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Dokumentenidentifikation DE202006000684U1 13.04.2006
Titel Aufbauhilfe für ein Zelt mit einem Pagodendach
Anmelder Schlüter, Johannes, 46286 Dorsten, DE
Vertreter COHAUSZ & FLORACK, 40211 Düsseldorf
DE-Aktenzeichen 202006000684
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 13.04.2006
Registration date 09.03.2006
Application date from patent application 18.01.2006
IPC-Hauptklasse E04H 15/34(2006.01)A, F, I, 20060118, B, H, DE
IPC-Nebenklasse E04H 15/00(2006.01)A, L, I, 20060118, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Der Aufbau eines Zeltes mit einem Pagodendach erfolgt üblicherweise derart, dass das am Boden liegende Gestell des Pagodendaches, auf das in der Regel schon die Plane des Daches aufgebracht ist, an einer Seite von Hand angehoben wird. Da das Anheben bis auf eine Höhe angehoben werden muss, die höher als die Größe der aufbauenden Personen ist, weil andernfalls die Eckpfosten nicht in entsprechende Steckaufnahmen an den Ecken des Dachgestells eingesteckt werden können, muss die aufbauende Person auf eine Leiter klettern und die Seite entsprechend hoch halten, damit eine andere Person die Pfosten einstecken kann. Diese Art des Aufbaus ist nicht nur zeit- und arbeitsaufwendig, sondern auch wegen der Notwendigkeit, auf eine Leiter zu klettern, unfallträchtig.

Aufgabe der Erfindung ist es, eine Aufbauhilfe für ein Zelt mit einem Pagodendach zu schaffen, die ungefährliches Aufbauen des Zeltes mit wenig Personal in kurzer Zeit ermöglicht.

Diese Aufgabe wird mit einer Aufbauhilfe in Form einer teleskopierbaren Stütze gelöst, die einen Fuß, einen Kopf und ein Ausfahrorgan aufweist, wobei der Kopf mit einem Kupplungselement an einem horizontalen Träger des Pagodendachgestells kuppelbar ist und wobei das Ausfahrorgan zwischen zwei Stützenteilen wirksam ist.

Die erfindungsgemäße Aufbauhilfe ist in konstruktiver Hinsicht einfach gestaltet. Gleichwohl lässt sich mit ihr von einer Person vom Boden aus das Pagodendachgestell an einer Seite bis auf die gewünschte Höhe anheben, in der die Eckpfosten an dem Pagodendachgestell anschließbar sind. Ist das Pagodendachgestell an einer Seite angehoben und auf die eingesteckten Pfosten abgestellt, kann es an der gegenüberliegenden Seite mit derselben Aufbauhilfe angehoben werden, um hier die beiden Eckpfosten am Gestell anzuschließen. Insgesamt ist durch den Einsatz der Aufbauhilfe die Belastung und die Gefahr für die aufbauende Person gegenüber dem Aufbau des Pagodendaches ohne eine solche Hilfe erheblich vermindert. Mit der Aufbauhilfe ist es sogar einer einzigen Person möglich, das Pagodendachgestell aufzurichten.

Abhängig vom Profil des horizontalen Trägers des Pagodendachgestells ist das Kupplungselement verschieden gestaltet.

Bei einem häufig eingesetzten Träger mit einem hinterschnittenen Längsschlitz zum Einfädeln des oberen Saums einer Plane für eine Seitenwand des Zeltes bzw. entsprechende Haltelemente besteht das Kupplungselement aus einem verdickten Endstück, das mit einem dünneren Verbindungsglied vom Kopf der Stütze getragen ist und in den Längsschlitz einfädelbar ist. Diese Ausgestaltung ist sehr praktikabel, weil bei ihr die Aufbauhilfe schnell und sicher mit dem Träger kuppelbar ist.

Universeller verwendbar ist dagegen ein als Schale ausgebildetes Kupplungselement, mit dem der Träger von unten und seitlich umgreifbar ist. Grundsätzlich reicht eine solche einfache Gestaltung des Kupplungselementes aus, doch um das Kupplungselement sicherer mit dem Träger zu verbinden, sollte es Klemmmittel aufweisen.

