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Dokumentenidentifikation DE69634492T2 13.04.2006
EP-Veröffentlichungsnummer 0000869966
Titel MEDIKAMENTEN-VORSTUFEN FÜR THROMBIN-INHIBITOREN
Anmelder AstraZeneca AB, Södertälje, SE
Erfinder ANTONSSON, Thomas, S-437 34 Lindome, SE;
GUSTAFSSON, David, S-429 32 Kullavik, SE;
HOFFMANN, Kurt-Jürgen, S-429 31 Kullavik, SE;
NYSTRÖM, Jan-Erik, S-437 32 Lindome, SE;
SÖRENSEN, Henrik, S-435 38 Mölnlycke, SE;
SELLEN, Mikael, S-411 32 Göteborg, SE
Vertreter derzeit kein Vertreter bestellt
DE-Aktenzeichen 69634492
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 17.12.1996
EP-Aktenzeichen 969434463
WO-Anmeldetag 17.12.1996
PCT-Aktenzeichen PCT/SE96/01680
WO-Veröffentlichungsnummer 0097023499
WO-Veröffentlichungsdatum 03.07.1997
EP-Offenlegungsdatum 14.10.1998
EP date of grant 16.03.2005
Veröffentlichungstag der Übersetzung europäischer Ansprüche 10.06.1999
Veröffentlichungstag im Patentblatt 13.04.2006
IPC-Hauptklasse C07K 5/00(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse A61K 38/55(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]
Technisches Gebiet

Die vorliegende Erfindung betrifft pharmazeutisch brauchbare Prodrugs pharmazeutischer Wirkstoffe, wobei es sich bei den Wirkstoffen insbesondere um kompetitive Inhibitoren von Trypsinähnlichen Serinproteasen, insbesondere Thrombin, handelt, die Verwendung der Prodrugs als Arzneimittel, pharmazeutische Zusammensetzungen, die diese Prodrugs enthalten, und Syntheserouten zu ihrer Herstellung.

Hintergrund

Die Blutgerinnung ist als Schlüsselprozeß sowohl an der Hämostase (d.h. Verhinderung von Blutverlust aus einem beschädigten Gefäß) als auch an der Thrombose (d.h. der Bildung eines Blutgerinnsels in einem Blutgefäß, die manchmal zum Gefäßverschluß führt) beteiligt.

Die Gerinnung ist das Ergebnis einer komplizierten Reihe enzymatischer Reaktionen, wobei in einem der letzten Schritte das Proenzym Prothrombin in das aktive Enzym Thrombin umgewandelt wird.

Das Thrombin spielt bei der Koagulation bekanntlich eine zentrale Rolle. Es aktiviert Thrombozyten, was zu Thrombozytenaggregation führt, wandelt Fibrinogen in Fibrinmonomere um, die spontan zu Fibrinpolymeren polymerisieren, und aktiviert den Faktor XIII, der wiederum die Polymere zu unlöslichem Fibrin vernetzt. Thrombin aktiviert außerdem den Faktor V und den Faktor VIII, was zur Bildung von Thrombin aus Prothrombin mit positiver Rückkopplung führt.

Von Thrombin-Inhibitoren wird daher erwartet, daß sie antithrombotisch wirksam sind, indem sie die Aggregation von Thrombozyten und die Bildung und Vernetzung von Fibrin inhibieren. Darüber hinaus wird erwartet, daß die antithrombotische Wirkung durch effektive Inhibierung des positiven Rückkopplungsmechanismus verstärkt wird.

Stand der Technik

Die Entwicklung von niedermolekularen Thrombin-Inhibitoren wurde von Claesson in Blood Coagul. Fibrin. (1994) 5, 411, beschrieben.

Blombäck et al. berichteten in J. Clin. Lab. Invest. 24, Erg. 107, 59, (1969), über Thrombin-Inhibitoren auf der Basis der Aminosäuresequenz um die Spaltstelle für die Fibrinogen-A&agr;-Kette. Dort wurde nahegelegt, daß von den besprochenen Aminosäuresequenzen die Tripeptid-Sequenz Phe-Val-Arg den wirksamsten Inhibitor darstellt.

Niedermolekulare Thrombin-Inhibitoren auf Peptidbasis wurden danach beispielsweise in der US-PS 4,346,078, den internationalen Patentanmeldungen WO 93/11152, WO 94/29336, WO 93/18060 und WO 95/01168 sowie den europäischen Patentanmeldungen 648 780, 468 231, 559 046, 641 779, 185 390, 526 877, 542 525, 195 212, 362 002, 364 344, 530 167, 293 881, 686 642 und 601 459 beschrieben.

In letzter Zeit wurden Thrombin-Inhibitoren auf Peptidderivatbasis in der europäischen Patentanmeldung 0 669 317 und den internationalen Patentanmeldungen WO 95/23609, WO 95/35309, WO 96/25426 und WO 94/29336 beschrieben.

Insbesondere werden in der letztgenannten Anmeldung die Peptidderivate RaOOC-CH2-(R)Cgl-Aze-Pab-H, worin Ra für H, Benzyl oder C1-6-Alkyl steht, beschrieben.

Diese Wirkstoffe weisen zwar eine beträchtliche Antithrombinwirkung auf, jedoch wäre eine Verbesserung ihrer pharmakokinetischen Eigenschaften sowohl nach oraler Verabreichung als auch nach parenteraler Verabreichung von Nutzen. Als Beispiele für pharmakokinetische Eigenschaften, deren Verbesserung wünschenswert ist, seien genannt:

  • (a) Bereitstellung einer verbesserten Resorption aus dem Magen-Darm-Trakt mit dem Ziel, die intraindividuelle und/oder interindividuelle Variabilität in bezug auf die Bioverfügbarkeit der Wirkstoffe zu verringern;
  • (b) Abflachung des Plasmakonzentrationszeitprofils (d.h. Verringerung des Spitzenwert/Talwert-Verhältnisses ("Peak/Trough") der Plasmakonzentration über das Dosisintervall, mit dem Ziel, das Risiko des Herausfallens aus dem therapeutisch wirksamen Intervall und die durch einen zu hohen Konzentrationspeak verursachten Nebenwirkungen (z.B. Blutungen) und die durch einen zu niedrigen Konzentrationspeak verursachten Nebenwirkungen (d.h. Thrombusbildung) zu verringern; und
  • (c) Verlängerung der Wirkdauer der Wirkstoffe.

Außerdem kann die orale und parenterale Verabreichung von wirksamen Thrombin-Inhibitoren infolge einer hohen lokalen Konzentration zu unerwünschten lokalen Blutungen (z.B. im Darmlumen oder subkutan) führen.

Schließlich können oral verabreichte Thrombin-Inhibitoren, die auch Trypsin und andere Serinproteasen im Magen-Darm-Trakt inhibieren, mit zusätzlichen Nebenwirkungen behaftet sein, u.a. Verdauungsstörung (z.B. bei Inhibierung von Trypsin im Darmlumen).

Wenngleich in der internationalen Patentanmeldung WO 94/29336 auch bereits bestimmte N-Benzyloxycarbonylderivate der obengenannten Wirkstoffe als Thrombin-Inhibitoren beschrieben wurden, so wird jedoch nicht erwähnt, daß diese Derivate als Prodrugs geeignet sein können. In der WO 94/29336 finden sich vielmehr überhaupt keine Angaben zu geeigneten Prodrugs der Wirkstoffe.

Eigene Untersuchungen haben nun ergeben, daß die obigen Probleme durch Verabreichung der erfindungsgemäßen Verbindungen gelöst werden können. Die Verbindungen selbst sind zwar an sich unwirksam, werden aber nach oraler und/oder parenteraler Verabreichung im Körper zu wirksamen Thrombin-Inhibitoren einschließlich der oben genannten metabolisiert.

Darstellung der Erfindung

Gegenstand der Erfindung ist eine Verbindung der Formel I R1O(O)C-CH2-(R)Cgl-Aze-Pab-R2I worin

R1 für -R3 oder -A1C(O)N(R4)R5 oder -A1C(O)OR4 steht;

A1 für C1-5-Alkylen steht;

R2 (das eines der Wasserstoffatome in der Amidinoeinheit von Pab-H ersetzt) für OH oder OC(O)R6 steht;

R3 für H, C1-10-Alkyl oder C1-3-Alkylphenyl (wobei letztere Gruppe gegebenenfalls durch C1-6-Alkyl, C1-6-Alkoxy, Nitro oder Halogen substituiert ist) steht;

R4 und R5 unabhängig voneinander für H, C1-6-Alkyl, Phenyl, 2-Naphthyl stehen oder in dem Fall, daß R1 für -A1C(O)N(R4)R5 steht, gemeinsam mit dem Stickstoffatom, an das sie gebunden sind, für Pyrrolidinyl oder Piperidinyl stehen und

R6 für C1-17-Alkyl, Phenyl oder 2-Naphthyl (die alle gegebenenfalls durch C1-6-Alkyl oder Halogen substituiert sind) steht;

oder ein pharmazeutisch annehmbares Salz davon (im folgenden als "erfindungsgemäße Verbindungen" bezeichnet).

Die erfindungsgemäßen Verbindungen können Tautomerie aufweisen. Alle tautomeren Formen und Gemische davon fallen in den Schutzbereich der Erfindung.

Die erfindungsgemäßen Verbindungen können auch ein oder mehrere asymmetrische Kohlenstoffatome enthalten und können daher optische Isomerie und/oder Diastereoisomerie aufweisen. Alle Diastereoisomere lassen sich nach üblichen Methoden trennen, z.B. durch Chromatographie oder fraktionierte Kristallisation. Die verschiedenen Stereoisomere lassen sich durch Trennung eines racemischen oder anderen Gemischs der Verbindungen nach üblichen Methoden isolieren, z.B. durch fraktionierende Kristallisation oder HPLC. Alternativ dazu kann man die gewünschten optischen Isomere durch Umsetzung der entsprechenden optisch aktiven Edukte unter racemisierungs- und epimerisierungsfreien Bedingungen oder durch Derivatisierung, beispielsweise mit einer homochiralen Säure, und anschließende Trennung der diastereomeren Derivate mit üblichen Mitteln (z.B. HPLC, Chromatographie an Kieselgel) herstellen. Alle Stereoisomere fallen in den Schutzbereich der Erfindung.

Einen weiteren Gegenstand der Erfindung bildet die Verwendung einer Verbindung der Formel I gemäß obiger Definition als Prodrug.

Alkylgruppen, für die R3, R4, R5 und R6 stehen können, können linear oder bei Vorhandensein einer ausreichenden Zahl von Kohlenstoffatomen verzweigt, cyclisch oder teilweise cyclisch, gesättigt oder ungesättigt, durch Sauerstoff unterbrochen und/oder durch OH substituiert oder terminiert sein, mit der Maßgabe, daß die OH-Gruppe nicht an ein sp2-Kohlenstoffatom oder ein einem Sauerstoffatom benachbartes Kohlenstoffatom gebunden ist.

Unter "teilweise cyclischen Alkylgruppen" sind hier Gruppen wie CH2Ch zu verstehen.

Alkylgruppen, durch die R3 und R6 substituiert sein können, können linear oder bei Vorhandensein einer ausreichenden Zahl von Kohlenstoffatomen verzweigt, gesättigt oder ungesättigt und/oder durch Sauerstoff unterbrochen sein.

Der Alkylteil der Alkylphenylgruppen, für die R3 stehen kann, können linear oder bei Vorhandensein einer ausreichenden Zahl von Kohlenstoffatomen verzweigt und/oder gesättigt oder ungesättigt sein.

Alkylengruppen, für die A1 stehen kann, können linear oder bei Vorhandensein einer ausreichenden Zahl von Kohlenstoffatomen verzweigt und/oder gesättigt oder ungesättigt sein.

Alkoxygruppen, durch die R3 substituiert sein kann, können linear oder bei Vorhandensein einer ausreichenden Zahl von Kohlenstoffatomen verzweigt und/oder gesättigt oder ungesättigt sein.

Abkürzungen sind am Ende der vorliegenden Beschreibung aufgelistet.

Einen weiteren Gegenstand der Erfindung bildet eine Verbindung der Formel I gemäß obiger Definition mit den weiteren Maßgaben, daß:

  • (a) R1 nicht für -A1C(O)OR4 steht;
  • (b) R4 und R5 nicht unabhängig voneinander für H stehen;
  • (c) R6 nicht für C1-17-Alkyl steht, wenn R2 für OC(O)R6 steht.

Einen weiteren Gegenstand der Erfindung bildet eine Verbindung der Formel I, in denen:

  • (a) R1 für -A1C(O)OR4 steht;
  • (b) R4 und R5 unabhängig voneinander für H stehen;
  • (c) R6 für C1-17-Alkyl steht, wenn R2 für OC(O)R6 steht.

Wenn R1 für -A1C(O)N(R4)R5 steht, sind u.a. diejenigen erfindungsgemäßen Verbindungen bevorzugt, in denen:

A1 für C1-3-Alkylen steht;

R4 für H oder C1-6-Alkyl steht;

R5 für C1-6-Alkyl oder C4-6-Cycloalkyl steht; oder diejenigen, in denen

R4 und R5 gemeinsam für Pyrrolidinyl stehen.

Wenn R1 für -A1C(O)OR4 steht, sind u.a. diejenigen erfindungsgemäßen Verbindungen bevorzugt, in denen:

A1 für C1-5-Alkylen steht;

R4 für C1-6-Alkyl steht.

Wenn R1 für R3 steht, sind u.a. diejenigen erfindungsgemäßen Verbindungen bevorzugt, in denen R3 für H, C1-10-Alkyl (wobei die letztere Gruppe linear oder bei Vorhandensein einer ausreichenden Zahl von Kohlenstoffatomen verzweigt und/oder teilweise cyclisch oder cyclisch sein kann) oder C1-3-Alkylphenyl (wobei die letztere Gruppe gegebenenfalls substituiert ist und linear oder bei Vorhandensein einer ausreichenden Zahl von Kohlenstoffatomen verzweigt sein kann) steht.

Bevorzugt sind u.a. diejenigen erfindungsgemäßen Verbindungen, in denen R2 für OH, OC(O)R6 (wobei in letzterem Fall R6 für gegebenenfalls substituiertes Phenyl oder C1-17-Alkyl (wobei die letztere Gruppe linear oder bei Vorhandensein einer ausreichenden Zahl von Kohlenstoffatomen verzweigt, teilweise cyclisch oder cyclisch und/oder gesättigt oder ungesättigt sein kann) steht) steht.

Weiter bevorzugt sind u.a. diejenigen erfindungsgemäßen Verbindungen, in denen:

R1 für H, lineares C1-10-Alkyl, verzweigtes C3-10-Alkyl, teilweise cyclisches C4-10-Alkyl, C4-10-Cycloalkyl, gegebenenfalls substituiertes lineares C1-3-Alkylphenyl, gegebenenfalls substituiertes verzweigtes C3-Alkylphenyl, -A1C(O)N(R4)R5 (wobei in letzterem Fall A1 für C1-3-Alkylen steht, R4 für H oder C1-3-Alkyl steht und R5 für C2-6-Alkyl oder C5-6-Cycloalkyl steht oder R4 und R5 gemeinsam für Pyrrolidinyl stehen) oder -A1C(O)OR4 (wobei in letzterem Fall A1 für C1-5-Alkylen steht und R4 für C1-4-Alkyl steht) steht und

R2 für OH, OC(O)R6 (wobei in letzterem Fall R6 für gegebenenfalls substituiertes Phenyl, lineares C1-4-Alkyl, verzweigtes C3-4-Alkyl oder cis-Oleyl steht) steht.

Besonders bevorzugt sind u.a. diejenigen erfindungsgemäßen Verbindungen, in denen:

R1 für lineares C1-6-Alkyl, C6-10-Cycloalkyl oder gegebenenfalls substituiertes lineares C1-3-Alkylphenyl steht und

R2 für OH oder OC(O)R6 (wobei in letzterem Fall R6 für lineares C1-3-Alkyl oder verzweigtes C3-Alkyl steht) steht.

Wenn R1 für R3 steht und R3 für gegebenenfalls substituiertes C1-3-Alkylphenyl steht, ist als fakultativer Substituent u.a. C1-6-Alkyl (insbesondere Methyl) bevorzugt.

Bevorzugte erfindungsgemäße Verbindungen sind u.a. die Verbindungen gemäß den Beispielen.

Weiter bevorzugt sind u.a. folgende erfindungsgemäße Verbindungen:

MeOOCCH2-(R)Cgl-Aze-Pab-OOCPh;

MeOOCCH2-(R)Cgl-Aze-Pab-OH;

EtOOCCH2-(R)Cgl-Aze-Pab-OH;

BnOOCCH2-(R)Cgl-Aze-Pab-OH;

nPrOOCCH2-(R)Cgl-Aze-Pab-OH;

iPrOOCCH2-(R)Cgl-Aze-Pab-OH;

tBuOOCCH2-(R)Cgl-Aze-Pab-OH;

(nPr)2NCOCH2OOCCH2-(R)Cgl-Aze-Pab-OH;

ChNHCOCH2OOCCH2-(R)Cgl-Aze-Pab-OH;

EtOOCCH2-(R)Cgl-Aze-Pab-OAc;

HOOCCH2-(R)Cgl-Aze-Pab-OH und

HOOCCH2-(R)Cgl-Aze-Pab-O-cis-oleyl.

Besonders bevorzugt sind u.a. folgende erfindungsgemäße Verbindungen:

MeOOCCH2-(R)Cgl-Aze-Pab-OH;

EtOOCCH2-(R)Cgl-Aze-Pab-OH;

nPrOOCCH2-(R)Cgl-Aze-Pab-OH;

iPrOOCCH2-(R)Cgl-Aze-Pab-OH;

BnOOCCH2-(R)Cgl-Aze-Pab-OH und

EtOOCCH2-(R)Cgl-Aze-Pab-OAc.

Herstellung

Einen weiteren Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet ein Verfahren zur Herstellung von Verbindungen der Formel I, bei dem man:

  • (a) zur Herstellung einer Verbindung der Formel I, worin R2 für OH steht, eine entsprechende Verbindung der Formel I, in der R2 für OC(O)R6 steht und R6 die oben angegebene Bedeutung besitzt, mit einer Alkoxid-Base (z.B. einem Alkalimetallalkoxid) umsetzt, beispielsweise bei Raumtemperatur in Gegenwart eines geeigneten organischen Lösungsmittels (z.B. THF);
  • (b) zur Herstellung einer Verbindung der Formel I, worin R2 für OH steht, eine einer Verbindung der Formel I, in der R2 für C(O)OR7 steht und R7 für 2-Naphthyl, Phenyl, C1-3-Alkylphenyl (wobei letztere drei Gruppen gegebenenfalls durch C1-6-Alkyl, C1-6-Alkoxy, Nitro oder Halogen substituiert sind) oder C1-12-Alkyl (wobei die letztere Gruppe gegebenenfalls durch C1-6-Alkoxy, C1-6-Acyloxy oder Halogen substituiert ist) steht, entsprechende Verbindung mit Hydroxylamin oder einem Säureadditionssalz davon umsetzt, beispielsweise bei Raumtemperatur in Gegenwart einer geeigneten Base (z.B. Kaliumcarbonat oder Triethylamin) und eines geeigneten organischen Lösungsmittels (z.B. THF oder EtOH);
  • (c) zur Herstellung einer Verbindung der Formel I eine entsprechende Verbindung der Formel II H-(R)Cgl-Aze-Pab-R2II worin R2 die oben angegebene Bedeutung besitzt, mit einer Verbindung der Formel III R1O(O)C-CH2-L1III worin L1 für eine Abgangsgruppe, beispielsweise Halogenid (z.B. Bromid) oder Alkylsulfonat (z.B. Trifluormethylsulfonat), steht und R1 die oben angegebene Bedeutung besitzt, umsetzt, beispielsweise zwischen Raumtemperatur und erhöhter Temperatur (z.B. 40°C) in Gegenwart einer geeigneten Base (z.B. Kaliumcarbonat) und eines geeigneten organischen Lösungsmittels (z.B. THF, DMF oder Acetonitril);
  • (d) zur Herstellung einer Verbindung der Formel I, worin R1 für H steht und R2 für OH steht, eine entsprechende Verbindung der Formel I, in der R1 für C1-10-Alkyl oder C1-3-Alkylphenyl steht und R2 für OH steht, mit einer geeigneten Base (z.B. einem Alkalimetallalkoxid oder -hydroxid) umsetzt, beispielsweise bei Raumtemperatur in Gegenwart eines geeigneten organischen Lösungsmittels (z.B. Wasser oder MeOH);
  • (e) zur Herstellung einer Verbindung der Formel I, worin R2 für OC(O)R6 steht und R6 die oben angegebene Bedeutung besitzt, eine entsprechende Verbindung der Formel I, in der R2 für OH steht, mit einer Verbindung der Formel IV R6C(O)-O-C(O)R6IV oder einer Verbindung der Formel V R6C(O)HalV worin Hal für Cl oder Br steht und R6 in beiden Fällen die oben angegebene Bedeutung besitzt, umsetzt, beispielsweise bei Raumtemperatur in Gegenwart einer geeigneten Base (z.B. Triethylamin, Pyridin oder DMAP) und eines geeigneten organischen Lösungsmittels (beispielsweise Methylenchlorid oder THF);
  • (f) zur Herstellung einer Verbindung der Formel I, worin R1 für H steht und R2 für OC(O)R6 steht und R6 die oben angegebene Bedeutung besitzt, eine entsprechende Verbindung der Formel VI P1O(O)C-CH2-(R)Cgl-Aze-Pab-R2VI worin P1 für eine säurelabile Esterschutzgruppe (z.B. tBu oder Bn) steht und R2 für OC(O)R6 steht, wobei R6 die oben angegebene Bedeutung besitzt, mit einer geeigneten Säure (z.B. TFA) umsetzt, beispielsweise bei Raumtemperatur in Gegenwart eines geeigneten organischen Lösungsmittels (z.B. Methylenchlorid);
  • (g) zur Herstellung einer Verbindung der Formel I, worin R1 für R3 steht, R3 für C1-10-Alkyl oder C1-3-Alkylphenyl steht und R2 für OH steht, eine entsprechende Verbindung der Formel VII R1aO(O)C-CH2-(R)Cgl-Aze-Pab-R2VII worin R1a für eine andere C1-10-Alkyl- oder C1-3-Alkylphenylgruppe als die zu bildende Gruppe steht und R2 für OH oder einen alternativen labilen Alkylsubstituenten steht, unter dem Fachmann gut bekannten Bedingungen einer Umesterung unterzieht.

