelbar.

Eine besonders gute Witterungsbeständigkeit ergibt sich, wenn das Abdeckmittel UV-beständig ist.

In besonders bevorzugter Ausgestaltung kann das Abdeckmittel im Randbereich Befestigungsösen, insbesondere zwei Befestigungsösen pro Meter, aufweisen. Diese Befestigungsösen sind vorzugsweise im verstärkten Randbereich angebracht, sodass auch bei starker Belastung des Abdeckmittels an den Ösen ein Ausreißen sicher verhindert wird. An den Ösen können entsprechende Befestigungsmittel angreifen.

Vorzugsweise ist das Abdeckmittel wasserdicht und abwaschbar. Die wasserdichte Ausgestaltung verhindert Nässe und Fäule im Holzstoß. Die Abwaschbarkeit stellt die Wiederverwendbarkeit sicher.

Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform kann zumindest ein Befestigungsmittel, insbesondere eine in das Holz einschlagbare Befestigungskralle, vorgesehen sein. Es ist denkbar, das Abdeckmittel unmittelbar mit der Befestigungskralle am Holzstapel zu befestigen. Vorzugsweise ist das Befestigungsmittel lösbar befestigbar und weist mindestens ein Verankerungselement zur Verankerung des Befestigungsmittels an einem Gegenstand, insbesondere einem Holzscheit, und einen Verbindungsabschnitt zur Verbindung des Befestigungsmittels mit einem Haltemittel oder dem Abdeckmittel auf. Somit kann mit dem Befestigungsmittel eine sichere, einfache und dauerhafte Befestigung von Abdeckplanen erfolgen. An dem Verbindungsabschnitt kann eine Schnur, ein Karabinerhaken, eine Feder, ein Gummiseil oder eine Gummischlaufe befestigt werden. Damit kann eine Abdeckplane mit Befestigungsösen leicht und sicher an dem Befestigungsmittel befestigt werden.

Besonders vorteilhaft ist es, wenn zumindest ein insbesondere elastisches Haltemittel vorgesehen ist. Durch diese Maßnahme kann das Abdeckmittel einfach gespannt werden. So kann eine besonders sturmsichere Befestigung des Abdeckmittels erfolgen. Bei einer elastischen Ausgestaltung des Haltemittels erfolgt ein selbsttätiges Nachspannen bei Schwund durch Trocknung des Holzstoßes. Das Haltemittel kann beispielsweise als Gummiband oder Stahlfeder ausgebildet sein. Es kann an dem Abdeckmittel und an einzelnen Scheiten des Holzstoßes befestigt werden. Besonders vorteilhaft ist es jedoch, wenn das Haltemittel an einem oder mehreren Befestigungsmitteln befestigt wird.

Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels der Erfindung, anhand der Figuren der Zeichnung, die erfindungswesentliche Einzelheiten zeigen, und aus den Ansprüchen. Die einzelnen Merkmale können je einzeln für sich oder zu mehreren in beliebiger Kombination bei einer Variante der Erfindung verwirklicht sein.

Ein Ausführungsbeispiel ist in der schematischen Zeichnung dargestellt und wird in der nachfolgenden Beschreibung erläutert.

Es zeigt:

1 einen von einem Abdecksystem abgedeckten Holzstoß;

2 einen teilweisen Schnitt durch den Holzstoß der 1.

In der 1 ist ein Holzstoß 20 perspektivisch dargestellt. Der Holzstoß 20 ist von einem Holzstoßabdecksystem 21 abgedeckt und vor Witterungseinflüssen geschützt. Das Abdecksystem 21 umfasst ein Abdeckmittel 22, das im Ausführungsbeispiel als Abdeckplane ausgebildet ist, sowie mehrere als Befestigungskrallen ausgebildete Befestigungsmittel 1. An den Verbindungsabschnitten 9 der Befestigungsmittel 1 sind Haltemittel 23 befestigt, die als Gummibänder ausgebildet und mit den Ösen 24 des Abdeckmittels 22 verbunden sind. Das Abdeckmittel 22 überlappt den Holzstoß 20 etwas und ist in seinem Randbereich 22a verstärkt ausgebildet. Die Haltemittel 23 sind elastisch ausgebildet, sodass das Abdeckmittel 22 auf den Holzstoß 20 aufgespannt ist. Durch elastische Haltemittel 23 können außerdem unterschiedliche Abstände zwischen den Ösen 24 und dem Befestigungsmittel 1 ausgeglichen werden. Die Abdeckmittel 22 können für bestimmte Standardmaße von Holzstapeln vorgefertigt werden.

In der 2 ist eine teilweise Schnittdarstellung durch den Holzstoß 20 gezeigt. Das Befestigungsmittel 1 ist in den von oben gesehen zweiten Holzscheit 25 eingeschlagen und mit den Verankerungselementen 4, 5 darin verankert. Das Haltemittel 23 ist an einem Ende mit dem Verbindungsabschnitt 9 verbunden und am anderen Ende mit einer Öse 24 des Abdeckmittels 22. Zum Lösen des Befestigungsmittels 1 kann ein Werkzeug an der Stelle 26 zwischen dem Holzscheit 25 und dem Einschlagabschnitt 7 eingebracht werden. Durch eine Hebelbewegung kann das Befestigungsmittel 1 vom Holzscheit 25 gelöst werden.


Anspruch[de]
  1. Holzstoßabdecksystem (21), umfassend ein Abdeckmittel (22), dadurch gekennzeichnet, dass das Abdeckmittel (22) im Randbereich (22a) zumindest abschnittsweise verstärkt ist.
  2. Holzstoßabdecksystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Längsseiten des Abdeckmittels (22) verstärkt sind.
  3. Holzstoßabdecksystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Randbereich verstärkt ist, indem das Abdeckmittel (22) am Rand umgeschlagen und/oder doppellagig ausgebildet ist.
  4. Holzstoßabdecksystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Abdeckmittel (22) eine Breite im Bereich 1,00 – 1,50 m, insbesondere 1,20 oder 1,30 m, aufweist.
  5. Holzstoßabdecksystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Abdeckmittel (22) ein Gewicht im Bereich 250 g/m2 aufweist.
  6. Holzstoßabdecksystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Abdeckmittel (22) UV-beständig ist.
  7. Holzstoßabdecksystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Abdeckmittel (22) im Randbereich (22a) Befestigungsösen (24), insbesondere zwei Befestigungsösen pro Meter, aufweist.
  8. Holzstoßabdecksystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Abdeckmittel (22) wasserdicht und abwaschbar ist.
  9. Holzstoßabdecksystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Befestigungsmittel (1), insbesondere eine in das Holz einschlagbare Befestigungskralle, vorgesehen ist.
  10. Holzstoßabdecksystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein insbesondere elastisches Haltemittel (23) vorgesehen ist.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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