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Dokumentenidentifikation DE102004054131A1 11.05.2006
Titel Verfahren zur Verwendung von tragbaren, eine Digitalkamera umfassenden oder mit einer Digitalkamera verbindbaren elektronischen Geräten zum Scannen einer Text-und/oder Zeichnungen bzw. Skizzen umfassenden Oberfläche
Anmelder Gkikas, Karolos, Glyfada, Athen, GR;
He, Hao, Eastwood, AU
Erfinder Gkikas, Karolos, Glyfada, Athen, GR;
He, Hao, Eastwood, AU
Vertreter Haft, von Puttkamer, Berngruber, Karakatsanis, 81669 München
DE-Anmeldedatum 08.11.2004
DE-Aktenzeichen 102004054131
Offenlegungstag 11.05.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 11.05.2006
IPC-Hauptklasse H04N 1/387(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse H04N 1/409(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   H04N 1/00(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   H04Q 7/32(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   H04Q 7/20(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   
Zusammenfassung Es wird ein Verfahren zur Verwendung von tragbaren, eine Digitalkamera umfassenden oder mit einer Digitalkamera verbindbaren elektronischen Geräten zum Scannen einer Text und/oder Zeichnungen bzw. Skizzen umfassenden Oberfläche vorgeschlagen, im Rahmen dessen mittels der Digitalkamera des elektronischen Gerätes eine digitale Aufnahme erstellt wird, welche die zu scannende Oberfläche umfasst, wobei die Texte und/oder Zeichnungen bzw. Skizzen der zu scannenden Oberfläche unter Beibehaltung deren räumlicher Anordnung an sich sowie zueinander in eine digitale Bilddatei übertragen werden, wobei die bei der Erstellung der die zu scannende Oberfläche umfassenden Aufnahme auftretenden und das Bild beeinträchtigenden Effekte, umfassend geometrische Verzerrung, Unschärfe, Verschwommenheit, Schatten- und/oder Lichtreflexionseffekte, digitales Rauschen, Kontrastmangel und/oder Farbenverzerrung entfernt bzw. kompensiert werden.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Verwendung von tragbaren, eine Digitalkamera umfassenden oder mit einer Digitalkamera verbindbaren elektronischen Geräten zum Scannen einer Text- und/oder Zeichnungen bzw. Skizzen umfassenden Oberfläche gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.

Des weiteren bezieht sich die vorliegende Erfindung auf ein System zur Verwendung von tragbaren, eine Digitalkamera umfassenden oder mit einer Digitalkamera verbindbaren elektronischen Geräten zum Scannen einer Text- und/oder Zeichnungen bzw. Skizzen umfassenden Oberfläche, insbesondere zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens.

Heutzutage sind Scanner bzw. Scannereinrichtungen weit verbreitet. Sie dienen der Transformation von Text und/oder Bildern, die auf einer Oberfläche enthalten sind, in eine digitale Datei. Üblicherweise werden Scannereinrichtungen dazu verwendet, um die auf ein Blatt Papier enthaltenen Informationen zu digitalisieren. Hierbei ist es wünschenswert, nicht nur Papierinhalte transformieren zu können, sondern auch die Inhalte von Tafeln, Flipcharts, Zeichenbrettern, etc. in Form einer Datei auf einem Computer zu übertragen.

Zu diesem Zweck ist aus dem Stand der Technik bekannt, spezielle Einrichtungen zu verwenden, die sogenannten elektronischen Tafeln bzw. Active Boards. Diese Einrichtungen sind in nachteiliger Weise nicht tragbar ausgeführt, sondern in festen Positionen angeordnet und müssen an speziellen Steuerungs- und Erfassungsgeräten angeschlossen werden, beispielsweise an Computern und dergleichen. Dadurch wird deren Anwendbarkeit eingeschränkt; ferner sind die Herstellungs- und Anschaffungskosten sowie die Wartungskosten derartiger Geräte hoch, sodass eine weite Verbreitung nicht möglich erscheint. Diese Geräte verwenden meistens eine spezielle Oberfläche, welche ein Detektieren der Zeichnungen und/oder des Textes ermöglicht; im Rahmen weiterer Ausführungsformen wird die Bewegung des Stiftes, über die Detektion der dadurch emittierten Mikrowellen erfasst. In beiden Fällen resultiert die verwendete Technologie in hohen Kosten.

Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und ein System zur Verwendung von tragbaren, eine Digitalkamera umfassenden oder mit einer Digitalkamera verbindbaren elektronischen Geräten zum Scannen einer Text- und/oder Zeichnungen bzw. Skizzen umfassenden Oberfläche anzugeben, welches die erwähnten Nachteile des Standes der Technik vermeidet. Insbesondere soll das Verfahren mit einfachen, handelsüblichen tragbaren elektronischen Geräten durchführbar sein und eine hohe Erfassungsqualität der gescannten Daten aufweisen.

Diese Aufgabe wird für ein Verfahren durch die Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst. Ein System zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist Gegenstand des Anspruchs 17 und 18. Weitere erfindungsgemäße Ausgestaltungen und Vorteile gehen aus den entsprechenden Unteransprüchen hervor.

Demnach wird ein Verfahren zur Verwendung von tragbaren, eine Digitalkamera umfassenden oder mit einer Digitalkamera verbindbaren elektronischen Geräten zum Scannen einer Text- und/oder Zeichnungen bzw. Skizzen umfassenden Oberfläche vorgeschlagen, im Rahmen dessen mittels der Digitalkamera des elektronischen Gerätes eine digitale Aufnahme erstellt wird, welche die zu scannende Oberfläche umfasst, wobei die Text- und/oder Zeichnungen bzw. Skizzen der zu scannenden Oberfläche unter Beibehaltung deren räumlichen Anordnung an sich sowie zueinander in eine digitale Bilddatei übertragen werden, wobei die bei der Erstellung der die zu scannende Oberfläche umfassenden Aufnahme auftretenden und das Bild beeinträchtigenden Effekte, umfassend geometrische Verzerrung, Unschärfe, Verschwommenheit, Schatten- und/oder Lichtreflexionseffekte, digitales Rauschen, Kontrastmangel und/oder Farbenverzerrung entfernt bzw. kompensiert werden.

Gemäß der Erfindung umfasst das Verfahren folgende Schritte:

  • a) Erstellen einer digitalen Aufnahme, umfassend die zu scannende Oberfläche unter Verwendung der Digitalkamera eines tragbaren elektronischen Gerätes;
  • b) Definieren der Ränder der zu scannenden Oberfläche;
  • c) optionales Definieren des Hintergrundes der zu scannenden Oberfläche, vorzugsweise als weiß, grün oder schwarz;
  • d) Übertragen der Text- und/oder Zeichnungen bzw. Skizzen der zu scannenden Oberfläche in eine digitale Bilddatei, wobei in diesem Schritt die geometrische Verzerrung; die Unschärfe bzw. die Verschwommenheit des aufgenommenen Bildes, die Schatten- und/oder Lichtreflexionseffekte, das digitale Rauschen, die Kontrastschwäche und/oder die Farbenverzerrung korrigiert werden,

    wobei die Schritte b) c) und/oder d) im elektronischen Gerät oder in einem weiteren mit dem tragbaren Gerät verbindbares Gerät, umfassend eine Recheneinheit durchgeführt werden.

Hierbei wird bei der Definition der zu scannenden Oberfläche wie folgt vorgegangen: Es werden die am nächsten zu den Rändern der Aufnahme liegenden sich kreuzenden geraden Linien detektiert, welche einen starken Kontrast zu den diese Linien umgebenden Hintergrund aufweisen, die dann als Rand der zu scannenden Oberfläche vorgeschlagen werden. Für den Fall, dass in der Aufnahme keine derartigen detektierbaren Linien enthalten sind, wird der Rand der Aufnahme als Rand des zu scannenden Bildes vorgeschlagen. Gemäß der Erfindung hat der Benutzer die Möglichkeit, den vorgeschlagenen Rand zu akzeptieren oder den Rand des zu scannenden Bildes manuell einzugeben.

Gemäß der Erfindung wird bei der Transformation des zu scannenden Bildes in eine digitale Bilddatei, d. h. bei dem eigentlichen Scannvorgang wie folgt vorgegangen: Es wird davon ausgegangen, dass die Inhalte des zu scannenden Bildes aus einer Menge von zusammenhängenden Linien und gemalten Flächen unterschiedlicher Farben bestehen. Aus diesem Grunde wird ein Mustererkennungsverfahren angewandt, um diese Inhalte zu erkennen und bezüglich des Hintergrundes hervorzuheben. Hierbei werden zusammenhängende Linien oder gemalte Flächen erkannt und als separate Objekte klassifiziert, sodass der Inhalt der zu scannenden Fläche aus diesen Objekten und deren räumlichen Anordnung an sich sowie zueinander besteht.

