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Dokumentenidentifikation DE60022142T2 13.04.2006
EP-Veröffentlichungsnummer 0001086738
Titel REINIGUNGSMITTEL FÜR ABGAS UND VERBRANNTE ASCHE SOWIE VERFAHREN ZU SEINER VERWENDUNG
Anmelder Fukutani, Yasuo, Shiga, JP
Erfinder FUKUTANI, Yasuo, Kanzaki-gun, Shiga 521-1235, JP;
FUTAHASHI, Yoshiyuki, Yokaichi-shi, Shiga 527-0031, JP;
WADA, Yukio, Hikone-shi, Shiga 522-0201, JP;
NAKAYAMA, Eiichiro, Hikone-shi, Shiga 522-0056, JP;
UCHIDA, Masayoshi, Kochi-shi, Kochi 780-0963, JP;
SUZUKI, Shunji, Yokkaichi-shi, Mie 510-0076, JP;
FUKUTANI, Kikuko, Kanzaki-gun, Shiga 521-1235, JP;
KOJIMA, Masami, Yokaichi-shi, Shiga 527-0046, JP;
FUJII, Naoya, Suzuka-shi, Mie 513-0014, JP;
WADA, Kosuke, Hikone-shi, Shiga 122-0201, JP
Vertreter Grimm, E., Dipl.-Phys., Pat.-Anw., 63075 Offenbach
DE-Aktenzeichen 60022142
Vertragsstaaten AT, BE, CH, CY, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 10.02.2000
EP-Aktenzeichen 009029372
WO-Anmeldetag 10.02.2000
PCT-Aktenzeichen PCT/JP00/00781
WO-Veröffentlichungsnummer 0000048714
WO-Veröffentlichungsdatum 24.08.2000
EP-Offenlegungsdatum 28.03.2001
EP date of grant 24.08.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 13.04.2006
IPC-Hauptklasse B01D 53/77(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse B09B 3/00(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   B01D 53/50(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   F23J 15/00(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   F23J 15/04(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]
SACHGEBIET DER ERFINDUNG

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Mittel und auf ein Verfahren zum Reinigen von Abgas und verbrannter Asche. Genauer gesagt bezieht sich die Erfindung auf ein Mittel und ein Verfahren zum Zersetzen oder Entfernen von toxischen Bestandteilen aus Abgas oder verbrannter Asche, in denen toxische Substanzen, wie beispielsweise Dioxine oder Stickoxyde, enthalten sind, wobei ein Mittel zum Reinigen von Abgas und verbrannter Asche umfasst: eine oder mehrere Arten) von Salzen, ausgewählt aus Alkalimetallsilikaten; Fluoridion; Wasserstoffkarbonation; und wasserlöslichem Alkohol.

HINTERGRUND DER ERFINDUNG

Es ist bis heute berichtet worden, dass verschiedene Substanzen, erzeugt durch Verbrennung, eine Luftverschmutzung bewirken und schlechte Effekte auf Lebewesen haben. Z.B. ist Stickoxid (NOx) ein solcher Bestandteil, der für sauren Regen und fotochemischem Smog und für bestimmte Atembeschwerden hauptverantwortlich ist.

Bei einer Verbrennung werden stark toxische Dioxine, wie beispielsweise polychloriniertes Dibenzo-p-Dioxine (PCDDs) und polychlorinierte Dibenzofurane (PCDFs) entwickelt. Solche Dioxine sind nun ein ernsthaftes, soziales Problem geworden, da sie Chlorakne, Pigmentierung, Alopezie, Hirsutismus, eine Funktionsstörung der Leber, Fehlgeburt und Schwangerschaftsabnormalitäten verursachen und demzufolge schädliche Effekte auf Menschen, die nicht abschätzbar sind, ausüben.

Es ist demzufolge erwünscht, ein neues Verfahren zum Entfernen von toxischen Substanzen, wie beispielsweise Dioxinen und Stickoxiden, aus Abgasen und verbrannter Asche zu schaffen. Verschiedene Maßnahmen sind in verschiedenen Ländern versucht worden, um die Emission von Stickoxiden zu kontrollieren und um die Erzeugung von Dioxinen zu verhindern.

