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Dokumentenidentifikation DE69924080T2 13.04.2006
EP-Veröffentlichungsnummer 0001008891
Titel Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung einer polarisierenden Sonnenbrillenlinse
Anmelder Wintec International Japan Corp., Nishinomiya, Hyogo, JP
Erfinder Yasuda, Shinji, Nishinomiya-shi, Hyogo 651-1411, JP
Vertreter Manitz, Finsterwald & Partner GbR, 80336 München
DE-Aktenzeichen 69924080
Vertragsstaaten DE, FR, IT
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 06.12.1999
EP-Aktenzeichen 991243403
EP-Offenlegungsdatum 14.06.2000
EP date of grant 09.03.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 13.04.2006
IPC-Hauptklasse G02C 7/10(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse B29D 11/00(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]
HINTERGRUND DER ERFINDUNG

Die vorliegende Erfindung betrifft eine polarisierende Linse, die hauptsächlich für Sonnenbrillen und Schutzbrillen verwendet wird. Im Speziellen betrifft die Erfindung eine polarisierende Linse, die für Sonnenbrillen verwendet wird, die einen gekrümmten Schichtstoff umfasst, der eine polarisierende Dünnschicht und Trägerschichten umfasst, die aus einem Polykarbonatharz hergestellt und auf beiden Flächen der Dünnschicht ausgebildet sind, wobei die Erfindung auch ein Verfahren zum Herstellen der polarisierenden Linse und eine Vorrichtung zum Ausführen des diesbezüglichen Herstellungsverfahrens betrifft.

Üblicherweise gibt es solche Sonnenbrillen, die polarisierende Linsen verwenden, wie beispielsweise die in 18 gezeigten. Aus Gründen der Eleganz sind die in 18 beispielhaft gezeigten Brillen mit einer schmalen Breite entworfen. Die beiden Enden eines Rahmens 110 sind deutlich gekrümmt, um beide Seiten des Gesichts des Trägers zu umgeben, so dass die Sonnenbrillen nicht nur funktional mit von vorne einfallendem Licht sondern auch mit aus seitlicher Richtung einfallendem Licht befasst sind. Ein Paar an dem Rahmen 110 befestigter Linsen 111 ist jeweils mit kugelförmigen Flächen ausgebildet, wobei jede einen kleinen Krümmungsradius aufweist, der zu solch einer für den Rahmen 110 bereitgestellten deutlichen Krümmung proportional ist.

Um die oben stehend beschriebene Linse 111 herzustellen, wird zu Beginn eine in 19 gezeigte polarisierende Linse 100 aus einem Schichtstoff hergestellt, der eine polarisierende Dünnschicht und Trägerschichten umfasst, die aus Polykarbonatharz hergestellt sind, das auf beiden Flächen der Dünnschicht ausgebildet ist, durch die Schritte: Pressen des Schichtstoffes durch Aufbringen eines Abgratgesenks, um eine rechteckige Scheibe zu bilden, und Krümmen des rechteckigen Schichtstoffes. Als Nächstes wird die hergestellte polarisierende Linsen 100 in die Form des durch die punktierte Linie in 19 gezeigten Rahmens 110 geschnitten und schließlich wird eine Linse 111 gebildet, die in den Rahmen 110 passt.

Ein Paar polarisierender Linsen 100, das genau in die in 18 gezeigten gekrümmten Sonnenbrillen passt, weist kugelförmig gekrümmte Flächen 2 auf, wobei jede Fläche so ausgebildet ist, dass die Krümmung 2A entlang der Richtung X der polarisierenden Achse und die Krümmung 2B entlang der Richtung Y orthogonal zu der polarisierenden Achse jeweils 8R betragen.

1R bedeutet, dass der Krümmungsradius 523 mm beträgt, und dieser numerische Wert „R", der den Grad der Krümmung bezeichnet, ist umgekehrt proportional zu dem Krümmungsradius. Demgemäß ist die Krümmung umso sanfter, je größer der Krümmungsradius ist. Umgekehrt ist die Krümmung umso schärfer, je größer der numerische Wert ist, der die Krümmung bezeichnet.

20 zeigt beispielhaft ein Verfahren zur Herstellung einer herkömmlichen polarisierenden Linse 100 mit einer 8R × 8R gekrümmten Fläche 2. In 20 bezeichnet die Bezugsziffer 101 eine untere Form mit einer konkaven Fläche 101A, die der 8R × 8R gekrümmten Fläche 2 entspricht. Die Bezugsziffer 102 bezeichnet eine obere Form mit einer konvexen Pressfläche 102A, die genau mit der konkaven Form der Fläche 101A übereinstimmt. Die untere Form 101 ist an eines oberen und eines unteren Tragsockels 104 und 105 befestigt und wird von einer auf dem Tragsockel 104 eingebauten Heizeinrichtung 103 aufgeheizt. Die untere Form 101, die Tragsockel 104 und 105 sind jeweils mit Luftansaugöffnungen 101B, 104A und 105A versehen, um ein geformtes Objekt durch Bewirken einer Ansaugkraft innerhalb der Konkavität der Fläche 101A der Form 101 anzusaugen. Zusätzlich bezeichnet die in 20 gezeigte Bezugsziffer 106 ein Befestigungselement, um den oberen und den unteren Tragsockel 104 und 105 integriert zu befestigen.

Um eine Linse 100 auszubilden, wird zu Beginn die untere Form 101 auf ca. 143–144°C erhitzt, indem die Heizeinrichtung 103 betätigt wird, und dann wird ein Schichtstoff 3 horizontal auf der Fläche 101A angeordnet. Um die Krümmungsarbeit zu erleichtern, wird der Schichtstoff 3 durch auf 140°C erhitzte heiße Luft für 5 Minuten vorgeheizt, bis der Schichtstoff 3 selbst auf 110°C aufgeheizt ist. Als Nächstes wird die obere Form 102 gesenkt, während eine Ansaugkraft auf die konkave Fläche 101A durch Betätigen einer Vakuumeinheit (nicht veranschaulicht) bewirkt wird, und der Schichtstoff 3 zwischen der Pressfläche 102A der oberen Form 102 und der Fläche 101A der unteren Form 101 gekrümmt. Als Nächstes wird, während die obere Form 102 durch Aufrechterhalten des ansaugaktivierten Zustandes innerhalb der Konkavität der Fläche 101A gehoben wird, die Form des geformten Objektes durch Wärmebehandlung bei 160°C für etwa 5 Minuten dauerhaft geformt. Demzufolge wird eine polarisierende Linse 100 die mit einer 8R × 8R gekrümmten Fläche 2 versehen ist, fertig gestellt. Schließlich wird die fertig gestellte Linse 100 aus der konkaven Fläche 101A der unteren Form 101 gezogen.

