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Dokumentenidentifikation DE10106412B4 01.06.2006
Titel Direktbebildernde Mehrfarbenrotationsdruckmaschine
Anmelder Heidelberger Druckmaschinen AG, 69115 Heidelberg, DE
Erfinder Lötsch, Kurt, 69257 Wiesenbach, DE
DE-Anmeldedatum 12.02.2001
DE-Aktenzeichen 10106412
Offenlegungstag 13.09.2001
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 01.06.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 01.06.2006
IPC-Hauptklasse B41F 13/008(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse F16D 11/00(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur An/Abkopplung von Maschinenkomponenten einer direktbebildernden Rotationsdruckmaschine gemäß dem oberbegriff des Patentanspruchs 1, der an Druckformzylindern aufgenommene Druckformen oder Bildzylinder beim Bebildern mit höheren Drehzahlen rotieren (EP 0 914 943 A1).

DE 195 23 378 A1 bezieht sich auf eine Bogenoffsetrotationsdruckmaschine. Auf den Druckformzylindern können laserbeschreibbare Druckformen aufgenommen werden, die mittels eines jedem Formzylinder zugordnetem Laserschreibsystems bebildert werden. Die Bebilderung der an den Druckformzylindern aufgenommenen laserbeschriftbaren Druckformen kann auch durch eine in axialer Richtung verfahrbare Bebilderungseinheit erfolgen, die die Oberflächen von beiden Druckformzylindern bebildert.

Gemäß der DE 195 23 378 A1 ist einer Bogenzuführeinrichtung ein separater Elektroantrieb zugeordnet; eine Entkopplung von Papierlaufkomponenten, wie beispielsweise Anleger oder Ausleger während der Bebilderungsphase der Druckformen, ist nicht offenbart.

Es hat sich herausgestellt, dass bei mit hohen Drehzahlen erfolgender Bebilderung von laserbeschreibbaren Druckformen oder bebilderungsfähigen Oberflächen von Bildzylindern alle Komponenten der Druckmaschine angetrieben werden und diese demzufolge einem erhöhten Verschleiß unterliegen. Während der Bebilderungsphase erfolgt jedoch weder Papierlauf noch Farbzufuhr im Druckwerk, so dass diese Maschinenkomponenten während der Bebilderung zwangsweise angetrieben sind. Dies erhöht den Maschinenverschleiß nicht unerheblich, kostet Antriebsleistung und verhindert, dass an Anleger- und Auslegerbereichen Vorbereitungen für den nächsten Druckauftrag vorgenommen werden. Solche Vorbereitungsarbeiten sind beispielsweise Formatanpassungen, Saugerpositionsanpassungen, etc. was die Einrichtezeiten für den nächsten Druckauftrag unnötigerweise verlängert.

Bei einem Antrieb einer Druckmaschine nach EP 914 943 A1 dient eine Phasenlagekupplung zum Ein- und Auskuppeln eines Druckformzylinders aus einen Antriebsräderzug. Im ausgekuppelten Zustand wird der Druckformzylinder von einem Eigenantrieb angetrieben. Ein Auslagekettenkreis einer Bogenabführung bleibt stets mit dem Antriebsräderzug verbunden.

Aus der DE 14 86 846 A ist eine Phasenkupplung an einer Antriebswelle eines Kettengreifersystems bekannt. Gekuppelt wird mit einem schwimmend gelagerten Keil, der mit einem Armstern parallel zur Achse der Antriebswelle in einen Schlitz gebracht wird. Der Armstern umschließt die Antriebswelle.

Die DE 908 687 C zeigt eine Reibkupplung mit im Inneren einer Hohlwelle liegenden Betätigungselementen. Die Betätigungselemente verschieben Mitnehmerstücke, so dass ein Reibglied zur Anlage an eine Reibfläche kommt. Die Reibkupplung ist bei Kraftfahrzeugen anwendbar, wobei es nicht auf die Phasenlage der zu kuppelnden Elemente ankommt.

Ausgehend vom Stand der Technik, liegt der Erfindung daher die Aufgabe zugrunde, die Direktbebilderung in der Druckmaschine unabhängig vom Antrieb der Druckmaschine vornehmen zu können.

Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch die Merkmale des Patentanspruches 1 gelöst.

Die mit der erfindungsgemäßen Lösung erzielbaren Vorteile liegen darin, dass mit dieser Lösung beispielsweise die Loslösung des oder der Druckformzylinder aus dem Antriebsräderzug der Druckmaschine einerseits möglich ist und dieser gleichzeitig synchron in einen separaten Antriebsstrang oder auf einen Einzelantrieb umstellbar ist. Mit der erfindungsgemäßen Lösung wird eine Auslegertrommel aus- und eingekuppelt.

Mit dem am Übertragungselement vorgesehenen Registersystem lässt sich eine exakte Winkelzuordnung erreichen, die dadurch gewährleistet ist, dass das Registersystem ungleich am Umfang eines Übertragungselementes ausgebildet ist und stets alle Stellelemente einrasten müssen.

Ein Stellglied ist in der einer Auslegertrommel zugeordneten Antriebswelle aufgenommen, wodurch eine sehr kompaktbauende Anordnung mit Kopplungs/Entkopplungsmöglichkeit erzielt wird. Zur Umwandlung einer translatorischen Bewegung des Stellgliedes in eine Radialbewegung der kulissenförmigen Stellelemente, sind am Stellglied Anschrägungen aufgenommen, mit denen den kulissenförmigen Stellelementen eine Ein- beziehungsweise Ausfahrbewegung aufgeprägt werden kann. Die Anschrägungen befinden sich entlang der Schaltwege des Stellelements und sind als Konus mit einer allmählich zunehmenden Steigung ausgebildet.

Die mittels der Anschrägungen betätigbaren kulissenförmigen Stellelemente sind in der Antriebswelle für den Druckformzylinder gelagert und zur Aufnahme der kulissenförmigen Stellelemente dienen Querbohrungen in der mit einer axialen Durchgangsbohrung versehenen Antriebswelle.

Das Registersystem, mit dem die kulissenförmigen Stellelemente zusammenarbeiten, ist an einem Übertragungselement – wie beispielsweise ein Zahnrad oder ein Zahnkranz – ausgebildet. Das Registersystem besteht aus einer Anzahl von Ausnehmungen – z.B. Einfräsungen oder Bohrungen oder dergleichen – an einer Umfangsfläche des Übertragungselementes. Um eine winkeltreue Zuordnung der jeweiligen Stellposition zu gewährleisten, sind die Ausnehmungen des Registersystems an der erwähnten Umfangsfläche ungleich verteilt ausgeführt.

In die solcherart beschaffenen an einer Umfangsfläche des Übertragungselementes angeordneten Ausnehmungen, greifen bei Betätigung durch das translatorisch verschiebbare Stellglied die Köpfe der kulissenförmigen Stellelemente ein. Auf diese Weise wird ein Formschluß zwischen der Antriebswelle und einem Übertragungselement, welches auf der Antriebswelle aufgenommen ist, herbeigeführt, sodass der vom Gesamtantrieb der Rotationsdruckmaschine für die Bebilderungsphase benötigte Antrieb unabhängig vom Antrieb anderer Maschinenkomponenten erfolgen kann.

Der gesondert für die Bebilderungsphase notwendige Antrieb kann beispielsweise ein separater Elektroeinzelantrieb sein, dessen Drehzahl sich entsprechend der zu erfolgenden Bebilderung unabhängig einstellen und vorbestimmen lasst.

Die ungleiche Verteilung der Ausnehmungen des Registersystems am Übertragungselement, bezogen auf das Registersystem kann beispielsweise umfangsmäßig bei 0°, 110°, und 220° bei Einsatz dreier kulissenförmiger Stellelemente liegen. Darüber hinaus sind natürlich auch andere beliebige Winkellagen denkbar, an diese ist lediglich das Erfordernis der ungleichförmigen Verteilung am Umfang von 360° zu stellen.