In beiden Fällen ist es von Vorteil, wenn das Kupplungselement über ein Schwenkgelenk am Kopf gehalten ist. Durch das Schwenkgelenk wird nämlich die Veränderung des Stützwinkels zwischen der Stütze und dem Pagodendachgestell kompensiert.

Um die Standsicherheit der Stütze auf dem Boden zu verbessern, sieht eine Ausgestaltung der Erfindung vor, dass der Fuß an gegenüberliegenden Seiten Stützausleger aufweist. Die Stützausleger sollten zum Zwecke des besseren Transportes und der Lagerung als an die teleskopierbare Stütze anklappbare Schwenkarme ausgebildet sein.

In einer bevorzugten Ausgestaltung der Ausfahrhilfe ist diese als Kurbel mit einem Getriebe nach dem Prinzip eines Zahnstangengetriebes ausgebildet. Eine konstruktiv einfache Ausgestaltung dieses Prinzips besteht aus einer Lochreihe im zweiten Stützenteil und einem Rad, das am ersten Stützeteil gelagert ist und mit sternförmig angeordneten Zapfen in die Lochreihe eingreift. Eine solche Ausfahrhilfe ist in konstruktiver Hinsicht einfach zu realisieren und robust und wartungsfrei. Alternativ könnte allerdings auch ein Seilzug zwischen den beiden Stützenteilen vorgesehen sein.

Im folgenden wird die Erfindung anhand einer Zeichnung näher erläutert. Im Einzelnen zeigen

1 eine Aufbauhilfe in Form einer teleskopierbaren Stütze in Seitenansicht,

2 die mit ihrem Kopf an einem horizontalen Träger eines Pagodendachgestells angeschlossene Aufbauhilfe gemäß 1 in Seitenansicht,

3 ein Ausfahrorgan der teleskopierbaren Stütze nach 1 im Längsschlitz der Stütze,

4a bis 4g die Aufbauhilfe gemäß 1 in verschiedenen Phasen des Aufbaus des Pagodendachgestells.

Die Aufbauhilfe gemäß 1 besteht im Wesentlichen aus einer zweiteiligen teleskopierbaren Stütze 1 mit einem äußeren, rohrförmigen ersten Stützenteil 2 und einem darin verschiebar geführten inneren, rohrförmigen zweiten Stützenteil 3. Die Stütze 1 weist einen Fuß F und einen Kopf 4 auf.

Am unteren Stützenteil 2 sind an gegenüberliegenden Seiten Stützausleger 5, 6 in Form an das Stützenteil 2 anschwenkbare Arme angelenkt. Der Ausschwenkwinkel der Stützausleger 5, 6 wird durch gelenkig angeschlossene Koppelglieder 7, 8 begrenzt, die mit einem gemeinsamen Führungsschuh 9 auf dem Stützenteil 2 verschiebbar sind.

Der Kopf 4 ist mit einem Kupplungselement 10 ausgerüstet. Das Kupplungselement 10 weist ein zapfenförmiges verdicktes Endstück 10a auf, das über ein Verbindungsglied 10b und ein Schwenkgelenk 10c mit dem Kopf 4 verbunden ist.

Zwischen dem äußeren und inneren Stützenteil 2, 3 ist ein Ausfahrorgan 11 wirksam. Das Ausfahrorgan 11 besteht aus einer Kurbel 11a, einem damit verbundenen, am äußeren Stützenteil 2 drehbar gelagerten Rad 11b mit darauf sternförmig angeordneten Zapfen 11c und einer Lochreihe 11d im inneren Stützenteil 3. Wird die Kurbel 11a im Uhrzeigersinn gedreht, dann greifen die Zapfen 11c nacheinander in die Lochreihe 11d ein und das innere Stützenteil 3 wird gegenüber dem äußeren Stützenteil 1 teleskopartig ausgefahren. Damit das äußere Stützenteil 3 nicht selbsttätig sich im inneren Stützenteil 1 zurückschiebt, ist eine Sperrklinke 11e vorgesehen. Zusätzlich kann das innere Stützenteil 3 im äußeren Stützenteil 2 mittels einer Klemmschraube 12 festgeklemmt werden.

