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Dokumentenidentifikation DE202005019017U1 24.05.2006
Titel Haltevorrichtung zur Halterung eines Hinweis- oder Warnschildes
Anmelder Ortner GmbH, 97618 Niederlauer, DE
Vertreter Gosdin, M., Dipl.-Ing.Univ. Dr.-Ing., Pat.-Anw., 97422 Schweinfurt
DE-Aktenzeichen 202005019017
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 24.05.2006
Registration date 20.04.2006
Application date from patent application 05.12.2005
IPC-Hauptklasse G09F 7/18(2006.01)A, F, I, 20051205, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Haltevorrichtung zur Halterung eines Hinweis- oder Warnschildes an einem Leitplankenpfosten.

In verschiedenen Situationen ist es insbesondere auf Autobahnen erforderlich, Hinweis- oder Warnschilder – häufig nur vorübergehend – anzubringen, wobei sich zur Befestigung des Schildes ein Pfosteneiner Leitplanke anbietet, da diese im Erdreich verankert ist und somit auch für das Schild einen guten und stabilen Halt bietet. Dabei ist es wichtig, dass die Montage und Demontage des Hinweis- oder Warnschildes einfach erfolgen kann und dennoch sichergestellt ist, dass das Schild in der gewünschten Position bleibt.

Aus der DE 19 09 033 U1 ist eine Vorrichtung zum Befestigen des Rohres eines Hinweis- oder Warnschildes an einem Leitplankenpfosten mit I-förmigem Querschnitt beschrieben, die aus einem oberen und einem unteren Klemmstück besteht, von denen das obere auf dem Leitplankenpfosten aufsitzt, während das untere an die Profilkanten des Pfostens angeklemmt ist. Ein Schild kann hiermit fest in der gewünschten Position gehalten werden, jedoch sind bei der Montage diverse Schrauben anzuziehen. Eine ähnliche Lösung zeigt die DE 19 09 034 U1.

Die DE 32 00 922 C2 beschreibt ein Pfostenelement für Hinweiszeichen zum Anklemmen an einer Straßenleitplanke. Das Element besteht aus einem etwa rechtwinklig geformten Flacheisen. Am Ende des einen Flacheisenschenkels ist eine U-förmige Lasche zur Aufnahme des oberen Randes der Leitplanke befestigt, wobei dieser obere Rand mit Spiel zwischen die beiden Schenkel der Lasche eingreift und die Lasche entsprechend diesem oberen Rand geneigt ist. Zur Befestigung sind Gewindebohrungen vorgesehen, die Klemmschrauben aufnehmen. Da die hier beschriebene Haltevorrichtung an der Leitplanke selber angeordnet wird, ist die Steifigkeit und Festigkeit der Aufnahme begrenzt.

Aus der DE 101 04 791 A1 ist eine Vorrichtung zum Halten und Befestigen von Verkehrszeichen bekannt mit einem L-förmigen Anlageteil, einem am Anlageteil drehbar befestigten L-förmigen Schwenkteil und einem rohrförmigen Aufsatz, der auf das L-förmige Anlageteil montiert ist, wobei weiter eine Verriegelung vorgesehen ist, die das Anlageteil zum Schwenkteil festlegt. Diese Vorrichtung gewährt zwar einen festen Halt des Schildes, jedoch ist sie relativ aufwändig aufgebaut und damit teuer.

Andere Lösungen sind aus der DE 103 30 770 A1, aus der DE 195 21 480 A1, aus der DE 203 10 463 U1 und aus der DE 201 08 040 U1 bekannt. Soweit Haltevorrichtungen mit hinreichender Steifigkeit und Festigkeit beschrieben werden, sind diese relativ aufwändig und mehrteilig aufgebaut, so dass ihre Realisierung entsprechende Kosten nach sich zieht.

Der Erfindung liegt im Lichte der vorbekannten und mit den genannten Nachteilen behafteten Haltevorrichtungen die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs genannten Art so fortzubilden, dass es möglich wird, eine sehr steife und feste Anordnung eines Warn- oder Hinweisschildes an einer Leitplanke zu erhalten, die jedoch in sehr einfacher Weise aufgebaut und damit preiswert herstellbar sein soll.

