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Dokumentenidentifikation DE60203306T2 13.04.2006
EP-Veröffentlichungsnummer 0001427919
Titel VERFAHREN ZUM FÜLLEN EINER ABGASSCHALLDÄMPFERSCHALE UND ABGASSCHALLDÄMPFER GEFÜLLT MIT FASERMATERIAL
Anmelder Owens-Corning Composites S.P.R.L., Brüssel/Bruxelles, BE
Erfinder BRANDT, L,, Luc J, B-4841 Henri-Chapelle, BE;
CHARLIER, Leon, B-4651 Battice, BE
Vertreter Rummler, F., Dipl.-Ing.Univ., Pat.-Anw., 81669 München
DE-Aktenzeichen 60203306
Vertragsstaaten AT, BE, BG, CH, CY, CZ, DE, DK, EE, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE, SK, TR
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 11.09.2002
EP-Aktenzeichen 027674811
WO-Anmeldetag 11.09.2002
PCT-Aktenzeichen PCT/EP02/10185
WO-Veröffentlichungsnummer 0003023201
WO-Veröffentlichungsdatum 20.03.2003
EP-Offenlegungsdatum 16.06.2004
EP date of grant 16.03.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 13.04.2006
IPC-Hauptklasse F01N 1/24(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse F01N 7/18(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]
TECHNISCHES GEBIET UND GEWERBLICHE VERWERTBARKEIT DER ERFINDUNG

Diese Erfindung betrifft ein Verfahren zum Füllen einer Abgasschalldämpferschale mit Fasermaterial und einen Abgasschalldämpfer, der mit Fasermaterial gefüllt ist.

ALLGEMEINER STAND DER TECHNIK

US-Patentschrift Nr. 4,569,471 an Ingemansson et al. beschreibt ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Zuführen von Abschnitten eines fortlaufenden Glasfaserstrangs in eine äußere Schalldämpferschale. Die Vorrichtung beinhaltet ein Texturiergerät mit einer Düse zum Erweitern des Faserstrangs zu einem Wollmaterial, bevor das Material in die äußere Schale eingeführt wird. In einer ersten Ausführungsform erfolgt das Füllen eines äußeren Zylinders 14 der Schalldämpferschale ohne ein Endstück, das an den äußeren Zylinder 14 gefügt ist. Nach Abschluß des Füllvorgangs wird der äußere Zylinder zu einem separaten Standort bewegt, wo das Endstück an den äußeren Zylinder 14 geschweißt wird. In einer zweiten Ausführungsform, die in 3 dargestellt ist, wird ein Zusammenbau aus perforiertem Rohr/Endstück während des Glasmaterialfüllvorgangs nur teilweise in den äußeren Schalldämpferzylinder 14 angeordnet. Nach Abschluß des Füllvorgangs wird der Zusammenbau aus perforiertem Rohr/Endstück in seine endgültige Position in dem äußeren Zylinder 14 bewegt.

Das Verfahren der '471-Patentschrift wird typischerweise nicht bei Doppelschalenschalldämpfern angewendet, die eine erste und zweite Hälfte umfassen, welche, wenn sie zusammengekuppelt sind und ein perforiertes Rohr einschließen, möglicherweise kein offenes Ende aufweisen, durch das Fasermaterial zugeführt werden kann.

Es ist im Stand der Technik außerdem bekannt, Vorformlinge aus Glasmaterial auszubilden, die dazu geeignet sind, in einen ersten Schalldämpferschalenabschnitt eingeführt zu werden, bevor er an einen entsprechenden zweiten Schalldämpferschalenabschnitt gekuppelt wird; siehe dazu US-Patentschrift Nr. 5,766,541, deren Offenbarung hierin durch Bezugnahme aufgenommen ist. Während derartige Vorformlinge in der Leistung annehmbar sind, erzeugen sie aufgrund der Herstellungsschritte, die zum Ausbilden der Vorformlinge notwendig sind, Zusatzkosten für den Schalldämpfer.

Es ist außerdem bekannt, Beutel oder ein Netz mit Fasermaterial zu füllen. Der gefüllte Beutel oder das gefüllte Netz wird dann in einen ersten Schalldämpferschalenabschnitt eingeführt, bevor er an einen zweiten Schalldämpferschalenabschnitt gekuppelt wird; siehe dazu US-Patentschrift Nr. 6,068082, deren Offenbarung hierin durch Bezugnahme aufgenommen ist. Der Zusammenbau solcher Schalldämpferschalen ist jedoch aufgrund der ausgedehnten Beschaffenheit des gefüllten Beutels und des begrenzten Volumens in den äußeren Schalldämpferschalenteilen schwierig und zeitaufwendig. Es wird darauf hingewiesen, daß jegliches Fasermaterial, das sich über die Außenkanten des ersten und zweiten äußeren Schalldämpferschalenteils hinaus erstreckt, eine abträgliche Auswirkung auf eine Schweißstelle an diesem Punkt aufweisen, d.h. einen Hohlraum in der Schweißstelle bewirken kann, und freiliegende Fasern sind aus ästhetischen Gründen unerwünscht.

Es besteht daher Bedarf an einem verbesserten, kostengünstigen Verfahren zum Füllen einer äußeren Schalldämpferschale, das zum Füllen von Schalldämpferschalen genutzt sein kann.

KURZDARSTELLUNG DER ERFINDUNG

Gemäß einem ersten Aspekt der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zum Füllen einer Schalldämpferschale mit Fasermaterial bereitgestellt. Das Verfahren umfaßt folgende Schritte:

Vorsehen einer Schalldämpferschale, umfassend ein oder mehrere äußere Schalldämpferschalenteile, die einen inneren Hohlraum und einen inneren Aufbau definieren, der dazu geeignet ist, sich zumindest teilweise durch den inneren Schalenhohlraum zu erstrecken, und eine oder mehrere Öffnungen aufweist, die dazu geeignet sind, mit dem inneren Schalenhohlraum in Verbindung zu stehen; Vorsehen eines mit Fasermaterial gefüllten Beutels, wobei der Beutel eine erste Seite mit einer oder mehreren ersten Perforationen, die einen gesamten offenen Bereich der ersten Seite definieren, und eine zweite Seite mit entweder keinen Perforationen oder einer oder mehreren zweiten Perforationen aufweist, die einen gesamten offenen Bereich der zweiten Seite definieren, wobei der erste offene Bereich größer als der zweite offene Bereich ist; Positionieren des mit Fasermaterial gefüllten Beutels benachbart zu dem inneren Aufbau, so dass die erste Seite dem inneren Aufbau am nächsten ist; und Herstellen eines teilweisen Vakuumzustands durch den inneren Aufbau, wobei der teilweise Vakuumzustand den mit Fasermaterial gefüllten Beutel nach innen zu dem inneren Aufbau hin zieht.

