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Dokumentenidentifikation DE03727546T1 18.05.2006
EP-Veröffentlichungsnummer 0001517873
Titel Prozess zum Behandeln eines Rests von organischem Material
Anmelder Preseco OY, Espoo, FI
Erfinder JÄRVENTIE, Jussi, FIN-17800 Kuhmoinen, FI
Vertreter Honke und Kollegen, 45127 Essen
Vertragsstaaten AT, BE, BG, CH, CY, CZ, DE, DK, EE, ES, FI, FR, GB, GR, HU, IE, IT, LI
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 02.06.2003
EP-Aktenzeichen 037275468
WO-Anmeldetag 02.06.2003
PCT-Aktenzeichen PCT/FI03/00435
WO-Veröffentlichungsnummer 0003101914
WO-Veröffentlichungsdatum 11.12.2003
EP-Offenlegungsdatum 30.03.2005
Veröffentlichungstag der Übersetzung europäischer Ansprüche 18.05.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 18.05.2006
IPC-Hauptklasse C05F 1/00(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP


Anspruch[de]
  1. Prozess zum Behandeln eines Rests von organischem Material, dadurch gekennzeichnet, dass der Prozess die folgenden Schritte umfasst:

    a) Abtrennen der organischen Bestandteile in dem Rest von den calciumphosphathaltigen Bestandteilen,

    b) Zugeben der calciumphosphathaltigen Bestandteile zu einer Säure, und

    c) Ausfällen des Calciums als ein Salz, das der Säure entspricht, und

    d) optional Abtrennen der gebildeten Phosphorsäure von Phosphationen.
  2. Prozess nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Rest, der behandelt wird, Abfallmaterial des organischen Materials oder sein aus Biokonversion erhaltener Hydrolyserest ist.
  3. Prozess nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das organische Material tierischen Ursprungs ist.
  4. Prozess nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Material tierischen Ursprungs Fisch, Fischabfall, Geflügel oder Geflügelabfall ist.
  5. Prozess nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das organische Material pflanzlichen Ursprungs ist.
  6. Prozess nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Material pflanzlichen Ursprungs Kulturpflanzen, Kulturpflanzenabfall wie etwa Kohl, Kartoffeln oder Kartoffelschalen sind.
  7. Prozess nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Prozess bei Normaldruck stattfindet.
  8. Prozess nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Prozess unter einem Druck stattfindet, der den Luftdruck übersteigt.
  9. Prozess nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Prozess bei einem Druck von etwa 1,2 bis 6 Bar, vorzugsweise bei einem Druck von etwa 2 Bar, stattfindet.
  10. Prozess nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die verwendete Säure eine stärkere Säure als Phosphorsäure ist.
  11. Prozess nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die verwendete Säure eine der folgenden ist: HClO4, HCl, H2SO4, HNO3 oder (COOH)2.
  12. Prozess nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die verwendete Säure Oxalsäure (COOH)2 ist.
  13. Prozess nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass das aus dem Calcium gebildete Salz Calciumoxalat ist.
  14. Prozess nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Calciumsalz wiedergewonnen und optional zu einem Calciumoxid verbrannt wird.
  15. Prozess nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Calciumoxid mit Wasser hydrolysiert wird.
  16. Prozess nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass das hydrolysierte Calciumoxid Calciumhydroxid bildet, das bei der Gasreinigung als eine Kohlendioxidfalle wirkt.
  17. Prozess nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass das Gas, das gereinigt wird, ein Gas, das Kohlendioxid enthält, vorzugsweise ein Abgas oder ein Biogas, ist.
  18. Prozess nach Anspruch 16 oder 17, dadurch gekennzeichnet, dass das gereinigte Gas wiedergewonnen wird.
  19. Prozess nach einem der Ansprüche 16 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass das in der Gasreinigung gebildete Calciumcarbonat wiedergewonnen wird.
  20. Prozess nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass das wiedergewonnene Calciumcarbonat als ein Bodenverbesserungsmittel, als ein Dünger oder als ein düngerartiges Produkt verwendet wird.
  21. Prozess nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass das wiedergewonnene Calciumcarbonat verbrannt wird.
  22. Prozess nach einem der Ansprüche 1 bis 21, dadurch gekennzeichnet, dass die gebildete Phosphorsäurelösung dekantiert und wiedergewonnen wird.
  23. Prozess nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, dass die wiedergewonnene Phosphorsäurelösung mit dem Hydrolyserest des organischen Materials kombiniert wird.
  24. Prozess nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, dass das phosphorsäurehaltige Produkt und der Hydrolyserest als ein Bodenverbesserungsmittel, als ein Dünger oder als ein düngerartiges Produkt verwendet werden.
  25. Prozess zur Behandlung eines Rests von organischem Material nach einem der Ansprüche 1 bis 24, dadurch gekennzeichnet, dass der Prozess die folgenden Schritte umfasst:

    a) Abtrennen der organischen Bestandteile in dem Rest von den calciumphosphathaltigen Bestandteilen,

    b) Zugeben der calciumphosphathaltigen Bestandteile zu einer säurehaltigen Lösung, wobei

    c) das Calcium als ein der Säure entsprechendes Salz ausgefällt wird, wobei das Salz wiedergewonnen und optional verbrannt wird, um Calciumoxid zu erhalten, und

    d) die aus Phosphationen gebildete Phosphorsäure abgetrennt wird.
  26. Calciumcarbonathaltiges Produkt, dadurch gekennzeichnet, dass das Produkt durch einen Prozess zubereitet wird, in dem calciumphosphathaltige Komponenten von den organischen Bestandteilen des organischen Materialrests abgetrennt werden, die calciumphosphathaltigen Komponenten zu der Säure zugegeben werden, das Calcium als ein der Säure entsprechendes Salz ausgefällt wird, das Calciumsalz verbrannt wird, um Calciumoxid zu erhalten, das mit Wasser Calciumhydroxid bildet, das mit Kohlendioxid zur Reaktion zu Calciumcarbonat gebracht wird, und das erhaltene Calciumcarbonat wiedergewonnen wird.
  27. Verwendung des Produkts nach Anspruch 26 als ein Bodenverbesserungsmittel, als ein Dünger oder als ein düngerartiges Produkt.
  28. Phosphorsäure, dadurch gekennzeichnet, dass sie durch einen Prozess zubereitet wird, in dem calciumphosphathaltige Komponenten von den organischen Bestandteilen des organischen Materialrests abgetrennt werden und die calciumphosphathaltigen Komponenten zu der Säure zugegeben werden, wodurch in der Lösung vorhandene freie Phosphationen in der Reaktion Phosphorsäure bilden und die gebildete Phosphorsäure wiedergewonnen wird.
  29. Phosphorsäurehaltiges Produkt, dadurch gekennzeichnet, dass sie durch einen Prozess vorbereitet wird, in dem calciumphosphathaltige Komponenten von den organischen Bestandteilen des organischen Materialrests abgetrennt werden und die calciumphosphathaltigen Komponenten zu der Säure zugegeben werden, wodurch in der Lösung vorhandene freie Phosphationen Phosphorsäure bilden, und die Phosphorsäure mit dem Hydrolyserest, der Ammoniumhydrogencarbonat und Kaliumcarbonat enthält, kombiniert wird.
  30. Verwendung des wie in Anspruch 29 beanspruchten Produkts als ein Bodenverbesserungsmittel, als ein Dünger oder als ein düngerartiges Produkt.
Es folgt kein Blatt Zeichnungen






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