Die Lösung dieser Aufgabe durch die Erfindung ist gekennzeichnet durch mindestens einen sich bei bestimmungsgemäßem Gebrauch vertikal erstreckenden Haltekörper, der einen Innenraum zur Aufnahme des Rohres des Hinweis- oder Warnschildes aufweist, wobei an dem Haltekörper ein hakenförmig ausgebildetes Positionierungs- und Befestigungselement angeordnet ist, das mit ersten Klemmmitteln zur kraft- und/oder formschlüssigen Festlegung relativ zu dem Leitplankenpfosten ausgebildet ist, und wobei an dem Haltekörper zweite Klemmmittel zur kraft- und/oder formschlüssigen Festlegung des Rohres des Hinweis- oder Warnschildes relativ zum Haltekörper angeordnet sind.

Der Haltekörper hat dabei bevorzugt in Querschnitt ein quadratisches Profil. Genauso kann aber auch ein Haltekörper mit im Querschnitt rundem Profil zum Einsatz kommen. Die ersten Klemmmitteln und/oder die zweiten Klemmmittel können in diesem Falle an einer Ecke des im Profil quadratischen Haltekörpers angeordnet sein.

Das Positionierungs- und Befestigungselement kann ein Winkelstück aufweisen oder sein, das an dem Haltekörper in seinem einen axialen Endbereich festgelegt ist. Das Winkelstück weist dabei bevorzugt in seinem einen Schenkel ein das erste Klemmmittel bildende Gewindeelement auf, durch das eine Schraube hindurchgeschraubt werden kann. Die zweiten Klemmmittel können gleichermaßen ein Gewindeelement aufweisen, durch das eine Schraube durch die Wandung des Haltekörpers hindurchgeschraubt werden kann. Die Gewindeelemente werden dabei bevorzugt aus Muttern gebildet, die an dem Winkelstück bzw. an dem Haltekörper festgelegt sind; die Gewindeelemente sind dabei mit fertigungstechnischem Vorteil an dem Winkelstück bzw. an dem Haltekörper festgeschweißt.

Der Haltekörper kann in seinem einen axialen Endbereich Anlagemittel zur Anlage der Haltevorrichtung an der Seite des Leitplankenpfostens aufweisen. Diese Anlagemittel können durch einen aus der Grundkontur des Haltekörpers herausgebogenen Abschnitt des Haltekörpers gebildet werden. Möglich ist es aber auch, dass die Anlagemittel durch ein am Haltekörper fixiertes, insbesondere angeschweißtes, separates Teil gebildet werden. Dabei ist insbesondere an ein stabförmiges Teil gedacht, das am Haltekörper festgeschweißt ist. Durch die genannten Anlagemittel wird ein Kippen der Haltevorrichtung bei Windlast zuverlässig verhindert.

Nach einer Ausgestaltung ist vorgesehen, dass der Haltekörper an seinen beiden axialen Enden offen ist, so dass das Rohr des Hinweis- oder Warnschildes durch den Haltekörper nach unten hindurchreicht und auf dem Boden aufsteht. Eine Alternative hierzu sieht vor, dass der Haltekörper an seinem einen axialen Ende ein Anschlagsmittel für das Rohr des Hinweis- oder Warnschildes aufweist. Im letztgenannten Falle sitzt das untere Rohrende des Schildes also auf dem Anschlagsmittel und nicht am Boden auf. Das Anschlagsmittel ist bevorzugt ein quer zur Längsachse des Haltekörpers festgelegter, insbesondere angeschweißter, Stab.