Zum Stillsetzen papierführender Komponenten wie beispielsweise Anleger oder Ausleger oder zum Ein-/Auskoppeln eines Farbwerkes, eines Lackwerkes oder nachgeschalteter Weiterverarbeitungseinrichtungen, kann in einer Druckwerkseitenwand eine Buchse eingeschrumpft – oder auch auf anderem Wege verdrehgesichert eingelassen sein – um den Antrieb dieser Komponente während der Bebilderungsphase in der Druckmaschine zu unterbinden.

Anhand der Zeichnung wird die Erfindung nachstehend näher erläutert:

Es zeigt:

1 einen Schnitt durch Druckwerkseitenwand, die Antriebswelle einer beispielhaft dargestellten Auslegertrommel, sowie eines Übertragungselementes und eines verdrehgesichert in der Druckwerkseitenwand gelagerten Elementes, und

2 eine perspektivische Darstellung eines ein Übertragungselement durchsetzenden Stellgliedes.

1 zeigt einen Schnitt durch eine Druckwerkseitenwand, darin aufgenommener verdrehgesicherter Buchse sowie einen Schnitt durch ein Übertragungselement, welches drehbar zweifach gelagert auf der Antriebswelle aufgenommen ist.

In der hier dargestellten Schnittzeichnung ist die Druckwerkseitenwand 1 dargestellt, in deren Bohrung 2 eine Buchse 3 verdrehgesichert aufgenommen ist. Die Buchse 3 kann beispielsweise in die Bohrung 2 der Druckwerkseitenwand 1 eingeschrumpft sein. Sie liegt zur Fixierung ihrer axialen Position in bezug auf die Druckwerkseitenwand 1 mit einem Bund 4 an der Außenfläche der Druckwerkseitenwand 1 an. Die Buchse 3 umschließt die Mantelfläche einer Antriebswelle 5, mit welcher die Auslegertrommel 26 angetrieben werden kann. Anstelle der hier dargestellten Auslegertrommel 26, können auch Druckformzylinder oder Maschinengruppen wie Anleger, Lackwerk oder auch Weiterverarbeitungseinheiten ein- und ausgekuppelt werden. Von der Auslegertrommel 26 ist hier lediglich eine Stirnseite dargestellt; die der Druckwerkseitenwand 1 gegenüberliegend angeordnete Druckwerkseitenwand ist nicht dargestellt, in der die der dargestellten Stirnseite der Auslegertrommel 26 gegenüberliegende Lagerungsstelle der Auslegertrommel 26 aufgenommen ist.

Die die Auslegertrommel 26 antreibende Antriebswelle 5 ist mit einer sich in axiale Richtung erstreckenden Durchgangsbohrung 6 versehen. In dieser Durchgangsbohrung 6 ist ein Stellglied 7 aufgenommen, welches als ein in Verschieberichtung 9 translatorisch verschiebbarer Steuerschieber ausgebildet ist. Das Stellglied 7 ist als im wesentlichen rotationssymmetrisches Teil von der Durchgangsbohrung 6 in der Antriebswelle 5 umschlossen, und hat an seinem die Druckwerkseitenwand 1 durchsetzenden Ende einen Anschluss für eine Pneumatikversorgung 12. Ferner sind am Stellglied 7 zwei Anschrägungen 10, 11 ausgebildet, die als ein erster Konus 10 mit einer allmählichen Steigung der Mantelfläche und als ein zweiter Konus 11 mit identischer Steigung der Mantelfläche ausgebildet sind. Die beiden Anschrägungen 10, 11 befinden sich vorzugsweise in den Schaltstellungen des Stellgliedes 7 bezogen auf dessen translatorische Richtung.

