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Dokumentenidentifikation DE102004056482A1 24.05.2006
Titel Seitenführungsschiene für Magnetschwebebahn
Anmelder Ed. Züblin AG, 70567 Stuttgart, DE
Erfinder Enoekl, Viktor, 71144 Steinenbronn, DE
DE-Anmeldedatum 23.11.2004
DE-Aktenzeichen 102004056482
Offenlegungstag 24.05.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 24.05.2006
IPC-Hauptklasse E01B 25/32(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
Zusammenfassung Die erfindungsgemäße Seitenführungsschiene für eine Magnetschwebebahn besteht aus dickem Stahlblech und anvulkanisiertem weichem Gummi. Der Gummi überbrückt den Spalt zwischen Seitenführungsschiene und Fertigteil des Fahrweges. Durch die Anvulkanisierung des Gummis an das Metall wird ein Eindringen von Wasser zwischen Metall und Gummi sicher verhindert.

Beschreibung[de]
Technisches Gebiet

Die Erfindung betrifft die seitliche Führung von Magnetschwebebahnen, speziell die Konstruktion und Anbringung der hierfür nötigen Seitenführungsschienen an den Fertigteilplatten oder -träger, aus denen der Fahrweg abschnittweise aufgebaut ist.

Die Seitenführungsschienen, die gemäß Stand der Technik über Kopfbolzen an die Fertigteile anbetoniert waren, mußten bisher zur Einhaltung der notwendigen geometrischen Genauigkeit, vor allem in Kurven, nachträglich an die Sollform angepaßt, das heißt, nachbearbeitet werden. Hierzu mußte der überständige Stahl häufig großflächig und zeitaufwendig abgeschliffen werden.

Aufgabe der Erfindung

Aufgabe der Erfindung ist es, den Fahrweg einer Magnetschwebebahn so zu konstruieren, daß die Seitenführungsschienen keiner abtragenden Nacharbeit mehr bedürfen.

Darstellung der Erfindung

Die Aufgabe wird durch die im Kennzeichen des Anspruchs 1 und in den Nebeansprüchen 4 und 7 angegebenen Merkmale gelöst.

Hierzu werden die Seitenführungsschienen erst nachträglich seitlich an die Fertigteilplatten oder -träger angebracht.

Um ein großflächiges Abschleifen überständigen Stahles zu vermeiden, verläuft die Seitenführungsschiene darüberhinaus mit Abstand zum Rand des Fertigteiles und kann daher durch äußere Kräfte in die genaue Sollform gezwungen werden (z.B. durch Pressen), ohne mit dem Rand des Fertigteiles zu kollidieren.

Hierzu weist die Außenkante des Fertigteiles überstehende Auflagerflächen oder überstehende Befestigungseinbauteile auf, die paßgenau so bearbeitet werden, daß nach kraftschlüssigem Anliegen der Seitenführungsschiene die Sollage bzw. Sollform der Außenfläche der Seitenführungsschiene erreicht wird.

Durch diesen Abstand gelingt es, Toleranzen der Fahrwegfertigteile und der Lagerung dieser Fertigteile auszugleichen. Die Seitenführungsschiene kann nach Erzwingung ihrer Sollform gegen bearbeitete Auflagerflächen einfach in ihrer exakten Sollage befestigt werden, wobei aber ein Spalt zwischen Fertigteil und Seitenführungsschiene verbleibt.

Um diesen Spalt gegen die korrodierenden Medien Wasser- und Luft zu verschließen, befindet sich zwischen der Seitenführungsschiene und dem Fertigteil erfindungsgemäß ein nachgiebiges elastisches Material, z.B. ein, bevorzugt wetterbeständiger, Gummi.

Der Gummi füllt von selbst den sich durch die Anpassung der Seitenführungsschiene an die Sollage entstehenden unterschiedlich breiten Spalt aus.

