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Dokumentenidentifikation DE202006000685U1 13.04.2006
Titel Bodenbelag aus quaderförmigen Betonplatten für Plätze, Straßen und Wege
Anmelder Heinrich Klostermann GmbH & Co. KG, 48653 Coesfeld, DE
Vertreter COHAUSZ & FLORACK, 40211 Düsseldorf
DE-Aktenzeichen 202006000685
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 13.04.2006
Registration date 09.03.2006
Application date from patent application 18.01.2006
IPC-Hauptklasse E01C 5/06(2006.01)A, F, I, 20060118, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Bodenbelag aus quaderförmigen Betonplatten für Plätze, Straßen und Wege, die unter Bildung von Fugen einen Verlegeverbund bilden.

Bodenbeläge dieser und ähnlicher Art sind wohlbekannt. Von solchen Bodenbelägen erwartet man neben einem in ästhetischer Hinsicht ansprechenden Erscheinungsbild in technischer Hinsicht eine hohe Standsicherheit und gute Entwässerungsmöglichkeit.

In diesem Sinne liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, einen Bodenbelag zu schaffen, der bei im Verlegeverbund verlegten Platten optisch ansprechend ist, eine hohe Positionsgenauigkeit auf Dauer hat und eine gute Entwässerungsmöglichkeit bietet.

Gelöst wird diese Aufgabe bei einem Bodenbelag aus quaderförmigen Betonplatten für Plätze, Straßen und Wege, die unter Bildung von Fugen einen Verlegeverbund bilden, dadurch, dass in allen vier Stirnseiten mittig quaderförmige Randaussparungen vorgesehen sind und dass eine an den verbleibenden Flächen der Stirnseiten senkrecht zur Plattenebene verlaufende Rippen derart angeordnet sind, dass die Rippen aneinanderstoßender Platten verzahnt ineinandergreifen und die Platten auf Spaltabstand halten.

Beim erfindungsgemäßen Bodebelag haben die Platten eine klare geometrische Form, die ästhetisch ansprechend ist. Durch die stirnseitigen Rippen werden die Platten auf Dauer mit gegenseitigem Spaltabstand in definierter Lage im Verlegeverbund gehalten. Die durch die Rippen gesicherten Fugen erlauben eine gute Entwässerung des Bodenbelages. Die klare geometrische Form ermöglicht auch eine optimale Produktion in Formmaschinen. Schließlich haben die Platten auch im Bereich der Ecken eine hohe Stoß- und Bruchfestigkeit, weil die Platten in diesem Bereich voll ausgebildet sind.

Sowohl in ästhetischer als auch technischer Hinsicht ist bevorzugt, wenn die Länge jeder Randaussparung 1/3 der Länge der zugeordneten Stirnseite beträgt. Das gleiche gilt für die Tiefe, die nach einer Ausgestaltung der Erfindung ¼ bis ½ der Länge der zugeordneten Stirnseite betragen soll.

In ästhetischer Hinsicht, aber auch in technischer Hinsicht ist weiter vorteilhaft, wenn symmetrisch zwischen den Randaussparungen mindestens eine quaderförmige Aussparung vorgesehen ist. Dadurch wird zum einen die Platte leichter, was sich positiv auf die Verlegearbeit auswirkt, und zum anderen trägt die Aussparung zur besseren Entwässerung bei. Auch lässt sich dann ein aus solchen Platten bestehender Bodenbelag begrünen.

Bei in der Platte vorgesehenen Aussparungen sollte bei einer in der Mitte der Platte vorgesehenen Aussparung diese die gleiche Seitenlänge wie die Randaussparung haben. Bei vier in der Mitte der Platte verteilt angeordneten Aussparungen sollten die zwischen ihnen und den Randaussparungen verbleibenden Materialstege die gleiche Wanddicke haben. Auch diese Dimensionierungen der Ausgestaltungen dienen zur Verbesserung der Optik und der Gebrauchstüchtigkeit.

Schließlich sieht eine Ausgestaltung der Erfindung vor, dass in Umlaufrichtung einer Platte an den verbleibenden Flächen der Stirnseite abwechselnd eine oder zwei Rippen vorgesehen sind. So wird durch eine minimale Anzahl von Rippen gewährleistet, dass sich eine gute Verzahnung der im Verbund verlegten Platten ergibt.

Im Folgenden wird die Erfindung anhand einer verschiedene Ausführungsbeispiele darstellenden Zeichnung näher erläutert. Im einzelnen zeigen:

1 eine quaderförmige Betonplatte mit Randaussparungen und einer mittigen Aussparung in Aufsicht,

2 eine quaderförmige Betonplatte mit Randaussparungen und vier symmetrisch in der Plattenmitte angeordneten Aussparungen in Aufsicht,

3 bis 6 Bodenbeläge aus quaderförmigen Betonplatten in verschiedenen Ausführungen der Betonplatten und verschiedenen Verlegeverbunden in Aufsicht.

