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Dokumentenidentifikation DE60018300T2 13.04.2006
EP-Veröffentlichungsnummer 0001224240
Titel 8-(ANILINO)-1-NAPHTHALINSULFONATANALOGE UND IHRE VERWENDUNG IN ANALYTENDETEKTIONS-TESTS
Anmelder Lifescan, Inc., Milpitas, Calif., US
Erfinder ZHENG, Xiaoling, Fremont, US;
YU, Siu, Yeung, Pleasanton, US;
YANI, Adva, Milpitas, US;
HUANG, C., Paing, San Francisco, US
Vertreter BOEHMERT & BOEHMERT, 80336 München
DE-Aktenzeichen 60018300
Vertragsstaaten AT, BE, CH, CY, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 17.10.2000
EP-Aktenzeichen 009737255
WO-Anmeldetag 17.10.2000
PCT-Aktenzeichen PCT/US00/29056
WO-Veröffentlichungsnummer 0001030915
WO-Veröffentlichungsdatum 03.05.2001
EP-Offenlegungsdatum 24.07.2002
EP date of grant 23.02.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 13.04.2006
IPC-Hauptklasse C09B 27/00(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse C12Q 1/28(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   C12Q 1/54(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]
EINFÜHRUNG Bereich der Erfindung

Der Bereich dieser Erfindung sind Farbzusammensetzungen, insbesondere Farbzusammensetzungen, die für die Verwendung bei Tests für den Analytennachweis geeignet sind, z.B. Glucosenachweistests.

Hintergrund der Erfindung

Der Analytennachweis in physiologischen Flüssigkeiten, z.B. in Blut oder blutabgeleiteten Produkten, ist für die heutige Gesellschaft von immer größerer Bedeutung. Die Analytennachweistests finden in einer Vielzahl von Anwendungen, die das Testen im klinischen Labor, das Testen zu Hause etc. umfassen, Verwendung, bei denen die Ergebnisse eines solchen Testens eine wichtige Rolle bei der Diagnose und dem Management einer Vielzahl von Krankheitszuständen spielen. Interessierende Analyten umfassen Glucose für das Management von Diabetes, Cholesterol und ähnliche. In Antwort auf die wachsende Bedeutung des Analytennachweises ist eine Vielzahl von Analytennachweisprotokollen und Vorrichtungen sowohl für die klinische als auch für die Verwendung zu Hause entwickelt worden.

Viele der Protokolle und Vorrichtungen, die bis heute entwickelt worden sind, verwenden ein signalerzeugendes System, um die Gegenwart des interessierenden Analyten in einer physiologischen Probe, wie Blut, nachzuweisen. Beispielsweise verwendet ein Glucosenachweissystem, das heute verwendet wird, ein signalerzeugendes System, das Glucoseoxidase, Meerrettichperoxidase, meta[3-Methyl-2-benzothiazolinonhydrazon]-N-sulfonylbenzolsulfonatmononatrium (MBTHSB) und 8-(Anilino)-1-naphtalensulfonat (ANS) umfaßt. Siehe U.S.-Patent Nr. 5,563,031. Wenn die Glucose mit dem obigen signalerzeugenden System in der Gegenwart von Sauerstoff verbunden wird, findet die folgende Reaktion statt:

Trotz der guten Ergebnisse, die mit dem oben beschriebenen MBTHSB-ANS-Farbstoffpaar erreicht worden sind, gibt es in diesem System Raum für Verbesserung. Beispielsweise unterliegt das oben beschriebene MBTHSB/ANS-Farbstoffpaar-signalerzeugende System während der Nachweisphase des Tests einer Verschiebung, die letztlich eine Ungenauigkeit in den Ergebnissen bewirken kann.

Dementsprechend besteht ein fortgesetztes Interesse an der Entwicklung neuer Verbindungen für die Verwendung in signalerzeugenden Systemen für den Analytennachweis. Von besonderem Interesse wäre die Entwicklung eines ANS-Ersatzes, der ein blaues Reaktionsprodukt ergeben würde, das während des Nachweises keiner Verschiebung unterliegt.

Relevante Literatur

Interessierende Patente umfassen: 4,935,346; 4,962,040; 5,453,360; 5,563,031; 5,776,719; und 5,922,530. Auch interessierend ist: Kosower & Kanety, „Intramolecular Donor-Acceptor Systems. 10. Multiple Fluorescences from 8-(Phenylamino)-1-naphthalensulfonaten," J. Am. Chem. Soc. (1983) 105:6236–6243.

ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG

ANS-Analoga und Verfahren für ihre Verwendung, wie durch die angefügten Ansprüche definiert, werden zur Verfügung gestellt. Die ANS-Analoga reagieren mit 3-Methyl-2-benzothiazolinhydrazonhydrochlorid (MBTH) oder Analogen davon, z.B. MBTHSB, um ein Reaktionsprodukt zu erzeugen, das eine verringerte Verschiebung im Vergleich zu einem Reaktionsprodukt aus ANS und MBTH oder demselben MBTH-Analog zeigt. Die interessierenden ANS-Analoga sind des weiteren dadurch charakterisiert, daß sie mindestens einen nicht-Wasserstoffsubstituenten an ihrem Phenylrest aufweisen. Die interessierenden Analoga finden in einer Vielzahl von Anwendungen Verwendung und sind insbesondere für die Verwendung in Analytennachweistests, wie in Glucosenachweistests, geeignet.

BESCHREIBUNG DER SPEZIFISCHEN AUSFÜHRUNGSFORM

Die vorliegende Erfindung stellt neue ANS-Analoga, wie in Anspruch 1 definiert, zur Verfügung. Die vorliegenden ANS-Analoga sind dadurch charakterisiert, daß sie mindestens ein Isopropyl- oder tert-Butylsubstituenten an ihren Phenylresten aufweisen. Die Gegenwart dieses mindestens einen Isopropyl- oder tert-Butylsubstituenten stellt eine verringerte Verschiebung (wie unten definiert) des Reaktionsprodukts der vorliegenden Analoga mit MBTH (oder einem Analog davon) zur Verfügung. Verfahren der Verwendung der vorliegenden ANS-Analoga in Analytennachweistests, z.B. in Glucosenachweistests werden auch zur Verfügung gestellt. Während der weiteren Beschreibung der vorliegenden Erfindung werden die vorliegenden Analoga zuerst beschrieben, gefolgt von einer Diskussion der Verfahren der Verwendung der vorliegenden Analoga in Analytennachweistests.

Bevor die vorliegende Erfindung weiter beschrieben wird, sollte verstanden werden, daß die Erfindung nicht auf die unten beschriebenen spezifischen Ausführungsformen der Erfindung beschränkt ist, da Abwandlungen der spezifischen Ausführungsformen ausgeführt werden können und immer noch in den Umfang der angefügten Ansprüche fallen. Es sollte auch verstanden werden, daß die verwendete Terminologie zum Zwecke des Beschreibens der bestimmten Ausführungsformen dient und nicht dazu gedacht ist beschränkend zu wirken. Stattdessen wird der Umfang der vorliegenden Erfindung durch die angefügten Ansprüche bestimmt werden.

In dieser Beschreibung und den angefügten Ansprüchen umfassen Singularbezüge den Plural, wenn nicht der Zusammenhang klar das Gegenteil notwendig macht. Wenn nicht anders definiert, haben alle technischen und wissenschaftlichen Begriffe, die hierin verwendet werden, dieselbe Bedeutung, die üblicherweise vom Fachmann in dem Gebiet, zu dem die Erfindung gehört, verstanden wird.

ANS-ANALOGA

Die Erfindung stellt neue ANS-Analoga zur Verfügung. Die vorliegenden ANS-Analoga sind dadurch charakterisiert, daß sie mit MBTH oder Analoga davon in Gegenwart eines oxidierenden Mittels, einer Peroxidase und Sauerstoff reagieren, um ein chromogenes, insbesondere ein blaues Reaktionsprodukt, das eine verringerte Verschiebung zeigt, zu erzeugen. Mit „verringerter Verschiebung" ist gemeint, daß das Reaktionsprodukt, das durch die Verbindung des vorliegenden ANS-Analogs mit MBTH (oder einem Analog davon) erzeugt wird, im Vergleich zu der Ableseverschiebung, die nach Reaktion von ANS mit MBTH oder demselben MBTH-Analog beobachtet wird, eine stabilere Ablesung aufweist, wobei die Verschiebung über einen Zeitraum von zwei Minuten ab Beginn der Reaktion gemessen wird. Für ein detailliertes Protokoll für das Messen der Ableseverschiebung siehe den Experimentalteil weiter unten. Die Ableseverschiebung der Reaktionsprodukte, die durch die vorliegenden Analoga erzeugt werden, ist um mindestens etwa 35%, üblicherweise um mindestens etwa 60% und in vielen Ausführungsformen um mindestens etwa 80% verringert. Des weiteren ist die Farbausbeute, die durch das Reaktionsprodukt, das durch die vorliegenden Analoga erzeugt wird, zur Verfügung gestellt wird, häufig größer als die, die für ANS in vielen Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung beobachtet wird, wobei, wenn die Farbausbeute größer ist, die Farbausbeute mindestens um etwa 5% größer, üblicherweise mindestens etwa 20% und in vielen Ausführungsformen mindestens etwa 35% größer sein kann. Die Farbausbeute wird gemäß dem im Experimentalteil unten zur Verfügung gestellten Protokoll bestimmt.

