Warning: fopen(111data/log202004051938.log): failed to open stream: No space left on device in /home/pde321/public_html/header.php on line 107

Warning: flock() expects parameter 1 to be resource, boolean given in /home/pde321/public_html/header.php on line 108

Warning: fclose() expects parameter 1 to be resource, boolean given in /home/pde321/public_html/header.php on line 113
Computersystem und Verfahren zum automatischen Ausführen von Bestellungen - Dokument DE102004047328A1
 
PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE102004047328A1 01.06.2006
Titel Computersystem und Verfahren zum automatischen Ausführen von Bestellungen
Anmelder Océ Printing Systems GmbH, 85586 Poing, DE
Erfinder Pietsch, Anton, 82544 Egling, DE;
Pfisterer, Alfred, 83703 Gmund, DE;
Czempik, Uve, 83527 Haag, DE;
Petraschka, Peter, 82541 Münsing, DE
Vertreter Schaumburg, Thoenes, Thurn, Landskron, 81679 München
DE-Anmeldedatum 29.09.2004
DE-Aktenzeichen 102004047328
Offenlegungstag 01.06.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 01.06.2006
IPC-Hauptklasse G06Q 50/00(2006.01)A, F, I, 20060309, B, H, DE
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft ein Computersystem und ein Verfahren zum automatischen Ausführen von Bestellungen von Teilen bei einem Lieferanten durch einen Fabrikanten.
Die Erfindung zeichnet sich dadurch aus, dass beim Fabrikanten automatisch der Bedarf an Teilen erfasst wird und dem Lieferanten die entsprechenden Daten zur Verfügung gestellt werden.
Hierdurch ist es nicht notwendig, einzelne Bestellungen zu formulieren und abzusenden. Der administrative Aufwand wird wesentlich verringert.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Computersystem und ein Verfahren zum automatischen Ausführen von Bestellungen von Teilen bei einem Lieferanten durch einen Fabrikanten.

Herkömmlicherweise haben Fabrikanten Teile von Lieferanten durch Austausch einer individuellen Nachricht bestellt, die üblicherweise per Brief, per Fax oder per e-Mail vom Fabrikanten an den Lieferanten übermittelt wird. Hierzu betreiben die Fabrikanten eine Einkaufsabteilung, die die Teilewünsche der einzelnen Abteilungen des Fabrikanten entgegennimmt, sie in entsprechende Bestellaufträge formuliert und an den jeweiligen Lieferanten übermittelt. Der Lieferant liefert hierauf die bestellten Teile. Die Bearbeitung der Bestellungen durch die Einkaufsabteilung stellt einen erheblichen administrativen Aufwand dar, der entsprechend große Kosten verursacht und zudem zu einer Verzögerung im Bestellwesen führt. Weiterhin betreiben Fabrikanten in der Regel ein Lager für oftmals und in regelmäßigen Abständen benötigte Teile. Der Bedarf an den einzelnen Teilen ist im Voraus von der Lagerverwaltung zu ermitteln. Hierzu gibt es geeignete betriebswirtschaftliche Software, mit der sich auch der zukünftige Bedarf der einzelnen Teile abschätzen und der Lagerbestand optimieren lässt. Ein hoher Lagerbestand ist grundsätzlich nachteilig, da er Kapital bindet.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein System und ein Verfahren zu schaffen, mit welchen Bestellungen automatisch ausgeführt werden, wobei der administrative Aufwand auf ein Minimum verringert wird.

Die Aufgabe wird durch ein Computersystem mit dem Merkmal des Anspruchs 1 und durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 16 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sind in jeweiligen Unteransprüchen angegeben.

Das erfindungsgemäße Computersystem zum automatischen Ausführen von Bestellungen von Teilen bei einem Lieferanten durch einen Fabrikanten umfasst:

  • – Ein Fabrikantencomputersystem zum Erfassen des Bedarfs an Teilen,
  • – eine Datenverbindung zu mindestens einem Lieferantencomputersystem eines bestimmten Lieferanten, wobei über die Datenverbindung dem Lieferantencomputersystem, die den Bedarf beschreibenden Daten an von diesem Lieferanten zu liefernden Teilen, automatisch zur Verfügung gestellt werden.