Verbindungen der Formel II sind durch Entschützen einer Verbindung der Formel VIII Boc-(R)Cgl-Aze-Pab-R2II worin R2 die oben angegebene Bedeutung besitzt, unter dem Fachmann gut bekannten Bedingungen zugänglich.

Verbindungen der Formel VI und VII können in Analogie zu den oben für die Herstellung von Verbindungen der Formel I, worin R1 für R3 steht und R3 für C1-10-Alkyl oder C1-3-Alkylphenyl steht, beschriebenen Methoden hergestellt werden.

Verbindungen der Formel VIII können durch Umsetzung einer Verbindung der Formel IX H-Pab-R2IX worin R2 die oben angegebene Bedeutung besitzt, mit Boc-Cgl-Aze-OH hergestellt werden, beispielsweise bei Raumtemperatur in Gegenwart eines geeigneten Kupplungs-systems (z.B. EDC), einer geeigneten Base (z.B. DMAP) und eines geeigneten organischen Lösungsmittels (z.B. Dichlormethan oder Acetonitril).

Verbindungen der Formel VIII, worin R2 für OH steht, können durch Umsetzung einer Verbindung entsprechend einer Verbindung der Formel VIII, worin R2 für C(O)OR7 oder C(O)OCH(R8)OC(O)R9 steht, worin R7 die oben angegebene Bedeutung besitzt, R8 für H oder C1-4-Alkyl steht und R9 für 2-Naphthyl, Phenyl, C1-6-Alkoxy oder C1-8-Alkyl steht (wobei letztere Gruppe gegebenenfalls durch Halogen, C1-6-Alkoxy oder C1-6-Acyloxy substituiert ist), mit Hydroxylamin oder einem Säureadditionssalz davon hergestellt werden, beispielsweise bei Raumtemperatur in Gegenwart einer geeigneten Base (z.B. Kaliumcarbonat oder Triethylamin) und eines geeigneten organischen Lösungsmittels (z.B. THF oder EtOH).

Verbindungen der Formel VIII, worin R2 für C(O)OR7 oder C(O)OCH(R8)OC(O)R9 steht, können durch Umsetzung von Boc-(R)Cgl-Aze-Pab-H mit einer Verbindung der Formel X L2C(O)OR2aX worin L2 für eine Abgangsgruppe (z.B. Halogen oder Phenolat) steht und R2a für R7 oder -CH(R8)OC(O)R9 steht und R7, R8 und R9 die oben angegebene Bedeutung besitzen, hergestellt werden, beispielsweise bei oder unterhalb Raumtemperatur in Gegenwart einer geeigneten Base (z.B. NaOH) und eines geeigneten organischen Lösungsmittels (z.B. THF).

Verbindungen entsprechend einer Verbindung der Formel VIII, worin R2 für OC(O)R6 steht, können alternativ dazu durch Umsetzung einer entsprechenden Verbindung der Formel VIII, worin R2 für OH steht, mit einer Verbindung der Formel IV gemäß obiger Definition oder einer Verbindung der Formel V gemäß obiger Definition hergestellt werden, beispielsweise bei Raumtemperatur in Gegenwart einer geeigneten Base (z.B. Triethylamin, Pyridin oder DMAP) und eines geeigneten organischen Lösungsmittels (z.B. Methylenchlorid oder THF).

Verbindungen der Formel VIII, worin R2 für OC(O)R6 steht, können alternativ dazu durch Umsetzung von Boc-(R)Cgl-Aze-Pab-H mit einer Verbindung der Formel XI R6C(O)-O-O-C(O)R6XI worin R6 die oben angegebene Bedeutung besitzt, hergestellt werden, beispielsweise bei Raumtemperatur in Gegenwart eines geeigneten organischen Lösungsmittels (z.B. THF).

Verbindungen der Formel VIII, worin R2 für OR steht, können durch Umsetzung einer entsprechenden Verbindung der Formel VIII, worin R2 für OC(O)R6 steht und R6 die oben angegebene Bedeutung hat, mit einer geeigneten Base (z.B. einem Alkalimetallalkoxid) hergestellt werden, beispielsweise bei Raumtemperatur in Gegenwart eines geeigneten Lösungsmittels (z.B. THF).

Verbindungen der Formel IX sind literaturbekannt oder können in Analogie zu den oben beschriebenen Methoden hergestellt werden.

Boc-(R)Cgl-Aze-Pab-H kann durch Umsetzung von H-Pab-H oder einem geschützten Derivat davon mit Boc-Cgl-Aze-OH hergestellt werden, beispielsweise wie oben für Verbindungen der Formel VIII beschrieben.

Boc-(R)Cgl-Aze-Pab-H kann alternativ dazu auch durch Entschützen einer Verbindung der Formel XII Boc-(R)Cgl-Aze-Pab-P2XII worin P2 für eine zu Boc orthogonale Schutzgruppe steht, unter dem Fachmann gut bekannten Bedingungen hergestellt werden.

Verbindungen der Formel III, IV, V, X, XI und XII sind entweder im Handel erhältlich, literaturbekannt oder nach bekannten Methoden (wie z.B. im folgenden beschrieben) erhältlich.

Die erfindungsgemäßen Verbindungen werden nach üblichen Methoden aus ihren Reaktionsgemischen isoliert.

Wie für den Fachmann leicht ersichtlich ist, müssen bei dem oben beschriebenen Verfahren die funktionellen Gruppen von Zwischenverbindungen eventuell durch Schutzgruppen geschützt werden.

Beispiele für funktionelle Gruppen, deren Schutz wünschenswert ist, sind Hydroxy, Amino, Amidino und Carbonsäure. Als Hydroxy-Schutzgruppen eignen sich u.a. Trialkylsilyl- und Diarylsilylgruppen (z.B. t-Butyldimethylsilyl, t-Butyldiphenylsilyl oder Trimethylsilyl) und Tetrahydropyranyl. Als Carbonsäure-Schutzgruppen eignen sich u.a. C1-6-Alkyl- oder Benzylester. Als Amino- und Amidino-Schutzgruppen eignen sich u.a. t-Butyloxycarbonyl oder Benzoyloxycarbonyl. Amidino-Stickstoffatome können mono- oder bisgeschützt sein.

Die Abspaltung von Schutzgruppen kann nach dem Fachmann gut bekannten Methoden erfolgen, wie z.B. den im folgenden beschriebenen Methoden.

Eine vollständige Beschreibung der Verwendung von Schutzgruppen findet sich in "Protective Groups in Organic Chemistry", Herausgeber J. W. F. McOmie, Plenum Press (1973), und "Protective Groups in Organic Synthesis", 2. Auflage, T. W. Greene & P. G. M. Wutz, Wiley-Interscience (1991).

Medizinische und pharmazeutische Verwendung

Die erfindungsgemäßen Verbindungen sind von Wert, da sie im Körper zu Verbindungen mit pharmakologischer Wirkung metabolisiert werden. Sie sind daher als Pharmazeutika und insbesondere als Prodrugs indiziert.

Insbesondere werden die erfindungsgemäßen Verbindungen, obwohl sie an sich gegenüber Thrombin unwirksam sind, im Körper zu hochwirksamen Thrombin-Inhibitoren metabolisiert, wie beispielsweise in dem nachstehend beschriebenen Test demonstriert wird.

Mit "die erfindungsgemäßen Verbindungen sind an sich gegenüber Thrombin unwirksam" ist hier gemeint, daß sie einen IC50TT-Wert gemäß nachstehendem Test A von mehr als 1 &mgr;M aufweisen.

Es wird somit erwartet, daß die erfindungsgemäßen Verbindungen zur Verwendung bei Zuständen, bei denen die Inhibierung von Thrombin erforderlich ist, geeignet sind.

Die erfindungsgemäßen Verbindungen sind somit sowohl für die therapeutische und/oder prophylaktische Behandlung von Thrombose und Hyperkoagulabilität in Blut und Geweben von Tieren einschließlich Menschen indiziert.

Hyperkoagulabilität kann bekanntlich zu thromboembolischen Erkrankungen führen.

Als thromboembolische Erkrankungen seien aktivierte Protein-C-Resistenz, wie z.B. die Faktor-V-Mutation (Faktor-V-Leiden), und angeborene oder erworbene Mängel an Antithrombin III, Protein C, Protein S oder Heparin-Cofaktor II genannt. Als weitere Zustände, die bekanntlich mit Hyperkoagulabilität und thromboembolischer Erkrankung assoziiert sind, seien zirkulierende Antiphospholipid-Antikörper (Lupus-Antikoagulans), Homocysteinämie, heparininduzierte Thrombozytopenie und Fibrinolyse-Defekte genannt. Die erfindungsgemäßen Verbindungen sind somit sowohl für die therapeutische und/oder prophylaktische Behandlung dieser Zustände indiziert.

Die erfindungsgemäßen Verbindungen sind ferner für die Behandlung von Zuständen indiziert, bei denen ein unerwünschter Thrombinüberschuß ohne Anzeichen von Hyperkoagulabilität vorhanden ist, beispielsweise bei neurodegenerativen Erkrankungen, wie z.B. Alzheimer-Krankheit.

Als besondere Krankheitszustände seien die therapeutische und/oder prophylaktische Behandlung von Venenthrombose und Lungenembolie, Arterienthrombose (wie z.B. bei Myocardinfarkt, instabiler Angina, thrombosebedingtem Schlaganfall und peripherer Arterienthrombose) sowie systemische Embolie, in der Regel ausgehend vom Atrium beim Vorhofflimmern oder von der linken Herzkammer nach transmuralem Myocardinfarkt, genannt.

Außerdem sollten sich die erfindungsgemäßen Verbindungen zur Verwendung bei der Prophylaxe gegen Reokklusion (d.h. Thrombose) nach Thrombolyse, perkutaner transluminaler Angioplastie (PTA) und koronaren Bypass-Operationen und bei der Prävention der Rethrombosierung nach Mikrochirurgie und Gefäßchirurgie im allgemeinen eignen.

Beispiele für weitere Indikationen sind die therapeutische und/oder prophylaktische Behandlung von durch Bakterien, multiples Trauma, Vergiftung oder einen anderen Mechanismus verursachter disseminierter intravasaler Koagulation, die antikoagulatorische Behandlung, wenn Blut mit Fremdoberflächen im Körper in Berührung steht, wie beispielsweise mit Gefäßtransplantaten, Gefäß-Stents, Gefäßkathetern, mechanischen und biologischen Herzklappenprothesen oder anderen medizinischen Vorrichtungen; und die antikoagulatorische Behandlung, wenn Blut mit medizinischen Vorrichtungen außerhalb des Körpers in Berührung steht, wie z.B. bei der Herz- und Gefäßchirurgie unter Verwendung einer Herz-Lungen-Maschine oder bei der Hämodialyse.

Neben seinen Wirkungen auf den Koagulationsprozeß aktiviert Thrombin bekanntlich eine große Zahl von Zellen (wie z.B. Neutrophile, Fibroblasten, Endothelzellen und Glattmuskelzellen). Daher eignen sich die erfindungsgemäßen Verbindungen eventuell auch zur therapeutischen und/oder prophylaktischen Behandlung von idiopathischem Atemnotsyndrom und Atemnotsyndrom des Erwachsenen, Lungenfibrose nach Strahlenbehandlung oder Chemotherapie, septischem Schock, Septikämie, Entzündungsreaktionen einschließlich u.a. Ödem, akuter oder chronischer Atherosklerose, wie z.B. koronarer Gefäßerkrankung, cerebraler Gefäßerkrankung, peripherer Gefäßerkrankung, Reperfusionsschäden und Restenose nach perkutaner transluminaler Angioplastie (PTA).

Erfindungsgemäße Verbindungen, die Trypsin und/oder Thrombin inhibieren, eignen sich eventuell auch zur Verwendung bei der Behandlung von Pankreatitis.

Einen weiteren Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet eine Verwendung einer Verbindung der Formel I gemäß obiger Definition oder eines pharmazeutisch annehmbaren Salzes davon verabreicht, bei einem Verfahren zur Behandlung eines Zustands, bei dem die Inhibierung von Thrombin erforderlich ist.

Die Verabreichung der erfindungsgemäßen Verbindungen erfolgt normalerweise auf oralem, bukkalem, rektalem, dermalem, nasalem, trachealem, bronchialem oder anderem parenteralem Weg oder per Inhalation, in Form von pharmazeutischen Zubereitungen, die das Prodrug entweder in Form einer freien Base oder als pharmazeutisch unbedenkliches nichttoxisches organisches oder anorganisches Säureadditionssalz enthalten, in einer pharmazeutisch unbedenklichen Dosierungsform. Je nach zu behandelnder Störung und zu behandelndem Patienten sowie Verabreichungsweg können die Zusammensetzungen in variierenden Dosen verabreicht werden.

Die erfindungsgemäßen Verbindungen können auch mit einem beliebigen Antithrombotikum mit einem anderen Wirkmechanismus, wie z.B. den Thrombocytenaggregationshemmern Acetylsalicylsäure, Ticlopidin, Clopidogrel, Thromboxanrezeptor- und/oder Thromboxansynthetase-Inhibitoren, Fibrinogenrezeptorantagonisten, Prostacyclin-Mimetika und Phosphodiesterase-Inhibitoren sowie ADP-Rezeptor-Antagonisten (P2T-Antagonisten) vereinigt und/oder damit zusammen verabreicht werden.

Die erfindungsgemäßen Verbindungen können außerdem bei der Behandlung von thrombotischen Erkrankungen, insbesondere Myocardinfarkt, mit Thrombolytika, wie z.B. Gewebe-Plasminogen-Aktivator (nativ oder rekombinant), Streptokinase, Urokinase, Prourokinase, anisolyiertem Streptokinase-Plasminogen-Aktivator-Komplex (ASPAC), Tierspeicheldrüsen-Plasminogen-Aktivatoren und dergleichen, vereinigt und/oder damit zusammen verabreicht werden.

Einen weiteren Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet somit eine pharmazeutische Formulierung, enthaltend eine Verbindung der Formel I gemäß obiger Definition oder ein pharmazeutisch annehmbares Salz davon in Abmischung mit einem pharmazeutisch annehmbaren Hilfsstoff, Verdünnungsmittel oder Träger.

Geeignete Tagesdosen der erfindungsgemäßen Verbindungen bei der therapeutischen Behandlung von Menschen liegen bei peroraler Verabreichung bei etwa 0,001–100 mg/kg Körpergewicht und bei parenteraler Verabreichung bei 0,001–50 mg/kg Körpergewicht.

Die erfindungsgemäßen Verbindungen weisen den Vorteil auf, daß sie sowohl nach oraler Verabreichung als auch nach parenteraler Verabreichung im Vergleich zu Verbindungen der Formel: RaO(O)C-CH2-(R)Cgl-Aze-Pab-H, worin Ra die oben angegebene Bedeutung besitzt, und insbesondere der Verbindung, in der Ra für H steht, verbesserte pharmakokinetische Eigenschaften, wie z.B. die oben aufgeführten, aufweisen können.

Die erfindungsgemäßen Verbindungen sind gegenüber Thrombin, Trypsin und anderen Serinproteasen unwirksam. Die Verbindungen bleiben somit im Magen-Darm-Trakt unwirksam, so daß die bei oraler Verabreichung von an sich wirksamen Antikoagulantien anzutreffenden potentiellen Komplikationen, wie z.B. Blutungen oder Verdauungstörungen, die sich aus der Inhibierung von Trypsin ergeben, vermieden werden können.

Des weiteren können durch die Verwendung der erfindungsgemäßen Verbindungen lokale Blutungen, die mit der parenteralen Verabreichung eines wirksamen Thrombin-Inhibitors assoziiert sind und danach auftreten, vermieden werden.

Die erfindungsgemäßen Verbindungen können auch den Vorteil aufweisen, daß sie im Vergleich zu vorbekannten Verbindungen eine höhere Wirksamkeit, eine geringere Toxizität, eine längere Wirkdauer und einen breiteren Wirkungsbereich aufweisen, weniger Nebenwirkungen verursachen, leichter resorbiert werden oder andere wertvolle pharmakologische Eigenschaften besitzen.

Biologische Tests Test A Bestimmung der Thrombingerinnungszeit (TT)

Humanthrombin (T 6769, Fa. Sigma Chem., Endkonzentration 1,4 NIH-Einheiten/mL) in Pufferlösung, pH 7,4, 100 &mgr;L, und 100 &mgr;L Inhibitorlösung wurden eine min inkubiert. Dann wurden 100 &mgr;L gepooltes normales humanes Citratplasma zugesetzt, wonach die Gerinnungszeit in einer automatischen Vorrichtung (KC 10, Amelung) bestimmt wurde.

Aus einer Auftragung der Gerinnungszeit in Sekunden gegen die Inhibitorkonzentration wurde durch Interpolation der IC50TT-Wert ermittelt.

Beim IC50TT-Wert handelt es sich um diejenige Inhibitorkonzentration, die die Thrombingerinnungszeit für Humanplasma verdoppelt.

Test B Bestimmung der Thrombinzeit in Plasma ex vivo

Die Thrombin-Inhibierung nach oraler oder parenteraler Verabreichung der erfindungsgemäßen Verbindungen wurde an wachen Ratten untersucht, die ein oder zwei Tage vor dem Versuch mit einem Katheter zur Blutentnahme aus der Arteria carotis versehen wurden. Am Versuchstag wurde die Verbindung als Lösung in einem Gemisch aus Ethanol, SolutolTM und Wasser im Verhältnis 5:5:90 verabreicht und in festen Zeitabständen Blutproben in Kunststoffröhrchen mit 1 Teil Natriumcitratlösung (0,13 mol pro L) und 9 Teilen Blut gezogen. Die Röhrchen wurden zentrifugiert, um thrombozytenarmes Plasma zu erhalten. Das Plasma wurde zur Bestimmung der Thrombinzeit wie folgt verwendet.

100 &mgr;L des Ratten-Citratplasmas wurden mit 100 &mgr;L einer 0,9%igen Kochsalzlösung verdünnt, wonach die Plasmakoagulation durch Zusatz von Humanthrombin (T 6769, Fa. Sigma Chem., USA) in Pufferlösung, pH 7,4, 100 &mgr;L, gestartet wurde. Die Gerinnungszeit wurde in einer automatischen Vorrichtung (KC 10, Amelung, Deutschland) bestimmt.

Die Konzentrationen des wirksamen Thrombin-Inhibitors HO(O)C-CH2(R)Cgl-Aze-Pab-H (siehe internationale Patentanmeldung WO 94/29336) im Rattenplasma wurden anhand von Standardkurven abgeschätzt, die die Beziehung zwischen Thrombinzeit in dem gepoolten Ratten-Citratplasma und bekannten Konzentrationen des obengenannten wirksamen Thrombin-Inhibitors in Kochsalzlösung wiedergeben.

Auf der Basis der abgeschätzten Plasmakonzentrationen des wirksamen Thrombin-Inhibitors HO(O)C-CH2(R)Cgl-Aze-Pab-H (unter der Annahme, daß die Verlängerung der Thrombinzeit durch die obergenannte Verbindung verursacht wird) in der Ratte wird die Fläche unter der Kurve nach oraler und/oder parenteraler Verabreichung der Prodrug-Verbindung mittels Trapezregel und Extrapolation nach unendlich berechnet (AUCpd).

Die Bioverfügbarkeit des wirksamen Thrombin-Inhibitors HO(O)C-CH2(R)Cgl-Aze-Pab-H nach oraler oder parenteraler Verabreichung der Prodrug-Verbindung wurde folgendermaßen berechnet: [(AUCpd/Dosis)/(AUCwirk,iv/Dosis)] × 100 worin AUCwirk,iv für die nach intravenöser Verabreichung von HO(O)C-CH2(R)Cgl-Aze-Pab-H an wache Ratten wie oben beschrieben erhaltene AUC steht.

Test C Bestimmung der Thrombinzeit in Urin ex vivo

Die Menge an wirksamem Thrombin-Inhibitor HO(O)C-CH2(R)Cgl-Aze-Pab-H, die nach oraler oder parenteraler Verabreichung der erfindungsgemäßen Verbindungen als Lösung in einem Gemisch aus Ethanol, SolutolTM und Wasser im Verhältnis 5:5:90 im Urin ausgeschieden wurde, wurde durch Bestimmung der Thrombinzeit in Urin ex vivo abgeschätzt (unter der Annahme, daß die Verlängerung der Thrombinzeit durch die obengenannte Verbindung verursacht wird).

Wache Ratten wurden nach oraler Verabreichung von erfindungsgemäßen Verbindungen über einen Zeitraum von 24 Stunden in Metabolismuskäfige, die ein separates Auffangen von Urin und Kot ermöglichen, gesetzt. Die Thrombinzeitbestimmung wurde an dem aufgefangenen Urin folgendermaßen durchgeführt.

Gepooltes normales humanes Citratplasma (100 &mgr;L) wurde eine Minute lang mit dem konzentrierten Rattenurin oder Verdünnungen davon mit Kochsalzlösung inkubiert. Dann wurde die Plasmakoagulation durch Zusatz von Humanthrombin (T 6769, Fa. Sigma Chem.) in Pufferlösung (pH 7,4, 100 &mgr;L) gestartet. Die Gerinnungszeit wurde in einer automatischen Vorrichtung (KC 10, Amelung) bestimmt.

Die Konzentrationen des wirksamen Thrombin-Inhibitors HO(O)C-CH2(R)Cgl-Aze-Pab-H im Rattenurin wurden anhand von Standardkurven abgeschätzt, die die Beziehung zwischen Thrombinzeit in dem gepoolten normalen humanen Citratplasma und bekannten Konzentrationen des obengenannten wirksamen Thrombin-Inhibitors in Lösung in konzentriertem Rattenurin (oder Verdünnungen davon mit Kochsalzlösung) wiedergeben. Durch Multiplikation der Rattenurin-Gesamtproduktion über den Zeitraum von 24 Stunden mit der abgeschätzten mittleren Konzentration des obengenannten wirksamen Inhibitors im Urin konnte die im Urin ausgeschiedene Menge des wirksamen Inhibitors (MENGEpd) berechnet werden.