Die vorliegenden ANS-Analoga sind dadurch charakterisiert, daß sie mindestens einen Isopropyl- oder tert-Butylsubstituenten an ihren Phenylresten aufweist. Die Zahl der Isopropyl- und/oder tert-Butylsubstituenten, die an dem Phenylrest vorhanden sind, können von etwa 1 bis 5 reichen, üblicherweise von etwa 1 bis 3 und noch üblicher von etwa 1 bis 2. Im allgemeinen wird (werden) der (die) Isopropyl- und/oder tert-Butylrest(e) die Aggregationsneigungen des Farbstoffprodukts, das durch das Analog mit MBTH (oder Analogen davon) erzeugt wird, verringern.

Die vorliegenden Analoge werden durch die Strukturformel:

beschrieben, wobei:

n eine gerade Zahl von 1 bis 5, üblicherweise 1 bis 3 und noch üblicher 1 bis 2 bedeutet;

und jedes x unabhängig Isopropyl oder tert-Butyl bedeutet.

Von besonderem Interesse sind die folgenden ANS-Analoga: 8-(4'-tert-Butylphenyl)amino-1-naphthalensulfonat; 8-(4'-Isopropylphenyl)amino-1-naphthalensulfonat; 8-(2'-tert-Butylphenyl)amino-1-naphthalensulfonat und 8-(3',5'-di-tert-Butylphenyl)amino-1-naphthalensulfonat. Interessierend sind die vorliegenden Analoga entweder in ihrer Säure- oder Salzform, wobei die in der Salzform vorhandenen Kationen: Ammonium, Natrium, Kalium, Kalzium, Magnesium und ähnliche umfassen.

Die oben beschriebenen ANS-Analoga der vorliegenden Erfindung können unter Verwendung jedes geeigneten Protokolls hergestellt werden, wobei beispielhafte geeignete Protokolle unten in dem Experimentalteil zur Verfügung gestellt werden.

ANWENDBARKEIT

Die vorliegenden ANS-Verbindungen (entweder in der Säure- oder der Salzform) finden in einer Vielzahl von verschiedenen Anwendungen als Indikatoren für die Gegenwart oxidierender Mittel Verwendung. In anderen Worten finden die vorliegenden Analoga Verwendung als Reagenzbestandteile von signalerzeugenden Systemen, die die Gegenwart von oxidierenden Mitteln nachweisen. Oxidierende Mittel, die unter Verwendung der signalerzeugenden Systeme, die die vorliegenden Analoga umfassen, nachgewiesen werden können, umfassen: Peroxide, z.B. Wasserstoffperoxid, Cumolwasserstoffperoxid, Harnstoffwasserstoffperoxid, Benzolperoxid, Perborate, z.B. Natrium, Kalium; etc.

Die vorliegenden Analoga sind insbesondere für die Verwendung als Reagenzien in signalerzeugenden Systemen geeignet, die entworfen wurden, um die Gegenwart eines Analyten in einer Probe, üblicherweise einer physiologischen Probe, z.B. in Blut oder einem Blutprodukt, das aus Vollblut abgeleitet wurde, nachzuweisen. Interessierende Analyten, die unter Verwendung signalerzeugender Systeme, die die vorliegenden Analoga umfassen, nachgewiesen werden können, umfassen: Glucose, Cholesterin, Harnsäure, Alkohole (z.B. Methanol, Ethanol), Formaldehyd, Glycerin-3-phosphat und ähnliche. Von besonderem Interesse ist die Verwendung der vorliegenden Analoga in signalerzeugenden Systemen, die entworfen wurden, um die Gegenwart von Glucose in einer physiologischen Probe, insbesondere im Vollblut, nachzuweisen.