Mit diesem System wird der Bedarf an zu liefernden Teilen erfasst und dann automatisch dem jeweiligen Lieferanten zur Verfügung gestellt. Das System ordnet somit den im Bedarf beschreibenden Daten den jeweiligen Lieferanten zu und stellt sie über die Datenverbindung den jeweiligen Lieferanten zur Verfügung. Die Lieferanten können deshalb bedarfsgerecht liefern. Es muss keine separate Bestellung formuliert und an den Lieferanten übermittelt werden. Die Übermittlung der den Bedarf beschreibenden Daten erfolgt vollautomatisch, wodurch keine Bestellung formuliert und an einen Lieferanten übermittelt werden muss und der administrative Aufwand auf ein Minimum verringert ist.

Vorzugsweise entsprechen die dem Bedarf beschreibenden Daten den gewünschten Lagerbestand, insbesondere eines Kommissionslagers, so dass der Lieferant selbständig und eigenverantwortlich den Lagerbestand aufrecht erhält. Hierzu ist es zweckmäßig, dass bestimmte Bestandskontrollgrößen erfasst werden, wie zum Beispiel ein Meldebestand, ein Maximalbestand und ein Sicherheitsbestand, die regelmäßig und automatisch anhand der erfassten Bedarfsdaten angepasst werden und vom Lieferanten einzuhalten sind. Der Lieferant hat durch die automatische Erfassung dieser Bestandskontrollgrößen und Übermittlung an ihn den Vorteil, dass er seine Produktion hierauf einstellen und langfristig planen kann, wodurch beim Planungssicherheit besteht, was ein wesentlicher Kostenvorteil ist.

Weiterhin ist es zweckmäßig, den Lieferanten Meldungen automatisch zu übermitteln, die ihm anzeigen, ob er die Bestandskontrollgrößen erfüllt. Vorzugsweise werden diese Meldungen als Signalmeldungen in Form eines Farbpunktes auf einer grafischen Benutzeroberfläche dargestellt, wobei ein roter Farbpunkt bedeutet, dass der Lieferant sofort tätig werden muss, ein gelber Farbpunkt, dass zumindest demnächst eine Reaktion vom Lieferanten gefordert wird und ein grüner Farbpunkt, dass aktuell keine Tätigkeit gefordert wird. Der Farbpunkt ist zum Beispiel rot, wenn der Lagerbestand des entsprechenden Teiles kleiner als der Sicherheitsbestand ist. Der Farbpunkt ist gelb, wenn der Lagerbestand gleich wie oder größer als der Sicherheitsbestand und kleiner oder gleich dem Meldebestand ist. Der Farbpunkt ist grün, wenn der Lagerbestand größer als der Meldebestand ist.

Weiterhin ist es zweckmäßig, dem Lieferanten Informationen zu den letzten Warenbewegungen bereit zu stellen. Hierdurch kann der Lieferant kontrollieren, ob eine Warensendung bereits beim Fabrikanten eingegangen und in dessen Fabrikantencomputersystem verbucht worden ist. Hierdurch lassen sich Mehrfachlieferungen vermeiden, da eine Bedarfsmeldung nicht beim Versand der Ware vom Lieferanten, sondern erst bei Eingang der Ware beim Fabrikanten im System registriert wird, so dass dem Lieferanten, obwohl er die Ware bereits versandt hat, weiterhin ein Bedarf angezeigt wird.

Bei bevorzugten Ausführungsformen der Erfindung werden dem Lieferanten Informationen zu den geplanten Warenbewegungen bereitgestellt, wodurch der Lieferant noch langfristiger seine Produktion planen kann.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispieles näher erläutert. Die Zeichnungen zeigen in

1 schematisch ein Computersystem zum automatischen Ausführungen von Bestellungen,

25 jeweils Bildschirmdarstellungen einer grafischen Benutzeroberfläche eines Softwareproduktes zum Ausführen des erfindungsgemäßen Verfahrens, und

6A6C einen vollständigen Datensatz für ein Teil, der einem Lieferanten zur Verfügung gestellt wird, in einer zum Drucken geeigneten Formatierung.

