PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE202006000388U1 13.04.2006
Titel Befestigungsvorrichtung
Anmelder Merkle, Klaus, 88239 Wangen, DE
Vertreter Beck & Rössig - European Patent Attorneys, 81679 München
DE-Aktenzeichen 202006000388
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 13.04.2006
Registration date 09.03.2006
Application date from patent application 11.01.2006
IPC-Hauptklasse F16B 35/00(2006.01)A, F, I, 20060111, B, H, DE
IPC-Nebenklasse E04B 1/38(2006.01)A, L, I, 20060111, B, H, DE   E04B 2/06(2006.01)A, L, I, 20060111, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung richtet sich auf eine Befestigungsvorrichtung zur Befestigung eines Befestigungs-Objektes an einem Basis-Objekt über eine Gewindeverbindungsstruktur. Insbesondere richtet sich die Erfindung auf eine Befestigungsvorrichtung zur Befestigung eines Baubeschlagteiles, beispielsweise einer Fallrohrschelle an einer Wand oder einem Balken.

Im Bereich des Holz- und Trockenbaus, sowie allgemein auf dem Gebiet der Bau-Montagetechnik finden seit geraumer Zeit Schrauben Anwendung die ggf. manuell, oder mittlerweile überwiegend unter Verwendung eines Schraubers ohne Vorbohrbedarf in ein Grundmaterial, z.B. eine Holz- oder Blechunterkonstruktion eingeschraubt werden können. Die Schrauben, z.B. in Form von sog. Spax-Schrauben sind hierbei derart ausgelegt, dass deren Schraubenschaft eine selbstschneidende Gewindestruktur und eine hinreichende Torsionsfestigkeit aufweist und die über den Gewindestruktur übertragbaren Haltekräfte im Bereich der durch den Schraubenschaft übertragbaren Zugkräfte liegen. Neben den unmittelbar in die Unterkonstruktion einschraubbaren Schrauben ist es insbesondere für Mauerwerksverankerungen auch bekannt, die Koppelung von Schraube und Unterkonstruktion unter Zwischenschaltung von Dübeln vorzunehmen. Alternativ zu der Verwendung von Schrauben bei welchen die Haltekräfte auf das zu befestigende Objekt durch einen mit dem Schraubenschaft integral ausgebildeten Schraubenkopf übertragen werden, sind auch sog. Stockschrauben bekannt, bei welchen der Schraubenschaft einerseits eine in die Unterkonstruktion (oder Dübel/Mauerwerk) Gewindestruktur und andererseits eine in Montageposition über die Unterkonstruktion hervorkragende Montagegewindestruktur aufweist. Die Montagegewindestruktur kann ein zur Aufnahme einer Sechskantmutter vorgesehenes, vorzugsweise metrisches Gewinde aufweisen. Die Verwendung derartiger Stockschrauben bietet den Vorteil, dass diese Stockschraube zunächst ohne Mitnahme des zu befestigenden Objektes in die Unterkonstruktion eingeschraubt werden kann, und das zu befestigende Objekt erst nach Verankerung der Stockschraube feinfühlig und sicher über die auf die Stockschraube aufgesetzte Mutter befestigbar ist.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, Lösungen zu schaffen die eine tragfähige Schraubverbindung zwischen einem Befestigungs-Objekt und einem Basis-Objekt in einer unter montagetechnischen Gesichtspunkten vorteilhaften Weise ermöglichen.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch eine Befestigungsvorrichtung mit einem Gewindezapfenelement das einen mit einem Außengewinde versehenen Außengewindeabschnitt aufweist und mit einer zentralen Durchgangsbohrung versehen ist, zur Durchführung eines Schraubenschaftes.

Dadurch wird es auf vorteilhafte Weise möglich, eine Befestigungsvorrichtung zu schaffen, durch welche in verschiedensten Einsatzfällen eine sich durch eine hinreichend hohe Tragfestigkeit und durch ein ansprechendes äußeres Erscheinungsbild auszeichnende Befestigung im Baubereich ermöglicht wird. Die erfindungsgemäße Befestigungsvorrichtung eignet sich insbesondere im Installations-, Spenglerei- und Sanitärbereich zur Befestigung von Rohrstrukturen. Insbesondere eignet sich die erfindungsgemäße Befestigungsvorrichtung zur Koppelung von Rohrschellen mit verschiedensten Untergrundkonstruktionen, insbesondere Holz-, Trockenbau- und Mauerwerkuntergründen unter Verwendung handlesüblicher Schrauben, insbesondere SPAX-Schrauben.

Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist das Gewindezapfenelement derart bemessen, dass der Kerngewindedurchmesser des Außengewindeabschnitts größer ist als der Außendurchmesser einer die Durchgangsbohrung umsäumenden Schraubenkopfsitzfläche. Dadurch wird es auf vorteilhafte Weise möglich, das Gewindezapfenelement durch eine nachfolgend noch näher erläuterte, den zur Befestigung des Gewindezapfenelementes vorgesehenen Schraubenkopf über stulpende Aufschraubstrukturen zu überschrauben.

Die Schraubenkopfsitzfläche ist gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung als Senkbohrung ausgeführt, sodass der Schraubenkopf handelsüblicher Bauschrauben, insbesondere Spax-Schrauben in das Gewindezapfenelement bündig einschraubbar ist. Die Schraubenkopfsitzfläche ist hierzu vorzugsweise als Kegel-Senkbohrung ausgeführt.

Es ist möglich, an dem Gewindezapfenelement einen Aufsatzflansch auszubilden, der eine radial über den Außengewindeabschnitt hervorstehende Aufsatzfläche auf einer der Schraubenkopfsitzfläche abgewandten Stirnseite bildet. Durch diesen Aufsatzflansch wird eine vergrößerte Auflagefläche geschaffen, sodass das Gewindezapfenelement stabil auf dem entsprechenden Untergrund aufschraubbar ist. Es ist möglich, an dem Aufsatzflanschabschnitt eine Krallenstruktur auszubilden die es ermöglicht, ein gegebenenfalls in das Gewindezapfenelement eingeleitetes Drehmoment in den Untergrund abzuleiten. Das Gewindezapfenelement ist gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung insgesamt derart dimensioniert, dass der Außendurchmesser des Gewindezapfenelementes größer ist als die axiale Länge desselben. Bereits bei vergleichsweise geringen Axiallängen des Gewindezapfenelementes kann eine hinreichende Tragfähigkeit des Gewindezapfenelementes sichergestellt werden.

Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung richtet sich diese auch auf eine Aufschraubstruktur gemäß Patentanspruch 8. Diese Aufschraubstruktur ist gemäß einer bevorzugten Ausführungsform derart ausgestaltet, dass diese eine unter ästhetischen Gesichtspunkten ansprechende, vollständige Verkleidung des zugeordneten Gewindezapfenelementes ermöglicht.

Das Gewindezapfenelement und die Aufschraubstruktur können so ausgebildet sein, dass die hierdurch bereitgestellte Verbindungsstruktur eine weitgehend abgedichtete Schraubverbindung darstellt. Es ist möglich, an dem Gewindezapfenelement und/oder an der Aufschraubstruktur Dichteinrichtungen vorzusehen, durch welche dicht-relevante Spalte hinreichend abgedichtet werden.

Der zweite Gewindeabschnitt der Aufschraubstruktur ist vorzugsweise als Innengewindeabschnitt ausgebildet. In diesem Innengewindeabschnitt kann ein Gewindestangenabschnitt eingeschraubt werden. Auf diesem Gewindestangenabschnitt kann wiederum eine handelsübliche Rohrschelle aufgesetzt werden.

Sowohl die Aufschraubstruktur als auch das zugeordnete Gewindezapfenelement sind vorzugsweise aus einem korrosionsbeständigen Werkstoff, insbesondere Kupfer, Aluminium oder Edelstahl gefertigt. Alternativ hierzu ist es auch möglich, die Aufschraubstruktur und das zugeordnete Gewindezapfenelement mit einer hinreichend dauerhaften korrosionsverhindernden Beschichtung, insbesondere Zink- oder Kunststoffbeschichtung zu versehen.

Es ist auch möglich, die Aufschraubstruktur so auszubilden, dass der zweite Gewindeabschnitt als Außengewindeabschnitt ausgebildet ist. Auf diesem Außengewindeabschnitt kann dann in der Art einer an sich bekannten Stock-Schraube ein zu befestigendes Element, insbesondere die Befestigungsmuffe einer Rohrschelle aufgeschraubt werden.

