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Dokumentenidentifikation DE69924134T2 13.04.2006
EP-Veröffentlichungsnummer 0001124768
Titel ADHÄSIONSVERBESSERUNG
Anmelder Thorstone Business Management Ltd., Colby, Isle of Wight, GB
Erfinder LEACH, Roger John, Leatherhead, Surrey KT24 6LN, GB
Vertreter Vossius & Partner, 81675 München
DE-Aktenzeichen 69924134
Vertragsstaaten AT, BE, CH, CY, DE, DK, ES, FI, FR, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 08.10.1999
EP-Aktenzeichen 999491855
WO-Anmeldetag 08.10.1999
PCT-Aktenzeichen PCT/GB99/03339
WO-Veröffentlichungsnummer 0000020349
WO-Veröffentlichungsdatum 13.04.2000
EP-Offenlegungsdatum 22.08.2001
EP date of grant 09.03.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 13.04.2006
IPC-Hauptklasse C03C 17/34(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse C03C 17/30(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]

Diese Erfindung betrifft Verfahren zum Aufbringen einer Beschichtung auf eine Substratoberfläche derart, in welcher ein Silanmittel auf eine Oberfläche aufgebracht wird, um die Adhäsion der Beschichtung zu verbessern, und die Oberfläche vor dem Aufbringen des Silanmittels darauf gewaschen wird.

Ein Beschichtungsverfahren der vorstehend spezifizierten Art ist aus US-A-3,558,345 bekannt, in welchem ein Fluorkohlenstoffharz an die Oberfläche eines Glassubstrats zu binden ist. Die Substratoberfläche wird zuerst unter Verwendung von Säure gereinigt und wird dann gewaschen und getrocknet, bevor ein aminofunktionelles Silankupplungsmittel auf die Oberfläche aufgebracht wird, um die Adhäsion der nachfolgend aufgebrachten Beschichtung von Fluorkohlenstoffharz zu verbessern. Wenn die Oberfläche des Substrats besonders verschmutzt ist, kann eine heiße Detergenzlösung verwendet werden, dem Waschen mit Wasser und dann Eintauchen in Säure, um jede verbleibende Seifenlösung zu oxidieren, folgt.

Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Beschichtungsverfahren der vorstehend spezifizierten Art bereitzustellen, das den Vorteil der Steigerung der Verbeserung der Adhäsion aufweist.

Gemäß der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zum Aufbringen einer Beschichtung auf eine Substratoberfläche der vorstehend spezifizierten Art dadurch gekennzeichnet, dass der pH-Wert der Waschflüssigkeit an der Substratoberfläche überwacht wird, um den pH-Wert an der Substratoberfläche zu bestimmen, und dass der pH-Wert an der Oberfläche in Abhängigkeit vom beim Überwachungsschritt bestimmten pH-Wert eingestellt wird, um ihn innerhalb eines vorbestimmten Bereiches von Werten für die verstärkte Aktivierung des adhäsionsverbessernden Mittels einzustellen.

Es ist festgestellt worden, dass die Umsetzung, die auf einer Glas- oder Metalloberfläche erforderlich ist, um optimale Adhäsion zu verbessern, gegenüber der Vorbehandlung der Oberfläche hinsichtlich Transport, Abrieb und/oder Reinigung kritisch empfindlich ist. Es ist festgestellt worden, dass diese Vorbehandlung den pH-Wert dieser Oberfläche und die Wirksamkeit der Adhäsion, wie sie z.B. durch Organosilane verbessert wird, beeinflusst.

Für die Lieferanten von organofunktionellen Silanen ist es üblich, zu spezifizieren, dass die Verwendungsbedingungen der Silane so sein sollten, dass zwei Umsetzungen aufrechterhalten werden, wobei diese hauptsächlich die Hydrolyse und Kondensation sind. Der empfohlene pH-Bereich für das Organosilan, wenn es mit Glas verwendet wird, ist von 3,5 bis 5, aber Beobachtungen haben angezeigt, dass es, selbst wenn Lösungen innerhalb dieses Bereichs verwendet werden, es gewöhnliche und gleichmäßige Schwankungen in der Adhäsion innerhalb jeder Charge des Probenglases gibt.