Dennoch wird im Fall der herkömmlichen polarisierenden Linse 100 mit einer 8R × 8R gekrümmten Fläche 2 ein wesentlicher Unterschied zwischen der Krümmung der vorderen Trägerschicht und der Krümmung der hinteren Trägerschicht erzeugt, der bewirkt, dass die Brechkraft des Lichtes erhöht und eine wesentlichen Verzeichnung der Linse erzeugt wird. Wenn Sonnenbrillen verwendet werden, die aus den oben erwähnten polarisierenden Linsen 100 hergestellt sind, werden die Augen des Trägers beeinträchtigt werden. Die Brechkraft des Lichtes kann zusammengezogen werden, indem man die Differenz zwischen der Krümmung der oberflächenseitigen Trägerschicht und der Krümmung der hinteren Trägerschicht durch Beschränken der gekrümmten Fläche 2 der polarisierenden Linse 100 z. B. auf 6R × 6R minimiert. Wenn andererseits die Krümmung der gekrümmten Fläche 2 zusammengezogen wäre, würde die Krümmung der Linse 111 sanft werden, was Schwierigkeiten beim korrekten Einpassen der Linse 111 in den Rahmen 110 mit einer deutlich gekrümmten Form wie in 18 gezeigt erzeugt.

Eine polarisierende Linse für Sonnenbrillen mit asphärischen Flächen ist in der US 5 757 459 offen gelegt. Sonnenbrillen mit zylindrischen Linsen sind in der US 4 859 048 offen gelegt.

ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG

Es wurde erreicht, dass die Erfindung das oben stehende Problem vollständig löst. Es ist das Ziel der Erfindung, eine neue polarisierende Linse bereitzustellen, die für Sonnenbrillen verwendet werden kann, um den Brechungsindex des Lichtes zu minimieren und sie unter Berücksichtigung der Richtung der Polarisierungsachse in einem Rahmen mit einer deutlichen Krümmung über die Umgestaltung einer gekrümmten Fläche der Linse in eine nicht kugelförmige gekrümmte Fläche hinein zu befestigen. Im Zusammenhang damit besteht das Ziel der Erfindung auch darin, ein neues Verfahren zum Herstellen der oben stehenden polarisierenden Linse und eine Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens gemäß der Erfindung bereitzustellen.

Eine Ausführungsform der polarisierenden Linse gemäß der Erfindung umfasst einen gekrümmten Schichtstoff, der eine polarisierende Dünnschicht und Trägerschichten umfasst, die aus einem Polykarbonatharz hergestellt sind, das auf beide Flächen der Dünnschicht laminiert ist; und wobei der Schichtstoff als ein Rechteck ausgebildet ist, bei dem eine Polarisierungsachse dessen Querrichtung entspricht, und eine nicht kugelförmig gekrümmte Fläche umfasst, deren Krümmung entlang der Richtung der Polarisierungsachse schärfer ist, als eine Krümmung entlang der Richtung orthogonal zu der Polarisierungsachse.

Gemäß der polarisierenden Linse mit dem oben stehenden Aufbau kann durch die Bereitstellung einer solchen nicht kugelförmig gekrümmten Fläche, in der eine Krümmung entlang der Richtung der Polarisierungsachse schärfer ist als die Krümmung entlang der Richtung orthogonal zu der Polarisierungsachse, der Brechungsindex des Lichtes sicher minimiert werden. Des Weiteren kann die polarisierende Linse gemäß der Erfindung sicher in einen Glasrahmen mit einer deutlich gekrümmten Form eingepasst werden und kann seitlich einfallendes Licht richtig behandeln.

Gemäß einer Ausführungsform des erfinderischen Verfahrens zum Herstellen einer polarisierenden Linse für Sonnenbrillen werden ein Schritt, dass ein Schichtstoff gekrümmt wird, um ein Zwischenprodukt mit einer gekrümmten Fläche zu formen, und ein Schritt, dass das Zwischenprodukt gekrümmt wird, um ein Endprodukt zu formen, das eine gekrümmte Fläche mit einer Krümmung aufweist, die von der des Zwischenproduktes verschieden ist, ausgeführt; der Schichtstoff umfasst eine polarisierende Dünnschicht und Trägerschichten, die aus einem Polykarbonatharz hergestellt sind, das auf beide Flächen der Dünnschicht laminiert ist, und ist als ein Rechteck ausgebildet, bei dem eine Polarisierungsachse dessen Querrichtung entspricht; und die gekrümmte Fläche des Endprodukts wird nicht kugelförmig ausgebildet, so dass die Krümmung entlang der Richtung der Polarisierungsachse schärfer als eine Krümmung entlang der Richtung orthogonal zu der Polarisierungsachse ist. Durch Ausführen des ersten und zweiten Schrittes hintereinander kann eine solche zufrieden stellende polarisierende Linse mit einem minimierten Brechungsindex des Lichtes und einer minimierten Verzeichnung der Linse sicher hergestellt werden.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform wird in dem ersten Schritt zum Herstellen des Zwischenprodukts das Produkt so ausgebildet, dass es eine kugelförmig gekrümmte Fläche aufweist, deren Krümmung entlang der Richtung der Polarisierungsachse sanfter als diejenige des Endproduktes ist und die Krümmung entlang der Richtung orthogonal zu der Polarisierungsachse schärfer als diejenige des Endproduktes ist.

Gemäß dem oben stehenden Verfahren kann beim Ausführen des zweiten Krümmungsverfahrens gegen in dem ersten Schritt geformte Zwischenprodukt auf Grund des ersten Schrittes eine Krümmung entlang der Richtung orthogonal zu der Polarisierungsachse durch Schärfen der Krümmung entlang der Richtung der Polarisierungsachse zusammengezogen werden, was es somit möglich macht, das Zwischenprodukt einfach zu krümmen. Demgemäß kann eine solche Linse mit einer nicht kugelförmig gekrümmten Fläche, die in der Lage ist, eine Verzeichnung der Linse zu minimieren, einfach hergestellt werden.