Die Bioverfügbarkeit des wirksamen Thrombin-Inhibitors HO(O)C-CH2(R)Cgl-Aze-Pab-H nach oraler oder parenteraler Verabreichung der Prodrug-Verbindung wurde folgendermaßen berechnet: [(MENGEpd/Dosis)/(MENGEwirk,iv/Dosis)] × 100 worin MENGEwirk,iv für die nach intravenöser Verabreichung von HO(O)C-CH2(R)Cgl-Aze-Pab-H an wache Ratten wie oben beschrieben im Urin ausgeschiedene Menge steht.

Test D Bestimmung von HO(O)C-CH2(R)Cgl-Aze-Pab-H in Urin mittels LC-MS

Die nach oraler oder parenteraler Verabreichung der erfindungsgemäßen Verbindungen als Lösung in einem Gemisch aus Ethanol, SolutolTM und Wasser im Verhältnis 5:5:90 im Urin ausgeschiedene Menge des wirksamen Thrombin-Inhibitors HO(O)C-CH2(R)Cgl-Aze-Pab-H wurde folgendermaßen mittels LC-MS-Analyse bestimmt.

Die Tierstudien wurden in Analogie zu obiger Methode C durchgeführt. Urinproben wurden aufgefangen und vor der Analyse bei –20°C eingefroren.

Die Untersuchung von Urinproben auf ihren Gehalt an HO(O)C-CH2(R)Cgl-Aze-Pab-H wurde folgendermaßen durchgeführt:

Aufgetaute Urinproben wurden gemischt und gegebenenfalls in einer Zentrifuge geschleudert. Festphasenextraktionsröhrchen (Analytichem Bond Elut. Nr. 1210-2059) wurden mit 1,0 mL Methanol aktiviert und mit 1,0 mL eines Gemischs aus Acetonitril und Wasser im Verhältnis 50:50, gefolgt von 1,0 mL 0,1%iger Ameisensäure, konditioniert. Jedes Extraktionsröhrchen wurde mit 50 &mgr;L des internen Arbeitsstandards (20 &mgr;mol/L) versetzt. Für Urinstandards wurden 50 &mgr;L Standardlösung zugesetzt. 200 &mgr;L einer Probe bzw. (für Urinstandards) einer Urin-Blindprobe wurden in jedes Röhrchen gegeben und mittels Schwerkraft oder schwachem Vakuum durchgezogen. Nach Auswaschen von Urinresten mit 1,0 mL Ammoniumacetat (2 mmol/L) wurde mit 1,0 mL eines Gemischs aus Acetonitril und Ammoniumacetat (2 mmol/L) im Verhältnis 35:65 eluiert. Das aufgefangene Eluat wurde in Autosampler-Fläschchen überführt. 30 &mgr;L des Extrakts wurden auf die LC-Säule (Hypersil BDS-C18; 3 &mgr;m; 75 mm × 4,00 mm ID; Hewlett-Packard Nr. 79926 03-354) aufgegeben und mit Ammoniumacetatpuffer (1,3 mmol/L) mit 40% Acetonitril und 0,1% Ameisensäure bei 0,75 mL/min eluiert. Der Auslauf wurde so aufgeteilt, daß 30 &mgr;L/min in die Elektrospray-Ionenquelle eines Massenspektrometers P-E Sciex API-3 gelangten. Sowohl HO(O)C-CH2(R)Cgl-Aze-Pab-H als auch HO(O)C-CH2(R)Cgl-Pro-Pab-H (interner Standard) weisen Retentionszeiten in der Nähe von 1,5 Minuten auf. Ihre Molekülionen ((M + H)+) wurden bei m/z 430,2 bzw. 444,2 bei einer Auflösung von einer Masseneinheit verfolgt. Zur Kalibrierung auf der Basis von Peakflächenverhältnissen von HO(O)C-CH2(R)Cgl-Aze-Pab-H gegenüber dem internen Standard wurden Urinstandards bei zwei Konzentrationen verwendet, wobei eine Konzentration an der Quantifizierungsgrenze lag. Die Linearität der Methode wurde über den Bereich von 0,050 bis 20 &mgr;mol/L geprüft. Der Variationskoeffizient betrug bei 1–20 &mgr;mol/L 1–2% und bei 0,50 &mgr;mol/L 7%. Die Quantifizierungsgrenze lag bei 0,050 &mgr;mol/L.

Durch Multiplikation der Urin-Gesamtproduktion über den Zeitraum von 24 Stunden mit der gemessenen Konzentration an HO(O)C-CH2(R)Cgl-Aze-Pab-H im Urin konnte die im Urin ausgeschiedene Menge des wirksamen Inhibitors (MENGEpd) berechnet werden. Die Bioverfügbarkeit des wirksamen Thrombin-Inhibitors wurde dann wie bei obiger Methode C berechnet.

Die Erfindung wird anhand der folgenden Beispiele näher erläutert.

Beispiele Allgemeine experimentelle Verfahrensweisen.

Zur Aufnahme der Massenspektren diente ein Tripelquadrupolmassenspektrometer der Bauart Finnigan MAT TSQ 700 mit Elektrospray-Interface.

Zur Durchführung der 1H-NMR- und 13C-NMR-Messungen dienten Spektrometer der Bauart BRUKER ACP 300 und Varian UNITY plus 400 und 500 mit einer 1H-Betriebsfrequenz von 300,13, 399,96 bzw. 499,82 MHz und einer 13C-Betriebsfrequenz von 75,46, 100,58 bzw. 125,69 MHz. Chemische Verschiebungen sind in &dgr;-Einheiten angegeben.

Herstellung von Edukten

Boc-(R)Cgl-Aze-Pab-H, Boc-(R)Cgl-Aze-Pab × HCl, H-(R)Aze-Pab-Z, H-(R)Aze-Pab-Z × HCl, Bn-OOCCH2(R)Cgl-Aze-Pab-Z, Boc-(R)Cgl-Aze-Pab-Z, Boc-(R)Cgl-Aze-OH und Pab-Z × HCl wurden nach den in der internationalen Patentanmeldung WO 94/29336 beschriebenen Methoden hergestellt.

Referenzbeispiel 1 EtOOCCH2-(R)Cgl-Aze-Pab-COOCH2CH=CH2 (i) Boc-(R)Cgl-Aze-Pab-COOCH2CH=CH2

Zu einer Lösung von Boc-(R)Cgl-Aze-Pab-H (6,1 g; 13 mmol) in THF (125 mL) und 2 M NaOH (70 mL; 140 mmol) wurde bei 0°C Chlorameisensäureallylester (1,7 g; 14 mmol) getropft. Nach 1 h Rühren bei 0°C wurde die Reaktionsmischung eingeengt und mit Wasser (100 mL) versetzt, wonach die erhaltene wäßrige Phase mit Methylenchlorid (3 × 100 mL) extrahiert wurde. Die vereinigten organischen Phasen wurden eingeengt, was 6,4 g enes Rohprodukts ergab, das mittels Flash-Chromatographie unter Verwendung von EtOAc:THF:Et3N (68:29:3) als Elutionsmittel gereinigt wurde. Nach Einengen wurden 5,8 g (81%) der im Untertitel aufgeführten Verbindung in Form eines weißen Feststoffs erhalten.

1H-NMR (500 MHz, CDCl3): &dgr; 8,19 (bt, 1H), 7,78 (d, 2H), 7,26 (d, 2H), 6,02–5,92 (m, 1H), 5,32 (d, J = 17 Hz, 1H), 5,18 (d, J = 10 Hz, 1H), 5,06 (d, J = 7 Hz, 1H), 4,82 (bs, 1H), 4,61 (d, J = 6 Hz, 2H), 4,58–4,48 (m, 1H), 4,38–4,27 (m, 2H), 4,14–4,03 (m, 1H), 3,77–3,68 (m, 1H), 2,60–0,90 (m, 24H).

13C-NMR (125 MHz, CDCl3) Carbonyl- und Amidin-Signale: &dgr; 172,70, 170,74, 168,02, 164,54, 155,98.

(ii) H-(R)Cgl-Aze-Pab-COOCH2CH=CH2 × 2TFA

Eine Lösung von Boc-(R)Cgl-Aze-Pab-COOCH2CH=CH2 (2,03 g; 3,65 mmol; aus obigem Schritt (i)) in Methylenchlorid (15 mL) wurde bei 0°C mit TFA (15 mL) versetzt. Nach 3 h Rühren bei Umgebungstemperatur wurde die Reaktionsmischung eingeengt, was 2,8 g der im Untertitel aufgeführten Verbindung in Form eines weißen Feststoffs ergab.

1H-NMR (500 MHz, MeOH (d4)): &dgr; 7,80 (d, 2H), 7,57 (d, 2H), 6,02 (m, 1H), 5,45 (d, J = 17 Hz, 1H), 5,33 (d, J = 10 Hz, 1H), 5,91–4,80 (m, 3H), 4,56 (s, 2H), 4,38 (bq, J = 8 Hz, 1H), 3,71 (d, J = 7 Hz, 1H), 2,76–2,60 (m, 1H), 2,35–2,20 (m, 1H), 1,9–1,0 (m, 11H).

(iii) EtOOCCH2-(R)Cgl-Aze-Pab-COOCH2CH=CH2

Eine Mischung aus H-(R)Cgl-Aze-Pab-COOCH2CH=CH2 × 2TFA (649 mg; 0.95 mmol; aus obigem Schritt (ii)), K2CO3 (656 mg, 4,8 mmol), Wasser (0,1 mL) und THF (10 mL) wurde 2 h bei 40°C gerührt und dann mit Bromessigsäureethylester (190 mg; 1,14 mmol) in THF (1 mL) versetzt. Das Reaktionsgemisch wurde 4 h bei 40°C und 14 h bei Umgebungstemperatur gerührt und dann filtriert, eingeengt und mittels Flash-Chromatographie unter Verwendung von EtOAc:THF:Et3N (68:29:3) als Elutionsmittel gereinigt, was 244 mg (47%) der Titelverbindung in Form eines weißen Feststoffs ergab.

1H-NMR (400 MHz, CDCl3): &dgr; 8,46 (bt, 1H), 7,81 (d, 2H), 7,35 (d, 2H), 6,08–5,94 (m, 1H), 5,35 (d, J = 18 Hz, 1H), 5,23 (d, J = 11 Hz, 1H), 4,93 (dd, J = 6 und 9 Hz, 1H), 4,66 (d, 2H), 4,62–4,38 (AB-Teil eines ABX-Spektrums), 4,16–4,04 (m, 4H), 3,20 (d, 2H), 2,86 (d, 1H), 2,64–2,45 (m, 2H), 2,0-1,0 (m, 17H).

13C-NMR (100 MHz, CDCl3) Carbonyl- und Amidin-Signale: &dgr; 175,33, 172,24, 170,72, 168,19, 164,35.

Referenzbeispiel 2 nPrOOCCH2-(R)Cgl-Aze-Pab-COOCH2CH=CH2

Die Titelverbindung wurde nach der in Beispiel 1(iii) beschriebenen Verfahrensweise aus H-(R)Cgl-Aze-Pab-COOCH2CH=CH2 × 2TFA (503 mg; 0,74 mmol; siehe Beispiel 1(ii) oben) und Bromessigsäure-n-propylester (160 mg, 0,88 mmol) hergestellt, was 277 mg (68%) in Form eines weißen Feststoffs ergab.

1H-NMR (400 MHz, CDCl3): &dgr; 8,48 (bt, 1H), 7,83 (d, 2H), 7,35 (d, 2H), 6,76 (breit, 1H), 6,02 (m, 1H), 5,37 (dd, 1H), 5,24 (dd, 1H), 4,94 (t, 1H), 4,67 (dd, 2H), 4,49 (AB-Teil eines ABX-Spektrums, 2H), 4,12 (m, 2H), 3,98 (t, 2H), 3,24 (AB-System, 2H), 2,87 (d, 1H), 2,52 (m, 2H), 1,99 (bd, 2H), 1,80–1,50 (m, 7H), 1,61 (q, 2H), 1,30–1,10 (m, 2H), 1,00 (qd, 2H), 0,90 (t, 3H).

13C-NMR (100 MHz, CDCl3) Amidin- und Carbonyl-Signale: &dgr; 175,4, 172,3, 170,7, 167,9, 164,5.

Referenzbeispiel 3 tBuOOCCH2-(R)Cgl-Aze-Pab-COOCH2CH=CH2

Die Titelverbindung wurde nach der in Beispiel 1(iii) beschriebenen Verfahrensweise aus H-(R)Cgl-Aze-Pab-COOCH2CH=CH2 × 2TFA (285 mg; 0,42 mmol; siehe Beispiel 1(ii) oben) und Bromessigsäure-t-butylester (96 mg, 0,50 mmol) hergestellt, was 93 mg (39%) in Form eines weißen Feststoffs ergab.

1H-NMR (500 MHz, CDCl3): &dgr; 8,50 (bt, 1H), 7,81 (d, 2H), 7,36 (d, 2H), 6,07–5,97 (m, 1H), 5,36 (d, J = 16 Hz, 1H), 5,22 (d, J = 10 Hz, 1H), 4,93 (dd, J = 9 und 6 Hz, 1H), 4,76 (d, J = 6 Hz, 2H), 4,57–4,46 (m, 2H), 4,18–4,04 (m, 2H); 3,19–3,08 (AB-Spektrum, JAB = 20 Hz, 2H), 2,86 (d, J = 8 Hz, 1H), 2,72–2,53 (m, 2H), 2,0–0,9 (m, 23H).

13C-NMR (100 MHz, CDCl3) Amidin- und Carbonyl-Signale: &dgr; 175,28, 171,53, 170,76, 167,81, 164,1.

Referenzbeispiel 4 EtOOCCH2-(R)Cgl-Aze-Pab-COOEt (i) Boc-(R)Cgl-Aze-Pab-COOEt

Die im Untertitel aufgeführte Verbindung wurde nach der in Beispiel 1(i) beschriebenen Verfahrensweise aus Boc-(R)Cgl-Aze-Pab-H (600 mg; 1,3 mmol) und Chlorameisensäureethylester (150 mg; 1,4 mmol) hergestellt, was 240 mg (34%) in Form eines weißen Feststoffs ergab.

1H-NMR (300 MHz, CDCl3): &dgr; 9,37 (bs, 1H), 8,16 (bs, 1H), 7,72 (d, 2H), 7,18 (d, 2H), 5,17 (d, 1H), 4,73 (t, 1H), 4,47 (dd, 1H), 4,27 (m, 2H), 4,06 (q, 2H), 3,66 (t, 1H), 2,48 (m, 1H), 2,37 (m, 1H), 1,4–1,8 (m, 7H), 1,22 (s, 9H), 1,3–0,8 (m, 7H).

13C-NMR (75 MHz, CDCl3) Carbonyl- und Amidin-Signale: &dgr; 172,6, 170,7, 167,9, 164,8, 156,0.

(ii) H-(R)Cgl-Aze-Pab-COOEt × 2HCl

Eine Lösung von Boc-(R)Cgl-Aze-Pab-COOEt (240 mg; 0,44 mmol; aus obigem Schritt (i)) in EtOAc (20 mL) wurde bei 0°C über einen Zeitraum von 5 Minuten mit Chlorwasserstoff versetzt. Das Reaktionsgemisch wurde 1 h bei 0°C gerührt und dann eingeengt, was 225 mg (100%) in Form eines weißen Feststoffs ergab.

1H-NMR (300 MHz, D2O): &dgr; 7,85 (d, 2H), 7,61 (d, 2H), 4,98 (dd, 1H), 4,60 (s, 1H), 4,44 (p, 5H), 3,90 (d, 1H), 2,73 (m, 1H), 2,37 (m, 1H), 2,0–1,65 (m, 9H), 1,39 (t, 3H), 1,4–1,1 (m, 7H), 0,98 (m, 1H).

13C-NMR (75 MHz, D2O) Amidin- und Carbonyl-Signale: &dgr; 172,7, 169,4, 166,8, 154,3.

(iii) EtOOCCH2-(R)Cgl-Aze-Pab-COOEt

Die Titelverbindung wurde nach der in Beispiel 1(iii) beschriebenen Verfahrensweise aus H-(R)Cgl-Aze-Pab-COOEt × 2HCl (160 mg; 0,31 mmol; aus obigem Schritt (ii)) und Bromessigsäureethylester (52,5 mg; 0,31 mmol) hergestellt. Ausbeute: 100 mg (61%) in Form eines hellgelben Feststoffs.

1H-NMR (300 MHz, CDCl3): &dgr; 8,48 (bt, 1H), 7,81 (d, 2H), 7,38 (d, 2H), 4,51 (AB-Teil eines ABX-Spektrums, 2H), 4,21 (q, 2H), 4,15–4,05 (m, 4H), 3,21 (AB-Spektrum, 2H), 2,86 (d, 1H), 2,68 (m, 1H), 2,53 (m, 1H), 1,96 (bd, 2H), 1,90–1,70 (m, 12H), 1,35 (t, 3H), 1,22 (t, 6H), 1,30–0,95 (m, 2H).

13C-NMR (75 MHz, CDCl3) Carbonyl- und Amidin-Signale: &dgr; 175,5, 172,2, 170,7, 167,6, 164,9.

Referenzbeispiel 5 EtOOCCH2-(R)Cgl-Aze-Pab-COO-nPr (i) Boc-(R)Cgl-Aze-Pab-COO-nPr

Die im Untertitel aufgeführte Verbindung wurde nach der in obigem Beispiel 1(i) beschriebenen Verfahrensweise unter Verwendung von Boc-(R)Cgl-Aze-Pab-H (6,0 g; 13 mmol) und Chlorameisensäure-n-propylester (1,57 mL; 14 mmol) hergestellt. Ausbeute 5,4 g (76%).

1H-NMR (400 MHz, CDCl3): &dgr; 8,25 (bt, 1H), 7,82 (d, 2H), 7,31 (d, 2H), 5,09 (bd, 1H), 4,87 (dd, 1H), 4,58 (dd, 1H), 4,39 (dd, 2H), 4,14 (q, 1H), 4,10 (t, 2H), 3,79 (t, 1H), 2,54 (dm, 2H), 2,21 (s, 1H), 1,87–1,55 (m, 8H), 1,33 (s, 9H), 1,45–1,0 (m, 4H), 0,99 (t, 3H).

13C-NMR (100 MHz, CDCl3) Amidin- und Carbonyl-Signale: &dgr; 172,7, 170,6, 167,8, 165,0, 155,9.

(ii) H-(R)Cgl-Aze-Pab-COO-nPr × 2TFA

Die im Untertitel aufgeführte Verbindung wurde nach der in Beispiel 1(ii) beschriebenen Verfahrensweise unter Verwendung von 2,1 g (3,7 mmol) Boc-(R)Cgl-Aze-Pab-COO-nPr (aus obigem Schritt (i)) hergestellt. Ausbeute 3,7 g.

1H NMR (400 MHz, MeOH-d4): &dgr; 7,77 (d, 2H), 7,60 (d, 1H), 4,86 (dd, 1H), 4,56 (AB-Teil eines ABX-Spektrums, 2H), 4,33 (m, 4H), 3,72 (d, 1H), 3,30 (m, 1H), 2,68 (m, 1H), 2,28 (m, 1H), 1,9–1,7 (m, 9H), 1,4–1,1 (m, 6H), 1,02 (t, 3H).

13C-NMR (100 MHz, MeOH-d4) Carbonyl- und Amidin-Signale: &dgr; 172,7, 169,3, 168,0, 161,4.

(iii) EtOOCCH2-(R)Cgl-Aze-Pab-COO-nPr

Die Titelverbindung wurde nach der in Beispiel 1(iii) beschriebenen Verfahrensweise aus H-(R)Cgl-Aze-Pab-COO-nPr × 2TFA (472 mg; 0,69 mmol; aus obigem Schritt (ii)) und Bromessigsäureethylester (138 mg; 0,83 mmol) hergestellt, was 0,22 mg (58%) in Form eines weißen Feststoffs ergab.

1H-NMR (400 MHz, CDCl3): &dgr; 8,46 (bt, 1H), 7,82 (d, 2H), 7,32 (d, 2H), 4,92 (dd, 1H), 4,49 (AB-Teil eines ABX-Spektrums, 2H), 4,10 (m, 6H), 3,23 (AB-Spektrum, 2H), 2,80 (dm, 2H), 1,98 (bd, 2H), 1,74 (q, 2H), 1,63 (dd, 2H), 1,52 (m, 1), 1,21 (t, 3H), 1,20–1,10 (m, 2H), 0,98 (t, 3H).

13C-NMR (100 MHz, CDCl3) Carbonyl- und Amidin-Signale: &dgr; 175,3, 172,2, 170,7, 167,6, 164,8.

Referenzbeispiel 6 MeOOCCH2-(R)Cgl-Aze-Pab-COO-nPr

Die Titelverbindung wurde nach der in obigem Beispiel 1(iii) beschriebenen Verfahrensweise aus H-(R)Cgl-Aze-Pab-COO-nPr × 2TFA (365 mg; 0,53 mmol; siehe obiges Beispiel 5(ii)) und Bromessigsäuremethylester (98 mg; 0,64 mmol) hergestellt, was 114 mg (41%) in Form eines weißen Feststoffs ergab.

1H-NMR (500 MHz, CDCl3): &dgr; 8,44 (bt, 1H), 7,82 (d, 2H), 7,32 (d, 2H), 7,04 (breit, 1H), 4,92 (dd, 1H), 4,49 (AB-Teil eines ABX-Spektrums), 4,12 (m, 2H), 4,10 (t, 2H), 3,63 (s, 3H), 3,24 (s, 2H), 2,87 (d, 1H), 2,65 (m, 1H), 2,52 (m, 1H), 2,01 (breit, 1H), 1,96 (bd, 2H), 1,75 (q, 4H), 1,63 (bdd, 1H), 1,53 (m, 1H), 1,3–1,1 (m, 5H), 0,99 (t, 3H).

13C-NMR (100 MHz, CDCl3) Carbonyl- und Amidin-Signale: &dgr; 175,3, 172,5, 170,7, 167,7, 165,0.

Referenzbeispiel 7 EtOOCCH2-(R)Cgl-Aze-Pab-COOCH2CH2OMe (i) Boc-(R)Cgl-Aze-Pab-COOCH2CH2OMe

Die im Untertitel aufgeführte Verbindung wurde nach der in obigem Beispiel 1(i) beschriebenen Verfahrensweise unter Verwendung von Boc-(R)Cgl-Aze-Pab-H (6,0 g; 13 mmol) und Chlorameisensäure-2-methoxyethylester (1,94 g; 14 mmol) hergestellt. Ausbeute 3,9 g (52%).