Ein Beispiel eines herkömmlichen Verfahrens zum Reinigen von Abgas, das Stickoxide enthält, ist ein katalytisches Reduktionsverfahren, das Ammoniak enthält. Allerdings erfordert dieses Verfahren eine besondere Vorrichtung, um sicher Ammoniak zu handhaben, und ist sehr kostspielig. Zusätzlich können dort, wo Schwefeloxide in den Abgasen enthalten sind, Verbindungen, wie beispielsweise Ammoniumwasserstoffsulfat und Ammoniumdisulfat, die Korrosionen hervorrufen können, erzeugt werden und beeinflussen die Vorrichtung.

Ein anderes herkömmliches Verfahren ist ein Verfahren zum Adsorbieren von Stickoxiden in eine Aktivkohlefaser hinein. Allerdings besitzt, bei diesen Verfahren, eine aktivierte Kohlefaser eine geringe Adsorptionsfähigkeit für Stickstoffmonoxid, so dass ein vollständiges Entfernen von Stickstoffoxiden schwierig ist. Ein noch anderes, herkömmliches Verfahren ist ein Verfahren, bei dem aktivierter Kohlefaser ermöglicht wird, Metallhydroxide und Metalloxide zu tragen, um so die adsorptive Fähigkeit für Stickstoffmonoxid zu erhöhen. Allerdings wird, da aktive Kohlefaser eine Grenze einer adsorptiven Fähigkeit besitzt und leicht toxische Substanzen adsorbiert, keine grundsätzliche Lösung aus diesem Verfahren abgeleitet.

Um die Erzeugung von Dioxinen zu verhindern, ist eine Hochtemperaturverbrennung oder eine vollständige Verbrennung von Abfällen studiert worden. Allerdings führen die Aufbaukosten einer Verbrennungsanlage zu hohen Kosten, und die vollständige Verhinderung von Dioxinen kann oftmals schwer zu erreichen sein.

Das Dokument US-A-5 220 875 beschreibt ein Verfahren zum Verringern des Gehalts an Schwefeldioxid in Abgasen, ein Sorptionsmittel offenbarend, das aufweist: (a) 100 Gewichtsteile eines Sorptionsmittels; und (b) ungefähr 0,25 Gewichtsteile bis ungefähr 60 Gewichtsteile eines Verstärkungsmittels, wobei das Verstärkungsmittel aufweist: (i) ungefähr 15 Gewichts-% bis ungefähr 75 Gewichts-% eines hydrierten, anorganischen Salzes; (ii) ungefähr 25 Gewichts-% bis ungefähr 85 Gewichts-% an Tonerde; und (iii) 0 Gewichts-% bis ungefähr 10 Gewichts-% einer verbrennbaren Flüssigkeit. Weiterhin wird ein auf Natrium basierendes Sorptionsmittel offenbart; eine Gruppe von hydrierten, anorganischen Salzen wird offenbart; und eine Gruppe der verbrennbaren Flüssigkeit wird offenbart. Deshalb beschreibt dieses Dokument, dass die Sorptionsmittel-Zusammensetzung ein Sorptionsmittel und ein Verstärkungsmittel aufweist, mit einer solchen Zusammensetzung, die sich in einem festen Zustand befindet und 10 Gewichts-% oder weniger der verbrennbaren Flüssigkeit besitzt.

Das Dokument WO 97/20600 bezieht sich auf wässrige Silikat-Zusammensetzungen. Dieses Dokument offenbart ein Silikat, das eine Zusammensetzung einer wäßrigen Lösung enthält, die aufweist: (a) 10% w/w bis 50% w/w einer Silikat-Verbindung; (b) von 1 % w/w bis 5% w/w eines Salzes, wobei die Kationen davon aus Natrium- und Kaliumionen ausgewählt sind und wobei die Anionen davon aus Halogen-, Sulfat-, und Karbonationen ausgewählt sind, oder einer Mischung solcher Salze; (c) von 0,25% w/w bis 5% w/w an Ethylenglykol; und (d) Wasser.