Die in 1 dargestellte quaderförmige Betonplatte hat ein für solche Betonplatten übliches Grundmaß mit einer Seitenlänge von 20 cm. In allen vier Stirnseiten 1, 2, 3, 4 der Betonplatte sind quaderförmige Aussparungen 5, 6, 7, 8 vorgesehen. Die Länge dieser Aussparungen beträgt annähernd 1/3 der Seitenlänge, konkret 7 cm, so dass für die verbleibenden Teile der Stirnseiten jeweils eine Länge von 6,5 cm verbleibt. Die Tiefe der quaderförmigen Randaussparungen 5 bis 8 beträgt ¼ bis ½ der Länge der Randaussparungen 5 bis 8. An den verbleibenden Seiten der Stirnseiten 1 bis 4 sind senkrecht zur Plattenebene verlaufende Rippen 9 bis 16 ausgebildet. Die Rippen 9 bis 16 sind so angeordnet, dass bei aneinanderstoßenden Platten die Rippen 9 bis 16 benachbarter Platten verzahnt ineinandergreifen und einen Spalt S zwischen benachbarten Platten bilden.

Beim Ausführungsbeispiel der 1 ist in der Plattenmitte eine quaderförmige Ausnehmung 17 angeordnet, deren Seitenlänge gleich der Länge der Aussparungen 5 bis 8 ist.

Das Ausführungsbeispiel der 2 unterscheidet sich von dem der 1 zum einen darin, dass die Randaussparungen 18 bis 21 weniger tief sind und dass in der Mitte der Platte symmetrisch verteilt vier quaderförmige Aussparungen 22 bis 25 vorgesehen sind. Die Dimensionierung dieser Aussparungen 22 bis 25 und ihre Verteilung in der Platte ist derart, dass die zwischen ihnen liegende Stege 26, 27 und die Stege 28 bis 31 zu den Randaussparungen 18 bis 21 die gleiche Wanddicke haben. Im konkreten Fall beträgt sie 2,5 cm.

Die beiden quaderförmigen Betonplatten der 1 und 2 lassen sich mit gleichen oder verschiedenartigen, ja sogar mit komplett geschlossenen Platten verlegen, wie die verschiedenen Ausführungen der 3 bis 6 zeigen. Entscheidend ist, dass die Betonplatten an ihren Rändern mit Rippen 9 bis 16 versehen sind, die den Spaltabstand zwischen den Platten bestimmen und durch ihre Verzahnung die positionsgenaue gegenseitige Lage der benachbarten Platten sichern, und mindestens ein Bereich vorgesehen ist, bei dem die Platten die besagten Randaussparungen 5 bis 8 haben.


Anspruch[de]
  1. Bodenbelag aus quaderförmigen Betonplatten für Plätze, Straßen und Wege, die unter Bildung von Fugen (S) einen Verlegeverbund bilden, dadurch gekennzeichnet, dass in allen vier Stirnseiten (1, 2, 3, 4) mittig quaderförmige Randaussparungen (5, 6, 7, 8, 18, 19, 20, 21) vorgesehen sind und an den verbleibenden Flächen der Stirnseiten (1, 2, 3, 4) senkrecht zur Plattenebene verlaufende Rippen (9, 10, 11, 12, 13, 14, 15, 16) derart angeordnet sind, dass die Rippen (9, 10, 11, 12, 13, 14, 15, 16) aneinanderstoßender Platten verzahnt ineinandergreifen und die Platten auf Spaltabstand halten.
  2. Bodenbelag nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Länge jeder Randaussparung (5, 6, 7, 8, 18, 19, 20, 21) 1/3 der Länge der zugeordneten Stirnseite beträgt.
  3. Bodenbelag nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Tiefe jeder Randaussparung (5, 6, 7, 8, 18, 19, 20, 21) ¼ bis ½ der Länge der zugeordneten Stirnseite (1, 2, 3, 4) beträgt.
  4. Bodenbelag nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass symmetrisch zwischen den Randaussparungen (5, 6, 7, 8, 18, 19, 20, 21) mindestens eine quaderförmige Aussparung (17, 22, 23, 24, 25) vorgesehen ist.
  5. Bodenbelag nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass bei einer in der Mitte der Platte vorgesehenen Aussparung (17) diese die gleiche Seitenlänge wie die Randaussparungen (5, 6, 7, 8, 18, 19, 20, 21) hat.
  6. Bodenbelag nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass bei vier in der Mitte der Platte verteilt angeordneten Aussparungen (22, 23, 24, 25) die zwischen ihnen und der Randaussparungen (5, 6, 7, 8, 18, 19, 20, 21) verbleibenden Materialstege (26, 27, 28, 29, 30, 31, 32) die gleiche Wanddicke haben.
  7. Bodenbelag nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass in Umlaufrichtung eine Platte an den verbleibenden Flächen der Sirnseiten (1, 2, 3, 4) abwechselnd eine und zwei Rippen (9, 10, 11, 12, 13, 14, 15, 16) vorgesehen sind.
Es folgen 6 Blatt Zeichnungen






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