Der teilweise Vakuumzustand kann vor dem oder ungefähr zur gleichen Zeit wie der Vorgang des Schritts des Positionierens hergestellt werden. Der teilweise Vakuumzustand kann auch im Anschluß an den Schritt des Positionierens hergestellt werden.

Die Schalldämpferschale kann erste und zweite äußere Schalldämpferschalenteile umfassen. Das Verfahren kann ferner folgende Schritte umfassen: Anordnen des inneren Aufbaus in dem ersten äußeren Schalldämpferschalenteil im Anschluß an den Schritt des Positionierens und während der teilweise Vakuumzustand durch den inneren Aufbau hergestellt wird; Anordnen des zweiten äußeren Schalldämpferschalenteils benachbart zu dem ersten äußeren Schalldämpferschalenteil, so dass das erste und zweite Schalldämpferschalenteil einen inneren Hohlraum definieren, der den inneren Aufbau und den mit Fasermaterial gefüllten Beutel enthält; und Aneinanderfügen des ersten und zweiten Schalldämpferschalenteils. Alternativ kann das Verfahren ferner folgende Schritte umfassen: Anordnen des inneren Aufbaus in dem ersten äußeren Schalldämpferschalenteil vor dem Schritt des Positionierens; Anordnen des zweiten äußeren Schalldämpferschalenteils benachbart zu dem ersten äußeren Schalldämpferschalenteil im Anschluß an den Schritt des Positionierens, so dass das erste und zweite Schalldämpferschalenteil einen inneren Hohlraum definieren, der den inneren Aufbau und den mit Fasermaterial gefüllten Beutel enthält; und Aneinanderfügen des ersten und zweiten Schalldämpferschalenteils.

Das Fasermaterial in dem Beutel kann ein Mineralfaserwolleerzeugnis umfassen.

Der Schritt des Herstellens eines teilweisen Vakuumzustands durch den inneren Aufbau kann den Schritt des Anschließens einer Vakuumquelle an den inneren Aufbau umfassen.

Der Beutel kann aus Papier, Pappe, Glasfasern, einem Polymermaterial oder jeglichem anderen geeigneten Material ausgebildet sein.

Der innere Aufbau kann zumindest ein perforiertes Element, wie ein perforiertes Rohr, umfassen.

Der gesamte offene Bereich der ersten Seite kann zwischen ungefähr 1% und 60% der ersten Seite des Beutels umfassen und der gesamte offene Bereich der zweiten Seite kann zwischen ungefähr 0% und ungefähr 4% der zweiten Seite des Beutels umfassen. Dementsprechend umfaßt zwischen ungefähr 40% und ungefähr 99% des gesamten Oberflächenbereichs der ersten Seite des Beutels einen festen, nicht offenen Bereich und ist durch das Material definiert, aus dem der Beutel ausgebildet ist, und umfaßt zwischen ungefähr 96% und ungefähr 100% des gesamten Oberflächenbereichs der zweiten Seite des Beutels einen festen, nicht offenen Bereich und ist durch das Beutelmaterial definiert. Daher beinhaltet der „gesamte Oberflächenbereich" der ersten Seite des Beutels offene und nicht offene Bereiche und der „gesamte Oberflächenbereich" der zweiten Seite des Beutels offene und nicht offene Bereiche.

Die Schalldämpferschale kann alternativ einen im allgemeinen zylindrischen Schalenhauptabschnitt und gegenüberliegende Endkappen umfassen. Eine der Endkappen kann einstückig mit dem Schalenhauptabschnitt oder dem inneren Aufbau sein, während die andere Endkappe dazu geeignet ist, etwa durch Schweißen oder Einfalzen an den zylindrischen Schalenhauptabschnitt gekuppelt zu sein. Alternativ können beide Endkappen als vom Schalenhauptabschnitt separate Teile ausgebildet sein. Das Verfahren kann ferner den Schritt des Anordnens des inneren Aufbaus in dem im allgemeinen zylindrischen Schalenhauptabschnitt im Anschluß an den Schritt des Positionierens und während der Herstellung des teilweisen Vakuumzustand durch den inneren Aufbau umfassen.

Gemäß einem zweiten Aspekt der vorliegenden Erfindung ist ein Schalldämpfer bereitgestellt, umfassend eine Schalldämpferschale, die ein oder mehrere äußere Schalldämpferschalenteile umfaßt, welche einen inneren Hohlraum definieren; einen inneren Aufbau, der dazu geeignet ist, sich zumindest teilweise durch den inneren Schalenhohlraum zu erstrecken, und eine oder mehrere Öffnungen aufweist, die mit dem inneren Schalenhohlraum in Verbindung stehen; und einen mit Fasermaterial gefüllten Beutel, der in dem inneren Hohlraum positioniert ist, wobei der Beutel eine erste Seite mit einer oder mehreren ersten Perforationen, die einen gesamten offenen Bereich der ersten Seite definieren, und eine zweite Seite mit entweder keinen Perforationen oder einer oder mehreren zweiten Perforationen aufweist, die einen gesamten offenen Bereich der zweiten Seite definieren, wobei der erste offene Bereich größer als der zweite offene Bereich ist.

Der innere Aufbau kann zumindest ein perforiertes Element aufweisen.

Das Fasermaterial kann ein Mineralfaserwolleerzeugnis umfassen.

Der gesamte offene Bereich der ersten Seite kann zwischen ungefähr 1% und 60% der ersten Seite des Beutels und der gesamte offene Bereich der zweiten Seite kann zwischen ungefähr 0% und ungefähr 4% der zweiten Seite des Beutels, alle Ausmaße darin zusammengefaßt, und vorzugsweise zwischen ungefähr 0% und 0,5% der zweiten Seite des Beutels umfassen.

Zu den Vorteilen, die mit der vorliegenden Erfindung einhergehen, gehören: verbesserte Beutelanordnung innerhalb des inneren Hohlraums aufgrund der Schaffung eines teilweisen Vakuums in dem inneren Aufbau; Zeitersparnis beim Füllen einer Schalldämpferschale mit Fasermaterial; Schalldämpferschalenfüllung kann ohne Band zum Erhalten eines mit Fasermaterial gefüllten Beutels in der Schalldämpferschale oder ein Texturiergerät vor sich gehen, wenn die Beutel, die in die Schalldämpferschale angeordnet werden sollen, vorher mit Fasermaterial gefüllt wurden; verbesserte Schalldämpfungseigenschaften aufgrund sachgerechter Anordnung und Verdichtung des Fasermaterials um und an den inneren Aufbau.

KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

1 ist eine Perspektivansicht einer nicht perforierten zweiten Seite eines fasergefüllten Beutels, der in einem Schalldämpferfüllverfahren der vorliegenden Erfindung genutzt ist;

2 ist eine Perspektivansicht einer perforierten ersten Seite eines fasergefüllten Beutels, der in einem Schalldämpferfüllverfahren der vorliegenden Erfindung genutzt ist.

3 ist eine Perspektivansicht eines inneren Aufbaus, der ein Teil eines Schalldämpfers ausbildet, der gemäß einem Füllvorgang der vorliegenden Erfindung gefüllt ist;

4 ist eine Perspektivansicht, die einen Positionierungsschritt eines mit Fasermaterial gefüllten Beutels darstellt;

5 ist eine Perspektivansicht, die drei separate Beutel darstellt, welche um den inneren Aufbau des ersten Schalldämpfers positioniert sind;

6 ist eine Perspektivansicht, die den Schritt des Anordnens des Zusammenbaus aus innerem Aufbau/fasermaterialgefüllten Beuteln von 5 in einem ersten äußeren Schalldämpferschalenteil darstellt;

7 ist eine Perspektivansicht, die ein zweites äußeres Schalldämpferschalenteil darstellt, das über dem ersten äußeren Schalldämpferschalenteil positioniert ist, welches den Zusammenbau aus innerem Aufbau/fasermaterialgefüllten Beuteln enthält.

8 ist eine Perspektivansicht, die einen Einfalzvorgang zum Zusammenkuppeln des ersten und zweiten äußeren Schalldämpferschalenteils darstellt;

9 ist eine Ansicht des fertiggestellten ersten Schalldämpfers, der einen inneren Zusammenbau aus innerem Aufbau/fasermaterialgefüllten Beuteln enthält;

10 ist eine Perspektivansicht eines inneren Aufbaus, der ein Teil eines zweiten Schalldämpfers ausbildet, der gemäß einem Füllvorgang der vorliegenden Erfindung gefüllt ist;

11 ist eine Perspektivansicht, die den inneren Aufbau von 10 zeigt, der in einem ersten äußeren Schalldämpferschalenteil des zweiten Schalldämpfers positioniert ist;

12 ist eine 11 ähnliche Perspektivansicht, die eine Vakuumquelle zeigt, welche zum Herstellen eines Vakuums durch den inneren Aufbau an den inneren Aufbau gekuppelt ist;

13 und 14 sind Perspektivansichten, die den Schritt des Positionierens eines ersten und zweiten fasermaterialgefüllten Beutels um den inneren Aufbau des zweiten Schalldämpfers darstellen;

15 ist eine Perspektivansicht, die ein zweites äußeres Schalldämpferschalenteil darstellt, das über dem ersten äußeren Schalldämpferschalenteil positioniert ist, welches den Zusammenbau aus innerem Aufbau/fasermaterialgefüllten Beuteln enthält;

16 ist eine Perspektivansicht, die einen Einfalzvorgang zum Zusammenkuppeln des ersten und zweiten äußeren Schalldämpferschalenteils darstellt;

17 ist eine Ansicht des fertiggestellten zweiten Schalldämpfers, der einen inneren Zusammenbau aus innerem Aufbau/fasermaterialgefüllten Beuteln enthält;

18 ist eine auseinandergezogene Perspektivansicht eines dritten Schalldämpfers;

19 ist eine Ansicht, die den ersten und zweiten fasermaterialgefüllten Beutel darstellen, die um einen inneren Aufbau des in 18 dargestellten Schalldämpfers positioniert sind;

20 ist eine Ansicht, die den Zusammenbau aus innerem Aufbau/fasergefüllten Beuteln zeigen, die in einem im allgemeinen zylindrischen Schalenhauptabschnitt eines Schalldämpfergehäuses positioniert ist; und

21 ist eine Ansicht, die einen Einfalzvorgang zum Kuppeln einer Endkappe an den Schalenhauptabschnitt darstellt.

DETAILLIERTE BESCHREIBUNG UND BEVORZUGTE AUSFÜHRUNGSFORMEN DER ERFINDUNG

Es ist ein Verfahren zum Füllen von Schalldämpfern mit Fasermaterial über fasermaterialgefüllte Beutel bereitgestellt. Schalldämpfer, die gemäß der vorliegenden Erfindung gefüllt sind, sind imstande, in Fahrzeugabgasanlagen eingegliedert zu sein und als Schallschwächung zu wirken.

9 stellt einen ersten Doppelschalenschalldämpfer 10 dar, der mit Fasermaterial gemäß einem Verfahren einer ersten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung gefüllt ist. Der Schalldämpfer 10 umfaßt eine äußere Schale 12, die aus dem ersten und zweiten äußeren Schalldämpferschalenteil 14 und 16 ausgebildet ist. Das erste und zweite Teil 14 und 16 definieren einen inneren Hohlraum 17, siehe 6, wenn sie zusammengekuppelt sind. Ein innerer Aufbau 18 ist in dem inneren Schalenhohlraum 17 vorgesehen, siehe 3 bis 6. In der dargestellten Ausführungsform umfaßt der Aufbau 18 ein im allgemeinen U-förmiges, perforiertes Rohr 20, ein Einlaßrohr 22, das zur Verbindung mit dem Rohr 20 einstückig mit dem perforierten Rohr 20 ist, und eine erste und zweite Zwischenwand 24 und 26. Die Zwischenwände 24 und 26 definieren eine erste, zweite und dritte Abteilung 30a bis 30c in dem inneren Hohlraum 17, siehe 6, und können perforiert sein, um zu ermöglichen, daß Gase zwischen den Abteilungen 30a bis 30c durchtreten. Wie unten eingehender besprochen, sind ein erster, zweiter und dritter fasermaterialgefüllter Beutel 40a bis 40c so um den inneren Aufbau 18 positioniert, daß sie jeweils in der ersten, zweiten und dritten Abteilung 30a bis 30c bereitgestellt sind, siehe 5 und 6.

