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Dokumentenidentifikation DE102004055607A1 24.05.2006
Titel Heizgerät und Verfahren zum Betrieb eines solchen sowie ein entsprechendes Computerprogramm und ein entsprechendes computerlesbares Speichermedium
Anmelder Volkswagen AG, 38440 Wolfsburg, DE
Erfinder Kaufmann, Thorsten, 38154 Königslutter, DE
DE-Anmeldedatum 18.11.2004
DE-Aktenzeichen 102004055607
Offenlegungstag 24.05.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 24.05.2006
IPC-Hauptklasse F24F 11/00(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B60H 1/00(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft ein Heizgerät und ein Verfahren zum Betrieb eines solchen sowie ein entsprechendes Computerprogramm und ein entsprechendes computerlesbares Speichermedium, welche insbesondere für Zuheizgeräte in Kraftfahrzeugen einsetzbar sind.
Hierfür wird ein Heizgerät, insbesondere ein Zuheizer für Kraftfahrzeuge, vorgeschlagen, welches derart eingerichtet ist, dass während des Betriebes des Heizgerätes kontinuierlich oder in vorgebbaren Zeitintervallen eine Überwachung der Außentemperatur erfolgt und das Heizgerät in einem Abschaltmodus betreibbar ist, in dem ein Abbruch des Brennvorgangs in Abhängigkeit der Außentemperatur erfolgt.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Heizgerät und ein Verfahren zum Betrieb eines solchen sowie ein entsprechendes Computerprogramm und ein entsprechendes computerlesbares Speichermedium, welche insbesondere für Zuheizgeräte in Kraftfahrzeugen einsetzbar sind.

Besitzer von Fahrzeugen mit modernem Diesel-Direkteinspritzer-Motor mussten bisher meist Abstriche beim Wärmekomfort machen, da diese Motoren einen hohen Wirkungsgrad besitzen und dadurch besonders wirtschaftlich sind. Allerdings fällt beim Betrieb meist so wenig nutzbare Wärme an, dass eine ausreichende Fahrzeugbeheizung nur durch Zusatzkomponenten möglich ist – wie beispielsweise einem Zuheizer.

Zum Einsatz kamen verschiedene Zuheizer, die nach Tauchsiederart das Kühlwasser erwärmen – zunächst in Form elektrischer Geräte, später mit kraftstoffbetriebenen Brennern. Eine Weiterentwicklung dieser Lösungen ist der so genannte PTC-Zuheizer (PTC = Positive Temperature Coefficent), der seine Wärme nicht an das Kühlwasser, sondern wie beim Elektrolüfter direkt an die Heizluft weitergibt. Weil das Medium Kühlwasser nicht mit aufgewärmt werden muss, geht das viel schneller.

Der PTC-Zuheizer ist normalerweise im Zuluftstrom unmittelbar vor den Luftaustrittsdüsen im Cockpit angeordnet. Mit dem Motorstart steht damit seine Wärmeenergie nach wenigen Sekunden für die Aufheizung des Fahrzeuginnenraums zur Verfügung. Der Zuheizer wird von einem Prozessor gesteuert, der zusammen mit Halbleiterschaltern die Heizleistung reguliert.

Nachteilig an den bisherigen Lösungen ist, dass bei den bekannten Geräten die Außentemperatur lediglich für den Start des Zuheizers berücksichtigt wurde. Wurde der Startvorgang eingeleitet, so wurde bei den bekannten Lösungen die Außentemperatur nicht weiter berücksichtigt. Die Abschaltung erfolgte erst bei Erreichen einer vorgegebenen Kühlwassertemperatur. Damit sind diese Lösungen in Gebieten, wie beispielsweise die USA, nicht einsetzbar, da die gesetzlichen Vorschriften dort die Verwendung von kraftstoffbetriebenen Verbrennungszuheizern verbieten, wenn die Außentemperatur einen bestimmten Wert (in den USA +4 °C) überschreitet, was eine ständige Überwachung der Außentemperatur erfordert.