1H-NMR (400 MHz, CDCl3): &dgr; 8,24 (bt, 1H), 7,83 (d, 2H), 7,31 (d, 2H), 5,08 (bd, 1H), 4,87 (dd, 1H), 4,58 (dd, 1H), 4,39 (dd, 2H), 4,30 (t, 2H), 4,15 (m, 1H), 3,79 (bt, 1H), 3,68 (t, 2H), 3,40 (s, 3H), 2,65–2,45 (m, 2H), 2,20 (breit, 1H), 1,9–1,55 (m, 6H), 1,34 (s, 9H), 1,3–0,95 (m, 6H).

13C-NMR (100 MHz, CDCl3) Carbonyl- und Amidin-Signale: &dgr; 172,7, 170,7, 167,8, 164,6, 155,9.

(ii) H-(R)Cgl-Aze-Pab-COOCH2CH2OMe × 2TFA

Die im Untertitel aufgeführte Verbindung wurde nach der in obigem Beispiel 1(ii) beschriebenen Verfahrensweise unter Verwendung von 1,71 g Boc-(R)Cgl-Aze-Pab-COOCH2CH2OMe (aus obigem Schritt (i)) hergestellt. Ausbeute 1,89 g (88%).

1H-NMR (400 MHz, MeOH-d4): &dgr; 7,77 (d, 2H), 7,59 (d, 2H), 4,85 (dd, 1H), 4,56 (d, 2H), 4,49 (m, 2H), 4,37 (m, 1H), 4,28 (m, 1H), 3,70 (m, 3H), 3,37 (s, 3H), 2,68 (m, 1H), 2,28 (m, 1H), 1,9–1,7 (m, 7H), 1,4–1,1 (m, 6H).

13C-NMR (100 MHz, MeOH-d4) Carbonyl- und Amidin-Signale: &dgr; 172,7, 169,3, 168,0, 154,6.

(iii) EtOOCCH2-(R)Cgl-Aze-Pab-COOCH2CH2OMe

Die Titelverbindung wurde nach der in obigem Beispiel 1(iii) beschriebenen Verfahrensweise aus H-(R)Cgl-Aze-Pab-COOCH2CH2OMe × 2TFA (487 mg; 0,69 mmol; aus obigem Schritt (ii)) und Bromessigsäureethylester (138 mg; 0,83 mmol) hergestellt, was ein Rohprodukt ergab, das mittels Flash-Chromatographie unter Verwendung von THF:Methylenchlorid (3:1) als Elutionsmittel gereinigt wurde. Die Ausbeute betrug 0,13 mg (34%) in Form eines weißen Feststoffs.

1H-NMR (400 MHz, CDCl3): &dgr; 8,46 (bt, 1H), 7,83 (d, 2H), 7,32 (d, 2H), 7,21 (breit, 1H), 4,92 (dd, 1H), 4,49 (AB-Teil eines ABX-Spektrums, 2H), 4,30 (t, 2H), 4,12 (q, 2H), 4,07 (q, 2H), 3,68 (t, 1H), 3,40 (s, 3H), 3,24 (s, 2H), 2,62 (m, 1H), 2,52 (m, 1H), 2,07 (breit, 1H), 1,97 (bd, 1H), 1,8–1,5 (m, 5H), 1,3–1,1 (m, 6H), 1,05–0,95 (m, 2H).

13C-NMR (100 MHz, CDCl3) Carbonyl- und Amidin-Signale: &dgr; 175,3, 172,2, 170,7, 167,8, 164,6.

Referenzbeispiel 8 MeOOCCH2-(R)Cgl-Aze-Pab-COOCH2CH2OMe

Die Titelverbindung wurde nach der in obigem Beispiel 1(iii) beschriebenen Verfahrensweise aus H-(R)Cgl-Aze-Pab-COOCH2CH2OMe × 2TFA (490 mg; 0,7 mmol; siehe obiges Beispiel 7(ii)) und Bromessigsäuremethylester (128 mg; 0,84 mmol) hergestellt, was ein Rohprodukt ergab, das mittels Flash-Chromatographie unter Verwendung von THF:Methylenchlorid (3:1) als Elutionsmittel gereinigt wurde. Die Ausbeute betrug 155 mg (41%) in Form eines weißen Feststoffs.

1H-NMR (400 MHz, CDCl3): &dgr; 8,44 (t, 1H), 7,83 (d, 2H), 7,31 (d, 2H), 4,92 (dd, 1H), 4,49 (AB-Teil eines ABX-Spektrums, 2H), 4,30 (t, 2H), 4,13 (m, 2H), 3,68 (t, 2H), 3,63 (s, 3H), 3,39 (s, 3H), 3,25 (s, 2H), 2,87 (d, 1H), 2,62 (m, 1H), 2,52 (m, 1H), 1,96 (bd, 1H), 1,8–1,5 (m, 6H), 1,3–1,1 (m, 5H), 1,00 (q, 2H).

13C-NMR (100 MHz, CDCl3) Carbonyl- und Amidin-Signale: &dgr; 175,2, 172,6, 170,7, 167,8, 164,5.

Referenzbeispiel 9 EtOOCCH2-(R)Cgl-Aze-Pab-COO-nBu (i) Boc-(R)Cgl-Aze-Pab-COO-nBu

Die im Untertitel aufgeführte Verbindung wurde nach der in Beispiel 1(i) beschriebenen Verfahrensweise aus Boc-(R)Cgl-Aze-Pab-H (1,01 g; 2,1 mmol) und Chlorameisensäure-n-butylester (0,32 g; 2,4 mmol) hergestellt. Nach 1,5 h Rühren bei Umgebungstemperatur wurde das Reaktionsgemisch eingeengt und mit drei Portionen Methylenchlorid extrahiert. Die vereinigte organische Phase wurde dann mit Wasser gewaschen, über Na2SO4 getrocknet und eingeengt, was 1,0 g (83%) der im Untertitel aufgeführten Verbindung in Form eines weißen Feststoffs ergab.

1H-NMR (300 MHz, CDCl3): &dgr; 9,81–9,31 (bs, 1H), 8,36–8,20 (m, 1H), 7,35 (d, 2H), 7,84 (d, 2H), 6,78–6,43 (bs, 1H), 5,05–4,82 (m, 2H), 4,69–4,15 (m, 3H), 4,15–4,08 (m, 3H), 3,86–3,70 (m, 1H), 2,68–2,42 (m, 2H), 1,92–0,88 (m, 25H).

13C-NMR (125 MHz, CDCl3) Amidin- und Carbonyl-Signale: &dgr; 172,5, 170,7, 167,9, 164,9, 156,0.

FAB-MS: (m + 1) = 572 (m/z).

(ii) H-(R)Cgl-Aze-Pab-COO-nBu × 2HCl

Die im Untertitel aufgeführte Verbindung wurde nach der in Beispiel 4(ii) beschriebenen Verfahrensweise aus Boc-(R)Cgl-Aze-Pab-COO-nBu (2,5 g; 4,4 mmol; aus obigem Schritt (i)) hergestellt, was 2,4 g (100) in Form eines weißen Feststoffs ergab.

1H-NMR (300 MHz, MeOH-d4): &dgr; 7,78–7,60 (m, 2H), 4,66–4,49 (m, 2H), 0,98 (t, 2H), 4,49–4,35 (m, 3H), 4,35–4,22 (m, 1H), 3,75 (d, 1H), 1,92–1,67 (m, 8H), 1,56–1,07 (m, 8H). Das Signal eines der Protonen wird teilweise vom CD3OH-Signal verdeckt.

13C-NMR (100 MHz, MeOH-d4) Amidin- und Carbonyl-Signale: &dgr; 172,7, 169,3, 167,9, 154,7.

MS (m + 1) = 472 (m/z).

(iii) EtOOCCH2-(R)Cgl-Aze-Pab-COO-nBu

Die Titelverbindung wurde in Analogie zu der in Beispiel 1(iii) beschriebenen Verfahrensweise aus H-(R)Cgl-Aze-Pab-COO-nBu × 2HCl (400 mg; 0,74 mmol) und Bromessigsäureethylester (147 mg; 0,88 mmol) hergestellt. Das Produkt wurde mittels Flash-Chromatographie unter Verwendung eines Methylenchlorid/EtOH-Gradienten von 0,1% auf 12,8 als Elutionsmittel gereinigt wurde, was 290 mg (70%) in Form eines weißen Feststoffs ergab.

1H-NMR (300 MHz, CDCl3): &dgr; 9,70–9,36 (bs, 1H), 8,47 (t, 1H), 7,81 (d, 2H), 7,32 (d, 2H), 7,07–6,73 (bs, 1H), 4,97–4,87 (dd, 1H), 4,62–4,35 (m, 2H), 4,20–3,98 (m, 6H), 3,27–3,12 (m, 2H), 2,84 (s, 1H), 2,70–2,40 (m, 2H), 2,03–0,85 (m, 22H).

13C-NMR (75 MHz, CDCl3) Amidin- und Carbonyl-Signale: &dgr; 175,3, 172,3, 170,8, 167,9, 165,0.

FAB-MS (m + 1) = 558 (m/z).

Referenzbeispiel 10 PrlC(O)CH2CH2CH2OOCCH2-(R)Cgl-Aze-Pab-Z (i) PrlC(O)CH2CH2CH2OH

Eine Mischung aus &ggr;-Butyrolacton (4,0 g; 46,5 mmol) und Pyrrolidin (6,6 g; 92,8 mmol) wurde 2,5 h bei Raumtemperatur gerührt. Nach Einengen des Produkts im Vakuum wurden 14,5 g (100%) des Produkts in Form eines gelben Öls erhalten.

1H-NMR (300 MHz, MeOH-d4): &dgr; 8,58 (t, 2H), 3,50 (t, 2H), 3,40 (t, 2H), 2,42 (t, 2H), 2,06–1,75 (m, 6H).

(ii) PrlC(O)CH2CH2CH2OOCCH2Br

Eine Mischung aus PrlC(O)CH2CH2CH2OH (7,2 g; 45,8 mmol; aus obigem Schritt (i)) und DMAP (5,6 g; 45,8 mmol) in Methylenchlorid wurde bei 0°C tropfenweise mit Bromacetylbromid (4,0 mL; 45,8 mmol) versetzt. Nach 1,5 h Rühren bei Raumtemperatur wurde eine weitere Portion Bromacetylbromid (1,0 mL; 11,4 mmol) und DMAP (1,4 g, 11,4 mmol) zugegeben und das Reaktionsgemisch 1,5 h unter Rückfluß erhitzt. Nach Zusatz von Wasser wurde das Methylenchlorid dreimal extrahiert. Die organische Phase wurde mit Na2SO4 getrocknet und eingeengt, was 10,3 g (81%) des Produkts in Form eines gelben Öls ergab.

1H-NMR (400 MHz, CDCl3): &dgr; 4,15 (t, 2H), 3,75 (s, 2H), 3,40–3,31 (m, 4H), 2,30 (t, 2H), 1,98–1,83 (m, 4H), 1,81–1,73 (m, 2H).

(iii) PrlC(O)CH2CH2CH2OOCCH2-(R)Cgl-Aze-Pab(Z)

Die Titelverbindung wurde nach der in Beispiel 1(iii) beschriebenen Verfahrensweise aus H-(R)Cgl-Aze-Pab-Z (6 g; 10,4 mmol) und PrlC(O)CH2CH2CH2OOCCH2Br (3,5 g; 12,4 mmol; aus obigem Schritt (ii)) hergestellt. Das Rohprodukt wurde mittels Flash-Chromatographie unter Verwendung von Heptan:EtOAc:Isopropanol (1:2:2) als Elutionsmittel gereinigt, was 4,2 g ergab. Nach Reinigung mittels präparativer RPLC unter Verwendung von 44% Acetonitril in 0,1 M NH4OAc als Elutionsmittel wurden 2,64 g (36%) des Produkts in Form eines weißen Feststoffs erhalten.

1H-NMR (500 MHz, CDCl3): &dgr; 9,80–9,22 (bs, 1H), 8,36 (t, 1H), 7,96–7,58 (m, 3H), 7,45 (d, 2H), 7,37–7,22 (m, 5H), 5,20 (s, 2H), 4,95–4,88 (dd, 1H), 4,72–4,29 (m, 2H), 4,15–4,04 (m, 2H), 4,04–3,88 (m, 2H), 3,40 (t, 2H), 3,34 (t, 2H), 3,28–3,17 (m, 2H), 2,85 (d, 1H), 2,67–2,48 (m, 1H), 2,23 (t, 2H), 2,14–0,93 (m, 18H).

13C-NMR (125 MHz, CDCl3) Amidin- und Carbonyl-Signale: &dgr; 175,3, 172,4, 170,9, 170,4, 168,2, 164,6.

FAB-MS (m + 1) = 703 (m/z).

Referenzbeispiel 11 ChNHC(O)CH2OOCCH2-(R)Cgl-Aze-Pab- (i) ChNHC(O)CH2OH

Eine Mischung aus Cyclohexylamin (9,9 g; 99,8 mmol) und 2,5-Dioxo-1,4-dioxan (3,0 g; 25,9 mmol) wurde 2,5 h bei 100°C gerührt. Nach Einengen des Produkts wurden 8,1 g (100%) des Produkts in Form eines braunen Feststoffs erhalten.

1H-NMR (500 MHz, MeOH-d4): &dgr; 3,92 (s, 2H), 3,75–3,65 (m, 1H), 1,90–1,58 (m, 5H), 1,43–1,07 (m, 5H). Das Signal von zwei der Protonen wird durch das CD3OH-Signal verdeckt.

13C-NMR (125 MHz, MeOH-d4) Amidin- und Carbonyl-Signale: &dgr; 174,0, 62,5, 33,7, 26,5, 26,1, 26,0. Das Signal eines der Kohlenstoffatome wird durch das CD3OD-Signal verdeckt.

(ii) ChNHC(O)CH2OOCCH2Br

Eine Mischung aus ChNHC(O)CH2OH (8,0 g; 50,9 mmol; aus obigem Schritt (i)) und DMAP (6,2 g; 50,9 mmol) in Methylenchlorid (80 mL) wurde bei 0°C tropfenweise mit Bromacetylbromid (4,0 mL; 45,8 mmol) versetzt. Nach 1,5 h Rühren bei Raumtemperatur wurde eine weitere Portion Bromacetylbromid (1,0 mL, 11,4 mmol) und DMAP (1,4 g, 11,4 mmol) zugegeben und das Reaktionsgemisch 1,5 h unter Rückfluß erhitzt. Nach Zusatz von Wasser wurde die wäßrige Phase mit drei Portionen Methylenchlorid extrahiert. Die organische Phase wurde mit Wasser gewaschen, mit Na2SO4 getrocknet und eingeengt, was 10,3 g (73%) des Produkts in Form eines braunen Feststoffs ergab.

1H-NMR (400 MHz, CDCl3): &dgr; 6,12–6,00 (bs, 1H), 4,62 (s, 2H), 3,90 (s, 2H), 3,84–3,76 (m, 1H), 1,95–1,86 (m, 2H), 1,75–1,65 (m, 2H), 1,65–1,56 (m, 1H), 1,43–1,29 (m, 2H), 1,24–1,10 (m, 3H).

(iii) ChNHC(O)CH2OOCCH2-(R)Cgl-Aze-Pab-Z

Die Titelverbindung wurde in Analogie zu der in Beispiel 1(iii) beschriebenen Verfahrensweise ausgehend von H-(R)Cgl-Aze-Pab-Z (6 g; 10,4 mmol) und ChNHC(O)CH2OOCCH2Br (3,5 g; 12,4 mmol; aus obigem Schritt (ii)) hergestellt. Das Rohprodukt wurde mittels Flash-Chromatographie unter Verwendung von Heptan:EtOAc:Isopropanol (5:2:2) als Elutionsmittel gereinigt, eingeengt und dann mittels präparativer RPLC unter Verwendung von 50% Acetonitril in 0,1 M NH4OAc als Elutionsmittel gereinigt. Nach Einengen und Gefriertrocknen wurden 2,6 g (36%) des Produkts in Form eines weißen Feststoffs erhalten.

1H-NMR (500 MHz, CDCl3): &dgr; 9,78–9,25 (bs, 1H), 7,90 (t, 1H), 7,78 (d, 2H), 7,44 (d, 2H), 7,38–7,24 (m, 5H), 6,66 (t, 1H), 5,20 (s, 2H), 4,90–4,83 (dd, 1H), 4,60–4,45 (m, 2H), 4,18–3,93 (m, 4H), 3,73–3,62 (m, 1H), (d, 1H), 3,23, 3,44 (AB, 2H), 2,87, 2,65–2,08 (m, 3H), 1,98–0,93 (m, 22H).

13C-NMR (125 MHz, CDCl3) Amidin- und Carbonyl-Signale: &dgr; 175,1, 171,7, 170,7, 168,8, 166,1, 164,4

FAB-MS (m + 1) = 703 (m/z).

Referenzbeispiel 12 (nPr)2NC(O)CH2OOCCH2-(R)Cgl-Aze-Pab-COOCH2OOCC(CH3)3 (i) (nPr)2NC(O)CH2OH

Eine Mischung aus 2,5-Dioxo-1,4-dioxan (2,02 g; 17,4 mmol) und Di-n-propylamin (5 ml; 36,5 mmol) wurde 1 h auf 50°C und 66 h auf 90°C erhitzt. Dann wurde Toluol zugegeben und anschließend zusammen mit überschüssigem Di-n-propylamin im Vakuum abgezogen. Der Rückstand wurde mittels Flash-Chromatographie unter Verwendung von 10% Methanol in Methylenchlorid als Elutionsmitel gereinigt, was 4,18 g (66%) der gewünschten Verbindung ergab.

1H-NMR (300 MHz, CDCl3): &dgr; 4,1 (d, 2H), 3,65 (t, 1H), 3,25–3,35 (m, 2H), 2,9–3,0 (m, 2H), 1,45–1,6 (m, 4H), 0,8–0,95 (m, 6H).

(ii) (nPr)2NC(O)CH2OOCCH2Br

Eine Mischung aus (nPr)2NC(O)CH2OH (0,743 g; 4,7 mmol; aus obigem Schritt (i)), DCC (0,951 g, 4,6 mmol) und Bromessigsäure (0,704 g; 5,1 mmol) in Methylenchlorid (15 ml) wurde 1,5 h bei Raumtemperatur gerührt. Nach Abfiltrieren des Niederschlags wurde das Filtrat im Vakuum vom Lösungsmittel befreit. Nach Kugelrohr-Destillation des Rückstands wurden 0,66 g (50%) der gewünschten Verbindung erhalten.

1H-NMR (300 MHz, CDCl3): &dgr; 4,8 (s, 2H), 4,0 (s, 2H), 3,2–3,3 (m, 2H), 3,05–3,15 (m, 2H), 1,5–1,7 (m, 4H), 0,8–1,0 (dt, 6H).

(iii) Pivaloyloxymethyl-4-nitrophenyl-carbonat

Eine Mischung aus Silberpivalat (7,5 g; 25 mmol) und Iodmethyl-4-nitrophenyl-carbonat (Alexander et al., J. Med. Chem. (1998) 31, 318; 7,99 g; 25 mmol) wurde in Benzol (50 ml) 2 h unter Rückfluß erhitzt. Der nach Abziehen des Benzols im Vakuum verbleibende Rückstand wurde in Toluol gelöst. Nach Filtration über Hyflo und Reinigung mittels Flash-Chromatographie unter Verwendung von Toluol als Elutionsmittel wurden 4,00 g (54%) der im Untertitel aufgeführten Verbindung erhalten.

1H-NMR (300 MHz, CDCl3): &dgr; 8,25 (d, 2H), 7,40 (d, 2H), 5,85 (s, 2H), 1,2 (s, 2H).

13C-NMR (75 MHz, CDCl3) Amidin- und Carbonyl-Signale: &dgr; 176,77, 155,06.

(iv) Boc-(R)Cgl-Aze-Pab-COOCH2OOCC(CH3)3

Eine Lösung von Pivalyloxymethyl-4-nitrophenylcarbonat (1,18 g; 4 mmol; aus obigem Schritt (iii)) in Methylenchlorid (20 ml) wurde bei Raumtemperatur zu einer Lösung aus Boc-(R)Cgl-Aze-Pab-H (1,88 g; 4 mmol) und Triethylamin (0,66 ml; 4,75 mmol) in Methylenchlorid (20 ml) gegeben. Nach 1 h wurde das Methylenchlorid durch EtOAc ersetzt und das Gemisch mittels Flash-Chromatographie unter Verwendung von EtOAc als Elutionsmittel gereinigt, was 1,27 g (50%) der im Untertitel aufgeführten Verbindung ergab.

1H-NMR (300 MHz, CDCl3): &dgr; 9,5 (bs, 1H), 8,25 (t, 1H), 7,8 (d, 2H), 7,3 (d, 2H), 7,0 (bs, 1H), 5,0–4,8 (m, 2H), 4,65–4,5 (m, 1H), 4,5–4,3 (m, 2H), 4,2–4,05 (m, 1H), 3,75 (t, 1H), 2,7–2,4 (m, 2H), 1,9–1,45 (m, 5H), 1,45–0,8 (m, 24H).

(v) H-(R)Cgl-Aze-Pab-COOCH2OOCC(CH3)3

Boc-(R)Cgl-Aze-Pab-COOCH2OOCC(CH3)3 (327 mg; 0,52 mmol; aus obigem Schritt (iv)) wurde in einer Mischung aus Methylenchlorid (5 ml) und TFA (1,2 ml) gelöst. Nach 2 h wurde das Reaktionsgemisch im Vakuum eingeengt, mit Acetonitril versetzt und erneut im Vakuum vom Lösungsmittel befreit, wobei das im Untertitel aufgeführte Produkt in roher Form erhalten und ohne weitere Reinigung im nächsten Schritt eingesetzt wurde.

(vi) (nPr)2NC(O)CH2OOCCH2-(R)Cgl-Aze-Pab-COOCH2OOCC(CH3)3

Der Rückstand aus obigem Schritt (v) wurde mit (nPr)2NC(O)CH2OOCCH2Br (150 mg; 0,53 mmol; aus obigem Schritt (ii)) und K2CO3 (480 mg; 3,5 mmol) in THF (5 ml) versetzt und 3 h auf 40°C erhitzt. Dann wurde das Reaktionsgemisch filtriert und zu einem Rohprodukt eingeengt, welches mittels präparativer RPLC gereinigt wurde, was 78 mg (21%) der Titelverbindung ergab.

