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Dokumentenidentifikation DE60017920T2 13.04.2006
EP-Veröffentlichungsnummer 0001211193
Titel Vakuumverpackung oder Verpackung unter modifizierter Atmosphäre von Flüssigkeiten absondernden Nahrungsmitteln
Anmelder Sirap-Gema S.p.A., Verolanuova, Brescia, IT
Erfinder Garavaglia, Luigi, 25028 Verolanuova (Brescia), IT;
Brazzoli, Matteo, 25028 Verolanuova (Brescia), IT;
Bonvini, Mauro, 25028 Verolanuova (Brescia), IT;
Frigerio, Alberto, 25028 Verolanuova (Brescia), IT;
Gennari, Fausto, 25028 Verolanuova (Brescia), IT
Vertreter Moser & Götze Patentanwälte, 45130 Essen
DE-Aktenzeichen 60017920
Vertragsstaaten AT, BE, CH, CY, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE, TR
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 30.11.2000
EP-Aktenzeichen 008307944
EP-Offenlegungsdatum 05.06.2002
EP date of grant 02.02.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 13.04.2006
IPC-Hauptklasse B65D 81/26(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse B65D 81/20(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]
Gebiet der Anmeldung

In ihrem allgemeinen Aspekt betrifft die vorliegende Erfindung das Gebiet der Verpackung unter modifizierter Atmosphäre oder Vakuumverpackung von Nahrungsmitteln mittels aus Kunststoffmaterial hergestellten Verpackungen.

Insbesondere bezieht sich die Erfindung auf eine Verpackung für Nahrungsmittel umfassend eine Schale aus thermoplastischem Material mit Barriereeigenschaften in Bezug auf Gase und mit Absorbierungskraft in Bezug auf jegliche Flüssigkeiten, die von den Nahrungsmitteln abgesondert wurden, und eine hermetisch abgedichtete Abdeckung für die Schale.

Ferner bezieht sich die vorliegende Erfindung auf eine Schale zum Einsatz in der zuvor genannten Verpackung und ein Verfahren zur Herstellung einer solchen Schale.

Stand der Technik

Die Verwendung von Behältern aus Kunststoffmaterial zum Verpacken von Nahrungsmitteln ist relativ weit verbreitet, insbesondere im Einzelhandelsverkauf in Supermärkten. Im Fall von leicht verderblichen Nahrungsmitteln, wie Fleisch und Fisch, tritt das Problem auf, die Zeitdauer, in der die Nahrungsmittel im Wesentlichen unverändert in seinen sensorischen Eigenschaften, Nährstoffgehalt und hygienischen Eigenschaften verbleibt und ein Aussehen so identisch wie möglich dem des frischen Produktes beibehält, so lang wie möglich auszudehnen.

Um dieses Problem zu lösen, sind unterschiedliche Lösungen vorgeschlagen worden, unter denen die Vakuumverpackung und das Verpacken unter modifizierter Atmosphäre am meisten verwendet werden.

Beispiele der Anwendung der Techniken der Vakuumverpackung oder der Verpackung unter modifizierter Atmosphäre können z. B. gefunden werden in den Patenten US 3,574,642, US 5,115,624 und in der internationalen Anmeldung WO 97/36504.

Im Wesentlichen existieren drei Verpackungstechniken, von denen das erste den Einsatz einer Schale aus geschäumten Kunststoffmaterial vorsieht, auf deren Boden das Nahrungsmittel ausgelegt wird, wonach die Schale anschließend mit einem gasdurchlässigen Überzug geschlossen wird und in einen Beutel eingebracht wird, der für Gase undurchlässig ist. Die Luft innerhalb des Beutels wird dann entweder durch Waschen mit einer Mischung von inerten Gasen (üblicherweise Stickstoff und Kohlendioxid) oder durch Anwendung von Vakuum und anschließendem Einbringen der zuvor genannten Mischung von inerten Gasen ersetzt.

Das zweite Verfahren sieht stattdessen den Einsatz einer Schale aus geschäumtem Kunststoffmaterial vor, die extern von einer gasundurchlässigen Folie eingewickelt ist. Das Nahrungsmittel wird auf dem Boden der Schale ausgelegt und diese wird dann mittels einer Kunststofffolie verschlossen, die für Gase undurchlässig ist. In diesem Fall wird ebenfalls vor dem vollständigen Verschließen der Schale eine modifizierte Atmosphäre in der oben angegebenen Weise eingebracht. In Bezug hierzu wird auf das US-Patent 5,744,181 verwiesen.

Das dritte Verfahren sieht den Einsatz einer Schale aus geschäumtem Plastikmaterial vor, die durch Verbinden einer Folie, die mit Gasbarriereeigenschaften versehen ist, mit der inneren Oberfläche der Schale gasundurchlässig ausgebildet wird. Vor dem Abdichten mit einer Abdeckung aus gasundurchlässiger Folie wird der Austausch der Luft in der Verpackung mit einer geeigneten Gasmischung durchgeführt.

Ein Nachteil der Schale, die durch das zuvor genannte dritte Verfahren erhältlich ist, besteht in der Unmöglichkeit der Absorption von Flüssigkeiten, die von den Nahrungsmitteln abgegeben wurden, abgesehen vom Einsatz eines Absorptionskissens zwischen dem Lebensmittel und dem Boden der Schale, welches jedoch in negativer Weise die Produktionskosten beeinflusst und die Vorgänge der Entsorgung und der Wiederverwendung der Verpackung nach dem Gebrauch verkompliziert.

Ein Problem, dem mit den ersten beiden oben angegebenen Verfahren begegnet wird, ist die Unmöglichkeit der vollständigen Entfernung des Sauerstoffes aus der inneren Atmosphäre der Schale, da die geschlossenporige Struktur der Schalen in dem geschäumten Kunststoffmaterial Luft zurückhält, unabhängig von der Anwendung von Vakuum, die allmählich in den Raum oberhalb des Nahrungsmittels abgegeben wird.

Aus diesem Grund, ist es vorgeschlagen worden, in die Verpackungen, die mit einem äußeren Beutel versehen sind, chemische Substanzen hinein zu geben, die angepasst sind, um den Rest Sauerstoff („Sauerstofffänger") zu neutralisieren, wie Eisen und seine Derivate in der Anwesenheit von Säuren (US 5,698,250).

Es ist jedoch offensichtlich, dass solch eine Lösung relevante zusätzliche Kosten und das eventuelle Risiko der Verunreinigung der Nahrungsmittel beinhaltet.