Eine sehr universell einsetzbare Lösung sieht vor, dass zwei Haltekörper mit unterschiedlichem Querschnittsprofil vorhanden sind, die miteinander verbunden, insbesondere verschweißt, sind. Die beiden Haltekörper bilden also zwei sich im am Leitplankenpfosten montierten Zustand vertikal erstreckende Innenräume, wobei in einen der beiden das Rohr des Hinweis- oder Warnschildes gesteckt wird. Die beiden Haltekörper können dabei Querschnitte unterschiedlicher Größe und/oder Form aufweisen. Nach einer Ausführungsform weist jeder der beiden Haltekörper im Querschnitt eine quadratische, rechteckige oder runde Form auf. Eine spezielle Ausführungsform sieht vor, dass beide Haltekörper im Querschnitt quadratisch sind und in zueinander um 45° versetzter Anordnung miteinander verbunden sind.

Die Haltevorrichtung kann als Gusskonstruktion ausgebildet sein. Es kann aber auch eine Schweißkonstruktion vorgesehen werden, bei der die benötigten Bauteile aus Stahl sind und miteinander verschweißt werden.

Insbesondere bei der Aufstellung mobiler Verkehrszeichen, wobei der Leitplankenpfosten als Trägerelement verwendet werden soll, bietet der erfindungsgemäße Vorschlag Vorteile.

Die Befestigung bzw. Fixierung eines Schildes wird in sehr einfacher und schneller Weise möglich. Gleichermaßen ist die Demontage sehr schnell durchführbar.

Im an dem Leitplankenpfosten festgelegten Zustand hat die Haltevorrichtung einen festen reib- bzw. kraft- und formschlüssigen Halt, so dass das Schild stabil gehalten wird.

Dennoch ist die Vorrichtung einfach aufgebaut und hat wenige Bauteile, so dass die Realisierung in kostengünstiger Weise möglich ist.

Weiterhin ist die Vorrichtung recht universell einsetzbar, weil gegebenenfalls unterschiedliche Querschnitte der Rohre des Schildes aufgenommen und befestigt werden können. Beispielsweise kann ein Rundrohr oder auch ein Vierkantrohr im Durchmesserbereich zwischen 40 und 76 mm festgelegt werden.

In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt. Es zeigen:

1 die Vorderansicht einer Doppel-Leitplanke mit Leitplankenpfosten, an dem ein Hinweis- oder Warnschild lösbar befestigt werden soll, wobei oberhalb der Darstellung der Querschnitt des Leitplankenpfostens skizziert ist,

2 die Seitenansicht des Leitplankenpfostens mit einer dahinter angeordneten Leitplanke, wobei an dem Leitplankenpfosten eine Haltevorrichtung für ein Hinweis- oder Warnschild angeordnet ist, in die ein solches Schild eingesetzt ist,

3 die Draufsicht auf einen Leitplankenpfosten und

4 die zugehörige Seitenansicht des Leitplankenpfostens jeweils mit angeordneter Haltevorrichtung, aber ohne Schild,

5 die Seitenansicht der Haltevorrichtung nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung,

6 die zu 5 zugehörige Draufsicht,

7 den Schnitt A-B gemäß 5,

8 die Seitenansicht der Haltevorrichtung gemäß einer alternativen Ausführungsform der Erfindung,

9 die zu 8 zugehörige Draufsicht,

10 die Seitenansicht der Haltevorrichtung gemäß einer weiteren alternativen Ausführungsform der Erfindung,

11 die zu 10 zugehörige Draufsicht,

12 die Seitenansicht der Haltevorrichtung gemäß einer weiteren alternativen Ausführungsform der Erfindung,

13 die zu 12 zugehörige Draufsicht,

14 die Seitenansicht der Haltevorrichtung gemäß einer weiteren alternativen Ausführungsform der Erfindung,

15 die zu 14 zugehörige Draufsicht,

16 den Schnitt C-D gemäß 14,

17 die Draufsicht auf die Haltevorrichtung gemäß 14 bis 16 in der am Leitplankenpfosten angebrachten Position und

18 die Draufsicht auf die Haltevorrichtung gemäß 12 und 13 in der am Leitplankenpfosten angebrachten Position.