Beim Erstellen der Aufnahme des zu scannenden Bildes durch die Digitalkamera des tragbaren elektronischen Gerätes wird die Aufnahme durch mehrere Effekte, wie beispielsweise geometrische Verzerrung, Unschärfe, Verschwommenheit, Schatten- und/oder Lichtreflexionseffekte, digitales Rauschen, Kontrastmangel und/oder Farbenverzerrung beeinträchtigt. Das erfindungsgemäße Verfahren ermöglicht eine Entfernung bzw. Kompensation dieser Effekte, um ein möglichst exaktes Scannergebnis liefern zu können.

Die geometrische Verzerrung kann über eine geometrische Transformation der Kontur der auf der zu scannenden Oberfläche enthaltenen Objekte kompensiert werden. Hierbei werden die für diese Transformation erforderlichen Parameter aus der Detektion von zumindest zwei sich unter einem Winkel von 90° kreuzenden Linien im Originalbild gewonnen. Beispielsweise kann dies durch die automatische Detektion des externen Randes der Aufnahme, beispielsweise das Ende eines Blattes Papier, oder über eine manuelle Eingabe eines derartigen Randes durch den Benutzer erfolgen.

Gemäß der Erfindung kann eine eventuelle Unschärfe bzw. Verschwommenheit des aufgenommenen zu scannenden Bildes, welche aus eventuellen Erschütterungen bzw. Bewegungen bei der Aufnahme oder auch aus einer unausreichenden Fokussierung der Digitalkamera resultiert, was bei tragbaren Geräten, die nicht für Bilder hoher Qualität ausgelegt sind, oft der Fall ist, durch die Anwendung einer inversen Konvolutionsfunktion kompensiert werden. Zu diesem Zweck ist die Kenntnis der Konvolutionsfunktion erforderlich, welche dadurch gewonnen wird, dass einige Teile des zu scannenden Bildes unterschiedlicher Größe Fourier – transformiert werden, wodurch eine Approximation der Konvolutionsfunktion gewonnen wird, woraus dann die inverse Konvolutionsfunktion berechnet wird. Diese Überlegung basiert auf der Tatsache, dass die Verschwommenheit eines Bildes, unabhängig von der räumlichen Größe der Elemente des Bildes im Fourier-Raum durch einen gemeinsamen Ausdruck bzw. eine gemeinsame Form beschrieben wird. Eine Möglichkeit der Berechnung der inversen Konvolutionsfunktion basiert auf der Verwendung eines Wiener Filters. Des weiteren ist im Rahmen einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung vorgesehen, dass dieser Schritt zur Kompensation der Unschärfe und der Verschwommenheit iterativ durchgeführt wird, bis ein qualitativ gutes Ergebnis vorliegt. Diese Vorgehensweise unterscheidet sich von der nach dem Stand der Technik verwendeten Methode zur Bildstabilisierung.

Die Schatten- und/oder Lichtreflexionseffekte werden gemäß der Erfindung unter der Annahme kompensiert, dass die Farbqualität jedes separaten in dem zu scannenden Bild enthaltenen Objektes gleichmäßig ist und dass jeder Unterschied in der Aufnahme ein Ergebnis einer nicht gleichmäßigen Beleuchtung ist, sodass derartige Unterschiede detektiert und durch eine Berechnung der inversen Beleuchtungsfunktion, basierend auf der Lichtverteilung auf dem Bild, welche auf das gesamte Bild angewandt wird, kompensiert werden. Schatten- und/oder Lichtreflexionseffekte treten bei den für die Erfindung typischen Anwendungsfällen sehr oft auf, da die zu scannenden Text- und/oder Zeichnungen bzw. Skizzen üblicherweise auf einer reflektierenden weißen Oberfläche geschrieben bzw. gezeichnet sind.

Die Kompensation bzw. die Entfernung des digitalen Rauschens basiert gemäß der Erfindung darauf, dass das Spektrum des digitalen Rauschens unterschiedlicher verläuft als das Spektrum der zu erfassenden Objekte des zu scannenden Bildes, sodass das Spektrum des digitalen Rauschens detektiert, separiert und entfernt wird. Da mehrere externe Faktoren das digitale Rauschen beeinflussen, ist das Rauschen nicht gleichmäßig verteilt, so dass erfindungsgemäß eine bildkoordinatenabhängige variable Bildanalyse, basierend auf einer lokalen Bildstatistik, durchgeführt wird, um die Effizienz des Verfahrens zu optimieren.

