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Dokumentenidentifikation DE102004020000B4 01.06.2006
Titel Abhängeelement
Anmelder SACS GmbH, 78628 Rottweil, DE
Erfinder Kuhm, Rolf, 71063 Sindelfingen, DE;
Dratius, Oliver, 72458 Albstadt, DE
Vertreter Patentanwälte Westphal Mussgnug & Partner, 78048 Villingen-Schwenningen
DE-Anmeldedatum 21.04.2004
DE-Aktenzeichen 102004020000
Offenlegungstag 10.11.2005
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 01.06.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 01.06.2006
IPC-Hauptklasse F16B 7/06(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Abhängeelement gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.

Bekannt sind Abhängeelemente, beispielsweise zum Abhängen, aber auch zum seitlichen Befestigen oder Abstützen von unten von Gepäckboxen, Schrankelementen oder sonstiger Innenausstattung in einem Flugzeug oder anderen Fahrzeugen wie z. B. Schiffen oder Eisenbahnwaggons, welche zwei Befestigungselemente aufweisen, die über einen Schaft, von denen wenigstens einer, vorzugsweise beide, ein Gewinde aufweist, von je einer Seite in je eine in ein im wesentlichen zylinderförmiges Mittelelement eingesetzte Gewindehülse eingreifen. Die Gewindehülse kann durch ein direkt in die Innenfläche des Mittelelements eingeschnittenes Gewinde ersetzt werden. Dabei weist eine der beiden Gewindehülsen ein Linksgewinde, die andere ein Rechtsgewinde auf, sodass durch Drehung des Mittelelements gegen die beiden Befestigungselemente die Gesamtlänge des Abhängeelements variiert werden kann. Durch eine variierbare Ausgestaltung der Länge der Abhängeelemente können gegebenenfalls unterschiedliche Deckenhöhen des Flugzeugs oder anderer Fahrzeuge ausgeglichen werden, damit die Gepäckboxen oder sonstige abzuhängende Elemente in einer horizontalen Ebene hängen.

Um sicherzustellen, dass sich die gewählte Länge des Abhängeelements nach der Einstellung nicht ändert, ist eine Sicherung derart vorgesehen, dass an den Schafts der Befestigungselemente ein Klemmelement, beispielsweise eine Kontermutter, angeordnet ist, welches nach der Einstellung festgezogen wird. Durch die Verklemmung des Gewindes des Schafts des Befestigungselements gegen die Gewindehülse wird eine kraftschlüssige Verdrehsicherung erzielt, welche eine Drehung des Befestigungselements gegen das Mittelelement und somit eine Längenänderung des Abhängeelements verhindert.

Nachteilig bei dieser Ausführung ist, dass einerseits nach Einstellen der optimalen Länge der Abhängeelemente das Klemmelement für jedes Abhängeelement separat von Hand oder mittels eines Werkzeugs festgezogen werden muss, was einen hohen Arbeits- und Zeitaufwand erfordert. Desweiteren besteht die Gefahr, dass sich eine Klemm- oder Schraubbefestigung bei Erschütterungen, wie sie insbesondere in Flugzeugen oder anderen Fahrzeugen auftreten, löst und die Möglichkeit besteht, dass sich die abgehängten Elemente absenken. Dadurch besteht insbesondere die Gefahr, dass auch Personen zu Schaden kommen können, falls über den Personen hängende Elemente plötzlich tief absinken.

Der GB 524 717 ist ein gattungsbildendes Abhängeelement zu entnehmen.

Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, ein Abhängeelement bereitzustellen, welches leichter zu handhaben ist und eine verbesserte Sicherung gegen Längenverstellungen aufweist.

Die Aufgabe der Erfindung wird gelöst durch ein Abhängeelement mit den kennzeichnenden Merkmalen des Patentanspruchs 1.

Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.