Diese Beobachtungen führten zu einer ausführlichen Analyse und aus dieser wurde festgestellt, dass die Veränderung der Adhäsion innerhalb der Charge parallel zur Veränderung des pH-Werts von reinem Wasser verläuft, in welches das Probenglas vor dem Aufbringen des Organosilans eingetaucht wurde. Aus diesem wurde bestimmt, dass die Anwesenheit von Glasdetritus aus Abrieb (während des Transportes oder anderem) oder Bearbeitung, eine alkalische Lösung entwickelt, wenn die Oberfläche benetzt wird. Demgemäß wurde gefolgert, dass die Bearbeitung von Glas oder der Abrieb von zwei Bahnen aufeinander während des Verfrachtens oder anderem einen Detritusrest auf dem Glas zurücklässt, der den pH-Wert der Silanlösung und deshalb die Leistung des Adhäsionsförderers beeinflusst. Es wurde außerdem beobachtet, dass, selbst wenn das Waschwasser, das für das Glas verwendet wird, ausgiebig ausgetauscht wird und das Produkt mit reinem Wasser gespült wird, nach dem Trocknen allgemein ein alkalischer Rest auf dem Glas zurückbleibt. Dieser Rest verringert, wenn er durch die Organosilanlösung benetzt wird, den pH-Wert der Lösung und macht die Hydrolysereaktion teilweise oder völlig wirkungslos.

Der Rest ist im Fall von Glas alkalisch, aber für andere Oberflächen kann er sauer sein, und in Übereinstimmung mit einem Merkmal der vorliegenden Erfindung kann der pH-Wert des Rests überwacht werden und eine ausgleichende Einstellung des pH-Werts der Lösung des Adhäsionsförderers vorgenommen werden, um optimale Adhäsion zu bewirken. Zu diesem Zweck kann der pH-Wert des Waschwassers an der abschließenden Spülstation überwacht werden und Säure oder Base zur Lösung des Förderers zugegeben werden, um die optimale Leistung zu ergeben. Wenn zum Beispiel Glas beteiligt ist, kann Essigsäure oder eine andere Säure zugegeben werden, um sicherzustellen, dass die aktive Organosilanlösung, die die Glasoberfläche benetzt, einen pH-Wert innerhalb des optimalen Bereichs von 3,5 bis 5 aufweist, damit die Hydrolysereaktion stattfindet.

Die Angelegenheit des pH-Wertes des Oberflächenrests, wie vorstehend bezeichnet, ist für die Wirksamkeit der Pulverbeschichtung von Substraten wichtig. Im Fall von Glassubstraten beeinflusst die Basizität der Oberfläche, auf welche das Beschichtungspulver aufgebracht wird, die Hydrolysereaktion, die für das Silan erforderlich ist, um gute Adhäsion zu ergeben. Aber durch zuerst Besprühen der Glasoberfläche mit einer sauren Lösung (zum Beispiel eine 10%ige Essigsäure-Lösung in reinem Wasser) und Trocknenlassen kann der Basizität wirksam entgegengewirkt werden. Die getrocknete Säure wird während des anfänglichen Erwärmens des Pulvers für das Härtungsverfahren reaktiviert, um die Basizität auszugleichen, die durch das Glas gezeigt wird, und dadurch sicherzustellen, dass das Pulver-getragene Organosilan beim Bereitstellen von guter Adhäsion zwischen der Substratoberfläche und seiner so erhaltenen Pulverbeschichtung vollständig aktiv ist.

Klarerweise kann, wenn die mit dem Pulver zu beschichtende Substratoberfläche Azidität zeigt, diese Oberfläche mit einer basischen Lösung zum Entgegenwirken der Säure und Sicherstellen der guten Adhäsionsverbesserung besprüht werden.

Außerdem kann in Übereinstimmung mit der Erfindung das adhäsionsverbessernde Mittel mit dem Beschichtungspulver enthalten sein, so dass es aktiv wird, wenn das Pulver zum Schmelzen erwärmt wird. Das Pulver kann auch eine Säure oder Base enthalten, um die Wirkung des adhäsionsverbessernden Mittels auf der Substratoberfläche während des Erwärmens zu initiieren.

Verfahren in Übereinstimmung mit der vorliegenden Erfindung werden nun mittels Beispiel mit Bezug auf die begleitenden Zeichnungen beschrieben, wobei gilt:

1 veranschaulicht einen Teil einer Fertigungslinie zum Beschichten von Glasbahnen mit Pulverbeschichtungen unter Verwendung eines Silanadhäsionsförderers in Übereinstimmung mit der vorliegenden Erfindung; und

die 2 und 3 veranschaulichen pulverbeschichtete Platten, die gemäß der vorliegenden Erfindung hergestellt wurden.