Die Aufschraubstruktur kann so ausgebildet sein, dass bei einer Ausführungsform des zweiten Gewindeabschnitts als Innengewindeabschnitt dessen Gewindedurchmesser kleiner ist als der Gewindedurchmesser des ersten Gewindeabschnitts. Der Innendurchmesser dieses zweiten Gewindeabschnitts entspricht vorzugsweise in etwa dem Durchmesser der Schraubenkopfsitzfläche. Es ist möglich, die Aufschraubstruktur, das Gewindezapfenelement und vorzugsweise auch die zur Befestigung des Gewindezapfenelementes vorgesehene Bauschraube so aufeinander abzustimmen, dass die Bauschraube noch durch den zweiten Innengewindeabschnitt hindurchsteckbar ist. Hierdurch wird es möglich, das Gewindezapfenelement und die Aufschraubstruktur zunächst bereits zusammenzufügen, und die Befestigung dieses zusammengesetzten Befestigungssystems an den entsprechenden Untergrund durch einfaches Einschrauben einer Bauschraube vorzunehmen. Die so an dem Untergrund befestigte Aufschraubstruktur kann bedarfsweise von dem Gewindezapfenelement abgenommen bzw. insbesondere abgeschraubt werden. Das Gewindezapfenelement und die Aufschraubstruktur können so ausgebildet sein, dass das Gewindezapfenelement vollständig durch die Aufschraubstruktur gekapselt wird. Weiterhin ist es auch möglich, das Gewindezapfenelement so auszubilden, dass dieses noch einen, nach Aufschrauben der Aufschraubstruktur von außen zugänglichen Flanschabschnitt umfasst.

Die Erfindung richtet sich gemäß einem weiteren Aspekt auch auf eine Rohrschellenanordnung zur Montage eines Rohres, insbesondere eines Dachrinnenfallrohres an einer Untergrundstruktur, insbesondere in Form einer Holzkonstruktion, einer Trockenbauunterkonstruktion und/oder auch einem Mauerwerk unter Verwendung eines Gewindezapfenelementes und einer Aufschraubstruktur der vorgenannten Art.

Es ist möglich, diese Rohrschellenanordnung weiterhin mit einem Distanzelement auszustatten wodurch es möglich wird, das erfindungsgemäße Gewindezapfenelement auch an einer Fassadenkonstruktion anzubringen, die als solche eine Wärmeisolationsschicht umfasst.

Weitere Einzelheiten und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung in Verbindung mit der Zeichnung. Es zeigt:

1 eine Axialschnittansicht zur Erläuterung des Aufbaus einer bevorzugten Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Gewindezapfenelementes,

2 ebenfalls eine Axialschnittansicht, hier zur Illustration einer bevorzugten Variante einer erfindungsgemäßen, zum Aufschrauben auf das Gewindezapfenelement nach 1 vorgesehenen Aufschraubstruktur,

3 eine Skizze zur Erläuterung der Anwendung einer erfindungsgemäßen, ein Gewindezapfenelement und eine Aufschraubstruktur umfassenden Befestigungsanordnung, hier zur Befestigung einer Fallrohrschelle an einer wärmeisolierten Unterkonstruktion.

Das in 1 gezeigte Gewindezapfenelement 1 umfasst einen Basiskörper 2, der als solcher als Zylinderscheibe ausgebildet ist und im Bereich seiner Außenumfangsfläche mit einem Außengewindeabschnitt 3 versehen ist. Der Basiskörper 2 ist mittig mit einer Durchgangsbohrung 4 versehen, die derart dimensioniert ist, dass durch diese eine zur Befestigung des Gewindezapfenelementes 1 vorgesehene Bauschraube im Bereich ihres Schraubenschachtes hindurchführbar ist. Die Durchgangsbohrung 4 mündet in eine Schraubenkopfsitzzone 5, die hier durch eine Kegel-Senkbohrung bereitgestellt ist und derart ausgebildet ist, dass der Schraubenkopf einer zur Befestigung des Gewindezapfenelementes 1 vorgesehenen Bauschraube zumindest weitgehend bündig mit einer vorderen Stirnfläche 6 des Basiskörpers 2 abschließt. Der Gewindeabschnitt 3 ist vorzugsweise als metrisches Gewinde ausgebildet. Auf das hier gezeigte Gewindezapfenelement 1 ist die in 2 gezeigte Aufschraubstruktur aufschraubbar. Der Gewindeabschnitt 3 ist hierzu komplementär zu dem Innengewindeabschnitt 7 der in 2 gezeigten Aufschraubstruktur ausgebildet.