Ein erstes Auspuffrohr (nicht gezeigt), das zwischen einem Fahrzeugmotor und dem Schalldämpfer 10 verläuft, ist an das Einlaßrohr 22 gekuppelt. Ein zweites Auspuffrohr (22) ist an einen Ausgangsabschnitt 20a des perforierten Rohrs 20 gekuppelt. Beim Betrieb eines Fahrzeugs, an dem der Schalldämpfer 10 angebracht ist, treten Abgase über das erste Auspuffrohr durch den Schalldämpfer. Schallenergie, die durch diese Gase erzeugt ist, tritt durch das und von dem perforierten Rohr 20 zu dem Fasermaterial, das zum Ableiten eines Teils dieser Schallenergie dient.

Das erste und zweite äußere Schalldämpferschalenteil 14 und 16 können in jeglicher herkömmlicher und geeigneter Form ausgebildet sein. Ferner kann der innere Aufbau 18 ein oder mehrere perforierte Rohre, ein oder mehrere nicht perforierte Rohre, die an ein oder mehrere perforierte Rohre gekuppelt sind, oder ein oder mehrere perforierte Elemente, wie ein dreieckiges, rechteckiges oder geometrisch anders geformtes Element, das an ein oder mehrere perforierte oder nicht perforierte Rohre gekuppelt ist, umfassen. Es ist außerdem in Erwägung gezogen, daß der innere Aufbau 18 0, 1 oder 3 oder mehr Zwischenwände beinhalten kann.

Es wird nun ein Verfahren zum Eingliedern des inneren Aufbaus 18 und der fasermaterialgefüllten Beutel 40a bis 40c in die Schalldämpferschale 12 beschrieben.

Zunächst wird ein Vakuumschlauch 50 an eine Vakuumquelle 52a und den Ausgangsabschnitt 20a des perforierten Rohrs 20 gekuppelt. Wenn die Vakuumquelle 52a eingeschaltet wird, dient sie dazu, über den Schlauch 50 Luft durch die Perforierungen 20b zu ziehen, die in dem Rohr 20 vorgesehen sind. Es ist dann ein teilweiser Vakuumzustand in und um das Rohr 20 geschaffen. Ein Stopfen 52 ist in dem Einlaßrohr 22 vorgesehen, um zu verhindern, daß Luft durch das Rohr 22 eingezogen wird und die Luftmenge, die während der Fasermaterialfüllvorgänge durch das Rohr 20 eingezogen wird, zu vergrößern.

Die fasermaterialgefüllten Beutel 40a bis 40c werden dann um das Rohr 20 positioniert, entweder manuell oder über eine Vorrichtung (nicht gezeigt). Die Beutel 40a bis 40c werden so um das Rohr 20 angeordnet, daß, wenn der innere Aufbau 18 und die Beutel 40a bis 40c in dem inneren Hohlraum 17 positioniert werden, der erste, zweite und dritte Beutel 40a bis 40c jeweils die erste, zweite und dritte Hohlraumabteilung 30a bis 30c füllt, siehe 4 bis 6. Vorzugsweise wird die Vakuumquelle vor dem Beginn des Positionierungsschritts eingeschaltet. Die Vakuumquelle kann jedoch ungefähr zur selben Zeit oder im Anschluß an den Vorgang des Positionierungsschritts eingeschaltet werden.

In der dargestellten Ausführungsform sind die Beutel 40a bis 40c aus demselben Material und auf dieselbe Art und Weise gebaut. Sie unterscheiden sich jedoch in der Größe, um sich an die Abteilungen 30a bis 30c des inneren Hohlraums anzupassen. Daher trifft eine unten dargelegte Beschreibung des Beutels 40b, der in 1 und 2 dargestellt ist, auch auf den Bau und die Aufmachung der Beutel 40a und 40c zu.

Der Beutel 40b ist aus Papier, einem Polymermaterial, Pappe, Glasfasern oder jeglichem anderen geeigneten Material ausgebildet. Er umfaßt einer erste und eine zweite Seite 42a und 42b. Die erste Seite 42a des Beutels 40b ist mit mehreren ersten Perforierungen 44a versehen. Die offenen Bereiche, die durch diese Perforierungen 44a definiert sind, definieren in ihrer Summe einen gesamten offenen Bereich 45a der ersten Seite in der ersten Beutelseite 42a. In der dargestellten Ausführungsform ist die zweite Beutelseite 42b nicht mit Perforierungen versehen, siehe 1. Es ist jedoch in Erwägung gezogen, daß die zweite Beutelseite 42b eine oder mehrere zweite Perforierungen umfassen kann. Die offenen Bereiche, die durch diese zweiten Perforierungen definiert sind, definieren in ihrer Summe einen gesamten offenen Bereich der zweiten Seite in der zweiten Beutelseite 42b. Der gesamte offene Bereich 45a der ersten Seite ist größer als der gesamte offene Bereich der zweiten Seite. Beispielsweise kann der gesamte offene Bereich 45a der ersten Seite zwischen ungefähr 1% und 60% des gesamten Oberflächenbereichs der ersten Beutelseite 42a umfassen, während der gesamte offene Bereich der zweiten Seite zwischen ungefähr 0% und ungefähr 4% des gesamten Oberflächenbereichs der zweiten Beutelseite umfassen kann. Dementsprechend umfaßt zwischen ungefähr 40% und ungefähr 99% des gesamten Oberflächenbereichs der ersten Seite 42a des Beutels 40b einen festen, nicht offenen Bereich 45b und ist durch das Material definiert, aus dem der Beutel 40b ausgebildet ist, und umfaßt zwischen ungefähr 96% und 100% des gesamten Oberflächenbereichs der zweiten Seite 42b des Beutels 40b einen festen, nicht offenen Bereich 45c und ist durch das Beutelmaterial definiert.

Jeder Beutel 40a bis 40c ist vorzugsweise mit Fasermaterial 60 gefüllt. Es kann ein herkömmliches Texturiergerät (nicht gezeigt) zum Füllen der Beutel 40a bis 40c durch Anordnen einer Düse des Geräts in einer Öffnung, die sich an einer Ecke oder Kante jeden Beutels befindet, benutzt sein. Herkömmliche Texturiergeräte sind in den Patentschriften Nr. 4,569,471 und Nr. 5,976,453 offenbart, deren Offenbarungen hierin durch Bezugnahme aufgenommen sind. Nach dem Füllvorgang werden die Beutelöffnungen versiegelt oder anderweitig verschlossen.