In 1 ist ein Doppel-Leitplankensystem in der Vorderansicht zu sehen. Ein Leitplankenpfosten 3 trägt beidseitig Leitplanken 15, die am Leitplankenpfosten 3 angeschraubt sind. Eine solche Anordnung kommt z. B. auf Schnellstraßen bzw. Autobahnen als Mittelleitplanke zum Einsatz. Es sei bemerkt, dass natürlich auch vorgesehen sein kann, dass am Leitplankenpfosten nur einseitig eine einzige Leitplanke 15 angeordnet ist.

Der Leitplankenpfosten 3 selber ist an einer Trägerplatte 17 angeschweißt, der im Boden verankert ist. Natürlich ist es auch möglich, dass der Leitplankenpfosten 3 ohne Trägerplatte 17 direkt im Boden eingeschlagen und dort verankert ist. In 1 ist dies mit gestrichelten Linien angedeutet.

Oberhalb der Darstellung in 1 ist das Querschnittsprofil des Leitplankenpfostens 3 dargestellt. Wie zu sehen ist, handelt es sich um ein U-förmig ausgebildetes Profil, das also an der einen Breitseite eine Öffnung bildet.

Aus 2 geht hervor, wie ein Hinweis- oder Warnschild 2 mittels einer Haltevorrichtung 1 an dem Leitplankenpfosten 3 befestigt wird. Das Hinweis- oder Warnschild 2 hat ein Rohr 5, an dessen oberem Ende in bekannter Weise eine Warntafel 16 angebracht ist. Die Haltevorrichtung 1 dient zum lösbaren Befestigungen des Schildes 2 an dem Leitplankenpfosten 3. Hierfür weist sie einen Haltekörper 4 auf, der im Ausführungsbeispiel einen quadratischen Querschnitt hat. Am oberen Ende – bei bestimmungsgemäßer Anordnung betrachtet – ist ein Positionierungs- und Befestigungselement 6 angeordnet. Dieses bildet einen Haken, mit dem der Leitplankenpfosten 3 von oben umgriffen wird. Damit wird nicht nur die vertikale Höhe der Vorrichtung 1 relativ zum Leitplankenpfosten 3 definiert, sondern die Vorrichtung auch am Leitplankenpfosten 3 fixiert. Es sei bemerkt, dass auch andere Querschnittsformen für den Haltekörper 4 vorgesehen werden können, insbesondere runde Formen, was sich infolge der runden Querschnittsform des Rohrs 5 anbietet.

Dies geht gut aus den 3 und 4 hervor: 3 zeigt, wie der Haltekörper 4 mit einer seiner „Spitzen" in die offene Kontur des U-förmigen Profils des Leitplankenpfostens 3 eintritt und so beidseitig am Pfosten 3 anliegt. Durch das (in 3 nicht dargestellten) hakenförmige Positionierungs- und Befestigungselement 6 liegt damit der Haltekörper 4 definiert am Pfosten 3 an. Damit das Halteelement 4 auch am Pfosten 3 fixiert ist, ist ein erstes Klemmmittel 7 am Positionierungs- und Befestigungselement 6 angeordnet, nämlich eine Mutter, durch die eine Schraube geschraubt werden kann, so dass das Halteelement 4 mit dem Pfosten 3 verspannt werden kann. Das durch den Haltekörper 4 hindurch gesteckte Rohr 5 des Schildes 2 wird mit zweiten Klemmmitteln 8 relativ zum Haltekörper 4 fixiert, wobei ebenfalls hierunter im Ausführungsbeispiel eine Mutter zu verstehen ist, durch die eine Schraube hindurch geschraubt wird.

Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Vorrichtung 1 ist in den 5, 6 und 7 dargestellt. An dem Haltekörper 4 ist oben (in 5 auf der rechten Seite) das Positionierungs- und Befestigungselement 6 angeschweißt. Es handelt sich dabei um ein Winkelstück 9 mit im Querschnitt L-förmiger Kontur. Der eine Schenkel 10 des Positionierungs- und Befestigungselements 6 ist vertikal ausgerichtet, d. h. parallel zur Achse des Haltekörpers 4. Zur Versteifung ist ein dreieckförmiges Blech 18 eingeschweißt. Der Schenkel 10 ist mit einer Bohrung 19 versehen. Vor die Bohrung 19 ist ein Gewindeelement 11 in Form einer Mutter geschweißt. Wird eine – nicht dargestellte – Schraube von rechts in die Mutter 11 und weiter durch die Bohrung 19 geschraubt, kann das Halteelement 4 so am Leitplankenpfosten 3 fixiert und eingespannt werden.