Die Aufgabe der Erfindung besteht somit darin, ein Heizgerät und ein Verfahren zum Betrieb eines solchen sowie ein entsprechendes Computerprogramm und ein entsprechendes computerlesbares Speichermedium zu schaffen, welche den erwähnten Nachteil beheben und insbesondere ein leicht umzurüstendes und an verschiedene Nutzungsbedingungen anpassbares Heizgerät bereitzustellen.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale der Ansprüche 1, 6, 11 und 14 gelöst. Zweckmäßige Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen enthalten.

Ein Heizgerät, insbesondere ein Zuheizer für Kraftfahrzeuge, nach der Erfindung ist derart eingerichtet, dass während des Betriebes des Heizgerätes kontinuierlich oder in vorgebbaren Zeitintervallen eine Überwachung der Außentemperatur erfolgt und das Heizgerät in einem Abschaltmodus betreibbar ist, in dem ein Abbruch des Brennvorgangs in Abhängigkeit der Außentemperatur erfolgt.

In einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Heizgerätes ist vorgesehen, dass das Heizgerät in mindestens zwei Abschaltmodi betreibbar ist und derart eingerichtet ist, dass wenigstens ein Teil der Modi durch Eingabe einer Kennung aktivierbar und/oder deaktivierbar ist. Somit ist ein Umschalten zwischen verschiedenen Betriebsmodi, wie beispielsweise einem Modus, bei welchem lediglich zum Start des Zuheizers die Außentemperatur berücksichtigt wird, und einem Modus, welcher die Außentemperatur kontinuierlich überwacht, leicht möglich, indem über ein Steuergerät ein entsprechender Code eingegeben wird. Ein solches Heizgerät ist flexibel einsetzbar und kann ohne aufwendige Umstellungen an verschiedene Nutzungsbedingungen angepasst werden.

Ein besonderer Vorteil des erfindungsgemäßen Heizgerätes besteht darin, dass das Heizgerät derart eingerichtet ist, dass in mindestens einem der Abschaltmodi eine Abschaltung in Abhängigkeit der Außentemperatur erfolgt. Ein mit diesem Feature ausgestattetes Heizgerät kann so eingerichtet werden, das es die Gesetzesanforderungen in den USA an Verbrennungszuheizer erfüllt:

  • – Überwachung der Außentemperatur während des Betriebes des Heizgerätes und
  • – Abschaltung bei Erreichen eines vorgegebenen Schwellwertes (z. B. +4 °C).

In einer anderen bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Heizgerätes ist vorgesehen, dass das Heizgerät als Verbrennungszuheizer ausgebildet ist. Durch die Möglichkeit, durch Eingabe eines entsprechenden Codes einen gewünschten Betriebsmodus einzustellen, sichert die Erfindung, dass kraftstoffbetriebene Verbrennungszuheizer sowohl den US-Anforderungen für den Betrieb dieser Verbrennungszuheizer angepasst, als auch nach europäischen Standards betrieben werden können.

Als vorteilhaft erweist es sich ebenfalls, wenn das Heizgerät mit einem zentralen Steuergerät verbunden ist. Dadurch wird die Nutzung von anderen im Kraftfahrzeug eingesetzten Geräten, wie beispielsweise einem bereits vorhandenen Temperatursensor und einer zentralen Administration von mehreren Geräten ermöglicht. Von Vorteil ist es dabei außerdem, wenn das Heizgerät mit einem Controller Area Network (CAN) verbunden ist.

Ein Verfahren nach der Erfindung zum Betrieb von Heizgeräten, insbesondere von Zuheizern für Kraftfahrzeuge, sieht vor, dass während des Betriebs des Heizgerätes kontinuierlich oder in vorgebbaren Zeitintervallen eine Überwachung der Außentemperatur erfolgt und der Brennvorgang in Abhängigkeit der Außentemperatur abgebrochen wird.

In einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens ist vorgesehen, dass für den Betrieb des Heizgerätes mindestens zwei Abschaltmodi bereitgestellt werden und Aktivierung und/oder Deaktivierung von wenigstens einem Teil der Modi durch Eingabe einer Kennung erfolgt. Ein besonderer Vorteil dieser Lösung besteht darin, dass mehrere Funktionalitäten, beispielsweise an USA und an Europa angepasste Abschaltkriterien für Verbrennungszuheizer, mit einem einzigen Computerprogramm realisiert werden, und das selbe Computerprogramm sowohl in USA als auch in Europa eingesetzt werden kann, indem die jeweiligen Funktionalitäten durch eine einfache Code-Eingabe aktiviert bzw. deaktiviert werden.

In einer anderen bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens ist vorgesehen, dass in mindestens einem der Abschaltmodi eine Abschaltung des Heizgerätes in Abhängigkeit der Außentemperatur erfolgt. Unter bestimmten Bedingungen kann es vorteilhaft sein, für den Betrieb des Heizgerätes als Abschaltbedingung sowohl die Außentemperatur als auch andere Kriterien, wie beispielsweise die Kühlwassertemperatur, zu überwachen. Auch die alternative Nutzung von Abschaltkriterien ist denkbar.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens ist vorgesehen, dass ein Fehlermanagement erfolgt, wobei das Fehlermanagement die Prüfung der Plausibilität von Messwerten, insbesondere der aktuellen Außentemperatur, und/oder die Überwachung der Kommunikationsverbindungen zwischen Heizgerät und Peripheriegeräten wie Sensoren oder Steuergerät umfasst, und bei einer Störung das Heizgerät abgeschaltet wird.

Da ein unkontrollierter häufiger Wechsel zwischen ein- und ausgeschaltetem Zustand die Lebensdauer von Heizgeräten verkürzt, ist in einer anderen bevorzugten Ausführungsform der Erfindung vorgesehen, dass das Heizgerät nach einer Abschaltung erst nach Durchlaufen einer Hysterese wieder eingeschaltet wird. Als brauchbare Werte zur Realisierung einer Hysterese hat sich eine Differenz von drei Grad Celsius zwischen Ein- und Ausschalttemperatur herausgestellt.

Ein erfindungsgemäßes Computerprogramm zum Betrieb von Heizgeräten ermöglicht es einer Datenverarbeitungseinrichtung, nachdem es in den Speicher der Datenverarbeitungseinrichtung geladen worden ist, ein Verfahren zum Betrieb von Heizgeräten, insbesondere von Zuheizern für Kraftfahrzeuge, durchzuführen, wobei für den Betrieb des Heizgeräts mindestens zwei Abschaltmodi bereitgestellt werden und Aktivierung und/oder Deaktivierung von wenigstens einem Teil der Modi durch Eingabe einer Kennung erfolgt.

Von Vorteil ist es dabei, wenn das Computerprogramm modular aufgebaut ist und eine Aktivierung und/oder Deaktivierung von Softwaremodulen durch Eingabe einer Kennung erfolgt.

In einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Computerprogramms ist vorgesehen, dass die Temperaturwerte für Ausschalt- und Einschaltpunkt des Heizgerätes als Variable ausgeführt sind. Damit wird sichergestellt, dass bei eventuellen Softwareanpassungen dieser Werte nur die Variablen und nicht das gesamte Softwaremodul geändert werden müssen.

Beispielsweise können diese Computerprogramme (gegen Gebühr oder unentgeltlich, frei zugänglich oder passwortgeschützt) downloadbar in einem Daten- oder Kommunikationsnetz bereitgestellt werden. Die so bereitgestellten Computerprogramme können dann durch ein Verfahren nutzbar gemacht werden, bei dem ein Computerprogramm nach Anspruch 11 aus einem elektronischen Datennetz, wie beispielsweise aus dem Internet, auf eine an das Datennetz angeschlossene Datenverarbeitungseinrichtung heruntergeladen wird.

