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Dokumentenidentifikation DE202006000573U1 13.04.2006
Titel Schiebehebedach für ein Fahrzeug
Anmelder Webasto AG, 82131 Gauting, DE
Vertreter Klinger & Kollegen, Rechts- und Patentanwälte, Wirtschaftsprüfer, Steuerberater, 80336 München
DE-Aktenzeichen 202006000573
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 13.04.2006
Registration date 09.03.2006
Application date from patent application 16.01.2006
IPC-Hauptklasse B60J 7/04(2006.01)A, F, I, 20060116, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Schiebehebedach für ein Fahrzeug nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Ein derartiges Schiebehebedach ist beispielsweise aus der DE 299 24 601 U1 bekannt und umfasst zum wahlweisen Verschließen und Freigeben einer Dachöffnung ein Paneel bzw. einen Deckel, der an jeder Seite mit einem Betätigungsmechanismus versehen ist. Die Betätigungsmechanismen sind in seitlichen fahrzeugfesten Führungsschienen aufgenommen. Jeder Betätigungsmechanismus umfasst einen deckelfesten Deckelträger, der an seinem vorderen Ende über ein Drehlager mit einem in Längsrichtung an einer fahrzeugfesten Führungsschiene verfahrbaren Schlitten verbunden ist. Das vordere Ende des Deckelträgers ist hierfür mit einem Lagerloch versehen, welches im montierten Zustand des Schiebehebedachs von einem Lagerbolzen durchsetzt wird, dessen seitliche Enden in Lagerlöchern eines gabelartig ausgebildeten vorderen Endes des Schlittens aufgenommen sind.

Nachteilig ist bei dieser bekannten Konstruktion, dass bei der Montage des Schiebehebedachs der Lagerbolzen als separates Bauteil zur Verfügung gestellt, in die fluchtende Anordnung der drei Lagerlöcher eingebracht und dort fixiert werden muss.

Aus der DE 102 40 638 A1 ist ein Schiebehebedach bekannt, bei welchem ebenfalls zu beiden Seiten eines Deckels eine Führungsmechanik mit einem deckelfesten Deckelträger vorgesehen ist, der in seinem vorderen Bereich über ein Drehlager mit einem Lagerabschnitt eines in Längsrichtung an einer fahrzeugfesten Führungsschiene verfahrbaren Schlittens verbunden ist. Vorteilhaft ist bei der Montage dieses Schiebehebedachs kein separater Lagerbolzen erforderlich, da dessen Funktion von seitlichen Fortsätzen des Deckelträgers erfüllt wird, die bei der Montage in entsprechende Rastausnehmungen des Schlittens eingerastet werden. Die spezielle Konstruktion erfordert jedoch, dass diese das Drehlager realisierende Rastverbindung sich innerhalb der Führungsschiene befindet, was die konstruktive Freiheit bei der Anordnung der Querachse der Deckelverschwenkung bezüglich der Führungsschiene stark einschränkt. Nachteilig ist bei dieser bekannten Konstruktion insbesondere, dass die Querachse nicht vor dem vorderen Ende der Führungsschiene und/oder überhalb der Führungsschiene angeordnet werden kann. Die somit zwangsläufig "relativ weit hinten" liegende Querachse besitzt z. B. den Nachteil, dass beim Ausstellen des Deckels nach oben eine unter Umständen unerwünschte Absenkung der Deckelvorderkante erfolgt.

Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Schiebehebedach der eingangs genannten Art bereitzustellen, welches einfach zu montieren ist und bei welchem eine Absenkung der Deckelvorderkante beim Ausstellvorgang vermieden werden kann.

Diese Aufgabe wird bei einem Schiebehebedach der eingangs genannten Art dadurch gelöst, dass der Lagerbolzen integraler Bestandteil des Deckelträgers oder des Lagerabschnitts des vorderen Schlittens ist.