Erfindungsgemäß ist in dem Mittelelement eine Führungshülse eingesetzt, welche eine axiale Öffnung mit der Innenkontur eines Mehrkants aufweist. Weiterhin ist erfindungsgemäß an der Gegenzahnscheibe an ihrer Rückenfläche ein Mehrkantrohr angeordnet, wobei das Mehrkantrohr der Gegenzahnscheibe in der axialen Öffnung der Führungshülse verschiebbar ist.

In der Ruheposition drückt das Federelement die Gegenzahnscheibe gegen die Zahnscheibe des Schafts eines der Befestigungselemente. Ein Verdrehen des Befestigungselements gegen das Mittelelement ohne Aufbringen einer Kraft gegen die Federkraft ist somit nicht möglich, wodurch eine Verdrehsicherung gewährleistet ist. Im Gegensatz zu den bekannten Abhängeelementen ist eine Aktivierung der Verdrehsicherung durch festziehen eines Klemmelements nicht vonnöten. Es ist somit sichergestellt, dass in automatisch nach Einstellen der gewünschten Länge des Abhängeelements die Verdrehsicherung gewährleistet ist. Ein weiterer Vorteil der Erfindung liegt darin, dass die Verdrehsicherung auf einem kraft- und einem formschlüssigen Eingriff beruht und somit ein Lösen der Verdrehsicherung durch Vibrationen und Erschütterungen nicht möglich ist, da die Verzahnung der Zahnscheibe und der Gegenzahnscheibe durch die Beaufschlagung mit dem Federelement in jeder Position in festem, formschlüssigen Eingriff stehen.

Greift das Mehrkantrohr der Gegenzahnscheibe in die axiale Öffnung der Führungshülse ein, welche gegenüber dem Mittelelement unverdrehbar angeordnet ist, ist über die Führung des Mehrkantrohrs und durch die Abstimmung der Außenkontur des Mehrkantrohrs der Gegenzahnscheibe auf die Innenkontur der axialen Öffnung der Führungshülse die Gegenzahnscheibe in Bezug auf das Mittelelement verdrehsicher angeordnet.

Vorzugsweise weisen beide Schäfte ein Gewinde auf, welche in je eine in dem Mittelelement angeordnete Gewindehülse bzw. in ein in die Innenfläche des Mittelelements eingeschnittenes Gewinde eingreifen. Dies gewährleistet, dass die Länge des Abhängeelements auch dann noch variiert werden kann, wenn die beiden Befestigungselemente bereits an den zu beabstandenden Elementen, beispielsweise der Flugzeugdecke und einer Gepäckbox, befestigt wurden. Sind die beiden in dem Mittelelement angeordneten Gewindehülsen bzw. die in die Innenfläche des Mittelelements eingeschnittenen Gewinde je ein Rechts- und ein Linksgewinde, kann das Mittelelement bei feststehenden Befestigungselementen gedreht werden, wobei sich entweder beide Befestigungselemente aus dem Mittelelement heraus- oder beide Befestigungselemente in das Mittelelement hinein bewegen.

In einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung weisen beide Schafte an ihrer Stirnfläche eine Zahnscheibe mit radial verlaufenden Zähnen auf, welche in auf der Stirnfläche einer Gegenzahnscheibe angeordnete radial verlaufende Zähne eingreifen, wobei die Gegenzahnscheiben auf ihrer Rückenfläche mit einem Federelement beaufschlagt werden. Auf diese Weise kann das erfindungsgemäße Abhängeelement symmetrisch ausgestaltet werden.

Bei einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung lassen die Außenabmessungen des Mehrkantrohrs der Gegenzahnscheibe ein Spiel des Mehrkantrohrs in der axialen Öffnung der Führungshülse zu. Dies ist dann von Vorteil, wenn bei einer Drehung des Mittelelements die Zähne der Zahnscheibe mit ihrer Spitze nicht vollständig in einen Zahngrund der Gegenzahnscheibe gleiten, sondern auf einer Flanke der Zähne der Gegenzahnscheibe stehen bleiben sollten. In diesem Fall kann sich das Mehrkantrohr der Gegenzahnscheibe aufgrund des zugelassenen Spiels in der axialen Öffnung gegen das Mittelelement und somit gegen die Zahnscheibe des Schafts des Befestigungselements geringfügig bewegen, wodurch die Zähne der Zahnscheibe in die Zwischenräume zwischen den Zähnen der Gegenzahnscheibe rutschen können, so dass in jeder Position ein formschlüssiger Eingriff der Zahnscheibe in die Gegenzahnscheibe gewährleistet ist.