Um mit der beschriebenen Aufbauhilfe ein Pagodendachgestell 13 aufzurichten, wird zunächst die Stütze 1 mit ihrem Kopf 4 am Pagodendachgestell 13 angeschlossen. Bei dem in 2 dargestellten besonderen Profil des Trägers 13a des Pagodendachgestells 13 ist ein hinterschnittener Längsschlitz 13b vorgesehen, in dem beim aufgebauten Pagodendachzelt der obere Rand bzw. daran angebrachte Haltelemente für die Zeltwand gehalten sind. In diesem Längsschlitz 13 wird das verdickte Endstück 10a bis etwa zur Mitte des Trägers 13a eingefädelt. Damit ist die Aufbauphase der 4a abgeschlossen.

In der Aufbauphase der 4b wird das Pagodendachgestell 13 von der aufbauenden Person hochgeschwenkt, so dass die Stütze 1 senkrecht zu stehen kommt.

In der Aufbauphase der 4c wird die Kurbel 11a betätigt und dadurch die teleskopierbare Stütze 1 ausgefahren.

In der Aufbauphase der 4d werden zwei Eckpfosten auf oder in entsprechende Steckaufnahmen 15 an den Ecken des Pagodendachgestells 13 gesteckt.

In der Aufbauphase der 4e wird die Stütze 1 wieder demontiert und in gleicher Weise an dem Träger des Pagodendachgestells 13 auf der gegenüberliegenden Seite angeschlossen.

In der Aufbauphase der 4f wird das Pagodendachgestell 13 wieder von Hand auf die Höhe der aufbauenden Person angehoben, bis dass die eingefahrene Stütze 1 unter den Träger des Pagodendachgestells 13 gestellt und an den Träger angeschlossen werden kann.

In der Phase der 4g wird die teleskopierbare Stütze wieder ausgefahren und die beiden restlichen Eckpfosten 16 in oder auf entsprechende Steckaufnahmen 17 gesteckt. Nach Absenken des Pagodendachgestells 13 bis auf diese Eckpfosten 16 wird die Stütze 1 wieder demontiert. Danach kann die Komplettierung des Zeltaufbaus stattfinden.


Anspruch[de]
  1. Aufbauhilfe für ein Zelt mit einem Pagodendach in Form einer teleskopierbaren Stütze (1), die einen Fuß (3), einen Kopf (4) und ein Ausfahrorgan (11) aufweist, wobei der Kopf (4) mit einem Kupplungselement (10) an einem horizontalen Träger (13a) des Pagodendachgestells (13) kuppelbar ist und das Ausfahrorgan (11) zwischen zwei Stützenteilen (2, 3) wirksam ist.
  2. Aufbauhilfe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bei einem Träger (13a) mit einem hinterschnittenen Längsschlitz (13b) zum Einfädeln des oberen Saums einer Plane für eine Seitenwand des Zeltes das Kupplungselement (10) aus einem verdickten Endstück (10a) besteht, das mit einem dünneren Verbindungsglied (10b) vom Kopf (4) getragen ist und in den Längsschlitz (13b) einfädelbar ist.
  3. Aufbauhilfe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Kupplungselement als Schale ausgebildet ist, mit der der Träger von unten und seitlich umgreifbar ist.
  4. Aufbauhilfe nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Kupplungselement Klemmmittel aufweist
  5. Aufbauhilfe nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Kupplungselement (10) über ein Schwenkgelenk (10c) am Kopf (4) der Stütze (1) gehalten ist.
  6. Aufbauhilfe nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Fuß (3) an gegenüberliegenden Seiten Stützausleger (6, 7) aufweist.
  7. Aufbauhilfe nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützausleger (6, 7) als an die teleskopierbare Stütze (2) anklappbare Schwenkarme ausgebildet sind.
  8. Aufbauhilfe nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Ausfahrorgan (11) als eine Kurbel (11a) mit einem Getriebe (11b bis 11d) nach dem Prinzip eines Zahnstangengetriebes ausgebildet ist.
  9. Aufbauhilfe nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Getriebe (11b bis 11d) aus einer Lochreihe (11d) im zweiten Stützenteil (3) und einem Rad (11b) besteht, das am ersten Stützenteil (2) gelagert ist und mit sternförmig angeordneten Zapfen (11c) in die Lochreihe (11d) eingreift.
Es folgen 4 Blatt Zeichnungen






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