1H-NMR (300 MHz, CDCl3): &dgr; 9,3–9,6 (bs, 1H), 8,5 (m, 1H), 7,95–8,15 (bs, 1H), 7,85–7,95 (d, 2H), 7,2–7,3 (d, 2H), 5,8 (s, 2H), 4,8–4,9 (dd, 1H), 4,5–4,7 (m, 3H), 4,0–4,4 (m, 3H), 2,8–3,4 (m, 5H), 2,2–2,7 (m, 3H), 1,75–1,3 (m, 9H), 1,3–1,0 (m, 14H), 1,0–0,7 (m, 7H).

13C-NMR (75 MHz, CDCl3) Amidin- und Carbonyl-Signale: &dgr; 177,24, 175,30, 171,85, 170,79, 168,78, 165,82, 163,14.

Referenzbeispiel 13 EtOOCCH2-(R)Cgl-Aze-Pab-COOCH2OOCC(CH3)3

Die Titelverbindung wurde in Analogie zu der in obigem Beispiel 12(vi) beschriebenen Verfahrensweise aus rohem Boc-(R)Cgl-Aze-Pab-COOCH2OOCC(CH3)3 (0,41 g; 0,65 mmol; siehe obiges Beispiel 12(iv)) unter Verwendung von Acetonitril (10 ml) als Lösungsmittel hergestellt. Nach Rühren über Nacht bei Raumtemperatur wurde das Lösungsmittel im Vakuum abgezogen und der Rückstand zwischen EtOAc und Wasser verteilt. Die wäßrige Phase wurde dreimal mit EtOAc extrahiert, wonach die vereinigten organischen Phasen getrocknet (Na2SO4) und im Vakuum vom Lösungsmittel befreit wurden. Der Rückstand wurde einer Flash-Chromatographie unter Verwendung von Methylenchlorid/Methanol als Elutionsmittel unterworfen. Nach Gefriertrocknen aus Eisessig wurden 84 mg (21%) der Titelverbindung erhalten.

1H-NMR (300 MHz, CDCl3): &dgr; 9,9 (bs, 1H), 8,5 (t, 1H), 7,35 (d, 2H), 5,85 (s, 2H), 5,90 (dd, 2H), 4,6–4,35 (m, 2H), 4,15–4,0 (m, 4), 3,2 (s, 2H), 2,85 (d, 1H), 2,7–2,45 (m, 2), 2,0–1,9 (m, 2H), 1,8–1,45 (m, 5H), 1,3–0,9 (m, 18H).

13C-NMR (75 MHz, CDCl3) Amidin- und Carbonyl-Signale: &dgr; 177,23, 175,48, 172,29, 170,80, 168,85, 163,14.

Referenzbeispiel 14 EtOOCCH2-(R)Cgl-Aze-Pab-COOCH(CH3)OOCCH3 (i) Boc-(R)Cgl-Aze-Pab-COOCH(CH3)OOCCH3

Eine Lösung von Boc-(R)Cgl-Aze-Pab-H (6,38 g; 13,5 mmol), 1-Acetoxyethyl-4-nitrophenyl-carbonat (Alexander et al., J. Med. Chem. (1988) 31, 318) (3,05 g; 12 mmol) und Triethylamin (1,95 ml; 14 mmol) in Methylenchlorid (40 ml) wurde 16 h bei Raumtemperatur gerührt und dann mit EtOAc versetzt. Die erhaltene Lösung wurde etwas eingeengt, mit wäßrigem Na2CO3 (10%) gewaschen und zu einem Rohprodukt eingeengt, welches mittels Flash-Chromatographie unter Verwendung von EtOAc als Elutionsmittel gereinigt wurde, was 5,59 g (77%) der im Untertitel aufgeführten Verbindung ergab.

1H-NMR (300 MHz, CDCl3): &dgr; 9,5 (bs, 1H), 8,25 (t, 1H), 7,85 (d, 2H), 7,35 (d, 2H), 6,95 (q, 1H), 6,7 (bs, 1H), 5,0–4,85 (m, 2H), 4,65–4,5 (m, 1H), 4,5–4,25 (m, 2H), 4,2–4,05 (m, 1H), 3,75 (t, 1H), 2,65–2,45 (m, 2H), 2,05 (s, 3H), 1,9–1,45 (m, 11H), 1,45–0,8 (m, 12H).

13C-NMR (75 MHz, CDCl3) Amidin- und Carbonyl-Signale: &dgr; 172,61, 170,80, 169,54, 168,91, 162,50, 156,02.

(ii) H-(R)Cgl-Aze-Pab-COOCH(CH3)OOCCH3

Die im Untertitel aufgeführte Verbindung wurde in roher Form nach der in obigem Beispiel 12(v) beschriebenen Verfahrensweise aus Boc-(R)Cgl-Aze-Pab-COOCH(CH3)OOCCH3 (2,21 g; 3,68 mmol; aus obigem Schritt (i)) hergestellt.

(iii) EtOOCCH2-(R)Cgl-Aze-Pab-COOCH(CH3)OOCCH3

Das rohe H-(R)Cgl-Aze-Pab-COOCH(CH3)OOCCH3 aus obigem Schritt (ii) wurde in Methylenchlorid (150 mL) gelöst. Dann wurde das Gemisch mit 10%iger Na2CO3-Lösung gewaschen und die organische Phase mit K2CO3 getrocknet und filtriert. Die erhaltene Lösung wurde mit K2CO3 (756 mg, 5,5 mmol) und (O-Trifluormethansulfonyl)glykolsäureethylester (790 mg; 3,3 mmol) in Methylenchlorid (5 ml) versetzt. Das Reaktionsgemisch wurde 5–10 Minuten bei Raumtemperatur gerührt und dann im Vakuum eingeengt. Der Rückstand wurde in EtOAc gelöst, wonach die erhaltene Mischung über Celite filtriert wurde. Das Filtrat wurde einer Flash-Chromatographie unter Verwendung von EtOAc als Elutionsmittel und einer HPLC unterworfen, was 475 mg (22%) der Titelverbindung ergab.

1H-NMR (300 MHz, CDCl3): &dgr; 9,5 (bs, 1H), 8,3 (t, 1H), 7,7 (d, 2H), 7,2 (d, 2H), 6,85 (q, 1H), 4,8 (t, 1H), 4,45–4,25 (m, 2H), 4,1–3,85 (m, 4H), 3,1 (s, 2H), 2,75 (s, 1H), 2,5–2,3 (m, 2H), 1,95 (s, 3H), 1,9–1,8 (m, 1H), 1,7–1,25 (m, 8H), 1,25–1,75 (m, 8H).

13C-NMR (75,5 MHz, CDCl3) Amidin- und Carbonyl-Signale: &dgr; 175,26, 172,34, 170,81, 169,49, 168,80, 162,43.

Beispiel 15 MeOOCCH2-(R)Cgl-Aze-Pab-OOCPh (i) Boc-(R)Cgl-Aze-Pab-OOCPh

Eine Lösung von Boc-(R)Cgl-Aze-Pab-H (1,0 g; 2,1 mmol) und Na2HPO4 (18,7 g; 105 mmol) in THF (45 mL) wurde bei 20°C innerhalb von 45 Minuten tropfenweise mit einer Lösung von Dibenzoylperoxid (556 mg; 2,3 mmol) in THF (10 mL) versetzt. Nach 24 h Rühren bei 20°C wurde das Reaktionsgemisch eingeengt und das erhaltene Rohprodukt einer präparativen RPLC unterworfen. Dabei wurden 124 mg (10%) der im Untertitel aufgeführten Verbindung in Form eines weißen Feststoffs erhalten.

1H-NMR (500 MHz, CDCl3): &dgr; 8,26 (m, 1H), 8,09 (m, 2H), 7,72 (m, 2H), 7,59 (m, 1H), 7,48 (m, 2H), 7,36 (d, 2H), 5,13 (s, 2H), 4,87–4,98 (m, 2H), 4,54–4,61 (m, 1H), 4,33–4,47 (m, 2H), 4,13–4,19 (m, 1H), 3,81 (t, 1H), 2,53–2,63 (m, 2H), 1,73–1,86 (m, 3H), 1,66–1,72 (m, 2H), 1,36 (s, 9H), 0,968–1,28 (m, 6H).

13C-NMR (100 MHz, CDCl3) Amidin- und Carbonyl-Signale: &dgr; 172,7, 170,6, 163,9, 157,0, 155,9.

LC-MS: m/z 592 (M + H+); m/z 614 (M + Na+).

(ii) H-(R)Cgl-Aze-Pab-OOCPh

Eine Lösung von Boc-(R)Cgl-Aze-Pab-OOCPh (600 mg; 1,01 mmol; aus obigem Schritt (i)) in Methylenchlorid (18 mL) wurde bei 20°C mit TFA (6 mL) versetzt. Nach 14 h Rühren wurde das Reaktionsgemisch eingeengt und das erhaltene Rohprodukt zwischen EtOAc und 0,1 M NaOH verteilt. Nach Trennung der Phasen wurde die organische Phase getrocknet (Na2SO4) und eingedampft. Ausbeute: 480 mg (96%) in Form eines weißen Feststoffs.

1H-NMR (400 MHz, MeOH-d4): &dgr; 8,18 (m, 2H), 7,77 (m, 2H), 7,64 (m, 1H), 7,52 (m, 2H), 7,43 (d, 2H), 4,75–4,81 (m, 1H), 4,50 (s, 2H), 4,18–4,34 (m, 2H), 3,12 (d, 1H), 2,57–2,68 (m, 1H), 2,23–2,33 (m, 1H), 1,88–1,96 (m, 1H), 1,73–1,84 (m, 2H), 1,59–1,71 (m, 2H), 1,45–1,57 (m, 1H), 0,80–1,34 (m, 5H).

LC-MS: m/z 492 (M + H+); m/z 514 (M + Na+).

(iii) MeOOCCH2-(R)Cgl-Aze-Pab-OOCPh

Eine Lösung von H-(R)Cgl-Aze-Pab-OOCPh (480 mg; 0,97 mmol; aus obigem Schritt (ii)) und K2CO3 (270 mg; 2 mmol) in Acetonitril (5 mL) wurde bei 20°C mit Bromessigsäuremethylester (177 mg; 1,16 mmol) versetzt. Nach 14 h Rühren bei 20°C wurde das Reaktionsgemisch filtriert und eingeengt, was ein Rohprodukt ergab, welches mittels präparativer RPLC gereinigt wurde, was 269 mg (49%) der Titelverbindung in Form eines weißen Feststoffs ergab.

1H-NMR (500 MHz, CDCl3): &dgr; 8,43 (m, 1H, NH), 8,09 (m, 2H), 7,69 (m, 2H), 7,59 (m, 1H), 7,47 (m, 2H), 7,34 (m, 2H), 5,27 (s, 2H), 4,93 (dd, 1H), 4,59 (dd, 1H), 4,40 (dd, 1H), 4,12 (m, 2H), 3,65 (s, 3H), 2,87 (d, 1H), 2,72–2,63 (m, 1H), 2,55–2,48 (m, 1H), 1,96 (m, 1H), 1,74 (m, 2H), 1,67 (d, 1H), 1,59 (d, 1H), 1,56–1,50 (m, 1H), 1,29–1,08 (m, 4H), 1,04–0,94 (m, 1H).

13C-NMR (100 MHz, CDCl3) Amidin- und Carbonyl-Signale: &dgr; 175,1, 172,5, 170,6, 164,0, 157,1.

LC-MS: m/z 564 (M + H+).

Beispiel 16 MeOOCCH2-(R)Cgl-Aze-Pab-OH

Eine Lösung von MeOOCCH2-(R)Cgl-Aze-Pab-OC(O)Ph (260 mg; 0,46 mmol; siehe obiges Beispiel 15(iii)) in THF (4,6 mL) wurde bei 20°C mit KOMe (1,6 mL; 0,29 M; 0,46 mmol) versetzt. Nach 15 Minuten Rühren wurde das Gemisch eingeengt und einer präparativen RPLC unterworfen. Dabei wurden 109 mg (52%) der Titelverbindung in Form eines weißen Feststoffs erhalten.

1H-NMR (500 MHz, MeOH-d4): &dgr; 7,59 (d, 2H), 7,34 (d, 2H), 4,83 (s, 2H), 4,82–4,76 (m, 1H), 4,48 (d, 1H), 4,33 (d, 1H), 4,15–4,30 (m, 2H), 3,64 (s, 3H), 3,04 (d, 1H), 2, 57 (m, 1H), 2,26 (m, 1H), 1,95 (m, 1H), 1,75 (m, 2H), 1,58–1,70 (m, 2H), 1,53 (m, 1H), 1,31–1,10 (m, 4H), 1,04 (m, 1H).

13C-NMR (100 MHz, MeOH-d4) Amidin- und Carbonyl-Signale: &dgr; 175,9, 174,3, 172,7, 155,2.

LC-MS: m/z 460 (M + H+), m/z 482 (M + Na+).

Beispiel 17 EtOOCCH2-(R)Cgl-Aze-Pab-OH

Eine Lösung von EtOOCCH2-(R)Cgl-Aze-Pab-C(O)OCH(CH3)OOCCH3 (184 mg; 0,31 mmol; siehe obiges Beispiel 14(iii), wurde mit Hydroxylaminhydrochlorid (120 mg; 1,72 mmol) und Triethylamin (0,8 ml; 5,7 mmol) in EtOH (95%ig; 4,0 mL) versetzt. Nach 4 Tagen Rühren bei Raumtemperatur wurde das Reaktionsgemisch eingeengt und das Rohprodukt einer präparativen RPLC unterworfen. Dabei wurden 85 mg (58%) der Titelverbindung erhalten.

1H-NMR (300 MHz, CD3OD): &dgr; 7,6 (d, 2H), 7,35 (d, 2H), 4,75–4,85 (m, 1H), 4,4–4,55 (m, 2H), 4,0–4,35 (m, 4H), 3,35 (d, 2H), 3,05 (d, 1H), 2,5–2,65 (m, 1H), 2,2–2,35 (m, 1H), 1,9–2,05 (m, 1H), 1,4–1,85 (m, 5H), 0,85–1,35 (m, 8H).

13C-NMR (75,5 MHz, CD3OD) Amidin- und Carbonyl-Signale: &dgr; 175,97, 173,91, 172,72, 155,23.

LC-MS: (m + 1) = 474 (m/z).

Beispiel 18 BnOOCCH2-(R)Cg1-Aze-Pab-OH

Eine Lösung von Hydroxylaminhydrochlorid (320 mg; 4,59 mmol) und Triethylamin (1,7 ml; 12,24 mmol) in EtOH wurde mit BnOOCCH2-(R)Cgl-Aze-Pab-Z (1,0 g; 1,52 mmol) versetzt. Nach 40 Stunden Rühren bei Raumtemperatur wurde das Reaktionsgemsich eingeengt. Das Rohprodukt wurde mittels präparativer RPLC unter Verwendung von 50% Acetonitril in 0,1 M NH4OAc als Elutionsmittel gereinigt, was 0,34 g (42%) der Titelverbindung ergab.

LC-MS: (m + 1) = 536 (m/z).

Referenzbeispiel 19 nPrOOCCH2-(R)Cgl-Aze-Pab-Z

Die Titelverbindung wurde in Analogie zu der in Beispiel 1(iii) beschriebenen Verfahrensweise aus H-(R)Cgl-Aze-Pab-Z × 2HCl (700 mg; 1,2 mmol) und Bromessigsäure-n-propylester (268 mg; 1,45 mmol) hergestellt. Ausbeute 259 mg (35%).

FAB-MS: (m + 1) = 606 (m/z).

Beispiel 20 nPrOOCCH2-(R)Cgl-Aze-Pab-OH

Die Titelverbindung wurde in Analogie zu der in Beispiel 18 beschriebenen Verfahrensweise aus nPrOOCCH2-(R)Cgl-Aze-Pab-Z (182 mg; 0,3 mmol; siehe obiges Beispiel 19) hergestellt. Das Rohprodukt wurde mittels präparativer RPLC unter Verwendung von 40% Acetonitril in 0,1 M NH4OAc als Elutionsmittel gereinigt, was 74 mg (51%) der gewünschten Verbindung ergab.

LC-MS: (m + 1) = 488 (m/z).

Beispiel 21 iPrOOCCH2-(R)Cgl-Aze-Pab-OH

Die Titelverbindung wurde in Analogie zu der in Beispiel 18 beschriebenen Verfahrensweise aus iPrOOCCH2-(R)Cgl-Aze-Pab-Z (590 mg; 0,7 mmol; siehe nachstehendes Beispiel 39) hergestellt. Ausbeute 110 mg (32%).

LC-MS: (m + 1) = 488 (m/z).

Beispiel 22 tBuOOCCH2-(R)Cgl-Aze-Pab-OH

Die Titelverbindung wurde in Analogie zu der in Beispiel 18 beschriebenen Verfahrensweise aus tBuOOCCH2-(R)Cgl-Aze-Pab-Z (738 mg; 1,2 mmol; siehe nachstehendes Beispiel 37) hergestellt. Ausbeute 290 mg (48%).

LC-MS: (m + 1) = 502 (m/z).

Beispiel 23 (nPr)2NCOCH2OOCCH2-(R)Cgl-Aze-Pab(OH) (i) HOOCCH2-(R)Cgl(Boc)-Aze-Pab-O-Boc

Eine Lösung von HOOCCH2-(R)Cgl-Aze-Pab-OH (670 mg; 1,5 mmol; siehe nachstehendes Beispiel 28), (Boc)2O (654 mg; 3 mmol) und DMAP (92 mg; 0,75 mmol) in einem Gemisch aus THF und Wasser im Verhältnis 10:1 wurde 2 h bei Raumtemperatur gerührt. Dann wurde das Reaktionsgemisch eingeengt und mittels präparativer RPLC gereinigt. Nach Gefriertrocknung wurden 112 mg (12%) der im Untertitel aufgeführten Verbindung in Form eines weißen Feststoffs erhalten.

LC-MS: (m – 1) = 643 (m/z).

(ii) (nPr)2NCOCH2OOCCH2-(R)Cgl(BOG)-Aze-Pab-O-Boc

Eine Lösung von HOOCCH2-(R)Cgl(Boc)-Aze-Pab-O-Boc (100 mg; 0,15 mmol; aus obigem Schritt (i)), (nPr)2NCOCH2OH (27 mg; 0,17 mmol; siehe obiges Beispiel 12(i)), EDC (40 mg; 0,21 mmol) und DMAP (10 mg; 0,075 mmol) in Acetonitril (5 mL) wurde 4 Tage bei Raumtemperatur gerührt. Dann wurde das Reaktionsgemisch eingeengt, mittels präparativer RPLC gereinigt und gefriergetrocknet, was 21 mg (18%) der im Untertitel aufgeführten Verbindung ergab.

LC-MS: (m – 1) = 787 (m/z).

(iii) (nPr)2NCOCH2OOCCH2-(R)Cgl-Aze-Pab-OH

Eine Lösung von (nPr)2NCOCH2-(R)Cgl(Boc)-Aze-Pab-O-Boc (20 mg; 0,025 mmol) in einem Gemisch aus TFA und Methylenchlorid im Verhältnis 1:1 wurde 5 Minuten bei Raumtemperatur gerührt. Dann wurde das Reaktionsgemisch eingeengt und aus Acetonitril und Wasser gefriergetrocknet, was 5 mg (34%) der Titelverbindung ergab.

LC-MS: (m + 1) = 587 (m/z).

Beispiel 24 ChNHCOCH2OOCCH2-(R)Cgl-Aze-Pab-OH

Die Titelverbindung wurde in Analogie zu der in Beispiel 18 beschriebenen Verfahrensweise aus ChNHCOCH2OOCCH2-(R)Cgl-Aze-Pab-Z (118 mg; 0,17 mmol; siehe obiges Beispiel 11(iii)) hergestellt. Ausbeute 1,8 mg.

LC-MS: (m + 1) = 585 (m/z).

Beispiel 25 MeNHCOCH2OOCCH2-(R)Cgl-Aze-Pab-OH

Die Titelverbindung wurde in Analogie zu der in Beispiel 18 beschriebenen Verfahrensweise aus MeNHCOCH2-(R)Cgl-Aze-Pab-Z (81 mg; 0,12 mmol, siehe nachstehendes Beispiel 36) hergestellt. Ausbeute 10 mg (16%).

LC-MS: (m + 1) = 517 (m/z).

Beispiel 26 EtOOCCH2-(R)Cgl-Aze-Pab-OAc (i) H-(R)Cgl-Aze-Pab-OAc

Die im Untertitel aufgeführte Verbindung wurde in Analogie zu der in nachstehendem Beispiel 27 (Schritte (i), (ii) und (iii)) beschriebenen Verfahrensweise unter Verwendung von Essigsäureanhydrid anstelle von Propansäureanhydrid hergestellt.

LC-MS: (m + 1) = 430 (m/z).

(ii) EtOOCCH2-(R)Cgl-Aze-Pab-OAc

Die Titelverbindung wurde in Analogie zu der in obigem Beispiel 1(iii) beschriebenen Verfahrensweise aus H-(R)Cgl-Aze-Pab-OAc (370 mg; 0,6 mmol) und Bromessigsäureethylester (105 mg; 0,63 mmol) hergestellt. Ausbeute 67 mg (22%).

LC-MS: (m + 1) = 516 (m/z).

Beispiel 27 EtOOCCH2-(R)Cgl-Aze-Pab-OC(O)Et (i) Boc-(R)Cgl-Aze-Pab-OH

Eine Lösung von Hydroxylaminhydrochlorid und Triethylamin in EtOH wurde mit Boc-(R)Cgl-Aze-Pab-Z (1,0 g; 1,52 mmol) versetzt. Das Reaktionsgemsich wurde 40 Stunden bei Raumtemperatur gerührt und dann eingeengt. Das Rohprodukt wurde mittels präparativer RPLC gereinigt.

LC-MS: (m + 1) = 488 (m/z).