Des weiteren wird für den Fall eines Kontrastmangels der Aufnahme vorgeschlagen, Intensitätsunterschiede zu erfassen und Bereiche schwachen Kontrastes anhand eines vorgegebenen Wertes in Bereiche hohen Kontrastes umzuwandeln.

Eine mögliche Farbenverzerrung der Farben der Aufnahme bzw. des zu scannenden Bildes wird gemäß der Erfindung dadurch kompensiert, dass die Farbeigenschaften der Aufnahme erfasst werden und anschließend die optimalen Werte des Farbspektrums der Aufnahme ermittelt werden, wobei dann die Farbe von jedem Bildelement bzw. Pixel auf diese Werte normiert bzw. vereinheitlicht wird. Als Farbbänder werden vorzugsweise grün, rot und blau verwendet.

Das auf diese Weise erstellte gescannte Bild wird vorzugsweise auf einem weißen Hintergrund dargestellt, um die Ablesbarkeit zu erhöhen. Für den Fall, dass der ursprüngliche Bildhintergrund schwarz oder grün ist, werden die hellen bzw. weißen Objekte mit schwarzer Farbe dargestellt.

Durch die erfindungsgemäße Konzeption kann ein mit einem tragbaren Gerät aufgenommenes Bild optimiert bzw. gescannt und in eine digitale Datei transformiert werden, welche mit einer mit einem herkömmlichen Scanner gescannten Datei vergleichbar ist, da eine von einem herkömmlichen Scanner hergestellte Datei konstruktionsbedingt keine geometrische Verzerrung, keine Unschärfe bzw. Verschwommenheit, keine Schatten- und Lichtreflexionseffekte sowie kein digitales Rauschen aufweist.

Das erfindungsgemäße Verfahren ermöglicht also die Verwendung eines herkömmlichen tragbaren elektronischen Gerätes, welches eine Digitalkamera aufweist oder mit einer Digitalkamera, beispielsweise über ein Steckmodul verbindbar ist, zum Aufnehmen und anschließenden Scannen von Inhalten einer Oberfläche unter einem beliebigen Winkel und aus einer nicht zwingend konstanten Entfernung. Selbstverständlich kann das erfindungsgemäße Verfahren auch dazu verwendet werden, um das von einer fest angeordneten Aufnahmeeinrichtung gewonnene Bild in eine digitale Datei optimaler Qualität bzw. Ablesbarkeit zu transformieren.

Das Verfahren ist insbesondere für eine Digitalkamera umfassende oder mit einer Digitalkamera verbindbare tragbare Geräte, wie beispielsweise Mobiltelefone, PDAs, eine Digitalkamera aufweisende Armbanduhren, eine Digitalkamera aufweisende portable elektronische Spieleinrichtungen bzw. Spielkonsolen, etc. Des weiteren ist das erfindungsgemäße Verfahren auch dazu geeignet, von einer herkömmlichen Digitalkamera aufgenommene Bilder mittels eines eine Recheneinheit umfassendes Gerätes, wie beispielsweise eines PDAs oder eines Notebooks oder auch eines PCs zu bearbeiten.

Hierbei können die tragbaren Geräte eine eigene Recheneinheit zur Durchführung sämtlicher Schritte des erfindungsgemäßen Verfahrens aufweisen. Es ist auch möglich, die zu diesem Zweck benötigten Soft- und Hardware Ressourcen als separate, an das tragbare Gerät anschließbare oder mit diesem verbindbare Komponente, beispielsweise in Form einer Steckkarte auszubilden.

Im Rahmen einer besonders vorteilhaften Variante des Verfahrens wird von den tragbaren Geräten lediglich die Aufnahme gemacht und diese zwischengespeichert; sie wird dann zur Durchführung der weiteren erfindungsgemäßen Schritte über herkömmliche Methoden an einen Rechner bzw. ein eine Recheneinheit umfassendes Gerät geschickt. Nach der Bearbeitung der Aufnahme kann das fertig gestellte Bild, was dem gescannten Bild entspricht, an das tragbare Gerät zurückgeschickt werden, im Rechner gespeichert werden und/oder an beliebige Empfänger bzw. Computer gesendet werden.

Für den Fall, dass das tragbare Gerät eine ausreichende Rechenleistung aufweist, ist es dem Benutzer möglich, das Bild von dem tragbaren Gerät bearbeiten zu lassen oder über das Gerät an einen Rechner zu schicken.

