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Dokumentenidentifikation DE69924114T2 13.04.2006
EP-Veröffentlichungsnummer 0001095674
Titel Trainingsgerät für das Boxen
Anmelder Chen, Sherry, Taichung, TW
Erfinder Chen, Sherry, Taichung, Taiwan 406, TW
Vertreter Beck & Rössig - European Patent Attorneys, 81679 München
DE-Aktenzeichen 69924114
Vertragsstaaten AT, BE, CH, CY, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 01.12.1999
EP-Aktenzeichen 991239161
EP-Offenlegungsdatum 02.05.2001
EP date of grant 09.03.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 13.04.2006
IPC-Hauptklasse A63B 69/34(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Punchinggerät.

Das US-Patent Nr. 5,330,403 von Kuo offenbart eine Punching-Vorrichtung, umfassend einen Stützstab, der im unteren Abschnitt zusammengepresst und in einem tragenden Unterteil befestigt ist, sowie eine Feder, die auf dem zusammengepressten Abschnitt befestigt ist, wodurch eine biegsame Punching-Vorrichtung entsteht. Die Feder kann jedoch nicht ohne den zusammengepressten Abschnitt zwischen Stützstab und tragendem Unterteil befestigt werden, und der zusammengepresste Abschnitt des Stützstabs kann nach einem Gebrauch der Vorrichtung leicht brechen.

Das Dokument US-A-1995495 beschreibt als nächstliegender Stand der Technik einen pneumatischen Boxsack mit einem Unterteil, einer mittigen Verankerungssäule und einem Reaktionselement in Form einer Schraubenfeder, die an der Verankerungssäule und an dem Kissen befestigt ist.

Die vorliegende Erfindung dient der Bereitstellung eines Punchinggeräts mit einer demontierbaren Konstruktion als kompakte Konfiguration gemäß Anspruch 1.

1 ist eine Explosionsdarstellung eines Punchinggeräts;

2 ist eine perspektivische Ansicht des Punchinggeräts;

3 ist eine Schnittdarstellung;

4 ist eine Vorderansicht des Punchinggeräts;

5 ist eine Explosionsdarstellung einer weiteren Anwendung des Punchinggeräts;

6 ist eine Schnittdarstellung des Punchinggeräts aus 5; und

7 ist eine Schnittdarstellung zur Veranschaulichung der Verwendung des Punchinggeräts aus 5 und 6.

Das in den 1 bis 3 gezeigte Punchinggerät umfasst ein Unterteil 10 mit einer Kammer 11 zur Aufnahme von Flüssigkeit oder Feststoffteilchen und einer oberen Öffnung 12, die mit der Kammer 11 des Unterteils 10 zum Einfüllen der Flüssigkeit oder der Feststoffteilchen verbunden ist. Eine abnehmbare Abdeckkappe 13 ist auf der Öffnung 12 befestigt, um den Inhalt im Unterteil 10 einzuschließen. Das Unterteil 10 weist ein Koppelglied, beispielsweise einen Zapfen 14, mit einer oder mehreren Nuten 16 auf. Die Nuten 16 sind am oberen Ende offen, vorzugsweise vertikal, und weisen im unteren Bereich einen Verschlussschlitz 17 auf. Der Zapfen 14 weist eine Öffnung 18 auf zum Aufnehmen eines Verbindungselements wie z. B. eines Befestigungsorgans oder Stifts 50. Das Unterteil 10 kann auch aus einer massiven Konstruktion mit entsprechender Stabilität bestehen.

Eine Säule 20 wird senkrecht auf dem Unterteil 10 befestigt und weist ein Koppelglied auf, wie beispielsweise einen im unteren Bereich angebrachten Zapfen 21. Der Zapfen 21 gleicht dem Zapfen 14 am Unterteil 10 und weist eine oder mehrere Nuten 22 auf. Die Nuten 22 sind am unteren Ende offen, vorzugsweise vertikal, und besitzen einen Verschlussschlitz 23, der am oberen Ende ausgebildet ist. Der Zapfen 21 weist eine Öffnung 27 auf zum Aufnehmen eines Verbindungselements wie z. B. eines Stifts 50. Die Säule 20 weist einen oder mehrere longitudinale Kanäle 24 mit einem oder mehreren Verschlussschlitzen 25 auf. Ein Schlagkissen 30 umfasst eine Bohrung 31 zum Aufnehmen der Säule 20 und einen oder mehrere sich in der Bohrung 31 einwärts erstreckende Vorsprünge 32 zum Eingreifen in die Kanäle 24 und/oder die Verschlussschlitze 25 der Säule 20 und zur Höhenverstellung des Schlagkissens 30. Das Kissen 30 besteht vorzugsweise aus zum Boxen geeigneten schwammartigen Materialien oder Gummimaterialien und kann in verschiedenen Formen gefertigt werden, beispielsweise in Form eines menschlichen Körpers (4) oder in zylindrischer Form (1 bis 3). Das Kissen 30 kann im oberen Bereich geschlossen (1 bis 3) oder offen (5 bis 7) ausgeführt sein. Ein Zylinder 33 ist innen im Kissen 30 angebracht (2, 3) zur Abgrenzung der Bohrung 31 des Kissens 30. Er besteht aus festeren Materialien als das Kissen 30, beispielsweise aus Kunststoff, und die Vorsprünge 32, die aus festeren Materialien mit entsprechender Festigkeit bestehen, dienen zum Eingreifen in die Kanäle 24 und in die Verschlussschlitze 25 der Säule 20 und zum Tragen des Kissens 30 an der Säule 20 auf erforderlicher Höhe.