In der Antriebswelle 5 der Auslegertrommel 26 sind kulissenförmige, in radiale Richtung jeweils verfahrbare Stellelemente 16, 17 untergebracht, die sich durch das in Pfeilrichtung 9 bewegbare Stellglied 7 jeweils aus der Antriebswelle 5 ausfahren oder in diese zurückfahren lassen. Zur Unterstützung der Rückfahrbewegung in die Antriebswelle 5 sind den kulissenförmigen Stellelementen 16, 17 Rückstellelemente 18, 19 zugeordnet. Damit lassen sich die kulissenförmigen Stellelemente 16 beziehungsweise 17 aus ihrer ausgefahrenen Position in die zurückgefahrene Position zurückbewegen. In der zurückgefahrenen, d.h. in die Mantelfläche der Antriebswelle 5 eingefahrenen Position, liegen die Stellelemente 16 beziehungsweise 17 mit ihren Fußenden an den verjüngten Bereichen des Stellgliedes 7 an, während die Kopfenden der kulissenförmigen Stellelemente 16 beziehungsweise 17 in die Querbohrungen in die Antriebswelle 5 eingetaucht sind und nicht über diese hervorstehen.

Das antriebsmäßig über die mittels des Stellgliedes 7 betätigbaren kulissenförmigen Elemente 17 koppelbare Übertragungselement 21 kann entweder als Zahnrad oder auch als Zahnkranz ausgebildet sein. Im in 1 dargestellten Ausführungsbeispiel ist das Übertragungselement 21 mittels eines Lagers 13 und eines weiteren Lagers 28 auf der Mantelfläche der Antriebswelle 5 beziehungsweise eines Bundes 22 der Antriebswelle 5 aufgenommen. Das der Druckwerkseitenwand 1 zugewandte Lager 13 stützt sich antriebswellenseitig auf einer Sitzfläche 14 ab und ist am Übertragungselement 21 durch eine Sitzfläche 15 umschlossen. Das den Bund 22 der Antriebswelle 5 umschließende Lager 28 stützt sich auf den Lagersitz 23 einerseits ab und ist von der Lagersitzfläche 24 des Übertragungselementes umschlossen.

Unmittelbar am Bund 22 – an diesen seitlich anliegend – ist eine Stirnseite der Auslegertrommel 26 dargestellt. Die Auslegertrommel 26 erstreckt sich von dieser Stirnseite aus zur gegenüberliegenden Stirnseite der dortigen Druckwerkseitenwand.

In der in 1 dargestellten Mittelstellung des Stellgliedes 7 sind beide Sätze 16 beziehungsweise 17 der kulissenförmigen Stellelemente gerade ausgefahren. Würde das Stellglied 7 weiter in die Durchgangsbohrung 6 der Antriebswelle 5 hineingeschoben, würden die kulissenförmigen Stellelemente 17 in Ausnehmungen 20 des Registersystems im Übertragungselement 21 eingepresst; in diesem Falle stellt sich zwischen den Kopfenden der kulissenförmigen Stellelemente 17 und in diesen gegenüberliegenden Ausnehmungen 20 des Registersystems eine formschlüssige Verbindung ein, so dass z.B. auch ein Druckformzylinder von einer separaten Antriebsquelle angetrieben werden könnte – so zur Vornahme der Bebilderung der am Druckformzylinder aufgenommenen wiederbeschreibbaren Druckformen. Damit kann die Bebilderungsdrehzahl, mit der die Druckformzylinder während der Bebilderung angetrieben werden, unabhängig von den sonst zwangsweise mitangetriebenen den Papierlauf ausführenden Maschinenkomponenten eingestellt werden.

Wird hingegen das Stellglied 7 mit beispielsweise einem Pneumatikanschluss 12 ausgestattet, ergriffen und aus der Durchgangsbohrung 6 der Antriebswelle 5 hinausgezogen, fahren die kulissenförmigen Stellelemente 16 aus den Querbohrungen der Antriebswelle 5 aus und stellen diese in Umfangsrichtung in der verdrehgesichert in der Druckwerkseitenwand 1 eingelagerten Buchse 3 fest. Gleichzeitig ist das Übertragungselement 21 nur lose drehend auf der Antriebswelle 5 aufgenommen, da die diesen zugeordneten kulissenförmigen Stellelemente 17 in ihre Querbohrungen an der Antriebswelle 5 eingefahren sind. Durch diese Maßnahmen lassen sich Maschinenbereiche wie beispielsweise Anleger und Ausleger stillsetzen. Dadurch ist eine Kollision durch unbeabsichtigtes Weiterdrehen des Auslegers und dessen Greiferbrücken mit einem sich drehenden Gegendruckzylinder ausgeschlossen.

