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Starre Endoskopoptik mit mehrteiligem Gehäuse - Dokument DE102004009383B4
 
PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE102004009383B4 01.06.2006
Titel Starre Endoskopoptik mit mehrteiligem Gehäuse
Anmelder Olympus Winter & Ibe GmbH, 22045 Hamburg, DE
Erfinder Förster, Thomas, 23879 Mölln, DE;
Kraas, Mathias, Dr., 25489 Haseldorf, DE;
Spahn, Gilbert, 21493 Schwarzenbek, DE
Vertreter Patentanwälte Schaefer Emmel Hausfeld, 22043 Hamburg
DE-Anmeldedatum 26.02.2004
DE-Aktenzeichen 102004009383
Offenlegungstag 22.09.2005
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 01.06.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 01.06.2006
IPC-Hauptklasse G02B 7/00(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse G02B 23/24(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   A61B 1/00(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Endoskopoptik der im Oberbegriff des Anspruchs 1 genannten Art.

Gattungsgemäße Endoskopoptiken sind durch das gasdichte Gehäuse gegen Eindringen von Wasser und insbesondere auch von Wasserdampf geschützt, können also vor chirurgischer Anwendung mit Heißdampf sterilisiert werden, ohne dass eindringender Dampf zum Beschlagen optischer Oberflächen führen kann.

Das Gehäuse besteht zu einem Teil aus einem langgestreckten Rohr, das den Bildleiter aufnimmt und am distalen Ende mit einem gasdicht eingesetzten Fenster verschlossen ist. Am proximalen Ende des Rohres sind Gehäuseteile angeschlossen, die in einem Innenraum weitere Einrichtungen, wie z.B. Okularlinsen, zugehörige gasdicht verschließende Fenster und dergleichen aufnehmen.

Die Verbindungen zwischen den Gehäuseteilen müssen gasdicht sein. Daher sind bei bekannten gattungsgemäßen Endoskopoptiken die Gehäuseteile aus Metall ausgebildet und miteinander verschweißt oder verlötet. Die Fenster, die ebenfalls Teile des umschließenden Gehäuses bilden, sind eingelötet. Nur auf diese Weise, nämlich durch Verschweißen oder Verlöten lassen sich wirklich gasdichte Verbindungen erzielen, die mit Verklebungen nur sehr schwer, wenn überhaupt, erreichbar sind.

Nachteilig hierbei ist die Beschränkung der Materialwahl für die Gehäuseteile auf Metall.

Die DE 101 03 433 A1 beschreibt ein flexibles Endoskop, bei dem Keramikteile und Glasteile nach Oberflächenmetallisierung gasdicht verlötet sind.

Die DE 29 04 893 A1 zeigt die Verbindung einer Glasfaser mit einer Hülse. Die Hülse kann aus Kunststoff oder Metall bestehen und kann, wenn sie aus Metall besteht, mit der metallisierten Glasfaser verlötet werden.

Die DE 37 19 382 A1 beschreibt die Kaltpressverschweißung von mit einer Lotbeschichtung versehenen optischen Bauelementen zur Vermeidung eines Lötvorganges.

Die JP 04-073691 A erwähnt den Einsatz des Kunststoffes PEEK.

Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine gattungsgemäße Endoskopoptik unter Verwendung von Kunststoffteilen am Gehäuse zu ermöglichen.

Diese Aufgabe wird mit den Merkmalen des Anspruches 1 gelöst.

Erfindungsgemäß können Gehäuseteile aus dem Kunststoff PEEK (PolyEtherEtherKeton) ausgebildet sein und dennoch gasdicht mit anderen Gehäuseteilen aus PEEK oder Glas verbunden werden. An einer Verbindung wird dazu der Kunststoff sowie das Glas mit Metall beschichtet, auf dem dann zu sicher gasdichter Verbindung gelötet werden kann. Hierdurch wird bei dem erforderlichen gasdichten Gehäuse die Verwendung von Kunststoffteilen ermöglicht, was die Kosten verringert und die Konstruktionsmöglichkeiten erweitert. PEEK hat sich seit Jahren in der Endoskoptechnik bewährt, ist hoch temperaturbeständig und läßt sich für die vorliegenden Zwecke gut metallisieren.

In der Zeichnung ist in einer einzigen 1 die Erfindung beispielweise und schematisch an Hand eines Achsschnittes durch eine Endoskopoptik dargestellt.

Die 1 zeigt eine Endoskopoptik 1 mit einem langgestreckten Bildleiter 2 mit Objektiv 3 an seinem distalen Ende. Der Bildleiter 2 kann als Relaislinsenanordnung oder auch als Bildleitfaserbündel ausgebildet sein, gegebenenfalls auch als videoendoskopischer Bildleiter mit einer Videokamera am Objektiv 3 und mit in proximaler Richtung verlaufenden Datenkabeln.

Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist der Bildleiter 2 als optischer Bildleiter ausgebildet und wird jenseits seines proximalen Endes von einer Okularlinse 4 betrachtet.

Das soweit beschriebene optische System ist in einem gasdicht verschlossenen Gehäuse angeordnet. Dieses weist in seinem distalen Endbereich ein den Bildleiter 2 aufnehmendes langgestrecktes Rohr 5 aus, das aus Festigkeitsgründen aus Metall besteht und an seinem distalen Ende mit einem Fenster 6 verschlossen ist. Das Fenster ist an seinem Rand mit einer in der Zeichnung stark vergrößert dargestellten Metallbeschichtung 7 versehen und über diese mit dem Rohr 5 gasdicht verlötet.

Am proximalen Ende ist das Rohr 5 in einem mittleren Gehäuseteil 8 gefasst, welches wiederum in einem Endgehäuseteil 9 gefasst ist.

Die beiden Gehäuseteile 8 und 9 bestehen aus dem Kunststoff PEEK (PolyEtherEtherKeton), einem in der Endoskopoptik bewährten Kunststoff. An der zylinderförmigen Anlagefläche 10 des Gehäuseteiles 8 ist dieses mit einer Metallbeschichtung 11 versehen, die mit dem Metallrohr 5 gasdicht verlötet ist.

An der Verbindungsstelle zwischen den Gehäuseteilen 8 und 9 ist im Ausführungsbeispiel das Gehäuseteil 8 in eine Bohrung 12 des Gehäuseteiles 9 gesteckt. An dieser Stelle ist sowohl die Bohrung 9 mit einer Metallbeschichtung 13 als auch die Außenoberfläche des Gehäuseteiles 8 mit einer Metallbeschichtung 14 versehen. Die beiden Metallbeschichtungen sind wiederum gasdicht miteinander verlötet. Alle in 1 dargestellten Metallbeschichtungen sind in der Zeichnung stark vergrößert dargestellt.

Am proximalen Ende des Endgehäuseteiles 9 ist dieses in einer Endbohrung auf der Innenfläche mit einer Metallbeschichtung 15 versehen. Es ist hier ein proximales Fenster 16 eingesetzt, welches ebenso wie das distale Fenster 6 eine Metallbeschichtung 7 aufweist. Die Metallbeschichtungen 7 und 15 sind gasdicht miteinander verlötet.

Auf diese Weise wird ein die optischen Elemente 3, 2, 4 umschließendes Gehäuse geschaffen, das aus den rohrförmigen Teilen 5, 8, 9 und den beiden Endfenstern 6 und 16 gebildet ist und an sämtlichen Verbindungsstellen gasdicht verlötet ist.

Bei der in 1 dargestellten Ausführungsform handelt es sich um eine stark schematisierte hypothetische Darstellung. Es fehlen z.B. die üblichen Bildleiter zur Beleuchtung, die bei der dargestellten Konstruktion in bekannter Weise ergänzbar sind.

Bei dem in 1 dargestellten Ausführungsbeispiel sind die aus Kunststoff bestehenden Gehäuseteile 8 und 9 an allen Verbindungsstellen 11, 13, 15 über Metallbeschichtungen verlötet. Alternativ dazu können die Kunststoffgehäuseteile auch in unterschiedlicher Technik verbunden sein. Es kann beispielsweise beim Ausführungsbeispiel der 1 an den Verbindungsstellen 11 und 15 die Verbindung über die zu 1 erläuterten Metallbeschichtungen mit Verlötung erfolgen. An der Verbindungsstelle jedoch, an der die Gehäuseteile 8 und 9 miteinander verbunden sind, kann eine andere Verbindungsart ohne Metallbeschichtung und ohne Verlötung gewählt werden. Hier können beispielsweise die Gehäuseteile über eine direkte Kunststoffverbindung verbunden sein, beispielsweise durch Kunststoffverschweißung oder geeignete hochdichte Verklebung.


Anspruch[de]
  1. Starre Endoskopoptik (1) mit einem aus mehreren Gehäuseteilen (5, 8, 9, 6, 16) bestehenden, die optischen Elemente (3, 2, 4) gasdicht umschließenden Gehäuse mit einer gasdichten Verbindung (13; 14; 7, 15) zwischen zwei Gehäuseteilen (9, 8; 9, 16), dadurch gekennzeichnet, dass eines der verbundenen Gehäuseteile (9) aus dem Kunststoff PEEK (PolyEtherEtherKeton) besteht und das andere verbundene Gehäuseteil (8, 16) aus PEEK oder Glas besteht, wobei die Gehäuseteile (8, 9, 16) an der Verbindungsstelle (13, 14; 7, 15) mit einer Metallbeschichtung (7, 13, 14, 15) versehen und miteinander verlötet sind.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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