Und eine Ausführungsform der Erfindung, die eine Vorrichtung zum Herstellen einer polarisierenden Linse betrifft, umfasst eine Vorheizeinheit zum Vorheizen von Schichtstoffen, wobei jeder der Schichtstoffe eine polarisierende Dünnschicht und Trägerschichten aufweist, die aus einem Polykarbonatharz bestehen, das auf beide Flächen der Dünnschicht laminiert ist, und als ein Rechteck ausgebildet sind, in welchem eine Polarisierungsachse dessen Querrichtung entspricht; und eine Formeinheit. Die Formeinheit umfasst eine vorbereitende Formvorrichtung zum Krümmen der Schichtstoffe, die durch die Vorheizeinheit vorgeheizt sind, um Zwischenprodukte zu formen, eine Fertigstellungsvorrichtung zum Krümmen der Zwischenprodukte, um Endprodukte zu formen, und eine Verschiebeeinheit zum Verschieben der Zwischenprodukte von der vorbereitenden Formvorrichtung zu der Fertigstellungsvorrichtung, wobei das Zwischenprodukt so ausgebildet ist, dass es eine kugelförmig gekrümmte Fläche aufweist, deren Krümmung entlang der Richtung der Polarisierungsachse sanfter als diejenige des Endproduktes ist und die Krümmung entlang der Richtung orthogonal zu der Polarisierungsachse schärfer als diejenige des Endproduktes ist, und das Endprodukt so ausgebildet ist, dass es eine nicht kugelförmig gekrümmte Fläche aufweist, deren Krümmung entlang der Richtung der Polarisierungsachse schärfer als eine Krümmung entlang der Richtung orthogonal zu der Polarisierungsachse ist.

Wenn eine polarisierende Linse unter Verwendung der oben stehend beschriebenen Vorrichtung hergestellt wird, werden die Schichtstoffe durch die Vorheizeinheit vorgeheizt und dann einem Krümmungsverfahren über die Formeinheit unterzogen. In der Formeinheit werden die entsprechenden Schichtstoffe zu den Zwischenprodukten geformt und werden durch die Verschiebeeinheit zu der Fertigstellungsvorrichtung verschoben, um zu den Endprodukten geformt zu werden. Somit wird es möglich gemacht, wirksam und aufeinander folgend polarisierende Linsen herzustellen.

KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

1 ist eine perspektivische Ansicht einer polarisierenden Linse gemäß einer Ausführungsform der Erfindung;

2 ist eine Draufsicht, die die Krümmung der in 1 gezeigten polarisierenden Linse bezeichnet;

3 ist eine Seitenansicht, die die Krümmung der in 1 gezeigten polarisierenden Linse bezeichnet;

4 ist eine perspektivische Ansicht, die das äußere Aussehen eines für polarisierende Linsen verwendeten Schichtstoffes bezeichnet;

5 ist eine vergrößerte Querschnittsansicht des Aufbaus des in 4 gezeigten Schichtstoffes;

6 ist eine Draufsicht, die den Grad der Krümmung eines Zwischenproduktes bezeichnet;

7 ist eine Seitenansicht, die den Grad der Krümmung des Zwischenproduktes bezeichnet;

8(1) bis 8(5) sind Querschnittsansichten zur Erklärung von Schritten zum Herstellen der polarisierenden Linse gemäß der Ausführungsform der Erfindung;

9 ist eine Darstellung von gemessenen Daten der Kugel-Krafttoleranz und Zylinder-Krafttoleranz der polarisierenden Linsen, die durch die in den 8(1) bis 8(5) gezeigten aufeinander folgenden Schritte hergestellt wurden;

10 ist eine Darstellung, die die zum Messen der Kugel-Krafttoleranz und der Zylinder-Krafttoleranz verwendeten Messpunkte zeigt;

11 ist eine Darstellung, die Beispiele von Gegensätzen gemessener Daten der Kugel-Krafttoleranz und Zylinder-Krafttoleranz zeigt;

12 ist eine Darstellung, die gemessene Daten der Kugel-Krafttoleranz und Zylinder-Krafttoleranz von herkömmlichen polarisierenden Linsen zeigt;

13(1) bis 13(3) sind Querschnittsansichten, die das Verfahren zum Herstellen einer der polarisierenden Linsen, die mit den in 11 gezeigten Daten in Beziehung stehen, erklären;

14 ist eine Draufsicht eines konkreten Beispiels von Hauptkomponenten der Vorrichtung zum Herstellen von polarisierenden Linsen;

15(A) und 15(B) sind Seitenansichten eines konkreten Beispieles von Hauptkomponenten der in 14 gezeigten Vorrichtung;

16 ist eine Querschnittsansicht, die den Aufbau der Formeinheit bezeichnet;

17 ist eine Draufsicht, die die unteren Formen der vorbereitenden Formvorrichtung und der Fertigstellungsvorrichtung bezeichnet;

18 ist eine perspektivische Ansicht, die das Aussehen eines Paares Sonnenbrillen, das polarisierende Linsen enthält, bezeichnet;

19 ist eine perspektivische Ansicht, die das Aussehen einer herkömmlichen polarisierenden Linse bezeichnet; und

20 ist eine Querschnittsansicht, die ein Verfahren zum Herstellen der herkömmlichen polarisierenden Linse bezeichnet.

DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG

Die 1 bis 3 zeigen jeweils beispielhaft das Aussehen einer polarisierenden Linse 1, die für ein Paar Sonnenbrillen gemäß einer Ausführungsform der Erfindung verwendet werden kann.

Die beispielhaft gezeigte polarisierende Linse 1 umfasst eine gekrümmte Fläche 2 mit einer konkaven hinteren Fläche und einer konvexen vorderen Fläche. Die gekrümmte Fläche 2 ist nicht kugelförmig ausgebildet, so dass die Krümmung 2A entlang der Richtung X der Polarisierungsachse schärfer ist als die Krümmung 2B entlang der Richtung Y orthogonal zu der Polarisierungsachse. In dieser Ausführungsform ist die Krümmung 2A entlang der Richtung X der Polarisierungsachse so konstruiert, dass sie 8R ist, während die Krümmung 2B entlang der Richtung Y orthogonal zu der Polarisierungsachse so konstruiert ist, dass sie 5R ist.