Eine biegsame Vorrichtung 40 umfasst zwei Koppelglieder 42, die an den oberen und unteren Enden der biegsamen Vorrichtung befestigt sind, um diese an den Zapfen 14 und 21 zu befestigen und um eine Biegsamkeit der Säule 20 relativ zum Unterteil 10 zu schaffen. Die Koppelglieder 42 umfassen jeweils ein Loch 43 zum Aufnehmen der Zapfen 14 bzw. 21 und jeweils einen sich in dem Loch 43 einwärts erstreckenden Vorsprung 44 zum Eingreifen in die Nuten 16 und 22 und in die Verschlussschlitze 17 und 23 der Zapfen 14 und 21 und zum Befestigen der biegsamen Vorrichtung 40 zwischen dem Unterteil 10 und der Säule 20. Die Stifte 50 können in die Koppelglieder 42 und die Zapfen 14 und 21 eingebracht werden, um die biegsame Vorrichtung 40 zwischen dem Unterteil 10 und der Säule 20 zu befestigen. Die biegsame Vorrichtung 40 ist vorzugsweise aus synthetischen Materialien oder Gummimaterialien hergestellt und kann so konstruiert sein, dass sie keine geringere Größe bzw. keinen kleineren Durchmesser aufweist als die Säule 20. Wenn das Material jedoch eine ausreichende Festigkeit aufweist, kann die biegsame Vorrichtung 40 auch geringere Abmessungen aufweisen als die Säule 20. Die biegsame Vorrichtung 40 kann eine oder mehrere umkreis- oder ringförmige Nuten 41 aufweisen zum Bilden einer oder mehrerer umkreisförmiger Rippen 48 und zur Steigerung der Biegsamkeit der biegsamen Vorrichtung 40, sowie einen oder mehrere in den ringförmigen Nuten 41 gebildete Grate 49, die zwischen den Rippen 48 zur Steigerung der Festigkeit der biegsamen Vorrichtung 40 angeordnet sind.

Die Koppelglieder 42 umfassen jeweils eine sich in der biegsamen Vorrichtung 40 erstreckende Vorwölbung 45 und eine an dem Endbereich der Vorwölbung 45 bereitgestellte Scheibe 46 (3). Die Vorwölbung 45 und die Scheibe 46 jedes Koppelgliedes 42 können mit der biegsamen Vorrichtung 40 in Eingriff gebracht werden, wenn die biegsame Vorrichtung 40 auf die Koppelglieder 42 gepresst wird, so dass die biegsame Vorrichtung 40 fest an den Koppelgliedern 42 befestigt werden kann. Die Scheiben 46 können weiterhin jeweils eine oder mehrere Öffnungen 47 aufweisen. Das Material, das die biegsame Vorrichtung 40 bildet, kann mit den Öffnungen 47 der Scheiben 46 in Eingriff gebracht werden, wenn die biegsame Vorrichtung 40 auf die Koppelglieder 42 gepresst wird, so dass die biegsame Vorrichtung 40 noch fester an den Koppelgliedern 42 befestigt werden kann.

Die wichtigste Eigenschaft liegt darin, dass die oberen und unteren Abschnitte der biegsamen Vorrichtung 40 direkt an der Säule 20 bzw. an dem Unterteil 10 befestigt sind. Keine Ausführung nach bisherigem Stand der Technik bietet eine biegsame Vorrichtung 40, die direkt an dem Unterteil 10 und an der Säule 20 befestigt ist. Die biegsame Vorrichtung 40 kann auch direkt an dem Unterteil und an der Säule mit Hilfe von Verbindungselementen und ohne Zapfen und Koppelglieder befestigt werden. Die Säule 20 und das Kissen 30 und/oder die biegsame Vorrichtung 40 können vom Unterteil 10 abmontiert werden, um das Volumen und die Größe des kompakten Punchinggeräts erheblich zu reduzieren.