Mit Bezug auf 1 wird die mit Pulver zu beschichtende Oberfläche der Glasbahn zuerst in einer Waschstation 1 gereinigt, und im Anschluss an das Waschen wird jede Flüssigkeit, die auf dem Glas verblieb, unter Verwendung eines Luftvorhangs oder „Luftmessers" aus einem Gebläse 2 von der Oberfläche geblasen. Die Oberfläche wird nun zwei Spülschritten in aufeinanderfolgenden Spülstationen 3 und 4 unterzogen. Die Oberfläche wird mit Wasser aus einer Quelle 5 in der Station 3 gespült, und ein „Luftmesser" aus einem Gebläse 6 befreit sie von Wasser, wenn das Glas zur zweiten Spülstation 4 vorbeigeht.

Das Spülen der Oberfläche in Station 4 erfolgt mit Wasser, das Essigsäure oder eine andere Säure enthält, die aus einer Quelle 7 zugeführt wird. Der Säuregehalt des Spülwassers wird gemäß dem pH-Wert an der Glasoberfläche bestimmt, um jeden Unterschied dieses Wertes von einem Optimum oder Optimumbereich zu kompensieren, zum Initiieren der adhäsionsverbessernden Wirkung des zu verwendenden Silans. Genauer und wie in der Zeichnung dargestellt, wird der Säuregehalt des Spülwassers in Abhängigkeit von einem durch einen Monitor 8 bereitgestellten Messwert seines pH-Werts, wenn in Kontakt mit der Glasoberfläche, reguliert, um die Glasoberfläche auf einen pH-Wert von 3,5 oder mindestens innerhalb des Bereichs von 3,5 bis 5 zu bringen.

Obwohl die Regulierung des Säuregehalts des Spülwassers im zweiten Spülschritt in 1 dargestellt ist, als würde sie automatisch erfolgen, ist dieses nicht notwendigerweise der Fall, und manuelle Regulierung kann stattdessen verwendet werden. Es ist festgestellt worden, dass es wahrscheinlich ist, dass überall in jeder Charge von Glas der pH-Wert an der Oberfläche in dem Ausmaß ziemlich gleichmäßig ist, dass häufiges Einstellen des Säuregehalts nicht erforderlich ist.

Das Glas, wenn in der zweiten Spülstation gewaschen, läuft durch eine Trockenstation 9, um die Auftragung eines Films des Silanförderers vor dem Abscheiden des Pulverbeschichtungsmaterials aufzunehmen. Ein minimaler Silanfilm ist erforderlich, um die beste Adhäsion zu ergeben, und die Auftragung des Films kann in dieser Hinsicht durch die Zugabe von Alkohol verbessert werden, wenn die Lösung gemischt wird. Der Alkohol wirkt als Benetzungsmittel und ein kontinuierlicher Film wird deshalb einfacher aufgebracht. Das Silan wird als Konzentrat zugeführt und kann auch mit Alkohol oder Wasser verringert werden, um eine ökonomische Auftragung eines feinen Films zu ermöglichen. Typische Silanlösungen, die Alkohol enthalten, und die Verfahren ihrer Auftragung zur Adhäsionsverbesserung auf Glas sind in GB-A-2207089 und GB-A-2252079 beschrieben, aber die Verwendung von diesen erfordert die Auferlegung von gegen Entladung gesicherten Bedingungen als Schutz gegen den Alkoholdampf, der während des Härtens der Pulverbeschichtung abgegeben wird. Die gegen Entladung gesicherte Ausrüstung und die erforderliche Extraktion der Dämpfe ist in vielen möglichen Fertigungsstandorten sowohl vom Standpunkt der Kosten als auch der Umwelt nicht annehmbar und wird im vorliegenden Fall vermieden. Insbesondere wird eine Lösung des Förderers auf Wasserbasis ohne die Einbeziehung von Alkohol verwendet und wird innerhalb der aufeinanderfolgenden Sprühstationen 10 und 11 auf die getrocknete, pH-modifizierte Glasoberfläche gesprüht.