Die signalerzeugenden Systeme, von denen die vorliegenden Analoga Bestandteile sind, umfassen typischerweise des weiteren: eine Oxidase, eine Peroxidase und einen zweiten Bestandteil eines Farbstoffpaars (in dem eines der ANS-Analoga der erste Bestandteil ist). Die Oxidase, die in dem signalerzeugenden System vorhanden ist, wird im allgemeinen ausgewählt abhängig von der Natur des nachzuweisenden Analyten, wobei geeignete Oxidasen: Glucoseoxidase, Cholesteroloxidase, Uricase, Alkoholoxidase, Aldehydoxidase, Glycerophosphatoxidase und ähnliche umfassen. Die Peroxidasen, die Teil des signalerzeugenden Systems sein können, umfassen: Meerrettichperoxidase, andere Enzyme und synthetische Analoge, die Peroxidaseaktivität aufweisen oder oxidierende Chemikalien und ähnliche. Siehe z.B. Y. Ci, F. Wang; Analytica Chimica Acta, 233 (1990), 299–302.

Der zweite Bestandteil des Farbstoffpaars des signalproduzierenden Systems, von dem die vorliegenden ANS-Analoga der erste Bestandteil sind, ist im allgemeinen MBTH oder ein Analog davon. Geeignete MBTH-Analoga, die als Teil des vorliegenden signalproduzierenden Systems verwendet werden können, umfassen die, die in den U.S.-Patent Nr. 5,922,530; 5,776,719; 5,563,031; 5,453,360 und 4,962,040 beschrieben sind. Von besonderem Interesse sind die folgenden MBTH-Analoga: meta[3-Methyl-2-benzothiazolinhydrazon]-N-sulfonylbenzolsulfonatmononatrium (MBTHSB), 3-Methyl-2-benzothiazolinhydrazonhydrochlorid (MBTH), 3-Methyl-6-(natriumsulfonat)benzothiazolinon-2-hydrazon, 6-Hydroxy-3-methyl-2-benzothiazolinonhydrazon, 4-Hydroxy-3-methyl-2-benzothiazolinonhydrazon und 6-Carboxyl-3-methyl-2-benzothiazolinonhydrazon.

Beim Nachweis eines Analyten unter Verwendung eines signalproduzierenden Systems, von dem die vorliegenden Analoga Bestandteile sind, insbesondere Bestandteile von Farbstoffpaaren, wie oben diskutiert, wird eine Probe, von der vermutet wird, das sie den interessierenden Analyten (d.h. den Zielanalyten) umfaßt, üblicherweise eine physiologische Probe, z.B. Vollblut oder ein blutabgeleitetes Produkt, mit den Bestandteilen des signalerzeugenden Systems entweder aufeinanderfolgend oder gleichzeitig in Kontakt gebracht. Die Gegenwart des Analyten führt zur Herstellung einer oxidierenden Spezies, wie Wasserstoffperoxid, und eines chromogenen Reaktionsprodukts, das durch eine geringe Verschiebung in bestimmten Testkonfigurationen (z.B. der SureStep®-Testanordnung) wie oben beschrieben charakterisiert ist. Die Gegenwart des chromogenen Produkts wird dann mit der Anwesenheit des Analyten in der anfänglichen Probe in Verbindung gebracht, wobei man qualitative oder quantitative Bestimmungen der Menge des Analyten in der ursprünglichen Probe durchführen kann.

Die signalerzeugenden Systeme, die die vorliegenden Analoge umfassen, sind insbesondere für die Verwendung in Analytennachweistestvorrichtungen geeignet, in denen die Mitglieder des signalproduzierenden Systems auf einem porösen Träger, z.B. einem Streifen vorhanden sind, auf dem die Probe plaziert wird und von dem das Signal abgelesen wird. Beispielhafte Vorrichtungen, in denen die vorliegenden Analoga Verwendung finden, umfassen die, die in: 4,734,360; 4,900,666; 4,935,346; 5,059,394; 5,304,468; 5,306,623; 5,418,142; 5,426,032; 5,515,170; 5,526,120; 5,563,042; 5,620,863; 5,753,429; 5,573,452; 5,780,304; 5,789,255; 5,843,691; 5,846,486; und ähnlichen beschrieben sind.