(ii) Boc-(R)Cgl-Aze-Pab-OC(O)Et

Eine Lösung von Boc-(R)Cgl-Aze-Pab-OH (500 mg; 0,91 mmol; aus obigem Schritt (i)) und Propansäureanhydrid (3,5 mL) wurde 45 Minuten bei Raumtemperatur gerührt und dann eingeengt. Das Rohprodukt wurde mittels präparativer RPLC unter Verwendung von 50% Acetonitril in 0,1 M NH4OAc als Elutionsmittel gereinigt, was 266 mg (54%) der im Untertitel aufgeführten Verbindung ergab.

LC-MS: (m + 1) = 544 (m/z).

(iii) H-(R)Cgl-Aze-Pab-OC(O)Et

Die im Untertitel aufgeführte Verbindung wurde in Analogie zu der in Beispiel 1(ii) beschriebenen Verfahrensweise aus Boc-(R)Cgl-Aze-Pab-OC(O)Et (238 mg; 0,44 mmol; aus obigem Schritt (ii)) hergestellt. Ausbeute 290 mg (100%).

LC-MS: (m + 1) = 444 (m/z).

(iv) EtOOCCH2-(R)Cgl-Aze-Pab-OC(O)Et

Eine Lösung von H-(R)Cgl-Aze-Pab-OOCEt (300 mg; 0,45 mmol; aus obigem Schritt (iii)) und K2CO3 (308 mg; 2,23 mmol) in Methylenchlorid (6 mL) wurde bei 0°C tropfenweise mit EtOOCCH2OSO2CF3 (105 mg; 0,45 mmol, hergestellt aus Trifluormethansulfonsäureanhydrid und Glykolsäureethylester) versetzt. Nach 1 h Rühren bei Raumtemperatur wurde das Reaktionsgemisch mit Wasser, Citronensäure und Wasser gewaschen, getrocknet (Na2SO4) und eingeengt. Das Rohprodukt wurde mittels präparativer RPLC unter Verwendung von 45% Acetonitril in 0,1 M NH9OAc als Elutionsmittel gereinigt, was 63 mg (27%) der Titelverbindung ergab.

LC-MS: (m + 1) = 530 (m/z).

Beispiel 28 HOOCCH2-(R)Cgl-Aze-Pab-OH (i) tBuOOCCH2-(R)Cgl-Aze-Pab-OOCPh

Die im Untertitel aufgeführte Verbindung wurde in Analogie zu der in Beispiel 1(iii) beschriebenen Verfahrensweise aus H-(R)Cgl-Aze-Pab-OOCPh (250 mg; 0,5 mmol; siehe obiges Beispiel 15(ii)) und Bromessigsäure-t-butylester (119 mg; 0,6 mmol) hergestellt. Ausbeute 211 mg (69%).

LC-MS: (m + 1) = 606 (m/z).

(ii) HOOCCH2-(R)Cgl-Aze-Pab-OOCPh

Die im Untertitel aufgeführte Verbindung wurde in Analogie zu der in Beispiel 1(ii) beschriebenen Verfahrensweise aus tBuOOCCH2-(R)Cgl-Aze-Pab-OOCPh (233 mg; 0,3 mmol; aus obigem Schritt (i)) hergestellt. Ausbeute 65 mg (37%).

LC-MS: (m + 1) = 550 (m/z).

(iii) HOOCCH2-(R)Cgl-Aze-Pab-OH

Eine Lösung von HOOCCH2-(R)Cgl-Aze-Pab-OOCPh (60 mg; 0,1 mmol; aus obigem Schritt (ii)) und KOMe (0,2 M; 0,2 mmol) in THF (10 mL) und Methanol (1,5 mL) wurde 5 Minuten bei Raumtemperatur gerührt. Dann wurde das Reaktionsgemisch eingeengt und aus Wasser und Acetonitril gefriergetrocknet, was 28 mg (63%) der Titelverbindung ergab.

LC-MS: (m + 1) = 446 (m/z).

Beispiel 29 HOOCCH2-(R)Cgl-Aze-Pab-O-cis-oleyl (i) tBuOOCCH2-(R)Cgl(Boc)-Aze-Pab-Z

Eine Lösung von tBuOOCCH2-(R)Cgl-Aze-Pab-Z (1,7 g, 2,8 mmol; siehe nachstehendes Beispiel 37), (Boc)2O (672 mg; 3,08 mmol) und DMAP (68 mg; 0,56 mmol) in THF (30 mL) wurde 24 h bei Raumtemperatur gerührt. Nach Zusatz von weiterem (Boc)2O(305 mg; 1,4 mmol) bei 5°C und weiteren 24 h wurde das Reaktionsgemisch eingeengt und mittels präpartiver RPLC gereinigt, was 587 mg (30%) der gewünschten Verbindung ergab.

EC-MS: (m + 1) = 720 (m/z).

(ii) tBuOOCCH2-(R)Cgl(Boc)-Aze-Pab-OH

Die im Untertitel aufgeführte Verbindung wurde in Analogie zu der in Beispiel 18 beschriebenen Verfahrensweise aus tBuOOCCH2-(R)Cgl(Boc)-Aze-Pab-Z (580 mg; 0,8 mmol; aus obigem Schritt (i)) hergestellt. Ausbeute 341 mg (71%).

EC-MS: (m + 1) = 602 (m/z).

(iii) tBuOOCCH2-(R)Cgl(Boc)-Aze-Pab-O-cis-oleyl

Eine Lösung von tBuOOCCH2-(R)Cgl(Boc)-Aze-Pab-OH (340 mg; 0,56 mmol; aus obigem Schritt (ii)), cis-Oleylchlorid (170 mg; 0,56 mmol) und Triethylamin (62 mg; 0,61 mmol) in Methylenchlorid wurde 5 Minuten gerührt. Dann wurde das Reaktionsgemisch eingeengt und mittels präparativer RPLC gereinigt, was 326 mg (67%) der im Untertitel aufgeführten Verbindung ergab.

EC-MS: (m + 1) = 867 (m/z).

(iv) HOOCCH2-(R)Cgl-Aze-Pab-O-cis-oleyl

Die Titelverbindung wurde in Analogie zu der in Beispiel 1(ii) beschriebenen Verfahrensweise aus tBuOOCCH2-(R)Cgl(Boc)-Aze-Pab-O-cis-oleyl (223 mg; 0,25 mmol; aus obigem Schritt (iii)) hergestellt.

LC-MS: (m + 1) = 710 (m/z).

Referenzbeispiel 30 Cyclooctyl-OOCCH2-(R)Cgl-Aze-Pab-Z (i) Bromessigsäurecyclooctylester

Eine Lösung von Cyclooctanol (1,3 g; 10 mmol) und DMAP (0,3 g) in Methylenchlorid wurde mit Bromacetylchlorid (1 mL; 12 mmol) versetzt. Nach 18 h Rühren wurde das Reaktionsgemisch mit wäßrigem Na2CO3 (2 M) und HCl (1 M) gewaschen, getrocknet, eingeengt und mittels Flash-Chromatographie unter Verwendung eines Gemischs aus Petrolether und Methylenchlorid im Verhältnis 50:50 gereinigt, was 1,8 g (72%) der im Untertitel aufgeführten Verbindung ergab.

(ii) Cyclooctyl-OOCCH2-(R)Cgl-Aze-Pab-Z

Die Titelverbindung wurde in Analogie zu der in Beispiel 1(iii) beschriebenen Verfahrensweise aus H-(R)Cgl-Aze-Pab-Z × 2HCl (703 mg; 1,2 mmol) und Bromessigsäurecyclooctylester (363 mg; 1,46 mmol; aus obigem Schritt (i)) hergestellt. Ausbeute 379 mg (46%).

FAB-MS: (m + 1) = 674 (m/z).

Referenzbeispiel 31 tBuCH2OOCCH2-(R)Cgl-Aze-Pab-Z

Die Titelverbindung wurde in Analogie zu der in Beispiel 1(iii) beschriebenen Verfahrensweise aus H-(R)Cgl-Aze-Pab-Z × 2HCl (2,5 g, 4,3 mmol) und Bromessigsäure-tert.-butylmethylester (1,08 g; 5,2 mmol) hergestellt. Ausbeute 1,87 g (69%).

FAB-MS: (m + 1) = 634 (m/z).

Referenzbeispiel 32 (2-Me)BnOOCCH2-(R)Cgl-Aze-Pab-Z (i) Bromessigsäuremethylbenzylester

Die im Untertitel aufgeführte Verbindung wurde in Analogie zu der in Beispiel 30(i) beschriebenen Verfahrensweise aus 2-Methylbenzylalkohol (5 g; 41 mmol) und Bromacetylchlorid (12,6 g; 80 mmol) hergestellt. Ausbeute 8,2 g (82%).

(ii) (2-Me)BnOOCCH2-(R)Cgl-Aze-Pab-Z

Die Titelverbindung wurde in Analogie zu der in Beispiel 1(iii) beschriebenen Verfahrensweise aus H-(R)Cgl-Aze-Pab-Z × 2HCl (580 mg; 1 mmol) und Bromessigsäure-2-methylbenzylester (290 mg; 1,2 mmol; aus obigem Schritt (i)) hergestellt. Ausbeute 30 mg (4,5%).

LC-MS: (m + 1) = 668 (m/z).

Referenzbeispiel 33 ChCH2OOCCH2-(R)Cgl-Aze-Pab-Z

Eine Lösung von BnOOCCH2-(R)Cgl-Aze-Pab-Z (1,41 g; 1,7 mmol) und Cyclohexylmethylalkohol (6 mL) in Triethylamin (474 &mgr;L) und Methylenchlorid (3 mL) wurde 4 Tage unter Rückfluß erhitzt. Das nach Aufarbeiten des Reaktionsgemischs erhaltene Rohprodukt wurde mittels Flash-Chromatographie unter Verwendung eines Gemischs aus Methylenchlorid und Methanol im Verhältnis 95:5 als Elutionsmittel gereinigt, was 801 mg (71%) der Titelverbindung ergab.

FAB-MS: (m + 1) = 660 (m/z).

Referenzbeispiel 34 ChOOCCH2-(R)Cgl-Aze-Pab-Z (i) Bromessigsäurecyclohexylester

Die im Untertitel aufgeführte Verbindung wurde in Analogie zu der in obigem Beispiel 32(i) beschriebenen Verfahrensweise aus Cyclohexanol (1 g; 10 mmol) und Bromacetylchlorid (1 mL; 12 mmol) hergestellt.

(ii) ChOOCCH2-(R)Cgl-Aze-Pab-Z

Die Titelverbindung wurde in Analogie zu der in Beispiel 1(iii) beschriebenen Verfahrensweise aus H-(R)Cgl-Aze-Pab-Z × 2HCl (2,5 g; 4,32 mmol) und Bromessigsäurecyclohexylester (1,5 g; 5,2 mmol) hergestellt. Ausbeute 1,7 g (60%).

FAB-MS: (m + 1) = 646 (m/z).

Referenzbeispiel 35 PhC(Me)2OOCCH2-(R)Cgl-Aze-Pab-Z (i) Bromessigsäure-2-phenyl-2-propylester

Die im Untertitel aufgeführte Verbindung wurde in Analogie zu der in Beispiel 30(i) beschriebenen Verfahrensweise aus 2-Phenyl-2-propanol (3 g; 22 mmol) und Bromacetylchlorid (4,16 g; 26 mmol) hergestellt. Ausbeute 1,2 g (44%).

(ii) PhC(Me)2OOCCH2-(R)Cgl-Aze-Pab-Z

Die Titelverbindung wurde in Analogie zu der in Beispiel 1(iii) beschriebenen Verfahrensweise aus H-(R)Cgl-Aze-Pab-Z × 2HCl (1,2 g; 2,2 mmol) und Bromessigsäure-2-phenyl-2-propylester (640 mg; 2,5 mmol; aus obigem Schritt (i)) hergestellt. Ausbeute 1,3 g (86%).

1H-NMR (500 MHz, CDCl3) &dgr; 9,3 (br s, 1H), 8,35 (t, 1H), 7,75 (d, 2H), 7,45 (d, 2H), 7,30–7,05 (m, 10H oder 11H), 5,15 (s, 2H), 4,78 (t, 1H), 4,40–4,30 (AB-Teil eines ABX-Spektrums, 2H), 3,95 (q, 1H), 3,74 (q, 1H), 3,27–3,19 (AB-Spektrum, 2H), 2,72 (d, 1H), 2,43 (q, 2H), 1,93 (br d, 1H), 1,75–1,60 (m, 9H oder 10H), 1,54 (d, 1H), 1,49–1,40 (m, 1H), 1,25–1,0 (m, 4H), 0,92 (q, 1H).

Referenzbeispiel 36 MeNHCOCH2OOCCH2-(R)Cgl-Aze-Pab-Z

Die Titelverbindung wurde in Analogie zu der in Beispiel 1(iii) beschriebenen Verfahrensweise aus H-(R)Cgl-Aze-Pab-Z × 2HCl (1,0 g; 1,7 mmol) und MeNHCOCH2OOCCH2Br (440 mg; 2 mmol; hergestellt analog obigem Beispiel 11 (Schritte (i), (ii) und (iii)) unter Verwendung von Methylamin anstelle von Cyclohexylamin) hergestellt. Ausbeute 380 mg (35%).

FAB-MS: (m + 1) = 635 (m/z).

Referenzbeispiel 37 tBuOOCCH2-(R)Cgl-Aze-Pab-Z

Die Titelverbindung wurde in Analogie zu der in Beispiel 1(iii) beschriebenen Verfahrensweise aus H-(R)Cgl-Aze-Pab-Z × 2HCl (500 mg; 1,0 mmol) und Bromessigsäure-t-butylester (231 mg; 1,2 mmol) hergestellt. Ausbeute 420 mg (69%).

LC-MS: (m + 1) = 635 (m/z).

Referenzbeispiel 38 (Me2)CHC(Me)2OOCCH2-(R)Cgl-Aze-Pab-Z

Die Titelverbindung wurde in Analogie zu der in Beispiel 1(iii) beschriebenen Verfahrensweise aus H-(R)Cgl-Aze-Pab-Z (787 mg; 1,4 mmol) und Bromessigsäure-2,3-dimethyl-2-butylester (364 mg; 1,63 mmol) hergestellt. Ausbeute 590 mg (67%).

FAB-MS: (m + 1) = 648 (m/z).

Referenzbeispiel 39 iPrOOCCH2-(R)Cgl-Aze-Pab-Z

Die Titelverbindung wurde in Analogie zu der in Beispiel 1(iii) beschriebenen Verfahrensweise aus H-(R)Cgl-Aze-Pab-Z (700 mg; 1,2 mmol) und Bromessigsäureisopropylester (262 mg; 1,5 mmol) hergestellt. Ausbeute 226 mg (31%).

FAB-MS: (m + 1) = 606 (m/z).

Referenzbeispiel 40 BnOOCCH2-(R)Cgl-Aze-Pab-COOPh(4-OMe) (i) Boc-(R)Cgl-Aze-Pab-COOPh(4-OMe)

Die im Untertitel aufgeführte Verbindung wurde in Analogie zu der in Beispiel 1(i) beschriebenen Verfahrensweise aus Boc-(R)Cgl-Aze-Pab-H und Chlorameisensäure-4-methoxyphenylester hergestellt.

FAB-MS: (m + 1) = 622 (m/z).

(ii) H-(R)Cgl-Aze-Pab-COOPh(4-OMe) × 2HCl

Die im Untertitel aufgeführte Verbindung wurde in Analogie zu der in Beispiel 4(ii) beschriebenen Verfahrensweise aus Boc-(R)Cgl-Aze-Pab-COOPh(4-OMe) (aus obigem Schritt (i)) hergestellt.

(iii) BnOOCCH2-(R)Cgl-Aze-Pab-COOPh(4-OMe)

Die Titelverbindung wurde in Analogie zu der in Beispiel 1(iii) beschriebenen Verfahrensweise aus H-(R)Cgl-Aze-Pab-COOPh(4-OMe) × 2HCl (85 mg; 0,16 mmol; aus obigem Schritt (iii)) und Bromessigsäurebenzylester (90 mg; 0,2 mmol) hergestellt. Ausbeute 60 mg (56%).

FAB-MS: (m + 1) = 670 (m/z).

Referenzbeispiel 41 ChCH2OOCCH2-(R)Cgl-Aze-Pab-COOPh(4-OMe)

Die Titelverbindung wurde in Analogie zu der in Beispiel 1(iii) beschriebenen Verfahrensweise aus H-(R)Cgl-Aze-Pab-COOPh(4-OMe) (554 mg; 0,64 mmol; siehe obiges Beispiel 40(ii)) und Bromessigsäurecyclohexylmethylester (165 mg; 0,7 mmol) hergestellt. Ausbeute 34 mg (8%).

FAB-MS: (m + 1) = 676 (m/z).

Referenzbeispiel 42 (2-Me)BnOOCCH2-(R)Cgl-Aze-Pab-COOPh(4-OMe)

Die Titelverbindung wurde in Analogie zu der in Beispiel 1(iii) beschriebenen Verfahrensweise aus H-(R)Cgl-Aze-Pab-COOPh(4-OMe) (522 mg; 1 mmol; siehe obiges Beispiel 40(ii)) und Bromessigsäure-2-(methyl)benzylester (365 mg; 1,5 mmol) hergestellt. Ausbeute 158 mg (23%).

LC-MS: (m + 1) = 684 (m/z).

Referenzbeispiel 43 EtOOCCH2-(R)Cgl-Aze-Pab-COOPh(4-Me) (i) Boc-(R)Cgl-Aze-Pab-COOPh(4-Me)

Die im Untertitel aufgeführte Verbindung wurde in Analogie zu der in Beispiel 1(i) beschriebenen Verfahrensweise aus Boc-(R)Cgl-Aze-Pab (1,96 g; 4,56 mmol) und Chlorameisensäure-4-tolylester (850 mg; 4,99 mmol) hergestellt. Ausbeute 1,39 g (55%).

FAB-MS: (m + 1) = 606 (m/z).

(ii) H-(R)Cgl-Aze-Pab-COOPh(4-Me)

Die im Untertitel aufgeführte Verbindung wurde in Analogie zu der in Beispiel 4(ii) beschriebenen Verfahrensweise aus Boc-(R)Cgl-Aze-Pab-COOPh(4-Me) (388 mg; 0,64 mmol; aus obigem Schritt (i)) hergestellt. Ausbeute 293 mg (91%).

FAB-MS: (m + 1) = 506 (m/z).

(iii) EtOOCCH2-(R)Cgl-Aze-Pab-COOPh(4-Me)

Die Titelverbindung wurde in Analogie zu der in Beispiel 1(iii) beschriebenen Verfahrensweise aus H-(R)Cgl-Aze-Pab-COOPh(4-Me) (288 mg; 0,6 mmol; aus obigem Schritt (ii)) und Bromessigsäureethylester (114 mg; 0,7 mmol) hergestellt. Ausbeute 81 mg (24%).

FAB-MS: (m + 1) = 592 (m/z).

Referenzbeispiel 44 BnOOCCH2-(R)Cgl-Aze-Pab-COOPh(4-Me)

Die Titelverbindung wurde in Analogie zu der in Beispiel 1(iii) beschriebenen Verfahrensweise aus H-(R)Cgl-Aze-Pab-COOPh(4-Me) (272 mg; 0,54 mmol; siehe obiges Beispiel 43(ii)) und Bromessigsäurebenzylester (147 mg; 0,6 mmol) hergestellt. Ausbeute 107 mg (31%).

FAB-MS: (m + 1) = 654 (m/z).

Referenzbeispiel 45 BnOOCCH2-(R)Cgl-Aze-Pab-COO-nBu

Die Titelverbindung wurde in Analogie zu der in Beispiel 1(iii) beschriebenen Verfahrensweise aus H-(R)Cgl-Aze-Pab-COO-nBu × 2HCl (400 mg; 0,74 mmol; siehe obiges Beispiel 9(ii)) und Bromessigsäurebenzylester (210 mg; 0,88 mmol) hergestellt. Ausbeute 220 mg (48%).

FAB-MS: (m + 1) = 620 (m/z).

Referenzbeispiel 46 iPrOOCCH2-(R)Cgl-Aze-Pab-COOCH2CH=CH2

Die Titelverbindung wurde in Analogie zu der in Beispiel 1(iii) beschriebenen Verfahrensweise aus H-(R)Cgl-Aze-Pab-COOCH2CH=CH2 × 2TFA (456 mg; 0,67 mmol; siehe obiges Beispiel 1(ii)) und Bromessigsäureisopropylester (145 mg; 0,8 mmol) hergestellt. Ausbeute 294 mg (79%).

FAB-MS: (m + 1) = 556 (m/z).

Referenzbeispiel 47 EtOOCCH2-(R)Cgl-Aze-Pab-COO-iBu (i) Boc-Pab-COO-iBu

Eine Lösung von Boc-Pab-H (500 mg; 2,0 mmol; hergestellt aus Pab-Z und (Boc)2O (unter Bildung von Boc-Pab-Z) und anschließende Hydrierung an Pd/C) und Triethylamin (400 mg; 4,0 mmol) in Methylenchlorid (10 mL) wurde bei 0°C mit Chlorameisensäure-i-butylester (270 mg; 2,2 mmol) versetzt. Nach 5 h Rühren wurde Wasser zugegeben. Die organische Phase wurde getrocknet (Na2SO4) und eingeengt, was 530 mg (76%) der im Untertitel aufgeführten Verbindung ergab.

1H-NMR (500 MHz, CDCl3) &dgr; 9,5 (bs, 1H), 7,82 (d, 2H), 7,31 (d, 2H), 6,6 (bs, 1H), 5,0 (bs, 1H), 4,33 (bd, 2H), 3,93 (d, 2H), 2,04 (m, 1H), 1,45 (s, 9H), 0,97 (d, 6H).

(ii) H-Pab-COO-iBu × 2HCl

Die im Untertitel aufgeführte Verbindung wurde in Analogie zu der in Beispiel 4(ii) beschriebenen Verfahrensweise aus Boc-Pab-COO-iBu (520 mg; 1,5 mmol; aus obigem Schritt (i)) hergestellt. Ausbeute 430 mg (88%).

1H-NMR (500 MHz, MeOD) &dgr; 7,89 (d, 2H), 7,75 (d, 2H), 4,30 (s, 2H), 4,17 (d, 2H), 2,11–2,05 (m, 1H), 1,02 (d, 6H).

