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Dokumentenidentifikation DE102005051945A1 01.06.2006
Titel Speichervorrichtung zum Einsatz in einem Speichermodul
Anmelder Infineon Technologies AG, 81669 München, DE
Erfinder Ruckerbauer, Hermann, 94554 Moos, DE
Vertreter Wilhelm & Beck, 80636 München
DE-Anmeldedatum 29.10.2005
DE-Aktenzeichen 102005051945
Offenlegungstag 01.06.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 01.06.2006
IPC-Hauptklasse G06F 12/00(2006.01)A, F, I, 20060210, B, H, DE
Zusammenfassung Die vorliegende Erfindung betrifft eine Speichervorrichtung zum Einsatz in einem Speichermodul und ein Verfahren zum Betreiben der Speichervorrichtung. In einer Ausführungsform umfasst die Speichervorrichtung ein Speicherzellenfeld, eine Speicheradresslogik zur Steuerung eines Zugriffs auf das Speicherzellenfeld in Abhängigkeit von Befehlsdaten, eine Befehlsschnittstelle zum Aufbauen einer Punkt-zu-Punkt-Verbindung zu einer Speichersteuereinheit, wobei die Befehlsschnittstelle einen ersten und einen zweiten Befehlsanschluss zum Empfangen eines ersten und eines zweiten Befehlssignals umfasst, wobei das erste und das zweite Befehlssignal die Befehlsdaten anzeigen. Außerdem umfasst die Speichervorrichtung eine Zwischenverstärkereinheit zum Empfangen des ersten Befehlssignals über den ersten Befehlsanschluss und zum Weiterleiten des ersten Befehlssignals an einen Weiterleitungsanschluss.

Beschreibung[de]
Hintergrund der Erfindung Gebiet der Erfindung

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Speichervorrichtung zum Einsatz in einem Speichermodul, und ein Speichermodul, das eine Anzahl von Speichervorrichtungen enthält.

In einem herkömmlichen Speichermodul werden Daten von und zu der auf dem Modul vorgesehenen Speichervorrichtung über einen einzigen Datenbus übertragen. Alle Daten, einschließlich Befehls- und Adressdaten werden über entsprechende gemeinsame Busleitungen an alle Speichervorrichtungen auf dem Modul übertragen. In der DDR-(Double Data Rate)-Technologie werden Daten über einen Hybrid-T-Bus (DDR-2-Technologie) oder einen Fly-By-Bus an die Speichervorrichtungen übertragen, wobei die Daten auf den Busleitungen im Wesentlichen an jede Speichervorrichtung weitergeleitet werden. Mit steigenden Datenübertragungsraten auf den Befehls- und Adressbusleitungen eignet sich das Buskonzept nicht mehr, da die verteilte Kapazität der Eingangsanschlüsse der verschiedenen Speichervorrichtungen die Datenrate auf den Busleitungen beträchtlich beschränkt.

In fortgeschrittenen Speichertechnologien, wie etwa in der DDR-4-Technologie, wurden Punkt-zu-Punkt- und Punkt-zu-2-Punkt-Verbindungen zwischen der Speichersteuereinheit und den Speichervorrichtungen auf dem Speichermodul vorgeschlagen, um die von dem Hybrid-T- und dem Fly-By-Bus-Konzept auferlegte Beschränkung der Datenrate aufzuheben. Bei der Verwendung einer Punkt-zu-Punkt-Verbindung zwischen einer Speichersteuereinheit und den Speichervorrichtungen werden Befehls- und Adressinformationen redundant an jede Speichervorrichtung auf dem Modul übertragen, so dass eine hohe Anzahl von Busleitungen erforderlich ist. Insbesondere beansprucht bei einer steigenden Anzahl von Speichervorrichtungen auf den Speichermodulen und bei einer steigenden Anzahl von Speichermodulen in einem Computersystem der für die Busleitungen vorgesehene Bereich einen großen Flächenanteil der Systemleiterplatte.

Aus diesem Grund ist es notwendig, die Anzahl der Busleitungen für die Verbindung zwischen einer Speichersteuereinheit und den Speichervorrichtungen in einem Speichermodul zu verringern.