Das Fasermaterial 60 kann aus einem oder mehreren fortlaufenden Glasfilamentsträngen ausgebildet sein, wobei jeder Strang mehrere Filamente umfaßt. Die Filamente können aus E-Glas oder S-Glas oder anderen Glaszusammensetzungen ausgebildet sein. Beispielsweise kann das fortlaufende Strangmaterial ein E-Glas-Roving, das von Owens Corning unter dem Markenzeichen ADVANTEX® vertrieben wird, oder ein S-Glas-Roving, das von Owens Corning unter dem Markenzeichen Zen Tron® vertrieben wird, umfassen. Es ist außerdem in Erwägung gezogen, daß Keramikfasermaterial oder anderes Mineralfasermaterial anstelle von Glasfasermaterial benutzt sein kann. Druckluft, die in das Texturiergerät eingeblasen wird, trennt und verwickelt die Filamente des Strangmaterials, so daß das Strangmaterial als fortlaufender Abschnitt „aufgeplustertes" oder Fasermaterial 60 aus der Düse austritt. In jedem Beutel 40a bis 40c ist eine genügende Menge Fasermaterial 60 vorgesehen, um es dem resultierenden Schalldämpfer 10 zu ermöglichen, seine Schallenergiedämpfungsfunktion angemessen auszuführen. Beispielsweise kann jeder Beutel 40a bis 40c mit einer genügenden Menge Fasermaterial 60 gefüllt sein, so daß jede entsprechende Abteilung 30a bis 30c des inneren Hohlraums mit ungefähr 90 bis 200 Gramm/Liter Fasermaterial 60 versehen ist. Es wird darauf hingewiesen, daß während des anfänglichen Betriebs des Fahrzeugs, an das der Schalldämpfer 10 angefügt ist, die erhitzten Gase das Material, aus dem jeder Beutel 40a bis 40c ausgebildet ist, verbrennen oder anderweitig zerstören können, so daß nur das Fasermaterial 60 in dem inneren Schalenhohlraum 17 verbleibt.

Wie oben angegeben ist es bevorzugt, daß die Vakuumquelle 52a während des Schritts des Positionierens der Beutel 40a bis 40c um den inneren Aufbau 18 eingeschaltet wird. Die Beutel 40a bis 40c werden so im Verhältnis zu dem inneren Aufbau 18 positioniert, daß die erste Seite 42a jeden Beutels 40a bis 40c dem inneren Aufbau 18 zugekehrt ist, während die zweite Seite 42b von dem inneren Aufbau 18 weggekehrt ist. Da jeder der so positionierten Beutel 40a bis 40c Perforierungen 44a in der ersten Beutelseite 42a und entweder keine Perforierungen oder nur einen begrenzten gesamten offenen Bereich in der zweiten Beutelseite 42b aufweist, bewirkt der teilweise Vakuumzustand, der in dem perforierten Rohr 20 hergestellt ist, daß die fasermaterialgefüllten Beutel 40a bis 40c während des Positionierungsvorgangs nach innen zu dem Rohr 20 hingezogen und daran verdichtet werden.

Nachdem die Beutel 40a bis 40c um das perforierte Rohr 20 positioniert und mithilfe des teilweisen Vakuumzustands, der in dem Rohr 20 hergestellt ist, zu dem Rohr 20 hin gezogen wurden, werden die Beutel 40a bis 40c und der innere Aufbau 18 in dem äußeren Schalldämpferschalenteil 14 positioniert, siehe 6. Dieser Schritt geht vorzugsweise mit eingeschalteter Vakuumquelle 52a vor sich. Falls sich jeglicher Abschnitt eines Beutels 40a bis 40c über eine Außenkante 14a des ersten äußeren Schalldämpferschalenteils 14 erstreckt, wird dieser Beutelabschnitt derartig umpositioniert, daß er sich völlig innerhalb der Außenkante 14a des ersten Teils 14 befindet. Danach wird das zweite äußere Schalldämpferschalenteil 16 auf dem ersten äußeren Schalldämpferschalenteil 14 angeordnet, siehe 7, wobei dieser Schritt vorzugsweise mit eingeschalteter Vakuumquelle 52a vor sich geht, und mithilfe eines herkömmlichen Schweißvorgangs oder Einfalzvorgangs an das erste Teil 14 angefügt, siehe 8.

Vor dem Einfalzvorgang kann die Vakuumquelle 52a ausgeschaltet und der Stopfen 52 entfernt werden.

17 stellt einen zweiten Doppelschalenschalldämpfer 100 dar, der gemäß einem Verfahren einer zweiten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung mit Fasermaterial gefüllt ist. In 10 bis 17 sind gleiche Elemente, auf die sich oben bezogen wurde, mit gleichen Bezugszeichen bezeichnet. Der Schalldämpfer 100 umfaßt eine äußere Schale 120, die aus äußeren Schalldämpferschalenteilen 140 und 160 ausgebildet ist. Das erste und zweite Teil 140 und 160 definieren einen inneren Hohlraum 170, siehe 14, wenn sie zusammengekuppelt sind. Ein innerer Aufbau 180 ist in dem inneren Schalenhohlraum 170 vorgesehen, siehe 11 bis 14. In der dargestellten Ausführungsform umfaßt der Aufbau 180 ein perforiertes Rohr 200 und eine Zwischenwand 240. Die Zwischenwand 240 definiert eine erste und zweite Abteilung 300a und 300b in dem inneren Hohlraum 170 und kann perforiert sein, um zu ermöglichen, daß Gase zwischen den Abteilungen 300a bis 300b durchtreten. Wie unten eingehender besprochen sind ein erster und zweiter fasermaterialgefüllter Beutel 400a und 400b so um den inneren Aufbau 180 positioniert, daß sie jeweils in der ersten und zweiten Abteilung 300a und 300b bereitgestellt sind, siehe 14.

Ein erstes Auspuffrohr (nicht gezeigt), das zwischen einem Fahrzeugmotor und dem Schalldämpfer 100 verläuft, ist an einen Eingangsabschnitt 202 des Rohrs 200 gekuppelt. Ein zweites Auspuffrohr (nicht gezeigt) ist an einen Ausgangsabschnitt 204 des perforierten Rohrs 200 gekuppelt. Beim Betrieb eines Fahrzeugs, an dem der Schalldämpfer 100 angebracht ist, treten Abgase über das erste Auspuffrohr in den Schalldämpfer 100. Schallenergie, die durch diese Gase erzeugt ist, tritt durch das und von dem perforierten Rohr 200 zu dem Fasermaterial, das zum Ableiten eines Teils dieser Schallenergie dient.