Die in 2 dargestellte Aufschraubstruktur 8 umfasst ebenfalls einen Basiskörper 9, der hier einen zur Aufnahme des Gewindezapfenelementes 1 (1) vorgesehenen Innengewindeabschnitt 7 aufweist. Der Basiskörper 9 bildet bei diesem Ausführungsbeispiel eine Aufsitzfläche 10, die in Montageposition der Aufschraubstruktur auf einer Untergrundfläche aufsitzt und sich gegebenenfalls leicht in diese Untergrundfläche einsenkt. Die Aufschraubstruktur 8 umfasst einen zweiten Gewindeabschnitt 11, der hier ebenfalls als Innengewinde ausgebildet ist, zur Aufnahme eines Gewindebolzens, über welchen beispielsweise eine Befestigung einer Rohrschelle oder eines Rinnenhakens erfolgen kann. Der Basiskörper 9 ist mit einer Abflachung 12 versehen, die es ermöglicht, die Aufschraubstruktur 8 unter Verwendung eines Schlüssels, insbesondere eines Gabelschlüssels auf das Gewindezapfenelement 1 definiert aufzuschrauben. Es ist möglich, an der Aufschraubstruktur 8 insgesamt auch Sechskant oder anderweitige, die Einleitung eines Montagedrehmomentes sowie die Sicherung des der Aufschraubstruktur ermöglichenden Schlüssel ermöglicht.

Die in 2 dargestellte Aufschraubstruktur ist vorzugsweise ebenfalls aus einem hinreichend korrosionsbeständigen Werkstoff hergestellt. Es ist möglich, diese Aufschraubstruktur als Umformteil oder auch als CNC-Teil zu fertigen.

In 3 ist stark vereinfacht in Form einer Axialschnittansicht ein Anwendungsfall der erfindungsgemäßen Befestigungsvorrichtung dargestellt. An einer Untergrundkonstruktion, zum Beispiel einem Balken 20 (bei Mauerwerk, gegebenenfalls unter Verwendung eines hier nicht dargestellten Dübels) ist eine Bauschraube 21 eingeschraubt. Die Bauschraube 21 weist einen in dem Untergrund 20 sitzenden Gewindeabschnitt und einen Schraubenschaft 22 auf. Der Schraubenschaft 22 durchdringt eine hier lediglich beispielhaft als Styroporisolierung dargestellte Isolationslage 23. Die Isolationslage 23 ist mit einer Deckschicht 24 versehen. Durch die Isolationslage 23 ist eine Distanzhülse 25 hindurchgeführt. Auf dieser Distanzhülse 25 sitzt das erfindungsgemäße Gewindezapfenelement 1. Insbesondere wird das Gewindezapfenelement 1 durch den Kopf 26 der Bauschraube 21 gegen die Distanzhülse 25 gedrängt. An dem Gewindezapfenelement 1 können Strukturen ausgebildet sein, die eine hinreichend zuverlässige Zentrierung des Gewindezapfenelementes 1 auf der Distanzhülse 25 ermöglichen. Auf die derart mit dem Untergrund 20 gekoppelte Gewindezapfenelement 1 ist die vorangehend in Verbindung mit 2 beschriebene Aufschraubstruktur 8 aufgeschraubt. Durch diese Aufschraubstruktur 8 wird das Gewindezapfenelement 1 zur Umgebung hin abgekapselt und ist damit nicht mehr sichtbar. In die Aufschraubstruktur 8 ist ein Gewindebolzen 29 eingeschraubt. Auf diesem Gewindebolzen 29 ist wiederum in an sich bekannter Weise eine handelsübliche Rohrschelle 30 aufgeschraubt. Die Rohrschelle 30 ist hierzu mit einer Sechskantmuffe 31 versehen, die einen zur Aufnahme des Gewindebolzens 29 vorgesehenen Innengewindeabschnitt umfasst.

Die hier gezeigte, insbesondere das Gewindezapfenelement 1 und die Aufschraubstruktur 8 umfassende Befestigungsvorrichtung kann auch in abweichenden Anwendungsfällen, insbesondere zur unmittelbaren Aufschraubung des Gewindezapfenelementes 1 auf die Untergrundstruktur 20 verwendet werden.