Zusammenfassung der Erfindung

Gemäß einem ersten Aspekt der vorliegenden Erfindung ist eine Speichervorrichtung zum Einsatz in einem Speichermodul vorgesehen. Die Speichervorrichtung umfasst ein Speicherzellenfeld, eine Speicheradresslogik zum Steuern des Zugriffs auf das Speicherzellenfeld in Abhängigkeit von Befehlsdaten, und eine Datenschnittstelle zum Einrichten einer Verbindung, beispielsweise eine Punkt-zu-Punkt- oder eine Punkt-zu-2-Punkt-Verbindung, zu einer Speichersteuereinheit. Die Speichervorrichtung umfasst außerdem einen ersten Befehlsanschluss und einen zweiten Befehlsanschluss zum Empfangen eines ersten und zweiten Befehlssignals, die die Befehlsdaten angeben. Darüber hinaus umfasst die Speichervorrichtung eine Zwischenverstärkereinheit zum Empfangen des ersten Befehlssignals über den ersten Befehlsanschluss und Weiterleiten des ersten Befehlssignals an einen Weiterleitungsanschluss.

Gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist es möglich, ein über eine Verbindung von z.B. einer Speichersteuereinheit erhaltenes Befehlssignal mit einer weiteren an den Weiterleitungsanschluss gekoppelten Speichervorrichtung zu teilen.

Die erfindungsgemäße Speichervorrichtung ermöglicht das Ausbilden eines Speichermoduls mit einer Anzahl solcher Speichervorrichtungen, wobei eine Befehlsverbindungsleitung vorgesehen ist, die den Weiterleitungsanschluss einer ersten Speichervorrichtung mit einem zweiten Befehlsanschluss einer zweiten Speichervorrichtung verbindet. Dadurch kann das Befehlssignal als Teil der Befehlsdaten zwischen der ersten und der zweiten Speichervorrichtung aufgeteilt werden. Auf diese Weise ist es möglich, die Anzahl der Verbindungsleitungen zwischen der Speichersteuereinheit und den Speichervorrichtungen in einem Punkt-zu-Punkt-Verbindungssystem wesentlich zu verringern.

Gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung umfasst die Befehlsschnittstelle einen Adress-/Datenanschluss zum Empfangen von Adress- und/oder Dateninformationen.

Darüber hinaus kann die Speichervorrichtung ein Konfigurationsregister zum Speichern von Befehlswiederherstellungsinformationen und eine Befehlszusammensetzungseinheit zum Zusammensetzen von Befehlsdaten aus den ersten und zweiten Befehlssignalen anhand der Befehlswiederherstellungsinformation umfassen. Dabei können der Speichervorrichtung Informationen zur Verfügung gestellt werden, anhand derer das erste und das zweite Befehlssignal zu dem für den Zugriff auf die Speichervorrichtung erforderlichen Befehlsdaten zusammengesetzt werden können.

In einer weiteren Ausführungsform ist die Speichervorrichtung eine DRAM-Speichervorrichtung. Das erste und/oder das zweite Befehlssignal können so zusammengesetzt sein, dass es ein Befehlssignal aus der Gruppe der DRAM-Befehlssignale umfasst, beispielsweise ein Reihenaktivierungssignal (RAS-Signal), ein Spaltenaktivierungssignal (CAS-Signal), ein Schreibaktivierungssignal (WE-Signal) und ein Chipauswahlsignal (CS-Signal).

Gemäß einer Ausführungsform umfasst das Speichermodul eine weitere Befehlsverbindungsleitung, die einen Weiterleitungsanschluss der zweiten Speichervorrichtung mit einem zweiten Befehlsanschluss der ersten Speichervorrichtung verbindet. Mithilfe der Befehlsverbindungsleitung und der weiteren Befehlsverbindungsleitung werden die erste und die zweite Speichervorrichtung des Speichermoduls so miteinander gekoppelt, dass jede der Speichervorrichtungen einen Teil der Befehlsdaten, die durch die jeweils andere Speichervorrichtung empfangen werden, erhält. Dabei verringert sich die Anzahl der von jeder Speichervorrichtung erhaltenen Befehlssignale, so dass jede Speichervorrichtung nur einen Teil der Befehlsdaten empfängt, wobei dieser entsprechend empfangene Teil der Befehlsdaten an die jeweils andere Speichervorrichtung weitergeleitet wird.