Die Silanlösung, welche 3% Silan zu 97% reines Wasser aufweist, wird aus den Vorratsbehältern 12 und 13 den Stationen 10 bzw. 11 zugeführt. Die Lösung wird unter Verwendung eines Schwenkmotors gut gemischt; eine sachgerechte Mischung ist wichtig, und es ist festgestellt worden, dass dieses am besten durch Einbringen der Lösung innerhalb eines Glasbehälters auf ein Rüttelbett, das durch den Motor angetrieben wird, erzielt werden kann. Es ist auch festgestellt worden, dass es nicht wünschenswert ist, von einem Kunststoffbehälter für die Lösung Gebrauch zu machen, weil eine frühe Umsetzung mit der Oberfläche des Behälters verbessert wird. Außerdem werden Weichmacher freigesetzt, die die Lösung verunreinigen und sie entfärben, und die adhäsionsverbessernden Eigenschaften werden verringert.

Bei Fehlen eines Alkoholbenetzungsmittels weist eine Lösung des Förderers auf Wasserbasis eine hohe Oberflächenspannung auf und wird auf dem sauberen Glas kugelförmig. Das Wischen der Lösung auf das Glas unter Verwendung von Schellackpoliturverfahren (zuerst Sprühen und dann Herunterwischen mit einem Tuch, das mit Lösung benetzt ist) ergibt eine gute Bedeckung, aber das Verfahren ist anfällig dagegen, dass Fasern vom benetzenden Tuch auf der Oberfläche zurückbleiben. Außerdem neigt die Sprühanwendung dazu, sphärische, kugelförmige Tropfen der Lösung zu bilden, welche keine kontinuierliche Adhäsionsbeschichtung verbessern.

Jedoch ist festgestellt worden, dass die kugelformbildende Natur des Silans durch Sprühen einer minimalen Schicht der gut gemischten Wasser-Silanlösung auf die Glasoberfläche in Station 10 und anschließendes Aufbringen einer zweiten Schicht in Station 11, nachdem die erste Schicht in einer dazwischen liegenden Trockenstation 14 getrocknet worden ist, ausgenutzt werden kann.

Die Silanlösung wird innerhalb der Station 10 mit der Absicht auf die Glasoberfläche gesprüht, dass die Beschichtung kugelförmig sein und eine Bedeckung von etwa 60% mit einer Kügelchentiefe von etwa 10 Mikrometern haben sollte. Die Kügelchen werden innerhalb der Trockenstation 14 durch Wasserverdampfung auf Punkte von Silan auf der Glasoberfläche verringert, die nur etwa 5% der Größe der Benetzungskügelchen von 10 Mikrometern aufweisen (nicht unähnlich einem Druckhalbtonbild mit einem Raster von 120). Die zweite Schicht, die in der zweiten Sprühstation 11 auf die gepunktete Oberfläche gesprüht wird, wird mit einer Flussrate, z.B. 5 ml pro Minute, die nur die Hälfte von der ist, die in der ersten Sprühstation 10 verwendet wird, aufgebracht. Das Silan weist eine Affinität zum unbeschichteten Glas auf und fließt als Folge in die Räume zwischen den Silanpunkten. Durch Übernehmen einer verringerten Flussrate für die zweite Schicht werden die unbeschichteten Räume gefüllt, ohne die erste Schicht zu überschichten. Die verringerte Flussrate ermöglicht auch, dass die fertige Schicht eine gleichmäßige Tiefe mit einer kontinuierlichen Beschichtung aufweist.

Die Temperatur des Aufbringens der Silanlösung wird reguliert, um schnelles Trocknen zwischen den Schichten zu ergeben, aber ohne die Kügelchen der ersten Schicht auszutrocknen, bis sie natürlich gebildet sind. Die erzeugten Punkte trocknen bereit zur Anwendung der zweiten Schicht innerhalb zum Beispiel der Zeit, die benötigt wird, um von Station 10 zu Station 11 zu laufen, wenn sich das Glas bei sagen wir 2 m pro Minute bewegt. Es ist festgestellt worden, dass die optimale Temperatur an den Stationen 10 und 11 mit den Sprühpistolen, die in den Stationen 10 und 11 verwendet werden, entweder verkauft von DeVillbiss als ‚Aerograph Super 63' oder bezeichnet als ‚Auto Airbrushes A B/2', etwa 35 bis 40 Grad Celsius beträgt.

Die silanbeschichtete Glasbahn, die die zweite Sprühstation 11 verlässt, durchläuft eine Trockenstation 15 vor dem Aufbringen des Duroplastbeschichtungspulvers in einer nachfolgenden Station (nicht gezeigt) der Fertigungslinie von 1.

Als eine Alternative zur Verwendung der beiden Sprühstationen 10 und 11 zum Erzeugen der dünnen Silanfilmbeschichtung ist es möglich, eine Drehglockensprühpistole zu verwenden, um die Lösung als sehr feinen Nebel auf der pH-modifizierten Oberfläche zu verteilen.