Bei der Erfindung ist der Lagerbolzen vor einer in die Führungsschiene eingreifenden Gleiteranordnung des vorderen Schlittens angeordnet, so dass die Querachse der Verschwenkung relativ weit vorne angeordnet werden kann, insbesondere vor dem vorderen Ende der Führungsschiene. Da die Querachse somit relativ nahe der Deckelvorderkante angeordnet werden kann, kann eine nennenswerte Absenkung der Deckelvorderkante beim Ausstellvorgang vermieden werden. Darüber hinaus muss der Lagerbolzen nicht als separates Bauteil zur Verfügung gestellt und montiert werden.

In einer bevorzugten Ausführungsform steht der Lagerbolzen auf einer Seite des Deckelträgers bzw. des Lagerabschnitts des vorderen Schlittens hervor und greift in ein Lagerloch der anderen dieser beiden Komponenten ein. In diesem Fall kann das Drehlager in sehr einfacher Weise durch Einstecken des bereits an der einen Komponente vorgesehenen Lagerbolzens in das Lagerloch der anderen Komponente erfolgen.

In einer bevorzugten Ausführungsform ist der Lagerbolzen einstöckig mit dem Deckelträger oder dem Lagerabschnitt des vorderen Schlittens ausgebildet.

In einer alternativen Ausführungsform ist der Lagerbolzen in eine Öffnung des Deckelträgers oder des Lagerabschnitts des vorderen Schlittens eingepresst und/oder mit dem Deckelträger bzw. dem Lagerabschnitt des vorderen Schlittens verschweißt.

Falls der Deckelträger mehrteilig ausgebildet ist, so kann sich die vorstehend erwähnte einstückige, eingepresste bzw. verschweißte Gestaltung auf eines oder mehrere Teile des Deckelträgers beziehen.

Gemäß eines weiteren Aspekts der Erfindung wird ein hinsichtlich der erzielten Verschwenkungskinematik besonders vorteilhaftes Schiebehebedach dadurch realisiert, dass die Bolzenachse relativ weit vorne (in Fahrzeuglängsrichtung betrachtet) angeordnet ist.

Beispielsweise kann der bei geschlossenem Deckel in Längsrichtung gemessene Abstand zwischen dem vorderen Ende der Gleiteranordnung und der Bolzenachse mindestens 30%, insbesondere mindestens 50% des in Längsrichtung gemessenen Abstands zwischen dem vorderen Dachöffnungsrand und dem vorderen Ende der Gleiteranordnung betragen.

Auch kann z. B. der Abstand (und/oder der lediglich in Längsrichtung gemessene Abstand) zwischen der Bolzenachse und dem vorderen Ende der Gleiteranordnung mindestens so groß sein wie die Erstreckung der Gleiteranordnung in Richtung der Führungsschiene bzw. in Längsrichtung.

Falls die Gleiteranordnung aus mehreren hintereinander angeordneten Gleitern gebildet ist, so bezeichnet der Begriff "Erstreckung der Gleiteranordnung" die Gesamtlänge bzw. "Abstützungslänge" dieser Anordnung, also von dem vorderen Ende des vordersten Gleiters bis zum hinteren Ende des hintersten Gleiters gemessen.

Für die Gestaltung der Führungsmechanik hinsichtlich der Verschwenkung des Deckelträgers kann im Rahmen der Erfindung auf an sich bekannte Konstruktionen zurückgegriffen werden. Lediglich beispielhaft seien hierzu die aus dem bereits eingangs erwähnten Stand der Technik bekannten Konstruktionen genannt.

In einer bevorzugten Ausführungsform weist der Deckelträger eine Kulissenbahn auf, mit welcher ein bewegbares Antriebsorgan zum Verschwenken des Deckelträgers zusammenwirkt. In einer bevorzugten Ausführungsform ist das Antriebsorgan von einem an der fahrzeugfesten Führungsschiene verfahrbaren hinteren Schlitten gebildet, der mit dem Deckelträger gekoppelt ist.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen mit Bezug auf die beigefügten Zeichnungen näher erläutert. Es stellen dar:

1 ist eine schematische Seitenansicht eines Schiebehebedachs zur Veranschaulichung des prinzipiellen Bewegungsablaufs beim Öffnen und Schließen des Daches,

2 ist eine perspektivische Detailansicht einer Führungsmechanik im Bereich eines Drehlagers gemäß einer ersten Ausführungsform,

3 ist eine perspektivische Ansicht einer Führungsmechanik gemäß einer weiteren Ausführungsform, und

4 ist eine schematische Seitenansicht eines Schiebehebedachs gemäß einer weiteren Ausführungsform zur Erläuterung einiger vorteilhafter Dimensionierungsdetails.