Die Verwendung eines tragbaren Gerätes, beispielsweise eines Mobiltelefones zum Scannen kann beispielsweise wie folgt aussehen: Es wird mittels des Mobiltelefons eine Aufnahme gemacht und im Mobiltelefon gespeichert. Anschließend kann der Schritt des Definierens der Ränder der zu scannenden Oberfläche über das Mobiltelefon mit der Option des manuellen Eingriffs durch den Benutzer erfolgen oder die Aufnahme wird mit herkömmlichen Methoden an einem weiteren Rechner zur Erstellung der Ränder geschickt. Nach der Erstellung der Ränder durch den weiteren Rechner kann der Benutzer über eine Verbindung zu diesem Rechner die gewählten Ränder bestätigen oder die Ränder des zu scannenden Bildes manuell bestimmen.

Anschließend wird die Transformation des Bildes bzw. der eigentliche Scannvorgang auf dem weiteren Rechner durchgeführt, wo auch das erstellte Bild gespeichert wird. Dieses Bild kann an das Mobiltelefon oder an beliebige Empfänger geschickt werden und/oder für spätere Verwendung auf dem Rechner gespeichert werden.

Die Verbindung zwischen dem tragbarem Gerät und dem weiteren Rechner kann beispielsweise über ein Internetverbindungsprotokoll, über Email, SMS, MMS, GPRS, i-Mode, UMTS, CDMA, WiFi, WiMax oder weiteren Methoden erfolgen, welche auch miteinander kombiniert werden können.

Beispielsweise kann für den Fall der Verwendung eines Mobiltelefons oder eines Gerätes mit einem Mobiltelefonmodul zur Erstellung der Aufnahme der zu scannenden Oberfläche das so erstellte Bild über MMS, UMTS, eine Bluetooth- oder Internet-Verbindung an den weiteren Rechner geschickt werden, wobei der Speicherort auf dem Rechner über eine SMS an das Mobiltelefon dem Benutzer mitgeteilt werden kann. Für den Fall, dass eine einfache Digitalkamera oder Spielkonsole zur Aufnahme verwendet wird, kann diese beispielsweise über eine Bluetooth- oder eine USB-Verbindung mit einem Rechner zur Durchführung der weiteren Schritte des Verfahrens verbunden werden.

Gemäß der Erfindung kann das gescannte Bild direkt an einen Drucker geschickt werden, wobei dies auch schnurlos erfolgen kann.

Das erfindungsgemäße Verfahren kann auch zum Scannen einer neben Text- und/oder Zeichnungen bzw. Skizzen umfassenden Oberfläche auch zum Scannen einer Bildinhalte enthaltenden Oberfläche angewendet werden; wobei zu diesem Zweck die Schritte des Kompensierens der Kontrastschwäche und/oder der Farbenverzerrung nicht oder nur teilweise durchgeführt werden und wobei die Farben des Hintergrundes der Aufnahme nicht verändert werden.

Zudem kann das erfindungsgemäße Verfahren zum „Reinigen" einer verdunkelten Aufnahme einer Text und/oder Zeichnungen bzw. Skizzen umfassenden Oberfläche verwendet werden, wie es beispielsweise bei einer schlechten Faxkopie oder bei einer mit herkömmlichen Methoden gescannten Datei schlechter Qualität der Fall sein kann, welche auch direkt an den Rechner geschickt werden kann, auf dem das Verfahren implementiert ist.


