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Dokumentenidentifikation DE102004049569A1 20.04.2006
Titel Äußere Wärmedämmung einer Pumpe
Anmelder WILO AG, 44263 Dortmund, DE
Erfinder Reinhard, Mathias, 44229 Dortmund, DE;
Spitz, Hervé, 44269 Dortmund, DE;
Stracke, Roland, 59425 Unna, DE
Vertreter COHAUSZ DAWIDOWICZ HANNIG & SOZIEN, 40237 Düsseldorf
DE-Anmeldedatum 12.10.2004
DE-Aktenzeichen 102004049569
Offenlegungstag 20.04.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 20.04.2006
IPC-Hauptklasse F04B 53/00(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Wärmedämmung zum Umschließen eines Pumpengehäuses mit einer äußeren Dämmschale und mindestens einem Zwischenraum zwischen der Schale und dem Pumpengehäuse. Die Schale besteht aus Kunststoff oder aus Blech insbesondere aus Aluminiumblech und der Zwischenraum ist mit Kunststoffschaum vollständig ausgefüllt.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Wärmedämmung zum Umschließen eines Pumpengehäuses mit einer äußeren Dämmschale und mindestens einem Zwischenraum zwischen der Schale und dem Pumpengehäuse.

Aus der DE 43 38 932 und der EP 1 203 887 ist es bekannt, eine Pumpe außen mit Wärmedämmschalen zu versehen. Darüber hinaus ist es aus der DE 31 09 624 bekannt, die äußere Isolierschicht aus Blech herzustellen und deren Innenseite mit Kunststoffschaum zu beschichten. Bei diesem Stand der Technik werden die Isolierschalen komplett vorgefertigt, um sie danach außen am Pumpengehäuse zu befestigen. Hierbei ist nicht zu verhindern, dass zwischen der Innenseite der Isolierschalen und der Pumpengehäuseaußenseite nicht effektive Zwischenräume verbleiben.

Aufgabe der Erfindung ist, eine Wärmedämmung der eingangs genannten Art so zu verbessern, dass eine hohe Wärmedämmung sowohl beim Fördern heißer als auch kühler Flüssigkeiten erzielt wird und dass bei der Förderung kühler Flüssigkeiten ein Absetzen von Kondensatwasser und ein Entstehen von Rost vermieden wird.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die Schale aus Kunststoff oder aus Blech insbesondere aus Aluminiumblech besteht und der Zwischenraum mit Kunststoffschaum vollständig ausgefüllt ist.

Durch das nachträgliche Ausschäumen des Zwischenraums zwischen der äußeren Kunststoff- oder Blechschale und der Pumpengehäuseaußenseite wird sichergestellt, dass keine Leerräume bestehen und damit eine optimale Wärmedämmung insbesondere Kältedämmung erreicht wird. Kondensatwasser kann sich bei der Förderung kühler Flüssigkeiten nicht absetzen und ein Bilden von Rost wird damit vermieden. Eine solche Konstruktion ist damit auch optimal für Wärmepumpen insbesondere von Klimaanlagen.

Herstellung und Anbringung sind hierbei besonders einfach und preiswert. Auch kann eine solche Wärmedämmung bei Pumpen größerer Abmessungen besonders vorteilhaft leicht und einfach montiert werden, insbesondere wenn die äußere Gehäuseschale aus mehreren Wandteilen zusammengesetzt wird.

Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen aufgeführt.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt und wird im folgenden näher beschrieben. Es zeigen

1 einen Querschnitt durch die äußere Dämmschale mit innenliegender Pumpe, wobei die Pumpe nur teilweise dargestellt ist,

2 einen zweiten Schnitt durch Dämmschale und Pumpe,

3 eine perspektivische Ansicht der Dämmschale.

Eine Pumpe insbesondere eine von einem Elektromotor angetriebene Kreiselpumpe mit einem Pumpengehäuse 1 weist zwei Pumpenstutzen 3, 4 mit jeweils einem Flansch 3a, 4a auf. Vorzugsweise handelt es sich hier um eine Inline-Pumpe, das heißt die Stutzen 3, 4 liegen aufeinander gegenüberliegenden Seiten und fluchten miteinander.

Die dem Elektromotor zugewandte Seite des Pumpengehäuses 1 bildet einen Motorflansch 5, an dem der Motor anschraubbar ist. Im folgenden wird diese dem Motor zugewandte Seite der Dämmschale 2 als „Schalenoberseite" und die gegenüberliegende Seite als „Schalen-Bodenplatte" bezeichnet, obwohl diese Seiten keineswegs oben bzw. unten liegen müssen, sondern je nach Lage der Pumpe auch umgekehrt bzw. seitlich.