Vorzugsweise stützt sich das Federelement gegen die Rückenfläche der Gegenzahnscheibe und die Führungshülse abstützt.

Bei einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung sind in die Stirnflächen des Mittelelements Kunststoffringe, vorzugsweise Polyamid-Ringe einsetzbar. Diese dichten den Schaft der Befestigungselemente gegen das Mittelelement ab und verhindern somit das Eindringen insbesondere von Wasser. Eine besonders wirksame Dichtung wird erzielt, wenn die Kunststoffringe nach Einsetzen in das Mittelelement in dieses eingebördelt werden.

Vorzugsweise stehen die Flanken der Zähne der Zahnscheibe und der Gegenzahnscheibe zueinander in einem Winkel von 60° bis 120°, vorzugsweise in einem Winkel von 90°. Bei größeren Winkeln kann der Eingriff der Zähne kaum noch durch Drehung überwunden werden, bei kleineren Winkeln lässt sich der Eingriff verhältnismäßig leicht überwinden und stellt kaum noch eine zuverlässige Verdrehsicherung dar. Bei einem Anstellwinkel der Flanken von 90° wird ein formschlüssiger Eingriff der Zähne gewährleistet.

Vorzugsweise sind auf der Stirnfläche der Zahnscheibe und der Stirnfläche der Gegenzahnscheibe jeweils zwei bis sechzehn, vorzugsweise sechs Zähne angeordnet. Die Zahl der Zähne beeinflusst die Längenänderung des Abhängeelements. Bei einer kleinen Anzahl von Zähnen entspricht jede Verdrehung um einen Zahn einer größeren Längenänderung als bei einer großen Anzahl von Zähnen. Eine größere Anzahl von Zähnen bedingt jedoch bei gleicher Höhe der Zähne einen steileren Winkel zwischen den Zähnen, welcher durch Drehung nicht mehr überwunden werden kann oder bei gleichbleibendem Winkel eine kleinere Höhe, die keinen zuverlässigen Eingriff der Zähne mehr gewährleistet.

Vorzugsweise beträgt die Gesamtlänge des Abhängeelements 20 mm bis 2000 mm beträgt. Je nach auftretenden auszugleichenden Unterschieden in den Deckenhöhen können somit die geeigneten Abhängeelemente gewählt werden.

Besonders bevorzugt ist eine Ausgestaltung derart, dass durch Drehung wenigstens eines der Befestigungselemente gegen das Mittelelement eine Längenänderung des Abhängeelements von 0,1 mm bis 100 mm erreichbar ist. Somit können alle üblichen Unregelmäßigkeiten und unterschiedlichen Deckenhöhen mit einem Typ von Abhängeelement ausgeglichen werden.

Bei einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung entspricht die Drehung der Verzahnung um einen Zahn einer Längenänderung des Abhängeelements von 0,1 mm bis 10 mm entspricht. Die Längenänderung hängt sowohl von der Anzahl der Zähne auf der Zahnscheibe bzw. der Gegenzahnscheibe als auch von der Ganghöhe der Gewinde in den Gewindehülsen des Mittelelements ab. Sind diese optimal aufeinander abgestimmt, sind derart geringe Längenänderungen möglich, so dass alle Unregelmäßigkeiten ausgeglichen werden können. Längenänderungen von weniger als 0,1 mm müssen in der Regel nicht mehr ausgeglichen werden, da sie innerhalb der Toleranzgrenzen liegen.