Die folgenden Beispiele werden zum Zwecke der Illustration und nicht zur Beschränkung angeboten.

EXPERIMENTALTEIL I. Synthese der ANS-Analoga A. 4'-tert-Butyl-ANS-ammoniumsalz

8-Amino-1-naphthalensulfonsäure (1,53 g), 4'-tert-Butylanilin (3,60 g) und 2,6-Diethylanilin-HCl-salz (0,95 g) wurden in einem Teflonreaktionsgefäß gemischt und das Reaktionsgefäß wurde, nachdem es mit N2 gespült worden war, versiegelt. Das Reaktionsgefäß wurde dann in einer Parrbombe eingeschlossen und die Bombe wurde in einen Ofen gesetzt und für 18 Stunden auf 165°C erhitzt. Das Gemisch wurde gerührt und für weitere 15 h erhitzt. Nachdem die Reaktion abgeschlossen war, wurde die Bombe in einem Eisbad abgekühlt. Das Gemisch wurde in ein Becherglas überführt und in Ethylacetat aufgelöst. Die Reinigung wurde durch Chromatographie (eine A-Säule, die mit Silicagel 60 GF254 gepackt war) mit Ethylacetat als Elutionsmittel durchgeführt. Zubereitung von 4'-tert-Butyl-ANS-ammoniumsalz: 4'-tert-Butyl-ANS wurde in einem gemischten Lösungsmittel aus Ethanol und Ethylacetat aufgelöst. Eine wäßrige NH4OH-Lösung wurde zu der Verbindung hinzugefügt und das Lösungsmittel wurde verdampft, um leicht gelbe kristalline Feststoffe zu ergeben. Einige dunkelrote Unreinheiten wurden durch das Spülen des festen Produkts mit Ethanol entfernt.

B. 4'-Isopropyl-ANS-ammoniumsalz

8-Amino-1-naphthalensulfonsäure (1,53 g), 4'-Isopropylanilin (3,60 g) und 2,6-Diethylanilin-HCl-salz (0,95 g) wurden in einem Teflonreaktionsgefäß gemischt und das Reaktionsgefäß wurde, nachdem es mit N2 gespült worden war, versiegelt. Das Reaktionsgefäß wurde dann in einer Parrbombe eingeschlossen und die Bombe wurde in einen Ofen gesetzt und für 18 Stunden auf 165°C erhitzt. Das Gemisch wurde wieder gerührt und für weitere 15 Stunden erhitzt. Nachdem die Reaktion abgeschlossen war, wurde die Bombe in einem Eisbad abgekühlt. Das Gemisch wurde mit Hilfe einer 2-Propanolspülung in ein Becherglas überführt. (Normalerweise wurde eine bedeutende Menge kristallinen Produkts beobachtet, die zu dem korrespondierenden Ammoniumsalz rekristallisiert werden konnte). Die Reinigung wurde durch Chromatographie (eine Säule, die mit Silicagel 60 GF254 gepackt war) mit Ethylacetat als Elutionsmittel durchgeführt. Zubereitung des 4'-Isopropyl-ANS-ammoniumsalzes: 4'-Isopropyl-ANS wurde in einem gemischten Lösungsmittel aus Ethanol und Ethylacetat aufgelöst. Eine wäßrige NH4OH-Lösung wurde zu der Verbindung hinzugefügt und das Lösungsmittel wurde verdampft, um leicht gelbe kristalline Feststoffe zu ergeben. Einige dunkelrote Unreinheiten wurden durch das Spülen des festen Produkts mit Ethanol entfernt.