Eine verbesserte technische Lösung in Bezug zu der US 5,698,250, die kürzlich in der Patentanmeldung WO 00/26113 vorgeschlagen wurde, sieht den Einsatz einer Schale aus offenzelligem Kunststoffmaterial vor, anstelle der üblichen Schalen aus geschlossenporigem Kunststoffmaterial, innerhalb des Verpackungssystems mit dem beschriebenen äußeren Beutel. Auf diese Weise wird die Notwendigkeit des Zusatzes der „Sauerstofffänger" innerhalb der Verpackung beseitigt.

In der zuvor genannten Patentanmeldung wird wiederum Bezug genommen auf die Möglichkeit jegliche Flüssigkeiten, die von dem Nahrungsmittel abgegeben wurden, mittels eines absorbierenden Kissens, das zwischen dem Nahrungsmittel und dem Boden der Wanne angeordnet ist zu absorbieren.

Die Patentanmeldung WO 00/46125 beschreibt eine Schale mit absorbierenden Eigenschaften, die für die Vakuumverpackung oder Verpackung unter modifizierter Atmosphäre von Nahrungsmitteln geeignet ist, die Flüssigkeiten absondern können. Solch eine Schale besteht aus einer Struktur aus offenzelligem Kunststoffmaterial, die zwischen zwei Folien eingeschlossen ist, von denen mindestens eine für Gas undurchlässig ist, die entsprechend auf die inneren und äußeren Oberflächen aufgebracht werden. Die auf die innere Oberfläche aufgebrachte Folie wird durch Perforationen unterbrochen, um der Flüssigkeit zu ermöglichen, in einen vorbestimmten Bereich der darunter liegenden offenzelligen Struktur einzudringen. Gemäß einer Ausführungsform der oben angegebenen Schale wird dieser Bereich durch Verschweißen der beiden Folien an vorherbestimmten Punkten abgedichtet, um zu verhindern, dass die darin bereitgestellte Flüssigkeit in die verbleibende offenzellige Struktur der Schale auswandert.

Als eine Alternative können die Folien korrespondierend mit den Schnittoberflächen verschweißt oder verklebt werden, die an den Enden der Kante bereitgestellt werden, um zu verhindern, dass die Flüssigkeit außerhalb der Schale abwandert.

Jedoch tritt in den oben angedeuteten Lösungen eine Gaswanderung entlang des offenzelligen Kunststoffmaterials auf, wodurch ein Gleichgewicht mit der Atmosphäre außerhalb der Schale korrespondierend mit den Schnittoberflächen erreicht wird. Dieses Phänomen bewirkt den unerwünschten Effekt der Veränderung der modifizierten Atmosphäre, die ursprünglich innerhalb der Schale eingestellt wurde.

Ferner bewirkt die Ausführung einer offenzelligen Kunststoffstruktur mit zwei Barrierefolien nicht vernachlässigbare zusätzliche Kosten.

Das technische Problem, das der vorliegenden Erfindung zu Grunde liegt, ist das Bereitstellen einer Verpackung unter modifizierter Atmosphäre oder Vakuumverpackung von Nahrungsmitteln, die zur Absonderung von Flüssigkeiten neigen, die einfacher und ökonomischer herzustellen ist, und die ermöglicht, die Gasatmosphäre darin oder das Vakuum vor der Verwendung im Wesentlichen unverändert zu erhalten.

Zusammenfassung der Erfindung

Dieses Problem ist gemäß der vorliegenden Erfindung gelöst worden, durch eine Vakuumverpackung oder Verpackung unter modifizierter Atmosphäre für Nahrungsmittel, die zu Absonderung von Flüssigkeiten neigen, umfassend:

  • – eine Schale aus Plastikmaterial mit einem Boden und Seitenwänden, die jeweils in einer Kante enden, und mit mindestens zwei Schichten, von denen eine obere Schicht aus einer dünnen Schicht aus geschäumtem thermoplastischen Material mit im Wesentlichen offenen Zellen besteht, die Löcher oder Schlitze in mindestens einem Teil ihrer oberen Oberfläche aufweist und mindestens einen oberflächenaktiven Stoff beinhaltet, und eine untere Schicht aus einer gasdichten Kompositfolie aus Plastikmaterial besteht und bei der der Bereich der Schichten, der in Übereinstimmung mit der Kante angeordnet ist, so aufgefaltet ist, dass die obere Schicht unterhalb der unteren gasdichten Schicht angeordnet ist,
  • – ein Nahrungsmittel, das zur Absonderung von Flüssigkeiten neigt und auf dem Boden der Schale liegt, und
  • – eine Abdeckung für die Schale bestehend aus einer gasdichten Kompositfolie aus Plastikmaterial, welche auf der unteren Schicht in Übereinstimmung mit der Kante in einer Art haftet, die das Vakuum in der Verpackung oder die Erhaltung der modifizierten Atmosphäre garantiert.

Bevorzugterweise besteht die Schale aus den zuvor erwähnten oberen und unteren Schichten und einer weiteren Schicht, die zumindest in Übereinstimmung mit dem Boden oberhalb der oberen Schicht angeordnet ist und aus einer nicht geschäumten dünnen Schicht oder Folie aus Plastikmaterial besteht, die Löcher oder Schlitze in mindestens einem Bereich in ihrer oberen Oberfläche aufweist.

Vorteilhafterweise ist diese Schicht oder Folie getrübt, um das Verstecken der absorbierten Flüssigkeit zu ermöglichen. Zum Beispiel kann die Trübung durch Einbau von Titandioxid in das Plastikmaterial hervorgerufen werden.

Die gasdichte Kompositfolie, die die Abdeckung definiert, wird vorzugsweise an die aufgefaltete Kante der Schale durch Heißversiegelung befestigt.

Diese Folie kann identisch mit der gasdichten Kompositfolie sein, die die untere Schicht der Schale definiert und die oberhalb der oberen Schicht der Schale in Übereinstimmung mit der Kante als Konsequenz des Auffaltens angeordnet ist.

Vorzugsweise besteht die gasdichte Kompositfolie, welche die untere Schicht der Schale und die Abdeckung definiert, aus einer mehrschichtigen Folie, die mindestens eine gasdichte Schicht aus Plastikmaterial und mindestens eine Schicht bestehend aus einem thermoplastischen Material umfasst. Offensichtlicht können weitere Schichten vorgesehen sein, um eine Struktur der zuvor erwähnten Folie bereitzustellen, die die gewünschten mechanischen Eigenschaften und Dicke bereitstellt.

