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Dokumentenidentifikation DE69732747T2 13.04.2006
EP-Veröffentlichungsnummer 0000822695
Titel Fernsprechapparat mit einer begrenzten Betriebsart
Anmelder Koninklijke Philips Electronics N.V., Eindhoven, NL
Erfinder Andre, Jean-Marie, 75008 Paris, FR
Vertreter Volmer, G., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 52066 Aachen
DE-Aktenzeichen 69732747
Vertragsstaaten DE, FR, GB, IT
Sprache des Dokument FR
EP-Anmeldetag 11.07.1997
EP-Aktenzeichen 972021356
EP-Offenlegungsdatum 04.02.1998
EP date of grant 16.03.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 13.04.2006
IPC-Hauptklasse H04M 1/66(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Telefonausrüstung bestehend aus einem Telefon mit einer Tastatur und der Möglichkeit, mit einer begrenzten Betriebsart zu arbeiten, Mitteln, um der besagten begrenzten Betriebsart einen Geheimkode zuzuordnen und Mitteln, um den Übergang von der begrenzten Betriebsart zur normalen Betriebsart von der vorherigen Eingabe des besagten Geheimkodes abhängig zu machen.

Die Erfindung hat insbesondere im Bereich der schnurlosen Telefone und der Mobiltelefone zahlreiche Einsatzmöglichkeiten.

Das amerikanische Patent US4.945.556 beschreibt ein Verfahren zur Verriegelung bestimmter Funktionen eines Mobiltelefonsystems (Ortsgespräche, Ferngespräche, Antwort auf Anrufe). Die Entriegelung verläuft über die Eingabe eines Geheimkodes.

Die Patentanmeldung EP0354367 beschreibt ein Telefon, dessen Tastatur mit einer abnehmbaren Verkleidung, die Tasten enthält, abgedeckt werden kann. Wenn die Verkleidung auf der Tastatur des Telefons angebracht ist, arbeitet das Telefon in einer begrenzten Betriebsart. Die Tatsache, auf eine der Tasten der Verkleidung zu drücken, löst dann den automatischen Anruf einer im Telefon gespeicherten Nummer aus.

Ein Ziel der Erfindung ist es, eine Telefonausrüstung mit einer begrenzten Betriebsart und einer verbesserten Ergonomie in begrenzter Betriebsart vorzuschlagen.

Dieses Ziel wird mit der Telefonausrüstung nach Anspruch 1 dieser Patentanmeldung erreicht.

Die elektronische Ausrüstung nach Anspruch 1 verwendet eine Verriegelung des in dem amerikanischen Patent US4.945.556 beschriebenen Typs für eine begrenzte Betriebsart des in der europäischen Patentanmeldung EP0354367 beschriebenen Typs. Außerdem enthält sie eine Maskierungsvorrichtung in Gehäuseform für die Aufnahme des Telefons in begrenzter Betriebsart. Dies ermöglicht die Verbesserung des physischen Widerstands der Telefonausrüstung im Falle von Schlageinwirkung. Dies ist insbesondere dann vorteilhaft, wenn die begrenzte Betriebsart dafür bestimmt ist, von einem Kind verwendet zu werden.

Vorzugsweise ist zumindest eine sichtbare Taste der besagten Maskierungsvorrichtung mit Befestigungsmitteln ausgerüstet, um es einem Anwender zu ermöglichen, ein Etikett auf der besagten sichtbaren Taste zu befestigen.

So wird das besagte Etikett z. B. mit einem Piktogramm, einer Fotografie oder einer Beschriftung versehen, die der Anwender wählt, was es ermöglicht, die Mensch-Maschine-Schnittstelle der Ausrüstung zu individualisieren und zu vereinfachen. Wenn die Vorrichtung zur Umgestaltung eines Telefons in ein Kindertelefon verwendet wird, wird diese Vorrichtung z. B. mit zwei sichtbaren Tasten ausgestattet, von denen die eine der Telefonnummer der Mutter, und die andere der des Vaters entspricht, und man versieht diese Tasten mit der Fotografie der Mutter und der des Vaters.

Die Erfindung und weitere Details werden anhand der folgenden Beschreibung hinsichtlich der beigefügten Zeichnungen besser verstanden und ersichtlich, die als nicht erschöpfende Beispiele gegeben werden und von denen:

1 auf schematisierte Weise ein Beispiel eines Telefons und einer Vorrichtung zur Anpassung auf dieses Telefon darstellt,

2 eine Schnittansicht des Telefons und der auf 1 dargestellten Vorrichtung ist,

3 ein Gehäusebeispiel der Erfindung darstellt,

4 ein Organigramm darstellt, das die durchzuführenen Operationen beschreibt, um von einer normalen Betriebsart zur begrenzten Betriebsart zu wechseln.