(iii) Boc-(R)Cgl-Aze-Pab-COO-iBu

Eine Lösung von Boc-(R)Cgl-Aze-OH (480 mg; 1,4 mmol), H-Pab-COO-iBu × 2HCl (430 mg; 1,3 mmol; aus obigem Schritt (ii)) und DMAP (650 mg; 5,3 mmol) in Acetonitril (20 mL) wurde mit EDC (270 mg; 1,4 mmol) versetzt. Nach 3 Tagen Rühren bei Raumtemperatur wurde das Reaktionsgemisch eingeengt und dann in Wasser und EtOAc gelöst. Die organische Phase wurde mit NaHCO3 (aq) gewaschen und getrocknet (Na2SO4), eingeengt und mittels Flash-Chromatographie unter Verwendung von EtOAc als Elutionsmittel gereinigt, was 510 mg (52%) der im Untertitel aufgeführten Verbindung ergab.

(iv) H-(R)Cgl-Aze-Pab-COO-iBu × 2HCl

Die im Untertitel aufgeführte Verbindung wurde in Analogie zu der in Beispiel 4(ii) beschriebenen Verfahrensweise aus Boc-(R)Cgl-Aze-Pab-COO-iBu (500 mg; 0,88 mmol; aus obigem Schritt (iii)) hergestellt. Ausbeute 360 mg (87%).

(v) EtOOCCH2(R)Cgl-Aze-Pab-COO-iBu

Die Titelverbindung wurde in Analogie zu der in Beispiel 1(iii) beschriebenen Verfahrensweise aus H-(R)Cgl-Aze-Pab-COO-iBu × 2HCl (290 mg; 0,53 mmol; aus obigem Schritt (iv)) und Bromessigsäureethylester (110 mg; 0,64 mmol) hergestellt. Ausbeute 140 mg (47%).

FAB-MS: (m + 1) = 558 (m/z).

Referenzbeispiel 48 BnOOCCH2(R)Cgl-Aze-Pab-COO-nPr

Die Titelverbindung wurde in Analogie zu der in Beispiel 1(iii) beschriebenen Verfahrensweise aus H-(R)Cgl-Aze-Pab-COO-nPr × 2TFA (902 mg; 1,3 mmol; siehe obiges Beispiel 5(ii)) und Bromessigsäurebenzylester (362 mg; 1,6 mmol) hergestellt. Ausbeute 199 mg (25%).

1H-NMR (400 MHz, CDCl3) &dgr; 8,43 (bs, 1H), 7,78 (d, 2H), 7,38–7,27 (m, 7H), 5,05 (s, 2H), 4,90 (dd, 1H), 4,56–4,39 (AB-Teil eines ABX-Spektrums, 2H), 4,12–4,03 (m, 3H), 3,98–3,91 (q, 1H), 3,33–3,22 (AB-Spektrum, 2H), 2,85 (d, 1H), 2,65–0,94 (m, 19H).

Referenzbeispiel 49 EtOOCCH2-(R)Cgl-Aze-Pab-COOCH2OOCCh (i) EtSCOOCH2OOCCh

Eine Lösung von Tetrabutylammoniumhydrogensulfat (15,6 g, 45,6 mmol) und Cyclohexancarbonsäure (5, 85 g, 46 mmol) in Methylenchlorid wurde bei 0°C mit NaOH (9,1 mL, 10 M; 68 mmol) versetzt. Nach 5 Minuten Rühren wurde das Reaktionsgemisch filtriert, mit Methylenchlorid gewaschen, in Toluol gelöst, eingeengt und in THF gelöst, was [Bu4N]+[OOCCh] ergab. Die THF-Lösung von [Bu4N]+[OOCCh] wurde bei Raumtemperatur mit EtSCOOCH2Cl (4 g; 25,9 mmol; siehe Folkmann und Lund, J. Synthesis, (1990), 1159) versetzt. Nach 12 h Rühren bei Raumtemperatur wurde das Reaktionsgemisch eingeengt und mittels Flash-Chromatographie gereinigt, was 2,57 g (40%) der im Untertitel aufgeführten Verbindung ergab.

1H-NMR (400 MHz, CDCl3) diagnostische Signale &dgr; 5,80 (s, 2H, O-CH2-O), 2,85 (q, 2H, CH2-S).

(ii) ClCOOCH2OOCCh

EtSCOOCH2OOCCh (2,9 g; 11,8 mmol; aus obigem Schritt (i)) wurde bei 0°C tropfenweise mit SO2Cl2 (3,18 g; 23,6 mmol) versetzt. Nach 30 Minuten Rühren wurde das Reaktionsgemisch eingeengt, was 1,82 g (70%) der gewünschten Verbindung ergab.

1H-NMR (500 MHz, CDCl3) diagnostische Signale &dgr; 5,82 (s, 2H, O-CH2-O).

(iii) Boc-(R)Cgl-Aze-Pab-COOCH2OOCCh

Die im Untertitel aufgeführte Verbindung wurde in Analogie zu der in Beispiel 1(i) beschriebenen Verfahrensweise aus Boc-(R)Cgl-Aze-Pab-H (750 mg; 1,59 mmol) und ClCOOCH2OOCCh (460 mg; 2,1 mmol; aus obigem Schritt (ii)) hergestellt. Das Rohprodukt wurde mittels präparativer RPLC gereinigt. Ausbeute 355 mg (9%).

FAB-MS: (m + 1) = 656 (m/z).

(iv) H-(R)Cgl-Aze-Pab-COOCH2OOCCh × 2TFA

Die im Untertitel aufgeführte Verbindung wurde in Analogie zu der in Beispiel 1(ii) beschriebenen Verfahrensweise aus Boc-(R)Cgl-Aze-Pab-COOCH2OOCCh (aus obigem Schritt (iii)) hergestellt.

(v) EtOOCCH2-(R)Cgl-Aze-Pab-COOCH2OOCCh

Die Titelverbindung wurde in Analogie zu der in Beispiel 1(iii) beschriebenen Verfahrensweise aus H-(R)Cgl-Aze-Pab-COOCH2OOCCh × 2TFA (193 mg; 0,35 mmol; aus obigem Schritt (iv)) und Trifluoressigsäureethylester (83 mg; 0,35 mmol) hergestellt. Ausbeute 87 mg (39%).

1H-NMR (400 MHz, CDCl3) &dgr; 8,48 (t br, 1H), 7,83 (d, 2H), 7,37 (d, 2H), 5,86 (s, 2H), 4,95 (dd, 1H), 4,15–4,39 (AB-Teil eines ABX-Spektrums, 2H), 4,18–4,05 (m, 5H), 3,26–3,17 (AB-Spektrum, 2H), 2,87 (d, 1H), 2,75–0,95 (m, 29H).

Referenzbeispiel 50 EtOOCCH2-(R)Cgl-Aze-Pab-COOCH2OOCCH2Ch

Die Titelverbindung wurde in Analogie zu der in obigem Beispiel 49 beschriebenen Verfahrensweise ausgehend von Cyclohexylessigsäure anstelle von Cyclohexancarbonsäure hergestellt. Ausbeute 74 mg (17%).

FAB-MS: (m + 1) = 656 (m/z).

Referenzbeispiel 51 EtOOCCH2-(R)Cgl-Aze-Pab-COOCH(Me)OOCPh

Die Titelverbindung wurde in Analogie zu der in obigem Beispiel 49 beschriebenen Verfahrensweise ausgehend von EtSCOOCH(CH3)Cl (hergestellt aus ClCOCH(CH3)Cl und EtSH nach der Verfahrensweise gemäß Folkmann et al. in J. Synthesis, (1990), 1169) anstelle von EtSCOOCH2Cl hergestellt. Ausbeute 70 mg (23%).

FAB-MS: (m + 1) = 650 (m/z).

Referenzbeispiel 52 EtOOCCH2-(R)Cgl-Aze-Pab-COOCH2OOCPh

Die Titelverbindung wurde in Analogie zu der in obigem Beispiel 49 beschriebenen Verfahrensweise unter Verwendung von Benzoesäure anstelle von Cyclohexancarbonsäure hergestellt. Ausbeute 50 mg (39%).

1H-NMR (300 MHz, CDCl3) &dgr; 9,73–9,25 (s br, 1H), 8,45 (t, 1H), 8,05 (d, 2H), 7,83 (d, 2H), 7,60–7,10 (m, 6H), 6,10 (s, 2H), 4,96–4,84 (dd, 1H), 4,62–4,30 (ABX, 2H), 4,20–3,93 (m, 4H), 3,25 (s, 2H), 2,84 (d, 1H), 2,73–2,41 (m, 2H), 2,41–0,87 (m, 15H).

13C-NMR (300 MHz, CDCl3, Amidin- und Carbonyl-Kohlenstoffatome) &dgr; 163,1, 165,3, 169,0, 170,8, 172,3, 175,5.

Referenzbeispiel 53 BnOOCCH2-(R)Cgl-Aze-Pab-COOCH(Me)OAc

Die Titelverbindung wurde in Analogie zu der in Beispiel 1(iii) beschriebenen Verfahrensweise aus H-(R)Cgl-Aze-Pab-COOCH(CH3)OC(O)CH3 (108 mg; 0,21 mmol; siehe obiges Beispiel 14(ii)) und Bromessigsäurebenzylester (36 &mgr;L; 0,23 mmol) hergestellt. Ausbeute 41 mg (30%).

FAB-MS: (m + 1) = 650 (m/z).

Referenzbeispiel 54 EtOOCCH2-(R)Cgl-Aze-Pab-COOCH2OAc (i) H-(R)Cgl-Aze-Pab-COOCH2OAc × 2TFA

Die im Untertitel aufgeführte Verbindung wurde in Analogie zu der in obigem Beispiel 14 (Schritte (i) und (ii)) beschriebenen Verfahrensweise unter Verwendung von Acetoxymethyl-4-nitrophenyl-carbonat (in Analogie zu der in Beispiel 12(iii) beschriebenen Methode unter Verwendung von Silberacetat anstelle von Silberpivalat hergestellt) hergestellt. Nach Aufarbeitung wurde die im Untertitel aufgeführte Verbindung erhalten, die ohne weitere Reinigung im nächsten Schritt eingesetzt wurde.

(ii) EtOOCCH2-(R)Cgl-Aze-Pab-COOCH2OAc

Die Titelverbindung wurde in Analogie zu der in obigem Beispiel 1(iii) beschriebenen Verfahrensweise aus H-(R)Cgl-Aze-Pab-COOCH2OAc × 2TFA (0,83 mmol; aus obigem Schritt (i)) und Bromessigsäureethylester (2,2 mmol) hergestellt. Ausbeute 286 mg.

FAB-MS (m + 1) = 574 (m/z).

Referenzbeispiel 55 tBuOOCCH2-(R)Cgl-Aze-Pab-COOCH2OAc

Die Titelverbindung wurde in Analogie zu der in obigem Beispiel 1(iii) beschriebenen Verfahrensweise aus H-(R)Cgl-Aze-Pab-COOCH2OAc × 2TFA (0,313 mmol; siehe obiges Beispiel 54(i)) und Bromessigsäure-t-butylester (73 mg; 0,376 mmol) hergestellt. Ausbeute 156 mg (83%).

FAB-MS (m + 1) = 602 (m/z).

Referenzbeispiel 56 BnOOCCH2-(R)Cgl-Aze-Pab-COOCH2OOC-tBu

Die Titelverbindung wurde in Analogie zu der in Beispiel 1(iii) beschriebenen Verfahrensweise aus H-(R)Cgl-Aze-Pab-COOCH2OOC-tBu (379 mg; 0,71 mmol; siehe obiges Beispiel 12(v)) und Bromessigsäurebenzylester (135 &mgr;L; 0,85 mmol) hergestellt. Ausbeute 146 mg (30%).

FAB-MS (m + 1) = 678 (m/z).

Referenzbeispiel 57 EtOOCCH2-(R)Cgl-Aze-Pab-COOCH2CCl3 (i) Boc-(R)Cgl-Aze-Pab-COOCH2CCl3

Die im Untertitel aufgeführte Verbindung wurde in Analogie zu der in Beispiel 1(i) beschriebenen Verfahrensweise aus Boc-(R)Cgl-Aze-Pab-H (1,0 g; 2,12 mmol), 2 M NaOH (11,7 ml) und Chlorameisensäuretrichlorethylester (494 mg; 2,33 mmol) hergestellt. Ausbeute 1,08 g (79%).

(ii) H-(R)Cgl-Aze-Pab-COOCH2CCl3

Die im Untertitel aufgeführte Verbindung wurde in Analogie zu der in Beispiel 1(ii) beschriebenen Verfahrensweise aus Boc-(R)Cgl-Aze-Pab-COOCH2CCl3 (1,04 g; 1,607 mmol; aus obigem Schritt (i)) hergestellt. Ausbeute 1,43 g (99%).

1H-NMR: (500 MHz, CD3OD) &dgr; 7,79 (d, 2H), 7,61 (d, 2H), 5,10 (s, 2H), 4,87–4,81 (m, 2H), 4,63–4,52 (q, 2H), 4,41–4,34 (m, 1H), 4,30–4,24 (m, 1H), 3,72 (d, 1H), 2,72–2,63 (m, 1H), 2,32–2,25 (m, 1H), 1,88–1,10 (m, 14H).

(iii) EtOOCCH2-(R)Cgl-Aze-Pab-COOCH2CCl3

Die Titelverbindung wurde in Analogie zu der in Beispiel 1(iii) beschriebenen Verfahrensweise aus H-(R)Cgl-Aze-Pab-COOCH2CCl3 (400 mg; 0,52 mmol; aus obigem Schritt (ii)) und Bromessigsäureethylester (95 mg; 0,57 mmol) hergestellt. Ausbeute 8 mg (23%).

1H-NMR (500 MHz, CDCl3) &dgr; 8,47 (bt, 1H), 7,83 (d, 2H), 7,48 (bs, 1H), 7,31 (d, 2H), 4,92 (dd, 1H), 4,85 (s, 2H), 4,58–4,39 (AB-Teil eines ABX-Spektrums, 2H), 4,16–4,06 (m, 4H), 3,24 (s, 2H), 4,87 (d, 1H), 2,65–2,59 (m, 1H), 2,56–2,48 (m, 1H), 2,10–0,95 (m, 16H).

Referenzbeispiel 58 MeOOC-C(=CEt)CH2OOCCH2-(R)Cgl-Aze-Pab-Z (i) MeOOC-C(=CH)C(OH)Et

Propionaldehyd (10,1 g; 0,174 mmol) wurde zu einer Lösung von Methylacrylat (10 g; 0,116 mol) und 1,4-Diazabicyclo[2.2.2]octan (1,3 g; 0,0116 mol) getropft. Nach 14 Tagen Rühren bei Raumtemperatur wurde das Reaktionsgemisch mit Essigsäureethylester (150 ml) versetzt. Die organische Phase wurde mit Wasser und Kochsalzlösung gewaschen, getrocknet (Na2SO4), filtriert und eingeengt, was die gewünschte Verbindung ergab. Ausbeute 15,5 g (93%).

1H-NMR (400 MHz, CDCl3) &dgr; 6,24 (s, 1H), 5,81 (s, 1H), 4,34 (t, 1H), 3,78 (s, 3H), 2,82 (bs, 1H), 1,69 (m, 2H), 0,95 (t, 3H).

(ii) MeOOC-C(=CEt)CH2Br

HBr (6,5 ml, ~48%ig) wurde bei 0°C zu MeOOC-C(=CH)C(OH)Et (3 g; 20,8 mmol; aus obigem Schritt (i)) getropft. Nach 5 Minuten wurde H2SO4 (konz.; 6 ml) zugetropft. Dann wurde das Reaktionsgemisch 12 Stunden bei Raumtemperatur gerührt. Nach Trennung von zwei Phasen wurde die obere Phase mit Ether verdünnt. Dann wurde die Etherphase mit Wasser und wäßrigem NaHCO3 gewaschen, getrocknet (Na2SO4 und Kohle) und eingeengt. Der Rückstand wurde mittels Flash-Chromatographie gereinigt. Ausbeute 1,7 g (40%).

1H-NMR (400 MHz, CDCl3) &dgr; 6,97 (t, 3H) 4,23 (s, 2H), 3,8 (s, 3H), 2,32 (m, 2H), 1,13 (t, 3H).

(iii) tBuOOCCH2-(R)Cgl-Aze-Pab-Z

Die im Untertitel aufgeführte Verbindung wurde in Analogie zu der in Beispiel 1(iii) beschriebenen Verfahrensweise aus H-(R)Cgl-Aze-Pab-Z (2,1 g; 3,6 mmol) und Bromessigsäure-t-butylester (780 mg; 4,0 mmol) hergestellt. Ausbeute 1,73 g (78%).

(iv) HOOCCH2-(R)Cgl-Aze-Pab-Z

Eine Lösung von tBuOOCCH2-(R)Cgl-Aze-Pab-Z (aus obigem Schritt (iii)) und TFA in Methylenchlorid wurde 3 h bei Raumtemperatur gerührt. Dann wurde das Reaktionsgemisch eingeengt und aus Wasser und HCl (konz.; 10 Äqu.) gefriergetrocknet.

(v) MeOOC-C(=CEt)CH2OOCCH2-(R)Cgl-Aze-Pab-Z

Eine Lösung von HOOCCH2-(R)Cgl-Aze-Pab-Z (263 mg; 0,41 mmol; aus obigem Schritt (iv)), NaOH (1 M; 1,239 ml; 1,239 mmol) und Wasser (4 ml) wurde gefriergetrocknet. Nach Zugabe von DMF (5 ml) wurde bei 0°C Me-OOC-C(=CEt)CH2Br (103 mg; 0,496 mmol; aus obigem Schritt (ii)) zugetropft. Dann wurde das Reaktionsgemisch 24 h bei Raumtemperatur gerührt, mit Toluol (5 ml) verdünnt, mit Wasser gewaschen, getrocknet (Na2SO4) und eingeengt. Der Rückstand wurde mittels Flash-Chromatographie unter Verwendung eines Gemischs aus EtOAc und Methanol im Verhältnis 95:5 als Elutionsmittel gereinigt. Ausbeute 95 mg (33%).

FAB-MS: (m + 1) = 690 (m/z).

Referenzbeispiel 59 MenOOCCH2-(R)Cgl-Aze-Pab-COOPh(4-OMe) (i) MenOOCCH2Br

Die im Untertitel aufgeführte Verbindung wurde in Analogie zu der in obigem Beispiel 30(i) beschriebenen Verfahrensweise aus MenOH (10 mmol) und Bromacetylchlorid (12 mmol) hergestellt. Ausbeute 1,5 g (54%).

(ii) MenOOCCH2-(R)Cgl-Aze-Pab-COOPh(4-OMe)

Die Titelverbindung wurde in Analogie zu der in Beispiel 1(iii) beschriebenen Verfahrensweise aus H-(R)Cgl-Aze-Pab-COO-Ph(4-OMe) (521 mg; 1 mmol; siehe obiges Beispiel 40(ii), und MenOOCCH2Br (416 mg; 1,5 mmol; aus obigem Schritt (i)) hergestellt. Ausbeute 36 mg (5%).

FAB-MS: (m + 1) = 718 (m/z).

Referenzbeispiel 60 tBuOOCCH2-(R)Cgl-Aze-Pab-COOnPr

Die Titelverbindung wurde in Analogie zu der in Beispiel 1(iii) beschriebenen Verfahrensweise aus H-(R)Cgl-Aze-Pab-COO-nPr (575 mg; 0,837 mmol; siehe obiges Beispiel 5(ii)) und Bromessigsäure-t-butylester (196 mg; 1,01 mmol) hergestellt. Ausbeute 110 mg (23%).

LC-MS: (m + 1) = 572 (m/z).

Referenzbeispiel 61 MenOOCCH2-(R)Cgl-Aze-Pab-Z

Die Titelverbindung wurde in Analogie zu der in Beispiel 1(iii) beschriebenen Verfahrensweise aus H-(R)Cgl-Aze-Pab-Z (0,7 g; 1,21 mmol) und MenOOCCH2Br (0,4 g; 1,45 mmol; siehe obiges Beispiel 59(i)) hergestellt. Ausbeute 0,33 g (38%).

FAB-MS: (m + 1) = 702 (m/z).

Referenzbeispiel 62 BnOOCCH2-(R)Cgl-Aze-Pab-COO-Bn(4-NO2) (i) Boc-(R)Cgl-Aze-Pab-COO-Bn(4-NO2)

Die im Untertitel aufgeführte Verbindung wurde in Analogie zu der in Beispiel 1(i) beschriebenen Verfahrensweise aus Boc-(R)Cgl-Aze-Pab-H (1,03 g; 2,18 mmol), 2 M NaOH (24 mL) und Chlorameisensäure-4-NO2-benzylester (518 mg; 2,4 mmol) hergestellt. Ausbeute 1,32 g (93%).

FAB-MS: (m + 1) = 651 (m/z).

(ii) H-(R)Cgl-Aze-Pab-COO-Bn(4-NO2)

Die im Untertitel aufgeführte Verbindung wurde in Analogie zu der in Beispiel 4(ii) beschriebenen Verfahrensweise aus Boc-(R)Cgl-Aze-Pab-COO-Bn(4-NO2) (1,32 mg; 2,03 mmol; aus obigem Schritt (i)) hergestellt. Ausbeute 1,0 g (79%).

FAB-MS: (m + 1) = 551 (m/z).

(iii) BnOOCCH2-(R)Cgl-Aze-Pab-COO-Bn(4-NO2)

Die Titelverbindung wurde in Analogie zu der in Beispiel 1(iii) beschriebenen Verfahrensweise aus H-(R)Cgl-Aze-Pab-COO-Bn(4-NO2) (0,5 g; 0,80 mmol; aus obigem Schritt (ii)) und Bromessigsäurebenzylester (220 mg; 0,90 mmol) hergestellt.

FAB-MS: (m + 1) = 699 (m/z).

Referenzbeispiel 63 EtOOCCH2- R)Cgl-Aze-Pab-Bn(4-NO2)

Die Titelverbindung wurde in Analogie zu der in Beispiel 1(iii) beschriebenen Verfahrensweise aus H-(R)Cgl-Aze-Pab-COO-Bn(4-NO2) (211 mg; 0,38 mmol; siehe obiges Beispiel 62(ii)) und Bromessigsäureethylester (47 &mgr;l; 0,42 mmol) hergestellt. Ausbeute 44 mg (18%).