Wie in 4 gezeigt, wird die polarisierende Linse 1 durch Krümmen eines Schichtstoffes 3 gebildet, der als Rechteck ausgebildet ist, indem die Richtung X der Polarisierungsachse der Querrichtung des Schichtstoffes 3 entspricht. Der Schichtstoff 3 gemäß dieser Ausführungsform besitzt eine Länge DX in der Richtung X von 82 mm und eine Länge DY in der Richtung Y von 50 mm. Durch Bewirken eines Pressverfahrens gegen einen Schichtstoff 3 mit einer Abmessung von 270 mm × 361 mm mit einem Abgratgesenk wird der Schichtstoff 3 zu einer rechteckigen Form geformt, die kreisförmige Bogenabschnitte 4 in vier Ecken aufweist. Die Form des Schichtstoffes 3 muss nicht immer ein Rechteck sein, sondern es kann auch eine elliptische Form verwendet werden.

Wie in 5 gezeigt umfasst der Schichtstoff 3 eine polarisierende Dünnschicht 5 und ein Paar Trägerschichten 6 und 6, die auf beide Seiten der Schicht 5 laminiert sind. Der Schichtstoff 3 ist mit einer Dicke von 0,5 bis ca. 2,5 mm versehen, was zum Krümmen geeignet ist. Die polarisierende Dünnschicht 5 umfasst ein auf einem Hochpolymerfilm wie z. B. Polyvinylalkohol angeordnetes doppelfarbiges Pigment. In dieser Ausführungsform weist die Dünnschicht 5 eine Dicke von 0,05 mm auf, während jede der Trägerschichten 6 eine Dicke von 0,7 mm aufweist.

Gemäß dieser Ausführungsform wird der Schichtstoff 3, um die in 1 gezeigte polarisierende Linse 1 durch Krümmen des Schichtstoffes 3 herzustellen, zu Beginn mit einem ersten Krümmungsverfahren behandelt, um ein Zwischenprodukt 7 wie in den 6 und 7 durch die Volllinie gezeigt, auszubilden. Das Zwischenprodukt 7 weist eine gekrümmte Fläche 8 auf, deren Krümmung von der des Endproduktes verschieden ist, dessen gekrümmte Fläche 2 durch die strichpunktierte Linie bezeichnet ist.

Das Zwischenprodukt 7 ist mit einer kugelförmig gekrümmten Fläche 8 versehen, wobei die Krümmung der Krümmung 8A entlang der Richtung X der Polarisierungsachse so festgelegt ist, dass sie 6R ist, was weniger als 8R der Krümmung 2A des Endproduktes ist, während die Krümmung der Krümmung 8B entlang der Richtung Y orthogonal zu der Polarisierungsachse so festgelegt ist, dass sie 6R ist, was größer als 5R ist, wie für die Krümmung 2B des Endproduktes vorgesehen.

Nach dem Formen des Zwischenproduktes 7 durch das erste Krümmungsverfahren wird ein zweites Krümmungsverfahren gegen das Produkt 7 ausgeführt, um schließlich das Endprodukt, d. h. die nicht kugelförmige polarisierende Linse 1 mit der 8R × 5R gekrümmten Fläche fertig zu stellen.

Das erste und das zweite Krümmungsverfahren wurden schrittweise gegen den Schichtstoff 3 in der oben stehenden Ausführungsform ausgeführt. Dies deshalb, da durch schrittweises Ausführen von Doppelverfahren bessere Ergebnisse bezüglich der gemessenen Daten der Verzeichnung der Linse im Vergleich mit dem Fall erzielt wurden, in dem solch eine nicht kugelförmige polarisierende Linse 1 mit einer 8R × 5R gekrümmten Fläche durch ein einzelnes Krümmungsverfahren erzeugt wird. Die detaillierten Messdaten werden später beschrieben.

Die Krümmung der Krümmung 8A entlang der Achse X der gekrümmten Fläche 8 des Zwischenprodukts 7 wurde so festgelegt, dass sie geringer war als die des Endproduktes, während die Krümmung der Krümmung 8B entlang der Achse Y so festgelegt wurde, dass sie größer war als die des Endproduktes. Dies nur deshalb, da, wenn die Krümmung der Krümmung 8A in dem zweiten Verfahren von 6R auf 8R angehoben würde, die Rückverformungskraft, die bewirkt, dass die Krümmung sich selbst verringert, auf die Krümmung 8B wirken wird, wodurch eine Verschiebung der Krümmung 8B von 6R auf 5R ohne Ausüben einer übermäßigen Kraft ermöglicht wird.

Die 8(1) bis 8(5) zeigen beispielhaft praktische Verfahren zum Herstellen der polarisierenden Linse 1 durch Ausführen des ersten und des zweiten Krümmungsverfahrens.

Die 8(1) bis 8(3) zeigen jeweils beispielhaft den ersten Schritt des Krümmungsverfahrens mit Hilfe einer vorbereitenden Formvorrichtung 10. Die vorbereitende Formvorrichtung 10 umfasst eine untere Form 11 mit einer konkaven Fläche 11A, die der 6R × 6R gekrümmten Fläche 8 des Zwischenproduktes 7 entspricht, und eine obere Form 12 mit einer konvexen Pressfläche 12A, die mit der Form der Konkavität der Fläche 11A genau übereinstimmt. Die untere Form 11 ist an einem oberen und einem unteren Tragsockel 14 und 15 gehalten und eine Heizeinrichtung 13 zum Aufheizen der unteren Form 11 ist in dem Tragsockel 14 eingebaut. Die untere Form 11 und die Tragsockeln 14 und 15 sind jeweils mit Luftansaugöffnungen 11B, 14A und 15A zum Ansaugen eines geformten Objektes durch Bewirken einer Ansaugkraft auf die Fläche 11A der unteren Form 11 versehen.

Die 8(4) und 8(5) zeigen jeweils beispielhaft das von der Fertigstellungsvorrichung 20 ausgeführte zweite Krümmungsverfahren. Die Fertigstellungsvorrichtung 20 umfasst eine untere Form 21 mit einer konkaven Fläche 21A, die der 8R × 5R gekrümmten Fläche 2 der polarisierenden Linse 1, die das Endprodukt ist, entspricht, sowie eine obere Form 22 mit einer konvexen Pressfläche 22A, die mit der Form der Konkavität der Fläche 21A übereinstimmt. Die untere Form 21 ist an Tragsockeln 24 und 25 gehalten und eine Heizeinrichtung 23 zum Aufheizen der unteren Form 21 ist in dem Tragsockel 24 eingebaut. Die untere Form 21 und die Tragsockeln 24 und 25 sind jeweils mit Luftansaugöffnungen 21B, 24A und 25A zum Ansaugen eines geformten Objektes durch Bewirken einer Ansaugkraft auf die Fläche 21A der unteren Form 21 versehen.