Besonders bevorzugt entspricht die Drehung der Verzahnung um einen Zahn einer Längenänderung des Abhängeelements von 0,1 bis 5 mm entspricht.

Vorzugsweise weist das Mittelelement auf der Außenseite eine Profilstruktur auf. Diese erhöht die Griffsicherheit der Person, welche das Mittelelement verdrehen möchte.

Vorteilhafterweise ist wenigstens ein Befestigungselement als Gabelkopf ausgebildet ist.

Vorzugsweise ist wenigstens ein Befestigungselement als Gelenklagerkopf ausgebildet. Durch die Ausbildung des Befestigungselement als Gelenklager können eventuelle Achsversätze zwischen der Achse des Gelenklagers und der Achse des einzubringenden Elements, beispielsweise eines Bolzens, ausgeglichen werden.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung soll anhand der folgenden Figuren ausführlich erläutert werden. Es zeigt:

1a einen Axialschnitt durch ein Ausführungsbeispiel der Erfindung im montierten Zustand,

1b eine perspektivische Ansicht des Innenaufbaus des Ausführungsbeispiels gemäß 1,

2 einen Querschnitt durch das Mittelelement des Ausführungsbeispiels aus 1,

3a eine perspektivische Ansicht der Zahnscheibe des Ausführungsbeispiels aus 1,

3b einen Axialschnitt der Zahnscheibe des Ausführungsbeispiels aus 1,

3c eine Seitenansicht der Zahnscheibe des Ausführungsbeispiels aus 1,

3d eine Draufsicht auf die Zahnscheibe des Ausführungsbeispiels aus 1,

4a eine Seitenansicht der Gegenzahnscheibe des Ausführungsbeispiels aus 1,

4b eine Draufsicht auf die Gegenzahnscheibe des Ausführungsbeispiels aus 1,

4c Ansicht gemäß Linie X aus 4a auf die Gegenzahnscheibe des Ausführungsbeispiels aus 1,

4d einen Axialschnitt der Gegenzahnscheibe des Ausführungsbeispiels aus 1 und

4e eine perspektivische Ansicht der Gegenzahnscheibe des Ausführungsbeispiels aus 1.

1 zeigt einen Axialschnitt durch ein erfindungsgemäßes Abhängeelement mit einem Mittelelement 10, einem ersten Befestigungselement 30 und einem zweiten Befestigungselement 40.

Das Mittelelement 10 besteht aus einem runden Hohlrohr mit zwei Stirnflächen 11, 12 (vgl. 2). Ausgehend von den Stirnflächen ist der Innendurchmesser des Mittelelements in einem Abschnitt 16 aufgeweitet, um den Einsatz von zwei Polyamidringen 17 zu ermöglichen. An den aufgeweiteten Abschnitt 16 schließt sich jeweils eine Gewindehülse 13, 14 an. Die Gewindehülsen 13, 14 können auch durch ein in die Innenfläche des Mittelelements eingeschnittenes Gewinde ersetzt werden. Dabei weist eine der Gewindehülsen 13, 14 ein Rechtsgewinde und die andere der Gewindehülsen 13, 14 ein Linksgewinde auf. Die Gewindehülsen 13, 14 sind verdrehsicher in dem Mittelelement 10 befestigt, beispielsweise durch Einkleben.

In die Gewindehülsen 13, 14 wird je eins der Befestigungselemente 30, 40 eingesetzt. Dazu weisen die Befestigungselemente jeweils einen Schaft 32, 42 auf, welcher ein der jeweiligen Gewindehülse 13, 14 entsprechendes Gewinde aufweist. Die freien Enden der Schäfte 32, 42 enden in einer Stirnfläche 33, 43. die beiden Befestigungselemente 30, 40 können somit in die in das Mittelelement 10 eingelassenen Gewindehülsen 13, 14 eingedreht werden.

