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Dokumentenidentifikation DE102004056193A1 24.05.2006
Titel Brandlöschkapsel
Anmelder Zielinski, Thomas, 59368 Werne, DE
Erfinder Zielinski, Thomas, 59368 Werne, DE
DE-Anmeldedatum 20.11.2004
DE-Aktenzeichen 102004056193
Offenlegungstag 24.05.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 24.05.2006
IPC-Hauptklasse A62C 3/16(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse A62C 35/10(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   
Zusammenfassung Die bekannten Löschmethoden von elektronischen und elektrischen Geräten und Anlagen sind unzureichend, lebensgefährlich und zu kostenineffizient. Durch das Integrieren von Brandlöschkapseln direkt im Inneren von Geräten und Anlagen wird es ermöglicht, den Brandherd direkt zu bekämpfen.
Das im Inneren der Gummikapsel befindliche Ausdehnungsmittel führt bei einem Brand dazu, dass das um die Gummikapsel befindliche Löschmittel an die Glaskapsel gepresst wird und bei einem bestimmten Druck die Glaskapsel zerbricht und sich das Löschmittel im Inneren eines Gerätes oder Anlage verteilt und somit den Brand löscht.
Die Brandlöschkapsel eignet sich zum Einbau in Geräten und Anlagen zur internen Brandbekämpfung.

Beschreibung[de]

Die bekannten Löschmethoden basieren darauf, ein brennendes Gerät oder eine brennende Anlage von Außen mit Löschmitteln zu bekämpfen. Dabei kann der eigentliche Brandherd oft nicht erreicht werden, da der Brandherd oft im Inneren eines Gehäuses bei Geräten und im Inneren eines Schrankes bei Anlagen liegt. Es ist allerdings möglich mit Zuführung von Löschmitteln per Rohre ins Innere eines Gerätes oder einer Anlage den Brandherd direkt zu löschen. Jedoch ist diese Methode sehr umständlich und wird, wenn überhaupt, nur selten angewendet.

Eine andere Möglichkeit ist, den Brand eines Gerätes oder einer Anlage mittels einer Löschdecke zu löschen, indem man die Löschdecke im Brandfall über das komplette Objekt wirft, wobei der Brand im Kern erstickt wird. Oftmals ist dies aber nicht möglich, da der Brand im Inneren eines Gerätes oder einer Anlage soweit fortgeschritten ist, dass es trotz Löschdecke im Inneren weiter brennt und nach dem Entfernen der Löschdecke der Brand wieder entfacht.

Noch eine Möglichkeit besteht darin, das Gerät oder die Anlage vor dem Löschen zu öffnen, was dazu führt, dass die Flammen ausbrechen und es dadurch zu einer lebensbedrohlichen Situation führt. Ebenfalls kann dann das Feuer auch auf andere Objekte übergreifen.

Die Letzte Möglichkeit sind Löschanlagen, wobei die negative Eigenschaft darin liegt, dass von Brand nicht betroffene Geräte oder Anlagen die in unmittelbarer Nähe zum betroffenen Gerät oder zur betroffenen Anlage stehen, dadurch beschädigt werden und nicht mehr betriebsbereit sind. Zu beachten ist ebenfalls, dass Löschanlagen bei einem Löschvorgang viel Geld verschlingen. Außerdem sind spezielle Räume für Löschanlagen von Nöten. Zudem ist auch eine ständige Wartung kostenineffizient.

Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen insbesondere darin, dass statt Öffnung von Geräten und Anlagen bei Brand oder statt spezieller Löschanlagen nur eine Brandlöschkapsel je Gerät oder Anlage eingebaut wird, was wiederum ein Ausbrechen des Brandes nach Außen verhindert und ein Übergreifen auf benachbarte Geräte und Anlagen ausschließt. Gegenüber Löschanlagen werden zusätzlich die Kosten stark reduziert und benachbarte Geräte und Anlagen werden im Betrieb nicht eingeschränkt.

Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung ist im Patentanspruch 2 angegeben. Die Weiterbildung nach Patentanspruch 2 ermöglicht es, eine Brandlöschkapsel problemlos in ein elektronisches oder elektrisches Gerät oder Anlage einzubauen.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der Zeichnung nach Aufbau und ggf. auch nach Wirkungsweise der dargestellten Erfindung.

Auf der Zeichnung der Brandlöschkapsel sieht man eine mit einem Ausdehnungsmittel gefüllte Gummikapsel, die von Löschmittel umgeben und in einer Glaskapsel eingeschlossen ist. Die Größe der gesamten Brandlöschkapsel ist variabel je nach Größe eines Gerätes oder einer Anlage. Ebenfalls ist die dicke des Glases der Glaskapsel variabel, je nach Betriebstemperatur eines Gerätes oder einer Anlage. Die Wirkung der Brandlöschkapsel liegt darin, bei einem Brand im Inneren eines Gerätes oder einer Anlage, den Brand direkt zu bekämpfen und ein Übergreifen auf andere Objekte zu verhindern.

Es folgt die Erläuterung der Erfindung anhand der Zeichnung nach Aufbau und ggf. nach Wirkungsweise der dargestellten Erfindung.

Auf der Zeichnung der Brandlöschkapsel sieht man eine Gummikapsel gefüllt mit einem Ausdehnungsmittel, wie z.B. Wasser, was sich bei Hitze ausdehnt. Das um die Gummikapsel herum in einer Glaskapsel eingeschlossene Löschmittel wie z.B. ABC-Pulver wird durch den Druck der Gummikapsel und dem darin befindlichen Ausdehnungsmittel an die Glaskapsel soweit gepresst, bis zu einem bestimmten Druck, an dem die Glaskapsel zerspringt und sich das Löschmittel im Gerät oder Anlage verteilt, was dann zu einer internen Brandbekämpfung bei Geräten und Anlagen führt.


Anspruch[de]
  1. Brandlöschkapsel für elektronische und elektrische Geräte und Anlagen, wobei der Brandherd direkt im Inneren des Gerätes oder der Anlage bekämpft werden kann.
  2. Brandlöschkapsel nach Anspruch 1, mit Halterung zum problemlosen Einbau in elektronische und elektrische Geräte und Anlagen, zur Löschung von Bränden direkt am Brandherd im Inneren eines Gerätes oder einer Anlage.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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