1 veranschaulicht eine an sich bekannte Anordnung eines Schiebehebedachs 10 bei einem Kraftfahrzeug. Der Pfeil x bezeichnet eine Fahrzeuglängsrichtung.

Im dargestellten Zustand (Schließstellung), wird eine Dachöffnung 12 von einem etwa rechteckigen Deckel 14 verschlossen. Die Dachöffnung 12 besitzt hierbei eine dementsprechend rechteckige Kontur. Der umlaufende Randspalt zwischen einer festen Dachhaut 16 und dem Deckel 14 ist hierbei durch eine (nicht dargestellte) Dichtungsanordnung am Deckelrand und/oder Dachöffnungsrand in an sich bekannter Weise abgedichtet.

An den beiden sich in Längsrichtung x erstreckenden Randbereichen des Deckels 14 ist dieser jeweils über eine Führungsmechanik 18 am Fahrzeug gehalten und beim Öffnen und Schließen des Schiebehebedachs 10 geführt. Die beiden Führungsmechaniken 18 sind jeweils mit einer seitlichen Führungsschiene 20 verbunden, die wie die Führungsmechanik 18 in 1 nur einfach dargestellt ist. Da die beiden Führungsmechaniken 18 und die zugehörigen Führungsschienen 20 zu beiden Seiten des Daches im wesentlichen gleichartig ausgebildet sind, wird im folgenden lediglich eine dieser beiden Führungseinrichtungen beschrieben. Der Gesamtaufbau kann z. B. symmetrisch zu einer vertikalen Fahrzeuglängsmittelebene vorgesehen sein.

Die konkrete Gestaltung der Führungsmechanik 18 ist bis auf ein nachfolgend noch beschriebenes Detail zweitrangig für die Erfindung, so dass diese Mechanik 18 in 1 lediglich schematisiert eingezeichnet ist.

Die Aufgabe der Führungsmechanik 18 besteht zum einen darin, ausgehend von der in 1 dargestellten Schließstellung ein Absenken und Zurückverlagern des Deckels 14 (vgl. Pfeil 22) zu ermöglichen, um das Dach zu öffnen. Bei diesem Dachöffnungsvorgang wird der Deckel 14 wenigstens teilweise unter den hinteren Teil der festen Dachhaut 16 geschoben. Zum anderen gestattet die Führungsmechanik 18 eine Verschwenkung des Deckels 14 um eine Querachse, um den Deckel 14 mit seiner Hinterkante 24 nach oben in eine sogenannte Lüftungsstellung ausstellen zu können (vgl. Pfeil 26).

Die Grundidee der Erfindung besteht darin, die Verschwenkung des Deckels 14 beim Ausstellvorgang in konstruktiv einfacher und kinematisch besonders günstiger Weise zu realisieren. Zu diesem Zweck umfasst die Führungsmechanik 18 einen deckelfesten Deckelträger, der in seinem vorderen Bereich über ein Drehlager mit einem Lagerabschnitt eines in Längsrichtung x an der Führungsschiene 20 verfahrbaren vorderen Schlittens verbunden ist.

Nachfolgend werden mit Bezug auf die 2 und 3 konkrete Beispiele einer solchen einfach aufgebauten, einfach zu montierenden und insbesondere eine nennenswerte Absenkung der Deckelvorderkante 28 des Deckels 14 vermeidenden Drehlagerung beschrieben.

Bei der nachfolgenden Beschreibung von weiteren Ausführungsbeispielen werden für gleichwirkende Komponenten die gleichen Bezugszahlen verwendet, jeweils ergänzt durch einen kleinen Buchstaben zur Unterscheidung der Ausführungsform. Dabei wird im Wesentlichen nur auf die Unterschiede zu dem bzw. den bereits beschriebenen Ausführungsbeispielen eingegangen und im Übrigen hiermit ausdrücklich auf die Beschreibung vorangegangener Ausführungsbeispiele verwiesen.