Das Material, welches die gasdichte Schicht ausbildet, kann ausgewählt werden aus der Gruppe bestehend aus Polymeren und Copolymeren von Ethylenvinylalkohol (EVAL, EVOH), Nylon, Polyvinylidenchlorid (PVDC), Poly- oder Copolyamide und Kombinationen der zuvor genannten. Vorzugsweise ist das Plastikmaterial ein Polymer oder Copolymer von Ethylenvinylalkohol oder Nylon.

Beispiele von mehrschichtigen gasdichten Folien der oben angedeuteten Art, die geeignet sind für die Zwecke der vorliegenden Erfindung, sind diejenigen, die in dem US-Patent 4,735,855 beschrieben sind.

Beispiele von besonders bevorzugten mehrschichtigen gasdichten Folien sind mehrschichtige Folien, die hergestellt und verkauft werden von der Firma B-PACK, mit einer Dicke von 50 bis 60 Mikrometer und umfassend eine gasdichte Schicht bestehend aus EVOH und zwei Schichten bestehend aus Polyethylen (PE) bzw. Polystyrol (PS).

Das Plastikmaterial, welches die geschäumte Folie mit im Wesentlichen offenen Zellen und die nicht geschäumte Folie oder Schicht der Schale ausbildet, ist vorzugsweise ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Polystyrol, Polypropylen, Polyethylen, Polyethylenterephthalat, Polyvinylchlorid und Copolymeren der zuvor genannten. Polystyrol ist besonders bevorzugt.

Das Gewicht in Gramm pro Quadratmeter der Folie aus offenzelligen thermoplastischem Material liegt bevorzugterweise im Bereich von 150 bis 350 g/m2.

Der oberflächenaktive Stoff stellt die Fähigkeit, wässrige Flüssigkeiten mit der Folie aus offenzelligem thermoplastischen Material zu absorbieren, bereit.

Er kann ausgewählt werden aus den üblichen anionischen, kationischen und nichtionischen oberflächenaktiven Stoffen und ist bevorzugter Weise ein Salz einer Sulfonsäure mit der Formel R-SO3H oder einer Sulfonsäureester mit der Formal ROSO3H, in denen R ausgewählt wird aus der Gruppe bestehend aus Alkyl-Resten und Alkylaryl-Resten mit einem Alkalimetall oder einem Erdalkalimetall.

Ein oberflächenaktiver Stoff, der besonders nützlich ist für die Zwecke der vorliegenden Erfindung, ist das aliphatische Sulfonat, welches von der Firma NOVACROME mit dem Namen HOSTASTAT SYSTEM E 3904® verkauft wird.

Im Fall, dass das Nahrungsmittel, welches verpackt werden soll, dazu neigt sogar übel riechende flüchtige Substanzen (z. B. Fisch oder Eier beinhaltende Nahrungsmittel usw.) abzugeben, beinhaltet die Schicht aus geschäumtem offenzelligen Plastikmaterial vorteilhafterweise ein fein verteiltes festes Material, welches in der Lage ist, die zuvor genannten übel riechenden Substanzen zu absorbieren.

Ein Material dieser Art wird vorzugsweise ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Aluminiumoxid, Bentonit, Kaolin, Aktivkohle, Zeoliten, synthetischen Polymeren mit einem hohen Schmelzpunkt wie Polyphenyloxid und Polyimide, Graphit, Glimmer, Kieselgur, Bimsstein und Ton.

Das Verpacken gemäß der vorliegenden Erfindung, erlaubt es, leicht verderbliche Nahrungsmittel, wie Fleisch und Fisch, für mehrere Tage ohne bemerkbare Verringerung ihrer sensorischen und mikrobiologischen Eigenschaften aufzubewahren, die Ausschwitzungen zu verstecken und gegebenenfalls übel riechende flüchtige Substanzen in der Schicht aus offenzelligem geschäumten Plastikmaterial zu absorbieren.

Ferner besitzt die Verpackung gemäß der vorliegenden Erfindung den Vorteil der konstanten Beibehaltung der Atmosphäre, die ursprünglich in die Verpackung eingebracht worden ist, ohne dass ein Gasaustausch in Richtung des Äußeren oder des Inneren der Verpackung durch die obere Schicht aus offenzelligem thermoplastischen Material und den Schnittoberflächen der Schale stattfindet, die korrespondierend mit den Enden der Kante bereitgestellt sind.

Tatsächlich sollte es zur Kenntnis genommen werden, dass in der Verpackung gemäß der Erfindung die zuvor genannten Schnittoberflächen durch das Kantenaufhalten in Richtung des Inneren der Schale nach unten gerichtet und unterhalb der gasdichten Kompositfolie angeordnet sind, die die Abdeckung ausbildet, was auf diese Weise jeden Gasaustausch mit dem Äußeren verhindert.

Ferner kann in einer Verpackung gemäß der vorliegenden Erfindung die Luft innerhalb der Schale aufgrund der offenzelligen Struktur der Schicht aus geschäumten Plastikmaterial vollständig entfernt und schließlich mit der Gasatmosphäre der gewünschten Zusammensetzung, die als eine Funktion des zu verpackenden Nahrungsmittels ausgewählt wird, ersetzt werden.

All dieses wird mit bemerkenswert niedrigeren Material- und Ausrüstungskosten erreicht als diejenigen, die durch Verwendung der Technologie hervorgerufen werden, welche den externen gasundurchlässigen Beutel (WO 00/26113) verwendet.

Ferner wird die Absorption von Flüssigkeiten, die von den Nahrungsmitteln abgesondert werden, nicht durch das Zwischenlagern eines Absorptionskissen zwischen dem Nahrungsmittel und der Unterseite der Schale erreicht, sondern anstelle dessen durch Ausnutzen der Absorptionseigenschaften der Schicht aus geschäumtem offenzelligen Plastikmaterial, welches den oberflächenaktiven Stoff beinhaltet.

Die Verwendung eines Materials, dass sich von dem Plastikmaterial, aus dem die Schale besteht, unterscheidet, d. h. ein Zellulosematerial, wie Papier oder Pappe wird daher umgangen, was die Vorgänge der Entsorgung oder Wiederverwendung der Verpackung nach ihrem Gebrauch vereinfacht.

Ferner wird eine effektive Absorption von Flüssigkeiten erreicht, sogar in Zuständen, in denen die Schale geneigt ausgerichtet ist, auf Grund des Perforierens der gesamten oberen Oberfläche der Folie aus offenzelligem geschäumten thermoplastischen Material.

Gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung umfasst die Schale der zuvor erwähnten Verpackung zwei Schichten und wird durch ein Verfahren gemäß einem der Ansprüche 15 bis 18 erhalten.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung umfasst die Schale der zuvor genannten Verpackung drei Schichten und wird nach einem Verfahren gemäß einem der Ansprüche 19 bis 24 erhalten.

Die Art der Bereitstellung der Folien oder Blätter aus offenzelligem geschäumten thermoplastischen Material ist in der technischen Literatur gut bekannt, siehe z. B. Klempner und Frisch „Handbook of Polymeric Foams and Foam Technology", Carl Hanser Verlag, 1991. Spezifische Methoden sind z. B. beschrieben in EP-A-0 090 507, US-A 3,610,509, EP-A-0 642 907 und EP 0 849 309.

Die Verbindung der Folie aus offenzelligem thermoplastischen Material mit der gasdichten Kompositfolie und mit der nicht geschäumten Folie kann mittels Warmwalzen, dem Einsatz von Klebstoffen oder jeder anderen Methode, die üblicherweise zu diesem Zweck eingesetzt wird, realisiert werden.

Das Verbinden mittels Warmwalzen ist besonders bevorzugt. Z. B. kann die Folie aus offenzelligem thermoplastischen Material, die mittels üblicher Verfahren durch ringförmige oder flachköpfige Extrusion mit dem Einspritzen von sich ausdehnenden Gasen erhältlich ist, zunächst mit einer nicht geschäumten Schicht oder Folie warmgewalzt werden, die durch Coextrusion oder nachfolgender Extrusion mittels der Verfahren, die bekannt sind als „Extrusionsbeschichtung", erhalten werden, wodurch ein erstes Kompositblatt bereitgestellt wird.

Dieses erste Kompositblatt wird perforiert und ausgewalzt, nachfolgend oder separat mit einer gasdichten Kompositfolie. Dieser Walzvorgang wird vorzugsweise bei einer Temperatur durchgeführt, die im Bereich zwischen 185 und 210 °C liegt, wohingegen das Auswalzen der Folie aus offenzelligem thermoplastischen Material mit einer nicht geschäumten Folie oder Schicht vorzugsweise bei einer Temperatur zwischen 160 und 180 °C durchgeführt wird.

Die Löcher oder Schlitze in der nicht geschäumten Schicht und in der Folie aus offenzelligem thermoplastischen Material können in einer üblichen Weise hergestellt werden, z. B. mittels Stanzmaschinen. Solche Perforationen erlauben das Durchtreten der Flüssigkeit, die von dem Nahrungsmittel abgesondert worden ist, welches in der Schale beinhaltet ist, in die Folie aus offenzelligem thermoplastischen Material.

Das Ausbilden der halbfertigen Schale und das Falten der entsprechenden Kante werden in üblicher Weise durchgeführt, vorzugsweise durch Thermoformen in einer zweckbestimmten Form bei einer Temperatur, die im Bereich zwischen 160 und 220 °C liegt. Insbesondere kann der Thermoformvorgang in Reihe in einer einzelnen Form oder in unterschiedlichen Formen durchgeführt werden mittels geeigneter gewöhnlicher Methoden, wie Vakuumsaugen, Drucklufteinspritzen, mechanischen Verfahren usw.

Die Verpackung gemäß der vorliegenden Erfindung wird mittels der bereits im Stand der Technik bekannten Verfahren erhalten, z. B. aus dem US-Patent 5,744,181.

Gemäß solcher Verfahren wird das zu verpackende Nahrungsmittel auf den Boden der oben beschriebenen Schale gelegt und die Schale unter Vakuum oder unter modifizierter Atmosphäre durch Binden einer gasdichten Kompositfolie auf die untere Schicht der Schale korrespondierend mit der Faltkante abgedichtet.

Bevorzugter Weise wird die zuvor genannte gasdichte Folie auf die untere Schicht der Schale korrespondierend mit der aufgefaltenen Kante durch Thermoformen gebunden.

Die Verpackung gemäß der Erfindung kann unter Vakuum oder unter modifizierter Atmosphäre erfolgen. Im letzteren Fall wird die modifizierte Atmosphäre durch Anlegen eines Vakuums und nachfolgendem Einspritzen von inerten Gasen, wie z.B. Stickstoff und Kohlendioxid oder einer Mischung beinhaltend Sauerstoff entsprechend der Art des zu verpackenden und konservierenden Nahrungsmittels, erhalten.

Die Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden sich klarer aus der folgenden Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform der Verpackung für Nahrungsmittel und eines Beispiels des Verpackens von Nahrungsmitteln ergeben, die zur Absonderung von Flüssigkeiten neigen, wobei die Beschreibung als nicht limitierendes Beispiel mit Bezug zu den beiliegenden Zeichnungen abgegeben wird.

Kurze Beschreibung der Zeichnung

In den Zeichnungen:

– zeigt 1 eine perspektivische Ansicht einer Verpackung gemäß der Erfindung,

– zeigt 2 eine Schnittansicht der Verpackung aus 1.

Detaillierte Beschreibung

Bezugnehmend auf die Figuren, umfasst eine Verpackung gemäß der Erfindung eine Schale 1 und eine Abdeckung 2.

Die Schale 1 besitzt einen Boden 3, auf welchem ein Nahrungsmittel 4 vor seiner Verpackung gelegt wird, und Seitenwände 5, welche in einer aufgefalteten Kante 6 enden.

Der Aufbau der Schale 1 besteht aus einer Folie 7 aus geschäumtem Polystyrol mit im Wesentlichen offenen Zellen, dessen obere Oberfläche mit einer nicht geschäumten Polystyrolfolie 8 beschichtet ist und dessen untere Oberfläche mit einer mehrschichtigen Folie 9 beschichtet ist, die eine gasdichte Schicht aus EVOH oder Nylon umfasst.

Die Folie 8 besitzt eine Vielzahl von Löcher 10 von vorherbestimmtem Durchmesser, die sich in die Dicke der unterliegenden geschäumten Polystyrolfolie 7 um ein vorbestimmtes Ausmaß so erstrecken, dass es der Flüssigkeit ermöglicht wird, die von dem Nahrungsmittel 4 abgesondert worden ist, in diesem spezifischen Fall Fleisch, in die im Wesentlichen offenen Zellen der Folie 7 durch diese Löcher 10 hindurch einzudringen.