Eine Aufgabe der Erfindung ist es, ein Mittel zum Reinigen von Abgas und verbrannter Asche zu schaffen, das nicht die vorstehenden Probleme zeigt.

Als ein Ergebnis intensiver Studien, um ein Mittel zum Reinigen von Abgas und verbrannter Asche zu erhalten, das ausgezeichnete Reinigungsfähigkeiten besitzt und sicher nach der Verwendung entsorgt werden kann, sind die Erfinder zu der vorliegenden Erfindung gelangt.

OFFENBARUNG DER ERFINDUNG

Die Aufgabe der Erfindung wird durch den Gegenstand der unabhängigen Ansprüche gelöst.

Bei dem Mittel gemäß der vorliegenden Erfindung kann das eine Salz oder können die mehreren Salze, die aus Alkalimetallsilikaten ausgewählt sind, Natriumsilikat sein.

Bei dem Verfahren zum Reinigen von Abgas gemäß der vorliegenden Erfindung wird eines der vorstehenden Mittel auf das Abgas gesprüht.

Bei dem Verfahren zum Reinigen von verbrannter Asche gemäß der vorliegenden Erfindung wird eines der vorstehenden Mittel auf die Flugasche gesprüht.

KURZE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG

1 zeigt eine perspektivische Ansicht einer Verbrennungseinrichtung, in der eine Verbrennung ausgeführt wird, während ein reinigendes Mittel für Abgas gemäß der vorliegenden Erfindung aufgesprüht wird.

BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORMEN

Ein reinigendes Mittel für Abgas und verbrannte Asche gemäß der vorliegenden Erfindung enthält: ein oder mehrere Arten von Salz(en), ausgewählt aus Alkalimetallsilikaten; Fluoridionen; Wasserstoffkarbonationen; und wasserlöslichen Alkoholen oder Derivaten davon.

Alkalimetallsilikate gemäß der vorliegenden Erfindung umfassen Natriumsilikat, Kaliumsilikat, Lithiumsilikat, und dergleichen. Das Mittel der vorliegenden Erfindung enthält eine Art oder eine Kombination von zwei oder mehr Arten, ausgewählt aus den vorstehenden Silikaten. Bei dem Mittel zum Reinigen von Abgas und verbrannter Asche gemäß der vorliegenden Erfindung ist die Konzentration der Alkalimetallsilikate nicht besonders eingeschränkt, allerdings liegt sie vorzugsweise bei 0,1 Gew.-% bis 25 Gew.-%. Bei der vorliegenden Erfindung können, sogar dann, wenn die Konzentration von Alkalimetallsilikaten 0,1 Gew.-% oder mehr bis weniger als 5 Gew.-% beträgt, ausreichende Reinigungseffekte erreicht werden. Dort, wo die Konzentration von Alkalimetallsilikaten geringer als 0,1 Gew.-% ist, können keine ausreichende Reinigungseffekte erhalten werden. Andererseits kann dort, wo die Konzentration von Alkalisilikaten 25 Gew.-% oder mehr beträgt, eine Erhöhung von Effekten über ein bestimmtes Niveau hinaus erwartet werden.