Weiterhin kann vorgesehen sein, dass die Befehlsverbindungsleitung weiterhin mit einem ersten Befehlsanschluss einer dritten Speichervorrichtung verbunden ist. Die weitere Befehlsverbindungsleitung kann darüber hinaus mit dem zweiten Befehlsanschluss der dritten Speichervorrichtung verbunden sein. Dabei ist eine Speichervorrichtung zum Empfangen von Befehlssignalen über die erste und die zweite Speichervorrichtung vorgesehen, ohne dass diese z.B. durch die Speichersteuereinheit mit Befehlssignalen versorgt wird.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform umfasst jede Speichervorrichtung des Speichermoduls ein Konfigurationsregister zum Speichern einer Befehlswiederherstellungsinformation und eine Befehlszusammensetzungseinheit, die mit dem ersten und dem zweiten Befehlsanschluss verbunden ist, wobei die Befehlszusammensetzungseinheit zum Zusammensetzen der Befehlsdaten aus den ersten und zweiten Befehlssignalen anhand der Befehlswiederherstellungsinformation vorgesehen ist.

Mindestens eine Speichervorrichtung des Speichermoduls kann eine Initialisierungseinheit zum Empfangen von Initialisierungsinformationen, einschließlich der Befehlswiederherstellungsinformationen, aufweisen. Die Initialisierungseinheit kann einen Betriebsmodus bestimmen, wobei Einstellungen zur Bestimmung des Konfigurationsregisters vorgenommen werden können.

Kurze Beschreibung der Figuren

Diese und andere Ausführungsformen und Merkmale der vorliegenden Erfindung werden nun anhand der nachfolgenden Beschreibung in Verbindung mit den beigefügten Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:

1 ein Blockdiagramm eines Speichermoduls mit einer Reihe von Speichervorrichtungen gemäß einer ersten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;

2 ein Blockdiagram eines Speichermoduls mit einer Reihe von Speichervorrichtungen gemäß einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;

3 ein Blockdiagram eines Speichermoduls mit einer Reihe von Speichervorrichtungen gemäß einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung; und

4 ein Blockdiagram eines Speichermoduls mit einer Reihe von Speichervorrichtungen gemäß einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.

Detaillierte Beschreibung der bevorzugten Ausführungsformen

1 zeigt ein Blockdiagram eines Speichermoduls 1 mit einer Reihe von DRAM-Speichervorrichtungen 2, die eine bestimmte Menge an Speicher zur Verfügung stellt. Die Speichervorrichtungen 2 sind vorzugsweise identisch. Die Speichervorrichtungen 2 umfassen jeweils eine Befehlsschnittstelle 3, die über schematisch als Pfeile dargestellte Verbindungsleitungen mit einer Modulsschnittstelle 4 gekoppelt ist. Über die Modulschnittstelle 4 kann das Speichermodul 1 mit einer (nicht gezeigten) Speichersteuereinheit verbunden sein und auf diese Weise eine Punkt-zu-Punkt-Verbindung zwischen den entsprechenden Teilen der Speichersteuereinheit und den Teilen der Speichervorrichtungen 2 zur Verfügung stellen.

Jede Speichervorrichtung 2 umfasst ein Speicherzellenfeld 5. Der Zugriff auf das Speicherzellenfeld kann über eine Speicheradresslogik 6, die mit der Befehlsschnittstelle 3 gekoppelt ist, gesteuert werden. Die Speicherzugriffslogik 6 steuert den Zugriff auf das Speicherzellenfeld 5 in Abhängigkeit von den empfangenen Befehlsdaten. Die Befehlsschnittstelle 3 jeder Speichervorrichtung 3 umfasst einen ersten Befehlsanschluss 7 zum Empfangen eines ersten Befehlssignals von der Speichersteuereinheit über die Modulschnittstelle 4 und einen zweiten Befehlsanschluss 8 zum Empfangen eines zweiten Befehlssignals von einer anderen Speichervorrichtung 2 des Speichermoduls 1. Die Befehlsschnittstelle 3 umfasst weiter einen Weiterleitungsanschluss 10 als Ausgangsanschluss zum Weiterleiten des ersten über den ersten Befehlsanschluss 7 empfangenen Befehlssignals, sowie einen Anwendungsdatenanschluss zum Einlesen und Ausgeben von Daten. In einer Ausführungsform werden die Anwendungsdaten über einen Datenbus (mit einer Breite von 8 Bit) bereitgestellt und die Befehlsleitungen, die zu jeder Speichervorrichtung 2 führen, weisen eine Breite von 2 Bit auf.

Das erste vom ersten Befehlsanschluss 7 empfangene Befehlssignal wird an eine Zwischenverstärkereinheit 9 angelegt, die das erste Befehlssignal unmittelbar nach seinem Empfang an den Weiterleitungsanschluss 10 weiterleitet. Das weitergeleitete Befehlssignal wird dann an den zweiten Befehlsanschluss 8 einer anderen Speichervorrichtung 2 übertragen.