Um ein Verfahren zum Betrieb von Heizgeräten zu realisieren, wird vorteilhafterweise ein computerlesbares Speichermedium eingesetzt, auf dem ein Programm gespeichert ist, das es einer Datenverarbeitungseinrichtung ermöglicht, nachdem es in den Speicher der Datenverarbeitungseinrichtung geladen worden ist, ein Verfahren zum Betrieb von Heizgeräten, insbesondere von Zuheizern für Kraftfahrzeuge, durchzuführen, wobei für den Betrieb des Heizgeräts mindestens zwei Abschaltmodi bereitgestellt werden und Aktivierung und/oder Deaktivierung von wenigstens einem Teil der Modi durch Eingabe einer Kennung erfolgt.

Im Folgenden soll die Erfindung an einem Ausführungsbeispiel in größerem Detail erläutert werden. Dabei wird die Erfindung vor allem an den Unterschieden zwischen Abschaltbedingungen in den USA und Europa beschrieben, die Erfindung ist jedoch nicht darauf eingeschränkt, sondern kann vielmehr auch für das Zu- beziehungsweise Abschalten von anderen Funktionen eingesetzt werden.

Ein wesentliches Merkmal der Erfindung ist der Betrieb eines Verbrennungszuheizers mit kontinuierlicher Überwachung der Außentemperatur. Ein weiteres wichtiges Merkmal der Erfindung besteht darin, dass Betriebszustände des Zuheizers durch eine Kennung, beispielsweise eine Steuergerätecodierung, aktivierbar und/oder deaktivierbar sind. Dies hat gegenüber herkömmlichen Lösungen den Vorteil, dass bei ansteigender Außentemperatur bei Erreichen einer definierten Temperaturschwelle der Zuheizbetrieb abgeschaltet wird. Zusätzlich sieht die Erfindung ein Fehlermanagement für unplausible Außentemperaturen oder einen Ausfall dieser Temperaturinformation vor. Diese Funktionen sollen im Folgenden näher beschrieben werden.

Kraftstoffbetriebene Verbrennungszuheizer dürfen nach den Gesetzesanforderungen in den USA bei Außentemperaturen über +4 °C keinen Brennvorgang ausführen. Diese Anforderungen werden sowohl an Heizgeräte im Zuheizbetrieb als auch im Standheizbetrieb gestellt. Daher hat beim Einsatz in den USA für derartige Geräte das Vorliegen dieser Abschaltbedingung allerhöchste Priorität. Die Timingabläufe des Computerprogramms müssen bei Erfüllung dieses Abbruchkriteriums eine sofortige Abschaltung des Verbrennungsvorgangs gewährleisten. Die Abschaltung des Zuheizers aufgrund von anderen Bedingungen wie beispielsweise

  • – ausgeschaltete Zündung (für Zuheizbetrieb),
  • – Crash-Signal,
  • – überheizter Zuheizer,
  • – kein ausreichender Kraftstoffvorrat oder Ähnliches.
wird durch die neue Abschaltbedingung nicht beeinträchtigt. Ebenfalls unbeeinträchtigt bleiben die für das jeweilige Heizgerät optimierten Prozeduren, die eine möglichst lange Lebensdauer des Heizgerätes gewährleisten, und nach denen ein Start oder Abschalten des Zuheizers abläuft.

Um die in den USA und anderen Gebieten wie beispielsweise Europa oder Asien verschiedenen Anforderungen an den Betrieb eines Zuheizers mit einer Software zu erfüllen, sieht die Erfindung die Aktivierung beziehungsweise Deaktivierung der USA-Abschaltung mittels einer Kennung, insbesondere mittels einer Codierung, vor. Beispielsweise ließe sich eine solche code-gestützte Aktivierung/Deaktivierung durch eine 5-stellige Codierung gemäß einem Keyword-Protokoll nach folgender beispielhafter Logik realisieren:

XX1XX: USA-Abschaltung ist aktiviert,

XX0XX: USA-Abschaltung ist nicht aktiviert.