Andere, wesentliche Komponenten, enthalten in dem Reinigungsmittel der vorliegenden Erfindung, sind: Fluoridionen, Wasserstoffkarbonationen und wasserlösliche Alkohole oder Derivate davon. Obwohl die Konzentrationen eines Fluoridions und eines Wasserstoffkarbonations nicht besonders eingeschränkt sind, ist es bevorzugt, dass die Konzentration eines Fluoridions in einem Bereich von 1 × 10–3 Gew.-% bis 10 Gew.-% liegt, und dass die Konzentration an Wasserstoffkarbonation in einem Bereich von 1 × 10–2 Gew.-% bis 10 Gew.-% liegt. Vorzugsweise umfassen verwendbare, wasserlösliche Alkohole oder Derivate davon Glyzerin, Ethylalkohol, Methylalkohol, Ethylenglykol, oder die Derivate davon. Ethylenglykol oder die Derivate davon werden am Bevorzugtesten verwendet. Die Konzentration an Ethylenglykol oder den Derivaten davon ist nicht besonders eingeschränkt, sondern beträgt vorzugsweise 1 Gew.-% bis 20 Gew.-%, noch bevorzugter 2 Gew.-% bis 10 Gew.-%. Falls die Konzentrationen dieser Komponenten unterhalb des vorstehenden Bereichs liegen, können ausreichende Reinigungseffekte nicht erreicht werden. Im Gegensatz dazu wird, falls die Konzentration dieser Komponenten über den vorstehenden Bereich hinaus geht, die Viskosität des Mittels unerwünscht hoch, allerdings erhöhen sich Reinigungseffekte nicht mit der Konzentration, was demzufolge verschiedene Probleme verursachte.

Das Mittel zum Reinigen von Abgas und verbrannter Asche gemäß der vorliegenden Erfindung kann durch Auflösen einer vorbestimmten Menge als Natriumsilikat, Natriumbikarbonat, Natriumfluorid und Ethylenglykol in destilliertem Wasser, in Leitungswasser, in Mineralwasser, oder dergleichen, präpariert werden, allerdings ist die Präparation des Mittels nicht auf das Vorstehende beschränkt. Insbesondere kann ein Natriumion gegen andere Alkalimetallionen, oder andere Kationen, ersetzt werden.

Das Mittel zum Reinigen von Abgas und von verbrannter Asche gemäß der vorliegenden Erfindung kann so, wie es ist, verwendet werden, allerdings kann es andere Additive enthalten. Die anderen Additive können entsprechend der praktischen Benutzung in dem Umfang hinzugefügt werden, dass seine Funktionsweise nicht beeinträchtigt wird. Beispiele der Additive umfassen Verdickungsmittel, Niveliermittel, Farbstoff, Parfüm, und dergleichen.

Das Mittel zum Reinigen von Abgas und von verbrannter Asche gemäß der vorliegenden Erfindung kann durch Mischen und Auflösen einer geeigneten Menge an Alkalimetallsilikat, Fluoridionen, Wasserstoffkarbonationen und wasserlöslichen Alkoholen oder Derivaten davon, oder irgendwelchen anderen Komponenten in Wasser oder in einem wasserlöslichen Lösungsmittel, erhalten werden.

Das Mittel zum Reinigen von Abgas und verbrannter Asche gemäß der vorliegenden Erfindung kann direkt auf das Abgas oder die verbrannte Asche, erzeugt in der Verbrennung, aufgesprüht werden, um toxische Substanzen, enthalten in dem Abgas und der verbrannten Asche, durch Zersetzung und/oder Adsorbieren davon entfernt werden. Das Abgas, das hier verwendet wird, bedeutet ein Gas, eine Mischung aus Gasen und Flüssigkeiten und/oder eine Mischung aus Gasen und Feststoffen, das bzw. die durch Verbrennung von Abfällen, Verbrennung von Benzin in einem Fahrzeugmotor oder Öl in einer Pumpe, und dergleichen, erzeugt ist/sind. Die verbrannte Asche, verwendet hier, bedeutet Asche, erzeugt durch Verbrennung. Ein Verfahren zum Anwenden des Mittels der vorliegenden Erfindung bei Abgas und verbrannter Asche ist nicht besonders eingeschränkt. Ein Beispiel eines anwendbaren Verfahrens ist ein Verfahren zum Aufsprühen oder zum Gießen des Mittels direkt auf das Abgas oder die verbrannte Asche durch eine spezielle Vorrichtung. Ein anderes, anwendbares Verfahren ist ein Verfahren zum Imprägnieren eines wabenähnlichen, kugelähnlichen oder filmähnlichen Trägers mit dem Mittel, um dem Abgas zu ermöglichen, durch den Träger hindurch zu führen. Bei diesem Verfahren sind die Materialien des Trägers nicht besonders eingeschränkt, sondern irgendwelche Arten von Materialien können verwendet werden. Beispiele der Materialien des Trägers sind Baumwolle, ein chemisches Faservlies, Harzteilchen und Kunststoff.