Entsprechend ist die Befestigung des Rohrs 5 des Schildes 2 im Halteelement 4 ausgeführt: Die Wandung des Halteelements 4 ist auch hier von einer Bohrung 20 durchsetzt, wobei vor der Bohrung ein Gewindeelement 12 in Form einer Mutter angeschweißt ist. Wird eine – nicht dargestellte – Schraube durch die Mutter 12 und weiter durch die Bohrung 20 geschraubt, kann das eingesteckte Rohr 5 fixiert werden.

Im unteren Endbereich des Haltekörpers 4 ist ein Teil des quadratischen Profils ausgeschnitten, s. Ausschnitt 21 in 5. Das verbleibende Material wird seitlich nach außen gebogen, wie es aus den 6 und 7 hervorgeht. Hierdurch wird ein Anlagemittel 13 geschaffen, das für eine gute Auflage des Haltekörpers 4 am Pfosten 3 sorgt. Die Anlagemittel 13 sind dabei so ausgebildet, dass sie beim Anbringen der Haltevorrichtung 1 am Leitplankenpfosten 3 im Inneren der U-förmigen Kontur des Pfostens 3 zu liegen kommen (s. 3).

Damit werden alle auf das Schild 2 wirkenden Windlasten (WA von vorne, WB von hinten) zuverlässig aufgenommen und die Vorrichtung 1 stets in Position gehalten. Dies ist in 2 illustriert: Die Windlast WA hat ein Kippmoment zur Folge, das durch die Anlagemittel 13 aufgenommen wird (s. hierzu auch 3). Entsprechend nimmt das Positionierungs- und Befestigungselement 6 das Kippmoment auf, das durch die Windlast WB erzeugt wird.

Hierdurch wird ein Kippen des Haltekörpers 4 und damit der Vorrichtung 1 relativ zum Pfosten 3 bei Beaufschlagung des Schildes 2 mit Windkräften zuverlässig verhindert. Neben der genannten Lösung (Ausformen eines Teils des Haltekörpers 4) kann auch vorgesehen sein, dass die Anlagemittel 13 als separate, angeschweißte Elemente zum Einsatz kommen.

Bei der Ausführungsform gemäß 5, 6, 7 wird das Rohr 5 des Schildes 2 durch den Haltekörper 4 hindurch gesteckt, wobei dann das Rohr 5 wie aus 2 ersichtlich zu liegen kommt, d. h. auf dem Boden aufsteht. Bei der in 8 und 9 dargestellten Variante ist dies nicht der Fall. Hier ist ein Anschlagsmittel 14 in Form eines Querstabes am unteren Ende des Haltekörpers 4 angeschweißt, so dass hier eine Anlage für das untere Ende des Rohrs 5 gebildet wird. Das Rohr 5 muss also bei sonst gleichen Bedingungen nicht so lang ausgeführt sein. Dabei erfüllen die Anschlagsmittel 13 gleichzeitig dieselbe Funktion wie die oben genannten Anlagemittel 13: Beim Anbringen der Haltevorrichtung 1 am Leitplankenpfosten 3 greifen die Anschlagmittel 14 mit ihren äußeren Enden in das Innere der U-förmigen Ausgestaltung des Pfostens 3 ein, so dass ein Kippen der Vorrichtung 1 relativ zum Pfosten 3 nicht möglich ist.