Das Gewindezapfenelement 1 ist vorzugsweise so ausgebildet, dass dieses zu einem typischen, Bauschraubensortiment kompatibel ist, sodass das Gewindezapfenelement 1 durch handelsübliche, jedoch dem jeweiligen Anwendungsfall durch die Schraubenlänge und Gewindeart besonders vorteilhaft Rechnung tragende Bauschrauben an dem Untergrund 20 anbringbar ist. Auf das derart unter Verwendung von Standardschrauben befestigte Gewindezapfenelement 1 ist die erfindungsgemäße Aufschraubstruktur 8 aufschraubbar, sodass weder das Gewindezapfenelement 1 noch die zu dessen Befestigung vorgesehene Bauschraube 21 weiterhin sichtbar sind. An die so mit dem Untergrund 20 gekoppelte Aufschraubstruktur kann das in 3 gezeigte Gewindebolzenelement 29 angeschraubt werden. Die derart ausgebildete Aufschraubstruktur eignet sich auch zum unmittelbaren Entschrauben anderweitiger kompatibler Gewindesysteme. Die erfindungsgemäße Aufschraubstruktur eignet sich neben der Befestigung von Rohrschellen auch insbesondere zur Montage von Trägersystemen für Solarkollektoren auf Dachkonstruktionen, insbesondere Trapezblech- oder Sandwich-Platten-Dächern. Die erfindungsgemäße Aufschraubstruktur und das zugeordnete Gewindezapfenelement können so ausgebildet sein, dass die hierdurch bereitgestellte Schlauchverbindungsstruktur eine hinreichend zuverlässige Abdichtung des Verschraubungsbereiches bzw. Abdichtung der Dachhaut sicherstellt. Hierzu können die Aufschraubstruktur und/oder das Gewindezapfenelement mit Dichtungseinrichtungen versehen sein, die unter Wirkung der über die zur Verankerung vorgesehene Bauschraube im Zusammenspiel mit der abzudichtenden Unterlage, insbesondere Dachhaut eine hinreichende Dichtwirkung entwickeln. Es ist auch möglich, die hier gezeigte Aufschraubstruktur in Verbindung mit einer weiteren Dichtflanschunterlage zu verwenden.

Die erfindungsgemäße Aufschraubstruktur sowie das hier gezeigte Gewindezapfenelement kann alternativ zu der auf Grund der besonders hohen Tragfähigkeit favorisierten Ausführung durch Metallwerkstoffe auch in Kunststoffbauweise realisiert werden.


Anspruch[de]
  1. Befestigungsvorrichtung mit einem Gewindezapfenelement das einen mit einem Außengewinde versehenen Außengewindeabschnitt aufweist und mit einer zentralen Durchgangsbohrung versehen ist, zur Durchführung eines Schraubenschaftes.
  2. Befestigungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Gewindezapfenelement derart bemessen ist, dass der Kerngewindedurchmesser des Außengewindes des Außengewindeabschnitts größer ist als der Außendurchmesser einer die Durchgangsbohrung umsäumenden Schraubenkopfsitzfläche.
  3. Befestigungsvorrichtung nach Anspruch 1, oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Schraubenkopfsitzfläche als Senkbohrung ausgeführt ist.
  4. Befestigungsvorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Schraubenkopfsitzfläche als Kegel-Senkbohrung ausgeführt ist.
  5. Befestigungsvorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass ein Aufsatzflansch vorgesehen ist, zur Bereitstellung einer radial über den Außengewindeabschnitt hervorstehenden Aufsatzfläche auf einer der Schraubenkopfsitzfläche abgewandten Stirnseite
  6. Befestigungsvorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Aufsatzflanschabschnitt mit einer Krallenstruktur versehen ist, zur Übertragung eines in das Gewindezapfenelement eingeleiteten Drehmomentes in eine Unterstruktur.
  7. Befestigungsvorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Außendurchmesser des Gewindezapfenelementes größer ist als die axiale Länge des Gewindezapfenelementes.
  8. Aufschraubstruktur zum Aufschrauben auf ein Gewindezapfenelement der vorgenannten Art, mit einem ersten Innengewindeabschnitt der komplementär zu dem Außengewindeabschnitt des Gewindezapfenelementes ausgebildet ist und als solcher auf das Gewindezapfenelement aufschraubbar ist, und einem zweiten Gewindeabschnitt der als solcher an der Aufschraubstruktur ausgebildet ist.
  9. Aufschraubstruktur nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Gewindeabschnitt ein Innengewindeabschnitt ist.
  10. Aufschraubstruktur nach Anspruch 8, oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Gewindedurchmesser des zweiten Gewindeabschnitts kleiner ist, als der Gewindedurchmesser des ersten Gewindeabschnitts.
  11. Aufschraubstruktur nach wenigstens einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Innendurchmesser des zweiten Gewindeabschnitts in etwa dem Durchmesser der Schraubenkopfsitzfläche entspricht.
  12. Rohrschellenanordnung zur Montage eines Rohres, insbesondere Dachrinnenfallrohres umfassend ein Gewindezapfenelement und eine Aufschraubstruktur der vorgenannten Art.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

  Patente PDF

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com