Das erste und zweite äußere Schalldämpferschalenteil 140 und 160 können in jeglicher herkömmlicher und geeigneter Form ausgebildet sein. Ferner kann der innere Aufbau 180 ein oder mehrere perforierte Rohre, ein oder mehrere nicht perforierte Rohre, die an ein oder mehrere perforierte Rohre gekuppelt sind, oder ein oder mehrere perforierte Elemente, wie ein dreieckiges, rechteckiges oder geometrisch anders geformtes Element, das an ein oder mehrere perforierte oder nicht perforierte Rohre gekuppelt ist, umfassen. Es ist außerdem in Erwägung gezogen, daß der innere Aufbau 180 0 oder 2 oder mehr Zwischenwände beinhalten kann.

Es wird nun ein Verfahren zum Eingliedern des inneren Aufbaus 180 und der fasermaterialgefüllten Beutel 400a und 400b in die Schalldämpferschale 120 beschrieben.

Zunächst wird der innere Aufbau 180 in dem ersten äußeren Schalldämpferschalenteil 140 positioniert, siehe 11. Danach wird ein Vakuumschlauch 50 an eine Vakuumquelle 52a und den Eingangsabschnitt 202 des perforierten Rohrs 200 gekuppelt, siehe 12. Wenn die Vakuumquelle 52a eingeschaltet wird, dient sie dazu, über den Schlauch 50 Luft durch die Perforierungen 200b zu ziehen, die in dem Rohr 200 vorgesehen sind. Es ist dann ein teilweiser Vakuumzustand in und um das Rohr 200 geschaffen. Ein Stopfen 52 ist in dem Ausgangsabschnitt 204 des Rohrs 200 vorgesehen, um zu verhindern, daß Luft durch den Rohrausgangsabschnitt 204 eingezogen wird und die Luftmenge, die während der Fasermaterialfüllvorgänge durch die Perforierungen 200b in dem Rohr 200 eingezogen wird, zu vergrößern.

Die fasermaterialgefüllten Beutel 400a und 400b werden dann um das Rohr 200 positioniert, entweder manuell oder über eine Vorrichtung (nicht gezeigt), siehe 13 und 14. Vorzugsweise wird der Beutel 400a um das Rohr 200 positioniert, bevor der Beutel 400b um das Rohr 200 positioniert wird, um den erhöhten Vakuumgrad in dem Abschnitt des Rohrs 200 auszunutzen, der den Beutel 400a aufnimmt, da dieser Rohrabschnitt der Vakuumquelle 52a am nächsten ist. Die Beutel 400a und 400b sind durch die Zwischenwand 240 voneinander getrennt, so daß sie in den Abteilungen 300a und 300b positioniert sind und diese füllen. Vorzugsweise wird die Vakuumquelle 52a vor dem Beginn des Positionierungsschritts eingeschaltet. Die Vakuumquelle 52a kann jedoch ungefähr zur selben Zeit oder im Anschluß an den Vorgang des Positionierungsschritts eingeschaltet werden.

Die Beutel 400a und 400b sind aus demselben Material gebaut und weisen dieselben Merkmale auf wie die oben beschriebenen Beutel 40a bis 40c. Ferner sind die Beutel 400a und 400b mit demselben Fasermaterial 60 wie die Beutel 40a bis 40c gefüllt. Daher trifft die Beschreibung der Beutel 40a bis 40c und des Fasermaterials 60 auch auf den Bau und die Aufmachung der Beutel 400a und 400b und das Fasermaterial 60, das darin vorgesehen ist, zu.

Die Beutel 400a und 400b werden so positioniert, daß die erste Seite 42a, d.h. die Seite mit Perforierungen, jeden Beutels 400a und 400b dem inneren Aufbau 180 zugekehrt ist, während die zweite Seite 42b von dem inneren Aufbau 180 weggekehrt ist. Da jeder der so positionierten Beutel 400a und 400b Perforierungen 44a in der ersten Beutelseite 42a und entweder keine Perforierungen oder nur eine begrenzte Anzahl Perforierungen in der zweiten Beutelseite 42b aufweist, bewirkt der teilweise Vakuumzustand, der in dem perforierten Rohr 200 hergestellt ist, daß die fasermaterialgefüllten Beutel 400a und 400b während des Positionierungsvorgangs nach innen zu dem Rohr 200 hingezogen und daran verdichtet werden.

Falls sich jeglicher Abschnitt eines Beutels 400a und 400b über eine Außenkante 140a des ersten äußeren Schalldämpferschalenteils 140 erstreckt, wird dieser Beutelabschnitt so umpositioniert, daß er sich völlig innerhalb der Außenkante 140a des ersten Teils 140 befindet.

Nachdem die Beutel 400a und 400b völlig in dem ersten äußeren Schalldämpferschalenteil 140 positioniert wurden, wird das zweite äußere Schalldämpferschalenteil 160 auf dem ersten äußeren Schalldämpferschalenteil 140 angeordnet, siehe 15, und mithilfe eines herkömmlichen Schweißvorgangs oder Einfalzvorgangs an das erste Teil 140 angefügt, siehe 16.

Vor dem Einfalzvorgang kann die Vakuumquelle 52a ausgeschaltet und der Stopfen 52 entfernt werden.

21 stellt einen Schalldämpfer 500 ohne Doppelschalen dar, der gemäß einem Verfahren einer dritten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung mit Fasermaterial gefüllt ist. In 18 bis 21 sind gleiche Elemente, auf die sich oben bezogen wurde, mit gleichen Bezugszeichen bezeichnet. Der Schalldämpfer 500 umfaßt einen im allgemeinen zylindrischen Schalenhauptabschnitt 502, der einen inneren Hohlraum 570 definiert, siehe 18. Ein innerer Aufbau 580 ist in dem inneren Schalenhohlraum 570 vorgesehen. In der dargestellten Ausführungsform umfaßt der Aufbau 580 ein perforiertes Rohr 582 und eine Zwischenwand 584. Die Zwischenwand 284 definiert eine erste und zweite Abteilung 590a und 590b in dem inneren Hohlraum 570 und kann perforiert sein, um zu ermöglichen, daß Gase zwischen den Abteilungen 590a und 590b durchtreten. Wie unten eingehender besprochen sind ein erster und zweiter fasermaterialgefüllter Beutel 600a und 600b so um den inneren Aufbau 580 positioniert, daß sie jeweils in der ersten und zweiten Abteilung 590a und 590b bereitgestellt sind, siehe 19.