Auf 1 wurde ein Telefonbeispiel nach der Erfindung dargestellt. Dieses Telefon ist ein Mobiltelefon: Es ist mit einem Lautsprecher/Hörer 2, einer Antenne 3, einer Anzeigevorrichtung 4, einer Tastatur 5 und einem Mikrofon 9 ausgestattet. Es wurde auf dieser Figur ebenfalls ein Gehäuse 10 dargestellt, das in diesem Ausführungsbeispiel mit zwei Tasten, den so genannten sichtbaren Tasten mit der Bezeichnung 11 und 12 ausgestattet ist. Dieses Gehäuse 10 ist ebenfalls mit zwei dafür bestimmten Öffnungen 20 und 21 ausgestattet, über den Lautsprecher/Hörer 2 und das Mikrofon 9 zu kommen, wenn das Telefon in das Gehäuse gebracht ist. Die Formen dieses Telefons und dieses Gehäuses sind dafür vorgesehen, dass das Telefon in das Gehäuse gegeben werden kann.

In einer besonders vorteilhaften Ausführungsform wird ein solches Gehäuse aus einem gegen Schlageinwirkung widerstandsfähigen Material angefertigt. Diese Ausführungsform ermöglicht es, den physischen Schutz des Telefons zu versichern.

Auf 2 wurde im Schnitt eine Telefoneinheit mit Gehäuse dargestellt, wenn das Telefon im Innern des Gehäuses ist. Auf diesem Schnitt treten drei Tasten mit der Bezeichnung 6, 7 und 8 einer Tastaturreihe in Erscheinung 5. Diese Tasten werden versteckte Tasten bezeichnet, da sie dem Anwender in dieser Position nicht direkt zugänglich sind. Die versteckte Taste 6 ist unter der sichtbaren Taste 11 angeordnet, und die versteckte Taste 8 ist unter der sichtbaren Taste 12 angeordnet. Die Enden 13 und 14 einer Metalllamelle 15 sind respektive auf den Rand 16 und auf den Rand 17 des Gehäuses 10 unter die sichtbaren Tasten 11 und 12 geklebt. Wenn der Anwender so auf eine der zwei sichtbaren Tasten drückt, drückt die Lamelle auf die versteckte Taste, die unter dieser sichtbaren Taste angeordnet ist. Diese Lamelle spielt dann die Rolle einer Feder, um die sichtbaren Tasten wieder anzuheben.

Auf 3 wurde ein Beispiel eines Gehäuses dargestellt, an das man über die sichtbaren Tasten ein Etui 30 aus transparentem Kunststoffmaterial geklebt hat. Dieses Etui ist aus zwei auf die sichtbaren Tasten 11 und 12 zentrierten Fächern 31 und 32 zusammengesetzt. Es ist möglich, in jedes dieser Fächer ein Etikett zu schieben. Dieses Etikett kann z. B. mit einem Piktogramm, einer Fotografie oder einer Beschriftung versehen sein. Diese Ausführungsform ermöglicht die Vereinfachung und Individualisierung der Mensch-Maschine-Schnittstelle des Telefons.

Gemäß der Erfindung enthält das Telefon Mittel zum Wechseln aus einer normalen Betriebsart in eine begrenzte Betriebsart und umgekehrt. In begrenzter Betriebsart wird die Funktionsweise bestimmter Tasten deaktiviert, und die Funktion bestimmter anderer Tasten (mit der Bezeichnung vorprogrammierter Tasten) wird verändert.

Wenn das betreffende Telefon ein Telefon mit Anzeigevorrichtung und Menüausstattung zur Verwaltung des Telefons ist, sieht man in dem besagten Menü z. B. eine spezifische Rubrik „Sperrung" vor, die z. B. folgende Optionen enthält:

  • – Sperrung
  • – Eingabe einer ersten Telefonnummer für die Taste 11,
  • – Eingabe einer zweiten Telefonnummer für die Taste 12,
  • – Eingabe eines Geheimkodes.

Wenn das Telefon keine Anzeigevorrichtung hat, werden diese Operationen z. B. mit Tastendruckkombinationen verwirklicht.