Die Polyamidringe 17 dichten die Schäfte 32, 42 der Befesti- gungselemente 30, 40 gegen das Mittelelement 10 ab. Nach Einsatz der Polyamidringe 17 in die Abschnitte 16 werden die Polyamidringe 17 eingebördelt (s. 1a), um die Dichtigkeit zu erhöhen und insbesondere das Eindringen von Wasser in den Innenraum des Mittelelements 10 zu verhindern.

Auf die Stirnfläche 43 des zweiten Befestigungselements 40 ist eine Scheibe 50 aufgesetzt, welche beispielsweise aufgeklebt oder aufgenietet ist, um sicherzustellen, dass das Befestigungselement 40 nicht vollständig aus dem Gewinde 13 herausgedreht werden kann.

Auf die Stirnfläche 33 des ersten Befestigungselements 30 ist eine Zahnscheibe 20 aufgesetzt, welche ebenfalls fest mit dem Schaft 32 verbunden ist, beispielsweise durch Auf nieten oder Verkleben. Die Zahnscheibe 20 weist eine glatte Bodenfläche 22 und eine Stirnfläche 21 auf, auf welcher mehrere radial verlaufende Zähne 25 mit Flanken 26, Zahnspitzen 27 und Zahngründen 28 angeordnet sind (vgl. 3a bis 3d). Im vorliegenden Beispiel sind die Flanken 26 der Zähne 25 im rechten Winkel zueinander angeordnet, sodass sich symmetrische Zähne ergeben. Die Zähne können jedoch auch asymmetrisch oder wellenförmig ausgebildet sein. Die Zahnspitzen 27 weisen einen Radius auf und sind somit leicht abgerundet, so dass die Bewegung der Zahnspitzen nicht zu übermäßen Belastungen führt. In die ebene Bodenfläche 22 der Zahnscheibe 20 ist eine Vertiefung eingelassen, in welche der Schaft 33 des Befestigungselements 30 eingesetzt wird.

Im Innenraum des Mittelelements 10 ist eine Gegenzahnscheibe 60 verschiebbar angeordnet. Die Gegenzahnscheibe 60 weist eine glatte Rückenfläche 62 und eine Stirnfläche 61 auf, auf welcher mehrere radial verlaufende Zähne 65 mit Flanken 66, Zahnspitzen 67 und Zahngründen 68 angeordnet sind (vgl. 4a bis 4e). Im vorliegenden Beispiel sind die Flanken 66 der Zähne 65 im rechten Winkel zueinander angeordnet, sodass sich symmetrische Zähne ergeben. Die Zahnspitzen 67 sind ebenfalls leicht abgerundet. Die Gegenzahnscheibe 60 ist so im Innenraum des Mittelelements 10 angeordnet, dass ihre Stirnfläche 61 der Stirnfläche 21 der am Befestigungselement 30 angeordneten Zahnscheibe 20 zugewandt ist. Die Zähne 25 der Zahnscheibe 20 stehen so mit den Zähnen 65 der Gegenzahnscheibe 60 in Eingriff und bilden eine Verzahnung. Durch die symmetrische Ausgestaltung der Zähne 25 und 65 ist ein optimaler formschlüssiger Eingriff gewährleistet.

An der Rückenfläche 62 ist ein axial verlaufender Mehrkantschaft 63 angeordnet.

In das Mittelelement 10 ist eine Führungshülse 80 eingesetzt, welche in ihrem Außendurchmesser mit dem Innendurchmesser des Mittelelements 10 übereinstimmt. Die Führungshülse 80 ist somit verdrehsicher in das Mittelelement 10 eingepresst. Zur Erhöhung der Verdrehsicherheit können zusätzliche profilierte Oberflächen auf der Innenfläche des Mittelelemente 10 oder auf der Außenfläche der Führungshülse 80 angebracht werden.