Die Speichervorrichtungen 2 des in 1 gezeigten Speichermoduls 1 sind paarweise angeordnet, so dass zwei Speichervorrichtungen 2 ein Speichervorrichtungspaar bilden, wobei eine erste Speichervorrichtung 21 des Speichervorrichtungspaars mit einer zweiten Speichervorrichtung 22 des Speichervorrichtungspaars verbunden ist, indem der Weiterleitungsanschluss 101 der ersten Speichervorrichtung 21 des entsprechenden Speichervorrichtungspaars an den zweiten Befehlsanschluss 82 der zweiten Speichervorrichtung 22 des entsprechenden Speichervorrichtungspaars verbunden ist. In derselben Weise ist der Weiterleitungsanschluss 102 der zweiten Speichervorrichtung 22 des entsprechenden Speichervorrichtungspaars an den zweiten Befehlsanschluss 81 der ersten Speichervorrichtung 21 des Speichervorrichtungspaars gekoppelt. Dabei werden von einem der Speichervorrichtungen Befehlssignale über die Modulschnittstelle 4 z.B. von der (nicht gezeigten) Speichersteuereinheit oder von der entsprechenden anderen Speichervorrichtung des Speichervorrichtungspaars empfangen. Dabei kann die Anzahl der extern für jede Speichervorrichtung vorgesehenen Befehlsleitungen verringert werden, da die von einer der Speichervorrichtungen eines jeden Speichervorrichtungspaars empfangenen Befehlssignale mit der jeweils anderen Speichervorrichtung des entsprechenden Speichervorrichtungspaars geteilt werden.

Die Zwischenverstärkereinheit 9 dient zum Empfangen und Erkennen der vom ersten Befehlsanschluss 7 kommenden ersten Befehlssignale und zum Treiben des ersten Befehlssignals an den Weiterleitungsanschluss 10 der entsprechenden Speichervorrichtung 2. In jeder Speichervorrichtung ist eine Befehlszusammensetzungseinheit 11 vorgesehen, die die Befehlsdaten aus den ersten und zweiten empfangenen Befehlssignalen zusammensetzt. Da das erste und das zweite Befehlssignal für jede Speichervorrichtung verschieden sind, kann der Befehlszusammensetzungseinheit 11 eine Befehlswiederherstellungsinformation zur Verfügung gestellt werden, so dass der Befehlszusammensetzungseinheit mitgeteilt wird, wie das erste und das zweite Befehlssignal kombiniert werden müssen, um die korrekten Befehlsdaten zu erhalten. Befehlswiederherstellungsinformationen können in einem Konfigurationsregister 12, das ebenfalls in jeder Speichervorrichtung 2 vorgesehen ist, gespeichert werden.

Wenn beispielsweise die Speichervorrichtungen 2 DRAM-Speichervorrichtungen sind, können die Befehlssignale ein RAS-Signal (Reihenaktivierungssignal), ein CAS-Signal (Spaltenaktivierungssignal), ein WE-Signal (Schreibaktivierungssignal) und ein CKE-Signal (Taktaktivierungssignal) umfassen. In einem beliebigen Speichervorrichtungspaar im Speichermodul 1 kann eine erste Speichervorrichtung 21 zum Empfangen des RAS-Signals und des CAS-Signals dienen, während die zweite Speichervorrichtung 22 zum Empfangen des CKE-Signals und des WE-Signals dient. Auf diese Weise empfängt die erste Speichervorrichtung 21 das CKE-Signal und das WE-Signal über den zweiten Befehlsanschluss 81 und das RAS-Signal und das CAS-Signal über den ersten Befehlsanschluss 71. Umgekehrt empfängt die zweite Speichervorrichtung 22 das RAS-Signal und das CAS-Signal über den zweiten Befehlsanschluss 82 und das CKE-Signal und das WE-Signal über den ersten Befehlsanschluss 72, wie oben erläutert.