Ein erstes Auspuffrohr (nicht gezeigt), das zwischen einem Fahrzeugmotor und dem Schalldämpfer 500 verläuft, ist an einen Eingangsabschnitt 582a des Rohrs 582 gekuppelt. Ein zweites Auspuffrohr (nicht gezeigt) ist an einen Ausgangsabschnitt 582b des perforierten Rohrs 582 gekuppelt. Beim Betrieb eines Fahrzeugs, an dem der Schalldämpfer 500 angebracht ist, treten Abgase über das erste Auspuffrohr in den Schalldämpfer 500. Schallenergie, die durch diese Gase erzeugt ist, tritt durch das und von dem perforierten Rohr 582 zu dem Fasermaterial, das zum Ableiten eines Teils dieser Schallenergie dient.

Der Schalenhauptabschnitt 502 kann in jeglicher herkömmlicher und geeigneter Form ausgebildet sein. Ferner kann der innere Aufbau 580 ein oder mehrere perforierte Rohre, ein oder mehrere nicht perforierte Rohre, die an ein oder mehrere perforierte Rohre gekuppelt sind, oder ein oder mehrere perforierte Elemente, wie ein dreieckiges, rechteckiges oder geometrisch anders geformtes Element, das an ein oder mehrere perforierte oder nicht perforierte Rohre gekuppelt ist, umfassen. Es ist außerdem in Erwägung gezogen, daß der innere Aufbau 580 0 oder 2 oder mehr Zwischenwände beinhalten kann.

Es wird nun ein Verfahren zum Eingliedern des inneren Aufbaus 580 und der fasermaterialgefüllten Beutel 600a und 600b in die Schalldämpferschale 502 beschrieben.

Zunächst wird ein Vakuumschlauch 50 an eine Vakuumquelle 52a und den Eingangsabschnitt 582a des perforierten Rohrs 582 gekuppelt, siehe 19. Wenn die Vakuumquelle 52a eingeschaltet wird, dient sie dazu, über den Schlauch 50 Luft durch die Perforierungen 582c zu ziehen, die in dem Rohr 582 vorgesehen sind. Es ist dann ein teilweiser Vakuumzustand in und um das Rohr 582 geschaffen. Ein Stopfen (nicht gezeigt) ist in dem Ausgangsabschnitt 582b des Rohrs 582 vorgesehen, um zu verhindern, daß Luft durch den Ausgangsabschnitt 582b eingezogen wird und die Luftmenge, die während des Fasermaterialfüllvorgangs durch die Perforierungen 582c in dem Rohr 582 eingezogen wird, zu vergrößern.

Die fasermaterialgefüllten Beutel 600a und 600b werden dann um das Rohr 582 positioniert, entweder manuell oder über eine Vorrichtung (nicht gezeigt), siehe 19. Die Beutel 600a und 600b werden voneinander durch die Zwischenwand 584 getrennt, so daß sie die Abteilungen 590a und 590b füllen. Vorzugsweise wird die Vakuumquelle 52a vor dem Beginn des Positionierungsschritts eingeschaltet. Die Vakuumquelle 52a kann jedoch ungefähr zur selben Zeit oder im Anschluß an den Vorgang des Positionierungsschritts eingeschaltet werden.

Die Beutel 600a und 600b sind aus demselben Material und auf dieselbe Art und Weise wie die oben beschriebenen Beutel 40a bis 40c gebaut. Ferner sind die Beutel 600a und 600b mit demselben Fasermaterial 60 wie die Beutel 40a bis 40c gefüllt. Daher trifft die Beschreibung der Beutel 40a bis 40c und des Fasermaterials 60 auch auf den Bau und die Aufmachung der Beutel 600a und 600b und das Fasermaterial 60, das darin vorgesehen ist, zu.

Die Beutel 600a und 600b werden so positioniert, daß ihre ersten Seiten, d.h. die Seiten mit Perforierungen, dem inneren Aufbau 580 zugekehrt sind, während die zweiten Seiten von dem inneren Aufbau 580 weggekehrt sind. Da jeder der so positionierten Beutel 600a und 600b Perforierungen in der ersten Beutelseite und entweder keine Perforierungen oder nur einen begrenzten gesamten offenen Bereich in der zweiten Beutelseite aufweist, bewirkt der teilweise Vakuumzustand, der in dem perforierten Rohr 582 hergestellt ist, daß die fasermaterialgefüllten Beutel 600a und 600b während des Positionierungsvorgangs nach innen zu dem Rohr 582 hingezogen und daran verdichtet werden.

Nachdem die Beutel 600a und 600b um das perforierte Rohr 582 positioniert und mithilfe des teilweisen Vakuumzustands, der in dem Rohr 582 hergestellt ist, zu dem Rohr 582 hin gezogen wurden, werden die Beutel 600a und 600b und der innere Aufbau 580 in dem Schalenhauptabschnitt 502 positioniert. Danach werden eine erste Endkappe 586 und eine zweite Endkappe 588 angrenzend an die erste und zweite Außenkante 502a und 502b des Hauptabschnitts 502 über die Eingangs- und Ausgangsabschnitte 582a und 582b des Rohrs 582 positioniert und mithilfe eines herkömmlichen Schweißvorgangs oder Einfalzvorgangs an den Hauptabschnitt 502 gekuppelt, siehe 21.

Vor dem Einfalzvorgang kann die Vakuumquelle 52a ausgeschaltet und der Stopfen entfernt werden.

Es ist außerdem in Erwägung gezogen, daß nur ein oder zwei fasermaterialgefüllte Beutel um den inneren Aufbau 18 in der Ausführungsform von 6 positioniert werden und nur ein fasermaterialgefüllter Beutel um den inneren Aufbau 180 in der Ausführungsform von 13 oder den inneren Aufbau 580 in der Ausführungsform von 19 positioniert wird.

Obwohl bestimmte repräsentative Ausführungsformen und Details zu Veranschaulichungszwecken der Erfindung gezeigt wurden, ist es für den Fachmann offensichtlich, daß verschiedene Änderungen an den Verfahren und der Vorrichtung, die hierin offenbart sind, vorgenommen werden können, ohne vom Anwendungsbereich der Erfindung abzuweichen, der in den beiliegenden Ansprüchen definiert ist.