2 zeigt einen vorderen Endbereich einer Führungsmechanik 18a. Aus dieser Figur ist ein fest mit dem (nicht dargestellten) Deckel verbundener Deckelträger 30a ersichtlich, der an seinem vorderen Ende 32a über ein Drehlager 34a mit einem Lagerabschnitt 36a eines vorderen Schlittens 38a verbunden ist. Der Schlitten 38a besitzt ferner eine Gleiteranordnung 40a, welche im montierten Zustand des betreffenden Schiebehebedachs in die (nicht dargestellte) Führungsschiene eingreift, um eine Verfahrbarkeit des Schlittens 38a in Längsrichtung x vorzusehen. Diese Verfahrbarkeit ist erforderlich, um das mit Bezug auf 1 bereits beschriebene Zurückverlagern des Deckels unter die feste Dachhaut zu ermöglichen.

Eine Besonderheit des in 2 dargestellten Drehlagers 34a besteht darin, dass ein die Querachse der Deckelverschwenkung definierender Lagerbolzen 42a einen integralen Bestandteil des vorderen Endes 32a des Deckelträgers 30a bildet, welcher seitlich davon absteht und ein korrespondierendes Lagerloch des Lagerabschnitts 36a durchsetzt. Bei der Montage der Führungsmechanik 18a wird das Drehlager 34a durch einfaches Zusammenfügen der Komponenten 30a und 38a gebildet. Im Hinblick auf die Deckelverstellungskinematik ergibt sich ein besonderer Vorteil der dargestellten Drehlagerung daraus, dass der Lagerbolzen 42a relativ weit vor (in Längsrichtung x betrachtet) der Gleiteranordnung 40a angeordnet ist. Bei einer für die Schließstellung vorgegebenen Position der Gleiteranordnung 40a in der Führungsschiene kann durch diese "Vorverlegung" des Lagerbolzens 42a bzw. der davon gebildeten Querachse der Deckelverschwenkung eine nennenswerte Absenkung der Deckelvorderkante beim Ausstellvorgang vermieden werden. In dieser Hinsicht ist es darüber hinaus günstig, wenn der Lagerbolzen, wie bei der in 2 dargestellten Ausführungsform vorgesehen, überhalb der fahrzeugfesten Führungsschiene angeordnet ist.

Als besonders vorteilhaft hat es sich herausgestellt, wenn wenigstens eine der nachfolgenden Bedingungen erfüllt ist:

  • – Ein Abstand D zwischen der Bolzenachse und dem vorderen Ende der Gleiteranordnung ist mindestens so groß wie eine Erstreckung d der Gleiteranordnung in Richtung der Führungsschiene.
  • – Die lediglich in Längsrichtung x gemessene Komponente des Abstands D ist mindestens so groß wie die Erstreckung d.
  • – Die lediglich in Längsrichtung x gemessene Komponente des Abstands D ist wenigstens doppelt so groß wie die lediglich in Fahrzeughochrichtung gemessene Komponente des Abstands D.

Was die Integration des Lagerbolzens 42a anbelangt, so kann die eingangs erwähnte Einstückigkeit z. B. durch Ausbildung des Deckelträgers 32a oder wenigstens eines Teils davon aus Kunststoff mit angeformtem Bolzen 42a realisiert sein. Alternativ kommt bei einer Ausbildung des vorderen Endbereichs 32a des Deckelträgers 30a aus einem metallischen Werkstoff insbesondere z. B. ein Tiefziehen dieses Bereichs 32a zur Ausbildung des Lagerbolzens 42a in Betracht.