Bei der Verbrennung von Abfällen ist es besonders bevorzugt, eine Vorrichtung zum Aufsprühen des reinigenden Mittels zu verwenden.

Allgemein enthält Abgas toxische Substanzen, wie beispielsweise Dioxine, Staub, Schwefeloxide, Stickoxide, Wasserstoffchlorid oder Dioxin. Verbrannte Asche enthält toxische Substanzen, wie beispielsweise Dioxine und Dibenzofuran. Das Mittel zum Reinigen von Abgas und von verbrannter Asche gemäß der vorliegenden Erfindung ist dazu nützlich, das Gas und die Asche durch Absorbieren und Zersetzen von toxischen Substanzen, die darin enthalten sind, harmlos zu machen.

Obwohl die Menge des reinigenden Mittels, aufgebracht auf das Abgas oder die verbrannte Asche, nicht besonders eingeschränkt ist, werden ungefähr 100 ml bis 40.000 ml des Mittels, das die vorstehenden Komponenten in dem vorstehenden Konzentrationsbereich enthält, auf 100 m3 des Abgases oder 1 kg der verbrannten Asche aufgebracht, und vorzugsweise werden 1.000 ml bis 10.000 ml des Mittels aufgebracht.

Beispiele der Verwendung des Mittels zum Reinigen von Abgas gemäß der vorliegenden Erfindung werden nachfolgend beschrieben. Allerdings sollten die Beispiele nicht dahingehend ausgelegt werden, die Erfindung in irgendeiner Weise einzuschränken.

BEISPIELE (Präparation 1)

3390 g an Natriumsilikat (Arakawa Chemical Industries, LTD.), 177 g Natriumfluorid (Arakawa Chemical Industries, LTD), 883 g an Wasserstoffkarbonatnatrium (Wako Pure Chemicals Industries, LTD.), und 18 Liter an Ethylenglykol (Arakawa Chemical Industries, LTD.; ein spezifisches Gewicht von 1,1155) wurden zu 400 Liter destilliertem Wasser hinzugegeben und unter Rühren aufgelöst, um so das Mittel zum Reinigen von Abgas und verbrannter Asche zu präparieren.

(BEISPIEL 1)

Unter Verwendung einer 6 mm dicken Eisenplatte SS400 wurde ein Ofen 10, dargestellt in 1, hergestellt. Der Ofen 10 ist an seiner Bodenfläche 900 mm breit und 700 mm lang und ist 2100 mm hoch, einschließlich eines Abzugskamins. An dem unteren Teil des Ofens ist eine Öffnung 12 für Zuluft vorgesehen. An dem oberen Teil des Ofens sind Benebelungslöcher 14 für ein kontinuierliches oder diskontinuierliches Sprühen einer geeigneten Menge des Reinigungsmittels gebildet. Der Abzugskamin besitzt eine Öffnung 16 zum Analysieren von Gas. Unter Verwendung dieser Verbrennungseinrichtung wurde die Effektivität des reinigenden Mittels der vorliegenden Erfindung getestet. Während des Tests wurden Luft und das reinigende Mittel der vorliegenden Erfindung kontinuierlich zu der Verbrennungseinrichtung von dem Kompressor aus zugeführt.

30 kg an Lubber-Chips mit 20 Quadratzentimeter, hergestellt aus gebrauchten Reifen, 181 kg an benutztem Motoröl, 30 kg an Vinylchlorid-Chips, 30 kg an getrocknetem Abfall, 30 kg an Holz und 5 kg an Zeitungspapier wurden in der Verbrennungseinrichtung verbrannt, während die Luft von dem Kompressor zugeführt wurde, und ein Gesamtvolumen von 4 Litern des Mittels zum Reinigen des Abgases wurden kontinuierlich zugeführt.