1 zeigt schematisch ein erfindungsgemäßes Computersystem 1 zum automatischen Ausführen von Bestellungen von Teilen durch einen Fabrikanten bei einem Lieferanten. Das Computersystem 1 umfasst eine zentrale Rechenanlage, die hier durch einen Host-Rechner 2 dargestellt ist, auf dem eine betriebswirtschaftliche Software, wie zum Beispiel SAP R/3, gespeichert ist und zur Ausführung gebracht wird. Der Host-Rechner ist über eine Schnittstelle 3 mittels einer Datenleitung 4 mit einem internen Server 5 verbunden. Diese Schnittstelle 3 wird als Funktionsbaustein FB bezeichnet und liest aus der betriebswirtschaftlichen Software Daten aus und übermittelt sie an den internen Server 5. Am internen Server 5 ist ein Programm (BC: Business Connector) zur Übermittlung der Daten an einen externen Server 6 gespeichert und wird dort zur Ausführung gebracht. Zwischen dem internen Server 5 und dem externen Server 6 ist eine erste interne Firewall 7 angeordnet, die verhindern soll, dass ein nicht Berechtigter die Datenverbindung zwischen dem internen Server 5 und dem externen Server 6 nutzen kann.

Auf dem externen Server 6 sind ein e-Mail-Serverprogramm (SAP BC Proxy), ein Webserver-Programm und ein Application-Serverprogramm gespeichert und werden dort zur Ausführung gebracht. Der e-Mail-Server und der Webserver sind mit separaten Datenleitungen 8, 9 mit einer externen Firewall 10 verbunden. Dort führen Datenleitungen 11, die Bestandteil eines WAN (Wide Area Network), wie zum Beispiel des Internets, sind, zu den Computersystemen 12 der Lieferanten. Das Application-Serverprogramm erzeugt eine Oberfläche und lädt die vom e-Mail-Serverprogramm erhaltenen Daten in die Oberfläche. Die so mit Daten versehene Oberfläche wird vom Webserver-Programm über die Datenleitungen 9, 11 zum Lieferantencomputersystem übertragen. In 1 ist zur Vereinfachung der Zeichnung lediglich ein einziges Lieferantencomputersystem 12 dargestellt.

Das Computersystem 2, 5, 6 des Fabrikanten ermittelt zum Beispiel anhand der betriebswirtschaftlichen Software am Host-Rechner 2 den Bedarf und stellt die dem Bedarf beschreibenden Daten mittels des Servers 5, 6 dem Computersystem des Lieferanten automatisch zur Verfügung. Dies kann grundsätzlich auf zwei unterschiedliche Arten erfolgen. Zum einen können die Daten über den Webserver auf dem externen Server 6 zum Abruf als Internetseiten zur Verfügung gestellt werden. Zum anderen können die Daten automatisch als e-Mails mittels des e-Mail-Servers des externen Servers 6 zum Computersystem des Lieferanten gesendet werden.

Beispiele der entsprechenden Internetseiten sind in den 2 bis 5 dargestellt.

2 zeigt eine tabellarische Darstellung der entsprechenden Daten, wobei die Tabelle mehrere Spalten aufweist, die mit Werk, Lgort, Material, Sachnr, &Sgr;Vorschau, Bestand, Status und mit % bezeichnet sind. Die Spalten Bestand und Status sind in weitere Teilspalten unterteilt, die unten näher erläutert werden.

Die Spalte Werk enthält die Nummer des Werkes, bei der das Teil gelagert wird bzw. an die das Teil geliefert werden muss. Die Bezeichnung Lgort ist eine Abkürzung für den Lagerort. Diese Spalte enthält eine Nummer, die den Lagerort innerhalb eines bestimmten Werkes bezeichnet, an dem das Teil gelagert wird.

Die Spalten Material und Sachnr, was für Sachnummer steht, beinhalten jeweils eine alphanumerische Bezeichnung bzw. Nummer für das Teil bzw. den Artikel, wobei im vorliegenden Ausführungsbeispiel die mit Material bezeichnete Nummer von der Lagerverwaltung und der betriebswirtschaftlichen Verwaltung bevorzugt verwendet wird, wohingegen die mit Sachnr bezeichnete Nummer bevorzugt von der Entwicklungsabteilung und der Produktion des Fabrikanten verwendet wird.

Die mit &Sgr;Vorschau bezeichnete Spalte gibt dem Lieferanten eine Vorschau über den zukünftigen Produktbedarf an. Dies wird unten noch näher erläutert.

Für die Erfindung ist die Spalte Bestand von wesentlicher Bedeutung, denn sie zeigt implizit den Bedarf an Teilen an. In der Spalte Bestand werden mehrere Kennzahlen des Lagerbestandes bei Fabrikanten für ein jedes Teil angegeben. Diese Kennzahlen sind ein Sicherheitsbestand (Sicherh), ein Meldebestand (Melde), ein Maximalbestand (Max), ein Konsignationsbestand (Konsi) und ein OPS-Bestand (OPS).