Wenn die Speichervorrichtungen 2 zu Paaren gekoppelt sind, kann die Anzahl der von der Modulschnittstelle 4 an jede der Speichervorrichtungen zur Verfügung gestellten Befehlssignale auf die Hälfte der Gesamtzahl der Befehlssignale verringert werden. Wie in der Ausführungsform von 2 gezeigt ist, können mehrere zweite Befehlsanschlüsse der entsprechenden Speichervorrichtungen mit einem Weiterleitungsanschluss einer Speichervorrichtung 2 verbunden sein. Beispielsweise können vier Speichervorrichtungen miteinander gekoppelt werden und so auf dem Speichermodul 1 eine Speichervorrichtungsgruppe bilden, wie es in 2 gezeigt ist. Unter Beibehaltung der Bezugszeichen der Ausführungsform von 1 umfasst die dargestellte Speichervorrichtungsgruppe weiterhin eine dritte Speichervorrichtung 23 und eine vierte Speichervorrichtung 24, wobei jede Speichervorrichtung einen ersten Befehlsanschluss 73, 74, einen zweiten Befehlsanschluss 83, 84 bzw. einen Weiterleitungsanschluss 103, 104 enthält. Die Speichervorrichtungen 21 bis 24 haben alle dieselbe Struktur und sind in der Regel identisch ausgebildet. Der Weiterleitungsanschluss 101 der ersten Speichervorrichtung 21 ist mit dem zweiten Befehlsanschluss 82 der zweiten Speichervorrichtung 22 und mit dem ersten Befehlsanschluss 74 der vierten Speichervorrichtung 24 verbunden, und der Weiterleitungsanschluss 102 der zweiten Speichervorrichtung 21 ist mit dem zweiten Befehlsanschluss 81 der ersten Speichervorrichtung 21 und mit dem zweiten Befehlsanschluss 73 der dritten Speichervorrichtung 23 verbunden. Der Weiterleitungsanschluss 103 der dritten Speichervorrichtung 23 ist mit dem zweiten Befehlsanschluss 84 der vierten Speichervorrichtung 24 verbunden, und der Weiterleitungsanschluss 104 der vierten Speichervorrichtung 24 ist mit dem zweiten Befehlsanschluss 83 der dritten Speichervorrichtung 23 verbunden. Wenn die Länge der Verbindungsleitungen zwischen den vier Speichervorrichtungen verringert wird und die Zwischenverstärkereinheiten, die die jeweils an die ersten Befehlsanschlüsse 71, 72 angelegten Befehlssignale treiben, eine ausreichende Treiberleistung aufweisen, kann beim Übertragen der Befehlssignale zwischen den Speichervorrichtungen eine angemessene oder eine gewünschte Datenrate erzielt werden.

Um dem Konfigurationsregister 12 in jeder Speichervorrichtung 2 die entsprechende Befehlswiederherstellungsinformation zur Verfügung zu stellen, kann mithilfe einer Initialisierungseinheit 13 eine Initialisierungsabfolge durchgeführt werden, die für den normalen Betrieb der DRAM-Speichervorrichtung 2 aktiviert wird. Wenn die Initialisierungseinheit 13 aktiviert wird, kann die Befehlswiederherstellungsinformation der entsprechenden Speichervorrichtung 2 über den ersten Befehlsanschluss 7 in der Weise zur Verfügung gestellt werden, dass in Abhängigkeit von den über den ersten Befehlsanschluss 7 in jeder Speichervorrichtung 2 übertragenen Daten das Konfigurationsregister in den Initialisierungsmodus geschaltet wird, so dass die empfangenen Befehlssignale korrekt interpretiert und sortiert werden können.