(VERGLEICHSBEISPIEL 1)

Dasselbe Material, wie es in Beispiel 1 verwendet ist, wurde in derselben Verbrennungseinrichtung, wie sie in Beispiel 1 verwendet ist, unter Verwendung von Wasser, an Stelle des Mittels zum Reinigen des Abgases und der verbrannten Asche, verwendet.

Eine Bestandteil-Analyse des Abgases, gesammelt von der Öffnung der Verbrennungseinrichtung, wurde während des Verbrennungsschritts in Beispiel 1 und in Vergleichsbeispiel 1 durchgeführt. Bei dieser Analyse wurden Konzentrationen von Staub, Schwefeloxiden, Stickoxiden, einer Menge von Emissionsgas, und der Feuchtigkeitsgehalt entsprechend zu JIS Z 8808-1995, JIS K 0103-1995, JIS B 7982-1995, und JIS K 0107-1995, jeweils, gemessen. Die Ergebnisse der Messungen sind in Tabelle 1 dargestellt.

TABELLE 1

In Tabelle 1 sind die Angaben der Staubkonzentration und ein Sauerstoffumgewandelter Wert g/m3 ein Maß für die Schwefeloxid-Konzentration ist ppm (kein Maß für den K-Wert), Angaben der Stickstoffoxid-Konzentration und des Sauerstoffumgewandelten Werts sind ppm, und ein Maß für die Menge des Emissionsgases ist m3/h.

Es ist anhand von Tabelle 1 deutlich, dass das Mittel zum Reinigen von Abgas und von verbrannter Asche gemäß der vorliegenden Erfindung ausgezeichnete Reinigungseffekte besitzt.

(BEISPIEL 2)

Unter Verwendung derselben Verbrennungseinrichtung, wie sie in Beispiel 1 verwendet ist, wurden 30 kg an Lubber-Chips mit 20 Quadratzentimetern, hergestellt aus gebrauchten Reifen, 30 kg an Kunststoff, 30 kg an Vinylchlorid-Chips und 20 kg an getrocknetem Abfall in der Verbrennungseinrichtung verbrannt, während die Luft von dem Kompressor zugeführt wurde, und ein Gesamtvolumen von 4 Liter des Mittels zum Reinigen des Abgases und der verbrannten Asche wurden kontinuierlich zugeführt.

(VERGLEICHSBESPIEL 2)

Dasselbe Material, wie es in Beispiel 2 verwendet ist, wurde in derselben Verbrennungseinrichtung, wie sie in Beispiel 2 verwendet ist, ohne dass das Mittel zum Reinigen von Abgas und von verbrannter Asche verwendet wurde, verwendet.

Dioxine, enthalten in dem Abgas, das in dem Verbrennungsschritt in Beispiel 2 und in dem Vergleichsbeispiel 2 erzeugt wurde, wurden analysiert. Bei dieser Analyse wurden Konzentrationen von Dioxin und Dibenzofuran und deren giftige Mengen entsprechend der Office Notice No. 234, „Method for Calculation a concentration of dioxin", herausgegeben durch das Ministry of Health and Welfare am 1. Dezember 1997, und einen Anhang zu dem Official Report No. 38 „Manual for standard measurement analysis of dioxins contained in waste disposal" von Water Supply and Environmental Sanitation Department, Environmental Health Bureau, Ministry of Health and Welfare, Februar 1997, gemessen.

Eine Gesamtkonzentration und ein Toxizität-Equivalent von Dioxinen sind in Tabelle 2 dargestellt.

TABELLE 2

Anhand der vorstehenden Ergebnisse ist deutlich, dass das Mittel zum Reinigen von Abgas und verbrannter Asche gemäß der vorliegenden Erfindung zu einer Verringerung der Dioxine in Abgas beiträgt.