Der Sicherheitsbestand ist ein Mindestbestand, der immer am Lager vorrätig sein soll. Der Sicherheitsbestand wird aus dem durchschnittlichen Tagesbedarf multipliziert mit einer Sicherheitspufferzeit berechnet.

Der Meldebestand ist der Bestand, bei dessen Unterschreiten der Lieferant informiert wird, dass die Teile zu liefern sind. Ein Unterschreiten des Meldebestands bedeutet, dass ein Bedarf an Teilen besteht, wobei der Bedarf mindestens die Differenz zwischen dem Meldebestand und dem Ist-Bestand ist. Der Meldebestand wird aus dem Produkt zwischen dem durchschnittlichen Tagesbedarf und der Summe einer Planlieferzeit und einer Pufferzeit berechnet.

Der Maximalbestand gibt die maximale Anzahl einer bestimmten Art von Teilen an, die im Lager gelagert werden sollen. Der Maximalbestand wird mit dem gleichen Produkt wie der Meldebestand berechnet, wobei jedoch eine größere Pufferzeit als beim Meldebestand verwendet wird.

Der Konsignationsbestand ist der aktuelle Ist-Bestand aller sich in Konsignation befindlichen Teile des Lagers. Konsignation bedeutet, dass das Eigentum der Teile noch beim Lieferanten liegt. Erst wenn die Teile aus dem Lager abgezogen werden, geht das Eigentum von den Teilen auf den Fabrikanten über.

Als OPS-Bestand wird im vorliegenden Beispiel der aktuelle Bestand bzw. Ist-Bestand aller Teile im Lager bezeichnet, deren Eigentum bereits beim Fabrikanten liegt.

Die Summe aus dem Konsignationsbestand und dem OPS-Bestand gibt den gesamten Ist-Bestand an.

Die Spalte Status ist in drei Teilspalten unterteilt für einen Meldestatus (M), einen Änderungsstatus (Ä) und einem Qualitätsstatus (Q).

Diese Teilspalten enthalten jeweils einen Farbpunkt, der die Farbe rot oder grün und gegebenenfalls gelb annehmen kann und ähnlich wie eine Ampel dem Lieferanten eine Meldung signalisiert.

Der Farbpunkt bzw. die Ampel des Meldebestandes ist rot, wenn der Ist-Bestand kleiner als der Sicherheitsbestand ist. Ist der Ist-Bestand größer oder gleich dem Sicherheitsbestand und zugleich kleiner oder gleich dem Meldebestand, dann ist die Ampel gelb. Ist der Ist-Bestand größer als der Meldebestand, dann ist die Meldebestandsampel grün.

Ein Übergang von grün auf gelb bedeutet für die Lieferanten, dass Teile der entsprechenden Ware zu liefern sind, bis zumindest der Meldebestand wieder erreicht ist. Der Maximalbestand sollte nicht überschritten werden. Dieser Übergang stellt somit eine Nachricht für den Bedarf an Teilen dar.

Die Ampel zum Änderungsbestand kann wiederum die Farbe grün, gelb und rot annehmen. Sie ist grün, wenn keine Änderung beabsichtigt ist. Sie ist gelb, wenn der Fabrikant eine Änderung am Teil plant und sie ist rot, wenn vom Fabrikanten eine Änderung beschlossen worden ist. Wenn der Lieferant die ersten Teile liefert, die der Änderung entsprechen, wird die Ampel wieder von rot auf grün zurückgesetzt.

Die Ampel für den Qualitätsbestand kann lediglich die Farbe grün und rot annehmen. Die Farbe rot bedeutet, dass entsprechende Teile aufgrund von Mängel außer Produktion genommen und in einen sogenannten Qualitätsbestand überführt worden sind. Die im Qualitätsbestand befindlichen Teile werden untersucht, ob sie die Mängel in der Produktion verursacht haben. Sind keine Teile im Qualitätsbestand, dann ist die Ampel grün.