Statt dem Abscheiden eines Silanfilms auf dem Substrat, wie vorstehend beschrieben, ist es möglich, ein Organosilan in das Pulver, das zum Beschichten verwendet wird, zu mischen. Dieses kann durch Reduzieren der Lösung auf ein Pulver, Aufbringen der Pulverteilchen mit dem Silan bewerkstelligt werden, so dass es in Kontakt mit der pH-modifizierten Glasoberfläche gebracht und während der Anfangsphase des Härtens des Pulvers aktiviert wird. Es ist gezeigt worden, dass ein derartiges Verfahren mit Epoxyharzpulvern wirksam ist.

Anstelle des Reduzierens der Silanlösung auf ein Beschichtungspulver kann jedoch das Silan in die Ausgangsmischung einbezogen sein, die zur Herstellung des Pulvers verwendet wird. Genauer können das Silan und eine Säure in der Ausgangsmischung enthalten sein. In der letzten Hinsicht ist die Säure mit der Aufgabe des Bereitstellens von geeigneter pH-Modifizierung der Glasoberfläche, auf welcher das Pulver abgelagert wird, für die optimale Wirkung des Silans enthalten.

Zwei pulverbeschichtete Platten, die unter Verwendung von Beschichtungspulvern erzeugt wurden, die ein Silan und eine Säure, wie vorstehend bezeichnet, aus der Herstellung enthalten, werden nun mit Bezug auf die 2 und 3 beschrieben.

Mit Bezug auf 2 wird ein Duroplastpulver auf Epoxy-Basis in diesem Fall elektrostatisch als Schicht 21 auf einer Oberfläche 22 eines Substrates 23 von gehärtetem Glas abgeschieden. Das Pulver enthält von der Herstellung Silan- und Säurekomponenten, wie vorstehend bezeichnet, sowie Pigmentierung. Wärme zum Schmelzen und Härten des Pulvers von Schicht 21 wird angewandt, erst nachdem eine Schicht 24 Polyethylenpulver elektrostatisch auf der Schicht 21 abgeschieden worden ist.

Die angewandte Wärme verursacht das Schmelzen sowohl von Pulverschichten 21 als auch 24. Die Säure in der geschmolzenen Schicht 21 wird aktiviert, um den pH-Wert an der Oberfläche 22 zu modifizieren und die Wirkung des Silans zu initiieren, um die Bedingungen für gute Adhäsion mit der Oberfläche 22 bereitzustellen. Das Schmelzen der Polyethylenschicht 24 andererseits verursacht einen Grad des Vermischens mit der geschmolzenen Epoxy-Schicht 21 an ihrer Grenzfläche, so dass es beim Hartwerden der Schicht 24 und Härten der Schicht 21 Kohäsion zwischen ihnen in einer guten physikalischen Bindung gibt.

Mit Bezug auf 3 schließt die Platte in diesem Fall ein Substrat 31 von getempertem Glas und ein transparentes Pulver auf Polyester-Basis ein, das elektrostatisch als Schicht 32 auf einer Oberfläche 33 des Substrates 31 abgeschieden wurde, ein. Das Pulver von Schicht 32 enthält von der Herstellung Silan- und Säurekomponenten, wie vorstehend bezeichnet, und eine Schicht 34 eines anderen Polyesterpulvers, das derartige Komponenten nicht enthält, wird elektrostatisch auf der Schicht 32 abgeschieden. Das Pulver von Schicht 34 enthält Pigmentierung.

Wärme wird angewandt, um die Pulver beider Schichten 32 und 34 zu schmelzen und zu härten. Während der Schmelzphase des Pulvers von Schicht 32 wird seine Säurekomponente aktiviert, um den pH-Wert an der Oberfläche 33 zu modifizieren und die Wirkung des Silans zu initiieren, um die Bedingungen für gute Adhäsion mit dieser Oberfläche bereitzustellen. Außerdem gibt es Vernetzung an der Grenzfläche zwischen den beiden Schichten 32 und 34, so dass es, wenn die Pulver härten, eine starke chemische Bindung zwischen den so erhaltenen Schichten und zwischen ihnen und dem Substrat 31 gibt.