C. 2'-tert-Butyl-ANS-ammoniumsalz

8-Amino-1-naphthalensulfonsäure (1,53 g), 2'-tert-Butylanilin (3,60 g) und 2,6-Diethylanilin-HCl-salz (0,95 g) wurden in einem Teflonreaktionsgefäß gemischt und das Reaktionsgefäß wurde, nachdem es mit N2 gespült worden war, versiegelt. Das Reaktionsgefäß wurde in einer Parrbombe eingeschlossen und die Bombe wurde in einen Ofen gesetzt und für 48 Stunden auf 195°C erhitzt. Das Gemisch wurde wieder gerührt und für weitere 48 Stunden erhitzt. Nachdem die Reaktion abgeschlossen war, wurde die Reaktion in einem Eisbad abgekühlt. Das Gemisch wurde in ein Becherglas überführt und in Ethylacetat aufgelöst. Die Reinigung wurde durch Chromatographie (eine Säule, die mit Silicagel 60 GF254 gepackt war) mit Ethylacetat als Lösungsmittel durchgeführt. Zubereitung des 2'-tert-Butyl-ANS-ammoniumsalzes: 2'-tert-Butyl-ANS wurde in einem gemischten Lösungsmittel aus Ethanol und Ethylacetat aufgelöst. Eine wäßrige NH4OH-Lösung wurde zu der Verbindung hinzugefügt und das Lösungsmittel wurde verdampft, um leicht gelbe kristalline Feststoffe zu ergeben. Einige dunkelrote Unreinheiten wurden durch das Spülen des festen Produkts mit Ethanol entfernt.

D. 3',5'-di-tert-Butyl-ANS-ammoniumsalz

8-Amino-1-naphthalensulfonsäure (1,53 g), 3',5'-di-tert-Butylanilin (3,80 g) und 2,6-Diethylanilin-HCl-salz (0,95 g) wurden in einem Teflonreaktionsgefäß gemischt und das Reaktionsgefäß wurde, nachdem es mit N2 gespült wurde, versiegelt. Das Reaktionsgefäß wurde in einer Parrbombe eingeschlossen und die Bombe wurde in einen Ofen gesetzt und für 24 Stunden auf 190°C erhitzt. Das Gemisch wurde erneut gerührt und für weitere 24 Stunden erhitzt. Nachdem die Reaktion abgeschlossen war, wurde die Bombe in einem Eisbad abgekühlt. Das Gemisch wurde in ein Becherglas überführt und Ethylacetat aufgelöst. Die Reinigung wurde durch Chromatographie (eine Säule, die mit Silicagel 60 GF254 gepackt war) mit Ethylacetat als Lösungsmittel durchgeführt. Zubereitung des (3,5'-di-tert-Butyl)-ANS-ammoniumsalzes: (3,5'-di-tert-Butyl)-ANS wurde in einem gemischten Lösungsmittel aus Ethanol und Ethylacetat aufgelöst. Eine wäßrige NH4OH-Lösung wurde zu der Verbindung hinzugefügt und das Lösungsmittel wurde verdampft, um leicht gelbe kristalline Feststoffe zu ergeben.

II. Testen von ANS-Analoga

Die oben synthetisierten ANS-Analoga wurden wie folgt getestet:

A. Herstellung von Teststreifen

Die poröse Seite einer 0,5 &mgr;m Polysulfonmembran (Reaktionsmatrix – erhalten von U.S. Filter, San Diego, CA) wird in der in Tabelle 1 gezeigten wäßrigen Tauchlösung bis zur Sättigung untergetaucht. Sie wird aus dem Tauchbad entfernt und überschüssiges Reagenz wird mit einem Glasstab abgestreift. Der Streifen wird dann innerhalb eines Luftzirkulationsofens bei ca. 56°C für etwa 10 Minuten aufgehängt, worauf der Streifen entfernt wird und in das in der Tabelle 2 beschriebene organische Tauchbad bis zur Sättigung eingetaucht wird. Er wird dann wiederum wie im vorhergehenden Schritt getrocknet. Der sich ergebende Streifen wird in die für das Testen gewünschte Form gebracht.

Tabelle 1
Tabelle 2
B. Testen

Die SureStep®-Streifenkonfiguration wurden für das Testen der Glucoseantwort verwendet. Das Testen in einer Umweltkammer bei 35°C und 50% relativer Luftfeuchtigkeit durchgeführt. Reflektionsdaten wurden an modifizierten SureStep®-Meßgeräten aufgenommen. Die Blutproben wurden typischerweise auf 120 mg/dL Glucose im Vollblut eingestellt.