Anspruch[de]
  1. Verfahren zur Verwendung von tragbaren, eine Digitalkamera umfassenden oder mit einer Digitalkamera verbindbaren elektronischen Geräten zum Scannen einer Text- und/oder Zeichnungen bzw. Skizzen umfassenden Oberfläche, dadurch gekennzeichnet, dass mittels der Digitalkamera des elektronischen Gerätes eine digitale Aufnahme erstellt wird, welche die zu scannende Oberfläche umfasst und dass die Text- und/oder Zeichnungen bzw. Skizzen der zu scannenden Oberfläche unter Beibehaltung deren räumlichen Anordnung an sich sowie zueinander in eine digitale Bilddatei übertragen werden, wobei die bei der Erstellung der die zu scannende Oberfläche umfassenden Aufnahme auftretenden und das Bild beeinträchtigenden Effekte, umfassend geometrische Verzerrung, Unschärfe, Verschwommenheit, Schatten- und/oder Lichtreflexionseffekte, digitales Rauschen, Kontrastmangel und/oder Farbenverzerrung entfernt bzw. kompensiert werden.
  2. Verfahren zur Verwendung von tragbaren, eine Digitalkamera umfassenden oder mit einer Digitalkamera verbindbaren elektronischen Geräten zum Scannen einer Text- und/oder Zeichnungen bzw. Skizzen umfassenden Oberfläche nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass vor der Erstellung der digitalen Bilddatei aus der mittels der Digitalkamera erstellten Aufnahme die Ränder der zu scannenden Oberfläche manuell oder automatisch definiert werden, wobei optional die Farbe des Hintergrundes der digitalen Bilddatei definiert wird.
  3. Verfahren zur Verwendung von tragbaren, eine Digitalkamera umfassenden oder mit einer Digitalkamera verbindbaren elektronischen Geräten zum Scannen einer Text- und/oder Zeichnungen bzw. Skizzen umfassenden Oberfläche nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die von der Digitalkamera erstellte Aufnahme im elektronischen Gerät gespeichert wird und dass für den Fall, dass das elektronische Gerät eine Recheneinheit aufweist, die Schritte der Definition der Ränder der zu scannenden Oberfläche, der Definition der Farbe des Hintergrundes der digitalen Bilddatei und/oder des Entfernens bzw. Kompensierens der das Bild beeinträchtigenden Effekte im elektronischen Gerät oder in einem weiteren, eine Recheneinheit umfassenden Gerät durchgeführt werden, wobei für den Fall, dass das elektronische Gerät keine Recheneinheit aufweist, diese Schritte in einem weiteren, eine Recheneinheit umfassenden Gerät durchgeführt werden und wobei, wenn ein weiteres, eine Recheneinheit umfassendes Gerät verwendet wird, die von der Digitalkamera erstellte Aufnahme über eine schnurlose oder schnurgebundene Verbindung an dieses Gerät geschickt wird.
  4. Verfahren zur Verwendung von tragbaren, eine Digitalkamera umfassenden oder mit einer Digitalkamera verbindbaren elektronischen Geräten zum Scannen einer Text- und/oder Zeichnungen bzw. Skizzen umfassenden Oberfläche nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass, für den Fall der Verwendung eines weiteren, eine Recheneinheit umfassenden Gerätes, die digitale Bilddatei über eine schnurlose oder schnurgebundene Verbindung an das tragbare Gerät zurückgeschickt, im Rechner gespeichert und/oder an beliebige Empfänger bzw. Computer gesendet wird.
  5. Verfahren zur Verwendung von tragbaren, eine Digitalkamera umfassenden oder mit einer Digitalkamera verbindbaren elektronischen Geräten zum Scannen einer Text- und/oder Zeichnungen bzw. Skizzen umfassenden Oberfläche nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass wenn zur Erstellung der Aufnahme ein Mobiltelefon oder ein Gerät mit einem Mobiltelefonmodul verwendet wird, die Aufnahme zur Durchführung des Entfernens bzw. Kompensierens der das Bild beeinträchtigenden Effekte über eine MMS oder eine Bluetooth- oder Internet-Verbindung an das eine Recheneinheit umfassende Gerät (Rechner) geschickt wird, wobei der Speicherort der im Rechner erstellten digitalen Bilddatei auf dem Rechner über eine SMS an das Mobiltelefon oder das Gerät dem Benutzer mitgeteilt wird und wobei die Definition der Ränder der zu scannenden Oberfläche und/oder die Definition der Farbe des Hintergrundes der digitalen Bilddatei im Mobiltelefon oder im Rechner durchgeführt wird.
  6. Verfahren zur Verwendung von tragbaren, eine Digitalkamera umfassenden oder mit einer Digitalkamera verbindbaren elektronischen Geräten zum Scannen einer Text- und/oder Zeichnungen bzw. Skizzen umfassenden Oberfläche nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die im Rechner erstellte digitale Bilddatei über MMS oder eine UMTS-Bluetooth- oder Internet-Verbindung an das Mobiltelefon bzw. das Gerät mit einem Mobiltelefonmodul geschickt wird.