Bezugnehmend auf die 5 und 6 kann eines der an der biegsamen Vorrichtung 40 befestigten Koppelglieder 420 ein zapfenförmiges Koppelglied 420 (5) sein, das denen (14, 21) des Unterteils 10 und der Säule 20 gleicht. Die Säule 20 bzw. das Unterteil 10 kann einen den Koppelgliedern 42 (1 bis 3) ähnlichen Rohransatz aufweisen, der ein Loch 19 aufweist zum Aufnehmen des zapfenförmigen Koppelglieds 420, welches auch an dem Rohransatz 100 durch ein Eingreifen eines Vorsprungs mit einem Schließschlitz und/oder einen Schließstift befestigt ist. Wie in 7 dargestellt kann der Rohransatz bzw. der Zapfen 21 der Säule 20 direkt an dem Zapfen bzw. dem Rohransatz 15 des Unterteils 10 ohne die biegsame Vorrichtung 40 befestigt werden, um die Höhe des Punchinggeräts zu verringern, und damit das Punchinggerät auch von Kindern verwendet werden kann.


Anspruch[de]
  1. Punchinggerät, umfassend ein Unterteil (10), eine Säule (20), die über dem Unterteil (10) vorgesehen ist, ein Kissen (30), das an der Säule (20) befestigt ist, eine biegsame Vorrichtung (40) und Mittel zum Befestigen der biegsamen Vorrichtung (40) zwischen dem Unterteil (10) und der Säule (20), umfassend zwei erste Koppelglieder, die an den Enden der biegsamen Vorrichtung (40) befestigt sind und entsprechende zweite Koppelglieder, die an dem Unterteil (10) und der Säule (20) vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet, dass eines der zweiten Koppelglieder ein erster Zapfen (14, 21) mit einer oder mehreren Nuten (16, 22) ist, und dass ein erstes (42) der beiden ersten Koppelglieder ein Loch (43) zum Aufnehmen des ersten Zapfens und einen sich in dem Loch (43) einwärts erstreckenden Vorsprung (44) zum Eingreifen in die eine oder mehreren Nuten (16, 22) des ersten Zapfens (14, 21) umfasst.
  2. Punchinggerät nach Anspruch 1, bei dem das andere der ersten Koppelglieder der biegsamen Vorrichtung (40) ein zapfenförmiges Koppelglied (420) ist, das andere der beiden zweiten Koppelglieder ein von der Säule (20) oder dem Unterteil (10) umfasster Rohransatz mit einem Loch (19) zum Aufnehmen des zapfenförmigen Koppelglieds (420) ist.
  3. Punchinggerät nach Anspruch 2, bei dem das zapfenförmige Koppelglied (420) ferner an dem Rohransatz durch ein Eingreifen eines Vorsprungs mit einem Schließschlitz und/oder einem Schließstift befestigt ist.
  4. Punchinggerät nach den Ansprüchen 2 oder 3, bei dem der Rohransatz oder der Zapfen der Säule (20) direkt an dem Unterteil (10) befestigbar ist.
  5. Punchinggerät nach Anspruch 1, bei dem das andere der zweiten Koppelglieder ein zweiter Zapfen (21, 14) mit einer oder mehreren Nuten (22, 16) ist, und wobei jeder der beiden ersten Koppelglieder (42) ein Loch (43) zum Aufnehmen des Zapfens (21, 14) umfasst und der Vorsprung (44) sich zum Eingreifen in die eine oder mehreren Nuten (22, 16) des Zapfens (21, 14) in dem Loch (43) einwärts erstreckt.
  6. Punchinggerät nach Anspruch 5, bei dem der an der Säule (20) bereitgestellte zweite Zapfen (21) ähnlich dem ersten Zapfen (14) des Unterteils (10) ist.
  7. Punchinggerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem die biegsame Vorrichtung (40) aus synthetischen Materialien oder Gummimaterialien hergestellt ist.
  8. Punchinggerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die biegsame Vorrichtung (40) eine oder mehrere umlaufende oder ringförmige Nuten (41) aufweist, zum Bilden einer oder mehrerer umlaufender Rippen (48).
  9. Punchinggerät nach dem Anspruch 8, bei dem die biegsame Vorrichtung (40) ferner einen oder mehrere in den Nuten (41) gebildete Grate (49) umfasst.
  10. Punchinggerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem das Koppelglied (42) eine Vorwölbung (45) und eine an einem Endbereich der Vorwölbung (45) vorgesehene Scheibe (46) zum Ineinandergreifen mit der biegsamen Vorrichtung (40) umfasst.
  11. Punchinggerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem die Säule (20) einen oder mehrere longitudinale Kanäle (24) mit einem oder mehreren Verschlussschlitzen (25) umfasst und das Schlagkissen (30) eine Bohrung (31) zum Aufnehmen der Säule (20) und einen oder mehrere sich in der Bohrung (31) einwärts erstreckende Vorsprünge (32) zum Eingreifen in die Kanäle (24) und/oder die Verschlussschlitze (25) der Säule (20) umfasst.
Es folgen 6 Blatt Zeichnungen






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