Die Werte für den Bestand und den Status werden automatisch eingestellt und angepasst. Der Sicherheitsbestand, Meldebestand und Maximalbestand hängt vom durchschnittlichen Tagesbedarf ab. Dieser Tagesbedarf wird in regelmäßigen Abständen von zum Beispiel einer Woche, zwei Wochen, einem Monat aktualisiert und die entsprechenden Bestandswerte werden angepasst. Der Konsignationsbestand und der OPS-Bestand geben die aktuellen Zahlen der im Lager befindlichen Teile an. Der Fabrikant wird bevorzugt den OPS-Bestand gering halten und die Teile im Konsignationsbestand lagern, da er sich hierdurch erhebliche Kapitalkosten erspart. Werden jedoch Teile aus dem Lager für die Entwicklung oder Produktion entnommen und dort aufgrund weiterer Umstände nicht gebraucht, so werden sie dem Lager zurückgeführt und sind dann dem OPS-Bestand zuzurechnen, selbst wenn der entsprechende Lieferant ein Konsignationslager beim Fabrikanten betreiben sollte.

Die Ampeln für die Statuswerte schalten automatisch beim Über- bzw. Unterschreiten der entsprechenden Schwellwerte um.

In der %-Spalte sind die Prozentzahlen angegeben, mit welchem der Ist-Bestand den Meldebestand überschreitet (positiver Prozentwert) bzw. unterschreitet (negativer Prozentwert). Negative Prozentzahlen bedeuten für den Lieferanten, dass er eine entsprechende Prozentzahl an Ware bezüglich des Meldebestandes zu liefern hat.

In der letzten Spalte der Tabelle ist ein Ikon 13 angegeben. Bei Anklicken dieses Ikons 13 wird eine weitere Internetseite geöffnet, in der die Details zu einer Ware bzw. zu einem Teil dargestellt werden (4). Hierin sind neben den Daten, die in der Tabelle angegeben sind, auch die vollständige Material- bzw. Teilebezeichnung sowie der Einkaufsbestelltext angegeben.

In diese Detailansicht ist neben der Bezeichnung "Summe Vorschau Werk" eine Zahl angegeben, die eine Vorschau über den geplanten Teilebedarf in Zukunft darstellt. Neben dieser Zahl ist ein Ikon 14 zum Anklicken angegeben. Beim Anklicken dieses Ikons wird eine weitere Internetseite dargestellt, die die geplante Vorschau in Form eines Diagrammes und in Form einer Tabelle (3) zeigt. Anhand dieser Vorschau kann ein Lieferant langfristig seine Produktionskapazität planen. Bei dem in 3 gezeigten Beispiel weiß der Lieferant, dass er für eine gewisse Zeit relativ stetig produzieren muss. Dann muss er die Produktion kurzzeitig erheblich steigern. Hierauf folgt eine Phase, bei der er die Produktion fast einstellen muss. Es muss lediglich eine minimale Produktion für den Ersatzbedarf aufrecht erhalten werden.

Durch Anklicken des Ikons 15 in 2 wird eine Internetseite mit der Bestandsübersicht der Teile eines Lieferanten im Lager dargestellt (5). Zu jeweils einem Teil ist ein vertikaler Streifen dargestellt, in dem der Bereich 16 zwischen dem Maximal- und dem Meldebestand grün markiert ist, der Bereich 17 unterhalb des Meldebestandes rot markiert ist und die obere Grenze 18 des Maximalbestandes auch rot markiert ist. Der Ist-Bestand wird durch eine schwarze Linie 19 dargestellt. Eine gelbe Linie 20 zeigt den Konsignationsbestand an, falls sich dieser vom Ist-Bestand unterscheidet.

Die 6a6c zeigen alle Informationen zu einem bestimmten Teil in einem zum Ausdruck auf einem Drucker geeigneten Format. Der erste Abschnitt (6a oben) entspricht den Detailangaben aus 4. Der zweite Abschnitt (6a unten und 6b) enthält die Daten zur Vorschau entsprechend 3 und der dritte Abschnitt (6c) zeigt die Daten, sowie ein Diagramm zu den letzten Warenbewegungen an. Hierbei ist die Anzahl der Liste zu den Warenbewegungen auf 10 begrenzt. Da der Lieferant die letzten Warenbewegungen, die beim Fabrikanten eingegangen sind, hier nachvollziehen kann, kann er feststellen, ob eine kürzlich abgesandte Lieferung zu dem Lager bereits verbucht ist oder sich noch auf dem Transportweg befindet. Hierdurch wird eine Doppellieferung vermieden, wenn dem Lieferanten angezeigt wird, dass ein Bedarf besteht, obwohl sich die Lieferung auf dem Transportweg befindet.

