PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE102004029699A9 01.06.2006
Titel Antischimmelbeschichtung
Anmelder Böschen, Maxi-Lu, 12161 Berlin, DE
Erfinder Böschen, Maxi-Lu, 12161 Berlin, DE
DE-Anmeldedatum 15.06.2004
DE-Aktenzeichen 102004029699
Offenlegungstag 04.05.2005
Date of publication of correction 01.06.2006
Information on correction Berichtigung in Absatz ABS. 8, 10 DER A9-SCHRIFT V. 16.02.06 der Beschreibung
IPC-Hauptklasse C09D 5/16(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse C08K 3/38(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   C08K 3/26(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   

Beschreibung[de]
Stand der Technik

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer Antischimmelbeschichtung. Es sind zahlreiche Verfahren bekannt.

Aufgabenstellung

Durch experimentelle Untersuchungen mit verschiedenen Farben, Anstrichen, Beschichtungen aller Art konnte nachgewiesen werden, dass das beschriebene Verfahren mit der letztlich verwendeten Beschichtung der Fa. SICC, Berlin, Produktname Thermo Shield (im weiteren TS genannt), einen hohen Stellenwert bei präventiven Maßnahmen zur Verhinderung von Schimmelpilzbildung hat.

Der Wasseranteil wird vom deutschen Hersteller, der SICC, mit ca. 20–22% pro Liter für die Produkte Interieur und Exterieur angegeben.

Bei dem benannten Verfahren wird das Borax mit einem Anteil von max, 20 g pro Liter Wasser beigemischt, vorzugsweise 3–10 g pro Liter, je nach Anwendungsgebiet. Die Beimischung von Borax und die Wirkwieisen der Thermo Shield Produkte Interieur für Innenanstriche und Exterieur für Fassaden ergeben eine hohe Resistenz gegen Schimmelpilzbildungen.

Diese wird auf vielfältige Weise erreicht. Neben der bekannten Wirkweise, der teilweise Umwandlung von Konvektionswärme in Strahlungswärme in Verbindung mit einer hohen Aufnahme- und Abgabefähigkeit von Feuchte (Wasser) verbleiben die gelösten Kristalle langfristig in der Beschichtung. Dadurch erreicht die neue Beschichtung nach dem beschriebenen Verfahren eine hohe Resistenz gegen Schimmelpilzbildungen.

Die in Wasser gelösten Kristalle verbinden sich bei der Anmischung mit TS-Produkten in der Matrix auf hervorragende Weise.

Je nach Einsatz der Antischimmelbeschichtung ist der Zusatz von Borax in den Thermo Shield Produkten der Fa. SICC zu bestimmen.

So werden für Außenbeschichtungen (Fassaden) pro Liter Exterieur 3–8 g Borax zugegeben. Durch die diffusionsoffene Beschichtung reguliert sich der Wasseranteil in der Art, dass ein Auskristallisieren der Kristalle gering gehalten wird. Der möglicherweise geringe Anteil an Verlusten des Borax in der Beschichtung führt zu keinen anderweitigen Schädigungen; ähnlich wie bei Waschmitteln oder Bleichmitteln, die durch die Waschgänge in die Kanalisation gelangen.

Ausführungsbeispiel

Für den Innenbereich wird zwischen hohen Feuchte belasteten Räumen und weniger belasteten Räumen unterschieden. In Bädern wird ein höherer Anteil an Borax verwendet (5–10 g) als in der Küche (4–8 g) oder Wohnräumen (Stube 2–5 g; Kinderzimmer 3–6 g; Schlafzimmer 3–8 g).

Durch die hohe Aufnahme und Abgabe von Feuchte (ca. 300 g pro m2/h) bleibt in Bädern, aber auch in den anderen beschriebenen Räumen ein fast konstanter Wert an Feuchte in der Beschichtung und dem Mauerwerk. Die Sättigung von Feuchte in der Luft wird durch die Beschichtung teilweise reguliert.

Dadurch wird eine Schimmelpilzbildung in hohem Maß verhindert. Es muss darauf hingewiesen werden, dass Baumängel oder anderweitige Mängel trotz Beschichtung zu Schimmelpilzbildungen führen können.

Zur Verhinderung von Schimmelpilzbildungen nach Jahren, ist die Nachbehandlung der beschichteten Wände/Räume durch eine Boraxlösung vorzunehmen, die dadurch den benannten Zustand zur Verhinderung von Schimmelpilzbildungen wieder herstellt. Dabei werden je nach Räumlichkeit eine Lösung hergestellt, die im Maximum 20 g Borax pro Liter Wasser enthält.

Statt Borax kann zum Herstellen der erfindungsgemäßen Antischimmelbeschichtung auch Pottasche, also K2CO3 Verwendung finden.


Anspruch[de]
  1. Verfahren zur Herstellung einer Antischimmelbeschichtung für Innenräume, durch die beschriebenen Verfahrensschritte;
  2. Verfahren zur Herstellung nach Anspruch 1, für Außenwände/Fassaden, durch die beschriebenen Verfahrensschritte;
  3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass das insbesondere in Pulverform angelieferte Borax oder Pottasche in Wasser gelöst wird und dann im Herstellungsverfahren der benannten Produkte eingemischt wird, bzw. direkt beigemischt wird.
  4. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass anderweitige Boraxverbindungen, die den gleichen Zweck erfüllen (Wirkweisen in Bezug auf den ph-Wert) wie Borax selbst;
  5. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass Borax oder Pottasche in wasseraufnahme- und abgabefähigen Trägermaterialien (Farben, Beschichtungen oder dergleichen) eingemischt wird;
  6. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, sowie für Punkt 4 und 5, zur Herstellung einer Borax- bzw. Pottaschelösung zur Wiederherstellung der Wirkweisen der vorhandenen Beschichtung als Antischimmelbeschichtung.
Es folgt kein Blatt Zeichnungen






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

  Patente PDF

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com