Anspruch[de]
  1. Verfahren zum Füllen einer Schalldämpferschale mit Fasermaterial, folgende Schritte umfassend:

    Vorsehen einer Schalldämpferschale (12), umfassend ein oder mehrere äußere Schalldämpferschalenteile (14, 16), die einen inneren Hohlraum (17) und einen inneren Aufbau (18) definieren, der dazu geeignet ist, sich zumindest teilweise durch den inneren Schalenhohlraum zu erstrecken, und eine oder mehrere Öffnungen aufweist, die dazu geeignet sind, mit dem inneren Schalenhohlraum in Verbindung zu stehen;

    Vorsehen eines mit Fasermaterial (60) gefüllten Beutels (40a bis 40c), wobei der Beutel eine erste Seite (42a) mit einer oder mehreren ersten Perforationen (44a), die einen gesamten offenen Bereich der ersten Seite definieren, und eine zweite Seite (42b) mit entweder keinen Perforationen oder einer oder mehreren zweiten Perforationen aufweist, die einen gesamten offenen Bereich der zweiten Seite definieren, wobei der erste offene Bereich größer als der zweite offene Bereich ist;

    Positionieren des mit Fasermaterial gefüllten Beutels benachbart zu dem inneren Aufbau, so dass die erste Seite dem inneren Aufbau am nächsten ist; und

    Herstellen eines teilweisen Vakuumzustands durch den inneren Aufbau, wobei der teilweise Vakuumzustand den mit Fasermaterial gefüllten Beutel nach innen zu dem inneren Aufbau hin zieht.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei der teilweise Vakuumzustand vor dem oder ungefähr zur gleichen Zeit wie der Vorgang des Schritts des Positionierens hergestellt wird.
  3. Verfahren nach Anspruch 1, wobei der teilweise Vakuumzustand im Anschluß an den Schritt des Positionierens hergestellt wird.
  4. Verfahren nach Anspruch 1, wobei die Schalldämpferschale erste und zweite äußere Schalldämpferschalenteile umfaßt, ferner folgende Schritte umfassend:

    Anordnen des inneren Aufbaus in dem ersten äußeren Schalldämpferschalenteil im Anschluß an den Schritt des Positionierens und während der teilweise Vakuumzustand durch den inneren Aufbau hergestellt wird;

    Anordnen des zweiten äußeren Schalldämpferschalenteils benachbart zu dem ersten äußeren Schalldämpferschalenteil, so dass das erste und zweite Schalldämpferschalenteil einen inneren Hohlraum definieren, der den inneren Aufbau und den mit Fasermaterial gefüllten Beutel enthält; und

    Aneinanderfügen des ersten und zweiten Schalldämpferschalenteils.
  5. Verfahren nach Schritt 1, wobei die Schalldämpferschale erste und zweite äußere Schalldämpferschalenteile umfaßt, ferner folgende Schritte umfassend:

    Anordnen des inneren Aufbaus in dem ersten äußeren Schalldämpferschalenteil vor dem Schritt des Positionierens;

    Anordnen des zweiten äußeren Schalldämpferschalenteils benachbart zu dem ersten äußeren Schalldämpferschalenteil im Anschluß an den Schritt des Positionierens, so dass das erste und zweite Schalldämpferschalenteil einen inneren Hohlraum definieren, der den inneren Aufbau und den mit Fasermaterial gefüllten Beutel enthält; und

    Aneinanderfügen des ersten und zweiten Schalldämpferschalenteils.
  6. Verfahren nach Anspruch 1, wobei das Fasermaterial in dem Beutel ein Mineralfaserwolleerzeugnis umfaßt.
  7. Verfahren nach Anspruch 1, wobei der Schritt des Herstellens eines teilweisen Vakuumzustands durch den inneren Aufbau den Schritt des Anschließens einer Vakuumquelle (52a) an den inneren Aufbau umfaßt.
  8. Verfahren nach Anspruch 1, wobei der Beutel aus einem Polymermaterial ausgebildet ist.
  9. Verfahren nach Anspruch 1, wobei der innere Aufbau zumindest ein perforiertes Element (20b) umfaßt.
  10. Verfahren nach Anspruch 1, wobei der gesamte offene Bereich der ersten Seite zwischen ungefähr 1% und 60% der ersten Seite des Beutels umfaßt und der gesamte offene Bereich der zweiten Seite zwischen ungefähr 0% und ungefähr 4% der zweiten Seite des Beutels umfaßt.
  11. Verfahren nach Anspruch 1, wobei die Schalldämpferschale einen im allgemeinen zylindrischen Schalenhauptabschnitt (502) umfaßt, ferner umfassend den Schritt des Anordnens des inneren Aufbaus in dem im allgemeinen zylindrischen Schalenhauptabschnitt im Anschluß an den Schritt des Positionierens und während der teilweise Vakuumzustand durch den inneren Aufbau hergestellt wird.
  12. Schalldämpfer, umfassend:

    eine Schalldämpferschale (12), die ein oder mehrere äußere Schalldämpferschalenteile (14, 16) umfaßt, welche einen inneren Hohlraum (17) definieren;

    einen inneren Aufbau (18), der dazu geeignet ist, sich zumindest teilweise durch den inneren Schalenhohlraum zu erstrecken, und eine oder mehrere Öffnungen aufweist, die mit dem inneren Schalenhohlraum in Verbindung stehen; und

    einen mit Fasermaterial gefüllten Beutel (40a bis 40c), der in dem inneren Hohlraum positioniert ist, wobei der Beutel eine erste Seite (42a) mit einer oder mehreren ersten Perforationen (44a), die einen gesamten offenen Bereich (45a) der ersten Seite definieren, und eine zweite Seite (42b) mit entweder keinen Perforationen oder einer oder mehreren zweiten Perforationen aufweist, die einen gesamten offenen Bereich der zweiten Seite definieren, wobei der erste offene Bereich größer als der zweite offene Bereich ist.
  13. Schalldämpfer nach Anspruch 12, wobei der innere Aufbau zumindest ein perforiertes Element (20b) aufweist.
  14. Schalldämpfer nach Anspruch 12, wobei das Fasermaterial (60) ein Mineralfaserwolleerzeugnis umfaßt.
  15. Schalldämpfer nach Anspruch 12, wobei der gesamte offene Bereich der ersten Seite zwischen ungefähr 1% und 60% der ersten Seite des Beutels umfaßt und der gesamte offene Bereich der zweiten Seite zwischen ungefähr 0% und ungefähr 4% der zweiten Seite des Beutels umfaßt.
  16. Schalldämpfer nach Anspruch 12, wobei die erste Seite des Beutels dem inneren Aufbau am nächsten ist.
  17. Schalldämpfer nach Anspruch 12, wobei der gesamte offene Bereich der ersten Seite zwischen ungefähr 1% und 60% eines Gesamtflächenbereichs der ersten Seite des Beutels umfaßt und der gesamte offene Bereich der zweiten Seite zwischen ungefähr 0% und ungefähr 4% eines Gesamtflächenbereichs des zweiten Seite des Beutels umfaßt.
Es folgen 10 Blatt Zeichnungen






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
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