Die Führungshülse 81 weist eine axiale Durchgangsöffnung 81 mit der Innenkontur eines Mehrkants auf. Die Innenkontur der axialen Durchgangsöffnung 81 entspricht dabei der Außenkontur des Mehrkantschafts 63 der Gegenzahnscheibe 60, so dass die Gegenzahnscheibe 60 beweglich in der Führungshülse 80 verschiebbar ist. Die Innenkontur der Durchgangsöffnung 81 bzw. die Außenkontur des Mehrkantschafts 63 kann ein beliebiges Polygon sein, welches die Verdrehsicherheit des Mehrkantschafts 63 gegenüber der Führungshülse 80 gewährleistet. Beispielsweise kann der Mehrkantschaft 63 als zylindrisches Rohr mit einer an der Oberfläche axial verlaufenden Nut ausgebildet sein, in welche ein entsprechend geformter Steg einer ansonsten zylindrisch ausgebildeten Durchgangsöffnung 81 eingreift. Vorliegend ist der Querschnitt des Mehrkantschafts 63 und der Querschnitt der Durchgangsöffnung 81 als regelmäßiges 6-Eck ausgebildet. Der Mehrkantschaft 63 ist somit in der Durchgangsöffnung 81 verschiebbar.

Zwischen der Führungshülse 80 und der Gegenzahnscheibe 60 ist ein Federelement 70, vorliegend eine Spiralfeder, angeordnet, welche sich gegen die Führungshülse 80 und die Rückenfläche 62 des Gegenzahnscheibe 60 abstützt und somit eine Beaufschlagung der Gegenzahnscheibe 60 bewirkt. Die bewegliche Gegenzahnscheibe 60 wird somit stets gegen die Zahnscheibe 20 des Befestigungselements 30 gedrückt (vgl. 1a, 1b).

Sowohl die Zahnscheibe 20 als auch die Gegenzahnscheibe 60 sind über den gesamten Umfang mit radial verlaufenden, äquidistant angeordneten Zähnen 25, 65 versehen. Selbstverständlich können sowohl die Zahnscheibe 20 als auch die Gegenzahnscheibe 60 auch nur abschnittsweise mit radial verlaufenden Zähnen ausgestattet sein.

Die Außenkonturen des Mehrkantschafts 63 erlauben ein Spiel in der Durchgangsöffnung 81. Der Vorteil eines solchen Spiels liegt darin, dass, falls bei einer Drehung des Mittelelements 10 die Zähne 25 der Zahnscheibe 20 mit ihrer Spitze 27 nicht vollständig in die Zahngründe 68 gleiten sollten, sondern auf den Flanken 66 der Zähne 65 der Gegenzahnscheibe 60 stehen bleiben sollten, sich das Mehrkantrohr 63 der Gegenzahnscheibe 60 aufgrund des zugelassenen Spiels in der axialen Durchgangsöffnung 81 gegen das Mittelelement 10 und somit gegen die Zahnscheibe 20 des Schafts 32 des Befestigungselements 30 geringfügig bewegen kann, wodurch die Zähne 25 der Zahnscheibe 20 aufgrund der Beaufschlagung durch das Federelement 70 in die Zahngründe 68 zwischen den Zähnen 65 der Gegenzahnscheibe 60 rutschen können, so dass in jeder Position ein formschlüssiger Eingriff der Zahnscheibe 20 in die Gegenzahnscheibe 60 gewährleistet ist.

Das erfindungsgemäße Abhängeelement arbeitet auf folgende Weise. Bei Drehung des Mittelelements 10 bei feststehenden Befestigungselementen 30, 40 wird aufgrund der gegensinnigen Gewinde der beiden Gewindehülsen 13, 14 die Länge des Abhängeelements dadurch variiert, dass entweder beide Befestigungselemente 30, 40 in das Mittelelement 10 hineingezogen oder herausgeschoben werden. Die Verdrehung des Mittelelements 10 wird dem Benutzer dadurch erleichtert, dass auf der Oberfläche des Mittelelements 10 eine Profilstruktur angeordnet ist.