Bei der Auslieferung eines Fahrzeugs ist in der Regel ein Standard-Zustand mit der Codierung 00000 eingestellt. Anschließend können durch Eingabe eines entsprechenden Codes Funktionen aktiviert/deaktiviert werden, die von diesem Standard-Zustand abweichen. Zum Beispiel kann durch Eingabe des Codes XX1XX die USA-Abschaltung für Zuheizer aktiviert werden. Für eine Rücksetzung in den Standard-Funktionsstand, der mit der Codierung 00000 identisch ist, kann ein davon abweichender Code, beispielsweise 00010, vorgesehen werden, um Veränderungen, die nach Auslieferung vorgenommen wurden, zurückverfolgen zu können.

Die durch die Erfindung der Zuheizer-Software hinzugefügte Funktionalität beeinflusst natürlich die bereits vorhandenen Funktionen nicht. Die Codierung jedes definierten Zustandes (zum Beispiel eine erweiterte Magnetventilansteuerung) bleibt daher in einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung mit den bereits definierten Codewörtern möglich. Eine aktivierte USA-Abschaltung ist jederzeit durch Ausführen eines erneuten Codierablaufs (Code XX0XX) deaktivierbar.

Zuheizgeräte können in der Regel nur bei eingeschalteter Zündung den Brennvorgang ausführen. Daher wird zur Bewertung der Abschaltbedingung die bereits vom Steuergerät verwendete Außentemperatur vom CAN-Infotainment des Zuheizers benutzt.

Wenn der vom Steuergerät gelieferte Wert der Außentemperatur größer oder gleich +4 °C ist, wird der Brennvorgang bei aktivierter USA-Abschaltung abgebrochen beziehungsweise nicht gestartet. Ein Wiedereinschalten erfolgt nach Durchlaufen einer Hysterese bei einer Außentemperatur kleiner oder gleich +1 ° C.

Vorteilhafterweise werden die Temperaturwerte für den Ausschaltpunkt und den Einschaltpunkt programmiertechnisch als Variable ausgeführt. Dadurch wird sichergestellt, dass bei einer eventuellen Anpassung dieser Schaltpunkte nur diese Variablen und nicht das ganze Softwaremodul angepasst werden muss.

Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung sieht vor, dass ein intelligentes Fehlermanagement durchgeführt wird. Beispielsweise bei folgenden Fehlerzuständen wird der Brennvorgang abgebrochen beziehungsweise gar nicht erst gestartet:

  • – Startvorgang wird gar nicht erst ausgeführt, wenn auf dem CAN-Infotainment das Bit für Außentemperatur veraltet" = 1 gesendet wird, das kann zum Beispiel passieren, wenn der Temperatursensor ausgefallen ist.
  • – Ein laufender Brennvorgang wird sofort abgebrochen, wenn auf dem CAN-Infotainment das Bit für Außentemperatur veraltet" = 1 hintereinander zehn CAN-Botschaftszyklen gesendet wird.
  • – Der Brennvorgang wird abgebrochen beziehungsweise gar nicht erst gestartet, wenn die CAN-Kommunikation gestört ist, oder
  • – der Inhalt der CAN-Botschaft „Außentemperatur" unplausibel ist.

Die Erfindung beschränkt sich in ihrer Ausführungsform nicht auf die vorstehend angegebenen bevorzugten Ausführungsbeispiele. Vielmehr ist eine Anzahl von Varianten denkbar, die von dem erfindungsgemäßen Verfahren und der erfindungsgemäßen Anordnung auch bei grundsätzlich anders gearteten Ausführungen Gebrauch machen.