Zu Beginn wird die Heizeinrichtung 13 betätigt, um die untere Form 11 der vorbereitenden Formvorrichtung 10 bis zu ca. 143 bis 144°C aufzuheizen und bei dieser Temperatur zu halten. Als Nächstes wird der Schichtstoff 3 horizontal auf die Fläche 11A der unteren Form 11 gesetzt, wie in 8(1) gezeigt. Der Schichtstoff 3 wurde durch Aussetzen gegenüber heißer Luft bei 140°C für etwa 5 Minuten vorgeheizt, um die eigene Temperatur bis zu 110°C zu erhöhen, damit das Krümmungsverfahren einfach ausgeführt werden kann. Als Nächstes, wie in 8(2) gezeigt, wird die obere Form 12 gesenkt, während eine Ansaugkraft auf die Fläche 11A durch Betätigen einer Vakuumvorrichtung (nicht gezeigt) bewirkt wird, und der Schichtstoff 3 zwischen der Pressfläche 12A der oberen Form 12 und der konkaven Fläche 11A der unteren Fläche 11 gekrümmt wird. Während das Krümmungsverfahren abläuft, erzeugt die obere Form 12 eine Last von ca. 50 bis 60 kg. Als Nächstes wird, während der Zustand des Aktivierens einer Ansaugkraft innerhalb der Konkavität der Fläche 11A aufrecht erhalten wird, die obere Form 12 gehoben und dann wird die Form des geformten Objektes durch Aussetzen gegenüber heißer Luft bei 155°C für etwa 5 Minuten dauerhaft geformt, wie in 8(3) gezeigt. Demzufolge ist das Zwischenprodukt 7 mit einer 6R × 6R gekrümmten Fläche 8 korrekt geformt und wird dann aus der unteren Form 11 gezogen.

Als Nächstes wird das Zwischenprodukt 7 innerhalb der Konkavität der Fläche 21A der unteren Form 21 der Fertigstellungsvorrichtung 20, die durch die Heizeinrichtung 23 auf 138°C aufgeheizt ist, orientiert und gesichert und die obere Form 22 wird mit einer aktivierenden Ansaugkraft an die Fläche 21A gesenkt, um das Produkt 7 zwischen die Pressfläche 22A der oberen Form 22 und der konkaven Fläche 21A der unteren Form 21 zu krümmen, wie in 8(4) gezeigt. Während das Krümmungsverfahren abläuft, erzeugt die obere Form 22 eine Last von ca. 50 bis 60 kg. Als Nächstes wird, während der Zustand des Aktivierens einer Ansaugkraft innerhalb der Konkavität der Fläche 21A aufrecht erhalten wird, die obere Form 22 gehoben und dann wird die Form des geformten Objektes durch Aussetzen gegenüber heißer Luft bei 150°C für etwa 5 Minuten stabilisiert, wie in 8(5) gezeigt. Demzufolge ist eine polarisierende Linse 1 mit einer 8R × 5R gekrümmten Fläche 2 geformt, die dann aus der unteren Form 21 gezogen wird.

9 bezeichnet Messdaten in Bezug auf die Verzeichnung der gekrümmten Fläche 2 der durch Ausführen des in den 8(1) bis 8(5) beispielhaft gezeigten Verfahrens hergestellten polarisierenden Linsen 1.

Die Bezugsziffern 1 bis 36 bezeichnen jeweils Probekörper der polarisierenden Linsen 1. Der Buchstabe S bezeichnet die Kugel-Krafttoleranz, während C die Zylinder-Krafttoleranz bezeichnet, die jeweils solche Daten sind, die den Grad der Verzeichnung der gekrümmten Fläche einer Linse bezeichnen. Je niedriger die Werte von S und C, umso geringer ist die Verzeichnung. Eine in entsprechenden Datenwerten gezeigte negative Kennzahl bezeichnet konkave Linsen.

Wie in 10 gezeigt, beziehen sich die Messdaten auf die mittlere Position C der polarisierenden Linse 1, wobei sich die Position R am rechten Ende 25 mm nach rechts von der mittleren Position C entfernt befindet, sich die Position L am linken Ende 25 mm nach links von der mittleren Position C entfernt befindet, sich die obere Position U 15 mm nach oben von der mittleren Position C entfernt befindet, sich die untere Position D 15 mm nach unten von der mittleren Position C entfernt befindet. Alle Daten wurden mittels eines computerisierten Linsen-Messers CL-2000, hergestellt von TOPCON Corporation, gemessen.

Die 11 und 12 bezeichnen jeweils gemessene Daten für einen Vergleich mit jenen Messdaten, die in 10 gezeigt sind. 11 bezeichnet Messdaten in Bezug auf solche polarisierende Linsen, die jeweils eine durch ein einzelnes Krümmungsverfahren hergestellte 8R × 5R gekrümmte Fläche aufweisen. 12 bezeichnet Messdaten in Bezug auf herkömmliche polarisierende Linsen, die jeweils eine durch ein einzelnes Krümmungsverfahren hergestellte 8R × 8R gekrümmte Fläche aufweisen.

Unter der Annahme, dass der Referenzwert der Kugel-Krafttoleranz S bzw. der Zylinder-Krafttoleranz C ±0,12 beträgt, dann überschreitet im Wesentlichen die Hälfte der gemessenen Daten in Bezug auf die herkömmlichen polarisierenden Linsen den Referenzwert, wie in 12 gezeigt. Was die durch ein einzelnes Krümmungsverfahren fertig gestellten polarisierenden Linsen betrifft, überschritten die Messdaten an der oberen Position U und der unteren Position D oft den Referenzwert, die Messdaten der übrigen Positionen wurden jedoch unter dem Referenzwert eingestuft, wie in 11 gezeigt. In Bezug auf die polarisierenden Linsen, die durch Doppelkrümmungsverfahren fertig gestellt wurden, überschreiten keine Messdaten den Referenzwert, wie in 9 gezeigt. In den 11 und 12 sind die Werte oberhalb der Referenz der Tabellen schwach abgedeckt.

Die 13(1) bis 13(3) bezeichnen ein Verfahren zum Herstellen einer polarisierenden Linse mit einer 8R × 5R gekrümmten Fläche durch ein einzelnes Krümmungsverfahren.