Um die vorgeschlagene Vorrichtung universeller zu gestalten, kann eine Ausführungsform vorgesehen werden, wie sie aus 10 und 11 hervorgeht. Hier sind zwei Haltekörper 4 und 4' vorgesehen, die im Querschnitt unterschiedlich groß ausgebildet und im übrigen in unterschiedlicher Ausrichtung zueinander angeordnet sind. Der Haltekörper 4 entspricht der schon vorher diskutierten Ausgestaltung. Der Haltekörper 4' weist jedoch ein kleineres Querschnittsprofil auf, so dass hier ein Schilder-Rohr 5 mit kleineren Abmessungen eingesteckt werden kann. Für die Befestigung des eingesteckten Rohr 5 sind jeweilige Muttern 12 vorgesehen, die jedoch so angeordnet sind, dass in sie in jedem Falle leicht eine Schraube eingeschraubt werden kann. Mit gestrichelten Linien sind in 10 die eingesteckten Rohre 5 angedeutet.

In den 12 bis 18 sind weitere Ausführungsalternativen der Erfindung skizziert.

In 12 und 13 hat der Haltekörper 4 eine runde Querschnittsform, er ist also als Rund-Rohr ausgebildet. In seinem unteren axialen Bereich ist an Anschlagsmittel 14 zur Auflage des Rohrs 5 des Schildes 2 angeschweißt. Wie 18 zeigt, dient das Anschlagsmittel 14 nicht nur zur Auflage des unteren Endes des Rohrs 5 des Schildes 2, sondern gleichzeitig – im Inneren des U-förmigen Leitplankenpfostens 3 angeordnet – als Anlage bzw. Anschlag, um die Vorrichtung 1 gegen Kippen zu sichern.

Aus 14, 15 und 16 geht hervor, dass hier ein Haltekörper 4 mit quadratischem Querschnittsprofil zum Einsatz kommt. Im unteren axialen Ende sind Anlagemittel 13 angeschweißt. Dabei ist der Stab 13 an einem Distanzstück 22 angeschweißt, der seinerseits am Haltekörper 4 angeschweißt ist. Wie aus 17 hervorgeht, kommen auch hier wieder die Enden des Anlagemittels 13 nach der Anbringung der Haltevorrichtung 1 am Leitplankenpfosten 3 mit Hintergriff an der U-förmigen Kontur des Leitplankenpfostens 3 zu liegen, so dass ein Kippen der Vorrichtung 1 relativ zum Pfosten 3 verhindert ist.

Bei der Montage der Haltevorrichtung 1 wird diese mit dem hakenförmigen Positionierungs- und Befestigungselement 6 zunächst im Leitplankenpfosten 3 eingehängt. Dann wird eine – nicht dargestellte – Flügelschraube in das Gewindeelement (Mutter) 11 eingeschraubt und die Vorrichtung 1 damit an dem Leitplankenpfosten 3 festgelegt. Anschließend wird das Hinweis- oder Warnschild (Verkehrszeichen) 2 mit seinem Rohr 5 in den Haltekörper 4 eingeschoben und dann eine zweite Flügelschraube in die Mutter 12 eingeschraubt.

Das Schild 2 ist damit schnell und fest am Leitplankenpfosten 3 festgelegt und kann ebenso schnell – in umgekehrter Reihenfolge – wieder gelöst bzw. entfernt werden.

Die Teile der Haltevorrichtung 1 bestehen bevorzugt aus Metall, insbesondere auf verzinktem Blech. Genauso kann die Vorrichtung auch als Gussteil gefertigt werden.

Die Höhe des Haltekörpers 4 liegt zumeist im Bereich zwischen 300 und 500 mm. Die Muttern 11, 12 können mit M12 gewählt werden.

1Haltevorrichtung 2Hinweis- oder Warnschild 3Leitplankenpfosten 4Haltekörper 4'Haltekörper 5Rohr des Hinweis- oder Warnschildes 6Positionierungs- und Befestigungselement 7erste Klemmmittel 8zweite Klemmmittel 9Winkelstück 10Schenkel 11Gewindeelement 12Gewindeelement 13Anlagemittel 14Anschlagsmittel 15Leitplanke 16Warntafel 17Trägerplatte 18Blech 19Bohrung 20Bohrung 21Ausschnitt 22Distanzstück WAWindlast WAWindlast