Diese Darstellungen zur Warenbewegung können auch durch Anklicken eines Ikons 21 in 4 aufgerufen werden. Hierauf wird eine weitere Internetseite aufgerufen, auf der die Daten und das Diagramm zu den letzten Warenbewegungen dargestellt werden.

Alle Daten, die in der in den 6a bis 6c gezeigten Druckdarstellung enthalten sind, werden auf Anforderung auch per e-Mail mittels des e-Mail-Servers über die Datenleitungen 8, 11 an das Lieferantencomputersystem 12 übermittelt (2).

Die Erfindung ist oben an Hand eines Computersystems erläutert. Die Erfindung umfasst auch das mit dem Computersystem ausgeführte Verfahren, sowie ein Softwareprodukt, das, wenn es in dem Computersystem geladen und zur Ausführung gebracht wird, das erfindungsgemäße Verfahren ausführt.

Die Erfindung kann folgendermaßen kurz zusammengefasst werden:

Die Erfindung betrifft ein Computersystem und ein Verfahren zum automatischen Ausführen von Bestellungen von Teilen bei einem Lieferanten durch einen Fabrikanten.

Die Erfindung zeichnet sich dadurch aus, dass beim Fabrikanten automatisch der Bedarf an Teilen erfasst wird und dem Lieferanten die entsprechenden Daten zur Verfügung gestellt werden.

Hierdurch ist es nicht notwendig, einzelne Bestellungen zu formulieren und abzusenden. Der administrative Aufwand wird wesentlich verringert.

1Computersystem 2Host-Rechner 3Schnittstelle 4Datenleitung 5interner Server 6externer Server 7Firewall 8Datenleitung 9Datenleitung 10Firewall 11Datenleitung 12Computersystem von Lieferant 13Ikon 14Ikon 15Ikon 16Bereich Max-Melde 17Bereich Melde 18Grenze Max 19Linie Ist-Bestand 20Linie Konsignationsbestand 21Ikon

Anspruch[de]
  1. Computersystem zum automatischen Ausführen von Bestellungen von Teilen bei einem Lieferanten durch einen Fabrikanten umfassend:

    ein Fabrikantencomputersystem (2, 5, 6) zum Erfassen des Bedarfs an Teilen,

    eine Datenverbindung (11) zu mindestens einem Lieferantencomputersystem (12) eines bestimmten Lieferanten, wobei über die Datenverbindung (11) dem Lieferantencomputersystem (12) die Daten bezüglich des Bedarfs an von diesem Lieferanten zu liefernden Teilen automatisch zur Verfügung gestellt werden.
  2. Computersystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Fabrikantencomputersystem (2, 5, 6) zum Erfassen eines Lagerbestandes eines Lagers, insbesondere eines Konsignationslagers ausgebildet ist, wobei auch die für einen bestimmten Lieferanten relevanten Lagerbestände dessen Lieferantencomputersystem über die Datenverbindung automatisch zur Verfügung gestellt werden.
  3. Computersystem nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Fabrikantencomputersystem (2, 5, 6) zum Erfassen von Bestandskontrollgrößen ausgebildet ist, wie z.B. einem Meldebestand, einem Maximalbestand und einem Sicherheitsbestand, die regelmäßig und automatisch anhand der erfassten Bedarfsdaten angepasst werden.
  4. Computersystem nach Anspruch 3,

    dadurch gekennzeichnet,

    dass der Meldebestand aus dem durchschnittlichen Tagesbedarf des jeweiligen Teils multipliziert mit der Summe aus einer Planlieferzeit und einer ersten Pufferzeit berechnet wird,

    dass der Maximalbestand aus dem durchschnittlichen Tagesbedarf des jeweiligen Teils multipliziert mit der Summe aus einer Planlieferzeit und einer zweiten Pufferzeit berechnet wird, wobei die zweite Pufferzeit größer als die erste Pufferzeit ist,