In den Figs. bezeichnet die Bezugsziffer 21 eine untere Form mit einer konkaven Fläche 21A, die der 8R × 5R gekrümmten Fläche der polarisierenden Linse entspricht. Die Bezugsziffer 22 bezeichnet eine obere Form, die eine konvexe Pressfläche 22A aufweist, die genau mit der Form der konkaven Fläche 21A übereinstimmt. Die untere Form 21 und die obere Form 22 sind genau identisch mit den entsprechenden Formen 21 und 22 der Fertigstellungsvorrichtung 20, die für das oben stehend beschriebene Verfahren durch Ausführen von Doppelkrümmungsverfahren verwendet wird. Die untere Form 21 ist an einem Paar Tragsockeln 24 und 25 gehalten und wird durch eine in dem Tragsockel 24 eingebaute Heizeinrichtung 23 aufgeheizt. Die untere Form 21 und die Tragsockeln 24 und 25 sind jeweils mit Luftansaugöffnungen 21B, 24A und 25A zum Ansaugen eines geformten Objektes durch Bewirken einer Ansaugkraft auf die Fläche 21A der unteren Form 21 versehen.

Wie in 13(1) gezeigt, wird zu Beginn die untere Form 21 auf ca. 141–142°C erhitzt, indem die Heizeinrichtung 23 betätigt wird, und bleibt bei dieser Temperatur, und dann wird ein Schichtstoff 3 horizontal auf die Fläche 21A der unteren Form 21 angeordnet. Der Schichtstoff 3 wurde durch heiße Luft für 5 Minuten auf 140°C vorgeheizt, bis die Temperatur des Schichtstoffes 3 110°C erreicht, um das Krümmungsverfahren zu erleichtern. Als Nächstes wird die obere Form 22 mit einer aktivierenden Ansaugkraft auf die konkave Fläche 21A gesenkt und der Schichtstoff 3 zwischen der Pressfläche 22A der oberen Form 22 und der konkaven Fläche 21A der unteren Form 21 gekrümmt, wie in 13(2) gezeigt. Während das Verfahren abläuft, erzeugt die obere Form 22 eine Last von ca. 50 bis 60 kg. Als Nächstes wird, während der Zustand des Aktivierens einer Ansaugkraft an die konkave Fläche 21A aufrecht erhalten wird, die obere Form 22 gehoben und dann wird der Schichtstoff 3 mit heißer Luft bei 157°C für etwa 5 Minuten wärmebehandelt, so dass die Form davon stabilisiert werden kann, wie in 13(3) gezeigt. Demzufolge ist eine polarisierende Linse mit einer 8R × 5R gekrümmten Fläche 2 korrekt geformt und wird dann aus der unteren Form 21 gezogen.

14 und die 15(A) und 15(B) zeigen jeweils beispielhaft ein konkretes Beispiel einer Vorrichtung zum Herstellen der erfinderischen polarisierenden Linse, die zum Ausführen des in den 8(1) bis 8(5) gezeigten Verfahrens benötigt wird.

Die Vorrichtung umfasst das Folgende; eine Vorheizeinheit 31 zum Befördern mehrerer korrekt ausgerichteter Schichtstoffe 3, wobei diese vorgeheizt werden, eine Formeinheit 32 zum korrekten Krümmen der vorgeheizten Schichtstoffe 3 zum Ausbilden von polarisierenden Linsen 1, von denen jede eine nicht kugelförmig gekrümmte Fläche 2 aufweist, eine Zuführungseinheit 33 zum Zuführen der entsprechenden Schichtstoffe 3 von der Vorheizeinheit 31 zu der Formeinheit 32 und eine Verschiebeeinheit 34 zum Herausziehen der geformten polarisierenden Linsen 1 aus der Formeinheit 32 und zum Verschieben derselben zu einem Sammelförderer 45.

Die Vorheizeinheit 31 umfasst einen Förderer 35 und einen Heizofen 36, der durch Abdecken des Förderers 35 angeordnet wird, in dem die Schichtstoffe 3 auf bis zu 110°C vorgeheizt werden, während sie von dem Förderer 35 befördert werden.

Die Formeinheit 32 ist an der unterstromigen Seite des Förderers 35 angeordnet, während die Zuführungseinheit 33 zwischen dem unterstromigen Ende des Förderers 35 und der Formeinheit 32 angeordnet ist. Die Formeinheit 32 umfasst einen Drehtisch 37 und eine Vielzahl von Paaren oberer und unterer Tragsockeln 38 und 39, die kreisförmig an jeder isogonen Position des Drehtisches 37 befestigt sind. Jeder der Tragsockel 38 ist mit einer unteren Form 11 der vorbereitenden Formvorrichtung 10 an einer Position nahe der Mitte der oberen Fläche davon versehen, und die untere Form 21 der Fertigstellungsvorrichtung 20 an der Position außerhalb der unteren Form 11. Und, wie in 16 gezeigt, sind eine obere Form 12 der vorbereitenden Formvorrichtung 10 und eine obere Form 22 der Fertigstellungsvorrichtung 20 jeweils über unteren Formen 11 und 21 angeordnet, die an einer speziellen Winkelposition angeordnet sind, so dass die beiden Formen 12 und 22 gehoben und gesenkt werden können.

Der Drehtisch 37 dreht sich intermittierend und die jeweiligen Paare der unteren Formen 11 und 21 der vorbereitenden Formvorrichtung 10 und der Fertigstellungsvorrichtung 20 werden der Reihe nach zu der Position unterhalb der oberen Formen 12 und 22 verschoben. Jeder obere Tragsockel 38 enthält eine Heizeinrichtung (nicht gezeigt) zum Aufheizen der unteren Formen 11 und 21 und die Tragsockel 38 und 39 sind jeweils mit Luftansaugöffnungen 38A, 38B und 39A versehen, die mit Luftansaugöffnungen 11B und 21B, die in den unteren Formen 11 und 21 ausgebildet sind, verbunden sind. Die Luftansaugöffnung 39A ist mit einer nicht dargestellten Vakuumvorrichtung verbunden.