Um die in Richtung Spalt weisende Fläche der Seitenführungsschiene vor Korrosion zu schützen, ist dieses nachgiebige elastische Material schon vor dem Anbringen der Seitenführungsschiene auf die Seitenführungsschiene aufgeklebt oder bevorzugt sogar daran anvulkanisiert.

Das nachgiebige elastische Material übt somit gleichzeitig die Funktion einer sehr dicken Korrosionsschutzschicht aus.

Das nachgiebige elastische Material ist bevorzugt mindestens in solcher Schichtdicke auf der Seitenführungsschiene aufgebracht, daß es auch noch den breitesten möglichen Spalt zwischen Fertigteil und angepaßter Seitenführungsschiene auszufüllen vermag.

Eine andere Möglichkeit besteht darin, zusätzlich an der Seitenfläche des Fahrwegfertigteils, also der Seitenführungsschiene zugewandt, eine Schicht eines nachgiebigen elastischen Materials aufzubringen, welches mit dem elastischen Material an der Seitenführungsschiene in dichten Kontakt tritt. Dann kann die Schicht auf der Seitenführungsschiene dünner ausgeführt werden. Als nachgiebiges elastisches Material ist z.B. ein geschlossenporiges, witterungsbeständiges Elastomer geeignet.

Die 1 zeigt im Querschnitt eine erfindungsgemäße Seitenführungsschiene mit anvulkanisiertem elastischem Material.

2 zeigt im Querschnitt eine erfindungsgemäße Seitenführungsschiene, die an einem Fahrwegfertigteil angebracht ist und einen erfindungsgemäßen Fahrweg einer Magnetschwebebahn darstellt.

Die Figuren sind beispielhaft zu verstehen.

1Fahrwegfertigteil/Tragplatte 2Seitenführungsschiene 3elastische Masse 4Befestigungsschraube 5Zwischenraum zwischen Fertigteil und Seitenführungsschiene 6Abstandshalter mit Auflagerfläche

Anspruch[de]
  1. Fahrweg einer Magnetschwebebahn, der periodisch aus einzelnen hintereinander aufgereihten Fertigteilen zusammengesetzt ist, die an ihrer Seite Seitenführungsschienen zur magnetkraftgesteuerten seitlichen Führung der Magnetschwebebahn aufweisen, dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenführungsschienen toleranzenausgleichend in Sollage mit Abstand an der Seite der Fertigteile angebracht sind.
  2. Fahrweg nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der toleranzenausgleichende Zwischenraum zwischen Seitenführungsschiene und Fertigteil durch eine elastische Masse ausgefüllt ist.
  3. Fahrweg nach mindestens einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die elastische Masse mit der Seitenführungsschiene verklebt oder an diese anvulkanisiert ist.
  4. Seitenführungsschiene für einen Fahrweg nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß auf ihrer dem Fertigteil zugewandten Seite eine elastische Masse angeklebt oder anvulkanisiert ist.
  5. Seitenführungsschiene nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die elastische Masse schallabsorbierende Wirkung besitzt.
  6. Seitenführungsschiene nach mindestens einem der Ansprüche 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß es sich bei der elastischen Masse um ein geschlossenporiges gasbeladenes elastisches Polymer handelt.
  7. Verfahren zur Herstellung eines Fahrweges nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 3 unter Verwendung einer Seitenführungsschiene nach mindestens einem der Ansprüche 4 bis 6,

    dadurch gekennzeichnet, daß zuerst der Fahrweg ohne die Seitenführungsschienen aufgebaut wird,

    anschließend Auflagerflächen von aus dem Fahrweg herausragenden Abstandshaltern für die spätere Sollage der Seitenführungsschienen paßgenau bearbeitet werden und

    die Seitenführungsschienen nachher mit Abstand auf den Auflagerflächen in Sollage und Sollform an den Seiten des Fahrweges angebracht werden.
  8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenführungsschienen, anliegend an den Auflagerflächen, in der Sollage durch Pressen in die Sollform gebracht und befestigt werden.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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