Tabelle 3
  • K/S = K/S ist ein Maß der Reflektion, die in USP 4,935,346, Spalte 14, diskutiert und definiert wird, deren Offenbarung hierin durch Verweis aufgenommen wird.
  • Max. K/S = Maximalwert des K/S während der zwei Minuten der Messung. % K/S = [(Max K/S des Analogs)/(Max K/S von ANS)] × 100
  • 60s K/S = K/S @ 660 nm 60 Sekunden nach der Anwendung des Bluts auf den Streifen genommen. % Verschiebung = [(K/S Max – 60s K/S)/(K/S max)] × 100
III. Ergebnisse

Es wurde gefunden, daß, wenn die ANS-Analoga der vorliegenden Erfindung in einem Glucosetest wie in II. oben beschrieben verwendet wurden, im Vergleich zu Systemen, in denen ANS verwendet wurde, eine geringere Verschiebung in dem Farbstoffprodukt beobachtet wurde. Des weiteren war die Farbausbeute im Vergleich zu Systemen, in denen ANS verwendet wird, erhöht. Schließlich wurde für 4'-tert-Butyl-ANS gefunden, daß der Abschluß der Reaktion schneller als für ANS oder die anderen getesteten ANS-Analoga war.

Es ist aus den obigen Ergebnissen und der Diskussion ersichtlich, daß die vorliegende Erfindung eine Anzahl von Vorteilen im Vergleich zu ANS zur Verfügung stellt, wenn sie in einem signalerzeugenden System verwendet wird, das des weiteren MBTH (oder Analoga davon) umfaßt. Diese Vorteile umfassen eine verringerte Verschiebung und eine erhöhte Farbausbeute. Des weiteren sind die vorliegende Analoga für die Verwendung zusammen mit einer breiteren Spanne von MBTH-Analoga geeignet als ANS. Somit stellt die vorliegende Erfindung einen deutlichen Beitrag zum Stand der Technik dar.

Das Anführen einer beliebigen Publikation erfolgt im Hinblick auf seine Offenbarung vor dem Einreichdatum und soll nicht als Eingeständnis ausgelegt werden, daß die vorliegende Erfindung nicht berechtigt ist einer solchen Publikation aufgrund einer vorangehenden Erfindung voranzugehen.

Obwohl die vorangehende Erfindung in einigen Details durch Illustration und Beispiel zum Zwecke der Klarheit und des Verständnis beschrieben worden ist, ist es für den Fachmann im Lichte der Lehren dieser Erfindung offensichtlich, daß bestimmte Änderungen und Modifikationen daran ausgeführt werden können, ohne vom Umfang der angefügten Ansprüche abzuweichen.


Anspruch[de]
  1. 8-(Anilino)-naphthalensulfonat-(ANS)-analog, das durch die Formel:
    beschrieben wird, wobei:

    n 1 bis 5 bedeutet; und

    X unabhängig voneinander Isopropyl oder tert-Butyl bedeutet,

    und wobei das ANS-Analog, dazu in der Lage ist mit 3-Methyl-2-benzothiazolinonhydrazonhydrochlorid (MBTH), oder einem Analog davon zu reagieren, um ein Farbprodukt zu erzeugen, das im Vergleich zu einem Farbprodukt, das durch die Reaktion von ANS und MBTH, oder einem Analog davon, erzeugt wurde, eine um mindestens etwa 35% verringerte Verschiebung aufweist.
  2. 8-(Anilino)-1-naphthalensulfonat-(ANS)-analog des Anspruchs 1, das 8-(4'-tert-butylphenyl)amino-1-naphthalensulfonat ist.
  3. 8-(Anilino)-1-naphthalensulfonat-(ANS)-analog des Anspruchs 1, das 8-(4'-isopropylphenyl)amino-1-naphthalensulfonat ist.
  4. 8-(Anilino)-1-naphthalensulfonat-(ANS)-analog des Anspruchs 1, das 8-(2'-tert-butylphenyl)amino-1-naphthalensulfonat ist.
  5. 8-(Anilino)-1-naphthalensulfonat-(ANS)-analog des Anspruchs 1, das 8-(3',5'-di-tert-butylphenyl)amino-1-naphthalensulfonat ist.
  6. Ist ein Verfahren zur Herstellung eines chromogenen Reaktionsprodukts, wobei das Verfahren:

    das Reagieren einer Verbindung nach einem der Ansprüche 1 bis 5 mit MBTH oder einem Analog davon in der Gegenwart von Sauerstoff, Wasserstoffperoxid und Peroxidase umfaßt.
  7. Verwendung von MBTH oder einem Analog davon und einer Verbindung nach einem der Ansprüche 1 bis 5 als Kopplungsfarbe für den Nachweis der Gegenwart eines Analyts in einer Probe.
Es folgt kein Blatt Zeichnungen






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