Bei der Verwendung der Abhängeelemente in Fahrzeugen oder sonstigen Vorrichtungen, die starken Erschütterungen ausgesetzt sind, muss garantiert sein, dass sich die einmal eingestellte Länge nicht ändert und somit, dass sich das Mittelelement 10 nicht gegen die Befestigungselemente 30, 40 verdrehen kann. Dies ist durch die Verzahnung der Zahnscheibe 20 mit der Gegenzahnscheibe 60 unter Beaufschlagung durch das Federelement 70 sichergestellt. Bei Verdrehung des Mittelelements 10 gegen die Befestigungselemente 30, 40 verschieben sich die Flanken 26, 66 der Zähne 25 der Zahnscheibe 20 und der Zähne 65 der Gegenzahnscheibe 60 derart, dass die Zahnspitzen 27 der Zähne 25 der Zahnscheibe 20 auf den Flanken 66 der Zähne 65 entlang laufen, bis die Zahnspitzen 27 der Zähne 25 auf den Zahnspitzen 67 der Zähne 65 stehen, um anschließend auf der anderen Seite des Zahnes 65 in den Zahngrund 68 wieder herabzugleiten. Eine derartige Verdrehung um einen Zahn bewirkt die kleinstmögliche Längenänderung, deren Absolutbetrag sowohl von der Breite der Zähne 25, 65 als auch von der Ganghöhe der Gewinde 13, 14 abhängig ist. Dabei können minimale Änderungen der Länge der Abhängeelemente von 0,1 mm bis zu 10 mm erreicht werden. Die maximale Längenänderung des Abhängeelements hängt von der Länge des Gewindes auf dem Schaft des Befestigungselements 30, 40 und der Länge der Gewindehülsen 13, 14 ab und kann bis zu 100 mm betragen. Die Gesamtlänge der unterschiedlichen Typen von Abhängeelementen variiert zwischen 20 und 2000 mm.

Die Ausgestaltung der Befestigungselemente ist von dem Anwendungsfall der Abhängeelemente abhängig. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel ist das erste Befestigungselement 30 als Gelenkkopf ausgebildet. Das zweite Befestigungselement 40 ist als Gabelkopf ausgebildet. Die Art der Befestigungselemente ist jedoch nicht erfindungswesentlich. Insbesondere können auch beide Befestigungselemente 30, 40 als Gelenkkopf oder als Gabelkopf ausgebildet sein.

10Mittelelement 11Stirnfläche 12Stirnfläche 13Gewindehülse 14Gewindehülse 16Abschnitt 17Kunststoffring 20Zahnscheibe 21Stirnfläche 22Bodenfläche 25Zahn 26Flanke 27Zahnspitze 28Zahngrund 30Befestigungselement 32Schaft 33Stirnfläche 40Befestigungselement 42Schaft 43Stirnfläche 50Scheibe 60Gegenzahnscheibe 61Stirnfläche 62Rückenfläche 63Mehrkantschaft 65Zahn 66Flanke 67Zahnspitze 68Zahngrund 70Federelement 80Führungshülse 81axiale Durchgangsöffnung