Insbesondere besitzt die offenzellige Struktur der Folie 7 ein dichtes Netzwerk aus leeren Kapillarkanälen, welche die einzelnen Zellen in Verbindung miteinander bringen und diesen ermöglichen Flüssigkeit aufzunehmen und zurückzuhalten, die durch die vorgenannten Löcher 10 eingedrungen ist.

Auf diese Weise wird die Flüssigkeit wie durch einen Schwamm zurückgehalten und kann, auf Grund der starken Kapillarwechselwirkung zwischen den Leerkanälen und der Flüssigkeit, nicht auf die obere Oberfläche des Bodens 3 der Schale 1 durch die Löcher 10 hindurch zurückkehren, sogar wenn diese geneigt oder sogar umgedreht ist.

Das Eindringen der Flüssigkeit wird auch verbessert durch das Vorliegen eines oberflächenaktiven Stoffes in der Folie 7; der oberflächenaktive Stoff reduziert in der Tat merkbar die natürliche Wasserabstoßung des Plastikmaterials und verstärkt die Adhäsionskräfte zwischen dem Feststoff (Plastikmaterial) und der Flüssigkeit bis diese die Kohäsionskräfte zwischen den Molekülen der Flüssigkeit überwinden, wodurch es der Flüssigkeit ermöglicht wird, durch die Löcher 10 in die Struktur einzudringen, die mit im Wesentlichen offenen Zellen der Folie 7 bereitgestellt wird.

Die aufgefaltete Kante 6 besitzt einen im Wesentlichen U-förmigen Querschnitt und umfasst einen ersten Bereich 11, der von den Seitenwänden 5 hervorsteht und mit einem zweiten gefalteten Bereich 12 verbunden ist.

Als Resultat des Auffaltens wird die mehrschichtige dichte Folie 9 korrespondierend mit dem zweiten gefalteten Bereich 12 oberhalb des entsprechenden Bereichs der Folie aus geschäumtem Polystyrol 7 angeordnet.

Die Abdeckung 2 besteht aus einer mehrschichtigen dichten Folie und wird auf die Schale mittels Wärmeschweißen korrespondierend mit dem zweiten Bereich 12 der aufgefalteten Kante 6 aufgebracht. Diese Abdeckung 2 wird am Ende der Verpackungsprozedur aufgebracht, nachdem das Vakuum oder die modifizierte Atmosphäre innerhalb der Schale 1 erzeugt worden ist, in der das Nahrungsmittel 4 gelegt worden ist.

Neben den oben angegebenen Vorteilen besitzt die Verpackung gemäß der Erfindung den Vorteil, dass die von dem Nahrungsmittel abgesonderte Flüssigkeit auf der gesamten inneren Oberfläche der Schale aufgrund seiner strukturellen Eigenschaften absorbiert werden kann, die eine absorbierende Zwischenschicht vorsehen, die aus einer Folie aus thermoplastischem Material besteht, welche mit im Wesentlichen offenen Zellen versehen ist. Ferner können jegliche übel riechende flüchtige Substanzen, die von dem Nahrungsmittel (z. B. Fisch) abgegeben werden, durch die aktiven Substanzen absorbiert werden, die in der porösen offenzelligen Folie beinhaltet sind.

Ein weiterer Vorteil der Verpackung gemäß der vorliegenden Erfindung besteht in der hohen Effektivität des Wärmeverschweißens der Abdeckung mit der aufgefalteten Kante der Schale, da als Ergebnis des Auffaltens, die Materialien, die miteinander verschweißt werden, miteinander identisch oder extrem kompatibel sein können.

Beispiel

Mittels einer Prozedur, die analog ist, zu der, die in der Patentanmeldung EP 0 849 309 beschrieben ist, wurde eine Folie aus geschäumtem Polystyrol mit im Wesentlichen offenen Zellen (mit einem Prozentsatz größer als 80%), mit einem Gewicht (Gramm pro Quadratmeter) von 300 g/m2, einer Dicke von 4,5 mm und einer Dichte von 60 g/l durch Extrusion einer geeigneten Mischung hergestellt.

Die so hergestellte Folie wurde unmittelbar zu einer Warmwalzstation geführt, in der eine OPS-artige, getrübte, nicht geschäumte Polystyrolfolie mit einer Dicke von 25 Mikrometer korrespondierend zu der Oberfläche dieser Folie durch Aufwalzen bei einer Temperatur von 160 °C aufgebracht wurde. Das Kompositblatt, das derart erhalten wurde, wurde korrespondierend zu der freien Oberfläche der nicht geschäumten Polystyrolfolie mittels einer Vielzahl von Metallnägeln perforiert.

Danach wurde eine mehrschichtige Dichte Folie der PE//EVOH//PS Art, die von B-PACK produziert wurde und eine Dicke 60 Mikrometer besitzt, im Einklang mit der freien Oberfläche der zuvor genannten Folie aufgebracht, wodurch ein perforiertes Kompositblatt erhalten wurde. Dieses letzte Walzen wurde bei einer Temperatur von 170 °C und einer Fördergeschwindigkeit von 15 m/min durchgeführt.

Abschließend wurde das perforierte Kompositblatt in eine Thermoformmaschine eingebracht, in der es auf eine mittlere Temperatur von 200 °C gebracht und dann in einer geeigneten Form thermogeformt wurde, wodurch eine Schale gemäß der vorliegenden Erfindung erhalten wurde.

Danach wurde die Schale einer Verpackungsmaschine zugeführt, die eine Kammer umfasst, die mit einer geeigneten Form und mit Öffnungen für die Luftansaugung und/oder den Einlass einer Gasmischung ausgestattet ist.

Nachdem das zu verpackende Nahrungsmittel in die zuvor genannte Schale eingebracht wurde, wurde die Schale zusammen mit einer darüber gehaltenen Abdeckung in die zuvor erwähnte Kammer eingebracht. Die Abdeckung bestand aus einer mehrschichtigen dichten Folie der PE/EVOH/PE Art und hatte eine Dicke von 50 Mikrometer.

Die Kammer wurde dann geschlossen, die darin enthaltene Luft durch Anlegen eines dosierten Druckes von 1 bis 4 Millibar evakuiert und anschließend eine Gasmischung bestehend aus 70% Sauerstoff und 30% Kohlenmonoxid in die Kammer eingeführt.

Sobald das Einbringen des vorher erwähnten Gases in die Kammer abgeschlossen war, wurde die zuvor erwähnte Abdeckung auf die aufgefaltete Kante der Schale mittels Wärmeschweißen aufgebracht, wodurch eine Verpackung gemäß der Erfindung erhalten wurde.