(BEISPIEL 3)

300 g an verbrannter Asche, erzeugt in dem Verbrennungsschritt in dem Vergleichsbeispiel 2, wurden in einem Behälter eingegeben und 500 ml des Mittels für Abgas und verbrannter Asche gemäß der vorliegenden Erfindung wurden über die Asche in dem Behälter gesprüht. Danach wurden die Konzentrationen von Dioxinen und Dibenzofuran, enthalten in der verbrannten Asche, und deren giftige Mengen entsprechend zu einem Anhang des Official Report No. 38 „Manual for standard measurement analysis of dioxins contained in waste disposal", erstellt von Water Supply and Environmental Sanitation Department, Environmental Health Bureau, Ministry of Health and Welfare, Februar 1997, gemessen.

(VERGLEICHSBEISPIEL 3)

300 g an verbrannter Asche, erzeugt in dem Verbrennungsschritt in Vergleichsbeispiel 2, wurden analysiert.

(VERGLEICHSBEISPIEL 4)

300 g an verbrannter Asche, erzeugt in dem Verbrennungsschritt in Vergleichsbeispiel 2, wurden unter Verwendung eines Gasbrenners bei der Temperatur von 800° C für 5 Minuten verbrannt. Hiernach wurden eine Konzentration und giftige Mengen von Dioxinen, enthalten in der Asche, gemessen.

Ein Konzentrations- und Toxität-Equivalent von Dioxinen, enthalten in der Asche, wurde in Tabelle 3 dargestellt.

TABELLE 3

Es wird anhand der vorstehenden Ergebnisse deutlich, dass das Mittel zum Reinigen von Abgas und verbrannter Asche gemäß der vorliegenden Erfindung zu einer Verringerung der Dioxine beiträgt.

INDUSTRIELLE ANWENDBARKEIT

Das Mittel zum Reinigen von Abgas und von verbrannter Asche gemäß der vorliegenden Erfindung kann effektiv Staub, Schwefeloxide, Stickoxide, Wasserstoffchlorid und Dioxine, enthalten in Abgas, entfernen oder zersetzen.

Weiterhin kann das Mittel zum Reinigen von Abgas und von verbrannter Asche gemäß der vorliegenden Erfindung effektiv Dioxine, enthalten in verbrannter Asche, entfernen oder zersetzen.

Das Mittel zum Reinigen von Abgas und von verbrannter Asche gemäß der vorliegenden Erfindung ist ausgezeichnet in der Verarbeitbarkeit und hinsichtlich des Umweltschutzes, und flüssige Abfälle enthaften keine umweltschädlichen Substanzen.


Anspruch[de]
  1. Mittel zum Reinigen von Abgas und verbrannter Asche, umfassend:

    eine oder mehrere Arten) von Salzen, ausgewählt aus Alkali-Metallsilikaten; Fluorid-Ion;

    Wasserstoffcarbonat-Ion; und

    wasserlöslicher Alkohol;

    gekennzeichnet dadurch, dass das Mittel aufweist:

    1 Gew.-% oder mehr bis weniger als 20 Gew.-% an Ethylenglykol;

    0,1 Gew.-% oder mehr bis 25 Gew.-% einer oder mehrerer Arten) an Salzen, ausgewählt aus Alkali-Metallsilikaten;

    1 × 10–3 Gew.-% bis 10 Gew.-% an Fluorid-Ion;

    1 × 10–2 Gew.-% bis 10 Gew.-% an Wasserstoffcarbonat-Ion; und

    Wasser als eine Hauptkomponente.
  2. Mittel nach Anspruch 1, wobei die eine Art oder die mehreren Arten von Salzen, ausgewählt aus den Alkali-Metallsilikaten, Natriumsilikat ist/sind.
  3. Verfahren zum Reinigen von Abgas, das einen Schritt eines Sprühens irgendeines der Mittel gemäß den Ansprüchen 1 und 2 auf das Abgas aufweist.
  4. Verfahren zum Reinigen von verbrannter Asche, das einen Schritt eines Sprühens von einem der Mittel gemäß den Ansprüchen 1 bis 2 auf die verbrannte Asche aufweist.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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