Anspruch[de]
  1. Abhängeelement mit zwei Befestigungselementen (30, 40), welche jeweils einen Schaft (32, 42) aufweisen, wobei wenigstens ein Schaft (32, 42) ein Gewinde aufweist, und mit einem Mittelelement (10), welches in wenigstens einer der Stirnflächen (11, 12) eine Gewindehülse (13, 14) oder ein in die Innenfläche des Mittelelements (10) eingeschnittenes Gewinde aufweist, und in welches an den sich gegenüberliegenden Stirnflächen (11, 12) die Befestigungselemente (30, 40) eingreifen, und wobei wenigstens einer der Schäfte (32, 42), welche ein Gewinde aufweisen, an seiner Stirnfläche (33) eine Zahnscheibe (20) mit radial verlaufenden Zähnen (25) aufweist, welche in auf der Stirnfläche (61) einer Gegenzahnscheibe (60) angeordnete radial verlaufende Zähne (65) eingreifen, wobei die Gegenzahnscheibe (60) auf ihrer Rückenfläche (62) mit einem Federelement (70) beaufschlagt wird, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Mittelelement (10) eine Führungshülse (80) eingesetzt ist, welche eine axiale Durchgangsöffnung (81) mit der Innenkontur eines Mehrkants aufweist, dass an der Gegenzahnscheibe (60) an ihrer Rückenfläche (62) ein Mehrkantschaft (63) angeordnet ist und dass der Mehrkantschaft (63) der Gegenzahnscheibe (60) in der axialen Durchgangsöffnung (81) der Führungshülse (80) verschiebbar ist.
  2. Abhängeelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass beide Schäfte (32, 42) ein Gewinde aufweisen, welche in je eine in dem Mittelelement (10) angeordnete Gewindehülse (13, 14) oder ein in die Innenfläche des Mittelelements (10) eingeschnittenes Gewinde eingreifen.
  3. Abhängeelement nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Gewindehülsen (13, 14) oder die beiden eingeschnittenen Gewinde des Mittelelements (10) je ein Rechts- und ein Linksgewinde aufweisen.
  4. Abhängeelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass beide Schäfte an ihrer Stirnfläche eine Zahnscheibe mit radial verlaufenden Zähnen aufweisen, welche in auf der Stirnfläche einer Gegenzahnscheibe angeordnete radial verlaufende Zähne eingreifen, wobei die Gegenzahnscheiben auf ihrer Rückenfläche mit einem Federelement beaufschlagt werden.
  5. Abhängeelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Außenabmessungen des Mehrkantschafts (63) der Gegenzahnscheibe (60) ein Spiel des Mehrkantschafts (63) in der axialen Durchgangsöffnung (81) der Führungshülse (80) zulassen.
  6. Abhängeelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich das Federelement (70) gegen die Rückenfläche (62) der Gegenzahnscheibe (60) und die Führungshülse (80) abstützt.
  7. Abhängeelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in die Stirnflächen (11, 12) des Mittelelements (10) Kunststoffringe (17) einsetzbar sind.
  8. Abbhängeelement nach Anspruch 7 dadurch gekennzeichnet, dass die Kunststoffringe (17) Polyamid-Ringe sind.
  9. Abhängeelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Flanken (26, 66) der Zähne (25, 65) der Zahnscheibe (20) und der Gegenzahnscheibe (60) zueinander in einem Winkel von 60° bis 120° stehen.
  10. Abhängeelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Flanken (26, 66) der Zähne (25, 65) der Zahnscheibe (20) und der Gegenzahnscheibe (60) zueinander in einem Winkel von 90° stehen.
  11. Abhängeelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Stirnfläche (21) der Zahnscheibe (20) und der Stirnfläche (61) der Gegenzahnscheibe (60) jeweils zwei bis sechzehn Zähne (25, 65) angeordnet sind.
  12. Abhängeelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Stirnfläche (21) der Zahnscheibe (20) und der Stirnfläche (61) der Gegenzahnscheibe (60) jeweils sechs Zähne (25, 65) angeordnet sind.
  13. Abhängeelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass durch Drehung wenigstens eines der Befestigungselemente (30, 40) gegen das Mittelelement (10) eine Längenänderung des Abhängeelements von 0,1 mm bis 100 mm erreichbar ist.
  14. Abhängeelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehung der Verzahnung um einen Zahn einer Längenänderung des Abhängeelements von 0,1 mm bis 10 mm entspricht.
  15. Abhängeelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehung der Verzahnung um einen Zahn einer Längenänderung des Abhängeelements von 0,1 bis 5 mm entspricht.
  16. Abhängeelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Mittelelement (10) auf der Außenseite eine Profilstruktur aufweist.
  17. Abhängeelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Befestigungselement (40) als Gabelkopf ausgebildet ist.
  18. Abhängeelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Befestigungselement (30) als Gelenklagerkopf ausgebildet ist.
  19. Abhängeelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Gesamtlänge des Abhängeelements 20 mm bis 2000 mm beträgt.
Es folgen 5 Blatt Zeichnungen






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