Anspruch[de]
  1. Vakuumverpackung oder Verpackung unter modifizierter Atmosphäre von Nahrungsmitteln, die zur Absonderung von Flüssigkeiten neigen, umfassend:

    – eine Schale (1) aus Plastikmaterial mit einem Boden (3) und Seitenwänden (5), die jeweils in einer Kante (6) enden, und mit mindestens zwei Schichten, von denen eine obere Schicht (7) aus einer dünnen Schicht aus geschäumtenthermoplastischen Material mit im Wesentlichen offenen Zellen besteht, die Löcher oder Schlitze (10) in mindestens einem Teil ihrer oberen Oberfläche aufweist und mindestens einen oberflächenaktiven Stoff beinhaltet, und eine untere Schicht (9) aus einer gasdichten Kompositfolie aus Plastikmaterial besteht und bei der der Bereich der Schichten, der in Übereinstimmung mit der Kante (6) angeordnet ist, so aufgefaltet ist, dass die obere Schicht (7) unterhalb der unteren Schicht (9) angeordnet ist,

    – ein Nahrungsmittel, das zur Absonderung von Flüssigkeiten neigt und auf dem Boden der Schale liegt,

    – eine Abdeckung (2) für die Schale bestehend aus einer gasdichten Kompositfolie aus Plastikmaterial, welche auf der unteren Schicht (9) in Übereinstimmung mit der Kante (6) in einer Art haftet, die das Vakuum in der Verpackung oder die Erhaltung der modifizierten Atmosphäre garantiert.
  2. Verpackung nach Anspruch 1, ferner umfassend eine Schicht (8), die zumindest in Übereinstimmung mit dem Boden oberhalb der oberen Schicht (7) angeordnet ist und aus einer nicht geschäumten dünnen Schicht oder Folie aus Plastikmaterial besteht, die Löcher oder Schlitze (10) in mindestens einem Bereich ihrer oberen Oberfläche aufweist.
  3. Verpackung nach Anspruch 2, bei der die nicht geschäumte dünne Schicht oder Folie (8) getrübt ist.
  4. Verpackung nach Anspruch 1, bei der das Plastikmaterial, welches die dünne Schicht aus geschäumtenthermoplastischen Material (7) mit im Wesentlichen offenen Zellen bildet, ausgewählt wird, aus der Gruppe bestehend aus Polystyrol, Polypropylen, Polyethylen, Polyethylenterephthalat, Polyvinylchlorid und Copolymeren der zuvor genannten.
  5. Verpackung nach Anspruch 2 oder 3, bei der das Plastikmaterial, welches die dünne Schicht aus geschäumtenthermoplastischen Material (7) mit im Wesentlichen offenen Zellen und die nicht geschäumte dünne Schicht oder Folie (8) bildet, ausgewählt wird, aus der Gruppe bestehend aus Polystyrol, Polypropylen, Polyethylen, Polyethylenterephthalat, Polyvinylchlorid und Copolymeren der zuvor genannten.
  6. Verpackung nach Anspruch 5, bei der das Plastikmaterial Polystyrol ist.
  7. Verpackung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der die gasdichte Kompositfolie, welche die untere Schicht (9) der Schale und die Abdeckung (2) definiert, aus einer mehrschichtigen Folie besteht, die mindestens eine gasdichte Schicht aus Plastikmaterial und mindestens eine Schicht bestehend aus einem thermoplastischen Material umfasst.
  8. Verpackung nach Anspruch 7, bei der das Plastikmaterial, welches die gasdichte Schicht (2, 9) ausbildet, ausgewählt wird, aus der Gruppe bestehend aus Polymeren und Copolymeren von Ethylenvinylalkohol (EVAL, EVOH), Nylon, Polyvinylidenchlorid (PVDC), Poly- oder Copolyamide und Kombinationen der zuvor genannten.
  9. Verpackung nach Anspruch 8, bei der das Plastikmaterial ein Polymer oder Copolymer von Ethylenvinylalkohol oder Nylon ist.
  10. Verpackung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 7 bis 9, bei der die gasdichten Folien, welche die untere Schicht (9) der Schale und die Abdeckung (2) definieren, aus demselben Plastikmaterial hergestellt sind.
  11. Verpackung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der die obere Schicht aus geschäumtenthermoplastischen Material (7) mit offenen Zellen fein verteiltes festes Material beinhaltet, welches in der Lage ist, übel riechende volatile Substanzen zu absorbieren, die gegebenenfalls von dem Nahrungsmittel abgegeben werden.
  12. Verpackung nach Anspruch 11, bei der das fein verteilte feste Material ausgewählt wird, aus der Gruppe bestehend aus Aluminiumoxid, Betonit, Kaolin, Aktivkohle, Zeoliten, synthetischen Polymeren mit einem hohen Schmelzpunkt wie Polyphenyloxid und Polyimide, Graphit, Glimmer, Kieselgur, Bimsstein und Ton.
  13. Schale (1), die zur Verwendung in der Verpackung von Nahrungsmitteln gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche geeignet ist, mit einem Boden (3) und Seitenwänden (5), die in eine Kante (6) übergehen, und mit mindestens zwei Schichten, von denen eine obere Schicht (7) aus einer dünnen Schicht aus geschäumten thermoplastischem Material mit im Wesentlichen offenen Zellen besteht, die Löcher oder Schlitze (10) in mindestens einem Teil ihrer oberen Oberfläche aufweist und mindestens einen oberflächenaktiven Stoff beinhaltet, und eine untere Schicht (9) aus einer gasdichten Kompositfolie aus Plastikmaterial besteht und bei der der Bereich der Schichten, der in Übereinstimmung mit der Kante (6) angeordnet ist, derart aufgefaltet ist, dass die obere Schicht (7) unterhalb der unteren Schicht (9) angeordnet ist.
  14. Schale nach Anspruch 13, ferner umfassend eine Schicht (8) die zumindest in Übereinstimmung mit dem Boden oberhalb der oberen Schicht (7), angeordnet ist und aus einer nicht geschäumten dünnen Schicht oder Folie aus Plastikmaterial besteht, die Löcher oder Schlitze (10) in mindestens einem Teil ihrer oberen Oberfläche aufweist.
  15. Verfahren zur Herstellung einer Schale nach Anspruch 13, umfassend die Schritte:

    – Bereitstellen einer dünnen Schicht aus geschäumtenthermoplastischen Material (7) mit im Wesentlichen offenen Zellen beinhaltend mindestens einen oberflächenaktiven Stoff,