    dass der Sicherheitsbestand aus dem durchschnittlichen Tagesbedarf des jeweiligen Teils multipliziert mit einer dritten Pufferzeit berechnet wird.
  5. Computersystem nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Fabrikantencomputersystem (2, 5, 6) zu einem jeden Teil eine Meldung erzeugt, ob der Lagerbestand des Teiles kleiner als der Sicherheitsbestand, gleich oder größer als der Sicherheitsbestand und kleiner oder gleich dem Meldebestand oder größer als der Meldebestand ist.
  6. Computersystem nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Meldung in Form eines Farbpunktes auf einer graphischen Benutzeroberfläche dargestellt wird, wobei der Farbpunkt rot ist, wenn der Lagerbestand des Teiles kleiner als der Sicherheitsbestand ist, der Farbpunkt gelb ist, wenn der Lagerbestand gleich oder größer als der Sicherheitsbestand und kleiner oder gleich dem Meldebestand ist, und der Farbpunkt grün ist, wenn der Lagerbestand größer als der Meldebestand ist.
  7. Computersystem nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass vom Fabrikantencomputersystem (2, 5, 6) eine Meldung über die Datenverbindung zu einem jeweiligen Teil an das entsprechende Lieferantencomputersystem abgegeben wird, die angibt, ob eine Änderung des entsprechenden Teiles nicht geplant ist oder geplant ist oder bereits ausgeführt ist.
  8. Computersystem nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Meldung in Form eines Farbpunktes auf einer graphischen Benutzeroberfläche dargestellt wird, wobei der Farbpunkt grün ist, wenn keine Änderung geplant ist, der Farbpunkt gelb ist, wenn eine Änderung geplant ist, und der Farbpunkt rot ist, wenn eine Änderung bereits ausgeführt ist.
  9. Computersystem nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass vom Fabrikantencomputersystem (2, 5, 6) eine Meldung über die Datenverbindung zu einem jeweiligen Teil an das entsprechende Lieferantencomputersystem abgegeben wird, die angibt, ob Ware von dem entsprechenden Teil aufgrund von Problemen bei der Produktion in einem Qualitätsbestand aufgenommen worden ist oder nicht.
  10. Computersystem nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Meldung in Form eines Farbpunktes auf einer graphischen Benutzeroberfläche dargestellt wird, wobei der Farbpunkt grün ist, wenn sich keine entsprechende Ware im Qualitätsbestand befindet und der Farbpunkt rot ist, wenn sich Ware im Qualitätsbestand befindet.
  11. Computersystem nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die prozentuale Abweichung eines Ist-Bestandes eines jeden Teils vom Meldebestand dargestellt wird.
  12. Computersystem nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Datenverbindung (11) ein WAN, LAN, das Internet oder ein Intranet ist.
  13. Computersystem nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Fabrikantencomputersystem zumindest einen Host-Rechner (2) und zumindest einen Server (5, 6) aufweist, wobei zwischen dem Server und der Datenverbindung (11) eine Firewall (10) angeordnet ist.
  14. Computersystem nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Fabrikantencomputersystem (2, 5, 6) einen internen Server (5) aufweist, der mit dem Host-Rechner (2) verbunden ist, und einen externen Server (6) aufweist, der einerseits mit dem internen Server (5) verbunden ist und andererseits mit der Datenverbindung (11) verbunden ist, wobei zwischen dem internen Server (5) und dem externen Server (6) eine erste Firewall (7) und zwischen dem externen Server und der Datenverbindung eine zweite Firewall (10) angeordnet ist.
  15. Computersystem nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass auf dem externen Server (6) ein Webserver als Verbindung für Internetanwendungen und ein Mailserver zum Datenaustausch per e-Mail vorgesehen sind.
  16. Verfahren zum automatischen Ausführen von Bestellungen eines Fabrikanten von Teilen bei einem Lieferanten, umfassend folgende Schritte:

    automatisches Erfassen des Bedarfs an Teilen mit Hilfe eines Fabrikantencomputersystem (2, 5, 6),

    automatisches zur Verfügung Stellen von den Bedarf an Teilen eines bestimmten Lieferanten beschreibenden Daten über eine Datenverbindung (11) an mindestens ein Lieferantencomputersystem (12) des jeweiligen Lieferanten.
  17. Verfahren nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass das Fabrikantencomputersystem (2, 5, 6) zum Erfassen eines Lagerbestandes eines Lagers, insbesondere eines Konsignationslagers verwendet wird, wobei auch die für einen bestimmten Lieferanten relevanten Lagerbestände. dessen Lieferantencomputersystem (2, 5, 6) über die Datenverbindung (11) automatisch zur Verfügung gestellt werden.
  18. Verfahren nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass Bestandskontrollgrößen, wie z.B. ein Meldebestand, ein Maximalbestand und ein Sicherheitsbestand, regelmäßig und automatisch anhand der erfassten Bedarfsdaten angepasst werden.
  19. Verfahren nach Anspruch 18,