Abweichend vom dargestellten Ausführungsbeispiel könnte der Lagerbolzen auch am Lagerabschnitt des Schlittens 38a integriert sein und in ein Lagerloch des Deckelträgers 30a eingreifen, wobei wiederum sämtliche vorstehend erwähnten Ausbildungsvarianten möglich sind. Schließlich könnte die Integration des Lagerbolzens an einer der Komponenten 30a und 38a auch durch ein Einpressen des Lagerbolzens in eine entsprechend dimensionierte Aufnahmeöffnung der betreffenden Komponente erfolgen, bevor die Führungsmechanik zusammengebaut wird. Eine Aufnahmeöffnung zum Einpressen eines Lagerbolzens kann entfallen, wenn dieser im Rahmen der Fertigung der betreffenden Komponente an dieser verschweißt oder verklebt wird.

3 zeigt eine Führungsmechanik 18b gemäß einer weiteren Ausführungsform.

Die Mechanik 18b umfasst einen Deckelträger 30b, der aus zwei mit ihren Flachseiten aufeinandergelegten Trägerleisten 30b-1, 30b-2 gebildet ist. Die aus Metall gebildeten Leisten 30b-1, 30b-2 wurden als Einlegeteile in einem Kunststoffumspritzungsprozess mit einer Kunststoffleiste 44b versehen, welche einerseits zum Zusammenhalt der beiden Trägerleisten 30b-1, 30b-2 beiträgt und andererseits eine Kulissenbahn darstellt, mit welcher ein wie der vordere Schlitten an der (nicht dargestellten) Führungsschiene verfahrbarer Antriebsschlitten 46b gekoppelt ist. Eine Verschiebung des Antriebsschlittens 46b entlang der Längsrichtung x führt aufgrund des gestuften bzw. mit schrägen Abschnitten versehenen Verlaufs der Kulissenbahn 44b zu einer entsprechenden Verschwenkung des Deckelträgers 30b um das Drehlager 34b der Führungsmechanik 18b.

Die Befestigung des (nicht dargestellten) Deckels erfolgt über eine Verschraubung des Deckelträgers 30b an Verschraubungsbereichen 48b, die in montiertem Zustand von entsprechenden Schrauben durchsetzt werden, die jeweils ein fluchtendes Schraubenloch an einem Deckelverstärkungsblech durchsetzen, welches zu beiden Seiten des Deckels nach unten absteht.

Abgesehen davon, dass bei der Ausführungsform gemäß 3 der Deckelträger 30b im Unterschied zu der mit Bezug auf 2 beschriebenen Ausführungsform zweiteilig ausgebildet ist, kann das entsprechende Drehlager 34b ähnlich ausgebildet sein, wie dies oben mit Bezug auf 2 beschrieben wurde. Insbesondere kann der Lagerbolzen 42b einstückig mit einer der Leisten 30b-1, 30b-2 ausgebildet sein. Falls der Lagerbolzen 42b an der Trägerleiste 30b-1 integriert ist, so durchsetzt dieser fluchtend angeordnete Lagerlöcher der anderen Trägerleiste 30b-2 und des Lagerabschnitts 36b. Falls der Lagerbolzen 42b an der Trägerleiste 30b-2 integriert ist, so durchsetzt dieser jedenfalls ein Lagerloch des Lagerabschnitts 36b, in einer Weiterbildung jedoch auch in entgegengesetzter Richtung ein fluchtendes Aufnahmeloch der Trägerleiste 30b-1. Bei geeigneter Dimensionierung (Presspassung) des letzteren Aufnahmelochs kann der Zusammenhalt der Trägerleisten 30b-1, 30b-2 an deren vorderen Endbereich weiter verbessert werden.

4 zeigt einen vorderen Bereich eines Schiebehebedaches 10b gemäß einer weiteren Ausführungsform, wobei von der betreffenden Führungsmechanik lediglich ein Lagerbolzen 42b und eine Gleiteranordnung 40b (bestehend aus zwei hintereinander angeordneten Gleitsteinen) eingezeichnet sind.