    – Verbinden einer gasdichten Kompositfolie (9) mit einer Oberfläche der dünnen Schicht aus geschäumtenthermoplastischen Material,

    – Herstellen einer Reihe von Löchern oder Schlitzen (10) in der dünnen Schicht aus geschäumtenthermoplastischen Material im Einklang mit mindestens einem Teil ihrer nicht verbundenen Oberfläche, wobei die Löcher oder Schlitze sich über mindestens einen Teil der Dicke der dünnen Schicht aus geschäumtenthermoplastischen Material erstrecken, um ein perforiertes Kompositblatt zu erhalten,

    – Verformen des perforierten Kompositblattes in einer Art und Weise, um eine halbfertige Schale (1) mit einem Boden (3) und Seitenwänden (5), die in einer Kante (6) übergehen, zu erhalten und bei der die gasdichte Kompositfolie (9) die untere Schicht der halbfertigen Schale definiert,

    – Auffalten der Kante (6) der halbfertigen Schale derart, dass in Übereinstimmung damit die gasdichte Kompositfolie (9) oberhalb der dünnen Schicht aus geschäumtenthermoplastischen Material (7) angeordnet ist, wodurch die Schale erhalten wird.
  16. Verfahren zur Herstellung einer Schale gemäß Anspruch 13, umfassend die Schritte:

    – Bereitstellen einer dünnen Schicht aus geschäumtenthermoplastischen Material (7) mit im Wesentlichen offenen Zellen beinhaltend mindestens einen oberflächenaktiven Stoff,

    – Verbinden einer gasdichten Kompositfolie (9) mit einer Oberfläche der dünnen Schicht aus geschäumtenthermoplastischen Material, wodurch ein Kompositblatt erhalten wird,

    – Verformen des Kompositblattes derart, dass eine halbfertige Schale (1) mit einem Boden (3) und Seitenwänden (5), die in eine Kante (6) übergehen, erhalten wird und bei der die gasdichte Kompositfolie (9) die untere Schicht der halbfertigen Schale definiert,

    – Herstellen einer Reihe von Löchern oder Schlitzen (10) in dem Boden der halbfertigen Schale in Übereinstimmung mit mindestens einem Bereich der unverbundenen Oberfläche der dünnen Schicht aus geschäumtenthermoplastischen Material (7), wobei die Löcher oder Schlitze sich über mindestens einen Teil der Dicke der dünnen Schicht aus geschäumtenthermoplastischen Material erstrecken,

    – Auffalten der Kante (6) der halbfertigen Schale derart, dass in Übereinstimmung damit die gasdichte Kompositfolie (9) oberhalb der dünnen Schicht aus geschäumtenthermoplastischen Material (7) angeordnet ist, wodurch die Schale erhalten wird.
  17. Verfahren zur Herstellung einer Schale nach Anspruch 13, umfassend die Schritte:

    – Bereitstellen einer dünnen Schicht aus geschäumtenthermoplastischen Material (7) mit im Wesentlichen offenen Zellen beinhaltend mindestens einen oberflächenaktiven Stoff,

    – Verbinden einer gasdichten Kompositfolie (9) mit einer Oberfläche der dünnen Schicht aus geschäumtenthermoplastischen Material, wodurch ein Kompositblatt erhalten wird,

    – Verformen des Kompositblattes derart, dass eine halbfertige Schale (1) mit einem Boden (3) und Seitenwänden (5), die in eine Kante (6) übergehen, erhalten wird und bei der die gasdichte Kompositfolie (9) die untere Schicht der halbfertigen Schale definiert,

    – Auffalten der Kante (6) der halbfertigen Schale derart, dass in Übereinstimmung damit die gasdichte Kompositfolie (9) oberhalb der dünnen Schicht aus geschäumten thermoplastischem Material (7) angeordnet ist, wodurch die Schale erhalten wird,

    – Herstellen einer Reihe von Löchern oder Schlitzen (10) in dem Boden der halbfertigen Schale in Übereinstimmung mit mindestens einem Bereich der unverbundenen Oberfläche der dünnen Schicht aus geschäumtem thermoplastischen Material (7), wobei die Löcher oder Schlitze sich über mindestens einen Teil der Dicke der Schicht aus geschäumtem thermoplastischen Material erstrecken.
  18. Verfahren nach einem der Ansprüche 15 bis 17, bei dem der Verbindungsschritt durch Warmwalzen der dünnen Schicht aus Material (7) mit der gasdichten Kompositfolie (9) durchgeführt wird.
  19. Verfahren zur Herstellung einer Schale aus Plastikmaterial gemäß Anspruch 14, umfassend die Schritte:

    – Bereitstellen einer dünnen Schicht aus geschäumtenthermoplastischen Material (7) mit im Wesentlichen offenen Zellen beinhaltend mindestens einen oberflächenaktiven Stoff,

    – Verbinden einer nicht geschäumten dünnen Schicht oder Folie aus Plastikmaterial (8) mit einer Oberfläche der dünnen Schicht aus geschäumtenthermoplastischen Material, wodurch ein erstes Kompositblatt erhalten wird,

    – Herstellen einer Reihe von Löchern oder Schlitzen (10) in dem ersten Kompositblatt in Übereinstimmung mit mindestens einem Bereich der unverbundenen Oberfläche der nicht geschäumten dünnen Schicht oder Folie, wobei die Löcher oder Schlitze sich zumindest über einen Teil der Dicke der dünnen Schicht aus geschäumtenthermoplastischen Material erstrecken, wodurch ein erstes perforiertes Kompositblatt erhalten wird,

    – Verbinden einer gasdichten Kompositfolie (9) aus Plastikmaterial mit dem ersten perforierten Kompositblatt in Übereinstimmung mit der unverbundenen Oberfläche der dünnen Schicht aus geschäumten thermoplastischen Material, wodurch ein zweites perforiertes Kompositblatt erhalten wird,

    – Verformen des zweiten perforierten Kompositblattes derart, dass eine halbfertige Schale (1) mit einem Boden (3) und in einer Kante (6) endenden Seitenwänden (5) erhalten wird, bei der die gasdichte Kompositfolie (9) die untere Schicht der halbfertigen Schale definiert,