  7. Verfahren zur Verwendung von tragbaren, eine Digitalkamera umfassenden oder mit einer Digitalkamera verbindbaren elektronischen Geräten zum Scannen einer Text- und/oder Zeichnungen bzw. Skizzen umfassenden Oberfläche nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass wenn das wenn das Gerät zur Erstellung der Aufnahme kein Mobiltelefon bzw. kein Gerät mit einem Mobiltelefonmodul ist, die Verbindung zwischen dem Gerät und dem eine Recheneinheit umfassenden Gerät eine CDMA, WiFi oder WiMax Verbindung ist.
  8. Verfahren zur Verwendung von tragbaren, eine Digitalkamera umfassenden oder mit einer Digitalkamera verbindbaren elektronischen Geräten zum Scannen einer Text- und/oder Zeichnungen bzw. Skizzen umfassenden Oberfläche nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zur Definition der Ränder der in der von der Digitalkamera erstellten Aufnahme enthaltenen zu scannenden Oberfläche die am nächsten zu den Rändern der Aufnahme liegenden sich kreuzenden geraden Linien detektiert werden, die einen starken Kontrast zu den diese Linien umgebenden Hintergrund aufweisen, die dann als Rand der zu scannenden Oberfläche definiert werden, wobei, wenn in der Aufnahme keine derartigen detektierbaren Linien enthalten sind, der Rand der Aufnahme als Rand des zu scannenden Bildes definiert wird.
  9. Verfahren zur Verwendung von tragbaren, eine Digitalkamera umfassenden oder mit einer Digitalkamera verbindbaren elektronischen Geräten zum Scannen einer Text- und/oder Zeichnungen bzw. Skizzen umfassenden Oberfläche nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Benutzer die Möglichkeit hat, die definierten Ränder zu akzeptieren oder einen gewünschten Rand des zu scannenden Bildes manuell einzugeben.
  10. Verfahren zur Verwendung von tragbaren, eine Digitalkamera umfassenden oder mit einer Digitalkamera verbindbaren elektronischen Geräten zum Scannen einer Text- und/oder Zeichnungen bzw. Skizzen umfassenden Oberfläche nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die bei der Erstellung der die zu scannende Oberfläche umfassenden Aufnahme auftretende geometrische Verzerrung über eine geometrische Transformation der Kontur der auf der zu scannenden Oberfläche enthaltenen Objekte kompensiert werden, wobei die für diese Transformation erforderlichen Parameter aus der Detektion von zumindest zwei sich unter einem Winkel von 90° kreuzenden Linien im Originalbild gewonnen werden.
  11. Verfahren zur Verwendung von tragbaren, eine Digitalkamera umfassenden oder mit einer Digitalkamera verbindbaren elektronischen Geräten zum Scannen einer Text- und/oder Zeichnungen bzw. Skizzen umfassenden Oberfläche nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die bei der Erstellung der die zu scannende Oberfläche umfassenden Aufnahme auftretende Unschärfe bzw. Verschwommenheit durch die Anwendung einer inversen Konvolutionsfunktion kompensiert werden, wobei die inverse Konvolutionsfunktion aus der Konvolutionsfunktion gewonnen wird, die unter der Annahme berechnet wird, dass die Verschwommenheit eines Bildes unabhängig von der räumlichen Größe der Elemente des Bildes im Fourier-Raum durch einen gemeinsamen Ausdruck bzw. eine gemeinsame Form beschrieben wird, so dass die Konvolutionsfunktion durch Auswertung der Fourier-Transformation von in der Aufnahme enthaltenen Objekte unterschiedlicher Größe gewonnen wird.
  12. Verfahren zur Verwendung von tragbaren, eine Digitalkamera umfassenden oder mit einer Digitalkamera verbindbaren elektronischen Geräten zum Scannen einer Text- und/oder Zeichnungen bzw. Skizzen umfassenden Oberfläche nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Berechnung der inversen Konvolutionsfunktion iterativ durchgeführt wird.
  13. Verfahren zur Verwendung von tragbaren, eine Digitalkamera umfassenden oder mit einer Digitalkamera verbindbaren elektronischen Geräten zum Scannen einer Text- und/oder Zeichnungen bzw. Skizzen umfassenden Oberfläche nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die bei der Erstellung der die zu scannende Oberfläche umfassenden Aufnahme auftretende Schatten- und/oder Lichtreflexionseffekte dadurch kompensiert werden, dass unter der Annahme, dass die Farbqualität jedes separaten in dem zu scannenden Bild enthaltenen Objektes gleichmäßig ist und dass jeder Unterschied in der Aufnahme ein Ergebnis einer nicht gleichmäßigen Beleuchtung ist, eine Berechnung der inversen Beleuchtungsfunktion basierend auf der Lichtverteilung auf dem Bild durchgeführt wird, die auf das gesamte Bild angewandt wird.