Es ist wünschenswert, dass die Schicht 32 schneller als die Schicht 34 härtet, so dass, während sie geliert, eine Presswalze verwendet werden kann, um die Schicht 34 niederzudrücken und zu glätten, für eine gleichmäßige Bedeckung der Beschichtung der Schicht 32. Außerdem wird eine Wasserschutzfolie 35 in Kontakt mit der Schicht 34, während sie noch in der Schmelzphase ist, angelegt, so dass sie beim Härten dieser Schicht fest an sie gebunden wird.


Anspruch[de]
  1. Verfahren zum Aufbringen einer Beschichtung auf eine Substratoberfläche, wobei ein Silanmittel auf die Oberfläche aufgebracht wird, um die Adhäsion der Beschichtung zu verbessern, und die Oberfläche vor dem Aufbringen des Silanmittels darauf gewaschen wird, dadurch gekennzeichnet, dass der pH-Wert der Waschflüssigkeit an der Substratoberfläche überwacht wird, um den pH-Wert an der Substratoberfläche zu bestimmen, und dass der pH-Wert an der Oberfläche in Abhängigkeit vom beim Überwachungsschritt bestimmten pH-Wert eingestellt wird, um ihn innerhalb eines vorbestimmten Bereiches von Werten für die verstärkte Aktivierung des adhäsionsverbessernden Mittels einzustellen.
  2. Verfahren gemäß Anspruch 1, wobei das adhäsionsverbessernde Mittel ein Organosilan ist.
  3. Verfahren gemäß Anspruch 1 oder Anspruch 2, wobei das Substrat Glas ist.
  4. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei der Bereich von Werten im Wesentlichen 3,5 bis 5 beträgt.
  5. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei das adhäsionsverbessernde Mittel in Lösung auf die Oberfläche aufgebracht wird.
  6. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei der pH-Wert der Waschflüssigkeit, wie sie auf die Oberfläche aufgebracht wird, in Abhängigkeit vom beim Überwachungsschritt bestimmten pH-Wert eingestellt wird, um den überwachten pH-Wert innerhalb des Bereiches einzustellen.
  7. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei die Waschflüssigkeit auf der Oberfläche getrocknet wird und das adhäsionsverbessernde Mittel auf der so getrockneten Oberfläche abgeschieden wird.
  8. Verfahren gemäß Anspruch 7, wobei das adhäsionsverbessernde Mittel auf die so getrocknete Oberfläche gesprüht wird.
  9. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 8, wobei das adhäsionsverbessernde Mittel verwendet wird, um die Adhäsion einer Pulverbeschichtung auf der Oberfläche zu verbessern.
  10. Verfahren gemäß Anspruch 9, wobei das adhäsionsverbessernde Mittel als eine Filmbeschichtung auf die Oberfläche aufgebracht wird, ein wärmehärtendes Pulverbeschichtungsmaterial auf der filmbeschichteten Oberfläche abgeschieden wird und das Pulver durch Erwärmen geschmolzen und gehärtet wird, um die an der Oberfläche haftende gehärtete Pulverbeschichtung zu bilden.
  11. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 9, wobei das adhäsionsverbessernde Mittel in einer Lösung auf Wasserbasis auf die Oberfläche aufgebracht wird, wobei das Verfahren den Schritt enthält, in dem die Lösung als eine erste Beschichtung dünn auf die Oberfläche gesprüht wird, die in der Form von in Abstand voneinander vorliegenden Punkten auf der Oberfläche trocknet, und dann in einem nachfolgenden Schritt eine zweite Beschichtung auf die getrocknete erste Beschichtung gesprüht wird.
  12. Verfahren gemäß Anspruch 11, wobei die zweite Beschichtung im Vergleich zur ersten Beschichtung mit einer verminderten Flussrate gesprüht wird.
  13. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei ein wärmehärtendes Material, das das adhäsionsverbessernde Mittel enthält, in Pulverform auf der Oberfläche abgeschieden wird und das Pulver erwärmt wird, um es zu einer an der Oberfläche haftenden Beschichtung zu schmelzen.
  14. Verfahren gemäß Anspruch 13, wobei das wärmehärtende Material ein Polyester oder Epoxyharz ist, das das adhäsionsverbessernde Mittel enthält.
  15. Verfahren gemäß Anspruch 13 oder Anspruch 14, wobei die Waschflüssigkeit auf der Oberfläche getrocknet wird und das Pulver auf der so getrockneten Oberfläche abgeschieden wird.
  16. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 13 bis 15, wobei das wärmehärtende Material auch eine Säure oder Base einschließt, um die Wirkung des adhäsionsverbessernden Mittels auf der Oberfläche beim Erwärmen zu initiieren.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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