    – Auffalten der Kante (6) der halbfertigen Schale derart, dass in Übereinstimmung damit die gasdichte Kompositfolie (9) oberhalb der dünnen Schicht aus geschäumten thermoplastischen Material (7) angeordnet ist, wodurch die Schale erhalten wird.
  20. Verfahren nach Anspruch 19, bei dem die Schritte des Verbindens entsprechend ausgeführt werden durch erstes Warmwalzen der dünnen Schicht aus geschäumten thermoplastischen Material (7) mit der nicht geschäumten dünnen Schicht oder Folie (8) und zweites Warmwalzen des ersten perforierten Kompositblattes mit der gasdichten Kompositfolie (9).
  21. Verfahren zur Herstellung einer Schale aus Plastikmaterial gemäß Anspruch 14, umfassend die Schritte:

    – Bereitstellen einer dünnen Schicht aus geschäumtem thermoplastischen Material (7) mit im Wesentlichen offenen Zellen beinhaltend mindestens einen oberflächenaktiven Stoff,

    – Verbinden einer nicht geschäumten dünnen Schicht oder Folie aus Plastikmaterial (8) mit einer Oberfläche der dünnen Schicht aus geschäumten thermoplastischen Material, wodurch ein erstes Kompositblatt erhalten wird,

    – Verbinden einer gasdichten Kompositfolie (9) aus Plastikmaterial mit dem ersten Kompositblatt in Übereinstimmung mit der unverbundenen Oberfläche der dünnen Schicht aus geschäumtem thermoplastischen Material, wodurch ein zweites Kompositblatt erhalten wird,

    – Herstellen einer Reihe von Löchern oder Schlitzen (10) in dem zweiten Kompositblatt in Übereinstimmung mit mindestens einem Bereich der unverbundenen Oberfläche der nicht geschäumten dünnen Schicht oder Folie, wobei die Löcher oder Schlitze sich zumindest über einen Teil der Dicke der dünnen Schicht aus geschäumtem thermoplastischen Material (7) erstrecken, wodurch ein zweites perforiertes Kompositblatt erhalten wird,

    – Verformen des zweiten perforierten Kompositblattes derart, dass eine halbfertige Schale (1) mit einem Boden (3) und in einer Kante (6) endenden Seitenwänden (5) erhalten wird, bei der die gasdichte Kompositfolie (9) die untere Schicht der halbfertigen Schale definiert,

    – Auffalten der Kante (6) der halbfertigen Schale derart, dass in Übereinstimmung damit die gasdichte Kompositfolie (9) oberhalb der dünnen Schicht aus geschäumtem thermoplastischen Material (7) angeordnet ist, wodurch die Schale erhalten wird.
  22. Verfahren zur Bereitstellung der Schale aus Plastikmaterial gemäß Anspruch 14 umfassend die Schritte:

    – Bereitstellen einer dünnen Schicht aus geschäumtem thermoplastischen Material (7) mit im Wesentlichen offenen Zellen beinhaltend mindestens einen oberflächenaktiven Stoff,

    – Verbinden einer nicht geschäumten dünnen Schicht oder Folie aus Plastikmaterial (8) mit einer Oberfläche der dünnen Schicht aus geschäumtem thermoplastischen Material, wodurch ein erstes Kompositblatt erhalten wird,

    – Verbinden einer gasdichten Kompositfolie (9) aus Plastikmaterial mit dem ersten Kompositblatt in Übereinstimmung mit der unverbundenen Oberfläche der dünnen Schicht aus geschäumtem thermoplastischen Material, wodurch ein zweites Kompositblatt erhalten wird,

    – Verformen des zweiten Kompositblattes derart, dass eine halbfertige Schale (1) mit einem Boden (3) und in einer Kante (6) endenden Seitenwänden (5) erhalten wird, bei der die gasdichte Kompositfolie (9) die untere Schicht der halbfertigen Schale definiert,

    – Herstellen einer Serie von Löchern oder Schlitzen (10) in dem Boden der halbfertigen Schale in Übereinstimmung mit mindestens einem Bereich der unverbundenen Oberfläche der nicht geschäumten dünnen Schicht oder Folie (8), wobei sich die Löcher zumindest über einen Teil der Dicke der dünnen Schicht aus geschäumtem thermoplastischen Material (7) erstrecken,

    – Auffalten der Kante (6) der halbfertigen Schale derart, dass in Übereinstimmung damit die gasdichte Kompositfolie (9) oberhalb der dünnen Schicht aus geschäumtem thermoplastischen Material (7) angeordnet ist, wodurch die Schale erhalten wird.
  23. Verfahren zur Herstellung einer Schale aus Plastikmaterial gemäß Anspruch 14, umfassend die Schritte:

    – Bereitstellen einer dünnen Schicht aus geschäumtem thermoplastischen Material (7) mit im Wesentlichen offenen Zellen beinhaltend mindestens einen oberflächenaktiven Stoff,

    – Verbinden einer nicht geschäumten dünnen Schicht oder Folie aus Plastikmaterial (8) mit einer Oberfläche der dünnen Schicht aus geschäumtem thermoplastischen Material, wodurch ein erstes Kompositblatt erhalten wird,

    – Verbinden einer gasdichten Kompositfolie (9) aus Plastikmaterial mit dem ersten Kompositblatt in Übereinstimmung mit der unverbundenen Oberfläche der dünnen Schicht aus geschäumtem thermoplastischen Material, wodurch ein zweites Kompositblatt erhalten wird,

    – Verformen des zweiten Kompositblattes derart, dass eine halbfertige Schale (1) mit einem Boden (3) und in einer Kante (6) endenden Seitenwänden (5) erhalten wird, bei der die gasdichte Kompositfolie (9) die untere Schicht der halbfertigen Schale definiert,

    – Auffalten der Kante (6) der halbfertigen Schale derart, dass in Übereinstimmung damit die gasdichte Kompositfolie (9) oberhalb der dünnen Schicht aus geschäumtem thermoplastischen Material (7) angeordnet ist, wodurch die Schale erhältlich ist,

    – Herstellen einer Reihe von Löchern oder Schlitzen (10) in dem Boden der halbfertigen Schale in Übereinstimmung mit mindestens einem Bereich der unverbundenen Oberfläche der nicht geschäumten dünnen Schicht oder Folie (8), wobei sich die Löcher zumindest über einen Teil der Dicke der dünnen Schicht aus geschäumtem thermoplastischen Material (7) erstrecken.
  24. Verfahren nach einem der Ansprüche 21 bis 23, bei dem die Schritte des Verbindens entsprechend ausgeführt werden durch erstes Warmwalzen der dünnen Schicht aus geschäumtem thermoplastischen Material (7) mit der nicht geschäumten dünnen Schicht oder Folie (8) und zweites Warmwalzen des ersten Kompositblattes mit der gasdichten Kompositfolie (9).
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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