Anspruch[de]
  1. Heizgerät, insbesondere Zuheizer für Kraftfahrzeuge, dadurch gekennzeichnet, dass das Heizgerät derart eingerichtet ist, dass während des Betriebes des Heizgerätes kontinuierlich oder in vorgebbaren Zeitintervallen eine Überwachung der Außentemperatur erfolgt und das Heizgerät in einem Abschaltmodus betreibbar ist, in dem ein Abbruch des Brennvorgangs in Abhängigkeit der Außentemperatur erfolgt.
  2. Heizgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Heizgerät in mindestens zwei Abschaltmodi betreibbar ist und derart eingerichtet ist, dass wenigstens ein Teil der Modi durch Eingabe einer Kennung aktivierbar und/oder deaktivierbar ist.
  3. Heizgerät nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Heizgerät als Verbrennungszuheizer ausgebildet ist.
  4. Heizgerät nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Heizgerät mit einem zentralen Steuergerät verbunden ist.
  5. Heizgerät nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Heizgerät mit einem Controller Area Network (CAN) verbunden ist.
  6. Verfahren zum Betrieb von Heizgeräten, insbesondere von Zuheizern für Kraftfahrzeuge, dadurch gekennzeichnet, dass während des Betriebs des Heizgerätes kontinuierlich oder in vorgebbaren Zeitintervallen eine Überwachung der Außentemperatur erfolgt und der Brennvorgang in Abhängigkeit der Außentemperatur abgebrochen wird.
  7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass für den Betrieb des Heizgeräts mindestens zwei Abschaltmodi bereitgestellt werden und Aktivierung und/oder Deaktivierung von wenigstens einem Teil der Modi durch Eingabe einer Kennung erfolgt.
  8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass in mindestens einem der Abschaltmodi eine Abschaltung des Heizgerätes in Abhängigkeit der Außentemperatur erfolgt.
  9. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass ein Fehlermanagement erfolgt, wobei das Fehlermanagement die Prüfung der Plausibilität von Messwerten, insbesondere der aktuellen Außentemperatur, und/oder die Überwachung der Kommunikationsverbindungen zwischen Heizgerät und Peripheriegeräten wie Sensoren oder Steuergerät umfasst, und bei einer Störung das Heizgerät abgeschaltet wird.
  10. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Heizgerät nach einer Abschaltung erst nach Durchlaufen einer Hysterese wieder eingeschaltet wird.
  11. Computerprogramm, das es einer Datenverarbeitungseinrichtung ermöglicht, nachdem es in den Speicher der Datenverarbeitungseinrichtung geladen worden ist, ein Verfahren zum Betrieb von Heizgeräten, insbesondere von Zuheizern für Kraftfahrzeuge, durchzuführen, wobei während des Betriebs des Heizgeräts kontinuierlich oder in vorgebbaren Zeitintervallen eine Überwachung der Außentemperatur erfolgt und der Brennvorgang in Abhängigkeit der Außentemperatur abgebrochen wird.
  12. Computerprogramm nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Computerprogramm modular aufgebaut ist und eine Aktivierung und/oder Deaktivierung von Softwaremodulen durch Eingabe einer Kennung erfolgt.
  13. Computerprogramm nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Temperaturwerte für Ausschalt- und Einschaltpunkt des Heizgerätes als Variable ausgeführt sind.
  14. Computerlesbares Speichermedium, auf dem ein Programm gespeichert ist, das es einer Datenverarbeitungseinrichtung ermöglicht, nachdem es in den Speicher der Datenverarbeitungseinrichtung geladen worden ist, ein Verfahren zum Betrieb von Heizgeräten, insbesondere von Zuheizern für Kraftfahrzeuge, durchzuführen, wobei während des Betriebs des Heizgeräts kontinuierlich oder in vorgebbaren Zeitintervallen eine Überwachung der Außentemperatur erfolgt und der Brennvorgang in Abhängigkeit der Außentemperatur abgebrochen wird.
  15. Verfahren, bei dem ein Computerprogramm nach Anspruch 11 aus einem elektronischen Datennetz, wie beispielsweise aus dem Internet, auf eine an das Datennetz angeschlossene Datenverarbeitungseinrichtung heruntergeladen wird.
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