Wie in den 16 und 17 gezeigt, weist jede untere Form 11 der vorbereitenden Formvorrichtung 10 eine konkave Fläche 11A auf, die der 6R × 6R gekrümmten Fläche 8 des Zwischenproduktes 7 entspricht, und die obere Form 12 weist eine konvexe Pressfläche 12A auf, die genau mit der Form der Konkavität der Fläche 11A übereinstimmt. Des Weiteren weist jede untere Form 21 der Fertigstellungsvorrichtung 20 eine konkave Fläche 21A auf, die der 8R × 5R gekrümmten Fläche 2 der polarisierenden Linse (Endprodukt) 1 entspricht, und die obere Form 22 weist eine konvexe Pressfläche 22A auf, die genau mit der Form der Konkavität der Fläche 21A übereinstimmt.

In der Zuführungseinheit 33 ist eine sich hin- und herbewegende Einheit 41 an einer Hebeeinheit (nicht gezeigt) befestigt, wobei eine Ansaugeinheit 42 nach unten zu dem Endabschnitt der sich hin- und herbewegenden Einheit 41 befestigt ist. Die Schichtstoffe 3 werden während der Auf-/Abbewegung der Hebeeinheit und der Hin- und Herbewegung der sich hin- und herbewegenden Einheit 41 durch die Ansaugeinheit 42 von dem Förderer 35 angesaugt und auf der unteren Form 11 der vorbereitenden Formvorrichtung 10 angeordnet.

Die Verschiebeeinheit 34 weist den selben Aufbau wie die Zuführungseinheit 33 auf, in der eine sich hin- und herbewegende Einheit 44 an einer Hebeeinheit (nicht gezeigt) befestigt ist, und eine Ansaugeinheit 43 ist nach unten zu dem Endabschnitt der sich hin- und herbewegenden Einheit 44 befestigt. Relativ zu der Auf-/Abbewegung der Hebeeinheit und der Hin- und Herbewegung der sich hin- und herbewegenden Einheit 44 hebt die Verschiebeeinheit 34 den geformten Schichtstoff 3 von einer unteren Form 21 der Fertigstellungsvorrichtung 20 auf und ordnet dann den Schichtstoff 3 auf dem Sammelförderer 45 an. Des Weiteren wirkt die Verschiebeeinheit 34 in dieser Ausführungsform gemeinsam als eine Weitergabeeinheit zur Weitergabe eines auf einer unteren Form 11 der vorbereitenden Formvorrichtung 10 gehaltenen Zwischenproduktes 7 auf die benachbarte untere Form 21 der Fertigstellungsvorrichtung 20. Sowohl die Verschiebeeinheit 34 wie auch die vorbereitende Formvorrichtung 10 und die Fertigstellungsvorrichtung 20 gehören zu der Formeinheit 32.

Obwohl nicht gezeigt enthält die Formeinheit 32 eine Einspeiseeinheit mit heißer Luft, um zu bewirken, dass die unteren Formen 11 und 21 heißer Luft mit 140°C ausgesetzt werden, die von dieser eingespeist wird.

Wenn die polarisierenden Linsen 1 durch die oben stehend beschriebene Vorrichtung hergestellt werden, werden Schichtstoffe 3 nacheinander in das oberstromige Ende des Förderers 35 der Vorheizeinheit 31 eingespeist. Die Schichtstoffe 3 werden durch den Heizofen 36 auf 110°C vorgeheizt, während sie über den Förderer 35 befördert werden, und weiter zu der Zuführungseinheit 33 befördert werden.

Die Zuführungseinheit 33 hebt die Schichtstoffe 3 an dem unterstromigen Ende des Förderers 35 der Reihe nach auf und befördert sie dann zu der Formeinheit 32, um sie auf den unteren Formen 11 der vorbereitenden Formvorrichtung 10 anzuordnen. Als Nächstes kommt die obere Form 12 der vorbereitenden Formvorrichtung 10 herab, um das anfängliche Krümmungsverfahren durch Pressen der Schichtstoffe 3 mit einer Last von ca. 50 bis 60 kg zwischen der oberen Form 12 und der entsprechenden unteren Form 11 zu bewirken. Demgemäß wird ein Zwischenprodukt 7 geformt, das mit einer kugelförmigen 6R × 6R gekrümmten Fläche 8 versehen ist, wobei die Krümmung entlang der Richtung der Polarisierungsachse sanfter als die des Endproduktes ist und die Krümmung entlang der Richtung orthogonal zu der Polarisierungsachse schärfer als die des Endproduktes ist. Im Verlauf des anfänglichen Krümmungsverfahrens wird eine Ansaugkraft innerhalb der Konkavität der Fläche 11A der unteren Form 11 aktiviert, wodurch das Zwischenprodukt 7 dauerhaft geformt und gehalten wird mit Hilfe des Aufrechterhaltens des Zustands einer Ansaugung durch Luft, bis das Produkt zu der unteren Form 21 der Fertigstellungsvorrichtung 20 weitergegeben wird.

Der Drehtisch 37 wird intermittierend gedreht. Während der Drehtisch 37 intermittierend gedreht wird, werden die Schichtstoffe 3 nacheinander durch den gleichen Betriebsablauf wie er für die vorhergehenden Ausführungsformen erfolgte auf die unteren Formen 11 der vorbereitenden Formvorrichtung 10 aufgegeben, womit das anfängliche Krümmungsverfahren ausgeführt wird.

Wenn ein durch das anfängliche Krümmungsverfahren geformtes Zwischenprodukt 7 die Position der Verschiebeeinheit 34 erreicht, nachdem der Drehtisch 37 eine im Wesentlichen volle Umdrehung macht, wird das Zwischenprodukt 7 auf der unteren Form 11 der vorbereitenden Formvorrichtung 10 durch eine Betätigung der Verschiebeeinheit 34 auf die benachbarte untere Form 21 der Fertigstellungsvorrichtung 20 verschoben. Wenn die untere Form 21 die Position rechts unterhalb der oberen Form 22 der Fertigstellungsvorrichtung 20 erreicht, kommt die obere Form 22 herab, um das zweite Krümmungsverfahren zwischen der unteren Form 21 und der oberen Form 22 durch Bewirken einer Last von ca. 50 bis 60 kg gegen das Zwischenprodukt 7 auszuführen. Demgemäß wird eine polarisierende Linse 1, die das Endprodukt ist, korrekt geformt, wobei sie mit einer nicht kugelförmigen 8R × 5R gekrümmten Fläche 2 versehen ist, in der die Krümmung entlang der Richtung X der Polarisierungsachse schärfer als die Kurve entlang der Richtung Y orthogonal zu der Polarisierungsachse ist. Innerhalb der Konkavität der Fläche 21A der unteren Form 21 wird eine Ansaugkraft aktiviert, während das zweite Krümmungsverfahren voranschreitet, und der Zustand einer Ansaugung durch Luft wird aufrecht erhalten, bis das Endprodukt weggenommen wird, so dass die Form des Produktes stabilisiert werden kann.