Das Pumpengehäuse 1 ist außen von der Dämmschale 2 in der Weise umgeben, dass bis auf die Flansche Zwischenräume 6 zwischen der Schaleninnenseite und der Pumpengehäuseaußenseite bestehen. Die Dämmschale 2 ist im Ausführungsbeispiel aus mehreren Schalenwänden zusammengesetzt und zwar eine Oberseitenwand 7, einer Bodenplatte 8 und vier Seitenwänden 9. Hierbei wird die Bodenplatte 8 zuerst an der Unterseite des Pumpengehäuses befestigt. Hierzu bildet die Pumpengehäuseunterseite drei Füße 10 mit einliegenden, nach unten vorstehenden Gewindebolzen 11, die durch drei Öffnungen 12 in der Bodenplatte 8 hindurchreichen. Nachdem die Gewindebolzen 11 in den Öffnungen 12 einliegen und auf die Bolzen 11 nicht dargestellte Muttern aufgeschraubt sind, werden nach dieser Befestigung der Bodenplatte 8 die Seitenwände 9 an der Bodenplatte 8 und damit auch an den Seiten des Pumpengehäuses befestigt.

Hierbei weisen die Seitenwände 9 seitliche Öffnungen 9a auf, die die Flansche 3a und 4a des Pumpengehäuses umgeben und an diesen dicht anliegen. Darauf wird die Oberseitenwand 7 an der Oberseite der Pumpe befestigt. Hierzu weist die Seitenwand 7 eine Öffnung 7a auf, die den Motorflansch 5 umgibt, an dem danach der motorseitige Flansch des Elektromotors angeschraubt wird.

Die zwischen den Stutzenaußenrändern bzw. den Flanschrändern und den Öffnungen 7a, 9a der äußeren Schale befindlichen Spalte werden danach durch Kunststoff insbesondere durch Silikon oder Polyurethan abgedichtet.

Darauf werden die Zwischenräume 6 zwischen der äußeren Schale 2 und der Pumpengehäuseaußenseite mit Kunststoffschaum ausgeschäumt. Vorzugsweise wird hierzu ein Polyurethanschaum verwendet.


Anspruch[de]
  1. Wärmedämmung zum Umschließen eines Pumpengehäuses (1) mit einer äußeren Dämmschale (2) und mindestens einem Zwischenraum (6) zwischen der Schale und dem Pumpengehäuse, dadurch gekennzeichnet, dass die Schale (2) aus Kunststoff oder aus Blech insbesondere aus Aluminiumblech besteht und der Zwischenraum mit Kunststoffschaum vollständig ausgefüllt ist.
  2. Wärmedämmung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Wände der Dämmschale (2) Öffnungen (7a, 9a) für die Pumpenstutzen (3, 4) und Flansche (3a, 4a) aufweisen.
  3. Wärmedämmung nach Anspruch 1 oder 2,dadurch gekennzeichnet, dass die dem Elektromotor zugewandte Schalenwand (7) eine Öffnung (7a) für die Anschlußfläche insbesondere für den Anschlußflansch (5) des Pumpengehäuses (1) aufweist.
  4. Wärmedämmung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Spalte zwischen den Stutzenaußenrändern und den Öffnungsrändern (7a, 9a) durch Kunststoff insbesondere durch Silikon oder Polyurethan abgedichtet sind.
  5. Wärmedämmung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Kunststoffschaum aus Polyurethan besteht.
  6. Wärmedämmung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die äußere Dämmschale (2) aus mehreren einzelnen Wandteilen (7, 8, 9) zusammengesetzt ist.
  7. Verfahren zum Umschließen eines Pumpengehäuses (1) mit einer Wärmedämmung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zuerst die Dämmschale (2) um das Pumpengehäuse (1) herum allseitig montiert wird und danach die Zwischenräume (6) zwischen Pumpengehäuse (1) und Dämmschale (2) durch einen Kunststoffschaum ausgeschäumt werden.
  8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass zuerst eine Schalenseitenwand insbesondere die Schalenbodenplatte (8) an einer Pumpengehäuseseite insbesondere an der dem Motor abgewandten Pumpengehäuseseite befestigt insbesondere angeschraubt wird und danach die übrigen Seitenwände (7, 9) der Dämmschale (2) montiert werden.
  9. Verfahren nach Anspruch 8,dadurch gekennzeichnet, dass die Schalenseitenwand insbesondere die Schalenbodenplatte (8) mit Bohrungsöffnungen (12) auf die dem Motor abgewandte Pumpengehäuseseite angeschraubt wird.
Es folgen 3 Blatt Zeichnungen






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