    dadurch gekennzeichnet,

    dass der Meldebestand aus dem durchschnittlichen Tagesbedarf des jeweiligen Teils multipliziert mit der Summe aus einer Planlieferzeit und einer ersten Pufferzeit berechnet wird,

    dass der Maximalbestand aus dem durchschnittlichen Tagesbedarf des jeweiligen Teils multipliziert mit der Summe aus einer Planlieferzeit und einer zweiten Pufferzeit berechnet wird, wobei die zweite Pufferzeit größer als die erste Pufferzeit ist,

    dass der Sicherheitsbestand aus dem durchschnittlichen Tagesbedarf des jeweiligen Teils multipliziert mit einer dritten Pufferzeit berechnet wird.
  20. Verfahren nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass am Fabrikantencomputersystem (2, 5, 6) zu einem jeden Teil eine Meldung erzeugt wird, ob der Lagerbestand des Teiles kleiner als der Sicherheitsbestand, gleich oder größer als der Sicherheitsbestand und kleiner oder gleich dem Meldebestand oder größer als der Meldebestand ist.
  21. Verfahren nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass die Meldung in Form eines Farbpunktes auf einer graphischen Benutzeroberfläche dargestellt wird, wobei der Farbpunkt rot ist, wenn der Lagerbestand des Teiles kleiner als der Sicherheitsbestand ist, der Farbpunkt gelb ist, wenn der Lagerbestand gleich oder größer als der Sicherheitsbestand und kleiner oder gleich dem Meldebestand ist, und der Farbpunkt grün ist, wenn der Lagerbestand größer als der Meldebestand ist.
  22. Verfahren nach einem der Ansprüche 16 bis 21, dadurch gekennzeichnet, dass am Fabrikantencomputersystem (2, 5, 6) eine Meldung zu einem bestimmten Teil erzeugt wird, die über die Datenverbindung an das entsprechende Lieferantencomputersystem bereitgestellt wird, die angibt, ob eine Änderung des entsprechenden Teiles nicht geplant ist oder geplant ist oder bereits ausgeführt ist.
  23. Verfahren nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, dass die Meldung in Form eines Farbpunktes auf einer graphischen Benutzeroberfläche dargestellt wird, wobei der Farbpunkt grün ist, wenn keine Änderung geplant ist, der Farbpunkt gelb ist, wenn eine Änderung geplant ist, und der Farbpunkt rot ist, wenn eine Änderung bereits ausgeführt ist.
  24. Verfahren nach einem der Ansprüche 16 bis 23, dadurch gekennzeichnet, dass am Fabrikantencomputersystem (2, 5, 6) eine Meldung zu einem bestimmten Teil erzeugt wird und über die Datenverbindung dem entsprechende Lieferantencomputersystem bereitgestellt wird, die angibt, ob Ware von dem entsprechenden Teil aufgrund von Problemen bei der Produktion in einem Qualitätsbestand aufgenommen worden ist oder nicht.
  25. Verfahren nach Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet, dass die Meldung in Form eines Farbpunktes auf einer graphischen Benutzeroberfläche dargestellt wird, wobei der Farbpunkt grün ist, wenn sich keine entsprechende Ware im Qualitätsbestand befindet und der Farbpunkt rot ist, wenn sich Ware im Qualitätsbestand befindet.
  26. Verfahren nach einem der Ansprüche 16 bis 25, dadurch gekennzeichnet, dass die prozentuale Abweichung eines Ist-Bestandes eines jeden Teils vom Meldebestand dargestellt wird.
  27. Verfahren nach einem der Ansprüche 16 bis 26, dadurch gekennzeichnet, dass am Fabrikantencomputersystem Informationen zu den letzten Warenbewegungen bereitgestellt werden.
  28. Verfahren nach einem der Ansprüche 16 bis 27, dadurch gekennzeichnet, dass am Fabrikantencomputersystem Informationen zu den geplanten Warenbewegungen bereitgestellt werden.
  29. Softwareprodukt zum Ausführen eines Verfahrens nach einem der Ansprüche 16 bis 28.
  30. Softwareprodukt nach Anspruch 29 dadurch gekennzeichnet, dass es auf einem maschinenlesbaren Datenträger gespeichert ist.
  31. Verfahren nach einem der Ansprüche 16 bis 28 dadurch gekennzeichnet, dass ein Computersystem nach einem der Ansprüche 1 bis 15 verwendet wird.
Es folgen 8 Blatt Zeichnungen






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

  Patente PDF

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com