Während der Drehtisch 37 intermittierend gedreht wird, werden die Zwischenprodukte 7 nacheinander durch den gleichen Betriebsablauf wie er für die vorhergehenden Ausführungsformen erfolgte von den unteren Formen 11 der vorbereitenden Formvorrichtung 10 zu den benachbarten unteren Formen 21 der Fertigstellungsvorrichtung 20 weitergegeben, so dass das zweite Krümmungsverfahren korrekt ausgeführt werden kann.

Wenn ein durch das zweiten Krümmungsverfahren geformtes Endprodukt die Position der Verschiebeeinheit 34 erreicht, nachdem der Drehtisch 37 eine im Wesentlichen volle Umdrehung macht, wird das Endprodukt auf der unteren Form 21 der Fertigstellungsvorrichtung 20 durch eine Betätigung der Verschiebeeinheit 34 gezogen und dann auf den Förderer 45 bewegt. Eine Weitergabe eines Zwischenproduktes 7 von einer unteren Form 11 der vorbereitenden Formvorrichtung 10 zu der benachbarten unteren Form 21 der Fertigstellungsvorrichtung 20 kann gleichzeitig mit der Weitergabe des Endproduktes von der unteren Form 21 zu dem Förderer 45 ausgeführt werden und trotzdem können die Weitergabe des Zwischenproduktes 7 und diejenige des Endproduktes 2 auch nacheinander ausgeführt werden.


Anspruch[de]
  1. Polarisierende Linse (1) für Sonnenbrillen mit einem gekrümmten Schichtstoff (3), der eine polarisierende Dünnschicht (5) und Trägerschichten (6, 6) umfasst, die aus einem Polykarbonatharz hergestellt sind, das auf beide Flächen der Dünnschicht (5) laminiert ist, wobei der Schichtstoff (3) als ein Rechteck ausgebildet ist, bei dem eine Polarisierungsachse dessen Querrichtung entspricht,

    dadurch gekennzeichnet, dass:

    die Linse (1) eine nicht kugelförmig gekrümmte Fläche (2) umfasst, deren Krümmung (2A) entlang der Richtung (X) der Polarisierungsachse schärfer ist, als eine Krümmung (2B) entlang der Richtung (Y) orthogonal zu der Polarisierungsachse.
  2. Verfahren zum Herstellen einer polarisierenden Linse (1) für Sonnenbrillen, indem ein Schichtstoff (3) gekrümmt wird, der eine polarisierende Dünnschicht (5) und Trägerschichten (6, 6) umfasst, die aus einem Polykarbonatharz hergestellt sind, das auf beide Flächen der Dünnschicht (5) laminiert ist, und als ein Rechteck ausgebildet wird, bei dem eine Polarisierungsachse dessen Querrichtung entspricht,

    gekennzeichnet durch:

    die Schritte, dass:

    der Schichtstoff (3) gekrümmt wird, um ein Zwischenprodukt (7) mit einer gekrümmten Fläche (8) zu formen, und

    das Zwischenprodukt (7) gekrümmt wird, um ein Endprodukt zu formen, das eine gekrümmte Fläche (2) mit einer Krümmung aufweist, die von der des Zwischenproduktes (7) verschieden ist, wobei die gekrümmte Fläche (2) des Endproduktes nicht kugelförmig ausgebildet wird, so dass die Krümmung (2A) entlang der Richtung (X) der Polarisierungsachse schärfer als eine Krümmung (2B) entlang der Richtung orthogonal zu der Polarisierungsachse ist.
  3. Verfahren zum Herstellen einer polarisierenden Linse (1) nach Anspruch 2, wobei die gekrümmte Fläche (8) des Zwischenproduktes (7) als eine kugelförmige Fläche ausgebildet ist, deren Krümmung (8A) entlang der Richtung (X) der Polarisierungsachse sanfter als diejenige des Endproduktes ist und die Krümmung (8B) entlang der Richtung (Y) orthogonal zu der Polarisierungsachse schärfer als die des Endproduktes ist.
  4. Vorrichtung zum Herstellen von polarisierenden Linsen (1) für Sonnenbrillen, mit:

    einer Vorheizeinheit (31) zum Vorheizen von Schichtstoffen (3), wobei jeder der Schichtstoffe (3) eine polarisierende Dünnschicht (5) und Trägerschichten (6, 6) aufweist, die aus Polykarbonatharz bestehen, das auf beide Flächen der Dünnschicht (5) laminiert ist, und als ein Rechteck ausgebildet sind, in welchem eine Polarisierungsachse dessen Querrichtung entspricht, und einer Formeinheit (32) zum Formen der Linsen (1) aus den Schichtstoffen (3),

    dadurch gekennzeichnet, dass:

    die Formeinheit (32) eine vorbereitende Formvorrichtung (10) zum Krümmen der Schichtstoffe (3), die durch die Vorheizeinheit (31) vorgeheizt sind, um Zwischenprodukte (7) zu formen, eine Fertigstellungsvorrichtung (20) zum Krümmen der Zwischenprodukte (7), um Endprodukte zu formen, und eine Verschiebeeinheit (34) zum Verschieben der Zwischenprodukte (7) von der vorbereitenden Formvorrichtung (10) zu der Fertigstellungsvorrichtung (20) umfasst,

    das Zwischenprodukt (7) so ausgebildet ist, dass es eine kugelförmig gekrümmte Fläche (8) aufweist, deren Krümmung (8A) entlang der Richtung (X) der Polarisierungsachse sanfter als diejenige des Endproduktes ist und die Krümmung (8B) entlang der Richtung (Y) orthogonal zu der Polarisierungsachse schärfer als diejenige des Endproduktes ist, und

    das Endprodukt so ausgebildet ist, dass es eine nicht kugelförmig gekrümmte Fläche (2) aufweist, deren Krümmung (2A) entlang der Richtung (X) der Polarisierungsachse schärfer als die Krümmung (2B) entlang der Richtung (Y) orthogonal zu der Polarisierungsachse ist.
Es folgen 16 Blatt Zeichnungen






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