In der in 2 dargestellten Ausführungsform können die Befehlssignalleitungen zwischen der Speichersteuereinheit und dem Speichermodul weiter auf ein Viertel der Zahl der Befehlssignale, die ohne ein Aufteilen der Befehlssignale zwischen den Speichervorrichtungen einer Speichervorrichtungsgruppe angelegt werden müssten, verringert werden. In einer solchen Ausführungsform wird jede Speichervorrichtung 2 der Speichervorrichtungsgruppe mit einem externen Befehlssignal verbunden, wobei jedes Befehlssignal für einen Teil der für jede Speichervorrichtung vorzusehenden Befehlsdaten steht. Jede Speichervorrichtung leitet das entsprechend erhaltene Befehlssignal an eine oder mehrere andere Speichervorrichtungen weiter, um es aufzuteilen. Hierzu kann jede Speichervorrichtung mehr als einen zweiten Befehlsanschluss zum Empfangen von Befehlssignalen von anderen Speichervorrichtungen enthalten.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform kann mindestens eine zusätzliche Speichervorrichtung zum Empfangen von Befehlssignalen über die erste und die zweite Speichervorrichtung vorgesehen sein, ohne dass diese zusätzliche Speichervorrichtung z.B. von der Speichersteuereinheit mit Befehlssignalen versorgt wird. Unter Beibehaltung der in der Ausführungsform von 1 verwendeten Bezugszeichen umfasst die in 3 gezeigte Speichervorrichtungsgruppe weiterhin eine dritte Speichervorrichtung 23 mit einem ersten Befehlsanschluss 73 und einem zweiten Befehlsanschluss 83. Die dritte Speichervorrichtung 23 kann wahlweise einen Weiterleitungsanschluss 103 umfassen, wenn eine Weiterleitung der empfangenen Signale erwünscht ist. Der Weiterleitungsanschluss 101 der ersten Speichervorrichtung 21 ist mit dem zweiten Befehlsanschluss 82 der zweiten Speichervorrichtung 22 und mit dem ersten Befehlsanschluss 73 der dritten Speichervorrichtung 23 verbunden, und der Weiterleitungsanschluss 102 der zweiten Speichervorrichtung 22 ist an den zweiten Befehlsanschluss 81 der ersten Speichervorrichtung 21 und mit dem zweiten Befehlsanschluss 83 der dritten Speichervorrichtung 23 verbunden. Auf diese Weise kann die dritte Speichervorrichtung 23 von der ersten und der zweiten Speichervorrichtung weitergeleitete Befehlssignale empfangen, ohne eine Verbindung zum Empfang von direkt von der Speichersteuereinheit kommenden Befehlssignalen aufzuweisen.

In einer weiteren Ausführungsform können vier Speichervorrichtungen miteinander verbunden sein und so auf dem Speichermodul eine in 4 dargestellte Speichervorrichtungsgruppe bilden. Unter Beibehaltung der in der Ausführungsform von 1 verwendeten Bezugszeichen umfasst die dargestellte Speichervorrichtungsgruppe weiterhin eine dritte Speichervorrichtung 23 und eine vierte Speichervorrichtung 24, die jeweils einen ersten Befehlsanschluss 73, 74, einen zweiten Befehlsanschluss 83, 84 bzw. einen Weiterleitungsanschluss 103, 104 aufweisen. Die Speichervorrichtungen 21 bis 24 haben alle dieselbe Struktur und sind in der Regel identisch ausgebildet. Der Weiterleitungsanschluss 101 der ersten Speichervorrichtung 21 ist mit den entsprechenden zweiten Befehlsanschlüsse 82, 84 der zweiten Speichervorrichtung 22 und der vierten Speichervorrichtung 24 verbunden, und der Weiterleitungsanschluss 102 der zweiten Speichervorrichtung 22 ist mit dem zweiten Befehlsanschluss 81 der ersten Speichervorrichtung 21 und an den zweiten Befehlsanschluss 83 der dritten Speichervorrichtung 23 verbunden. Der Weiterleitungsanschluss 103 der dritten Speichervorrichtung 23 ist mit dem ersten Befehlsanschluss 74 der vierten Speichervorrichtung 23 verbunden, und der Weiterleitungsanschluss 104 der vierten Speichervorrichtung 24 ist mit dem ersten Befehlsanschluss 73 der dritten Speichervorrichtung 23 verbunden. Wenn die Länge der Verbindungsleitungen zwischen den vier Speichervorrichtungen verringert wird und die Zwischenverstärkereinheit, welche die am ersten Befehlsanschluss 71 anliegenden Befehlssignale treibt, eine ausreichende Treiberleistung aufweist, kann eine angemessene oder gewünschte Datenrate bei der Übertragung der Befehlssignale zwischen den Speichervorrichtungen erreicht werden.

Obwohl sich die oben beschriebenen Ausführungsformen gemäß den 1 bis 4 auf bestimmte Schemata zum Weiterleiten von Befehlssignalen beziehen, sind andere Kombinationen und Variationen für die Weiterleitung empfangener Befehlssignale von einer Speichervorrichtung zu einer oder zu mehreren anderen Speichervorrichtungen im Speichermodul denkbar. Darüber hinaus sind auch andere Anordnungen und Gruppierungen von Speichervorrichtungen in einem Schema zur Weiterleitung von Befehlssignalen denkbar.

Obwohl die vorstehende Beschreibung auf Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung gerichtet ist, können andere und weiterführende erfindungsgemäße Ausführungsformen formuliert werden, die den Umfang der Erfindung, wie er in den nun folgenden Ansprüchen definiert ist, nicht überschreiten.