Anspruch[de]
  1. Haltevorrichtung (1) zur Halterung eines Hinweis- oder Warnschildes (2) an einem Leitplankenpfosten (3),

    gekennzeichnet durch

    mindestens einen sich bei bestimmungsgemäßem Gebrauch vertikal erstreckenden Haltekörper (4), der einen Innenraum zur Aufnahme des Rohres (5) des Hinweis- oder Warnschildes (2) aufweist,

    wobei an dem Haltekörper (4) ein hakenförmig ausgebildetes Positionierungs- und Befestigungselement (6) angeordnet ist, das mit ersten Klemmmitteln (7) zur kraft- und/oder formschlüssigen Festlegung relativ zu dem Leitplankenpfosten (3) ausgebildet ist, und

    wobei an dem Haltekörper (4) zweite Klemmmittel (8) zur kraft- und/oder formschlüssigen Festlegung des Rohres (5) des Hinweis- oder Warnschildes (2) relativ zum Haltekörper (4) angeordnet sind.
  2. Haltevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Haltekörper (4) in Querschnitt ein quadratisches oder rundes Profil aufweist.
  3. Haltevorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die ersten Klemmmittel (7) und/oder die zweiten Klemmmittel (8) an einer Ecke des im Profil quadratischen Haltekörpers (4) angeordnet sind.
  4. Haltevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Positionierungs- und Befestigungselement ein Winkelstück (9) aufweist oder ist, das an dem Haltekörper (4) in seinem einen axialen Endbereich festgelegt ist.
  5. Haltevorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Winkelstück in seinem einen Schenkel (10) ein das erste Klemmmittel (7) bildende Gewindeelement (11) aufweist, durch das eine Schraube hindurchgeschraubt werden kann.
  6. Haltevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die zweiten Klemmmittel (8) ein Gewindeelement (12) aufweisen, durch das eine Schraube durch die Wandung des Haltekörpers (4) hindurchgeschraubt werden kann.
  7. Haltevorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Gewindeelemente (11, 12) aus Muttern gebildet werden, die an dem Winkelstück (9) bzw. an dem Haltekörper (4) festgelegt sind.
  8. Haltevorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Gewindeelemente (11, 12) an dem Winkelstück (9) bzw. an dem Haltekörper (4) festgeschweißt sind.
  9. Haltevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Haltekörper (4) in seinem einen axialen Endbereich Anlagemittel (13) zur Anlage der Haltevorrichtung (1) an dem Leitplankenpfosten (3) aufweist.
  10. Haltevorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Anlagemittel (13) durch einen aus der Grundkontur des Haltekörpers (4) herausgebogenen Abschnitt des Haltekörpers (4) gebildet werden.
  11. Haltevorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Anlagemittel (13) durch ein am Haltekörper (4) fixiertes, insbesondere angeschweißtes, separates Teil gebildet werden.
  12. Haltevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Haltekörper (4) rohrförmig ausgebildet und an seinen beiden axialen Enden offen ist.
  13. Haltevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Haltekörper (4) rohrförmig ausgebildet und an seinen einen axialen Ende ein Anschlagsmittel (14) für das Rohr (5) des Hinweis- oder Warnschildes (2) aufweist.
  14. Haltevorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Anschlagsmittel (14) ein quer zur Achse des Haltekörpers (4) festgelegter, insbesondere angeschweißter, Stab ist.
  15. Haltevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Haltekörper (4, 4') mit unterschiedlichem Querschnittsprofil vorhanden sind, die miteinander verbunden, insbesondere verschweißt, sind.
  16. Haltevorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Haltekörper (4, 4') Querschnitte unterschiedlicher Größe und/oder Form aufweisen.
  17. Haltevorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass jeder der beiden Haltekörper (4, 4') im Querschnitt eine quadratische, rechteckige oder runde Form aufweist.
  18. Haltevorrichtung nach Anspruch 15 oder 16, dadurch gekennzeichnet, dass beide Haltekörper (4, 4') im Querschnitt quadratisch sind und in zueinander um 45° versetzter Anordnung miteinander verbunden sind.
  19. Haltevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass sie als Gusskonstruktion ausgebildet ist.
Es folgen 9 Blatt Zeichnungen






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