1H-NMR: (300 MHz, CDCl3) &dgr; 9,55 (bs, 1H), 8,50 (bt, 1H), 8,20 (d, 2H), 7,80 (d, 2H), 7,60 (d, 2H), 7,35 (d, 2H) 6,87 (bs, 1H), 4,95 (dd, 1H), 4,65–4,40 (AB-Teil eines ABX-Spektrums, 2H), 4,18–4,04 (m, 5H), 3,27–3,15 (AB-Spektrum, 2H), 2,87 (d, 1H), 2,75–2,60 (m, 1H), 2,57–2,45 (m, 1H), 2,00–0,95 (m, 16H).

Referenzbeispiel 64 PrlC(O)CH2OOCCH2-(R)Cgl-Aze-Pab-Z (i) PrlC(O)CH2OH

Eine Mischung aus 2,5-Dioxo-1,4-dioxan (2,0 g; 17 mmol) und Pyrrolidin (8 ml; 97 mmol) wurde 1 h unter Rückfluß erhitzt. Das überschüssige Pyrrolidin wurde abgedampft. Ausbeute 4,4 g (99%).

FAB-MS: (m + 1) = 130 (m/z).

(ii) PrlC(O)CH2OOCCH2Br

Eine Lösung von PrlC(O)CH2OH (0,4 g; 3,1 mmol; aus obigem Schritt (i)) in DMF (15 ml) wurde bei 0°C tropfenweise mit Bromacetylbromid (0,63 g; 3,1 mmol) versetzt. Das Reaktionsgemisch wurde 1,5 h bei 0°C und 3 h bei Raumtemperatur gerührt. Nach Zusatz von weiterem Bromacetylbromid (0,63 g; 3,1 mmol) wurde das Reaktionsgemisch auf 80°C erhitzt, 12 h bei Raumtemperatur gerührt und eingeengt. Ausbeute 320 mg (41%).

FAB-MS: (m + 1) = 252 (m/z).

(iii) PrlC(O)CH2OOCCH2-(R)Cgl-Aze-Pab-Z

Die Titelverbindung wurde in Analogie zu der in Beispiel 1(iii) beschriebenen Verfahrensweise aus H-(R)Cgl-Aze-Pab-Z (580 mg; 1 mmol) und PrlC(O)CH2OOCCH2Br (300 mg; 1,2 mmol; aus obigem Schritt (ii)) hergestellt. Ausbeute 400 mg (60%).

FAB-MS: (m + 1) = 675 (m/z).

1H-NMR: (500 MHz, CDCl3) &dgr; 9,66–9,42 (bs, 1H), 8,64–8,56 (m, 1H), 8,03–7,93 (d, 2H), 7,89–7,66 (bs, 1H), 7,45 (d, 2H), 7,45–7,25 (m, 5H), 5,20 (s, 2H), 4,98–4,92 (dd, 1H), 4,82–4,74 (m, 1H), 4,62, 4,58 (AB-Spektrum, 2H), 4,26–4,05 (m, 3H), 3,47–3,16 (m, 6H), 2,95 (d, 1H), 2,78–2,68 (m, 1H), 2,54–2,42 (m, 1H), 2,03–1,95 (m, 16H).

Referenzbeispiel 65 (2-Me)BnOOCCH2-(R)Cgl-Aze-Pab-COO-Bn(4-NO2)

Die Titelverbindung wurde in Analogie zu der in Beispiel 1(iii) beschriebenen Verfahrensweise aus H-(R)Cgl-Aze-Pab-COO-Bn(4-NO2) (500 mg; 0,80 mmol; siehe obiges Beispiel 62(ii)) und Bromessigsäure-2-(methyl)benzylester (234 mg; 0,96 mmol; siehe obiges Beispiel 32(i)) hergestellt. Ausbeute 528 mg (92%).

1H-NMR: (400 MHz, CDCl3) &dgr; 9,34 (bs, 1H), 8,38 (t, 1H), 8,09 (d, 2H), 7,72 (d, 2H), 7,48 (d, 2H), 7,37 (bs, 1H), 7,23 (d, 2H), 7,17–7,05 (m, 4H), 5,18 (s, 2H), 5,00 (s, 2H), 4,81 (dd, 1H), 4,45–4,34 (AB-Teil eines ABX-Spektrums, 2H), 4,04–3,97 (q, 1H), 3,93–3,86 (q, 1H), 3,27–3,17 (AB-Spektrum, 2H), 2,79 (d, 1H), 2,54–2,35 (m, 2H), 2,22 (s, 3H), 1,91–1,84 (bd, 1H), 1,71–1,39 (m, 5H), 1,19–0,84 (m, 4H).

Referenzbeispiel 66 MeOOCCH2-(R)Cgl-Aze-Pab-COOEt

Die Titelverbindung wurde in Analogie zu der in Beispiel 1(iii) beschriebenen Verfahrensweise aus H-(R)Cgl-Aze-Pab-COOEt (305 mg; 0,69 mmol; siehe Beispiel 4(ii)) und Bromessigsäuremethylester (126 mg; 0,83 mmol) hergestellt. Ausbeute 188 mg (53%).

LC-MS: (m + 1) = 516 (m/z).

Referenzbeispiel 67 (nPr)2NC(O)CH2OOCCH2-(R)Cgl-Aze-Pab-COO-Bn(4-NO2) (i) (nPr)2NC(O)CH2OOCCH2Cl

Eine Mischung aus (nPr)2NC(O)CH2OH (244 mg; 1,53 mmol; siehe obiges Beispiel 12(i)) und Bromacetylchlorid (270 mg; 1,72 mmol) wurde 12 Stunden bei Raumtemperatur gerührt. Dann wurde die Mischung in wäßriges NaHCO3 gegossen und mit Methylenchlorid extrahiert. Die organische Phase wurde mit wäßrigem KHSO4 (0,2 M) und Kochsalzlösung gewaschen, getrocknet und eingeengt.

FAB-MS: (m + 1) = 237 (m/z).

1H-NMR: (400 MHz, CDCl3) &dgr; 4,82 (s, 2H), 4,22 (s, 2H), 3,31–3,26 (t, 2H), 3,10–3,15 (t, 2H), 1,68–1,52 (m, 2H), 1,97–0,86 (m, 6H).

(ii) (nPr)2NC(O)CH2OOCCH2(R)Cgl-Aze-Pab-COO-Bn(4-NO2)

Die Titelverbindung wurde in Analogie zu der in Beispiel 1(iii) beschriebenen Verfahrensweise aus H-(R)Cgl-Aze-Pab-COOBn(4-NO2) (343 mg; 0,62 mmol; siehe obiges Beispiel 62 (ii), und (nPr)2NC(O)CH2OOCCH2Cl (160 mg; 0,68 mmol; aus obigem Schritt (i)) hergestellt. Ausbeute 89 mg (19%).

FAB-MS: (m + 1) = 750 (m/z).

Referenzbeispiel 68 (2-Me)BnOOCCH2-(R)Cgl-Aze-Pab-COOCH2OOCtBu

Die Titelverbindung wurde in Analogie zu der in Beispiel 1(iii) beschriebenen Verfahrensweise aus H-(R)Cgl-Aze-Pab-COOCH2OOCtBu (380 mg; 0,71 mmol; siehe obiges Beispiel 12(v)) und Bromessigsäure-2-(methyl)benzylester (215 mg; 0,88 mmol; siehe obiges Beispiel 32(i)) hergestellt. Ausbeute 37 mg (7,5%).

FAB-MS: (m + 1) 750 (m/z).

Beispiel 69

Die Verbindungen gemäß den Beispielen 1 bis 68 wurden alle in obigem Test geprüft und wiesen alle einen IC50TT-Wert von mehr als 1,0 &mgr;M auf (d.h. sie waren an sich gegenüber. Thrombin unwirksam; vgl. den wirksamen Inhibitor HOOC-CH2-(R)Cgl-Aze-Pab-H, der einen IC50TT-Wert von 0,01 &mgr;M aufweist).

Beispiel 70

Die Verbindungen gemäß den Beispielen 1 bis 68 wurden in einem, zwei oder allen obigen Tests B, C und/oder D geprüft und wiesen alle orale und/oder parenterale Bioverfügbarkeit in der Ratte in Form des wirksamen Inhibitors HOOC-CH2-(R)Cgl-Aze-Pab-H, entweder als freie Säure und/oder als ein oder mehrere Ester davon, auf. Auf der Basis der Annahme, daß HOOC-CH2-(R)Cgl-Aze-Pab-H in der Ratte gebildet wird, wurde die Bioverfügbarkeit je nachdem gemäß den in Test B und/oder Test C angegebenen Formeln berechnet.

Abkürzungen
  • Ac
    = Acetyl
    aq
    = wäßrig
    Aze
    = S-Azetidin-2-carbonsäure
    Boc
    = t-Butyloxycarbonyl
    (Boc)2O
    = Di-t-butyldicarbonat
    Bn
    = Benzyl
    Bu
    = Butyl
    Cgl
    = Cyclohexylglycin
    Ch
    = Cyclohexyl
    DCC
    = Dicyclohexylcarbodiimid
    DMAP
    = N,N-Dimethylaminopyridin
    EDC
    = 1-(3-Dimethylaminopropyl)-3-ethylcarbodiimid-hydrochlorid
    Et
    = Ethyl
    EtOH
    = Ethanol
    EtOAc
    = Essigsäureethylester
    h
    = Stunden
    HCl
    = Salzsäure
    H-Pab-H
    = 1-Amidino-4-aminomethylbenzol
    H-Pab-Z
    = 4-Aminomethyl-1-(N-benzyloxycarbonylamidino)benzol
    HPLC
    = Hochleistungsflüssigkeitschromatographie
    K2CO3
    = wasserfreies Kaliumcarbonat
    Me
    = Methyl
    Men
    = (1R, 2S, 5R)-Menthyl
    Pab-OH
    = 4-Aminomethyl-benzamidoxim(4-aminomethyl-1-(amino-hydroxyiminomethyl)benzol
    Piv(aloyl)
    = 2,2-Dimethylacetyl
    Pr
    = Propyl
    Prl
    = N-Pyrrolidinyl
    RPLC
    = Umkehrphasen-Hochleistungsflüssigkeitschromatographie
    TFA
    = Trifluoressigsäure
    THF
    = Tetrahydrofuran
    Z
    = Benzyloxycarbonyl

Die Präfixe n, s, i und t haben ihre üblichen Bedeutungen: normal, iso, sek. und tertiär. Die Präfixe s, d, t, q und b in den NMR-Spektren bedeuten Singulett, Dublett, Triplett, Quartett bzw. breit. Die vorgegebene Stereochemie der Aminosäuren ist (S), sofern nicht anders vermerkt.


Anspruch[de]
  1. Verbindung der Formel I R1O(O)C-CH2-(R)Cgl-Aze-Pab-R2I worin

    R1 für -R3 oder -A1C(O)N(R4)R5 oder -A1C(O)OR4 steht;

    A1 für C1-5-Alkylen steht;

    R2 (das eines der Wasserstoffatome in der Amidinoeinheit von Pab-H ersetzt) für OH oder OC(O)R6 steht;

    R3 für H, C1-10-Alkyl oder C1-3-Alkylphenyl (wobei letztere Gruppe gegebenenfalls durch C1-6-Alkyl, C1-6-Alkoxy, Nitro oder Halogen substituiert ist) steht;

    R4 und R5 unabhängig voneinander für H, C1-6-Alkyl, Phenyl, 2-Naphthyl stehen oder in dem Fall, daß R1 für -A1C(O)N(R4)R5 steht, gemeinsam mit dem Stickstoffatom, an das sie gebunden sind, für Pyrrolidinyl oder Piperidinyl stehen und

    R6 für C1-17-Alkyl, Phenyl oder 2-Naphthyl (die alle gegebenenfalls durch C1-6-Alkyl oder Halogen substituiert sind) steht;

    oder ein pharmazeutisch annehmbares Salz davon, wobei Cgl für Cyclohexylglycin steht, Aze für S-Azetidin-2-carbonsäure steht und Pab für 1-Amidino-4-aminomethylbenzol steht.
  2. Verbindung der Formel I nach Anspruch 1, in der A1 für C1-3-Alkylen steht, wenn R1 für -A1C(O)N(R4)R5 steht.
  3. Verbindung der Formel I nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, in der R4 für H oder C1-6-Alkyl steht, wenn R1 für -A1C(O)N(R4)R5 steht.
  4. Verbindung der Formel I nach einem der Ansprüche 1 bis 3, in der R5 für C1-6-Alkyl oder C4-6-Cycloalkyl steht, wenn R1 für -A1C(O)N(R4)R5 steht.
  5. Verbindung der Formel I nach einem der Ansprüche 1 bis 3, in der R4 und R5 gemeinsam für Pyrrolidinyl stehen, wenn R1 für -A1C(O)N(R4)R5 steht.
  6. Verbindung der Formel I nach einem der Ansprüche 2 bis 5, in der A1 für C1-3-Alkylen steht und R4 für H oder C1-3-Alkyl steht und R5 für C2-6-Alkyl oder C5-6-Cycloalkyl steht oder R4 und R5 gemeinsam für Pyrrolidinyl stehen.
  7. Verbindung der Formel I nach Anspruch 1, in der A1 für C1-5-Alkylen steht, wenn R1 für -A1C(O)OR4 steht.
  8. Verbindung der Formel I nach Anspruch 1 oder Anspruch 7, in der R4 für C1-6-Alkyl steht, wenn R1 für -A1C(O)OR4 steht.
  9. Verbindung der Formel I nach Anspruch 7 oder Anspruch 8, in der A1 für C1-5-Alkylen steht und R4 für C1-4-Alkyl steht.
  10. Verbindung der Formel I nach Anspruch 1, in der R3 für H, C1-10-Alkyl (wobei die letztere Gruppe linear oder bei Vorhandensein einer ausreichenden Zahl von Kohlenstoffatomen verzweigt und/oder teilweise cyclisch oder cyclisch sein kann) oder C1-3-Alkylphenyl (wobei die letztere Gruppe gegebenenfalls substituiert ist und linear oder bei Vorhandensein einer ausreichenden Zahl von Kohlenstoffatomen verzweigt sein kann) steht, wenn R1 für R3 steht.
  11. Verbindung nach Anspruch 1 oder Anspruch 10, in der R1 für H, lineares C1-10-Alkyl, verzweigtes C3-10-Alkyl, teilweise cyclisches C4-10-Alkyl, C4-10-Cycloalkyl, gegebenenfalls substituiertes lineares C1-3-Alkylphenyl oder gegebenenfalls substituiertes verzweigtes C3-Alkylphenyl steht.
  12. Verbindung nach Anspruch 11, in der R1 für lineares C1-6-Alkyl, C6-10-Cycloalkyl oder gegebenenfalls substituiertes lineares C1-3-Alkylphenyl steht.
  13. Verbindung der Formel I nach einem der Ansprüche 1 bis 9, in der R2 für OH steht.
  14. Verbindung der Formel I nach einem der Ansprüche 1 bis 12, in der R6 für gegebenenfalls substituiertes Phenyl oder C1-17-Alkyl (wobei die letztere Gruppe linear oder bei Vorhandensein einer ausreichenden Zahl von Kohlenstoffatomen verzweigt, teilweise cyclisch oder cyclisch und/oder gesättigt oder ungesättigt sein kann) steht, wenn R2 für OC(O)R6 steht.
  15. Verbindung nach Anspruch 14, in der R6 für gegebenenfalls substituiertes Phenyl, lineares C1-4-Alkyl, verzweigtes C3-4-Alkyl oder cis-Oleyl steht.
  16. Verbindung nach Anspruch 15, in der R6 für lineares C1-3-Alkyl oder verzweigtes C3-Alkyl steht.
  17. Verbindung nach einem der Ansprüche 1 bis 12 oder 14 bis 16, in der R1 für R3 steht und R3 für gegebenenfalls substituiertes C1-3-Alkylphenyl mit C1-6-Alkyl als fakultativem Substituenten steht.
  18. Verbindung nach Anspruch 17, in der es sich bei dem Substituenten um Methyl handelt.
  19. Verbindung nach Anspruch 1, bei der es sich um

    MeOOCCH2-(R)Cgl-Aze-Pab-OOCPh;

    (nPr)2NCOCH2OOCCH2-(R)Cgl-Aze-Pab-OH;

    ChNHCOCH2OOCCH2-(R)Cgl-Aze-Pab-OH;

    EtOOCCH2-(R)Cgl-Aze-Pab-OAc oder

    HOOCCH2-(R)Cgl-Aze-Pab-O-cis-oleyl;

    handelt.
  20. Verbindung nach Anspruch 1, bei der es sich um EtOOCCH2-(R)Cgl-Aze-Pab-OAc

    handelt.
  21. Verbindung der Formel I nach Anspruch 1 mit den weiteren Maßgaben, daß R1 nicht für -A1C(O)OR4 steht; R4 und R5 nicht unabhängig voneinander für H stehen; R6 nicht für C1-17-Alkyl steht, wenn R2 für OC(O)R6 steht.
  22. Verbindung der Formel I nach Anspruch 1, in der R1 für -A1C(O)OR4 steht; R4 und R5 unabhängig voneinander für H stehen; R6 für C1-17-Alkyl steht, wenn R2 für OC(O)R6 steht.
  23. Pharmazeutische Formulierung, enthaltend eine Verbindung der Formel I nach einem der Ansprüche 1 bis 22 oder ein pharmazeutisch annehmbares Salz davon in Abmischung mit einem pharmazeutisch annehmbaren Hilfsstoff, Verdünnungsmittel oder Träger.
  24. Verbindung der Formel I nach einem der Ansprüche 1 bis 22 oder ein pharmazeutisch annehmbares Salz davon zur Verwendung als Pharmazeutikum.
  25. Verbindung der Formel I nach einem der Ansprüche 1 bis 22 oder ein pharmazeutisch annehmbares Salz davon zur Verwendung bei der Behandlung eines Zustands, bei dem die Inhibierung von Thrombin erforderlich ist.
  26. Verbindung der Formel I nach einem der Ansprüche 1 bis 22 oder ein pharmazeutisch annehmbares Salz davon zur Verwendung bei der Behandlung von Thrombose.
  27. Verbindung der Formel I nach einem der Ansprüche 1 bis 22 oder ein pharmazeutisch annehmbares Salz davon zur Verwendung als Antikoagulans.
  28. Verwendung einer Verbindung der Formel I nach einem der Ansprüche 1 bis 22 oder eines pharmazeutisch annehmbaren Salzes davon als Wirkstoff bei der Herstellung eines Arzneimittels zur Behandlung eines Zustands, bei dem die Inhibierung von Thrombin erforderlich ist.
  29. Verwendung nach Anspruch 28, bei der es sich bei dem Zustand um Thrombose handelt.
  30. Verwendung einer Verbindung der Formel I nach einem der Ansprüche 1 bis 22 oder eines pharmazeutisch annehmbaren Salzes davon als Wirkstoff bei der Herstellung eines Antikoagulans.
  31. Verwendung nach Anspruch 28, bei der es sich bei dem Zustand um Hyperkoagulabilität in Blut und Geweben handelt.
  32. Verwendung einer Verbindung der Formel I nach Anspruch 1 als Prodrug.
  33. Verfahren zur Herstellung von Verbindungen der Formel I, bei dem man:

    (a) zur Herstellung von Verbindungen der Formel I, in der R2 für OH steht, eine entsprechende Verbindung der Formel I, in der R2 für OC(O)R6 steht und R6 die in Anspruch 1 angegebene Bedeutung besitzt, mit einer Alkoxid-Base umsetzt;

    (b) zur Herstellung von Verbindungen der Formel I, in der R2 für OH steht, eine einer Verbindung der Formel I, in der R2 für C(O)OR7 steht und R7 für 2-Naphthyl, Phenyl, C1-3-Alkylphenyl (wobei letztere drei Gruppen gegebenenfalls durch C1-6-Alkyl, C1-6-Alkoxy, Nitro oder Halogen substituiert sind) oder C1-12-Alkyl (wobei die letztere Gruppe gegebenenfalls durch C1-6-Alkoxy, C1-6-Acyloxy oder Halogen substituiert ist) steht, entsprechende Verbindung mit Hydroxylamin oder einem Säureadditionssalz davon umsetzt;

    (c) eine entsprechende Verbindung der Formel II H-(R)Cgl-Aze-Pab-R2II worin R2 die in Anspruch 1 angegebene Bedeutung besitzt, mit einer Verbindung der Formel III R1O(O)C-CH2-L1III worin L1 für eine Abgangsgruppe steht und R1 die in Anspruch 1 angegebene Bedeutung besitzt, umsetzt;

    (d) zur Herstellung von Verbindungen der Formel I, in der R1 für H steht und R2 für OH steht, eine entsprechende Verbindung der Formel I, in der R1 für C1-10-Alkyl oder C1-3-Alkylphenyl steht und R2 für OH steht, mit einer Base umsetzt;

    (e) zur Herstellung von Verbindungen der Formel I, in der R2 für OC(O)R6 steht und R6 die in Anspruch 1 angegebene Bedeutung besitzt, eine entsprechende Verbindung der Formel I, in der R2 für OH steht, mit einer Verbindung der Formel IV R6C(O)-O-C(O)R6IV oder einer Verbindung der Formel v R6C(O)HalV worin Hal für Cl oder Br steht und R6 in beiden Fällen die in Anspruch 1 angegebene Bedeutung besitzt, umsetzt;

    (f) zur Herstellung von Verbindungen der Formel I, in der R1 für H steht und R2 für OC(O)R6 steht und R6 die in Anspruch 1 angegebene Bedeutung besitzt, eine entsprechende Verbindung der Formel VI P1O(O)C-CH2-(R)Cgl-Aze-Pab-R2VI worin P1 für eine säurelabile Esterschutzgruppe steht und R2 für OC(O)R6 steht, wobei R6 die in Anspruch 1 angegebene Bedeutung besitzt, mit einer Säure umsetzt;

    (g) zur Herstellung von Verbindungen der Formel I, in der R1 für R3 steht, R3 für C1-10-Alkyl oder C1-3-Alkylphenyl steht und R2 für OH steht, eine entsprechende Verbindung der Formel VII R1aO(O)C-CH2-(R)Cgl-Aze-Pab-R2VII worin R1a für eine andere C1-10-Alkyl- oder C1-3-Alkylphenylgruppe als die zu bildende Gruppe oder einen alternativen labilen Alkylsubstituenten steht und R2 für OH steht, einer Umesterung unterzieht.
Es folgt kein Blatt Zeichnungen






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