Anhand dieser Figur seien zwei Dimensionierungsdetails unter Einbeziehung der Position des vorderen Rands 13b einer Dachöffnung 12b veranschaulicht, die jeweils für sich oder in Kombination besonders vorteilhaft sind:

  • – Die Achse des Lagerbolzens 42b liegt in Längsrichtung x betrachtet näher dem Dachöffnungsrand 13b als dem vorderen Ende der Gleiteranordnung 40b (Dx > 50% Ex).
  • – Die in Längsrichtung x gemessene Komponente Dx des Abstands zwischen der Bolzenachse und dem vorderen Ende der Gleiteranordnung 40b ist mindestens so groß wie die Abstützungslänge d der Gleiteranordnung 40b.

10Schiebehebedach 12Dachöffnung 13vorderer Dachöffnungsrand 14Deckel 16feste Dachhaut 18Führungsmechanik 20Führungsschiene 22Absenkungs- und Zurückverlagerungsrichtung 24Deckelhinterkante 26Ausstellungsrichtung 28Deckelvorderkante 30Deckelträger 32vorderes Deckelträgerende 34Drehlager 36Lagerabschnitt 38Vorderer Schlitten 40Gleiteranordnung 42Lagerbolzen 44Kulissenbahn 46Antriebsschlitten 48Verschraubungsbereiche

Anspruch[de]
  1. Schiebehebedach für ein Fahrzeug, mit einem in Schließstellung eine Dachöffnung (12) verschließenden Deckel (14), der mittels einer Führungsmechanik (18) ausgehend von der Schließstellung abgesenkt und zurückverlagert (22) oder durch Verschwenkung um eine Querachse mit seiner Hinterkante (24) nach oben ausgestellt (26) werden kann, wobei die Führungsmechanik (18) einen deckelfesten Deckelträger (30) umfasst, der in seinem vorderen Bereich (32) über ein Drehlager (34) mit einem Lagerabschnitt (36) eines in Längsrichtung (x) an einer fahrzeugfesten Führungsschiene (20) verfahrbaren vorderen Schlittens (38) verbunden ist, wobei das Drehlager (34) einen die Querachse der Verschwenkung definierenden Lagerbolzen (42) aufweist, der vor einer in die Führungsschiene (20) eingreifenden Gleiteranordnung (40) des vorderen Schlittens (38) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Lagerbolzen (42) integraler Bestandteil des Deckelträgers (30) oder des Lagerabschnitts (36) des vorderen Schlittens (38) ist.
  2. Schiebehebedach nach Anspruch 1, wobei der Lagerbolzen (42) einstückig mit dem Deckelträger (30) oder dem Lagerabschnitt (36) des vorderen Schlittens (38) ausgebildet ist.
  3. Schiebehebedach nach Anspruch 1, wobei der Lagerbolzen (42) in eine Öffnung des Deckelträgers (30) oder des Lagerabschnitts (36) des vorderen Schlittens (38) eingepresst ist.
  4. Schiebehebedach nach Anspruch 1 oder 3, wobei der Lagerbolzen (42) mit dem Deckelträger (30) oder dem Lagerabschnitt (36) des vorderen Schlittens (38) verschweißt ist.
  5. Schiebehebedach nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1, insbesondere nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei in der Schließstellung der in Längsrichtung (x) gemessene Abstand (Dx) zwischen dem vorderen Ende der Gleiteranordnung (40) und der Achse des Lagerbolzens (42) mindestens 30%, insbesondere mindestens 50% des in Längsrichtung (x) gemessenen Abstands (Ex) zwischen dem vorderen Dachöffnungsrand (13) und dem vorderen Ende der Gleiteranordnung (40) beträgt.
  6. Schiebehebedach nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei der Lagerbolzen (42) überhalb der fahrzeugfesten Führungsschiene (20) angeordnet ist.
  7. Schiebehebedach nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei der Deckelträger (30) eine Kulissenbahn (44) aufweist, mit welcher ein bewegbares Antriebsorgan (46) zum Verschwenken des Deckelträgers (30) zusammenwirkt.
  8. Schiebehebedach nach Anspruch 7, wobei das Antriebsorgan (46) von einem an der fahrzeugfesten Führungsschiene (20) verfahrbaren hinteren Schlitten gebildet ist, der mit dem Deckelträger (30) gekoppelt ist.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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