2 zeigt eine perspektivische Darstellung eines ein Übertragungselement durchsetzenden Stellgliedes.

Das hier nur schematisch wiedergegebene Übertragungselement 21 – sei es ein Zahnrad wie aus der Darstellung gemäß 1 oder ein Zahnkranz – ist mit einer Bohrung 25 versehen. Die Bohrung 25 wird vom Stellglied 7 axial durchsetzt, welches gemäß 1 von der Antriebswelle 5 umschlossen ist, deren Darstellung hier fortgelassen wurde. Die kulissenförmigen Stellelemente 16 sind vorzugsweise als zylindrische Elemente ausgebildet und von den Querbohrungen der Antriebswelle 5 umschlossen. Durch Bewegung in axiale Richtung der Stellwelle 8 des Stellgliedes 7 sind in der Darstellung gemäß 2 die kulissenförmigen Stellelemente 17 nach Passage des zweiten Konus 11 in die Ausnehmungen 20 des Registersystems an einer inneren Umfangsfläche des Übertragungselementes 21 eingepresst. Zwischen den Kopfenden 29 der kulissenförmigen Stellelemente 16 sowie den Ausnehmungen 20 des Registersystems am Übertragungselement 21 ergibt sich ein Formschluss, derart dass ein Drehmoment übertragende Verbindung zustande kommt.

Die Ausnehmungen 20 an der Innenseite der Umfangsfläche des Übertragungselements 21 können beispielsweise als dreieckförmige Einfräsungen ausgebildet sein, es wären auch Bohrungen oder andere Geometrien für die Ausnehmungen 20 denkbar. In der in 2 dargestellten Ausführungsvariante der kulissenförmigen Stellelemente 17 sind beispielsweise an der Umfangsfläche der Bohrung 25 drei kulissenförmige Stellelemente 17 anliegend dargestellt. Bezogen auf die Umfangsfläche der Bohrung 25 im Übertragungselement 21 können diese auf 360° bezogen bei 0°, 110° und 220° Umfangsposition liegen, so dass eine ungleiche Verteilung der Einrastpositionen an der Umfangsfläche der Bohrung 25 im Übertragungselement 21 gewährleistet ist.

Durch die ungleiche Verteilung der kulissenförmigen Stellelemente 16 beziehungsweise 17 in den oben beispielhaft dargestellten Umfangspositionen ist eine eindeutige Winkelzuordnung sichergestellt. Eine Umsteuerung des Antriebes der Druckformzylinder zur Bebilderung auf den zur Druckformbebilderung vorgesehenen Antriebsstrang wie beispielsweise elektromotorische Einzelantriebe geschieht bei extrem langsamer Drehzahl wobei das Stellglied 7 über durch Pneumatikelemente oder andere Antriebe vorgespannte Federelemente nach Vorgabe der Ausnehmungen 20 an den Übertragungselementen 21 seine Position ändert, so dass die kulissenförmigen Stellelemente 16 beziehungsweise 17 einmal das Übertragungselement 21 winkelgetreu einkuppelt bzw. ein anderes Übertragungselement winkelgetreu auskuppelt. In der Darstellung gemäß 2 sind die unterschiedlichen Umfangspositionen der Ausnehmungen 20 des Registersystems mit Punkten am äußeren Umfang des Übertragungselementes 21 gekennzeichnet. Es sei darauf hingewiesen dass neben den beispielhaft herangezogenen Umfangspositionen 0°, 110° und 220° auch beliebig andere Umfangspositionen in Betracht gezogen werden können; allein entscheidend ist der Umstand, dass diese ungleich über 360° verteilt sind, sodass eine eindeutige Winkelzuordnung erfolgen kann.

Neben den hier dargestellten kulissenförmigen Stellelementen 16, 17, die drei einzelne Stellelemente umfassen, lassen sich auch Konfigurationen mit 4 oder 5 kulissenförmigen Stellelementen realisieren – dies vorzugsweise bei größeren Durchmessern – von Antriebswelle 5 beziehungsweise Übertragungselement 21.