  14. Verfahren zur Verwendung von tragbaren, eine Digitalkamera umfassenden oder mit einer Digitalkamera verbindbaren elektronischen Geräten zum Scannen einer Text- und/oder Zeichnungen bzw. Skizzen umfassenden Oberfläche nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein bei der Erstellung der die zu scannende Oberfläche umfassenden Aufnahme auftretender Kontrastmangel dadurch kompensiert wird, dass Intensitätsunterschiede erfasst werden und Bereiche schwachen Kontrastes anhand eines vorgegebenen Wertes in Bereiche hohen Kontrastes umgewandelt werden.
  15. Verfahren zur Verwendung von tragbaren, eine Digitalkamera umfassenden oder mit einer Digitalkamera verbindbaren elektronischen Geräten zum Scannen einer Text- und/oder Zeichnungen bzw. Skizzen umfassenden Oberfläche nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die bei der Erstellung der die zu scannende Oberfläche umfassenden Aufnahme auftretende Farbenverzerrung der Farben der Aufnahme dadurch kompensiert wird, dass die Farbeigenschaften der Aufnahme erfasst werden und anschließend die optimalen Werte des Farbspektrums der Aufnahme ermittelt werden, wobei dann die Farbe von jedem Bildelement bzw. Pixel auf diese Werte normiert bzw. vereinheitlicht wird.
  16. Verfahren zur Verwendung von tragbaren, eine Digitalkamera umfassenden oder mit einer Digitalkamera verbindbaren elektronischen Geräten zum Scannen einer Text- und/oder Zeichnungen bzw. Skizzen umfassenden Oberfläche nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das bei der Erstellung der die zu scannende Oberfläche umfassenden Aufnahme auftretende digitale Rauschen aufgrund des unterschiedlichen Verlaufs als das Spektrum der zu erfassenden Objekte des zu scannenden Bildes detektiert, separiert und entfernt wird, wobei eine bildkoordinatenabhängige variable Bildanalyse, basierend auf einer lokalen Bildstatistik, durchgeführt wird, um die Effizienz des Verfahrens zu optimieren.
  17. System zur Verwendung von tragbaren, eine Digitalkamera umfassenden oder mit einer Digitalkamera verbindbaren elektronischen Geräten zum Scannen einer Text- und/oder Zeichnungen bzw. Skizzen umfassenden Oberfläche, insbesondere zur Durchführung des Verfahrens nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es ein tragbares, eine Digitalkamera umfassendes oder mit einer Digitalkamera verbindbares elektronisches Gerät und für den Fall dass das tragbare Gerät keine ausreichenden Soft- und Hardware Ressourcen aufweist, eine an dieses Gerät anschließbare Hardware – Komponente mit eigener Rechenleistung und/oder Speicherkapazität umfasst.
  18. System zur Verwendung von tragbaren, eine Digitalkamera umfassenden oder mit einer Digitalkamera verbindbaren elektronischen Geräten zum Scannen einer Text- und/oder Zeichnungen bzw. Skizzen umfassenden Oberfläche, insbesondere zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass es ein tragbares, eine Digitalkamera umfassendes oder mit einer Digitalkamera verbindbares elektronisches Gerät und ein mit diesem Gerät schnurlos oder schnurgebunden verbindbares Gerät mit einer Recheneinheit, insbesondere einen Computer, umfasst, auf dem die digitale Bilddatei erstellt wird.
  19. System nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass das tragbare Gerät an ein Mobiltelefonmodul anschließbar ist.
  20. System nach Anspruch 17, 18 oder 19, dadurch gekennzeichnet, dass das tragbare Gerät ein Mobiltelefon, eine Digitalkamera, eine Armbanduhr, eine Spielkonsole, ein PDA oder ein Notebook ist.
  21. Verwendung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 16 zum Scannen einer Bildinhalte enthaltenden Oberfläche, wobei zu diesem Zweck die Schritte des Kompensierens der Kontrastschwäche und/oder der Farbenverzerrung nicht oder nur teilweise durchgeführt werden und wobei die Farben des Hintergrundes der Aufnahme nicht verändert werden.
  22. Verwendung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 16 zum „Reinigen" einer verdunkelten Aufnahme einer Text und/oder Zeichnungen bzw. Skizzen umfassenden Oberfläche.
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