Anspruch[de]
  1. Speichervorrichtung zum Einsatz in einem Speichermodul, umfassend:

    – ein Speicherzellenfeld;

    – eine Speicherzugriffslogik zum Steuern des Zugriffs auf das Speicherzellenfeld in Abhängigkeit von Befehlsdaten;

    – eine Befehlsschnittstelle zum Einrichten einer Zwischenverbindung zu einer Speichersteuereinheit, die einen ersten Befehlsanschluss und einen zweiten Befehlsanschluss zum Empfangen eines ersten und zweiten Befehlssignals, die die Befehlsdaten angeben, umfasst;

    – eine Zwischenverstärkereinheit zum Empfangen des ersten Befehlssignals über den ersten Befehlsanschluss und Weiterleiten des ersten Befehlssignals an einen Weiterleitungsanschluss, und

    – den Weiterleitungsanschluss zum Weiterleiten des empfangenen Befehlssignals an eine oder mehrere Speichervorrichtungen) in dem Speichermodul.
  2. Speichervorrichtung nach Anspruch 1, wobei die Befehlsschnittstelle einen Adress-/Datenanschluss zum Empfangen von Adress- und/oder Dateninformationen umfasst.
  3. Speichervorrichtung nach Anspruch 1, weiter umfassend:

    – ein Konfigurationsregister zum Speichern von Befehlswiederherstellungsinformationen; und

    – eine Befehlszusammensetzungseinheit zum Zusammensetzen von Befehlsdaten aus den ersten und zweiten Befehlssignalen anhand der Befehlswiederherstellungsinformation.
  4. Speichervorrichtung nach Anspruch 3, weiter umfassend:

    – eine Initialisierungseinheit, um Initialisierungsinformationen, einschließlich der Befehlswiederherstellungsinformationen, in einem Initialisierungsverfahren bereitzustellen.
  5. Speichervorrichtung nach Anspruch 1, wobei die Speichervorrichtung eine DRAM-Speichervorrichtung ist.
  6. Speichervorrichtung nach Anspruch 5, wobei die ersten und zweiten Befehlssignale zu einem DRAM-Befehlssignal zusammengesetzt werden, das aus einem Zeilenaktivierungssignal, einem Spaltenaktivierungssignal, einem Schreibaktivierungssignal und einem Chipauswahlsignal ausgewählt wird.
  7. Speichermodul, umfassend:

    – eine Vielzahl von Speichervorrichtungen, jeweils umfassend:

    – ein Speicherzellenfeld;

    – eine Speicherzugriffslogik zum Steuern des Zugriffs auf das Speicherzellenfeld in Abhängigkeit von Befehlsdaten;

    – eine Befehlsschnittstelle zum Einrichten einer Zwischenverbindung zu einer Speichersteuereinheit, die einen ersten Befehlsanschluss und einen zweiten Befehlsanschluss zum Empfangen eines ersten und zweiten Befehlssignals, die die Befehlsdaten angeben, umfasst;

    – eine Zwischenverstärkereinheit zum Empfangen des ersten Befehlssignals über den ersten Befehlsanschluss und Weiterleiten des ersten Befehlssignals an einen Weiterleitungsanschluss, und

    – den Weiterleitungsanschluss zum Weiterleiten des empfangenen Befehlssignals an eine oder mehrere Speichervorrichtung(en) in dem Speichermodul; und

    – eine erste Befehlsverbindungsleitung, um den jeweiligen Weiterleitungsanschluss einer ersten Speichervorrichtung mit dem jeweiligen zweiten Befehlsanschluss einer zweiten Speichervorrichtung zur verbinden.
  8. Speichermodul nach Anspruch 7, weiter umfassend:

    – eine zweite Befehlsverbindungsleitung, um den jeweiligen Weiterleitungsanschluss der zweiten Speichervorrichtung mit dem jeweiligen zweiten Befehlsanschluss der ersten Speichervorrichtung zu verbinden.
  9. Speichermodul nach Anspruch 8, weiter umfassend:

    – eine Modulschnittstelle des Speichermoduls zum Verbinden des jeweiligen ersten Befehlsanschlusses der ersten und zweiten Speichervorrichtung an eine Speichersteuereinheit.
  10. Speichermodul nach Anspruch 8, wobei die erste Befehlsverbindungsleitung außerdem mit dem entsprechenden Befehlsanschluss einer dritten Speichervorrichtung verbunden ist.
  11. Speichermodul nach Anspruch 10, wobei die zweite Befehlsverbindungsleitung außerdem mit dem entsprechenden Befehlsanschluss der dritten Speichervorrichtung verbunden ist.
  12. Speichermodul nach Anspruch 8, wobei die erste Befehlsverbindungsleitung außerdem mit dem entsprechenden ersten Befehlsanschluss der dritten Speichervorrichtung verbunden ist und wobei die zweite Befehlsverbindungsleitung außerdem mit dem entsprechenden ersten Befehlsanschluss einer vierten Speichervorrichtung verbunden ist, weiter umfassend:

    – eine dritte Befehlsverbindungsleitung, die zwischen dem entsprechenden Weiterleitungsanschluss der dritten Speichervorrichtung und dem entsprechenden zweiten Befehlsanschluss der vierten Speichervorrichtung geschaltet ist; und

    – eine vierte Befehlsverbindungsleitung, die zwischen dem entsprechenden Weiterleitungsanschluss der vierten Speichervorrichtung und dem entsprechenden zweiten Befehlsanschluss der dritten Speichervorrichtung geschaltet ist.
  13. Speichermodul nach Anspruch 7, jede Speichervorrichtung weiter umfassend:

    – ein Konfigurationsregister zum Speichern einer Befehlswiederherstellungsinformation; und

    – eine Befehlszusammensetzungseinheit zum Zusammensetzen der Befehlsdaten aus den ersten und zweiten Befehlssignalen anhand der Befehlswiederherstellungsinformation.
  14. Speichermodul nach Anspruch 13, jede Speichervorrichtung weiter umfassend:

    – eine Initialisierungseinheit, um Initialisierungsinformationen, einschließlich der Befehlswiederherstellungsinformationen, in einem Initialisierungsverfahren bereitzustellen.
  15. Speichermodul nach Anspruch 7, wobei das Speichermodul als DIMM-(dual in-line memory module)-Speichermodul vorgesehen ist.
  16. Speichermodul nach Anspruch 7, wobei die Speichervorrichtung eine DRAM-Speichervorrichtung ist.
  17. Speichermodul nach Anspruch 16, wobei die ersten und zweiten Befehlssignale zu einem DRAM-Befehlssignal zusammengesetzt werden, das aus einem Zeilenaktivierungssignal, einem Spaltenaktivierungssignal, einem Schreibaktivierungssignal und einem Chipauswahlsignal ausgewählt wird.
  18. Verfahren zum Kommunizieren zwischen einer Speichersteuereinheit und einem Speichermodul, umfassend:

    – Senden eines ersten Befehlssignals von der Speichersteuereinheit zu einem ersten Befehlsanschluss einer ersten Speichervorrichtung des Speichermoduls;

    – Weiterleiten des ersten Befehlssignals von der ersten Speichervorrichtung an einen zweiten Befehlsanschluss einer zweiten Speichervorrichtung des Speichermoduls;

    – Senden einer zweiten Befehlssignals der Speichersteuereinheit an einen ersten Befehlsanschluss der zweiten Speichervorrichtung; und

    – Weiterleiten des zweiten Befehlssignals von der zweiten Speichervorrichtung an einen zweiten Befehlsanschluss der ersten Speichervorrichtung, wobei die erste Speichervorrichtung ein zweites Befehlssignal aufgrund der Übertragung durch die zweite Speichervorrichtung erhält, und wobei die zweite Speichervorrichtung das erste Befehlssignal aufgrund der Übertragung durch die erste Speichervorrichtung erhält.
  19. Verfahren nach Anspruch 18, weiter umfassend:

    – Weiterleiten des ersten Befehlssignals von der ersten Speichervorrichtung zu einer oder mehreren anderen Speichervorrichtungen des Speichermoduls; und

    – Weiterleiten des zweiten Befehlssignals von der zweiten Speichervorrichtung zu der einen oder den mehreren anderen Speichervorrichtungen des Speichermoduls, wobei die eine oder mehreren Speichervorrichtungen das erste und das zweite Befehlssignal aufgrund der Übertragung durch die erste bzw. die zweite Speichervorrichtung erhalten.
  20. Verfahren nach Anspruch 18, weiter umfassend:

    – Weiterleiten des ersten Befehlssignals von der ersten Speichervorrichtung an eine dritte Speichervorrichtung des Speichermoduls;

    – Weiterleiten des zweiten Befehlssignals von der zweiten Speichervorrichtung an die vierte Speichervorrichtung des Speichermoduls; und

    – kreuzweise Übertragung des entsprechenden erhalten ersten und zweiten Befehlssignals zwischen der dritten und vierten Speichervorrichtung.
Es folgen 3 Blatt Zeichnungen






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