1Druckwerkseitenwand 2Bohrung 3Buchse 4Bund 5Antriebswelle, Druckformzylinder oder Auslegertrommel 6Bohrung 7Stellglied 8Stellwelle 9Verschieberichtung 10Erster Konus 11Zweiter Konus 12Pneumatikanschluss 13Lager 14Lagersitz Antriebswelle 15Lagersitz Antriebsrad 16Kulisse 17Kulisse 18Rückstellelement 19Rückstellelement 20Kulissenausnehmung, Einfräsung 21Übertragungselement 22Bund Antriebswelle 23Lagersitzbund 24Lagersitz Antriebsrad 25Bohrung 26Stirnseite Auslegertrommel 27Sperrschräge 28Lager 29Kulissenkopf

Anspruch[de]
  1. Direktbebildernde Mehrfarbendruckmaschine,

    mit einer Vorrichtung zur An-/Abkopplung einer angetriebenen Maschinenkomponente von einem Antriebsräderzug während einer Direktbebilderungsphase von bebilderbaren Druckformen oder Bildzylinderoberflächen in Druckwerken von Rotationsmaschinen,

    und mit einem Anleger und einem Ausleger als papierführende Komponenten,

    dadurch gekennzeichnet,

    dass der Ausleger eine Auslegertrommel (26) enthält, die eine Antriebswelle (5) aufweist, welche in Seitenwänden (1) drehbar gelagert ist,

    dass in einer Bohrung (6) der Antriebswelle (5) ein in zwei Stellungen verschiebbarer Steuerschieber (7) mit zwei Konussen (10, 11) angeordnet ist,

    dass jedem Konus (10, 11) ein Satz kulissenförmiger Stellelemente (16, 17) zugeordnet ist,

    dass die Stellelemente (16, 17) in radialen Querbohrungen der Antriebswelle (5) verfahrbar sind,

    dass in der ersten Stellung des Steuerschiebers (7) ein Satz Stellelemente (17) in Ausnehmungen (20) eines auf der Antriebswelle (5) gelagerten Antriebsrades (21) eingreift,

    und dass in der zweiten Stellung des Steuerschiebers (7) der andere Satz Stellelemente (16) aus der Antriebwelle (5) ausgefahren und die Auslegertrommel (26) in der Seitenwand (1) festgelegt ist, wobei das Antriebsrad (21) auf der Antriebswelle (5) lose drehend aufgenommen ist.
  2. Direktbebildernde Mehrfarbendruckmaschine gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmungen (20) an einer Umfangsfläche (25) des Antriebsrades (21) in Umfangsrichtung ungleich verteilt ausgebildet sind.
  3. Direktbebildernde Mehrfarbendruckmaschine gemäß einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmungen (20) formschlüssig mit den Stellelementen (17) zusammenarbeiten.
  4. Direktbebildernde Mehrfarbendruckmaschine gemäß einem der Ansprüche 1–3, dadurch gekennzeichnet, dass die Kopfform (29) der Stellelemente (17) komplementär zur Form der Ausnehmungen (20) ist.
  5. Direktbebildernde Mehrfarbendruckmaschine gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass bei Verwendung von drei Stellelementen (17) in einem Satz die Stellelemente (17) am Umfang der Antriebswelle (5) in 0°, 110°, 220°-Umfangslage aufgenommen sind.
  6. Direktbebildernde Mehrfarbendruckmaschine gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zur Sicherung der Stellelemente (16, 17) in ihrer Schaltstellung am Steuerschieber (7) eine Sperrschräge (27) vorgesehen ist.
  7. Direktbebildernde Mehrfarbendruckmaschine gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zum Stillsetzen während der Bebilderung nicht benötigter Maschinenkomponenten in der Seitenwand (1) ein verdrehsicher gelagertes Element (3) vorgesehen ist, welches die Mantelfläche der Antriebswelle (5) umschließt.
  8. Direktbebildernde Mehrfarbendruckmaschine gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Steuerschieber (7) einen Pneumatikanschluss (12) aufweist.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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