Auf 4 wurde als Beispiel ein Organigramm dargestellt, welches ein Beispiel der durchzuführenen Operationen zum Wechseln von einer normalen Betriebsart auf eine begrenzte Betriebsart gibt.

Bei Schritt 40 wählt der Anwender die Rubrik „Sperrung", was mit der Legende „B" auf 4 symbolisiert ist. Bei Schritt 41 gibt er die Telefonnummer N(11) in Verbindung mit der sichtbaren Taste 11, z. B. die Telefonnummer der Mutter ein. Bei Schritt 42 gibt er die Telefonnummer N(12) in Verbindung mit der sichtbaren Taste 12, z. B. die Telefonnummer des Vaters ein. Dann bei Schritt 43 gibt er die Nummer seines Geheimkodes ein.

Das Telefon geht dann in begrenzte Betriebsart über. Die einzigen autorisierten Operationen sind die Betätigung einer der sichtbaren Tasten oder einer der versteckten Tasten, die ihnen entsprechen, oder die Eingabe des Geheimkodes, um die Rückkehr zur normalen Funktionsweise zu ermöglichen.

Die so hiervor beschriebene Erfindung wird in einem Telefon vorzugsweise in Softwareform umgesetzt.

Selbstverständlich können an den soeben beschriebenen Ausführungsformen Änderungen vorgesehen werden, insbesondere durch Austausch mit äquivalenten technischen Mitteln, ohne dass man dafür den Rahmen dieser Erfindung verläßt.

Die Erfindung ist insbesondere nicht auf Mobiltelefone begrenzt, obwohl sie für diesen Fall besonders vorteilhafte Anwendungen aufweist.

Außerdem ist die Vorrichtung nach der Erfindung, die an ein Telefon angepasst werden kann, um die Anzahl der für den Anwender zugänglichen Tasten zu ändern, nicht zwangsläufig mit sichtbaren Tasten ausgestattet, die zu ihm gehören. In einem anderen Ausführungsbeispiel kann solch eine Vorrichtung z. B. mit Öffnungen ausgestattet sein, die direkten Zugriff auf die Tasten geben, die sich auf der Tastatur des Telefons befinden. Allerdings ist diese Ausführungsform in dem Maße weniger vorteilhaft, in dem sie es nicht ermöglicht, die auf der Taste vermerkte Angabe zu ändern.

Außerdem sind die einer Taste des Telefons zugeteilten neuen Funktionen nicht obligatorisch eine vorprogrammierte Telefonnummer.

Schließlich wurde eine herkömmliche, mit herkömmlichen Tasten ausgestattet Tastatur beschrieben. Selbstverständlich findet die Erfindung auch dann Anwendung, wenn die Tastatur aus einem Tastbildschim gebildet wird.


Anspruch[de]
  1. Telefonausrüstung mit:

    – einem Telefon (1) mit einer Tastatur (5) und dazu in der Lage, in einer begrenzten Betriebsart zu arbeiten,

    – Mitteln zur Verbindung eines Geheimkodes mit der besagten begrenzten Betriebsart,

    – Mitteln, um den Übergang von der begrenzten Betriebsart zur normalen Betriebsart von der vorhergehenden Eingabe des besagten Geheimkodes abhängig zu machen,

    dadurch gekennzeichnet, dass:

    – In der besagten begrenzten Betriebsart zumindest eine vorprogrammierte Funktion einer der besagten Tasten (6, 8), den so genannten vorprogrammierten Tasten zugeteilt ist, und die Funktionsweise der anderen Tasten deaktiviert wird, und

    – die besagte Ausrüstung ein Gehäuse (10) enthält, das für die Aufnahme des besagten Telefons bestimmt ist, wenn das besagte Telefon in begrenzter Betriebsart verwendet wird, während das besagte Gehäuse eine Maskierungsvorrichtung der Tastatur des besagten Telefons enthält und die besagte Maskierungsvorrichtung zumindest eine Taste (11, 12), die so genannte sichtbare Taste, enthält, die mit der besagten vorprogrammierten Taste in Verbindung ist, wenn das Telefon in das besagte Gehäuse gebracht ist.
  2. Telefonausrüstung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine sichtbare Taste der besagten Maskierungsvorrichtung mit Befestigungsmitteln (30, 31, 32) ausgerüstet ist, um es einem Anwender zu ermöglichen, ein Etikett auf der besagten sichtbaren Taste zu befestigen.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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